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Unser Adventskalender 2010

 
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Laeusel



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BeitragVerfasst am: Mi, 01. Dez 2010, 08:45    Titel: Unser Adventskalender 2010 Antworten mit Zitat

Halli Hallo,

und wieder ist ein Jahr vergangen und ich will mal die schöne Tradition
unseres Adventskalenders wieder aufleben lassen und öffne hiermit das
erste virtuelle Türchen.

Derjenige der jeweils täglich als erster in den Thread schaut
darf etwas weihnachtliches in den Thread schreiben.
Ein Gedicht, eine Geschichte, ein weihnachtliches Rezept,
ein Liedtext, ein Bild oder oder oder......

Viel Spaß dabei. Very Happy



Die stillen Tage

Wir backen Plätzchen – hören Weihnachtslieder,
vier Kerzen schmücken unsren grünen Kranz.
Die stillen Tage - sie beginnen wieder,
die Welt erstrahlt im hellen Lichterglanz.

Verzaubert lauschen Kinder den Geschichten
von Jesu Christ - geboren einst im Stall.
Von seinen Wundern weiß man zu berichten,
sein Tun wirkt weiter hier und überall.

Zu seiner Ehr´ wird Geben groß geschrieben -
an Einsame und Kranke man jetzt denkt.
Man ist bereit den Nächsten auch zu lieben
und wird durch frohe Augen reich beschenkt.
Ach, dass der Frieden dieser stillen Tage
uns Menschen doch durchs ganze Leben trage.
_________________
Ciao
Laeusel Cool

SCHÜTTELN!!!
It's bigger on the inside...
"Ich habe nie groß darüber nachgedacht, wie ich sterben werde.
Aber anstelle von jemandem zu sterben, den man liebt, scheint
mir ein guter Weg zu sein, um zu gehen."
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Darth Wapoe



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BeitragVerfasst am: Mi, 01. Dez 2010, 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Hoch auf Laeusel!!!!!!!!

Das ist der einzig wahre Adventskalender...zumal ich dieses Jahr keinen habe außer dem hier Very Happy Wink
_________________
The dark is generous, and it is patient, and it always wins.
It always wins because it is everywhere.
[...]
The brightest light casts the darkest shadow.

(aus Revenge of the Sith von M. Stover)
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Stone Qel-Droma



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BeitragVerfasst am: Do, 02. Dez 2010, 02:02    Titel: Antworten mit Zitat

Matthias Jentzsch (geb. 20.11.1962)

Sankt Nikolaus

Wer zog dem alten Nikolaus
denn seine Bischofs-Stola aus
und einen warmen Mantel an,
der aussieht wie vom Weihnachtsmann?

Der das war, hat daran gedacht,
dass so ein Nikolaus bei Nacht
sich schnell einmal erkälten könnt’,
wenn er von Haus zu Hause rennt,

bei Frost und Schnee bis früh halb Vier,
damit dann auch vor jeder Tür
was Süßes in den Stiefeln steckt,
bevor die Kinder aufgeweckt.
_________________
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Laeusel



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BeitragVerfasst am: Fr, 03. Dez 2010, 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Türchen 3 auf mach....


Christkind - Nikolaus

Hat jemand das Christkind gesehen?
Die Kunstfigur Christkindl hat Martin Luther erfunden. Durch sein vorhaben den Heiligen Nikolaus abschaffen zu wollen,
wurde das Christkindl zum Gabenbringer für die Kinder. Früher hat der Heilige Nikolaus den Kindern die Gaben gebracht.
Das Christkindl wird eigentlich immer mit Engelsflügel auf Bildern ausgestattet. Jedenfalls bringt das Christkindl die Geschenke
heimlich und bei Nacht, also genauso wie früher der Nikolaus die Geschenke gabracht hatte.

In den Evangelischen Kreisen wurde das Christkindl meist durch einen Weihnachtsmann ersetzt. Das Christkindl ist dagegen
als Geschenkebringer in katholischen Familien ein muss und nicht mehr wegzudenken.

Als ein echtes Christkindl bezeichnet man teilweise auch all jene die am 25. Dezember Geburtstag haben.
_________________
Ciao
Laeusel Cool

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Stone Qel-Droma



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BeitragVerfasst am: Sa, 04. Dez 2010, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Dora Schlatter 1855 - 1915

Nun freut euch, lieben Christen g'mein


Das, meine ich, ist doch ein rechtes Christtagslied: "Nun freut euch, lieben Christen g'mein, und lasst uns fröhlich springen, dass wir getrost und all in ein mit Lust und Liebe singen, was Gott an uns gewendet und seine süße Wundetat; gar teu'r hat er's erworben." - Wie klingt doch schön die süße Wundertat! Aber es war einmal ein Bürger zu Mansfeld, da, wo die nachmals berühmten Grafen ihren Sitz hatten, dem klang's nicht schön, anfänglich nämlich, hernach ging's besser.
Es war gleich nach der Reformationszeit, da wanderte ein Magister Cyriacus Spangenberg auf Mansfeld, wie die Nachricht meldet, und nahm Quartier im Kloster daselbst. Es war aber dieser treffliche Mann der Sohn des Pfarrherrn zu Eisleben, Johannes Spangenberg, der die "Perle" verfasst hat. Genug, Herr Cyriacus kehrt im Kloster zu Mansfeld ein, und da ihm daselbst zu essen vorgesetzt wird, lässt er's sich schmecken. Danach faltet er die Hände zum Gratias: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich, der allem Fleische seine Speise gibt - und so fort. nun war ein Mansfeldischer dabei, und wie unser Magister seine Sache geendigt, so macht dieser sich an ihn und fängt ganz kecklich über die Evangelischen an, schimpft auf alles, und wie er im Zug ist, auch auf ihre Lieder. Und wie das Gespräch auf das Lied kommt: "Nun freut euch, liebe Christen g'mein" - welches damals fast in allen Kirchen mächtig schallte, so nennt er's ein Teufelslied. Da ward's unserm Magister doch zu viel, stund auf, stellte sich vor den Mansfeldischen Bürgermann hoch hin, wie ein Strafgericht Gottes, hub feierlich seine Hand auf und sagte: "Nun wohlan, Gott lässt sich nicht spotten, und ehe ein Jahr zu Neige geht, kann er's wohl beweisen und sich erschrecklich sehen lassen, als der zu solcher Lästerung nimmer schweigt!"
Wie lange Herr Cyriacus Spangenberg darnach noch in diesem Kloster verweilt hat, kann ich nicht sagen. Das ist auch keine Hauptsache, sondern das ist die Hauptsache, dass er richtig geredet hat, denn der Herr vom Himmel hat seines Knechtes Wort wahr gemacht. Nämlich ehe noch ein Jahr herum war, ist's über den Mansfeldischen gekommen wie ein böser Geist. Und einstmals, wie er übers Feld gegangen, es ist eine unheimliche, schwarze Nacht gewesen, da hat ihn der böse Geist gepackt. Fromme Menschen haben ihn in einem Brunnen gefunden, herausgezogen, gepflegt. Und hiermit hat's nun eine Wendung gegeben. Denn siehe der arme Mann ist heil geworden, leiblich und geistig, hat erkannt den, der die Sünde an ihm heimgesucht, und ist aus langer Nacht ans Licht gekommen. Und da ist er nun auf das Lied gefallen: "Nun freut euch, lieben Christen g'mein" . . . Nun war's kein "Teufelslied" mehr; nein, eine süße Wundertat. Und unser Mansfeldischer hat nun zeitlebens die ersten vier Verse dieses Liedes gesungen, davon der letzte heißt:
Da jammert' Gott in Ewigkeit
Mein Elend übermaßen.
Er dacht' an sein' Barmherzigkeit,
Er wollt' mir helfen lassen;
Er wandt' zu mir das Vaterherz,
Es war bei ihm fürwahr kein Scherz,
Er ließ's sein Bestes kosten.
Cyriacus Spangenberg aber ist nachmals Pfarrer in eben dieser Stadt Mansfeld geworden und 22 Jahre gewesen, hat auch treffliche und erbauliche Schriften hinterlassen und ist erst Anno 1604, 76 Jahre alt, heimgefahren. Ich glaube aber, dass von allen seinen vielen Predigten die kürzeste und kräftigste diejenige gewesen ist, die er damals im Kloster zu Mansfeld gehalten hat.
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Rosh



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BeitragVerfasst am: Sa, 04. Dez 2010, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Laeusel hat Folgendes geschrieben:
..

Als ein echtes Christkindl bezeichnet man teilweise auch all jene die am 25. Dezember Geburtstag haben.


Wie gut, dass ich dann 1 Tag zu spät dran war Wink
_________________
Es gibt Versuche, es gibt Erfolge. Die Geschichte preist lediglich die Erfolge. (Sprichwort der Caamasi)

Nu kyr'abyc, shi taab'echaaj'la.
(nicht fort, nur marschierend in weiter Ferne)
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Laeusel



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BeitragVerfasst am: Mo, 06. Dez 2010, 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Türchen 5


Seid ihr bereit?

Verlockender Vanilleduft zieht durch das Haus,
beflügelt sanft den Geist,
die süßen Kipferl sind ein Augenschmaus,
sind binnen kurzer Zeit verspeist.

Draußen zeigt sich ein bezauberndes Winterkleid,
glitzert puderzuckerweiß,
Haus und Hof sind tief verschneit,
kunstvolle Blumen wachsen am Fenster aus Eis.

Weihnachtslieder tönen von überall her,
mal laut, mal leise,
in den Städten herrscht ein besonderes Flair,
leuchtende Sterne zieren Fenster dutzendweise.

Bis zur heiligen Nacht sind es nur noch wenige Tage,
die Spannung steigt,
die Vorfreude ist groß, keine Frage,
seid ihr alle bereit?
_________________
Ciao
Laeusel Cool

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Laeusel



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BeitragVerfasst am: Mo, 06. Dez 2010, 09:44    Titel: Antworten mit Zitat

Türchen 6

Draußen weht es bitterkalt,
wer kommt da durch den Winterwald?
Stippstapp, stippstapp und huckepack
Knecht Ruprecht ist's mit seinem Sack.
Was ist denn in dem Sacke drin?
Äpfel, Mandeln und Rosin'
und schöne Zuckerrosen,
auch Pfeffernüss' fürs gute Kind;
die andern, die nicht artig sind,
klopft er auf die Hosen.


Einen schönen Nikolaustag Euch allen! Very Happy
_________________
Ciao
Laeusel Cool

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Stone Qel-Droma



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BeitragVerfasst am: Di, 07. Dez 2010, 02:21    Titel: Antworten mit Zitat

Türchen 7


Der unglückliche Schokoladen-Nikolaus
Helmut Wördemann

Es war einmal ein Schokoladen-Nikolaus, der hatte das ganze Jahr hindurch im Kühlschrank gelegen und schrecklich gefroren. Er war nämlich so schön, dass die Kinder ihn nicht hatten kaputtmachen und essen mögen. Damit er nicht krank und schimmelig würde, hatte die Mutter ihn im Kühlschrank verwahrt. Seitdem freute sich der Schokoladen-Nikolaus vor Sehnsucht bibbernd auf das nächste St.- Nikolaus-Fest. Das kam nun von Tag zu Tag näher.

Als es endlich soweit war, stellte die Mutter den vereisten Nikolaus bei der Heizung auf einen Schrank. Langsam taute der Schokoladenmann auf. Das war ein so wohliges Gefühl, dass er tief aufatmete und das Leben zu genießen begann. Es dauerte dem alten Nikolaus aber viel zu lange, bis der feine Eismantel sich ganz von ihm löste, deshalb wackelte er ungeduldig hin und her, bis er vom Schrank auf den Teppich fiel und direkt unter die Heizung rollte.

Der gute alte Nikolaus schmolz nun zu einem leckeren Schokoladenklumpen zusammen. Er wurde sehr hässlich, aber er schmeckte den Kindern ganz hervorragend.
_________________
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Stone Qel-Droma



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BeitragVerfasst am: Mi, 08. Dez 2010, 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

Türchen 8:

Hilde Fürstenberg

Weht im Schnee ein Weihnachtslied

Weht im Schnee ein Weihnachtslied
Leise über Stadt und Felder,
Sternenhimmel niedersieht,
Und der Winternebel zieht
Um die dunklen Tannenwälder.

Weht im Schnee ein Weichnachtsduft
Träumerisch durch dichte Flocken,
Füllt die schwere Winterluft
Und aus weichen Wolken ruft
Sanft der Klang der Kirchenglocken.

Geht durch Schnee ein Weihnachtskind
Liebend über kalte Erde,
Geht dahin und lächelt lind,
Hoffend, dass wir gütig sind
Und die Menschheit besser werde!
_________________
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Laeusel



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BeitragVerfasst am: Do, 09. Dez 2010, 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Türchen 9.....


Der einsame Schneemann

Was steht ein Schneemann so allein
im Schnee und auf der Flur
was schaut er auch so traurig drein
von Freude keine Spur.

Er blickt einsam übers Land dahin
mit Augen schwarz und rund
im Gesicht hat er ‚ne Rübe drin
und Kohlen sind sein Mund.

Weil gar so einsam ist sein Sinn
sucht er zum Zeitvertreib
so eine hübsche Schneemännin
für sich als Eheweib.

Drum baut nun eine Kinderschar
aus Schnee 'ne Frau für ihn
die beiden sind ab da ein Paar:
Schneemann und Schneemännin.

Ihm wird dabei so warm ums Herz
es schmilzt für die Schneemännin
und spätestens so Ende März
schmelzen die zwei dahin.
_________________
Ciao
Laeusel Cool

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darth graval



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BeitragVerfasst am: Do, 09. Dez 2010, 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Applause Grosse Klasse. Smile Made my Day. Oder sowas in der Art. Smile
_________________

Kritzeln!
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Stone Qel-Droma



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BeitragVerfasst am: Fr, 10. Dez 2010, 01:04    Titel: Antworten mit Zitat

Türchen 10:



SCHOKOLADENWEIHNACHTSMANN


Eine notfallmedizinische Studie
Die eigentliche Herkunft der Weihnachtsmaenner ist unklar, sie liegt quasi im Dunkeln. Schon das periodisch massive Auftreten bereits im Herbst, sowie das schlagartige Verschwinden nach der Wintersonnenwende bedarf noch intensiver Untersuchungen. Die vorliegende Studie befasst sich mit notfallmaessigen Gesichtspunkten, wobei im Wesentlichen die traumatologischen Aspekte im Vordergrund stehen sollen.
ANATOMISCHE VORBEMERKUNGEN
Die interessante Spezies "Schokoladenweihnachtsmann" ist makroskopisch recht gut untersucht worden. Umgeben ist der Patient von einer festen Haut, welche die verschiedensten Farbnuancen aufweisen kann. Die Farbgebung als solches laesst menschenaehnliches Gesicht und Gestalt vermuten. Hinweise auf einen funktionstuechtigen Bewegungsapparat finden sich nicht. Die Extremitaeten sind wie bei einer Syndaktylie verschmolzen. Die aeussere Haut (Pellicula aluminica) dient dem Schutz des Individuums vor dem Unbilden der menschlichen Spezies; verhindert aber offensichtlich auch den Verlust koerpereigener Substanzen bei der AEnderung des Aggregatzustandes der Koerpersubstanz. Diese Grundsubstanz liegt als Exoskelett nach innen dicht der Pellicula an und umhuellt die grosse zentrale Vakuole, welche in ihrer Form ein getreues Abbild des Weihnachtsmannes darstellt. Die Herkunft dieser Grundsubstanz ist umstritten. Biochemisch scheinen aber Zusammenhaenge mit dem Abraum der Oetker`schen Schokoladenbergwerke zu bestehen. Der Schokoladenweihnachtsmann kommt in den verschiedensten Groessen und Formen vor. Dies hat er mit den Gartenzwergen gemeinsam, denen er allerdings nur aeusserlich aehnlich ist. Es wurden Exemplare von 20 - 4000 g gesehen. Ueber Wachstum, Nahrungsaufnahme sowie raeumlichen Veraenderungen raetselt die Wissenschaft noch heute.
TRAUMATOLOGIE
Nach der bisherigen Auffassung gibt es nur zwei klinisch relevante Traumatisierungsmechanismen:
1. Frakturen (Frakturen der Grundsubstanz)
2. Thermische Traumen (Hitzetrauma)
Die Verletzungen der Pellicula scheint medizinisch bedeutungslos und bedarf keiner besonderen Therapie.
FRAKTURTYPEN
1. Impressionstraumen des Kraniums
2. Impressionstraumen des Thorax
3. Impressionstraumen des Saeckelchen (trotz seiner atypischen Lage ist grundsaetzlich an ein urologisches Konzil zu denken!)
4. Impressionstraumen im Fussbereich
5. Frakturen des Dents-axis (neurologisches Gutachten erstellen!)
6. Polytraumen (Patient muss unverzueglich in eine Polyklinik ueberwiesen werden!)
UNFALLMECHANISMEN
Die Welt der Menschen ist fuer Schokoladenweihnachtsmaenner an sich als extrem feindlich zu betrachten. Eine Hyperthermisierung des Corpus kann zu irreversiblen Schaeden fuehren. So ist bereits das Auflegen einer Kinderhand oder die Positionierung auf einem Heizkoerper fuer das Objekt sehr gefaehrlich. Intensive Sonnenstrahlung oder Badewasser hinterlaesst beeindruckende Schaeden. Frakturen treten schon bei Bagatelltraumen auf. Polytraumen werden allerdings eher bei Stuerzen aus groesseren Hoehen beobachtet.
DIAGNOSTIK
Die Pupille des Patient hat sich nach mehreren Testserien als lichtstarr erwiesen. Es ist keinerlei Reaktion bei der Konvergenz zu bemerken. Selbst ein Ausleuchten der Augenhoehlen mittels Softlaser hat zu keinerlei neuer Erkenntnis beigetragen. Vor einer Inspektion der Mundhoehle muss dringend gewarnt werden, da es neben einer irreversiblen Schaedigung der Pellicula zu Gesichtschaedelfrakturen (meist Typ LeFutch II.) sowie massiven Kieferfrakturen kommen kann. Die Perkusion kann sehr aufschlussreich sein. Bei intakter Aura ist ein hypersonorer Klopfschall zu vernehmen. Bei Hitzetraumen wird der Klopfschall meist klebrig, bei Polytrauma ist er nicht zu registrieren. Eine Auskultation erscheint unsinnig und belanglos. Die Temperaturmessung des Patienten erweist sich als aeusserst schwierig, da physiologische Koerperoeffnungen oder Hauttaschen fehlen. Somit ist es ohne Verletzung des Probanden nicht moeglich Rezeptoren einzufuehren. Es gibt Untersuchungen, welche belegen, dass es sich bei dieser Spezies um Poikilotherme handeln koennte.
THERAPIE
Fuer die klinisch relevanten Traumen ist bislang seitens der Physiotherapie keine Studie bekannt geworden. Recherche haben keine Hinweise finden koennen, ob thermische Traumen mit anschliessenden Gestaltsverlust erfolgreich zu therapieren sind. Frakturen des Exoskelett sind heute noch therapieresistend. Eine Heilung im Sinne der Kallusbildung konnte leider nicht herbeigefuehrt werden. Eine primaere oder sekundaere Wundheilungen findet nicht statt. Kleinere Fissuren koennen als Bagatelle unbeachtet gelassen werden, da sie den Allgemeinzustand nicht beeintraechtigen. Eine Applikation von Analgetika ist grundsaetzlich kontraindiziert!
ZUSAMMENFASSUNG
Grundsaetzlich scheinen Traumen jeglicher Form therapieresistend und ohne Aussicht auf Erfolg. Mit der Frage, ob der Verzehr der durch grobe Gewalt laedierten Patienten der richtige Weg zur Beseitigung des Corpus Delikti ist, wird sich in naechster Zeit die Kriminologie beschaeftigen. Es sind Hinweise eingegangen, dass nach der Wintersonnenwende Schokoladenweihnachtsmaenner zu Schokoladenosterhasen transmutieren.
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WedgeAntilles



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BeitragVerfasst am: Sa, 11. Dez 2010, 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

Türchen 11

Ein Weihnachtsgedicht von Loriot:

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
Und dort, vom Fenster her, durchbricht
den tunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
Drum kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muß es sein.

Und als das Rehlein ging zur Ruh'
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie - direkt von vorn -
den Gatten über Kimm' und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei, drei, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmannssitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt darauf - es geht auf vier -
die Reste in Geschenkpapier.

Da tönt's von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so später Nacht
im Schnee noch seine Runden macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten.
"He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?"

Des Försters Haus ist tief verschneit,
doch seine Frau ist schon bereit:
"Die sechs Pakete, heilger Mann,
's ist alles, was ich geben kann."

Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt - es ist Advent!
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Lorian Nod



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BeitragVerfasst am: Sa, 11. Dez 2010, 03:05    Titel: Antworten mit Zitat

mist, zu spät Confused

morgen aber... Wink


schönes gedicht, wedge.
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Die moderste Form menschlicher Armut ist das Keine-Zeit-Haben.
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darth graval



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BeitragVerfasst am: Sa, 11. Dez 2010, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Das Gedicht kenn ich, hab ich auch letztes Jahr in den Adventskalender meiner Freunding getan. Smile Ganz tolles Gedicht Very Happy
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Kritzeln!
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Stone Qel-Droma



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BeitragVerfasst am: So, 12. Dez 2010, 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Tür 12:

Es ist Advent

Die Blumen sind verblüht im Tal, die Vöglein heimgezogen;
Der Himmel schwebt so grau und fahl, es brausen kalte Wogen.
Und doch nicht Leid im Herzen brennt: Es ist Advent!

Es zieht ein Hoffen durch die Welt, ein starkes, frohes Hoffen;
das schließet auf der Armen Zelt und macht Paläste offen;
das kleinste Kind die Ursach kennt: Es ist Advent!

Advent, Advent, du Lerchensang von Weihnachts Frühlingstunde!
Advent, Advent, du Glockenklang vom neuen Gnadenbunde!
Du Morgenstrahl von Gott gesendt! Es ist Advent!

Friedrich Wilhelm Kritzinger
(1816-1890)
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Lorian Nod



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BeitragVerfasst am: Di, 14. Dez 2010, 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

13. Türchen

Haushaltsdefizit des Weihnachtsmannes
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Stone Qel-Droma



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BeitragVerfasst am: Di, 14. Dez 2010, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Tür 14:




Weihnachtsidylle

Aus Rauhreif ragt ein Gartenhaus,
das schaut so schmuck, so freundlich aus.

Am blanken Giebel schmiegt sich hold
der Wintersonne Abendgold.

Eiszapfen, Scheiben in rotem Glanz,
die Fenster umrahmt von Waldmooskranz.

Blattgrün, Gelbkrokus, ein rosiger Bube
lächeln aus frühlingswarmer Stube.

Kanarienvogel schmettert so hell;
Kinderlachen und Hundegebell.

Klein Hansemann und Ami spielen
Wolfsjagd, sie balgen sich auf den Dielen.

Die Mutter ging holen den Weihnachtsmann,
der klopft an die Türe brummend an.

Und sieh! Vermummt, ein bärtiger Greis.
Ein Sack voll Nüsse, ein Tannenreis.

"Seid ihr auch artig?" - Stumm nicken die Kleinen
und reichen die Patschhand; eins möchte weinen.

Da prasseln die Nüsse, das gibt ein Haschen!
Der süße Hagel füllt die Taschen - -.

Fort ist der Mann. Mit Lampenschein
tritt nun die liebe Mutter herein.

Gejubel: "Der Weihnachtsmann war da!
O, Nüsse hat er gebracht, Mama!"

Den großen Tisch umringt ein Schwatzen,
Schalenknacken, behaglich Schmatzen.

Die Mutter klatscht in die Hände und zieht
die Spieluhr auf: "Nun singt ein Lied!"

"Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all,
zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall!"

Fromm tönt’s in die frostige Nacht hinaus.
Ein Stern steht selig über dem Haus. -

Bruno Wille 1860 - 1928
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BeitragVerfasst am: Mi, 15. Dez 2010, 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Tür 15:
Weihnachtszeit

Draußen schneit's, es ist so weit,
begonnen hat die Weihnachtszeit.
Der Opa holt vom Abstellraum
den Weichnachtsschmuck und schmückt den Baum.
Sein Enkel hilft so gut er kann
und freut sich auf den Weihnachtsmann.
Zum Schluß die Lämpchen dran noch schnell,
den Stecker rein, schon strahlt es hell.

Da wird der Opa nachdenklich.
Wie war das früher eigentlich?
Die Kerzen waren da noch echt,
aus Wachs mit Docht, das war nicht schlecht.
Der Enkel aber glaubt es kaum:
"Echte Kerzen an dem Baum???"

Die Zeit jedoch bleibt niemals steh'n
und fünfzig weit're Jahr' vergeh'n.
Der Enkel - längst erwachsen schon -
hat heute selbst 'nen Enkelsohn.

Und wieder schneit's zur Weihnachtszeit.
Ja wieder mal ist es so weit.
Der Opa holt vom Abstellraum
wie jedes Jahr den Plastikbaum.
Sein Enkel hilft so gut er kann
und freut sich auf den Weihnachtsmann.
Der Christbaumschmuck wird angebracht.
Schon strahlt der Plastikbaum voll Pracht.

Da wird der Opa nachdenklich.
Wie war das früher eigentlich?
Da war der Weihnachstbaum noch echt,
frisch aus dem Wald, das war nicht schlecht.
Der Enkel aber glaubt es kaum:
"Im Wohnzimmer 'nen echten Baum???"

Die Zeit bleibt doch auch jetzt nicht steh'n
und nochmal fünfzig Jahr' vergeh'n.
Der Enkel - längst erwachsen schon -
hat wiederum 'nen Enkelsohn.

Und schneit's auch draußen noch so sehr,
das Weihnachtsfest, das gibt's nicht mehr.
Man holt nichts mehr vom Abstellraum
und hat auch keinen Weihnachtsbaum.
Der Enkel denkt auch nicht daran,
hat nie gehört vom Weihnachtsmann.
Auch vieles andre gibt's nicht mehr.
Die ganze Welt wirkt ziemlich leer.

Da wird der Opa nachdenklich.
Wie war das früher eigentlich?
Da feierte man wirklich echt
ein Fest mit Baum, das war nicht schlecht.
Der Enkel aber glaubt es kaum
und fragt erstaunt: "Was ist ein Baum???"

Tür 16:


Here comes Santa Claus

Here comes Santa Claus, here comes Santa Claus,
Right down Santa Claus lane
Vixen and Blitzen and all his reindeer
Pullin' on the reins
Bells are ringin', children singin'
All is merry and bright
Hang your stockings and say your prayers
'Cause Santa Claus comes tonight!


-2-
Here comes Santa Claus, here comes Santa Claus,
Right down Santa Claus lane
He's got a bag that's filled with toys
For boys and girls again
Hear those sleigh bells jingle jangle,
Oh what a beautiful sight
So jump in bed and cover your head
'Cause Santa Claus comes tonight!


-3-
Here comes Santa Claus, here comes Santa Claus,
Right down Santa Claus lane
He doesn't care if you're rich or poor
He loves you just the same
Santa Claus knows we're all Gods children
That makes everything right
So fill your hearts with Christmas cheer
'Cause Santa Claus comes tonight!


-4-
Here comes Santa Claus, here comes Santa Claus,
Right down Santa Claus lane
He'll come around when the chimes ring out
That it's Christmas morn again
Peace on earth will come to all
It we just follow the light
So lets give thanks to the lord above
That Santa Claus comes tonight!
_________________
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Zuletzt bearbeitet von Stone Qel-Droma am So, 19. Dez 2010, 00:05, insgesamt einmal bearbeitet
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darth graval



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BeitragVerfasst am: Fr, 17. Dez 2010, 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Noch nichts für heute? Ts Ts Ts. Da hab ich noch in letzter Minute was ganz Schönes:

Tag 17:

Die drei kleinen Schweinchen und der böse... Wolf Smile

EDIT: Die Uhrzeit ist lediglich falsch eingestellt, das ist vermutlich alles Wink 23:34 hier.
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Stone Qel-Droma



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BeitragVerfasst am: So, 19. Dez 2010, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Tür: 18

Still, still, still

-1-
Still, still, still, weil's Kindlein schlafen will!
Maria tut es niedersingen,
ihre keusche Brust darbringen.
Still, still, still, weil's Kindlein schlafen will!


-2-
Schlaf, schlaf, schlaf, mein liebes Kindlein schlaf!
Die Engel tun schön musizieren,
vor dem Kindlein jubilieren.
Schlaf, schlaf, schlaf, mein liebes Kindlein schlaf!


-3-
Groß, groß, groß, die Lieb' ist übergroß.
Gott hat den Himmelsthron verlassen
und muß reisen auf den Straßen.
Groß, groß, groß, die Lieb' ist übergroß.


-4-
Auf, auf, auf, ihr Adamskinder auf!
Fallet Jesum all zu Füßen,
weil er für uns d'Sünd tut büßen!
Auf, auf, auf, ihr Adamskinder auf!


-5-
Wir, wir, wir, wir rufen all zu dir:
Tu uns des Himmels Reich aufschließen,
wenn wir einmal sterben müssen.
Wir, wir, wir, wir rufen all zu dir.

Tür 19:
Laßt uns froh und munter sein
-1-
Lasst uns froh und munter sein
und uns recht vom Herzen freun!
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da!


-2-
Dann stell ich den Teller auf,
Nikolaus legt gewiß was drauf.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da!


-3-
Wenn ich schlaf, dann träume ich,
jetzt bringt Nikolaus was für mich.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da!


-4-
Wenn ich aufgestanden bin,
lauf ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da!




-5-
Nikolaus ist ein guter Mann,
dem man nicht genug danken kann.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da!
_________________
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darth graval



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BeitragVerfasst am: So, 19. Dez 2010, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

So. 19. Dez. (4. Advent)

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier.
Das fünfte bitte nicht ausblasen,
es brennt noch für den Osterhasen. Smile
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BeitragVerfasst am: Mo, 20. Dez 2010, 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

Tür 20, ein Bildchen:


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darth graval



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BeitragVerfasst am: Mo, 20. Dez 2010, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hui, wie schön! Mit Perspektiven und allem, ist dir mal sehr schön gelungen! Applause
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Stone Qel-Droma



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BeitragVerfasst am: Do, 23. Dez 2010, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Tür 21:



Tür 22:


Tür 23:
Hans Christian Andersen Der Schneemann

Eine so wunderbare Kälte ist es, daß mir der ganze Körper knackt!" sagte der Schneemann.
"Der Wind kann einem freilich Leben einheissen. Und wie die Glühende dort glotzt!"
Er meinte die Sonne, die eben untergehen wollte.
"Sie soll mich nicht zum Blinzeln bringen, ich werde die Stücke schon festhalten." Er hatte nämlich statt der Augen zwei grosse dreieckige Dachziegelstücke im Kopf;
sein Mund bestand aus einem alten Rechen, deshalb hatte er auch Zähne.
Geboren war er unter den Jubelrufen der Knaben, begrüsst vom Schellengeläut der Schlitten.
Die Sonne ging unter, der Vollmond ging auf, rund und gross, klar und schön in der blauen Luft.
"Da ist sie wieder von einer anderen Seite!" sagte der Schneemann.
Damit wollte er sagen: Die Sonne zeigt sich wieder. "Ich habe ihr doch das Glotzen abgewöhnt!
Mag sie jetzt dort hängen und leuchten, damit ich mich selbst sehen kann.
Wüsste ich nur, wie man es macht, um von der Stelle zu kommen!
Ich möchte mich gar zu gern bewegen!
Wenn ich es könnte, würde ich jetzt dort unten auf dem Eis hingleiten,
wie ich die Knaben gleiten sehe; aber ich weiss nichts vom Laufen."
"Weg! Weg!" bellte der alte Kettenhund, er war etwas heiser geworden.
Die Heiserkeit hatte er sich geholt, als er noch Stubenhund war und unter dem Ofen lag.
"Die Sonne wird dich schon laufen lehren!
Das habe ich vorigen Winter an deinem Vorgänger gesehen. Weg, weg und weg sind sie alle!"
"Ich verstehe dich nicht, Kamerad", sagte der Schneemann.
"Die dort oben soll mich laufen lehren?" Er meinte den Mond.
"Ja, freilich lief sie vorhin, als ich sie fest ansah, nun schleicht sie von einer anderen Seite heran."
"Du weisst gar nichts!" entgegnete der Kettenhund,
"Du bist aber auch erst aufgebaut worden.
Der, den du da siehst, ist der Mond; die, welche da fortging, war die Sonne.
Sie kommt morgen wieder, sie wird dich schon lehren, in den Wallgraben hinabzulaufen.
Wir kriegen bald anderes Wetter;
ich fühle das schon in meinem linken Hinterbein, es reisst und schmerzt.
Das Wetter wird sich ändern!"
"Ich verstehe ihn nicht", sagte der Schneemann, "
aber ich habe es im Gefühl, dass es Unangenehmes ist, das er spricht.
Sie, die so glotzte und sich dann davonmachte, die Sonne, wie er sie nennt,
ist auch nicht meine Freundin - das habe ich im Gefühl!"
"Weg! Weg" bellte der Kettenhund, ging dreimal um sich selbst herum und kroch dann in seine Hütte,
um zu schlafen.
Das Wetter änderte sich wirklich. Gegen Morgen lag ein dicker feuchter Nebel über der ganzen Gegend;
später kam der eisige Wind; Das Frostwetter packte einen recht; aber als die Sonne aufging, herrschte grosse Pracht!
Bäume und Gebüsch waren mit Reif überzogen, sie glichen einem Wald von Korallen,
alle Zweige schienen mit strahlend- weissen Blüten übersät. Die vielen und
feinen Verzweigungen, die während der Sommerzeit der Blätterreichtum verbirft, kommen jetzt alle zum Vorschein.
Es war wie ein Spitzengewebe, leuchtend weiss; aus jedem Zweig strömte ein weisser Glanz.
Die Hängebirke bewegte sich im Wind; sie war voll Leben wie alle Bäume im Sommer: Es war wunderschön!
Und als die Sonne schien, nein, wie flimmerte und funkelte das Ganze, als lägeDiamantenstaub auf allem
und als flimmerten über den Schneeteppich des Erdbodens die grossen Diamanten,
oder man konnte sich auch vorstellen, dass unzählige kleine Lichter leuchteten,
weisser als der weisse Schnee.

"Das ist wunderbar!" sagte ein junges Mädchen, das mit einem jungen Mann in den Garten trat.
Beide blieben in der Nähe des Schneemanns stehen
und betrachteten von hier aus die flimmernden Bäume.
"Einen schöneren Anblick gewährt der Sommer nicht!" sagte sie, und ihre Augen strahlten.
"Und so einen Kerl, wie diesen hier, hat man im Sommer erst recht nicht",
erwiderte der junge Mann und zeigte auf den Schneemann: "Er ist ausgezeichnet!"
Das junge Mädchen lachte, nickte dem Schneemann zu
und tanzte darauf mit ihrem Freund über den Schnee dahin, der unter ihren Schritten knirschte,
als gingen sie auf Stärkemehl.
"Wer waren die beiden?" fragte der Schneemann den Kettenhund,
"du bist längere Zeit hier im Hofe als ich, kennst du sie?"
"Und ob ich sie kenne!" antwortete der Kettenhund.
"Sie hat mich gestreichelt, und er hat mir einen Fleischknochen zugeworfen. Die beiden beisse ich nicht!"
"Aber was stellen sie vor?" fragte der Schneemann.
"Liebesleute!" gab der Kettenhund zur Antwort.
"Sie werden in eine Hütte ziehen und zusammen am Knochen nagen. Weg! Weg!"
"Sind denn die beiden ebensolche Wesen wie du und ich?" fragte der Schneemann.
"Sie gehören ja zur Herrschaft!" versetzte der Kettenhund.
"Freilich weiss man sehr wenig, wenn man den Tag zuvor erst zur Welt gekommen ist.
Ich merke es an dir! Ich habe das Alter und die Kenntnisse. Ich kenne alle hier im Haus,
und auch eine Zeit habe ich gekannt, wo ich nicht hier in der Kälte an der Kette lag. Weg! Weg!"
"Die Kälte ist herrlich", sprach der Schneemann. "Erzähle, erzähle! Aber du darfst nicht mit der Kette lärmen;
es knackt in mir, wenn du das tust."
"Weg! Weg!" bellte der Kettenhund.
"Ein kleines Hündchen bin ich gewesen, klein und niedlich, sagten sie;
damals lag ich in einem mit Samt überzogenen Stuhl dort oben im Herrenhaus im Schosse der obersten Herrschaft;
sie küssten mir die Schnauze und wischten mit die Pfoten mit einem gestickten Taschentuch ab;
ich hiess Ami, lieber, süsser Ami!
Aber später wurde ich ihnen dort oben zu gross und sie schenkten mich der Haushälterin.
Ich kam in die Kellerwohnung! Du kannst hinein- sehen von dort aus, wo du stehst,
du kannst in die Kammer hinabsehen, wo ich Herrschaft gewesen bin, denn das war ich bei der Haushälterin.
Es war zwar ein geringerer Ort als oben, aber er war gemütlicher,
ich wurde nicht in einem fort von Kindern angefasst und gezerrt wie oben.
Ich bekam ebenso gutes Futter wie früher, ja viel besseres noch!
Ich hatte mein eigenes Kissen, und ein Ofen war auch da, der ist um diese Zeit das Schönste von der Welt!
Ich kroch unterr den Ofen, worunter ich mich ganz verstecken konnte.
Ach, von dem Ofen träumt mir noch. Weg! Weg!"
"Sieht denn ein Ofen so schön aus?" fragte der Schneemann. "Hat er Ähnlichkeit mit mir?"
"Der ist gerade das Gegenteil von dir! Raben- schwarz ist er,
hat einen langen Hals mit Messing- trommel.
Er frisst Brennholz, dass ihm das Feuer aus dem Munde sprüht.
Man muss sich an der Seite von ihm halten, ganz nahe oder unter ihm ist es sehr angenehm.
Durch das Fenster wirst du ihn sehen können, von dort aus, wo du stehst."
Und der Schneemann schaute danach und gewahrte einen blankpolierten Gegenstand mit Messingtrommel;
das Feuer leuchtete von untern her. Dem Schneemann wurde ganz wunderlich zumute,
und es überkam ihn ein Gefühl, worüber er sich keine Rechenschaft ablegen konnte,
aber alle Menschen, wenn sie nicht Schneemänner sind, kennen es.
"Warum verliessest du sie?" fragte der Schneemann.
Er hatte es im Gefühl, dass es ein weibliches Wesen sein musste.
"Wie konntest du nur einen solchen Ort verlassen?"
"Ich musste wohl!" sagte der Kettenhund.
"Man warf mich zur Tür hinaus und legte mich hier an die Kette.
Ich hatte den jüngsten Junker ins Bein gebissen, weil er mir den Knochen wegstiess,
an dem ich nagte; Knochen um Knochen, so denke ich!
Das nahm man mir aber sehr übel, und von dieser Zeit an bin ich an die Kette gelegt
und habe meine Stimme verloren, hörst du nicht, dass ich heiser bin:
Weg! Weg! Das war das Ende vom Lied!"
Der Schneemann hörte ihm aber nicht mehr zu; er sah immerfort in die Kellerwohnung der Haushälterin,
in ihre Stube hinein, wo der Ofen auf seinen vier eisernen Beinen stand
und sich in derselben Grösse zeigte wie der Schneemann.
"Wie knackt das sonderbar in mir!" sagte er. "Werde ich nie dort hineinkommen?
Es ist doch ein unschuldiger Wunsch, und unsere unschuldigen Wünsche werden gewiss in Erfüllung gehen.
Ich muss dort hinein! Ich muss mich Erfüllung gehen. Ich muss dort hinein!
"Dort hinein wirst du nie gelangen", sagte der Kettenhund,
"und kommst du an den Ofen hin, so vergehst du. Weg! Weg!"
"Ich bin schon so gut wie weg!" erwiderte der Schneemann, "ich breche zusammen, glaube ich."
Den ganzen Tag guckte der Schneemann durch das Fenster hinein;
in der Dämmerung wurde die Stube noch einladender; vom Ofehn her leuchtete es mild,
nicht wie der Mond und nicht wie die Sonne, mein,
wie nur der Ofen leuchten kann, wenn er etwas zu verspeisen hat. Wenn die Stubentür aufging,
schlug die Flamme heraus - diese Gewohnheit hatte der Ofen;
es flammte deutlich rot auf um das weisse Gesciht des Schneemannes,
es leuchtet rot über seine ganze Brust.
"Ich halte es nicht mehr aus!" sagte er.

"Wie schön es ihm steht, die Zunge so herauszustrecken!" Die Nacht war lang, aber nicht für den Schneemann, er stand da in seine eigenen schönen Gedanken vertieft,
und die froren, dass es knackte.
Am Morgen waren die Fensterscheiben der Kellerwohnung mit den schönsten Eisblumen bedeckt,
die nur ein Schneemann verlangen könnte, aber sie verbargen den Ofen.
Die Fensterscheiben wollten nicht auftauen; er konnte den Ofen nicht sehen,
den er sich als ein so liebliches weibliches Wesen dachte. Es knackte und knirschte in ihm und um ihn her;
es war gerade so ein Frostwetter, an dem ein Schneemann seine Freude haben muss.
Er aber freute sich nicht - wie hätte er sich auch glücklich fühlen können, denn er hatte Ofensehnsucht.
"Das ist eine schlimme Krankheit für einen Schneemann", sagte der Kettenhund,
"ich habe auch an der Krankheit gelitten, aber ich habe sie überstanden.
Weg! Weg!" bellte er. - "Wir werden anderes Wetter bekommen!" fügte er hinzu.

Das Wetter änderte sich, es wurde Tauwetter. Das Tauwetter nahm zu, der Schneemann nahm ab.
Er sagte nichts, er klagtenicht, und das ist das richtige Zeichen.
Eines Morgens brach er zusammen. Und siehe, es ragte etwas wie ein Besenstiel empor,
wo er gestanden hatte; um den Stiel herum hatten die Knaben ihn aufgebaut.

"ja, jetzt begreife ich es, jetzt verstehe ich es, dass er die grosse Sehnsucht hatte",
sagte der Kettenhund.
"Da ist ja ein Eisen zum Ofenreinigen an dem Stiel -
der Schneemann hat einen Ofenkratzer im Leib gehabt!
Das ist es, was sich in ihm geregt hat; jetzt ist das überstanden: Weg! Weg!"
Und bald darauf war auch der Winter überstanden. "
Weg! Weg!" bellte der Kettenhund; aber die Mädchen aus dem Hause sangen:
"Waldmeister grün! Hervor aus dem Haus! Weide die wollenen Handschuhe aus!
Lerche und Kuckuck, singt fröhlich drein! Frühling mit Februar wird es sein!
Ich singe mit: Kuckuck!

Quivit! Komm, liebe Sonne, komm oft -quivit!" Und dann denkt niemand mehr an den Schneemann.
__________________
_________________
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Master of the force



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Beiträge: 848
Wohnort: Tja :P

BeitragVerfasst am: Fr, 24. Dez 2010, 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hiermit öffnet sich das 24te und somit letzte Türchen des diesjährigen Weihnachtskalenders, mit einem etwas anderen Weihnachtslied Wink :

Twisted Sister - Oh Come all ye Faithful
http://www.youtube.com/watch?v=Ke1MCaMjAI0

Heavy Metal Christmas Wink
_________________


Sie fragen mich, ob ich einen Gottkomplex habe? Ich BIN Gott!
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