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Nomi Darklighter



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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ashara hat Folgendes geschrieben:

Ich werde mir die hier geposteten Sachen jetzt aber Stück für Stück vornehmen
Twisted Evil


Sollen wir das jetzt als Drohung oder als Versprechen auffassen?

Und als kleine Dreingabe noch eine etwas ältere Geschichte von mir:

Die richtige Entscheidung?

Obi-Wan Kenobi blickte reglos in die Flammen, die den toten Körper seines Meisters verzehrten. Der Schock über Qui-Gons Tod saß tief und noch immer konnte er es nicht fassen, daß es seinen Lehrmeister nicht mehr geben sollte. Mit Entsetzen erinnerte er sich daran, wie nahe er der Dunklen Seite gekommen war, als er voller Haß und Wut auf den Sith Lord, der seinen Jedi Meister getötet hatte, einschlug. Es war ihm bewußt, daß er diesen furchtbaren Gegner nur mit Hilfe der Dunklen Seite der Macht besiegt hatte. Bei diesem Gedanken schauderte es ihn. Er wandte sein Gesicht dem kleinen Jungen zu, der neben ihm stand und sah in dessen Augen Tränen schimmern. Dieser Junge, Anakin Skywalker, war Qui-Gons Vermächtnis an ihn. Würde er es schaffen, ihm ein guter Lehrmeister zu sein? War es überhaupt die richtige Entscheidung, ihn auszubilden? Obi-Wan hatte, genau wie der Jedirat, heftige Zweifel. Für Qui-Gon gab es nie einen Zweifel, daß der Junge von Tatooine der von der alten Prophezeiung versprochene Auserwählte war, der der Macht das Gleichgewicht bringen soll. Doch wie konnte er so sicher sein? Unterschwellig spürte Kenobi, daß von dem Jungen eine Bedrohung ausging. Auf Coruscant hatte er mit seinem Meister darüber gesprochen, doch dieser war für seine Argumente nicht zugänglich und empfand den Widerspruch seines Padawan als Respektlosigkeit. Fast wäre es zu einem Zerwürfnis zwischen den beiden gekommen. Doch der Tod Qui-Gons hatte alles verändert. Als Obi-Wan seinen sterbenden Meister in den Armen hielt, konnte er nicht anders und gelobte ihm, daß er Anakin zum Jedi Ritter ausbilden würde. Er fühlte sich an dieses Versprechen gebunden und würde alles daransetzen, den Jedirat zur Zustimmung zu bewegen. Er war sich kaum bewußt, daß er zu dem kleinen Jungen sprach. "Du wirst ein Jedi Ritter werden. Das verspreche ich Dir." Dann wandte er sein Gesicht wieder den Flammen zu, die ihr Werk der Vernichtung fortsetzten.
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Ashara



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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, nach dem die anderen hier schon mutig waren und etwas gepostet haben. Wage ich dann auch mal den Schritt und poste einen Teil aus meiner Story 'Ein verpatzter Urlaub'.
Hierbei handelt es sich um einen Actionpart und ich bin schon gespannt auf Eure Meinungen

Kurz zur Vorgeschichte, Ashara und ein guter Freund werden in einem Hotelzimmer von Imperialen überrascht. Zwar kann Mambacco, ein Wookiee und Kollege von Asharas Freund den beiden helfen, doch Asharas Freund wird getötet und die beiden müssen fliehen, da die Imperialen schon Verstärkung geholt haben..

Mamba wartete schon ungeduldig an der Tür.
?Was willst du? Ich werde sowieso alleine von hier abhauen." erklärte die Frau resolut und lief an ihm vorbei, auf die Fahrstühle zu.
Der Wookiee stöhnte innerlich. Das konnte ja heiter werden, nicht nur, dass er nicht sonderlich begeistert war, nein, der Schmugglerin auch noch den Inhalt einer Lebensschuld beizubringen, würde wohl ein hoffnungsloses Unterfangen werden. Vielleicht sollte er ihr erst einmal seine Sprache näher bringen, überlegte Mamba, während er hinter Ashara herlief.
Die Fahrstühle waren seiner Meinung nach keine gute Idee, also zog er an dem Arm der Corellianerin, um sie zu stoppen.
?Was soll das?" fauchte die Schmugglerin und versuchte sich zu befreien.
Der Wookiee gab eine Reihe von Erklärungen ab, die Ashara nicht verstand, also deutete er mit einer heftigen Bewegung auf das Treppenhaus.
?Du meinst also das wäre sicherer?" fragte Ashara, die langsam ahnte worauf er hinauswollte.
Der Wookiee nickte heftig.
Die Corellianerin zögerte, sah dann aber ein, dass er recht hatte. ?Okay, versuchen wir es." meinte sie und hetzte mit Mamba die Treppen runter. Unten angekommen, wollte Ashara schon die Tür zur Empfangshalle aufstoßen, als Mamba sie wieder zurückhielt.
?Ist ja schon gut." wehrte die Frau ab und nahm sich zurück. Nun öffnete sie die Tür vorsichtig einen Spalt breit, um sich ein Bild von der Lage zu machen. ?Da stehen ein paar Sanitäter um die Rezeption herum. Du hast nicht zufällig damit etwas zu tun?" fragend schaute sie Mamba an.
Dieser zuckte mit den Achseln und gab ein unschuldiges Knurren von sich.
?Ansonsten scheint alles normal zu sein. Nein, halt warte!" verbesserte sich Ashara plötzlich und schloss die Tür. ?Da kommen wir nicht mehr raus, ein ganzer Trupp Imperialer ist gerade reingekommen."
Mamba stieß einen wütenden Fluch aus, während sich die Schmugglerin nach einer Fluchtmöglichkeit umsah.
?Los komm, die Treppe weiter runter." zischte sie dann. Er war wohl ihre einzige Möglichkeit. Über das Treppengeländer gelangten die zwei nun in den Keller des Hotels, von da schien aber kein Weg nach draußen zu führen.
Die Corellianerin stieß eine Verwünschung aus, während sie sich umsah.
Ein paar Türen gingen vom den Gang ab aber keine von denen sah so aus, als ob sie nach draußen führen würden.
Mambacco ging da schon etwas praktischer vor, kurz entschlossen trat er vor und rüttelte an jeder Tür.
?Meinst du das nützt was?" kommentierte die Schmugglerin das Vorgehen spöttisch.
Der Wookiee knurrte einen bissigen Kommentar.
?Mach doch was du willst." fauchte die Frau zurück, die ahnte, dass Mambas Antwort nicht unbedingt freundlich gewesen war, musste sich aber im gleichen Augenblick ducken, da ihr ein Blasterblitz um die Ohren pfiff.
?Sie sind da unten." brüllte eine Stimme vom Treppenhaus her, es war der letzte Satz, den der Mann in seinem Leben sagte.
Ashara hielt ihren Blaster fest in der Hand, während sie leidenschaftslos beobachtete, wie der Imperiale das Treppengeländer herunter purzelte. ?Wir sitzen hier wie die Kaninchen in der Falle." fluchte sie, als sie plötzlich den Wookiee hinter sich hörte. Offenbar wollte er sie auf etwas aufmerksam machen.
Ashara drehte sich zu ihm um und sah ihn am Ende des Ganges an einer Tür stehen, die er augenscheinlich aufgebrochen hatte. Mit einer heftigen Geste bedeutete er der Schmugglerin ihm endlich zu folgen.
?Besser als nichts." murmelte die Frau zu sich und folgte dem Wookiee, der bereits den Raum betreten hatte.
Der Lichtblitz, der über ihren Kopf hinwegschoss, mahnte sie zur Eile. Ohne nach hinten zu sehen, gab die Schmugglerin ein paar ungezielte Schüsse ab und hoffte die Leute so aufhalten zu können.
Die Schritte und Stimmen waren nicht zu überhören.
Als die Corellianerin durch die Tür durch war, warf Mamba sie sofort ins Schloss.
?Das wird die nicht lange aufhalten, die haben gesehen wo wir hingegangen sind." keuchte Ashara, während sie sich umsah. ?Wo sind wir hier überhaupt?"
Die zwei befanden sich im Wäschelager des Hotels, hier wurden alle schmutzigen Wäschestücke gesammelt, sortiert und zum Abtransport in die auswärtige Wäscherei vorbereitet.
Die Arbeit wurde von normalen Arbeitsdroiden durchgeführt und diese starrten ihre Gäste nun ziemlich verwirrt an.
Ein Klopfen an der Tür, machte die Flüchtenden darauf aufmerksam, dass sich ihre Probleme nicht in Luft aufgelöst hatten.
Mamba gab ein wütendes Knurren von sich, er verwünschte sich dafür, dass er seine Armbrust nicht mitgenommen hat.
?Wir müssen sie irgendwie aufhalten." erklärte Ashara und sah sich hastig um. Ein riesiger Containerwagen, der mit Wäschestücken beladen war, fiel ihr plötzlich ins Auge.
?Hey du!" Ashara hatte sich den Namen des Wookiees nicht gemerkt. ?Kannst du das Ding vor die Tür schieben?"
Mambacco bellte eine zornige Antwort, um die Frau darauf aufmerksam zu machen, dass er sehr wohl einen Namen hatte.
?Kannst du es oder kannst du es nicht?", die Frau deutete auf die Tür, die im Begriff war aufgebrochen zu werden.
Der Wookiee stapfte ohne ein weiteres Wort zu sagen auf den Container zu, fegte den Droiden, der den Wagen eigentlich zu seinem Standort ziehen sollte, beiseite und stieß den Container mit aller Wucht Richtung Tür, die genau in diesem Augenblick aus ihrer Verankerung gerissen wurde.
Ashara feuerte sofort los und traf ein, zwei der Imperialen, die als erste durch die Tür springen wollten.
Dann prallte der Container auf.
?Gute Arbeit." brüllte die Frau dem Wookiee zu. ?Jetzt lass uns sehen, dass wir hier wegkommen."
Die zwei rannten den Gang hinunter. ?Da hinten, da scheint so etwas wie ein Last-Gleiter zu stehen." rief die Frau und deutete nach vorne.
Der Wookiee nickte, gab aber ein bedenkliches Knurren von sich. Er fragte sich, ob das Fahrzeug überhaupt fahrbereit war. Vermutlich wurde es elektronisch gesteuert und wenn das der Fall sein würde, hatten sie ein Problem.
Die Corellianerin schien ähnliche Gedanken zu haben. ?Hoffentlich hat das Teil so etwas wie ein Cockpit, sonst sind wir geliefert." meinte sie zu Mamba, kurz bevor sie die Front des Gleiters erreicht hatten.
Plötzlich sprang ein Droide aus dem Führerhaus und versuchte die beiden zu stoppen.
?Hör auf mich zu nerven." fauchte die Frau, zückte ihren Blaster und drückte ab, zurück blieb ein Haufen Schrott, der zu nichts mehr zu gebrauchen war.
Ashara war inzwischen ins Cockpit geklettert und untersuchte die Kontrollen des Lasters. Ein kleiner Jubelschrei entlockte sich ihr. ?Das Teil ist zwar mal auf Automatik umgebaut worden aber die alten Kontrollen sind nicht ausgebaut worden." rief sie und startete den Motor.
Mamba musste sich beeilen zur Beifahrerkabine zu kommen, augenscheinlich hatte die Schmugglerin ihn vergessen. Im letzten Moment schaffte er es in den Gleiter zu kommen und das keine Sekunde zu spät, denn ihre Verfolger sassen ihnen bereits wieder im Nacken und mehrere Blasterschüsse zischten an ihnen und dem Wagen vorbei.
Ein paar der Arbeitsdroiden mussten ihre Neugierde mit dem Ende ihres mechanischen Daseins bezahlen, als der Gleiter sich schwerfällig in Bewegung setzte.
Mamba gab ein kehliges Knurren von sich und starrte die Frau wütend an, die nun damit beschäftigt war, den Gleiter aus der Halle zu lenken.
?Was ist, jeder kümmert sich um sich selbst." schnappte die Frau zurück. ?Und jetzt festhalten, wir müssen da durch."
Mamba starrte nach vorne, auf die große Hangartür, die normalerweise nach draußen führte. Leider war diese Tür jetzt fest verschlossen. Mambacco heulte protestierend auf.
?Es gibt keine andere Möglichkeit." erklärte Ashara verbissen, die ahnte was dem Wookiee nicht passte, dann gab sie Vollgas.
Der Gleiter schoss nach vorne, fegte einen weiteren bedauernswerten Droiden um und riss dann das Tor mit Wucht nieder.
Ihre Verfolger, die alles mit beobachtet hatten, fluchten vernehmlich. Ihre sicher geglaubte Beute schien ihnen doch zu entwischen.
?Feuer einstellen." brüllte schließlich einer der Offiziere, dann griff er nach seinem Funkgerät und informierte seinen Vorgesetzten, der vor dem Hotel wartete, über das Geschehen.
Es folgte eine kurze Antwort über das Mikro, der Mann nickte und wandte sich dann an seine Mannschaft. ?Wir ziehen ab." erklärte er. ?Die anderen nehmen die Verfolgung auf."
Kurze Zeit später war das Wäschelager wieder verwaist. Die noch übrig gebliebenen Droiden folgten wieder ihrer Programmierung und nahmen ihre Arbeit auf, als ob nichts besonderes geschehen wäre. Ein Droide tat dies jedoch nicht, bei genaueren Hinsehen konnte man auch erkennen, dass es auch kein Arbeitsdroide war, sondern eher einem Protokolldroiden glich. Auffällig war jedoch die starke Panzerung seines Körpers und dieser Droide schien auch ein recht reges Eigenleben zu besitzen.
Er hatte die ganze Verfolgungsjagd beobachtet, nun schien er genug zu haben und verließ das Hotel durch die zerstörte Hangartür.

Derweil rasten Ashara und Mamba in dem Gleiter die Straße entlang. Die Corellianerin versuchte sich auf das Fahren zu konzentrieren und dabei die drei Verfolger zu ignorieren, die dicht hinter ihnen herfuhren und wild auf sie schossen.
Leider konnte die Frau nicht ihren Blaster benutzen, geschweige denn das Mar´Chak, da sie das Lenken des Fahrzeuges zu sehr in Anspruch nahm.
Mamba konnte aber auch nicht helfend eingreifen. Der Blaster war für ihn wertlos, da er ihn mit seinen großen Händen nicht bedienen konnte.
Er hatte aber noch eine andere Idee. Vom Cockpit aus, konnte man auch die hinteren Türen des Lasters bedienen, was er jetzt tat. Er öffnete diese und kippte dann den Laderaum nach hinten. Sein Vorhaben wurde belohnt, jede Menge Wäschestücke purzelten plötzlich aus den offenen Türen des Gleiters und bombardierten die Verfolger.
Zwar gelang es zwei der Fahrzeuge den Hindernissen auszuweichen aber das Dritte schaffte es nicht. Es fuhr einen rechten Schlenker, prallte aber mit einem Gleiter von der Gegenfahrbahn zusammen, kam dann ins trudeln und schleuderte in ein Blumengeschäft, wo er in einem Feuerball explodierte.
?Sag es mit Blumen." kommentierte die Corellianerin zynisch, die den Vorgang im Rückspiegel beobachtet hatte, um dann unvermittelt das Fahrzeug in eine scharfe Rechtskurve zu zwingen.
Nur knapp schrammte sie an einer Hauswand vorbei, während vor ihr die Menschen und Nichtmenschen beiseite sprangen.
Die Schmugglerin fuhr nun auf einer Promenade entlang, die eigentlich nicht für Fahrzeuge gedacht war. Durch das plötzliche Manöver war es Ashara aber gelungen, einen der beiden Verfolger ins Leere laufen zu lassen.
Das andere Fahrzeug jedoch holte unerbittlich auf und befand sich nun seitlich der Beifahrerseite.
Einer der Männer beugte sich aus dem Fahrzeug und schoss mit seinem Blaster auf das Führerhaus.
Die zwei duckten sich hastig, als der Laserblitz in die Kabine einschlug.
?Mistkerl." fluchte die Corellianerin und machte einen Schlenker, um ihren Gegner zur Seite zu stoßen.
Es gelang ihr bedingt, der Wagen kam kurz ins schlingern, fing sich aber und versuchte erneut gleichauf zum Gleiter zu kommen.
?Diese blöde Laster ist viel zu lahm." zischte Ashara, während sie das Steuer wieder brutal nach rechts zog.
Die beiden Fahrzeuge krachten zusammen und fuhren, zusammen gekeilt, eine Weile gerade aus.
Einer der Imperialen nutzte die Gunst der Stunde und reckte sich soweit wie möglich aus dem Fenster, um eine bessere Position zum schiessen zu bekommen.
Mamba hatte dies jedoch mitbekommen und hangelte sich ebenfalls aus seinem Fenster. Mit seinen langen Armen gelang es ihm, das Blastergewehr dem Imperialen zu entreißen. Mit einem kräftigen Stoß des Gewehres stieß er den Mann zurück.
Jetzt hatte er wenigstens eine Waffe. Das Blastergewehr war zwar immer noch relativ klein für seine Finger aber es würde gehen. Ungelenk gab Mamba einen Schuss auf den fahrenden Wagen neben sich ab. Dieser ging jedoch weit vorbei, was auch daran lag, dass Ashara es geschafft hatte, ihr Fahrzeug von dem anderen zu befreien.
Mambacco knurrte eine Verwünschung.
?Entschuldigung." fauchte die Corellianerin. ?Ich wusste ja nicht, dass du mit diesen Typen zusammen bleiben wolltest.
Mamba ersparte sich eine Antwort und versuchte statt dessen erneut auf das Fahrzeug zu zielen. Dieses mal traf er, einer der Imperialen im Wagen brach getroffen zusammen.
Ashara raste während dessen auf eine kleine, schmale Straße zu, die von der Promenade fort führte. Sie war gerade breit genug für den Laster. Links und rechts befanden sich Marktstände, die sie noch enger machten.
,Das wird verdammt knapp.? dachte die Frau und spürte plötzlich wie ihr der Schweiß auf der Stirn stand.
Mamba konzentrierte sich derweil darauf, ihre Verfolger mit Blasterschüssen einzudecken. Zwar erzielte er lange nicht so eine Effektivität, wie mit seiner Armbrust aber immerhin hatte er sie soweit im Griff, dass er ein paar Treffer landen konnte und ihre Gegner wesentlich vorsichtiger wurden und sie nicht mehr offensichtlich angriffen.
Mamba genehmigte sich eine kurze Pause und schaute nach vorn, um festzustellen wo sie waren. Das was er sah gefiel ihm überhaupt nicht.
Ashara raste mit dem Last-Gleiter auf die enge Gasse zu, die auch noch von Marktständen umsäumt wurde. Dort würden sie niemals durch passen.
Der Wookiee heulte empört auf.
Die Corellianerin ignorierte es und biss die Zähne zusammen. Sie musste genau treffen und dann war der Moment da. Es gab ein fürchterliches knirschen zu beiden Seiten, als der Gleiter die Warenstände zur Seite fegte und dann waren sie durch. Kurz danach wurde die Straße wieder breiter und sie hatten es geschafft.
Angespannt schauten sowohl Ashara und Mamba in den Rückspiegel, wo blieben ihre Verfolger?
Diese waren so darauf konzentriert gewesen den Schüssen des Wookiees auszuweichen und das Feuer zu erwidern, dass sie nicht darauf achteten, wo sie herfuhren. Dies wurde ihnen zum Verhängnis. Als der Fahrer merkte, dass er die Gasse nicht treffen würde, war es zu spät zum Bremsen, mit voller Wucht prallte er gegen die Häuserwand und explodierte in einem orangefarbenen Feuerball.
?Jawoll." jubelte Ashara und Mamba gab ein Triumphgeheul von sich, was aber gleich erstarb. Aus einer Seitenstraße schloss nun der dritte Verfolger wieder auf, den Ashara zuvor abgehängt hatte.
Die Corellianerin fluchte ungehalten und schaute wieder in den Rückspiegel, um den Gegner zu lokalisieren.
So sah sie den Rikscha-Fahrer nicht, der sich vor ihr auf der Straße befand und verzweifelt versuchte vor ihr zu fliehen. So schnell konnte jedoch kein Wesen laufen und kurze Zeit später hatte Ashara den Sullustaner samt Rikscha auf die Hörner genommen.
Der Sullustaner gab verzweifelte Geräusche von sich, während er in vorderster Front zusehen musste, wie die Leute vor dem rasenden Gefährt das Weite suchten. Seine abenteuerliche Fahrt nahm ein abruptes Ende.
Die Corellianerin nahm wieder einen plötzlichen Richtungswechsel vor, in dem sie links in eine Querstraße abbog.
Der Sullustaner wurde dadurch samt seiner Rikscha vom Wagen geschleudert und fuhr mit voller Wucht geradeaus, genau in einen Obststand hinein.
Die Corellianerin und der Wookiee hatten ihren kurzfristigen Gast kaum wahrgenommen, zu sehr waren sie damit beschäftigt ihren letzten Verfolger los zu werden.
Mamba hatte jetzt wieder die Waffe in Anschlag gebracht und versuchte auf die Imperialen zu schiessen.
Leider schossen diese auch zurück und sie pendelten sich langsam aber sicher auf ihr Ziel ein.
Ashara versuchte das zu verhindern, in dem sie wilde Schlenker fuhr und immer wieder versuchte in Seitenstraßen abzubiegen. Das sie dabei jede Menge Leute umfuhr interessierte sie herzlich wenig.
?Wir müssen was unternehmen, es kann nicht mehr lange dauern und sie treffen unseren Tank oder ein anderes wichtiges Teil." rief die Schmugglerin, mit verbissener Stimme.
Mamba knurrte eine kurze Antwort, in dem er ihr kurz mitteilte, dass er das sehr wohl wusste. Dann konzentrierte er sich wieder auf sein Ziel. Irgendwann musste er doch mal diesen verdammten imperialen Gleiter treffen.
Er drückte erneut ab und ein Blasterblitz zuckte auf ihren Verfolger zu. Dieses mal war ihm das Glück hold, der Schuss durchschlug die Fensterscheibe und traf den Fahrer mitten ins Herz. Führerlos geworden kam der Gleiter ins schlingern, prallte gegen mehrere Häuserwände ab, bis er schließlich explodierte.
?Na also." schrie Ashara erfreut. ?Das sollte es hoffentlich gewesen sein."
Sie bog erneut in eine andere Straße ab, verringerte aber die Geschwindigkeit, immer sorgsam darauf bedacht, sofort wieder Gas zu geben, falls noch ein Verfolger auftauchen sollte. Sie schienen aber nicht mehr verfolgt zu werden. Ashara lenkte den Gleiter immer tiefer in den alten Basar von Eledora rein und an einer ruhigen Stelle stoppte sie das Gefährt schließlich.
?Das hätten wir erst einmal geschafft, wir sollten aber schnell von hier wegkommen. Es wird nicht lange dauern, bis die den Gleiter finden."
Mamba knurrte etwas.
Die Corellianerin schaute ihn verständnislos an.
Der Wookiee seufzte, er musste sich unbedingt etwas einfallen lassen, sonst würden sie mehr Zeit damit verbringen sich zu unterhalten, als ihren Gegnern zu entkommen. Trotzdem setzte er erneut zu einer Erklärung an und bediente sich dabei recht umfangreicher Handgebärden.
?Du willst mir sagen, du hast einen Unterschlupf?" fragte sie schließlich.
Mamba nickte einmal kurz.
?Dann lass uns hingehen."
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Ashara



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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Nomi Darklighter hat Folgendes geschrieben:
Ashara hat Folgendes geschrieben:

Ich werde mir die hier geposteten Sachen jetzt aber Stück für Stück vornehmen
Twisted Evil


Sollen wir das jetzt als Drohung oder als Versprechen auffassen?


Versprechen Wink .

Ich fange dann auch gleich mal an, während ich darauf warte, dass unser Kartoffelgratin fertig wird. Ich habe nämlich Hunger.

Ich habe mir jetzt Deine Storys vorgenommen Nomi. Wink
Kommen wir erst einmal zur ersten und dritten Story. Die mir beide sehr gut gefallen haben. Ich gebe zu, gerade die Art von Storys gefallen mir, da es die Augenblicke im Film sind, in denen ich mich selber oft frage, was wohl jetzt im Kopf des Helden vorgeht.
Das Qui-Gon quasi seinen eigenen Tod voraussah ist ein interessanter Gedanke und durchaus möglich. Irgendwie macht es seinen Tod aber auch noch tragischer.
Auch Deine dritte Story gefällt, sie ist ja vom Stil gleichzusetzen mit der ersten. Obi Wans Gedanken gerade in Bezug auf den Kampf finde ich sehr gut beschrieben. Auch für mich stand Obi-Wan in diesem Moment auf der dunklen Seite der Macht. Für einen Jedi wie Obi-Wan muß dies in der Tat ein entsetzlicher Gedanke sein.
Und jetzt noch zu quälende Erinnerungen.
Ich weiß, Du bist schon wieder ganz rot vor lauter Komplimenten Nomi. Aber auch diese Geschichte hat mir gefallen.
Es ist schon ein gewisser Trost, dass nicht alle Jünglinge getötet wurden und zumindest eine kleine Schar überlebt habt. Es ist halt dieser Funken Hoffnung, der dem Grauen ein wenig das Schreckliche nimmt (Huch, ich glaube jetzt werde ich zu poetisch, öhm).

Aber eines muß ich mal los werden, kann mir einer mal eine Anleitung zum Schreiben von kurzen Geschichten geben. Irgendwie bin ich dazu nicht in der Lage seufz Sad.

Ashara, die jetzt erst mal schaut, was ihr Kartoffelgratin macht Smile
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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

@ Ashara

Du hast Recht - vielen Dank für das Lob.

Embarassed Embarassed Embarassed Embarassed Embarassed Embarassed

Ein Rezept, wie man solche kurzen Geschichten schreibt, kann ich leider nicht anbieten. Kommt halt immer auf meine Tagesform an, ob es mir gelingt oder nicht. Du weißt ja, dass ich auch eine megalange Geschichte geschrieben habe. Wink

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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ashara hat Folgendes geschrieben:
Huhu Annika!

Sicherlich kann man sich bei Vader und dem Imperator fragen, in wie fern die beiden an irgendwelchen Banketten teilnehmen aber letztendlich sind das auch Aufgaben, die zum Regieren dazu gehören. Smile . Nun ja und Vader hatte vermutlich vorher schon etwas mehr über Eliza gewusst. Zumindest kommt es mir so vor, wenn ich diesen Part lese, denn Vader hat sie ja anscheinend sehr bewusst für diese Aufgabe ausgesucht.


Ja, er hat geheime Informationen über Eliza bzw. auch ihren Vater. Diesen Part der Geschichte, der an die erste Love-Story anschließt, überarbeite ich gerade noch einmal. Da erfährt man mehr über den Hintergrund. Ich stelle es vielleicht in den nächsten Tagen mal zur Diskussion hier rein.
Momentan muss ich meine ganzen Szenen, die mir in den letzten Wochen spontan eingefallen sind, irgendwie miteinander verbinden. Und das ist gar nicht so einfach. Oder aber ich muss mich schweren Herzens davon trennen.
Außerdem muss ich einige Jahre bis zum Wiedersehen meiner Heldin mit Luke (Love-Scene 2) überbrücken und dafür muss ich mir auch noch etwas 'Nettes' ausdenken, damit es nicht so langweilig wird.

Ashara hat Folgendes geschrieben:
Was Vader an sich betrifft, so finde ich ihn recht gut getroffen. Er ist als Person gar nicht so einfach zu beschreiben, vor allen Dingen nach Ep III.


Ja, ist nicht so einfach, weil man ihn meist ja in den Filmen nur in Situationen sieht, wo er entweder jemanden erwürgt, Leia quält, unterwürfig vor dem Imperator kniet oder sich mit seinem Sohn duelliert. Wink Da dachte ich, so ein Bankett wäre mal eine nette Abwechslung. Ich schwanke mittlerweile aber, ob Eliza ihn mit ihren Bemerkungen über den Wein, den er mal probieren sollte, provozieren soll, oder ob sie das klugerweise sein lassen sollte. Mir persönlich gefällt ja dieser Dialog ('Angriff ist die beste Verteidigung Twisted Evil'), aber vielleicht ist sie ja doch zu unverschämt. Was meinst du?

Zitat:
Zu dem anderem Part, auch hier gefällt mir die Liebesszene sehr gut. Wie Du es schon selbst geschrieben hast. Manchmal ist es einfach schöner, gewisse Dinge der Fantasie des Lesers zu überlassen.
Luke finde ich übrigens sehr gut getroffen, er ist einer der Charaktere, von denen ich nicht wüsste, wie ich ihn schreiben soll.


Meine persönliche Lieblings-Liebesszene. Embarassed

Ashara hat Folgendes geschrieben:
Mal sehen, ich kann ja mal einen Actionpart von mir reinsetzen. Wink .


Habe ihn gerade gelesen. Wunderbar! Ich konnte mir die Szenen so richtig vorstellen ... Vielleicht machen wir ja mit Doro und Nomi zusammen ein Autorenteam (ich steuere die Romantik bei, du die Action, Nomi die Gedanken unserer Helden und Doro das poetisch-mystische - dann übersetzen wir das ganze ins Englische und schicken dem guten GL für seinen nächsten SW-Film und übernehmen die vier Hauptrollen darin. Seid ihr dabei???? Laughing Laughing ).

Ashara hat Folgendes geschrieben:
Was fetzige Dialoge angeht, so schreibe ich diese auch gerne. Han Solo ist einfach der ideale Partner für so etwas. Nicht umsonst habe ich Ashara eine große Klappe verpasst. Außerdem bringt einem eine große Klappe auch immer in so herrliche Schwieirgkeiten. Smile.


Ja, Han ist fantastisch für Dialoge. Habe da auch noch eine alte Geschichte, in der Eliza eine Mission mit Han erledigen muss. Die werde ich mir auch mal zum Überarbeiten vornehmen.
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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 21:14    Titel: Neulich in der Jedi-Kantine (Joke! Joke!) Antworten mit Zitat

Hier mal etwas zum Lachen, was mir eben beim Kochen eingefallen ist.

Laughing Laughing Laughing Laughing Laughing
Neulich in der Jedi-Kantine

Obi-Wan und Anakin kommen von einer Mission zurück und ihnen hängt der Magen bis auf die Knie – nur leider hat die Kantine schon geschlossen.
Ganz nach dem Motto „Selbst sind die hungrigen Männer“ beschließen sie, sich selbst um ihr Essen zu kümmern.
In der Jedi-Bibliothek von Jocasta Nu leihen sie sich den Bestseller „Count Dooku – die Rezepte meiner Gäste“ aus und machen sich entschlossen in der Küche ans Werk.

Obi-Wan hat sich schnell für Pfannkuchen à la Grievous entschieden, Anakin favorisiert den Grillspieß „Tyranus“.
Nachdem sie ihre Tunikas mit zwei Schürzen mit dem Aufdruck ‚I like it hot’ geschützt haben, machen sie sich eifrig ans Werk.
Obi-Wan schüttet Mehl in eine Schüssel, dann bittet er Anakin, ihm die Eier aus dem Kühlschrank zu bringen. „Moment, Meister, kommen sofort.“ Anakin nimmt die Eier aus dem Kühlschrank und mit Hilfe der Macht läßt er sie zu Obi-Wans Schüssel schweben. Über dieser verharren sie einen Moment. Obi-Wan ahnt mit Entsetzen, was sein Partner jetzt vorhat. „Oh, nein, Anakin, tue es nicht, das gibt eine Riesensauerei!!!!“
„Keine Angst, Meister, ich weiß was ich tue.“ Anakin ‚würgt’ die Eierschalen leicht mit seinem Distanzgriff. Und mit einer Riesensauerei platschen Eiweiß, Eidotter und Schalen in die Schüssel. Obi-Wans schlimmste Visionen werden weit übertroffen. „Oh“, ist der leicht verlegene Kommentar seines Partners.
Obi-Wan wischt sich das Mehl aus dem Bart. „Ich wage gar nicht, dich um die Milch zu bitten ...“, seufzt er. „Meister, ich werde nicht wieder versagen“, verspricht Anakin ehrfürchtig. Er misst die Milch einem Becher ab. Obi-Wan ist erleichtert. Sein Schüler scheint zur Vernunft gekommen zu sein.
„So, und jetzt her mit der Milch.“ Er streckt die Hand nach dem Messbecher aus. Doch sein eifriger Schüler hat sich das anders gedacht. Er will den Fehler mit den Eiern unbedingt wieder gut machen und seinem Meister beweisen, dass er aus seinem Fehler gelernt hat. Er würde diesmal auf den Distanzwürgegriff verzichten. „Diesmal wird es funktionieren, Obi-Wan“, versichert er.
Wieder bemüht er die Macht und lässt die Milch in Richtung Schüssel schweben.
„Anakin, nein ... das funktioniert so nicht.“
Ein deutliches ‚Platsch’ zeigt Anakin, dass sein Meister Recht hat. Irgendetwas ist wieder schiefgegangen. „Es hätte funktionieren können, wenn du den Messbecher hättest schweben lassen, und nicht die Milch allein“, tadelt Obi-Wan. „Wenn wir mit den Pfannkuchen fertig sind, werde ich wohl unter die Dusche müssen.“ In der Tat - das Mehl in seinem Bart hat nun noch etwas Gesellschaft bekommen.
„Äh, ich werde mich jetzt wohl besser um meinen Grillspieß kümmern. Das kann ja nicht sooo schwierig sein.“ Anakin betrachtet skeptisch die Fleischwürfel vor sich. Hm, was könnte er wohl als Spieß dafür verwenden? Einen Grill hat er leider in der Küche nicht entdeckt. Vielleicht könnte er ja ...
Obi-Wan ahnt seine Gedanken. „Nein und nochmals nein, mein junger Schüler, denk nicht einmal daran und versuche es erst gar nicht“, warnt er panisch.
„Ach komm schon, Obi-Wan, hab’ dich nicht so - in ‚Per Anhalter durch die Galaxis’ haben die mit unseren Lichtschwertern sogar Brot geschnitten und dabei gleichzeitig getoastet. Das ist doch wahnsinnig praktisch. Und wenn das mit Toast klappt, warum dann nicht mit `nem Grillspieß. Der heißt doch schließlich sogar ‚á la Dooku’. Da passt das doch gut“, findet Anakin und zündet sein Lichtschwert.

... Wenige Minuten später rückt die Droiden-Feuerwehr von Coruscant an, die Meister Yoda geistesgegenwärtig verständigt hat.


Laughing Laughing Laughing
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Mara- Chris Sky



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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hola!

An alle die hier ihre Storys verfasst haben- meinen Respekt! Alle Story sind super! Ich mag auch am liebsten die Story, wo Luke sich verliebt! Ich habe auch so eine Story Zuhause- wenn ich wieder da bin, dann werde ich sie auch mal veröffentlichen!

Mara- Chris

P.S. He, ich habe jetzt auch einen Sonnenbrand aber hier ist kein männliches Wesen, der mich einschmiert!
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Möge die Macht mit dir sein- immer!
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Doro



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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 22:39    Titel: Jedi-Kantine Antworten mit Zitat

@ Annika Skywalker




Ich hab noch was... das muss ich jetzt glatt aus dem Englischen rücküberetzen! LOL

Das hatte ich extra für einen hingegebenen Vader-Fan ("Wenn ich Vader sehen würde, würde ich ihn umarmen und dann weglaufen, bevor er mich umbringt!") geschrieben... Wink


Nette Idee, wirklich!

Könnte aber auch eine gute Idee sein, vorher zu erklären, was du tun willst!
Sicher hat er keine Ahnung, dass du ihn UMARMEN willst und erwartet eher einen Angriff...

Laughing

Daher kannst du beispielsweise sagen...


"Lieber Mr. Vader
Oder darf ich Sie Darth nennen?
Sie sind so groß und schwarz und... (flüsternd)... bemitleidenswert...
(Lauter): Schön...

... und ich glaube, ich mag Sie wirklich... äh... bewundere Sie sehr...
Und ich habe keine Angst, zu sehen wie Sie Leute mit Hilfe der Macht erwürgen.
- Vielleicht haben sie es ja verdient, die blöden phantasielosen Egoisten -
Sie würden das ja mit mir nie tun, oder?
Aber vielleicht würde ich es gern ein KLEINES, KLEINES BISSCHEN erleben wollen...
Nur um zu wissen, wie es ist...
Naja, vielleicht keine so gute Idee.

ABER ICH WAR SCHON IMMER EIN RIESEN-FAN VON IHNEN!
(Wieder flüsternd): Und eines Tages werden Sie den süßen wunderschönen Anakin wieder rauslassen...
Sicher bin ich die einzige, die Sie wirklich liebt... äh...
DIE SIE WIRKLICH VERSTEHT!

UND DAHER... habe ich wirklich keine Angst und will Ihnen zeigen,
dass ich an Sie glaube...
DARF ICH SIE UMARMEN?!"

Und dann rennst du schnell...
Zu ihm hin.
(Wie wird sich das wohl anfühlen?
WIE WIRD ES RIECHEN??)

Aber bring' ihn nicht aus dem Gleichgewicht.

Und dann flüchte besser, vorsichtshalber!

Viel Glück...

Laughing
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Annika Skywalker



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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

@Doro:

Applause Super Idee und Text! Laughing

Hast du meinen Post weiter oben gelesen? Wir sollten wirklich mal etwas mit Ashara und Nomi zusammen machen ....
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Doro



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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Jul 2005, 23:09    Titel: Schreiben Antworten mit Zitat

Hi!

Ja, hab ich gelesen... Very Happy

(Die Idee hatte doch schon mal jemand!) Wink

Im Prinzip... könnte halt sein, dass es nicht so gut klappt... wie war das? "Viele Köche verderben den Brei"... na, in der Kantine lag's ja nur an dem einen Laughing

Wenn Ihr wüßtet wie man das in Angriff nehmen soll... wenn man sich nicht darauf versteift, damit reich zu werden... Laughing

Meine Kinder gewöhnen sich schon langsam dran, dass ich ewig hier am Computer sitze! Very Happy
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Ashara



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BeitragVerfasst am: Di, 26. Jul 2005, 06:47    Titel: Antworten mit Zitat

@ Annika
Schöner Text, ich habe mich göttlich amüsiert und konnte mir die beiden so richtig gut vorstellen.
Allerdings würde ich keinen von beiden in meiner Kücher haben wollen Mr. Green

Vielen Dank auch für Dein Lob. Wie gesagt, Actionparts liegen mir eigentlich. Ich kann mir das meiste recht bildlich vorstellen und dann fällt es mir auch leichter derartige Parts zu beschreiben.

Bezüglich Wortduelle und Han, ich kann ja mal einen Part aus einer Story posten, in der sich Ashara mit Han auseinandersetzen muß.

Nun noch zu Deiner Frage. Gewagt sind Elizas Antworten gegenüber Vader schon. Vielleicht könntest Du es abmildern, in dem Du Vader nicht wütend erscheinen lässt, sondern eher spöttisch oder sogar gleichgültig. Er wird sich Eliza doch sicherlich überlegen fühlen und wird ihre Versuche sich seiner Macht zu entziehen eher als einen netten aber fruchtlosen Versuch betrrachten.

@ Doro
Auch ein schöner Text aber Vader umarmen wollen....ich weiß nicht.... bWink Wink

Zum Thema Storys mit mehreren Leuten schreiben.
Wir hatten dies hier einmal im Forum versucht, es hat leider nicht geklappt. Es ist einfach zu schwer zu viele Autoren unter eine Decke zu bekommen, Du kannst es Dir ja mal ansehen. Die Story befindet sich im 'Krieg der Würfel' Unterforum und nennt sich 'Das Artefakt von Mimban'.
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Nomi Darklighter



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BeitragVerfasst am: Di, 26. Jul 2005, 07:46    Titel: Antworten mit Zitat

@ alle Schreiberlinge

Eure Geschichten sind wirklich klasse und es macht Spaß, sie zu lesen. Applause

Was das Zusammenschreiben anbelangt, muß ich leider Ashara Recht geben. Wir haben es in dem besagten Thread versucht und ich denke, dass der Ansatz auch gar nicht mal so schlecht war. Leider sind dann nach und nach einige Beteiligte ausgestiegen und das Projekt starb damit einen leisen Tod. Friede seiner Asche.

MTFBWY
Nomi,
die im Moment wenig Zeit zum Schreiben hat, weil sie sich noch durch die NJO durchwälzen muß.

Und nun noch rasch eine kleine Geschichte, die auch schon ein wenig älter ist. Zu dem Zeitpunkt gab es die Bücher, wo Qui-Gon die Jedi Thal liebt noch nicht:

Am Scheideweg

Der Jedi Qui-Gon Jinn wälzte sich unruhig in seinem Bett hin und her. Schließlich stand er auf und ging leise zum Ausgang der kleinen Behausung im Sklavenquartier von Mos Espa. Vorsichtig öffnete er die Tür und trat in die Kühle der tatooinischen Nacht hinaus. Vielleicht würde sie ihm helfen, einen klaren Kopf zu bekommen. Bedächtig setzte er sich auf die unterste Stufe der kleinen Steintreppe, die zu der oberen Etage führte und stützte seinen Kopf in seine Hände. Ein Aufruhr der Gefühle durchtobte ihn. Wie hatte das nur geschehen können? Als Jedi hatte er allen fleischlichen Gelüsten entsagt und nun war da diese Frau. Er lächelte unbewußt bei dem Gedanken an Shmi Skywalker. Diese einfache Frau hatte bei ihm eine Seite zum Klingen gebracht, die er bis dahin nicht gekannt hatte und nach dem Kodex der Jedi auch nicht kennen durfte. Qui-Gon seufzte. Er mußte sich eingestehen, daß er sich in die Frau verliebt hatte. Doch es durfte nicht sein. Gemeinsam mit seinem Schüler Obi-Wan hatte er eine Aufgabe zu erfüllen. Und dann war da ja auch noch Shmis Sohn Anakin. Noch nie hatte er jemanden getroffen, der einen so hohen Midi-Chlorian-Wert hatte. Der Jedi Meister war sich sicher, daß Anakin Skywalker der von alten Prophezeiungen versprochene Auserwählte war, der der Macht das Gleichgewicht zurückgeben sollte. Konnte es dann Sünde sein, mit der Frau, die diesen Auserwählten durch die Macht empfangen und dann zur Welt gebracht hatte zusammen zu kommen? In dem selben Augenblick, in dem ihm dieser Gedanke kam, verwarf er ihn auch schon wieder. Es gab keine wie auch immer geartete Rechtfertigung. Die Regeln des Jedi Kodex waren in dieser Beziehung eindeutig. Schon häufig war er mit dem Jedirat durch seine oft unorthodoxen Ansichten in Konflikt geraten - doch dieser Verstoß gegen ein ehernes Gesetz würde unweigerlich den Ausstoß aus der Gemeinschaft, die ihm sein ganzes Leben lang Geborgenheit gegeben hatte bedeuten. Er schüttelte den Kopf. Der Preis für ein paar Augenblicke des Glücks war zu hoch. Morgen würden sie nach Coruscant aufbrechen und Anakin mitnehmen, um ihn dem Jedirat vorzustellen. Ja, Qui-Gon hatte sich entschieden. Er würde die ihm gestellte Aufgabe erfüllen und der Liebe zu Shmi Skywalker entsagen.
Der Morgen dämmerte schon herauf, als er sich langsam erhob und ins Haus zurück ging.
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Riedel
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Annika Skywalker



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BeitragVerfasst am: Di, 26. Jul 2005, 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

@Nomi: Du hast Qui-Gon wunderbar dargestellt. Eine schöne Szene, gefällt mir wirklich sehr.

@Nomi und Ashara:
Jaja, hatte mir schon gedacht, dass ein gemeinsames Projekt schwierig ist. Aber ich finde es schon sehr hilfreich, ab und zu einen Rat zu bekommen bei Szenen, dir mir kompliziert erscheinen (siehe meine Vader-Szene - da habe ich noch etwas Arbeit vor mir, schätze ich, bis die "rund" läuft.)

@alle, die Lust haben zu lesen und zu kommentieren:
Hier noch eine Szene mit Luke, die als Hintergrund meine Geschichte "Young Luke's first Love" hat. Was meint ihr dazu - könnten sie so reagiert haben?

Lukes Freunde

„Ah, da kommt ja unser Herzensbrecher – he, Leute, Luke ist wieder da!“ Camy brüllte so laut, dass es auch die jungen Leute, die sich draußen vor der Tür über die neuesten Landspeeder-Modelle unterhielten, mitbekommen mussten.
„Hey Jungs!“ grüßte Luke. Ihm fiel auf, dass sie ihn alle merkwürdig ansahen. Irgendetwas lag in der Luft, da war er sich ganz sicher.
Camy, wie immer sehr leicht bekleidet und darauf bedacht, ihre Reize zur Schau zu stellen, grinste und sah beifallheischend in die Menge als sie sagte: „Na, Luke, hast du endlich deine Unschuld verloren?“
Luke sah sie überrascht an. Was wurde denn hier gespielt? „He, Wormie, nun erzähl’ schon, wie’s war“, drängte Windys Stimme, „Camy hat dich vorgestern draußen mit `ner Fremden wild rumknutschen sehen.“ – „Ja, du sollst ganz schön zur Sache gegangen sein, hätte ich gar nicht von dir gedacht“, mischte sich von weiter hinten Jack ein. „He, wenn da was gelaufen ist, her mit den Details!“
„Wo ist die Kleine denn überhaupt? Willst du sie uns nicht vorstellen?“
Von überallher prasselten nun Bemerkungen auf Luke ein – die eine mehr, die andere weniger anzüglich. Er wusste für einen Moment nicht, was er sagen oder tun sollte und konnte sich nicht entscheiden, ob er wütend war oder sich gekränkt fühlte.
„Oder“, kam es jetzt lauernd von Camy, „hat sie vielleicht schon wieder genug von dir?“ Diese Bemerkung traf ihn wie ein Messerstich ins Herz und am liebsten hätte er ihr eine schallende Ohrfeige verpasst. Wäre sie ein Mann gewesen, hätte er es getan, obwohl er normalerweise Schlägereien verabscheute. ‚Mit den Fäusten kann man nicht die Meinung in den Köpfen der Leute ändern, sondern nur die Farbe ihres Gesichts’, pflegte sein Onkel immer zu sagen und Luke fand, er hatte recht.

„Wenn ihr Wert auf meine Anwesenheit legt, dann hört endlich auf, so einen Mist zu reden“, knurrte Luke, „ansonsten kann ich auf eure Gesellschaft gut verzichten.“

„Oh, Camy, da hast du wohl ins Schwarze getroffen“, lästerte Windy weiter, „das war wohl nur ein One-Night-Stand.“
„Was wisst ihr schon von Liebe“, ereiferte sich Luke und sein Gesicht lief vor Verlegenheit und aufkeimender Wut rot an, „für euch ist Liebe doch bloß eine Show, die ihr für die anderen hier abzieht, um damit anzugeben. Von echten Gefühlen weiß von euch keiner etwas.“
„Hört, hört, unser Kleiner hier weiß jetzt endlich, was wahre Liebe ist“, spottet Danny, der von draußen hereinkam. Und dann fügte er gönnerhaft hinzu: „Sehen wir es ihm nach, Freunde, es war sicher sein erstes Mal – da glaubt man noch an wahre Liebe.“
Luke war nun nahe daran, den Rat seines Onkels zu vergessen und sich wider die Vernunft auf Danny zu stürzen, um ihm zu zeigen, was eine wahre Tracht Prügel war, konnte sich aber im letzten Moment noch bremsen. Er holte tief Luft, zählte bis zehn und drehte sich dann auf dem Absatz um, um zu gehen. „Ich komme wieder, wenn ihr wieder bei Sinnen seid“, rief er ihnen im Hinausgehen noch zu.

Dann sprang er in seinen Gleiter, den er in der Nähe des Eingangs abgestellt hatte, und brauste davon.

Kurz bevor er die Farm erreichte, merkte er, dass an seinem Gürtel etwas vibrierte. Er tastete danach, konnte sich im ersten Moment nicht vorstellen, was das wohl sein könnte. Dann bemerkte er in einer Tasche das Komlink, das Eliza ihm zum Abschied gegeben hatte. Mit einer Vollbremsung brachte Luke den Speeder zum Stehen und nahm das Komlink in die Hand. Als er einen kleinen Knopf drückte, entsprang der glänzenden Kugel ein kleines holographisches Bild.

Eliza saß auf ihrem Bett, nur mit einem leichten schulterfreien Nachthemd bekleidet, und hielt das Komlink in ihrer vor Aufregung zitternden Hand. Sie hatte lange gezögert, Luke zu kontaktieren. Nicht, dass sie es nicht gewollt hatte, aber irgendwie war sie so nervös gewesen, dass ihr noch nicht einmal für die Begrüßung passende Worte einfallen wollten – sollte sie sagen ‚hallo Luke’ oder besser ‚hallo, mein Liebling’? Sie wünschte, sie hätte ihm persönlich gegenübergestanden, denn dann hätte sie ihn einfach in die Arme genommen und geküsst, und alles andere hätte sich von selbst ergeben. So aber hatte sie eine Stunde damit zugebracht, sich für die richtige Begrüßung zu entscheiden, und sie war sich mit einem Mal so unbeholfen vorgekommen wie selten in ihrem Leben. Nach dieser Stunde Überlegen und Grübeln hatte sie sich plötzlich entschlossen, ganz spontan zu entscheiden, was sie als erstes sagen würde, wenn sie Lukes Hologramm sehen würde. Und als es soweit war, war ihr nichts Besseres eingefallen als: „Ich vermisse dich so sehr.“

Luke am anderen Ende der Verbindung lächelte bei ihren Worten: „Mir geht es genauso. Ich wünschte, du wärst wieder hier bei mir. Ich liebe dich.“
Und insgeheim dachte er, dass seine ‚Freunde’ in Anchorhead wirklich keine Ahnung von Liebe hatten.
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Maw



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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Jul 2005, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

OK hier mal meine geschichte, ich lese eigentlich so gut wie nie, und geschichten schreiben? LOL würde ich da nur sagen...früher, aber STAR WARS reizt. So da es über Echuu Shen-Jon so wenig gibt, kommt er hier vor Wink sry wenn was falsch ist, rechtschreibung, gramatik, zeiten..und satz bau, ansonsten müsste alles stimmen ^^ übrigends soll der Padawan mich darstellen.

Geboren ist Viktor Beabeitis auf Alderaan in einer ganz normalen Familie. Dies war noch in der Zeit der Jedi. Schon früh bemerkte man, dass Viktor Machtbegabt war. Die Zeit die er bei seinen Eltern verbrachte war sehr kurz denn kurz nach dem man ihn entdeckte wurde er zum Tempel der Jedi gebracht wo er bis zum 12. Lebensjahr wie alle anderen Jünglinge trainiert und ausgebildet wurde. Es stellte sich herraus, dass er gut im Umgang der Macht war und weiter voran schritt als andere. Jedoch hatte er sogut wie keine Freunde, was sehr bedauerlich war und was er nicht verstehen konnte. Trotzdem ließ er sich in seiner Zeit nicht von den anderen unterdrücken, und ignorierte den Spot den er teilweise bekam. Als es nämlich dann soweit war, wurden die Jünglinge ihren Meistern zugeteilt. Unter den ersten die einen bekamen, war Viktor: Es war Echuu Shen-Jon.

Die Jahre des Tranierens vergingen. Die beiden verstanden sich sehr gut, wie es ein Meister und ein Schüler auch sollten: Wie Vater und Sohn.
Also sich viele Systheme von der Republik abspalteten und sich den Seperatisten anschlossen, begann die Zeit der Klon Kriege. Keine Zeit um die Ausbildung fortzufahren, wurde Meister Echuu mit einem Batallion und seinem Padawan in den Krieg geschickt. Es wurden viele Siege aber auch niederlagen eingesteckt. Beide kämpften tapfer Seite an Seite.

Die Rache der Sith:

In den vergangenen 2 Monaten waren die Kriege immer noch im Gange, unter anderem wurde Coruscant mit einer Blockade in den Kampf verwickelt. ( Alles geschah wie im Film natürlich ). Bei einem Kampf in der nähe des Ren Vhar Systhems, geschah dann das unfassbare. Alle ihre Klone setzten ihr Feuer gegen sie. Ohne vorwahrnung hagelte es rotes und blaues Licht. Viktor wurde bei diesen Explosionen weggeschleudert, worauf er für tod erklärt wurde. Denn der Angriff war absolut häftig. Viktor sah nur wie er von seinem Meister getrennt wurde, und wie dessen Robe von Schüssen durchlöchert wurde, worauf er durch den Aufprall auf den Boden ohnmächtig wurde.
Nach einiger Zeit wachte er auf. Doch was er vorfand war das Nichts, nur Trümmer von Felsen, Asche, Klonleichen und Droiden. Sein Meister? Keine Spur war vorhanden,er musste tod sein. Eine Vorahnung? Das konnte nur die Rache der Sith sein. Anscheindend hat die Vermutung gestimmt, dass sich der Mysteriöse Sith im Senat befindet. Denn es gäbe keinen anderen Grund, dass die Klone angreifen.

Nach der Order 66
Viktor nahm mit seinem "Taschengeld" erstmal den nächsten Transporter auf einen Planeten, der nicht zur Republik gehörte. In der Zeit heilte er seine Wunden. Die Reisetage vergingen in denen er etwas von einer neuen Ordnung mitbekam: Dem Imperium. Und, dass die Jedi den Kanzler töten wollten. Darauf hin wurde im alles klar. Der Imperator musste der Sith sein, denn die Jedi würden...so etwas..einen Mord niemals veranlassen oder ausführen. Die Jedi waren mehr als, nein sogar weit über 10.000 Jahre die Hüter des Friedens gewesen. Es ist unmöglich. Deshalb musste Palpatine der Sith sein, wenn er solche Lügen verbreitete.
Ab diesen Zeitpunkt schwor Viktor Rache für seinen für Tod erklärten Meister und Rache für alle Jedi. Die Zeit der Verwirrung und Umherstreifung in der Galaxies hat begonnen. Ohne ein genaues Ziel zu haben, außer Rache, flog er von Planet zu Planet. Soweit wie ihn sein Geld tragen konnte. Bis er auf Yaga Minor ankam. Einem Planeten des Imperiums..
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Ashara



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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Jul 2005, 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

@ Annika
Oh Mann, da hast Du den armen Luke aber ganz schön leiden lassen.
Was Luke betrifft, so denke ich schon, dass er so reagieren würde. Zumindest zu diesem Zeitpunkt, da war er ja noch ein einfacher Farmerjunge.
Allerdings frage ich mich, ob seine Freunde wirklich so fies zu ihm wären, ich finde nämlich, dass dies schon ein wenig über normale Frotzelei hinausgeht. Zwar wird im Roman zu Ep IV auch erzählt, dass seine Freunde nicht gerade zimperlich mit ihm umgehen aber ob sie dann so fies sind, weiß ich nicht. Vielleicht kam der Text bei mir auch extremer rüber, als er eigentlich gedacht war.

@ Maw
Für den ersten Versuch ist es nicht schlecht. Ich will auch gar nicht zu viel kritisieren, da es nun mal Deine erste Geschichte ist (oder?). Allerdings würde ich mal versuchen fließendere Übergänge zu finden. Die einzelnen Sätze klingen teilweise recht abgehakt. Dies ist übrigens eine Sache, mit der fast jeder am Anfang zu kämpfen hat, ich selbst auch (manchmal sogar heute noch Rolling Eyes ), da hilft nur üben, üben, üben und viel Lesen, auch wenn Lesen nicht Dein Fall ist. Wink
Eine inhaltliche Sache muß ich aber auch noch ansprechen, da mir dies doch sehr aufgefallen ist.
Dein Charakter will Rache üben an den Leuten, die ihm all das zugefügt haben. Dies ist an sich ja ein netter Aufhänger für einen Charakter aber nicht bei einem Jedi, der auf der hellen Seite steht. Ein Jedi kennt Gefühle wie Rache nicht, von daher ist dieser Punkt in Viktors Lebenslauf nicht ganz stimmig. Da würde ich mir eine andere Motivation für Deinen Protagonisten ausdenken.

Ashara, die hoffentlich nicht zu kritisch war
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Ashara



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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Jul 2005, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

So und nun setze ich mal wieder einen meiner eigenen geistigen Ergüsse hier rein.
Es ist ein Part aus meiner Story 'Der schwarze Diamant' und beschreibt ein Aufeinandertreffen zwischen Ashara und Han Solo.
Zur Vorgeschichte der Story.
Ashara ist hinter den Tagebuchaufzeichnungen eines alten Jedi-Meisters hinterher. Eines der Tagebücher konnte sie schon in ihren Besitz bringen, das andere hat sie aus einem corellianischem Museum gestohlen. Dummerweise stellt sie kurz danach fest, dass sie nur ein billiges Duplikat in Händen hält, da meldet sich Han Solo, der ihr ein Angebot zu machen hat

Dieses mal ist es ein wenig mehr, ich würde mich trotzdem über Kommentare freuen.

"Das wird wohl nicht mehr nötig sein.", entgegnete D9, mit einem Blick auf die Com-Konsole. "Wir werden gerade gerufen. Von einem Mann namens Han Solo."
Ashara merkte auf. "Wieso sollte er einen Grund haben mit uns in Kontakt zu treten? Es sei denn....", die Frau nahm auf dem Pilotensitz Platz und öffnete den Kanal. "Dragonheart hier. Wie kommen Sie auf diese Frequenz?", meldete sie sich. Die Corellianerin hatte vorerst beschlossen die Ahnungslose zu spielen. Erst einmal wollte sie wissen, was ihr Gegenspieler wirklich wollte.
"Mein Name ist Han Solo, ich glaube wir kennen uns, Miss Shantra.", erklärte die Stimme ziemlich überzeugt.
"Ach ja?", die Frau ließ sich davon noch nicht aus der Reserve locken.
"Sagen wir es mal so, ich habe da etwas, was Sie interessieren könnte."
"Sie scheinen wohl gerne in Orakeln zu reden, Solo. Ich bin aber nicht bekannt für meine Geduld. Also entweder sagen Sie jetzt um was es geht oder dieses Gespräch ist ziemlich schnell beendet.", gab sich die Corellianerin unbeeindruckt.
"Warum so ungeduldig, im Museum wirkten sie gar nicht so.", entgegnete der Mann.
,Jetzt bin ich mal gespannt, wie sie reagiert.', dachte der Schmuggler interessiert. Han hatte anhand von Brenans Informationen ziemlich schnell herausgefunden, um wen es sich bei der Frau handelte. In seinen Kreisen war sie gar nicht mal so unbekannt. Immerhin war Shantra die einzige Schmugglerin, die sich auf den Handel mit Altertümern spezialisiert hatte. Außerdem hatte ihn sein Informant vor der Skrupellosigkeit der Frau gewarnt. Han hatte daher beschlossen, sich als gewöhnlichen Dieb auszugeben, der nun seine Ware anbot.
"Ich weiß nicht wovon Sie sprechen.", kam es von Ashara knapp zur Antwort.
Der Corellianer grinste. "Das glaube ich aber doch, ich schätze mal wir beide haben das gleiche Interesse an einem gewissen Gegenstand gehabt."
Ashara ließ bewusst ein paar Sekunden verstreichen, bevor sie antwortete. "Sie waren der Typ, der mich so dämlich angegrinst hat.", meinte sie dann und legte ein gutes Stück Empörung und plötzliche Erkenntnis in ihrer Stimme. ,Du willst das ich dein Spielchen mitspiele, kannst du gerne haben, du eingebildeter Heini.'
"Ich bitte Sie Miss Shantra, ich habe Sie nur höflich gegrüßt.", erklang Solos Stimme jetzt leicht pikiert. Heimlich jubilierte der Mann aber ihm war Asharas Tonfall nicht entgangen. "Außerdem sollten Sie ein bisschen freundlicher zu mir sein. Zum Beispiel weiß ich, dass Sie gestern Nacht dem Museum erneut einen Besuch abgestattet haben."
"Ist ja interessant. Ich kann mich nicht entsinnen dort gewesen zu sein.", erklang die Stimme der Corellianerin. ,Ich würde wirklich gerne wissen, wie du das raus bekommen hast, vielleicht hast du ja doch mehr drauf, als ich dachte.
Der Schmuggler warf Chewbacca einen amüsierten Blick zu, langsam begann ihm das Gespräch Spaß zu machen. Erneut beugte er sich über seine Com-Konsole, um seiner Gegnerin seine Antwort mitzuteilen. "Jetzt hören Sie aber auf Lady, ich weiß das Sie dort waren und Sie wissen auch, dass ich es weiß."
"Na gut, mal angenommen es ist tatsächlich so, was tut das zur Sache?"
Han lehnte sich entspannt zurück. "Sie sind eine geschickte Diebin Miss Shantra aber was nützt der beste Plan, wenn man nicht das bekommt, was man erwartet?"
,Ich wusste, dass du die Bücher ausgetauscht hast., fluchte Ashara insgeheim, auch jetzt kam der Frau nicht in den Sinn, dass es vielleicht doch Brenan gewesen sein könnte, der dies getan hatte. "Wissen Sie, so langsam reichen mir Ihre geheimnisvollen Andeutungen. Entweder Sie sagen jetzt was Sie wollen oder ich betrachte dieses Gespräch als beendet.", meinte sie kühl, der Kerl brachte sie so langsam aber sicher auf die Palme.
"Ist ja schon gut.", lenkte der Corellianer ein. "Wie ich schon sagte, Sie üben Ihr Handwerk nicht schlecht aus. Allerdings gibt es Leute, die besser sind als Sie. Ich bin Ihnen zuvor gekommen. Ich habe das Originaltagebuch gestohlen und es durch eine Replik ersetzt. Im Gegensatz zu Ihrem dilettantischen Verhalten, wäre es niemals aufgefallen, dass dieses Relikt entwendet wurde.", spielte der Schmuggler seine Rolle als Meisterdieb weiter.
"Oh, ich bitte vielmals um Entschuldigung. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Ihre sogenannte Kopie, eine ziemlich miese Fälschung ist.", konterte Ashara.
"Immerhin hat es ausgereicht, um Sie zu täuschen.", ließ sich Solo nicht aus der Reserve locken.
Ashara verzog das Gesicht zu einem grimmigen Lächeln. Zähneknirschend musste sie sich eingestehen, dass der Mann recht hatte. In ihrer Gier, war es ihr nicht aufgefallen, dass sie ein billiges Duplikat gestohlen hatte. "Schön, die Runde geht an Sie, Solo. Haben Sie mich deshalb kontaktiert, damit ich Ihnen sagen kann, was für ein genialer Räuber Sie sind?"
"Nein.", erwiderte der Mann knapp. "Jedoch haben Sie ein nicht unerhebliches Interesse an dem Buch bekundet. Ich denke wir können vielleicht ins Geschäft kommen, Shantra."
Wieder zögerte Ashara bewusst mit ihrer Antwort.
"Kommt drauf an, was Sie verlangen.", erklärte sie dann kühl.
,Jetzt habe ich dich., dachte der Corellianer triumphierend. "Nun, ich dachte eher daran, dass wir einen Tausch durchführen. Ich gebe Ihnen das erste Tagebuch und dafür erhalte ich von Ihnen das Zweite."
Ashara lachte hell auf. "Sie sind doch nicht ganz bei Trost. Wer sagt Ihnen, dass ich dieses Buch habe."
"Hätten Sie sonst versucht das andere zu stehlen?", kam es hart von Solo zurück.
"Mag sein das Sie recht haben aber warum sollte ich es Ihnen dann aushändigen? Ich würde mir doch einen unfreiwilligen Konkurrenten schaffen."
"Da haben Sie recht aber ohne mich werden Sie wohl kaum auf Schatzsuche gehen können. Überlegen Sie es sich, Shantra.", fuhr der Corellianer fort. "Ich werde heute Abend um 8.00 Uhr Standardzeit im Starlight-Casino auf Sie warten, wenn Sie nicht kommen, werde ich mir das zweite Buch auf andere Weise beschaffen.", mit diesen Worten brach der Corellianer abrupt die Verbindung ab.
Grinsend drehte sich Han zu seinem Kumpel und Brenan um. "Den Köder hat sie geschluckt, glaubt es mir."

Das Starlight-Casino zählte zu den größten und edelsten Casinos auf Corellia. Berühmt geworden war es für seinen einzigartigen Standort. Das Gebäude befand sich hundert Meter unter dem Meeresspiegel, in dem größten Meer Corellias.
Han Solo saß an einer der Fensterplätze und bewunderte die grandiose Aussicht. Vom Panoramafenster aus, konnte man vorzüglich die geheimnisvolle Unterwasserwelt beobachten. Heimlich lobte sich der Mann für seine grandiose Idee. Unter normalen Umständen hätte er dieses Etablissement wohl niemals aufsuchen können aber jetzt, wo die Rechnung auf Kosten des Museums ging....
"Ach, bringen Sie mir doch noch bitte eine Flasche von Ihrem vorzüglichen Hauswein.", wandte sich der Corellianer an den Kellner. ,Acht Uhr. Nun Shantra, ich warte auf deinen Auftritt.
Den sollte er bekommen.
Die junge Schmugglerin hatte schnell spitz bekommen, dass Ihr Gegenspieler ein Faible für gut aussehende Frauen besaß. Dementsprechend hatte sie ihr Outfit ausgewählt. Sie trug ein elegantes, eng anliegendes Kleid aus dunkelgrüner Sebazanerseide, das schulterfrei war. Die Farbe harmonierte wundervoll zu ihren grünen Augen und schienen sie noch leuchtender zu machen. Ihr langes, schwarzes Haar trug Ashara dieses mal offen, bis auf eine Strähne, in der sie ein Schmuckband eingeflochten hatte. Um ihren rechten Oberarm hatte sie einen fein ziselierten Armreif umgelegt. Man sah dem Schmuckstück an, dass es alt und kostbar sein musste.
Auch beim Make Up hatte sich Ashara Mühe gegeben. Ein paar feine Lidstriche und ihre Augen wirkten noch katzenhafter.
Da das Kleid war an der Seite geschlitzt und bei jedem ihrer Schritte konnte man einen Blick auf ihre schlanken Beine werfen. Die Corellianerin hatte nichts mehr mit der gewöhnlichen Schmugglerin gemein, sie sah nun aus wie eine stolze Königin aus einem verwunschenen Königreich.
Ashara stand jetzt auf der Treppe und beobachtete scheinbar gelangweilt das Treiben in der großzügig angelegten Bar des Starlight-Casinos. Ihren aufmerksamen Augen entging allerdings fast nichts. Zu ihrer Überraschung entdeckte sie Brenan, der immer wieder nervös zu einem Platz im hinteren Winkel der Bar schaute. ,Interessant, ich möchte wissen, wieso du deinen Auftraggeber nach hier mitgeschleppt hast, Solo., dachte Ashara und schritt betont langsam die Treppe herunter und wandte sich in die Richtung, in die der Professor gerade geschaut hatte.
Den dunkel gekleideten Mann, am anderen Ende der Theke, bemerkte sie nicht, dafür zeigte dieser aber ein reges Interesse an der Frau. "Ich bin erfreut Sie wiederzusehen, Ashara Shantra.", murmelte Pokan zufrieden. Der Imperiale hatte darauf gehofft, die attraktive Schmugglerin anzutreffen.

"Erlauben Sie, dass ich mich zu Ihnen setze?", fragte die Corellianerin Solo, mit zuckersüßer Stimme, als sie vor seinem Tisch stand.
Der Mann sah auf und verschluckte sich halb an seinem Drink, als er die Frau erblickte. Die Schmugglerin registrierte das mit einer gewissen Genugtuung. Offensichtlich hatte ihr Outfit, die erwünschte Wirkung nicht verfehlt.
"Natürlich, tun Sie sich keinen Zwang an.", meinte er leichthin, während er sie unverhohlen musterte.
"Danke.", erklärte Ashara und nahm ihm gegenüber Platz. "Bringen Sie mir bitte einen alderianischen Sunflyer.", wandte sie sich mit einer Stimme an den Kellner, die es gewohnt war, Dienstboten zu haben. Die junge Frau wirkte in dem Etablissement lange nicht so deplaziert wie Han Solo.
"Man merkt Ihnen Ihre aristokratische Vergangenheit an. Die Familie Shantra gehört doch zu den reichsten und ältesten Familien auf Corellia, nicht wahr.", begann Han schließlich das Gespräch.
Ashara zuckte gelangweilt die Achseln. "Das ist ja wohl kein Geheimnis aber ich glaube wir sind nicht hier, um meinen Stammbaum auszudiskutieren."
Solo grinste zuvorkommend. "Natürlich nicht.", meinte er knapp. "Zudem Sie ja wohl nicht mehr viel mit Ihrer Familie zu schaffen haben.", setzte er trotzdem noch eine Spitze.
Die junge Frau ließ auch diese Bemerkung, scheinbar unberührt, an sich abprallen. "Kommen wir doch lieber zum Geschäft.", erklärte sie kühl. "Leider kann ich auch jetzt Ihrem Vorschlag nicht viel abgewinnen. Sie sind ein einfacher Dieb, was können Sie schon mit dem Tagebuch anfangen."
"Unterschätzen Sie mich nicht, Lady.", erwiderte der Corellianer gelassen und verstummte für einen Moment, um dem Kellner Gelegenheit zu geben, der Frau das Getränk zu servieren. "Ich weiß genau um was es geht. Die Bücher sind doch wertloser Tand, im Gegensatz dazu, was man damit finden könnte.", sprach er weiter, nachdem der Mann gegangen war.
"Sie wissen also von dem schwarzen Diamanten. Dann wissen Sie ja sicherlich auch, dass es selbst mit Hilfe der Tagebücher nicht einfach sein wird ihn zu finden. Zu gefährlich für Sie Solo, schlagen Sie sich lieber das ganze aus dem Kopf."
"Ich wüsste nicht warum, vielleicht habe ich ja Unterstützung.", konterte der Corellianer. "Ich glaube nicht, dass eine so junge und hübsche Dame wie Sie, gerne Ihr Leben, in einer so gefährlichen Schatzsuche wie dieser, lassen möchte. Geben Sie mir Ihr Tagebuch, ich sorge dafür, dass Sie ausreichend entlohnt werden."
Ashara lachte amüsiert auf. "Machen wir uns doch nichts vor, wir wollen beide den Schatz. Keiner von uns wird das Buch rausrücken. Ich fürchte, hier liegt so eine Art Pattsituation vor."
"Es sei denn, wir gehen zusammen auf Schatzsuche.", schlug Solo vor. Der Corellianer hatte nicht vor diese Idee in die Tat umzusetzen aber anders würde er die Frau wohl nicht ködern können.
Die junge Frau genehmigte sich ein Schluck von ihrem Getränk. "Keine schlechte Idee.", meinte sie langsam. "Wie stellen Sie sich denn unsere Zusammenarbeit vor?"
"Wir legen alle Karten auf den Tisch.", begann Han jovial und zog aus einer kleinen Tasche, die er bei sich trug, den heißbegehrten Datenträger hervor. "Als Beweis das Sie mir vertrauen können, erlaube ich Ihnen auch das Tagebuch auf seine Echtheit zu überprüfen. Natürlich erwarte ich auch von Ihnen ein gewisses Entgegenkommen."
Die junge Frau lächelte. "?Sie wollen, dass ich Ihnen mein Artefakt aushändige? Für wie blöd halten Sie mich. Wer sagt mir, dass Sie damit nicht verschwinden werden und mir eine weitere wertlose Kopie übergeben?"
"Ich werde es hier an diesem Tisch überprüfen lassen.", wiegelte der Schmuggler ab. "Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen. Ich will nur sicher gehen, dass Sie wirklich im Besitz des zweiten Tagebuchs sind.", mit diesen Worten schob er der jungen Frau den alten Datenträger zu. "Tun Sie sich keinen Zwang an und überprüfen Sie meinen, damit Sie wissen, dass ich es ehrlich meine."
Die Corellianerin zögerte, dann griff sie nach ihrer Handtasche und holte ihrerseits einen Datenträger hervor. "Also gut.", mit diesen Worten überreichte sie ihn dem Mann.
Solo winkte Brenan zu sich heran. "Der Professor wird ihn auf seine Echtheit hin überprüfen.", erklärte er dann kurz.
Ashara schaute anscheinend erstaunt auf. "Ich wusste es.", meinte sie dann kühl. "Sie arbeiten mit ihm zusammen. Sie sind überhaupt kein Dieb." ,Du lässt aber schnell deine Tarnung fallen Bürschchen., dachte die Corellianerin spöttisch, spielte aber weiter das Spielchen, das Solo von ihr erwartete.
"Entschuldigen Sie, in dieser Hinsicht war ich wirklich nicht ehrlich.", erklärte der Mann galant. "Ich schwöre Ihnen, dass es nicht wieder vorkommen wird."
,Wer es glaubt, wird selig. "Ich hätte nicht gedacht Sie wiederzusehen, Professor Brenan.", wandte sie sich dann freundlich an den Museumsdirektor.
"Ich wünschte, es wäre auch nicht so, Miss Shantra.", entgegnete der Professor steif und zu dem Corellianer: "Sir, ich weiß ja nicht..."
Han warf ihm einen warnenden Blick zu. "Professor, überlassen Sie die Verhandlungen mir.", meinte er kühl. "Überprüfen Sie nur die Echtheit des Artefakts."
"Wer hätte gedacht, dass wir einmal zusammenarbeiten würden.", entgegnete Shantra süffisant, konzentrierte sich dann aber auf den archäologischen Gegenstand vor sich.
"Ich habe mir schon fast gedacht, dass Sie mit Brenan zusammenarbeiten. Sie sind nicht der Typ, der normalerweise auf Schatzsuche geht.", meinte Ashara nach einer Weile, mehr oder weniger nebenbei, während sie das Objekt vor sich einer genauen Untersuchung unterzog. "Und Brenan ist nicht der Typ, der für eine Schatzsuche geeignet ist.", vollendete sie dann ihren Satz mit einem frechen Grinsen. "Professor Brenan, Sie enttäuschen mich, ich dachte Sie wären ein ehrlicher Mensch und dann engagieren Sie einen Mann wie Han Solo, um den Schatz zu suchen?"
Der Museumsdirektor wollte empört aufbegehren, wurde aber von dem Schmuggler abgehalten.
"Verehrte Miss Shantra, ich dachte wir arbeiten jetzt zusammen, da sind solche Kommentare nicht gerade förderlich für die Zusammenarbeit.", meinte er warnend zu ihr.
Ashara schenkte dem Schmuggler ein unschuldiges Lächeln. "Ich habe noch nicht gesagt, dass wir zusammenarbeiten werden.", erklärte sie dann kühl. "Immerhin haben Sie in einer Hinsicht nicht gelogen, dieses Tagebuch ist echt."
Solo nickte nur kurz zur Bestätigung und schaute dann den Professor fragend an.
"Auch dieses Buch ist echt.", meinte er zögernd, während er Shantra immer noch abweisend ansah.
"Okay, bevor wir die ganze Angelegenheit weiter besprechen, bin ich dafür, dass wir unsere Verhandlungsobjekte wieder zurückgeben.", fuhr die Corellianerin in einem süffisanten Tonfall fort und streckte fordernd ihre Hand in Richtung Brenan aus.
Der Professor zögerte, es widerstrebte ihm, dieses kostbare Kleinod erneut dieser verabscheuungswürdigen Person zu geben.
"Ich warte.", die Stimme der Schmugglerin klang ein wenig bedrohlicher.
"Geben Sie Ihr es zurück, Professor Brenan.", mischte sich nun Han ein.
Der Museumsdirektor gab sich schließlich geschlagen.
"Vielen Dank, Professor.", erklärte Ashara betont höflich und übergab dann das erste Tagebuch an den Schmuggler.
Für einen Moment herrschte gespanntes Schweigen.
"Sagen wir mal, dass ich eine eventuelle Zusammenarbeit mit Ihnen erwäge.", begann Ashara schließlich vorsichtig. "Wie würden dann die Konditionen aussehen?"
"Der Diamant darf nicht in falsche Hände geraten, das ist doch wohl klar.", ereiferte sich der Professor.
Han stöhnte innerlich auf, nicht zum ersten Mal fragte er sich, wieso er sich nicht einfach aus dem Staub machte.
"Oh Brenan, bitte.", entgegnete Ashara genervt. "Hier in diesem Universum gibt es nichts umsonst. Mein Auftraggeber hat mir eine beträchtliche Summe geboten. Wenn ich mit Ihnen zusammenarbeite, müsste schon etwas vergleichbares herausspringen."
"Vergessen Sie nicht meine Liebe, dass Sie ohne uns gar nicht in der Lage sind überhaupt etwas zu finden.", entgegnete Solo.
"Genauso wie Sie.", konterte die Frau gelassen.
"Womit wir wieder beim Anfang wären.", seufzte Han. "Wenn ich das richtig sehe, haben Sie doch kein Interesse an dem Diamanten. Ich bin mir sicher, dass Sie das Museum entsprechend entschädigen würde, wenn Sie uns helfen würden.", fuhr er fort und hoffte inständig, dass sich Brenan dieses mal nicht einmischen würde.
Der Professor schien endlich verstanden zu haben und spielte sogar mit, in dem er heftig mit dem Kopf nickte.
"Ich wusste gar nicht, dass ihr Museum über solche Geldmittel verfügt.", tat Ashara erstaunt.
"Oh, ja doch.", kam es ein bisschen zu hastig von dem Museumsdirektor.
Solo schloss innerlich die Augen. ,Das war´s dann wohl., dachte er verzweifelt. Zu seiner Überraschung stimmte seine Gegenspielerin jedoch zu. "Es freut mich, dass Sie endlich einverstanden sind.", meinte er dann zu der Frau. "Was halten Sie davon, wenn wir das ganze noch ein wenig feiern.", fuhr er fort und setzte sein berühmtes Lächeln auf, mit dem er schon so mancher Frau den Kopf verdreht hatte.
"Kommt drauf an, was Sie vorschlagen.", erwiderte Ashara mit hintergründiger Stimme.
"Na ja, Professor Brenan hat noch einiges zu erledigen und mein eigentlicher Partner hat es auch vorgezogen woanders sein Vergnügen zu suchen.", meinte Han in genau dem gleichen hintergründigem Tonfall. "Ich schlage vor, dass wir mit meinem Schiff fliegen werden. Dann ist es natürlich absolut notwendig, dass Sie sich vorher mit dem Falken vertraut machen."
Ashara schluckte noch so gerade eben eine passende Antwort runter. ,Der glaubt tatsächlich, ich falle auf sein Geturtel rein., dachte sie verächtlich. "Worauf warten wir dann noch.", meinte sie statt dessen mit aufreizender Stimme.
,Ich wusste es., dachte Solo mit einer arroganten Genugtuung, bisher hatte sich noch keine Frau seinem Charme widersetzen können. "Darf ich dann bitten.", fuhr er fort, stand auf und bot Ashara seinen Arm an.
Diese willigte mit einem bezaubernden Lächeln ein und wandte sich mit dem Schmuggler zum Gehen.
"Ach Professor, es wäre wirklich freundlich von Ihnen, wenn Sie unsere Rechnungen begleichen würden.", rief Han dem Mann noch zu und schlang dann seinen Arm um Asharas Hüfte.
Brenan seufzte, das Benehmen des Mannes war wirklich unmöglich. Noch mehr Sorgen machte er sich allerdings wegen der Corellianerin. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sie mit ihnen zusammenarbeiten würde.

Die beiden hatten inzwischen den Ausgang des Lokals erreicht und warteten auf die Fähre, die sie wieder an die Oberfläche bringen würde.
"Dieser Idiot.", schimpfte Ashara gerade, der ungeschickte Kellner verärgerte sie noch immer. Nicht nur das er sie angerempelt hatte, er hatte auch noch ihr ganzes Kleid ruiniert. Fast die Hälfte der Getränke, die er auf dem Tablett mit sich geführt hatte, hatten sich beim Zusammenprall über sie ausgeschüttet.
"Kommen Sie schon, der Inhaber des Starlight-Casinos hat Sie doch fürstlich entschädigt.", erwiderte Han mit einem schiefen Grinsen.
"Das war Sebazanerseide, wissen Sie eigentlich was die kostet?", fauchte Ashara zurück, immer noch wütend über diesen Vorfall. "So was bekommt man nicht an jeder Straßenecke."
"Wenn wir den schwarzen Diamanten gefunden haben, dann können Sie sich Dutzende von Kleidern dieser Art leisten.", meinte der Corellianer.
Ashara zuckte nur mit den Achseln und hakte sich dann wieder bei Solo unter. "Sie haben recht, lassen sie uns diesen unangenehmen Zwischenfall vergessen." und betrat dann mit ihm zusammen die Fähre. "Ich bin schon wirklich gespannt auf Ihr Schiff."

"Willkommen auf dem Millenium Falcon."
,Meine Güte, der Frachter ist ja noch heruntergekommener als meiner., fuhr es der Corellianerin durch den Kopf, als sie über die Rampe in das Innere des Schiffes ging.
Nichtsdestotrotz schien ihr Besitzer geradezu unglaublich stolz auf sein Gefährt zu sein.
"Sieht ja nett aus.", rang sie sich schließlich zu einer Antwort durch und betrat den wohl größten Raum auf diesem Schiff, der wohl als Aufenthaltsraum diente. In der einen Ecke war eine Sitzgruppe, um einen kleinen runden Tisch, angebracht, offenbar ein holografisches Schachspiel. Ansonsten waren im wesentlichen Kontrollinstrumente und ähnliches zu finden.
"Ich gebe zu, der Falke ist nicht gerade eine Schönheit aber glauben Sie mir, in der ganzen Galaxis gibt es kein besseres Schiff.", pries Han weiter die Vorzüge seines Frachters an.
Die Corellianerin lächelte verschmitzt. "Wenn Sie es sagen.", meinte sie nur leichthin. "Hören Sie Solo, gibt es hier eine Möglichkeit sich sauber zu machen? Ich fühle mich wie ein Trunkenbold nach einer 10tägigen Sauftour."
"Klar, in meiner Kabine. Es ist zwar nur eine Schalldusche und auch nicht gerade ein Luxusmodell aber es sollte reichen.", erklärte der Mann und deutete mit einer Handbewegung an, dass Ashara ihm folgen sollte.
Der erwartungsfrohe Blick, den der Schmuggler dabei aufgesetzt hatte, entging der Frau natürlich nicht. ,Warte nur, so einfach mache ich es dir nicht., dachte sie. Es war Ashara schon auf dem Weg hierhin schwer gefallen ihre Fassade aufrecht zu erhalten.
"Sagen Sie, was halten Sie davon, wenn Sie schon einmal für die Getränke sorgen.", wandte sich die Schmugglerin an Han und bugsierte ihn mit diesen Worten geschickt aus seiner Kabine. "Ich mache mich derweil frisch. Ich verspreche auch, dass ich mich beeilen werde.", fuhr sie fort und hauchte ihm einen zarten Kuss auf die Lippen.
"Das will ich hoffen.", murmelte der Corellianer, sichtlich angetan.
,Wer hätte gedacht, dass es so einfach werden würde., kam es ihr in den Sinn, während sie beobachtete wie Solo zufrieden die Gänge des Falken herunterlief.
Es dauerte tatsächlich nicht lange, bis sie wieder auftauchte. Solo hatte es sich in der Sitzecke gemütlich gemacht und war gerade damit beschäftigt die Sektflasche zu öffnen. Ashara hatte er noch gar nicht bemerkt.
"Ich hoffe, es macht Ihnen nichts aus, dass ich mir eines Ihrer Hemden ausgeliehen habe?", sprach die Corellianerin den Mann mit bewusst harmloser Stimme an.
"Oh, sicherlich nicht.", entgegnete Solo, nachdem er ausgiebig ihre schlanken Beine bewundert hatte. "Setzen Sie sich doch.", meinte er schließlich und deutete auf dem Platz neben sich. "?Ach ja und was halten Sie davon, wenn wir endlich mit diesen Förmlichkeiten aufhören? Immerhin arbeiten wir jetzt zusammen."
"Wie du meinst, Han", entgegnete Ashara und setzte sich.
"Das hört sich doch gleich viel netter an.", meinte der Schmuggler erfreut und schenkte den Sekt in die zwei Gläser, die auf dem Tisch standen.
Asharas Blick fiel auf die kleine schwarze Tasche, die Solo achtlos in eine Ecke geworfen hatte, gerade noch rechtzeitig konnte sie ihre Aufmerksamkeit davon lösen und schaute nun den Corellianer mit einem betörenden Lächeln an. "Ich freue mich schon auf unser gemeinsames Abenteuer.", meinte sie und nahm das Glas entgegen, welches Han ihr reichte.
"Auf das wir fündig werden.", prostete die Corellianerin ihr zu. ,Nur schade das du nicht dabei sein wirst.
"Auf das wir fündig werden.", wiederholte Ashara den Satz und nahm einen Schluck.
"Ich muss sagen Ashara, du bist wirklich eine faszinierende Frau.", fuhr Han schließlich mit der Unterhaltung fort. "Brenan hat mir einiges von dir erzählt, allerdings nicht sehr viel gutes.", setzte er grinsend hinzu.
"Und was hältst du von seinen Ausführungen?", fragte Ashara hintergründig.
"?Ich glaube er hat übertrieben.", entgegnete Han süffisant. "Zumindest seine Bemerkungen über deinen angeblich schlechten Charakter."
"Ach ja und was hältst du von mir?", fragte Ashara mit fordernder Stimme und beugte sich leicht nach vorne.
Der Corellianer tat, als müsste er überlegen. "Ich weiß nicht, schließlich kenne ich dich noch nicht gut genug.", erklärte er leichthin und umfasste mit einer Hand ihren Nacken und massierte ihn sanft.
"Dann wird es Zeit, dass du mich kennen lernst.", flüsterte die Schmugglerin mit kaum hörbarer Stimme, während sie sich im geheimen über die Doppeldeutigkeit dieses Satzes amüsierte. Sie rückte noch ein wenig näher zu dem Mann heran.
Der Corellianer nahm die Einladung an und küsste die Frau zärtlich auf die Lippen.
"Hmm, ich glaube Brenan hat dir wirklich unrecht angetan.", fuhr Han fort, als er sich wieder von ihr gelöst hatte.
"Mein reden, ich werde immer missverstanden.", entgegnete Ashara mit gespielter Empörung und wollte dann ihre Gläser auffüllen. Leider stieß sie, wie unabsichtlich, an die Flasche, so das sie zu Boden fiel und zerbrach. "Oh, so ein Ärger.", murmelte sie frustriert. "Das tut mir leid, ich schätze mal du hast nicht noch so ein leckeres Tröpfchen vorrätig?"
Eigentlich hatte der Corellianer jetzt ganz andere Dinge im Sinn, als seinen Getränkevorrat nach einer weiteren Flasche Champagner abzusuchen aber der Blick der jungen Frau sagte ihm, dass sie mehr als dankbar sein würde, wenn er ihrer Bitte nachkommen würde und das war mehr als verheißungsvoll. "Ich denke dem Problem kann ich abhelfen.", meinte er schließlich und löste sich schweren Herzens aus der Umarmung aber nicht ohne Ashara noch einmal zu küssen, bevor er sie verließ. "Ich bin gleich wieder da.", versprach er.
Die Schmugglerin verdrehte entnervt die Augen, nachdem er verschwunden war. ,So ein eitler Pfau.
Dann griff sie nach Solos Glas. Der Ring, den sie trug, hatte noch eine kleine Überraschung parat. Der Stein war nur lose eingefasst und wenn man ihn aufklappte, kam eine winzige Kammer zum Vorschein, gerade groß genug, um ein Betäubungsmittel einzufüllen. Schnell ließ Ashara das weiße Pulver in das Sektglas gleiten. Es löste sich augenblicklich in dem Getränkerest auf, der sich noch darin befand.
Shantra hatte gerade noch Zeit den Stein wieder zurückzuklappen, da tauchte Han auch schon wieder auf und hielt triumphierend eine Flasche hoch. "Aber sei vorsichtig damit.", erklärte er, "Das ist die letzte."
"Ich werde es mir merken.", versprach die Frau galant, nahm ihm die Flasche aus der Hand und öffnete sie. "Weißt du, was ich nicht verstehe, wie sich ein Mann wie du, mit Brenan einlassen kann.", setzte die Corellianerin das Gespräch fort, während sie die Gläser auffüllte.
Solo zuckte mit den Achseln. "Er zahlt gut.", meinte er dann nur und nahm einen Schluck.
"Du vergeudest deine Fähigkeiten.", erwiderte die junge Frau und strich mit der freien Hand sanft über seine Brust. "Ich wette, wenn wir zusammenarbeiten würden, würden wir beide voneinander profitieren. In der Galaxis warten noch viele Geheimnisse darauf, gelüftet zu werden.", wie zufällig glitt sie auf Hans Schoß.
"Eine interessante Vorstellung.", entgegnete der Schmuggler erfreut und schlang seine Arme um sie. "Aber ich finde über das Geschäft sollten wir später reden.", fuhr er fort, während er mit Asharas langem Haar spielte. "Ich finde, wir sollten uns erst einmal näher kennen lernen.", er beugte sich vor und liebkoste ihren Hals mit seinen Lippen.
,Wann wirkt das Zeug endlich., dachte die Schmugglerin, nicht sonderlich angetan von Solos Handlungen.
Der Mann hörte plötzlich auf sie zu küssen. "Verdammt, was ist nur mit mir los? Mir wird auf einmal so schwindlig.", benommen packte er sich an den Kopf.
,Na endlich! ?Och, das ist bestimmt nur der Champagner.", erklärte die Corellianerin unschuldig, Sie hatte die Worte noch nicht ganz ausgesprochen, da war ihr Gegenspieler schon ins Reich der Träume gesunken.
"Tja Solo, Pech gehabt. Dieses mal bin ich die Gewinnerin.", meinte Ashara spöttisch und tätschelte ihm herablassend die Wange, dann stand sie auf und griff nach der Tasche, öffnete sie und holte den Gegenstand ihrer Begierde heraus.
Keine fünf Minuten später war die junge Frau aus dem Millenium Falcon verschwunden.

Das erste was Han Solo wieder mitbekam war, dass ihn jemand heftig an der Schulter schüttelte. Noch zu sehr in seinen süßen Träumen gefesselt, stieß er die Hand widerwillig beiseite. Der Störenfried gab aber keine Ruhe und versuchte ihn immer noch wachzurütteln. Das liebliche Traumbild der schönen Schmugglerin verschwand und machte der harten Realität platz, die aus seinem Kumpan Chewbacca bestand, der es endlich geschafft hatte den Corellianer zu wecken.
"Chewie, was machst du denn hier? Wo ist Ashara?", murmelte er schlaftrunken.
Als Antwort erhielt er ein vorwurfsvolles Knurren, das in ein wütendes Geheule überging.
Der Mann stöhnte, er war noch immer nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen. Jedes Geräusch schien sich in seinem Kopf zu verzehnfachen, er fühlte sich so, als ob er ein mehrtägiges Saufgelage hinter sich hatte. "Chewie, alles was du willst aber bitte ein bisschen leiser.", murmelte er entnervt. "Was soll das heißen, sie ist weg."
Der Wookiee gab ein paar weitere Knurrlaute von sich und warf Han die schwarze Tasche zu.
Entsetzt griff er hinein. "Verdammt, wo ist das Tagebuch?"

"Ich habe es!", triumphierte Ashara und betrat die Dragonheart. "Du glaubst gar nicht wie einfach das war.", fuhr sie zu D9 gewandt fort.
Der Droide reagierte nicht sofort. "Darf ich Sie fragen, wie Sie an Ihr seltsames Outfit geraten sind?", meinte er statt dessen. Die Frau trug immer noch das weiße Hemd und eine Hose, die ihr wesentlich zu groß war und nur durch einen Gürtel gehalten wurde.
Die Corellianerin stutzte. "Ach so das, ein kleiner Unfall.", meinte sie dann mit einer wegwerfenden Handbewegung. "So ein blöder Kellner im Starlight-Casino hat mir mein ganzes Kleid ruiniert. Han Solo war aber so zuvorkommend und hat mir etwas von seiner Kleidung geliehen.", fuhr sie mit einem ironischen Unterton in der Stimme fort. "Und das war nicht das einzige, was er mir geborgt hat.", mit einem hinterhältigem Lächeln hielt sie das erste Tagebuch in die Höhe. "Jetzt wird uns nichts mehr daran hindern den schwarzen Diamanten zu finden.", dann setzte sie sich an den kleinen Arbeitstisch und zog die zweiten Aufzeichnungen aus ihrer Handtasche. "So wie ich die Schriften damals überflogen habe, hat dieser Kil-Sha-Re damals sehr genaue Angaben zu dem Fundort gemacht.", erklärte sie und aktivierte den Datenträger.
D9 nickte. "Dann werde ich jetzt die Dragonheart startklar machen.", antwortete er und beobachtete die Frau abwartend, irgendetwas an ihrem Gesichtsausdruck gefiel ihm nicht.
Ashara schaute zu D9 auf, sie schien zufrieden mit sich zu sein.
War es aber wohl nicht, wie der nächste Satz bewies.
"Der Datenträger ist leer!", kam es fassungslos von ihr. "Ich glaube es nicht, es befindet sich nichts mehr drauf!", völlig konsterniert starrte sie den Droiden an.
Langsam drang die Erkenntnis in Ashara durch, dass sie erneut reingelegt worden war. Mit einem hysterischen Lachen stieß sie das, jetzt wertlose, zweite Tagebuch vom Tisch, während sie krampfhaft überlegte, wie und vor allem wann das passiert sein konnte.
D9 bückte sich und hob es auf. Nach einer kurzen Untersuchung wandte er sich seiner Partnerin zu. "Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann ist dieses Artefakt nicht echt. Es ist ein Duplikat, genau wie das, was man uns im Museum untergejubelt hat. Ich fürchte dieser Han Solo muss ihr Originaltagebuch irgendwann mit dieser Replik ausgetauscht haben."
Die Schmugglerin schüttelte bestimmt den Kopf. "Nein, ich habe wie Luchs auf dieses Teil aufgepasst. Er hatte nicht einmal Gelegenheit an meine Handtasche ranzukommen.", wehrte sie brüsk ab. Dann brach sie ab, als ihr plötzlich etwas einfiel. "Der Kellner!", fluchte sie entsetzt.

"Sir, dort draußen steht ein Kellner von Starlight-Casino.", murmelte Brenan, der sich mittlerweile auch auf dem Falken eingefunden hatte. "Er sagt, sie schulden ihm noch etwas."
Solo gab ein zynisches Grinsen von sich. Noch immer konnte er es nicht fassen, dass die Frau nicht auf seine Verführungskünste hereingefallen war. Im Gegenteil, sie hatte den Spieß auch noch umgedreht. "Wenigstens hat der Teil des Plans geklappt.", knurrte er und rieb sich den schmerzenden Schädel. "Chewie, lass ihn rein.", befahl er dann seinem Freund und zu dem Professor gewandt meinte er: "Ich fürchte wir werden den Etat Ihres Museums noch einmal beanspruchen müssen."
"Wie darf ich das verstehen?", irritiert sah Brenan den Schmuggler an. "Dank Ihrer Hilfe, ist diese Shantra jetzt im Besitz beider Bücher.", ereiferte er sich weiter. "Es war von Anfang an ein Fehler, sich mit Ihnen einzulassen. Sie erhalten keinen einzigen Credit mehr von mir."
"Dann bekommen Sie auch nicht das zweite Tagebuch.", entgegnete Solo kaltschnäuzig und begrüßte dann den Mann, der nun den Raum betrat.
"Es war mir eine Freunde, dir mal wieder einen Gefallen zu tun.", meinte der Fremde und grinste den Schmuggler an. "Du bist immer noch ein geschickter Taschendieb."
"Und deine Ablenkungsmanöver sind immer noch perfekt."
"Zu perfekt, der Besitzer des Starlight-Casinos hätte mich fast rausgeworfen.", erwiderte der Mann kühl. "Ich hoffe das Risiko war es wert und ich erhalte nun meine Entlohnung."
Han nickte. "Der Professor wird das erledigen."
Der Unbekannte lächelte erfreut und hielt einladend die Hand offen.
Brenan schaute Solo perplex an und schien sich widersetzen zu wollen, gab dann aber doch nach. "Wie viel?", stöhnte er nur und holte seine Überweisungseinheit hervor.
?In Anbetracht dessen, dass ich fast gekündigt worden wäre und es sich hier offensichtlich um eine größere Sache handelt, würde ich sagen sind 500 Credits gerechtfertigt.", kam es frech zur Antwort.
Der Museumsdirektor schnappte empört nach Luft.
"Treib es nicht zu weit.", warnte der Corellianer seinen Bekannten.
Dieser drehte sich zu dem Mann um. "Wie du meinst, vielleicht zahlt ja dieser Imperiale besser, der sich nach euch erkundigt hat.", erklärte er mit drohender Stimme.
Brenan wurde blass.
Han fluchte innerlich. Er hatte geahnt, dass das Imperium irgendwann auf den Plan treten würde aber das war ihm entschieden zu schnell. "Zahlen Sie ihn aus.", wandte er sich deshalb an den Professor.
Der Mann nickte und tippte einige Daten in sein Gerät, Sekunden später zog er einen kleinen Chip hervor und reichte diesen an den Kellner weiter. "Hier bitte."
"Vielen Dank.", meinte der Unbekannte übertrieben höflich und wandte sich zum gehen. "Wenn ich Euch noch einen Tipp geben darf. Ich weiß zwar nicht hinter was Ihr her seit aber es muss immens wichtig sein. Dieser Offizier, der mich angesprochen hat, ist Colonel beim ISB und Leute vom Geheimdienst werden nicht wegen jedem Kinkerlitzchen beauftragt."
"Wir werden schon aufpassen.", meinte Solo ironisch, obwohl ihm diese Nachricht gar nicht passte.
"Äh, Captain Solo, gestatten Sie mir eine Frage.", wandte sich Brenan an den Corellianer, nachdem der Fremde gegangen war. "Kann ich Ihren Ausführungen entnehmen, dass Sie zumindest das zweite Tagebuch haben?"
"Ich sagte doch, wenigstens der Teil des Planes hat funktioniert.", entgegnete Han und stand auf, um ins Cockpit zu gehen. Kurze Zeit später kam er zurück, mit einem Gegenstand in der Hand. "Während diese Shantra ihren Unfall mit dem Kellner hatte, habe ich ihr Tagebuch gegen eine Kopie ausgetauscht.", erklärte der Mann. "Und hier haben wir das Original."
Der Wookiee gab ein ziemlich ironisch klingendes Knurren von sich.
"Richtig Chewie, wir sind wieder am Anfang. Wir haben ein Tagebuch und sie hat eins.", übersetzte der Corellianer mit einem sarkastischen Grinsen. "Brenan, Sie sagten doch, dass Sie eigentlich ohne die zweiten Aufzeichnungen auskommen würden. Gilt das auch für die Ersten?"
"Aber natürlich, ich kann sie fast auswendig.", entgegnete der Mann stolz. "Ich habe den größten Teil meines Lebens damit zugebracht sie zu studieren."
"Gut, dann werden wir jetzt auf Schatzsuche gehen, alter Mann.", freute sich der Schmuggler und warf dem Professor das Artefakt zu. "Chewie und ich werden den Falken jetzt startbereit machen, Ihre Aufgabe wird es sein unsere Flugroute zu bestimmen."
Brenan nickte eifrig und beugte sich dann gespannt über das zweite Tagebuch. Endlich hielt er es in Händen. Sein ganzes Leben hatte er von diesem Moment geträumt und nun war es soweit. Mit zittrigen Händen aktivierte er den alten Datenträger.
Solo fuhr derweil die Triebwerke des Millenium Falcon hoch. "Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.", wandte er sich an Chewbacca. ?Das Imperium ist mir schon entschieden zu dicht auf den Fersen."
Der Wookiee nickte und stellte dann eine Frage.
"Ich weiß nicht, diese Shantra ist wirklich gerissen.", antwortete Han. "Ich glaube nicht, dass sie so schnell aufgeben wird." Noch immer ärgerte es ihn, dass er von ihr hereingelegt worden war. Ein gutes hatte die Sache jedoch, ein zweites Mal würde er sie nicht unterschätzen. "Trotzdem denke ich das wir mit ihr fertig werden. Mehr Sorgen macht mir dieser Imperiale, wenn der wirklich zum Geheimdienst gehört, haben wir ziemlich großen Ärger am Hals."
Chewie knurrte eine sarkastische Antwort.
"Du hast recht, eigentlich haben wir immer Ärger am Hals.", erwiderte der Mann trocken. "Trotzdem würde es mich interessieren, um wen es sich bei diesen Geheimdienstypen handelt."
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Annika Skywalker



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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Jul 2005, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

@Ashara: Hm, vielleicht sind seine Freund ja wirklich ein bißchen sehr fies zu Luke ... werde mir die Szene nachher noch einmal in Ruhe durchlesen und Alternativen erwägen.

Deine Story werde ich mir dann auch vornehmen - jetzt besteht die Familie leider auf ihrem Abendessen. Wink
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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Jul 2005, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

@Ashara: Ja es ist meine erste Geschichte. Und ehrlich gesagt, hab ichs einfach hier reinkopiert, denn als ich es schrieb war es spontan Wink also ich nehm die Kritik nicht übel. Ich nehm sie eher mit freuden an, um zu wissen was ich falsch mache.
Und zu meinem Charakter, ich weiß ja das Jedi Rache nicht kennen, aber darum gehts bei mir. Mein Meister ist glaubhaft tod und das will ich nicht einsehen, deshalb möchte ich denjenigen töten, der an dem tod schuld ist. ich bin einfach "blind".
Z.B. Kyle: Er wollte Rache für seinen Vater. Auch Luke, obwohl das im Film nicht so rüber kommt.
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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Jul 2005, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

@Ashara:
Super geschrieben! Die Szenen sind gut ausgearbeitet und die Charaktere kommen wunderbar rüber. Hat wirklich Spaß gemacht, die Story zu lesen. Wie lang ist denn das Gesamtwerk? Stell doch noch mal was hier ein.
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Andrieana



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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Jul 2005, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ashara hat einige Geschichten schon veröffentlicht. Ich muß jetzt aber leider gestehen das ich noch nicht ganz fertig mit dem lesen bin. Irgendwie lande ich doch immer wieder bei den HdR Stories. Aber was ich gelesen habe ist wirklich toll.
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Nomi Darklighter



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BeitragVerfasst am: Do, 28. Jul 2005, 08:20    Titel: Antworten mit Zitat

@ Annika Skywalker

Wenn man von dem Verhalten der Freunde in den Radio Dramas ausgeht, dann paßt es schon, wie Du sie beschreibst. Auch da gehen sie nicht gerade zimperlich mit Wormie um.

@ Ashara

Applause

Und nun wieder eine Geschichte von mir, die ich 1998 geschrieben habe, wo von einem Jedi Zölibat noch keine Rede war. Wink

Abschied

Obwohl durch das offene Fenster die Kühle der tatooinischen Nacht drang, fand der Jedi Ulic Bel-Baal keinen Schlaf. Unruhig wälzte er sich hin und her. Er mußte endlich zu einer Entscheidung kommen. Zuviele Gedanken und Emotionen gingen in seinem Kopf herum, es war ihm nicht möglich zu einem Entschluß zu kommen. Schließlich setzte er sich auf. Sein Blick glitt zu seiner Verlobten Silya Starrider, die friedlich neben ihm lag und schlief. Keine Sorgen störten ihren Schlummer. Das sanfte Mondlicht umschmeichelte ihre regelmäßigen Gesichtszüge. Wie sehr liebte er diese Frau. Seine Liebe zu ihr war nur noch stärker geworden, seit er wußte, daß sie sein Kind in ihrem Leib trug. Gestern hatte er zum ersten Mal die Präsenz des werdenden Lebens in der Macht gespürt. Ganz schwach nur, aber doch unzweifelhaft erkennbar. Silya würde in 8 Standardmonaten seine Tochter gebären. Noch ahnte sie nichts von ihrer Schwangerschaft, denn sie war, im Gegensatz zu ihm, vollkommen machtblind und er hatte ihr nichts davon gesagt. Er lächelte wehmütig bei dem Gedanken, daß seine Tochter, trotz der Machtblindheit ihrer Mutter, eine Jedi sein würde. Wie sehr hatte er sich ein Kind gewünscht und nun, wo ihm sein sehnlichster Wunsch erfüllt wurde, mußte er fort. Er hatte bei genauerem Nachdenken keine andere Wahl. Der frühere Senator Palpatine hatte sich zum Ende der Klonkriege zum Imperator ausrufen lassen. Kaum hatte er die Macht an sich gerissen, begann er systematisch mit der Verfolgung und Vernichtung der Jedi. Er haßte und verabscheute die Hüter des Friedens und der Gerechtigkeit in der Galaxis abgrundtief. Sein williger Handlanger und Vollstrecker war ein ehemaliger Jedi namens Darth Vader. Soviele Jedi waren ihm schon zum Opfer gefallen. Es gab keine Möglichkeit sich vor ihm zu verbergen. Vor zwei Standardwochen hatte Vader Ulic auf diesem entfernten Planeten im Outer Rim aufgespürt. Und dabei hatte er sich hier, so weit weg von den Kerngebieten, sicher gefühlt. Doch diese Sicherheit war, wie er mit Entsetzen feststellen mußte, trügerisch. Vader stellte ihn vor die Alternative, sich entweder der Dunklen Seite der Macht hinzugeben oder auf der Stelle getötet zu werden. Er war nur ein schwacher Mensch und willigte ein, sich in den Wegen der Dunklen Seite unterweisen zu lassen. Er hoffte, sich später von dem dunklen Pfad den er betreten würde wieder abwenden zu können. Als er erkannte, daß es für ihn kein Zurück mehr geben würde, war es bereits zu spät. Noch war nicht alles, was einst gut in ihm war, durch Vaders Training abgetötet worden, doch der Zeitpunkt war nicht mehr fern, wo ihm Liebe, Freundschaft und Vertrauen nichts mehr bedeuten würden. Nachdenklich sah er auf die Frau, die sein Kind gebären würde. Bis jetzt war es ihm gelungen, diesen Punkt in seinem Bewußtsein vor dem tastenden Suchen Vaders abzuschirmen. Doch wie lange noch würde es ihm gelingen, wenn er immer tiefer in die Abgründe der Dunklen Seite hinabstieg? Es gab keinen anderen Ausweg. Um Silya und seine ungeborene Tochter zu schützen, mußte er gehen, ehe es zu spät war. Gestern hatte er mit seinem Freund Jula Darklighter gesprochen und ihn gebeten, sich um Silya und das Kind zu kümmern, falls ihm etwas zustoßen sollte. Er spürte, wie ihm Tränen das Gesicht hinabliefen und auf seine Hände tropften. Die Qual zerriß ihm fast das Herz, doch bald würde er solche Emotionen nicht mehr haben. Er würde dann genauso seelenlos wie Lord Vader sein. Ulic schauderte bei dem Gedanken. Er erhob sich und zog seine Kleidung an. Es war besser, wenn er jetzt gleich ging, ehe Silya erwachte. Wenn sie ihn bitten würde zu bleiben, würde er nicht mehr die Kraft dazu haben und sie und sein Kind ins Verderben reißen. Leise ging er in den Wohnraum und schrieb hastig eine kurze Nachricht auf das dort liegende Datapad, in der er Silya mitteilte, daß er plötzlich zu seiner Einheit abkommandiert wurde und nicht bis zum Morgen warten konnte. Dann ging er noch einmal in den Schlafraum. Liebevoll glitten seine Blicke über die im Mondlicht gebadete Gestalt seiner Verlobten. Er seufzte bei der Erinnerung daran, wie oft sie sich in diesem Bett geliebt hatten. Dann wandte er sich ab und ging. Es war ein Abschied für immer.
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BeitragVerfasst am: Do, 28. Jul 2005, 10:32    Titel: Antworten mit Zitat

@ Ashara: Dickes, fettes Lob! So eine Geschichte mit all den Plänen die schiefgehen und klappen, das ist echt voll cool! Wie sind die dir entsprungen? hast du einen Besuch beim Ideen-Quell hinter dir oder was? Immer weiter so!!!!! Applause Applause Applause vielleicht kannst du ja auch noch mehr von dir hier reinstellen!

@all: Meine Story klingt beim nochmal durchlesen ein wenig dämlich, da muss ich noch ein paar Kleinigkeiten ändern, Ich habe jetzt erstmal einen ganzen Part nochmal entfernt, ein, zwei Charaktere umbenannt (hab mich da bei einem sogar nach dem Lateinischen Orientiert) und einen Gag angefangen, also nicht gleich auf die Palme springen, wenn ihr auf diese eine total unlogische Sache stößt, der Witz kommt noch
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BeitragVerfasst am: Do, 28. Jul 2005, 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

@Nomi: Wundervolle Geschichte. Da gibt es überhaupt nix zu meckern, sondern nur zu loben!!! Bitte mehr solcher Storys einstellen!Applause Applause

@alle die hier so herrliche Geschichten einstellen:

Wenn es auch ein unmögliches Projekt ist, etwas gemeinsam zu schreiben, so besteht doch vielleicht die Chance, alle Storys mal in einer Art "Sammelband" zusammenzustellen und irgendwo als Download oder so anzubieten. Was meint ihr?
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Jetzt lege ich mal wieder einen Teil meiner Geschichte um Eliza und Luke nach.
Der Text gehört in mein Gesamtwerk, das ja mit Lukes erster großer Liebe anfängt (siehe weiter vorne). Mein Heldin Eliza kehrt nach dem Abschied von Luke zu ihrem Vater auf den Planeten Sardon zurück und erfährt dort mehr von diesem zu seiner Vergangenheit, die einige Überraschungen enthält.
Also, hier geht es los:

Nach einer weichen Landung auf dem Sardon begab sich Eliza mit den übrigen Passagieren nach draußen in den Hangar. Ein schlanker, gutaussehender Mann, der etwa Ende 30 sein mochte, mit dunkelgrauem Haar und ebensolchen Augen wartet dort bereits ungeduldig auf sie. Jetzt hatte er sie in der Menge endlich entdeckt.
„Eliza!“
„Dad!“
Die junge Frau rannte die Rampe hinunter und ließ sich in seine ausgebreiteten Arme fallen. Der Vater drückte seine Tochter überglücklich an sich und strich ihr über das wirr herunterhängende Haar. „Endlich habe ich dich wieder bei mir. Ich habe dich sehr vermisst, Kleines. Wir haben uns in den vergangenen Jahren viel zu wenig gesehen“, gab er zu, „aber das wird jetzt anders.“
Er ließ sie los, trat einen Schritt zurück und ihm fiel mit einem Mal auf, dass aus seinem kleinen Mädchen seit ihrer letzten Begegnung eine junge Frau geworden war.
„Noch schöner bist du geworden“, bemerkte er bewundernd. „Ich werde wohl aufpassen müssen, dass dich mir nicht der erstbeste junge Mann gleich wieder von hier entführt“, scherzte er.
Elizas Gesicht wurde bei diesen Worten traurig und ihre Augen füllten sich mit Tränen. Keemun Milton sah es und fragte sich, was er Falsches gesagt hatte. Der Raumflughafen war jedoch nicht die passende Umgebung für eine persönliche Unterhaltung von Vater zu Tochter und so beschloss er, nachher in seinen Privaträumen das Thema zur Sprache zu bringen. Für den Moment ignorierte er, was er sah, legte seinen Arm um Elizas Schultern und ging mit ihr zu seinem Shuttle, das sie zur Residenz bringen würde.
„So, und nun erzähle mir von deinen letzten ‚Abenteuern’ auf der Akademie – wie war das doch noch gleich mit dem umprogrammierten Jäger?“
„Dad, woher weißt du denn überhaupt davon?“ Eliza sah ihren Vater erschrocken an und vergaß darüber für einen Moment ganz ihren Liebeskummer.
„Nun, lass es mich so ausdrücken - ich habe gute Kontakte auf der Akademie.“ Er grinste und war froh zu sehen, dass die Tränen aus Elizas Augen wenigstens für einen Augenblick verschwunden waren.
„Und jetzt erzähl’ schon, Tochter. Ich möchte die ganze Geschichte aus deiner Sicht hören – einschließlich des Alibis, das Biggs dir gegeben hat.“
„Dad, ich muss schon sagen, du bist ganz schön neugierig. Die Sache mit dem Alibi ist meine Privatsache, okay?“ Da sie ein Grinsen auf ihr Gesicht zauberte, wusste Gouverneur Milton, dass er sie von ihrem Kummer, was auch immer es sein mochte, abgelenkt hatte. Er nahm ihr Gepäck und gemeinsam gingen sie zu dem wartenden Shuttle.

Das Shuttle hielt nach einem kurzen Flug vor der Residenz des Gouverneurs, und Eliza und ihr Vater stiegen aus und gingen unter dem Begleitschutz von einigen Wachen die breite, repräsentative Treppe hinauf. Das Gebäude war aus hellem Sandstein erbaut und verdiente wirklich die Bezeichnung Palast. Er war äußerst kunstvoll von seinen Erbauern mit zahlreichen Ornamenten und Symbolen aus der Sardonischen Kultur verziert worden. Türme mit Zinnen ließen es wie eine Burg wirken. Rund um die Residenz erstreckten sich zahlreiche Gärten, die in verschiedenen Stilrichtungen angelegt waren und von üppigen Blumen in vielen Farben und bizarr geformten Bäumen und Sträuchern beherrscht wurden. Skulpturen und kleine Gebäude, die symetrisch auf dem Areal verteilt waren, ergänzten die Pflanzenarrangements perfekt zu einer Idylle. Das einzige, was nicht hierher zu passen schien, waren die Wachtruppen, die um die Residenz des Gouverneurs herum patrouillierten.

Der Gouverneur und seine Tochter betraten das Gebäude durch den Haupteingang und wurden von der Leibgarde bis zu ihren Privaträumen geführt. Dann bezogen die Wachen vor der Tür ihre Posten.

Keemun Milton nahm aus seiner Tasche eine kleine Kugel, aktivierte sie und wartete auf das Ergebnis des Scans. Nach einigen Sekunden gab das Gerät grünes Licht. Er drückte einen zweiten Knopf an der Kugel und aktivierte damit zusätzlich das Abschirmsystem. Nun würden sie ungestört miteinander sprechen können.

Der Gouverneur sah seine Tochter forschend an. Irgend etwas stimmte nicht mir ihr. Wenn sie sonst den Sardon besucht hatte, war sie fröhlich und lebhaft gewesen, hatte ihm von ihren „Abenteuern“ auf der Akademie, ihren Freunden und ihren Plänen für die Zukunft erzählt und hatte sich immer sehr für die neuen Stücke der umfangreichen Sammlung von Skulpturen und Möbelstücken in seinen Privaträumen interessiert. Jetzt stand sie schon fünf Minuten am Fenster, ohne ein Wort zu sagen, ohne sich zu bewegen und ihr Kopf war leicht gesenkt, so als trauere sie um etwas oder jemanden. Gouverneur Milton machte für den Bruchteil einer Sekunde von seinen verborgenen Fähigkeiten Gebrauch und die Macht offenbarte ihm ihre Gedanken und damit ihren Kummer.

„Nun, Kleines, willst du dich nicht zu mir setzen?“ Er bot ihr mit einer einladenden Geste einen Platz neben sich auf dem bequemen Sofa an. Sie hob den Kopf, drehte sich um zu ihm und nickte.
Als sie sich gesetzt hatte, fragte er: „Wo drückt der Schuh? Irgend etwas stimmt doch nicht und wenn du mir sagst, was es ist, werde ich versuchen, dir zu helfen.“
Er machte eine Pause, um ihr Gelegenheit zum Antworten zu geben. Die verlegene Röte in ihrem Gesicht bemerkte er mit einem innerlichen Schmunzeln. Sein kleines Mädchen war nun wirklich erwachsen geworden – in allen Beziehungen. „Wenn du nicht willst, brauchst du es mir natürlich nicht zu sagen“, meinte er freundlich.

Eliza kämpfte sekundenlang mit sich selbst. Eigentlich war sie sich ziemlich sicher, dass ihr Vater ahnte, was in ihrem Kopf vorging. Er wusste oft Dinge, die er eigentlich gar nicht wissen konnte oder die noch gar nicht geschehen waren.
„Ich glaube, du weißt schon ganz genau, was mit mir los ist.“ Tränen liefen ihr ganz plötzlich übers Gesicht. Sie hatte sie gar nicht bemerkt.
„Ja, Eliza, ich weiß es. Es tut mir leid, dass ich deine Gedanken gelesen habe – ich sollte das nicht tun. Bitte verzeih’ mir. Ich habe mir Sorgen um dich gemacht. Du wirkst so unendlich traurig. Das kenne ich gar nicht von dir.“
Er hielt inne und blickte nachdenklich zum Fenster. „Ich weiß, was du fühlst. Ich habe es selbst erlebt - vor langer Zeit. Liebe ist nicht nur schön, sondern kann auch weh tun. Es ist nicht immer einfach zu lieben, und es hängen viele Entscheidungen damit zusammen, von denen man nie weiß, ob sie richtig sind. Manchmal ist es richtig, spontan zu handeln, manchmal der falsche Weg. Ob der andere Weg besser gewesen wäre, als der, den man gewählt hat, erfährt man, wenn überhaupt, leider zu spät.“ Seine Stimme klang irgendwie traurig und leer. Eliza vergaß für einen Moment ihren eigenen Schmerz. Der Vater stand mit undurchdringlichem Gesicht auf, ging zum Fenster, an dem sie vor wenigen Minuten noch selbst gestanden hatte und blickte hinaus in einen der Gärten. Er schien sich mit seinen Gedanken nicht in diesem Raum, nicht einmal in dieser Dimension zu befinden. Sie empfing seltsame Schwingungen, die sie nicht deuten konnte. „Vater, was ist mit dir?“


Keemun Miltons Geschichte

Er hatte ihr seit langer Zeit etwas sagen wollen und fand nun, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war, ihr seine eigene, wahre Lebensgeschichte und die ihrer Herkunft zu erzählen.

„Du hast so viel von deiner Mutter, Eliza. Sie sah genauso aus wie du“, stellte er bewundernd fest. ‚Meine Mutter’, dachte Eliza, und es schmerzte sie tief in ihrem Herzen, dass sie so wenig von ihr wusste, ‚ich habe sie nie gesehen. Wo magst sie nur sein?’
Auf Terta, wo sie selbst bei den Großeltern aufgewachsen war, hatte einmal jemand behauptet, sie sei die Tochter einer einflussreichen Familie auf der kleinen Welt Ephine, einem Planeten am Rande der Galaxis. Aber Elizas Großeltern hatten es abgestritten und auch keine weiteren Fragen ihrer Enkelin zu diesem Thema beantwortet. Auch ihr Vater hatte bei seinen seltenen Besuchen nie mit ihr über ihre Mutter sprechen wollen. Er hatte immer nur gesagt, dass zu viele Erinnerungen damit verbunden seien. Da er aber jetzt selbst dieses Thema angeschnitten hatte, hoffte Eliza, heute etwas mehr zu erfahren.
„Vater, ich würde gerne mehr über meine Mutter wissen – wer sie war, wie sie aussah, warum sie nicht bei uns ist.“ Sie wartete ängstlich, aber geduldig auf seine Reaktion. Einige Sekunden vergingen, bis er antwortete.
Keemun Milton setzte sich auf das Sofa ihr gegenüber. „Es ist eine ziemlich lange Geschichte, die ich dir zu erzählen habe.“

Er faltete seine Hände im Schoß, holte tief Luft und sah seiner Tochter in die Augen. „Ich glaube, du hast ein Recht die Wahrheit zu erfahren, auch wenn mich die Erinnerung immer noch quält“, begann er in ruhigem Tonfall. „Ich war vor über zwei Jahrzehnten ein Mitglied des Jedi-Ordens, und es war mir daher verboten, eine Liebesbeziehung zu haben. Als ich jedoch bei einer Mission auf Ephine das junge Mädchen Shadee traf, da war es um mich geschehen. Ich wat 18 Jahre alt, hatte mein ganzes Leben bei den Jedi im Tempel und auf irgendwelchen Missionen in der Galaxis verbracht, aber von dem ganz normalen Leben einschließlich der Liebe zwischen Mann und Frau, hatte ich so gut wie keine Ahnung. Doch als ich deine Mutter kennen lernte, offenbarte sich mir die Liebe ganz plötzlich wie von selbst und ich erkannte, was mir tief in meinem Herzen all die Jahre hindurch gefehlt hatte.
Ich verbannte alle Grundsätze und moralischen Lehren der Jedi für einige Wochen völlig aus meinen Gedanken und gab mich der Liebe zu deiner Mutter ganz hin. Ich dachte ernsthaft daran, aus dem Orden auszutreten, falls sie mich nicht von selbst hinauswerfen würden, wenn sie von meinem Fehltritt erführen.“
Keemun Milton machte eine kurze Pause und blickte zum Fenster.
„Und was geschah dann?“ fragte Eliza leise. Sie hatte Angst, er würde nicht weitersprechen. Er seufzte kurz und erzählte weiter: „Shadee wurde mit dir schwanger. Es war für uns beide einerseits ein großes Glück, andererseits ein großes Problem. Ich würde nun wirklich den Jedi-Orden verlassen müssen und deine Mutter würde ihrer Familie von unserer Liebe und von dir beichten müssen. Ihre Familie hatte einer alten Tradition zufolge deiner Mutter schon bei der Geburt einen Ehemann ausgesucht und diesem versprochen, und die Familie hätte ihr diesen, hm, ‚Ausrutscher’ daher niemals verziehen. Es hätte für sie eine große Schande und den gesellschaftlichen Abstieg bedeutet. Kurzum, es war alles sehr viel komplizierter, als wir uns das zu Beginn unserer Beziehung ausgemalt hatten. Was für andere Menschen normal war, war für uns gelinde gesagt eine einzige Katastrophe. Wir hätten um unserer eigenes Glück leben zu können vielen anderen Menschen Kummer bereiten und gegen Traditionen verstoßen müssen.“
Elizas Vater atmete tief durch, um seine Gefühle unter Kontrolle zu halten. Die Erinnerung an seine Liebesbeziehung zu Shadee durchbohrte sein Herz auch nach 20 Jahren noch wie ein Dolch.
Seine Tochter sah ihn erwartungsvoll an. In ihren Augen spiegelte sich Anteilnahme wieder.
„Wir beschlossen letztendlich, dass es das Beste für alle Beteiligten sei, das Ganze zu .... vertuschen. Ich würde nach Coruscant zum Orden zurückkehren und darauf hoffen, dass niemand dort etwas von meiner Liebe und ihren Folgen erfahren hatte. Deine Mutter wollte für einige Zeit eine gute, vertrauensvolle Freundin auf einem entfernten Planeten besuchen, dich dort zur Welt bringen und dann in die Obhut meiner Eltern auf Terta geben. Anschließend würde sie zu ihrer Familie zurückkehren, um deren Tradition entsprechend weiterzuleben. Wir waren der Ansicht, dass es so für wirklich alle Beteiligten der beste Weg sei, auch wenn wir beide selbst darunter zu leiden hatten.“

Er sah Eliza in die Augen, um dort in Erfahrung zu bringen, ob sie selbst auch glaubte, dass ihre Eltern die richtige Entscheidung getroffen hatten – er hoffte inständig, in ihrem Blick keinen Groll oder gar Hass zu finden. Er und Shadee hatten beide damals unter großem moralischem Druck gestanden und hatten wirklich nur die beste Lösung gewollt, die allen am wenigsten Kummer und Schmerz bereiten würde.

„Vater, dann lebt Mutter also noch?“ Hoffnung und Freude schwangen in ihrer Stimme bei dieser leise hervorgebrachten Frage mit. Er atmete wieder tief durch, bevor er ihr die Wahrheit sagte: „Nein, mein Schatz, nein, leider nicht. Als sie dich zu deinen Großeltern nach Terta gebracht hatte und zu ihren Eltern zurückkehrte, geschah ein Unglück.“
„Hatte sie einen Unfall? Bitte, Vater, sag es mir“, flehte Eliza, der Tränen in die Augen stiegen, als hätte sie eine Vorahnung, was er ihr jetzt sagen würde.
„Nein, kein Unfall, Eliza.“ Er schluckte und kämpfte auch nach so vielen Jahren noch mit den Tränen, als er sich an die Ereignisse erinnern musste. „Ihre Familie hatte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen von unserer Beziehung und ihren Folgen erfahren, und als deine Mutter in ihr Elternhaus zurückkehrte, da war es schon beschlossene Sache, diese ‚Schande’ nach Art des Familienclans zu beseitigen.“
„Vater, was genau meinst du damit? Was haben sie getan?“ Eliza konnte in seinen Gedanken die Antwort lesen, aber sie konnte, nein besser: sie wollte es nicht glauben, bevor sie es nicht aus seinem Mund gehörte hatte.
Keemun Milton stand auf und ging zum Fenster, um in die Gärten zu schauen, in deren Anblick er Trost erhoffte für seine von schrecklichen Erinnerungen gequälte Seele.
„Vater, bitte sag es mir!“ flehte Eliza mit Tränen in der Stimme. Er schluckte, starrte wie gebannt aus dem Fenster und antwortete schließlich mit gepresster Stimme: „Sie haben sie getötet. Sie haben ihre eigene Tochter ermordet, um die Familienehre zu retten.“

Er konnte nun, da das Schreckliche ausgesprochen war, die Tränen nicht mehr zurückhalten.
„Dad, nein – nein, das kann ich einfach nicht glauben – so etwas ist doch unmöglich. Wer könnte so etwas tun?“ Eliza rang um Fassung, versuchte das Gehörte mit ihrem Verstand zu verarbeiten, aber die Worte hatten sich schon tief in ihre Seele eingebrannt und loderten wie Feuer.
„Ich glaube das einfach nicht“, wiederholte sie noch einmal unter Tränen.

Ihr Vater schluckte und sagte dann leise: „Das Schlimmste für mich war, dass ich nicht da war, um sie zu beschützen. Hätte ich sie nicht alleine nach Ephine zurückkehren lassen, sondern wäre mit ihr gegangen und hätte zu meiner Verantwortung ihr und dir gegenüber gestanden, dann hätte ich sie vielleicht retten können. Ich hatte von den Jedi alle Fähigkeiten dazu erlernt, Personen zu schützen und zu retten, aber ich war nicht bei ihr.“ Er drehte sich langsam zu seiner Tochter um, die mit tränenüberströmtem Gesicht in sich zusammengesunken auf dem Sofa saß. „Es hat mir das Herz gebrochen, dass ich nicht bei ihr war, als sie mich am meisten gebraucht hätte.“

Eliza sprang vom Sofa auf und lief zu ihm, warf sich ihm schluchzend in die Arme. Nach einigen Sekunden hatte Keemun Milton sich soweit in der Gewalt, dass er auch den Rest der Geschichte erzählen konnte.
„Ihre Familie schickte die Mitteilung von ihrem Tod ‚um der Ehre Willen’ an Meister Yoda in den Jedi-Tempel. Sie hatten sicher die Absicht, meinen Ausschluss aus dem Orden zu bewirken und damit auch meine Zukunft und mein Leben zu zerstören. Aber das war gar nicht mehr nötig. Ich trat freiwillig aus dem Orden aus. Der Jedi-Rat hatte zwar mir freigestellt, weiterhin ein Mitglied des Ordens zu sein und wollte großzügig über meinen Fehltritt hinweg sehen, aber ich sah für mich in diesem Orden einfach keine Zukunft. Wie konnte ich im Dienste des Friedens Hunderte von mir völlig fremden Wesen retten, wenn ich dafür die Menschen opfern musste, die mir am nächsten standen, wenn ich nicht bei ihnen sein durfte, um sie zu beschützen?! Das ergab für mich nach dem Tod von Shadee einfach keinen Sinn mehr und daher verließ ich den Orden und begann ein neues Leben mit einer neuen Identität.“

„Mit einer neuen Identität?“ Eliza verstand nicht so recht, was er damit meinte. Sie löste sich aus seinen Armen und setzte sich wieder aufs Sofa.
„Siehst du, Eliza, wenige Monate nach meiner persönlichen Tragödie, zerbrach die Republik, das Imperium wurde ausgerufen und die Jedi wurden geächtet und vernichtet. Ich hatte mich zwar vom Orden losgesagt, aber man hätte mich sicher trotzdem wie alle anderen Jedi verfolgt und getötet. Also musste ich untertauchen.“
„Aber wenn es stimmt und das Imperium alle Jedi vernichten wollte, wieso bist du dann in seine Dienste getreten? Das ergibt für mich keinen Sinn und grenzt zudem an Selbstmord.“
Eliza war völlig verwirrt von all dem, was sie in den letzten Minuten erfahren hatte. Der Gouverneur lächelte beruhigend und erklärte: „Nun, eine meiner besonderen ‚Gaben’ ist es, dass ich die Macht in mir verbergen kann, so dass kein anderer sie so leicht entdeckt. Zudem hatte ich sehr gute Beziehungen zu einem einflussreichen imperialen Vertrauensmann, der mir noch etwas schuldig war und der auch das ein oder andere Geheimnis in sich trug, von dem ich Kenntnis hatte. Er verhalf mir formal zu einer neuen Identität. Einige plastisch-chirurgische Anpassungen meines Aussehens waren ebenfalls hilfreich. Und da ich mich dem Imperium loyal ergeben zeigte und mich an die neuen Spielregeln hielt, konnte ich es bis zum Gouverneur bringen. Nicht ganz der klassische Werdegang, das gebe ich zu, aber in diesen Zeiten der beste Weg, den man gehen konnte – direkt ins Herz des Feindes, denn dort wird er am wenigsten suchen.“
„Aber Daddy, ich verstehe das alles trotzdem nicht – hast du deine Jedi-Ideale so schnell verraten – für das Imperium?“ Sie sah ihm in die Augen und hoffte darin die Wahrheit zu sehen.
„Verstehe mich richtig, mein Kind, ich habe nichts gegen die Jedi, ich bin nicht ihr Feind geworden und ich habe mich auch nicht der dunklen Seite der Macht zugewandt, wie einige andere, die dem Orden den Rücken kehrten. Was die Jedi an Gutem vollbracht haben ist und bleibt einzigartig und bewundernswert. Ohne den Orden hätte es die Republik und den Frieden nicht so viele Jahrtausende gegeben. Ich habe mich abgewandt, weil sich der Rat der Jedi und seine Mitglieder zu lange und zu sehr an uralten Verhaltensregeln festgehalten haben und einfach nicht mit der Zeit gegangen sind.“
„Aber warum bist du gerade in die Dienste des Imperiums eingetreten?“
„Man muss dann kämpfen, wenn die Zeit dafür reif ist, Eliza. Und bis dieser Zeitpunkt kommen würde, wollte ich, nun sagen wir, beobachten, mit den Wölfen heulen und auf die passende Gelegenheit warten, denn wir leben in gefährlichen Zeiten, in denen man mit den alten Tugenden Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Anstand nicht überleben kann.“

Er hielt kurz inne, fuhr dann aber fort: „Außerdem brauchten einige meiner alten Freunde einen vertrauenswürdigen Kontaktmann in einer einflussreichen Position und wenn die Zeit reif ist, dann werden die Dinge in der Galaxis hoffentlich wieder ins Gleichgewicht kommen.“ Er drehte sich zum Fenster und sah hinaus. „Im Übrigen wirst du feststellen, dass es den Völkern, die unter meiner Verantwortung stehen, wesentlich besser ergeht als den meisten anderen. Man kann sich nicht nur mit Terror Respekt und Einfluss verschaffen – es gibt Alternativen.“
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So, jetzt mal ran an die Kritik - bitte melden, wenn etwas unlogisch ist. Beim Schreiben werde ich hin und wieder "betriebsblind" und im EU kenne ich mich auch nicht toll aus. Da kann es schon mal zu unbeabsichtigten Fehlern kommen.
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Ashara



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BeitragVerfasst am: Do, 28. Jul 2005, 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

@ all
Danke Embarassed .
Gerade in Bezug auf Han Solo habe ich immer befürchtet, dass ich ihn in diesem Part zu sehr als Weiberhelden beschrieben habe. Allerdings spielt diese Geschichte ja auch, bevor er Leia kennenlernt und ein braver Ehemann wird Wink .

Was die Story an sich angeht, so ist es meine längste SW Story und umfasst ca. 100 DIN-A4 Seiten (Ihr wisst ja, ich und kurze Storys Embarassed ). Wer sie gerne komplett lesen möchte, dem kann ich ja die Story zusenden. Einfach eine PN an mich senden.
Alternativ kann ich natürlich auch ausgewählte Parts hier reinposten.

Und um noch mal kurz was zu der Veröffentlichung zu sagen. Wie Andrieana das schrieb, hörte es sich fast so an, als ob ein Verlag dies gedruckt hätte. Dies ist natürlich nicht so, ich habe meine Storys einfach bei Fanfiktion.de hochgeladen, bzw. sie stehen auf einer Fanfiktion-Seite. So gut bin ich dann doch nicht. Wink .

Die Idee mit der Geschichtensammlung von Forenmitgliedern finde ich prinzipiell nicht schlecht, ich könnte für dieses Projekt auch einen entsprechenden Platz auf unserer (leider immer noch nicht fertigen) Homepage anbieten.
Problem ist halt, sie ist noch nicht fertig und jetzt im Sommer habe ich auch keine Lust dran zu arbeiten. Man müsste sich also ein wenig gedulden *ähm*.
Alternativ gibt es natürlich schon Seiten, auf denen Fanfiktion angeboten wird, z.B.:
http://people.freenet.de/dairyu/
Dort befindet sich z.B. auch ein Teil meiner Geschichten.

@ Master of the force
Was meine Ideen anbetrifft. Ich habe wohl ein ziemlich krankes Gehirn, irgendwie fällt mir andauernd etwas verrücktes ein Mr. Green .
In diesem Fall war es einfach so, dass sowohl Han, als auch Ashara als Charaktere von sich selbst ziemlich überzeugt sind und dies habe ich gnadenlos ausgenutzt und so hat jeder sein Fett weggekriegt Smile

Was Deine Geschichte angeht, habe ich da etwas übersehen oder hast Du sie noch nicht gepostet? (Kann gut sein, dass ich mal wieder Tomaten auf beide Augen hatte.)

Übrigens halte ich es mittlerweile auch so, dass ich richtiggehend nach Namen suche, die zum Charakter passen könnten. Im Internet habe ich eine nette Seite mit Vornamen gefunden, bei denen auch die Bedeutung dahinter steht.

@ all die heute neue Geschichten gepostet haben
Ich werde sie noch durchlesen, schaffe es aber jetzt nicht mehr, da sich meine Mittagspause dem Ende zuneigt Sad
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Don't blink! Don't even blink. Blink and you're dead. aus Dr. Who
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Nomi Darklighter



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BeitragVerfasst am: Do, 28. Jul 2005, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

@ Annika Skywalker

Vielen Dank für Dein Lob. Noch mehr Stories? Hm, die gehen mir jetzt so langsam aber sicher aus. Und ein oder zwei kann ich jetzt nach den Prequels total vergessen. Aber ich denke, ich setze sie doch noch hier rein. Nun zu Deiner Geschichte. Wink Sie ist wunderbar geschrieben. Ob es Konflikte mit dem EU gibt, ist mir bei Fan Fiction ziemlich egal. Deine Story ist interessant und ich mag, was ich bisher gelesen habe.

@ Ashara

Könntest Du den Link zu dieser Vornamenseite mal posten? Du weißt, ich bin auch immer auf der Suche nach guten Namen.

Und nun kommt eine von den Geschichten, die ich lange vor den Prequels geschrieben habe, in denen mir GL nun gezeigt hat, dass alles ganz anders war Shocked. Aber vielleicht gefällt Euch die Story trotzdem ein wenig:

Die Verwandlung

Anakin Skywalker kam nach dem tiefen Fall langsam wieder zu sich. Wie konnte es nur geschehen, daß ihn Obi-Wan besiegt hat? Er hatte sich so stark und siegessicher gefühlt. Die Dunkle Seite war doch um so vieles stärker als die Helle Seite. Ihm ist unerträglich heiß. Fast ist ihm, als ob sein ganzer Körper in Flammen steht. Plötzlich wird ihm bewußt, daß sein Körper tatsächlich brennt. Der süßliche Geruch seines eigenen brennenden Fleisches dringt ihm in die Nase. Da erinnert er sich. Der Krater - er ist in einen Krater mit glühender Lava gestürzt. Ein Gedanke formt sich in seinem Kopf: "Du mußt hier raus, sonst wirst Du sterben." Anakin versucht verzweifelt Zugriff zur Macht zu bekommen - nichts. Die Schmerzen werden unerträglich. Fast verliert er das Bewußtsein. Anakin mobilisiert alle Reserven. Auf allen Vieren kriecht er zum Rand des Kraters, um dem flammenden Inferno zu entkommen. Er spürt, wie sich sein verbranntes Fleisch in Fetzen von den Knochen löst. Nach wenigen Metern verläßt ihn die Kraft, aber er hat es wenigstens geschafft aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu kommen. Anakin kann kaum atmen. Jeder Atemzug brennt in seinen Lungen wie Feuer. Er will seine Qual hinausschreien, doch aus seiner ausgedörrten, verbrannten Kehle kommt kein Laut. Ein unbändiger Lebenswille läßt ihn schließlich trotz der kaum zu ertragenden Schmerzen weiterkriechen. Er fokusiert sein gesamtes Denken auf den erlöschenden Funken Leben in seinem Inneren und auf den lodernden Haß, den er gegen Obi-Wan, seinen Jedi-Meister, hat. Da, endlich - die Macht. Er spürt sie ganz deutlich. Ja, fast kann er sie sehen. Verführerisch winkt sie ihm. Es ist die Dunkle Seite, die ihm zu Hilfe kommt. Trotz seiner Schmerzen lächelt er. Auf die Dunkle Seite ist Verlaß. Wie einen alten Freund heißt Anakin Skywalker sie willkommen und läßt sich von ihr vereinnahmen. Der Weg erscheint ihm unendlich und mehrmals verliert er vor Schmerzen das Bewußtsein. Doch die Energien der Dunklen Seite geben ihm immer wieder neue Kraft. Schließlich hat er es geschafft. Erschöpft bleibt er am Rand des Kraters liegen. Von Obi-Wan fehlt jede Spur. Er hatte seinen Schüler, mit der Gewißheit, daß dieser sterben würde, allein gelassen. Anakin versucht seine unerträglichen Schmerzen mit Hilfe der Macht zu lindern, doch es gelingt ihm nur teilweise. Zu schwer sind seine Verletzungen, die er durch die glühende Lava erlitten hat. Schließlich fällt er in einen Schlaf, der mehr einer tiefen Bewußtlosigkeit ähnelt, aus der es vielleicht kein Erwachen mehr gibt.
Stormtrooper nähern sich der Stelle, an der das, was einst Anakin Skywalker war, liegt. Der Commander spricht in das Comlink in seinem weißen Helm: "Wir haben ihn gefunden, Sir. Er liegt genau an der Stelle, die der Imperator beschrieben hat." Er lauscht auf die Antwort seines vorgesetzten Offiziers. Dann erwidert er auf eine Frage: "Ja, er ist noch am Leben. Einfach unfaßbar, daß der Mann noch lebt, Sir." Vorsichtig heben die Stormtrooper Anakins verbrannten Leib auf eine Repulsortrage und bringen ihn in ein Shuttle. Nach einem kurzen Flug dockt das Shuttle in der Landebucht des persönlichen Raumkreuzers des Imperators an. Sofort wird Anakin in die Medi-Sektion des Schiffes gebracht, wo seine Verletzungen behandelt werden. Doch alle ärztliche Kunst kann es nicht verhindern, daß tiefe Narben auf Körper und Seele zurückbleiben werden. Anakin ist für den Rest seines Lebens dazu verurteilt, eine lebenserhaltende Rüstung zu tragen. Sein entstelltes Haupt wird für immer den Blicken der Menschen durch einen schwarzen Helm mit einer Atemmaske, die sein Gesicht verbirgt, entzogen sein. Er hat einen hohen Preis bezahlt, doch der Lohn wird unvorstellbare Macht sein. Der Imperator steht an Anakins Krankenlager und blickt mit kalten, gelben Augen auf das, was von seinem Weggefährten übrig geblieben war. Ja, der ehemalige Senator Palpatine ist zufrieden. Vor ihm liegt das Ausgangsmaterial, das er nun nach seinen Wünschen formen kann. Der Keim war schon vor dem Kampf mit Obi-Wan und seinen schrecklichen Folgen gelegt worden. Nun würde der Imperator Anakin immer weiter den dunklen Pfad hinabführen, von dem es kein Zurück mehr gibt, wenn er einmal beschritten ist. Ein verächtliches Grinsen verzerrt seine vom Gebrauch der Dunklen Seite zerfressenen Gesichtszüge. Der schwache und leicht zu beeinflussende Anakin Skywalker war in der glühenden Lava des Vulkans gestorben, um seinem Geschöpf Darth Vader das Leben zu geben. Sowie Vader genesen sein würde, würde er mit seiner weiteren Ausbildung beginnen. Palpatine war seinem Ziel, die ihm verhaßten Jedi zu vernichten, einen bedeutenden Schritt näher gekommen. In Lord Darth Vader würde er das perfekte Werkzeug haben
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BeitragVerfasst am: Do, 28. Jul 2005, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Mann, hier werden so schnell Geschichten gepostet, da kommt man gar nicht mit Lesen nach Shocked Wink

Also Annikas Geschichte
Was soll ich sagen, einfach superb. Die Charaktere kommen super rüber und wirken einfach echt. Elizas Vater ist wirklich nicht zu beneiden und es ist gut nachvollziehbar wieso er seiner Tochter bisher nie die Wahrheit erzählt hat. Um so mehr kann man nun Elizas Verhalten gegenüber Vader verstehen.
Hast Du Deine Story eigentlich schon komplett fertig oder existieren nur einzelne Parts. Mich würde das Gesamtwerk interessieren.

@ Nomi
Einfach schön, Du verstehst es einfach den einzelnen Charakteren eine tiefere Bedeutung zu geben.
Besonders die Geschichte um Anakin hat mir sehr gut gefallen. Vielleicht hättest Du dies mal an GL schicken sollen, bevor er seine Version von Ep III in die Kinos brachte Wink

Und hier noch einmal ein Link zu der Vornamendatenbank:
http://www.namestobe.com/
Und noch ein Link, den ich gerade noch gefunden habe
http://www.namestobe.com/
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Annika Skywalker



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BeitragVerfasst am: Do, 28. Jul 2005, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

@Nomi und Ashara: Danke für's Lesen und die gute Kritik Embarassed Ich bin froh, dass die Charaktere gut rüberkommen.

@Ashara: Es gibt eine 25 Jahre alte "fertige" Fassung der Geschicht um Eliza und Luke (damals noch mit Schreibmaschine getippt und sogar von mir und einer Freundin illustriert). Diese Orginalstory überarbeite ich gerade intensiv und baue sie zum Teil aus. Ich werde also, solange Interesse besteht, immer mal wieder was einstellen zur Begutachtung. Einige Szenen sind bereits "relativ fertig", eine werde ich vielleicht nachher noch einstellen.
Tja, und zu dieser Luke-Eliza-Love-Story gibt es noch eine um die 120 Seiten lange handgeschriebene Fortsetzung ..., in der sie, Luke und die anderen bekannten Charaktere aus SW einige Abenteuer bei der Allianz erleben.
Gestern habe ich eine - ebenso alte - Han-Solo-Eliza-Milton-Story eingescannt (sind insgesamt 71 Seiten mit Schreibmaschine getippt). Das wird dann man nächstes Projekt. Diese Geschichte ist wesentlich temporeicher und hat viele nette Wortgefechte zwischen Eliza und Han. Sie spielt auch einige Jahre später, als die Luke-Story.
Ich habe also noch viel, viel Arbeit vor mir, wenn ich das alles durcharbeiten will Crying or Very sad Crying or Very sad Jetzt weiß ich endlich wieder, was ich als Teenie gemacht habe, als alle anderen sich mit Jungs rumtrieben oder in die Disco gingen Laughing Wink


@Ich finde deine Anakin-Geschichte sehr schön und mit ein paar kleinen Anpassungen passt sie doch sogar zu der verfilmten Szene in E III. Die Gefühle, die Anakin/Vader hat, sind ja nur situationsabhängig, aber nicht unbedingt daran geknüpft, ob er im Vulkankrater liegt oder am Rande eines Lavastroms.
Also bitte die alten Stories nicht wegwerfen Exclamation , sondern hier zu unser aller Vergnügen einstellen Exclamation
@alle Leser: Oder ist da jemand anderer Ansicht Evil or Very Mad ?
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Nomi Darklighter



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BeitragVerfasst am: Do, 28. Jul 2005, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

@ Ashara

Ich hätte das an GL schicken sollen? Hm, ich fürchte, die Geschichte wäre wohl eher in der kalifornischen Rundablage gelandet, als dass sie der große Meister zu Gesicht bekommen hätte. Laughing

@ Annika Skywalker

Freut mich, dass Dir Geschichte, obwohl sie nicht den Gegebenheiten von Episode III entspricht, gefällt. Ja, man könnte sie anpassen - aber dazu bin ich zu faul. Ich bastel ungerne an fertigen Sachen nachträglich rum. Da unterscheide ich mich doch sehr von GL, der ja von einem Verbesserungswahn befallen zu sein scheint.

Und da ja bisher keiner der anderen Leser ein Veto eingelegt hat, gleich noch ein Produkt meiner Phantasie, das ein paar Jährchen vor den Prequels entstanden ist:

Zweifelhafter Sieg

Es war vorbei. Obi-Wan Kenobi stand am Kraterrand und blickte in die Tiefe. Unten konnte er in all dem Schwefeldampf und Rauch schemenhaft die seltsam verkrümmte Gestalt seines besiegten Gegners erkennen. Gegner? Der Mann der dort unten lag, war sein Freund gewesen. Und sein Schüler.Wie hatte er nur so vermessen sein können zu glauben, daß er Anakin Skywalker ebenso gut in den Wegen der Macht unterweisen könne wie Meister Yoda? Er hätte doch wissen müssen, daß nur ein Jedi-Meister einen Machtbegabten unterweisen kann. Ja, wenn er es sich selbst eingestand, er hatte es gewußt. Doch es war Krieg. Zuviele Jedi waren in den Klon-Kriegen gefallen. Anakin Skywalker war überaus machtbegabt und Obi-Wan beschloß ihn, entgegen allen Regeln, auszubilden. Am Anfang entwickelte sich auch alles nach seinen Wünschen und Vorstellungen. Sein Freund brannte förmlich darauf, die Möglichkeiten, die die Macht bot, zu nutzen. Wie ein Schwamm sog er das jahrtausendealte Wissen und Können der Jedi auf, das ihn sein Lehrer vermittelte. Aber Obi-Wan spürte auch die unterschwellige Ungeduld seines Schülers. Doch er hoffte, daß Anakin es mit dem Fortschreiten seiner Ausbildung lernen würde Geduld zu üben. Das war, wie sich nur zu bald herausstellen sollte, eine trügerische Hoffnung. Heute hatte Obi-Wan gespürt, daß es sich irgendwie seltsam anfühlte, als Anakin nach der Macht griff. Kälte, tödliche Kälte umfing ihn plötzlich. Alarmiert schaute er zu seinem Schüler, der mit Hilfe einer elektronischen Trainingseinheit den Kampf mit dem Lichtschwert übte. Mit Entsetzen sah er, wie Anakin in blinder Wut auf die Trainingseinheit einschlug, die dann in zwei Hälften gespalten zu Boden fiel. Schweratmend nahm sein Freund den Helm ab und blickte auf das, was er angerichtet hatte. Obi-Wan erhob sich und ging auf ihn zu. "Weißt Du, was Du eben getan hast, Anakin?" Der so angesprochene nickte. "Ja, Obi-Wan, ich nutzte die Dunkle Seite der Macht." Kenobi konnte nicht fassen, was er da hörte. "Du hast es bewußt getan?" Anakin zuckte mit den Achseln. "Ja. Es ist der schnellere, leichtere Weg. Weißt Du, was für eine Überlegenheit einem die Dunkle Seite verleiht?" Obi-Wan schüttelte den Kopf. "Komm zur Vernunft, Anakin. Du beschreitest einen gefährlichen Weg, der in Tod und Verderben enden kann. Noch niemand hat es geschafft sich von dem Dunklen Pfad abzuwenden." Anakin wandte sich brüsk um und ging zum Rand des Kraters. "Was verstehst Du denn schon davon? Du bist zu feige die wahren Möglichkeiten der Macht zu nutzen. Palpatine hat mir gezeigt, wo mein wahres Potential liegt. Er ist nicht so übervorsichtig wie Du." Senator Palpatine - er haßte die Jedi und es wurde gemunkelt, daß er ein Anhänger der Dunklen Seite sei. Obi-Wan ging auf seinen Freund zu. "Bitte, Anakin, sei vernünftig und entsage der Dunklen Seite der Macht." Sein Freund schüttelte den Kopf. "Niemals, Obi-Wan. Du kannst mich nicht aufhalten." Im selben Augenblick aktivierte er sein Lichtschwert und griff Kenobi an. "Die Dunkle Seite ist stärker." Es war ein zäher und verbissener Kampf und fast schien es, als ob Anakin seinen Freund und Mentor besiegen würde. Doch eine kleine Unaufmerksamkeit kostete ihn den Sieg und führte ihn ins Verderben. Anakin hatte in der Hitze des Kampfes nicht bemerkt, daß er sich gefährlich nahe am Rand des Kraters befand. Er holte gerade zum tödlichen Schlag aus, als er das Gleichgewicht verlor und in den Krater stürzte. All diese Bilder gingen Obi-Wan noch einmal durch den Kopf, als er auf den am Grund des Kraters liegenden Anakin blickte. Er zuckte innerlich mit den Achseln und ihm kam der Gedanke, daß es so vielleicht besser war. Noch niemand war je von der Dunklen Seite zurückgekehrt. Er bückte sich nach dem am Boden liegenden Lichtschwert Skywalkers, das dieser vor seinem tiefen Fall verloren hatte und hob es auf. Nach einem letzten Blick in den Krater wandte er sich ab und ging dann mit der Gewißheit davon, daß sein Freund tot war.
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Annika Skywalker



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BeitragVerfasst am: Do, 28. Jul 2005, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

@Nomi: Da ich mich ungern wiederhole nur dies:
Applause Applause

Ich habe noch eine Szene aus meiner Story über Luke, die an dem Abend nach dem Abschied von Eliza spielt:

Die beiden Sonnen Tatoo I und II waren wie jeden Tag mit einem wundervollen Farbenspiel am Horizont verschwunden.
Luke wunderte sich, dass ihn genau dieses Farbenspiel einen Abend vorher in eine so romantische Stimmung hatte versetzen können. Heute jedenfalls konnte es ihn nicht begeistern – irgendetwas fehlte. Er korrigierte sich: Irgend-jemand fehlte ihm so sehr, dass es in seiner Brust schmerzte. Er ließ den Kopf hängen und schlurfte missmutig zum Wohngebäude zurück. Er würde sich noch ein bisschen in der Garage beschäftigen, vielleicht lenkte ihn die Arbeit an einigen defekten Geräten von dem Kummer ab, den er vor seiner Umwelt zu verbergen versuchte. Onkel Owen hatte sich schon beim Essen über seine Schweigsamkeit gewundert, und die Tatsache, dass sein Onkel noch einmal auf sein langes Fortbleiben am Tag zuvor und sein „Unwohlsein“ am Morgen zu sprechen gekommen war, hatte Lukes Laune auch nicht gerade gehoben.
Onkel Owen hatte ihn wie immer verdächtigt, mit seinen ‚nutzlosen’ Freunden in Anchorhead herumgelungert und zu lange gefeiert zu haben. Und Flausen hätten sie ihm sicher auch wieder in den Kopf gesetzt, hatte er unterstellt.
Luke hatte dies alles zunächst trotzig, dann wütend von sich gewiesen, seinem Onkel aber auch keine andere Erklärung für sein Verhalten liefern wollen. Die Sache mit Eliza wollte er nicht preisgeben – Onkel Owen würde sie weder verstehen noch gutheißen: Und daher war es besser, er würde letztendlich doch glauben, Luke habe die Zeit mit seinen Freunden totgeschlagen. Seine Tante hatte versucht zu schlichten, aber diesmal war es ihr nicht gelungen. Schließlich war Luke wütend und ohne zu Ende zu essen aufgestanden und hinaus gegangen, in der Hoffnung, dass ihn der Sonnenuntergang trösten würde.
Aber ohne Eliza, ohne ihren Duft und ihre sanfte, verführerische Stimme an seinem Ohr ... da war an Trost gar nicht zu denken, im Gegenteil. Er hatte sich nur ständig daran erinnern müssen, wie er sie gestern zur gleichen Zeit in seinen Armen gehalten hatte, wie gut ihre warme Haut und ihr helles Haar gerochen hatten und wie herrlich ihre Küsse geschmeckt hatten, mit denen sie ihn so reichlich beschenkt hatte. Und dann diese besondere Nacht und der Morgen mit ihr ... Warum musste das alles nun vorbei sein?
Hätte Onkel Owen ihn zusammen mit Biggs auf die Akademie gehen lassen, dann hätte er sich schon dort in Eliza verliebt. Dann wären sie jetzt nach dem Abschluss zusammen fortgegangen und hätten irgendwo ihr gemeinsames Leben beginnen können. Onkel Owen hatte mit seinem Hinauszögern alles verdorben.

In der Garage schnappte sich Luke einige Werkzeuge und fing an, sie zu säubern und in verschiedene Schubladen zu ordnen. Einen Schraubenschlüssel, der einfach nicht die Schublade passen wollte, feuerte er wütend durch den Raum. Dann ließ er sich mit einem tiefen Seufzer auf einen Hocker fallen und fuhr sich mit beiden Händen durch die Haare.
‚Ich hätte mit Eliza zusammen in das Schiff steigen und weggehen sollen’, dachte er missmutig. Was hielt ihn hier eigentlich? Noch diese eine Ernte – ‚noch eine Ernte von vielen’, dachte Luke ärgerlich – hatte Onkel Owen heute Abend wieder einmal gesagt, als Luke das Thema Akademie angeschnitten hatte, dann könne er endlich gehen.
Luke glaubte mittlerweile nicht mehr daran, dass sein Onkel ihn überhaupt irgendwann von diesem trostlosen Planeten weglassen würde. Es war einfach ungerecht! Onkel Owen liebte seine Farm und das ereignislose Leben – Luke wollte nach den Sternen greifen, durch das All fliegen und fremde Welten erobern. Er war ein recht guter Pilot, das wusste er, und mit der richtigen Ausbildung würde er sicher einer der besten werden. Wenn er nur erst auf der Akademie wäre! Vielleicht sollte er einfach seine Sachen packen und gehen. Er könnte Onkel und Tante einen Brief hinterlassen und alles erklären.
Luke legte den Kopf in den Nacken und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Aber wo sollte er schon hingehen?! Den Antrag für die Akademie hatte er vor einigen Wochen wieder zurückgezogen. Selbst wenn er einen neuen Antrag sofort heute gestellt hätte, würde es einige Zeit dauern, bis er bearbeitet war.
Er wusste von Eliza, dass sie zum Sardon wollte, aber eine genaue Adresse hatte er nicht – und der Sardon war recht groß, soweit er wusste. Und vielleicht – Luke ging ein Stich durchs Herz – vielleicht hatte Eliza ihn schon vergessen, ihn, den einfachen Farmer von einem Planeten, so trostlos wie sonst kaum eine Welt in der Galaxis. Was konnte er einer Frau wie Eliza schon bieten – außer seiner ganzen Liebe? Sie hatte es zwar nie ausgesprochen und es ihn nicht spüren lassen, aber Luke war sich sicher, dass sie aus eher wohlhabenden Verhältnissen stammte. Jedenfalls mit Sicherheit nicht von einer Farm, die mit jeder neuen Ernte ums Überleben kämpfen musste.
Er schüttelte den Gedanken aus seinem Kopf. Nein, Eliza hatte ihn bestimmt noch nicht vergessen – sie war nicht wie die Mädchen, die in Anchorhead herumhingen und mit einem verliebten jungen Mann ihre Späße trieben, um ihn krank vor Liebe leiden zu sehen. Eliza war etwas Besonderes, das hatte er sofort bemerkt, als er sie das erste Mal sah. Er war sich sicher, dass ihre Gefühle für ihn ebenso echt waren wie die seinen für sie. Und das machte alles nur noch schlimmer.

Seufzend hob Luke den Schraubenschlüssel auf, den er kurz zuvor weggeworfen hatte, und jetzt endlich wollte das Teil auch in die Schublade passen. Er beendete seine Arbeit für heute, schaltete das Licht aus und ging in sein Zimmer.
Als er sich auf dem Bett ausgestreckt hatte, schloss er die Augen. Das Laken und das Kissen verströmten immer noch ihren Geruch. Luke presste sein Gesicht in das Kissen und begann von Eliza und den schönen Stunden mit ihr zu träumen. In Gedanken fühlte er ihre Umarmung und ihre Küsse auf seinen Lippen und mit einem Lächeln schlief er endlich ein.
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BeitragVerfasst am: Fr, 29. Jul 2005, 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

@ Annika Skywalker

Auch ich wiederhole mich nur ungerne: Applause

Und noch eine kleine Geschichte, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat:

Gedanken eines Besiegten?

Lord Darth Vader stand im großen Saal seines Palastes auf Coruscant und blickte aus dem großen Transparistahlfenster auf die Lichter von Imperial City. Niemand wagte es, ihn in seinen Gedanken zu stören. Der Schwarze Lord der Sith wandte sich von dem atemberaubenden Anblick, der sich ihm bot, ab und ging mit schweren Schritten auf einen aus einer exotischen Holzart handgearbeiteten Stuhl zu und setzte sich. Seit der Vernichtung des Todessterns waren erst zehn Standardtage vergangen. Heißer Zorn kam in ihm bei dem Gedanken an die Unfähigkeit Grand Moff Tarkins die Situation einzuschätzen hoch. Er hatte ihn immer wieder gewarnt, sich nicht alleine auf die Überlegenheit der im Schlundzentrum entwickelten Kampfstation zu verlassen. Doch Tarkin schlug alle Warnungen Vaders in den Wind. Er hatte eben nicht die Weitsicht eines Sithlords, sondern war nur ein Mensch mit all seinen Schwächen und Fehlern. Seine Überheblichkeit hatte letztendlich zu diesem Desaster geführt, das auch fast Vaders Leben gekostet hätte. Nach dem fatalen Zusammenprall mit seinem Flügelmann im Graben des Todessterns, wurde er in die Tiefen des Weltraums hinausgeschleudert. Nur seinen überragenden Pilotenfähigkeiten und der Tatsache, daß er einen für ihn entwickelten TIE Prototyp flog, hatte er sein Überleben zu verdanken. Nach zwei Standardtagen wurde er von einem Sternenzerstörer aufgenommen und nach Imperial City gebracht. Dort erstattete er dem Imperator Bericht, der nicht gerade erfreut darüber war, was geschehen war. Unbewußt ballte er seine künstliche rechte Hand, die ihn ewig an diesen Tag erinnern würde, zur Faust. Doch er hatte dem Imperator nicht alles berichtet. Eine Information hielt er wohlweislich zurück: Die Tatsache, daß er bei dem letzten Piloten, der sich im Graben befunden hatte, die Macht gespürt hatte. Erstaunlich, denn er dachte, daß mit dem Tod von Obi-Wan Kenobi das Feuer der Jedi endgültig erloschen war. Er hatte Spione ausgesandt, um mehr Informationen über diesen Piloten zu erhalten. Selbst bei den Rebellen, da war er sich sicher, war für den richtigen Preis von den richtigen Leuten alles zu bekommen. Vader lächelte hinter der obsidianschwarzen Maske, die sein Gesicht verbarg. Ja, er würde bald, sehr bald die nötigen Informationen haben und dann würde er entscheiden, was zu tun ist. Es klopfte und auf seine Aufforderung hin, betrat einer seiner Spione den Raum. Befriedigung erfüllte ihn, als er durch die Macht die Furcht des Mannes spüren konnte. Ungeduldig winkte er ihn zu sich heran, als dieser zögerte sich dem Schwarzen Lord zu nähern. "Nun, was haben Sie zu berichten?" Der Mann sammelte sich und blickte Lord Vader an. "Wir haben die Informationen, die Ihr gewünscht habt, mein Lord. Der Rebellenpilot heißt Skywalker - Luke Skywalker." Ein kaum merkliches Beben ging durch die Gestalt des Sith. Skywalker - ein Name aus einer längst vergangenen Zeit. Ein Name, den er fast vergessen hatte. Sein Name. Er sah auf das Datapad, das ihm der Mann gereicht hatte. Luke Skywalker - dem Alter nach könnte dieser Junge sein Sohn sein. Nun, er würde sich darum kümmern. Mit einer Handbewegung entließ er den Mann, der ihm die Information gebracht hatte. Er erhob sich und ging langsam zu dem großen Transparistahlfenster. Wieder blickte er auf die Lichter von Imperial City, während er über die sich eröffnenden Möglichkeiten nachdachte.
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