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Kyp-Durron



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BeitragVerfasst am: Mo, 29. Nov 2010, 08:56    Titel: Antworten mit Zitat

So weiter geht es mit Kays Abentuern. Diesesmal hat er nur eine Beobachterrolle aber es beginnen sich zukünftige Wege seines Lebens abzuzeichnen.


Kays Prüfungen Jedischüler

Kapitel 11 – Vier Kartenspieler und ein Todesfall


The Raven, benannt nach einer alderaanischen Vogelart, war im reinsten Sinne eine Spelunke. Die Cantina war dunkel, dreckig und laut. Schlechte Musik versuchte das Gelächter und Geschrei einer ganzen Anzahl von Gästen, die schon stundenlang tranken, zu überdecken, aber erfolglos. Ein paar karg bekleidete Twillek Tänzerinnen versuchten die Gäste zu animieren noch mehr ihrer Credits hier zu lassen. Große Bildschirme in der Außenwand ließen den Spielsüchtigen die Podrennen von Malastare oder Tatooine nachspielen. Auch Kay, Terra und Kavan waren in diesem Chaos anwesend. Während Kav die Gelegenheit nutze einige Gäste an einem Tisch beim Sabacc zu beobachten saß Kay mit Terra an einen weiteren Tisch. Kay betrachtete den Laden und sah einen bunt zusammengewürfelten Haufen, ein Gemisch aus allen Ecken der Galaxis. Es war, als hätte jemand einen Schopflöffel genommen, ihn in ein Glas getaucht, in dem alles schwamm, was die Galaxis an Typen hervorgebracht hatte, und den Inhalt hier in dieser absurden, einsamen Dunkelheit ausgegossen. Der junge Jedi dachte das es typisch ist, nur hier, so nahe den Docks, gab es solch eine Ansammlung von Wesen: Coruscanti, Devorianer, Chadra-Fan, Gotal, Vratix, Bothaner, Biths, Sullustaner, einen Aqualishaner und sogar ein Wolfsmann konnte er innerhalb weniger Sekunden identifizieren. Eine Reihe von Wesen kannte er nicht einmal. Kay atmete tief ein, die Luft war erfüllt mit den Duft von illegalen Substanzen wie Glitzerstim oder anderen Drogen. Der Junge fühlte sich hier nicht wohl aber Kav trieb es immer mehr zu solchen Orten, er liebte die Geschichten der Piloten und saugte sie in sich auf. Als Kay Terra betrachtete schien auch sie nicht begeistert zu sein.
„Ich verstehe nicht was Kav an solchen Orten findet.“
„Er liebt das unbekannte Kay, er sehnt sich selbst einen… Raumkreuzer zu fliegen.“
Kay nickte Terra nur zu. Nur wenigen fielen die kurzen Pausen auf, die Terra oft hatte, wenn sie etwas sagte. Es waren nun bereits einige Monate vergangen seit sie den Zwischenfall mit dem Kabelwurm hatte, ihr ging es soweit gut aber sie vergas manchmal einfach Worte. Meistens fiel es nicht weiter auf, aber wenn es ihr schlechter ging konnte sie schon eine Weile grübeln bis ihr das Wort doch noch einfiel. Kay bedrückte es wenn er sie so sah aber sie lebte und das war das wichtigste, mit allen anderen würden sie fertig werden, das taten sie immer. Auch ihre Erinnerungen an Kays Jedivergangenheit und den Inquisitor kamen nicht zurück und Kay wollte ihr das Wissen auch nicht wieder aufbürden. Sie waren wieder eine kleine Familie und Kay war zufrieden.
„Er ist wie du Kay, bei deinen…ähm, Erkundungen. Nur würde er es nie zugeben. Er sehnt sich nach einen besseren Leben, dem Abenteuer und dem… Unbekannten.“
Kay nickte Terra zu. Er konnte Kavs Sehnsucht nachvollziehen, immerhin mussten sie hier jeden Tag ums Überleben kämpfen und im All waren sie ihre eigenen Herren. Aber sie waren Kinder aus den Armen Regionen Coruscants, sie würden nicht die Abenteuer des Alls erleben, es war ihre Bestimmung hier zu leben und sich zu verstecken. Wo sonst war es leichter als unter Milliarden fremdartigen Wesen? Kay hatte sich damit bereits abgefunden, die Begegnung mit den Inquisitor hatte ihn noch vorsichtiger werden lassen und seine Übungen fast zum erliegen gebracht. Auch Terra schien Kays Gedanken zu erahnen und sah den Jungen an. Gerade als er ihr ein Lächeln schenken wollte berührte sie seine Hand. Kay wurde dabei ganz warm und ein leichtes Prickeln durchlief seinen Körper. Schüchtern lächelte er zurück.

Kav ahnte nicht das die beiden über ihn redeten und selbst wenn, so wäre es ihm auch egal gewesen. Der Junge stand neben Basitter Malk, kurz Basie, und sah ihm beim Spielen zu. Basie war Pilot eines alten Frachters, der Goldstrand, benannt nach dem berühmten Strand und der Touristenattraktion Corellias. Da Basie selbst Corellianer war wählte er diesen Namen. Malk kam ein oder zweimal im Jahr auch nach Coruscant und Kav schien jedes Mal zu wissen wann, denn er besuchte ihn schon kurz nach der Landung. Basie mochte den Jungen, er war fast 50 und flog die meiste Zeit allein, wenn er keine Passagiere hatte, und so war ihm Kavans Gesellschaft nur recht. Nun aber war er auf das Spiel konzentriert. Auch Kav sah gebannt zu, das tat er immer. Er liebte es bei den Raumfahrern zu sein und ihren Geschichten zu lauschen. Er hörte so alles über die Handelsrouten, von Schmugglertricks und wie sie den imperialen Kreuzern entkamen. Hörte von großen Schlachten aus den Klonkriegen, von verlorenen gegangen Schätzen wie des von Rafa oder des Despoten Xims. Der Junge lauschte begeisternd über die großen Rätsel des Universums, wie der Centerpoint Station, den unbereisbaren Schlund und fremden Rassen in den unbekannten Regionen. Jeder Pilot kannte seine eigenen Geschichte aber Kav war nicht dumm, sogar er erkannte das die meisten Geschichten im Laufe der Zeit immer mehr aufgebessert wurden aber das war ihm egal. Konzentriert betrachtete er das Spiel. An den kleinen runden Tisch saßen die vier Spieler: Basie, ein weiterer Humanoid, ein Devorianer und ein Duro. Der Duro, Ratiss, schien eine Glücksträhne zu haben. Die letzten Spiele gewann er und hatte schon über zweitausend Credits angesammelt. Nun war aber Basie mit geben dran. Professionell mischte er die Kartenchips und begann diese an die anderen Spieler zu verteilen, jeder bekam zwei Karten. Die ersten Einsätze wurden in die Mitte des Tisches geworfen und Kav konnte das Blatt von Basies Kartenchips erkennen. Der Corellianer hielt eine Minus Neun: Balance, und die Säbel zwei. Das Blatt war alles andere als berauschend aber es konnte sich jederzeit zum Besseren wenden.
„Basie, warum spielst du noch? Bist du nicht schon viel zu alt für das Spiel oder erhoffst du dir so deine Rente zu verdienen?“, mit einem weitem Grinsen sah er Devorianer zu Basie.
„Malloc, falls du es nicht bemerkst ist es Ratiss der uns das Geld abknöpft.“
Da dieser drauf nicht ansprach ging das Spiel weiter. Weder von Ratiss noch von dem anderen Menschen konnte man irgendwelche Regungen erkennen. Als Kav wieder das Blatt von Basie sah hatte sich das Bild der Zwei zu einer Sieben Stab verändert. Damit betrug seine Hand Minus Vier, nicht viel besser als vorher aber besser. Der Corellianer schnippte einen Vierzig-Credit-Chip in den Topf und verzog keine Miene. Sabacc bestand aus achtundsiebzig Plastikkarten, jede von diesen konnte sich in unvorhersehbaren Intervallen verändern. So bleib das Spiel immer spannend und nervenzerreißend.
„Ich nehme noch eine Karte, Malk.“
„Bitte Roofoo,“, Basie gab den anderen Menschen einen weiteren Chip, „ ich hörte die imperiale Akademie hat deine Bewerbung abgelehnt?!“.
Der Mann den Basie Roofoo nannte sah in wütend an.
„Das geht dich nichts an alter Mann, es gibt noch andere Welten wo man mein Talent zu schätzen lernen wird.“
„Talent? Zumindest nicht Sabaccspielen.“
„Roofoo, er denkt er wäre ein guter Arzt, müsst ihr Wissen.“, witzelte Ratiss der dadurch von Roofoo einen wütenden Blick einfing.
Während der Duro eine weitere Karte ablehnte nahm Malloc noch eine.
„Der Geber nimmt eine Karte.“
Ruhig hob Basie diese auf und Kav konnte einen kurzen Blick drauf werfen, Basie ließ das zu da der Junge das perfekte Sabaccgesicht besaß, er verriet mit keinen Muskel was für Karten der Corellianer hatte. Die Karte war der Clown, und hatte null Punkte. In der kommenden Runde stieg Malloc aus und Basie konnte, durch einen Säbel Lord, sein Blatt auf Plus Zehn erhöhen. Kav wusste das der Corellianer bald aussteigen würde, er ging nicht gern hohe Risiken ein,“ Wer viel wagt, der verliert viel“, sagte er immer. Plötzlich rief der Duro wieder „Sabacc“ und wollte grinsend den Gewinn aufsammeln.
„WAS? Schon wieder, das ist Betrug, der Mann betrügt.“, rief Roofoo empört aus. In der ganzen Cantina wurde es plötzlich still. Betrug beim Sabacc war ein ernster Vorwurf.
„Ich betrüge nicht, nimm das sofort zurück Mensch.“
„Ihr kleinen Betrüger, ihr seid wie eure Verwandten, Betrug und Ehrlos. Traue keinem Duro.“
„Komm, lass das es ist ein Spiel und er hat fair gewonnen.“, versuchte Basie ihn zu beruhigen.
„FAIR??? Der weiß doch nicht einmal wie man das schreibt!“
Plötzlich sprang Roofoo auf und warf den Tisch um und die Credits verteilten sich im ganzen Raum. Nun sprangen auch die anderen von ihren Sitzen. Überall in der Cantina hoffte man auf eine Schlägerei, so etwas war hier nicht selten und Kay brachte Terra in eine ruhige Ecke. Auch Kav wich zurück, sollte es zum Kampf kommen wollte er nicht mitten drin sein, auch wenn er Abenteuer liebte wusste er das es keine gute Idee war in so einen Kampf verwickelt zu werden. Was nun aber geschah überraschte alle, Roofoo sprang vor, was nicht der überraschende Teil war, aber anstatt den Duro zu schlagen holte der Mann ein Vibroskalpell aus seiner Tasche. Ehe der Duro reagieren konnte stach er es in dessen Hals und der Duro ging gurgelnd zu Boden. Mit einen fast schon irren Blick sah er die anderen an die erschreckt zurückwichen. Dann rannte er los und da Kav in seinem Fluchtweg war stieß er den Jungen weg, so dass dieser gegen eine Wand knallte. Während Basie und die anderen den röchelnden Duro helfen wollten rannte Kay und Terra zu Kavan.
„Alles klar bei dir Kav?“
„Hat jemand die Nummer des Raumkreuzers aufgeschrieben?“, witzelte der am Boden liegende Junge.
„Kav, du blutest.“ ,ermahnte ihn Terra und ihr Bruder fasste sich an den Kopf und sah Blut an seinen Fingern.
„Nur eine kleine Wunde, nichts Ernstes.“
„Was zum Teufel war denn das? Wieso drehte der Mann so durch wegen einen Kartenspiel?“, wunderte sich Kay.
„Wer viel wagt der verliert viel,“, alle sahen zu Basie der sehen wollte wie es seinen jungen Freund ging, „und der arme Ratiss hat nun alles verloren.“
Still lag der tote Körper des Duro im Raum. Obwohl Waffen, in dieser Cantina, verboten waren gab es immer Möglichkeiten etwas einzuschmuggeln, aber ein Skalpell?
Während Terra die Wunde ihres Bruders versorgte war Kay noch immer verschreckt.
„Was tun wir nun?“
„Was sollen wir schon tun Kleiner? Wir verschwinden von hier.“
Während Kav seine Worte aussprach tauchten mehrere Männer in der Cantina auf, der Sicherheitsdienst.
„Haltet euch einfach abseits, ich regele das.“, flüsterte Basie den Jugendlichen zu.

Leutnant Jeree Darks betrat langsam die kleine Cantina. Ihr Team wurde wegen einer Schlägerei gerufen, glücklicherweise befanden sie sich gerade in der Nähe. Als er aber mit seinen vier Männern den Schauplatz betrat sah die Situation anders aus. Inmitten dieser Ansammlung des Abschaumes der Galaxis lag ein Toter Duro. Darks hatte nichts dagegen wenn sich das Gesindel gegenseitig umbrachte aber trotzdem war es seine Pflicht den Vorgang zu untersuchen. Und er würde tun was man von ihm verlangte.
„Sargent, achten sie darauf das vorerst keiner die Cantina verlässt bis ich geklärt habe was hier los ist.“
„Jawohl Sir.“
Schnell erkannte Darks das sich die meisten Besucher wieder ihren eigentlichen treiben nachgingen, Lachen, Trinken und Glücksspiel. Der Tote war tot und somit war nichts mehr was sie interessierte. Als Darks die Luft roch wünschte er sich ein Bataillon Sturmtruppen dabei zu haben, eine Razzia würde sich lohnen aber mit den wenigen Mann konnte er nur den gemeldeten Vorfall nachgehen. Als er sich dem Toten näherte sah er ein paar Jugendliche die sich abseits befanden, kaum zu glauben aber sogar Kinder fand man in diesen Schuppen, angewidert schüttelte er nur den Kopf.
Vorsichtig näherte sich der Leutnant den Toten, in all seinen Dienstjahren sah er schon viele und so machte ihm der Anblick nichts aus. Der Duro wurde durch ein Vibroskalpell in seine Halsschlagader getötet. Er musste recht schnell gestorben sein.
Darks brauchte nicht lange um dahinter zu kommen was passiert war, es gab genug Zeugen die alles sahen. Ein Mann namens Basitter Malk kannte sogar den Namen des Täters. Ihm zu finden dürfte nicht schwer fallen, Männer mit diesen aggressiven Verhalten fielen schnell auf und würden früher oder später geschnappt oder fielen jemanden zum Opfer der sich wehren konnte. Schon nach dreißig Minuten war der Fall praktisch abgeschlossen, Darks musste nur noch die Fahndung rausgeben. Eine lange Untersuchung war hier nicht notwendig, wem kümmerte es schon wenn sich dieses Gesindel gegenseitig tötete? Warum also wertvolles Geld für langatmige Untersuchungen oder Obduktionen rauswerfen? Genau diese Kreaturen waren es die sein geliebtes Coruscant verschandelten. Andere Menschen starben in den Kriegen um für deren Schutz einzustehen und sie brachten nur Gewalt, Glückspiel oder Drogen auf diesen Planeten. Noch immer konnte er den Rauch schmecken als sein Freund Griffin vor seinen Augen starb. Nein dieser Abschaum brauchte keine langen Untersuchungen. Als er die Cantina verlassen wollte sah er die drei Kinder wieder. Ruhig beugte er sich zu ihnen.
„Kinder, das hier ist kein Ort wo ihr sein solltet, geht lieber nach Hause.“
Dann setzte der Offizier seinen Weg fort, in den Gedanken war er bereits bei den Bericht den er schreiben musste. Gesucht ist Cornelius Evazan auch bekannt als Roofoo wegen Mordes.
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Kyp-Durron



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BeitragVerfasst am: Mi, 04. Mai 2011, 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Endlich ein neues Kapitel das das Leben von Kay wieder beeinflußen wird. Wer etwas mehr wissen will was der Doc danach tut und was mit Siiri passiert der sollte die zweite Weihnachtsgeschichte - das Sklavenschiff in meinen Soldatenschicksalen lesen^^.

Kapitel 12 - Machtlos


„Lasst mich, mir geht es gut.“, erwiderte Kavan zu seinen Begleitern.
„Nein,…, du musst zu dem Doc.“
„Hör auf deine Schwester Kav, du hattest einen Schlag auf den Kopf erhalten. Lass es ihn doch ansehen. Es schadet nicht.“, versuchte Kay seinen Freund zu erklären.
Ruhig sah Kav Terra an und erblickte die Sorgen in ihren Augen.
„Ok, ok. Ihr habt gewonnen. Dann bringen wir es hinter uns.“
Zufrieden nahm das junge Trio den Weg zu der Praxis von Scraep auf. Um schneller zu ihm zu gelangen nutzen sie die Schnellbahn. Kay sah das Terra ihren Bruder die ganze Zeit aufmerksam beobachtete. Ihre eigenen Erfahrungen machten sie Vorsichtig und sie würde nicht zulassen dass ihrem Bruder etwas geschah. Den Rest des Weges mussten die drei zu Fuß bewältigen. Wieder einmal ging es die Treppen und Gänge hinab und es wurde immer dunkler und die Luft roch verbrauchter. Kay fiel es nicht auf aber er hatte sich längst an die neue Umgebung gewöhnt. Die Straßenhändler, Bettler und viele Außerirdischen Rassen waren nichts Fremdes mehr für ihn. Es war zu seiner Heimat geworden. Keine Heimat die man sich wünschte aber der Ort wo er lebte und durch seine Freunde auch glücklich war. Natürlich vermisste er den Tempel, sogar die nervige Stimme von Meister Yoda wie er ihn kritisierte würde er gern wieder hören. Aber der junge Jedi wusste dass es nicht mehr in seiner Macht lag und er das Beste aus seiner Situation machen musste, und das tat er auch. Schließlich erreichten die Kinder die Praxis und wurden wie immer von Siiri begrüßt.
„Die Ushams wieder hier sein.“, murmelte sie vor sich hin.
„Mein Bruder wurde am Kopf verletzt Siiri, kann der Doc es sich kurz ansehen?“, fragte Terra freundlich um die Arzthelferin nicht zu provozieren. Obwohl sie etwas vor sich her murmelte tippte Siiri etwas in die Konsole vor sich und drehte ihren blauen Kopf mit den kleinen Augen in ihre Richtung.
„Kommen bald der Doc, warten jetzt.“
Zufrieden warteten die Freunde bis der Arzt seinen Patienten zu Ende behandelt hatte und er sich an Kav wandte. Nachdem Kavan ihm berichtete was geschah nahm der Doc den Verletzten in sein Behandlungszimmer und setzte ein paar Scanner ein.
„Kavan, du hast Glück gehabt. Außer einer Platzwunde am Kopf fehlt die nichts.“
„Seht ihr Leute, nichts kann man Schädel durchdringen.“
„Ja Kav, du hast eben einen echten Dickschädel.“, sagte Kay grinsend zu seinen Freund.
„Danke Doc, das sie sich meinen, äh, Bruder angesehen haben.“
„Ihr wisst ja, ihr könnt immer her kommen. Wie soll ich denn ohne euch an meine Medikamente kommen? Apropos, du solltest diese Pille die nächsten zwei Tage lieber zu dir nehmen, das wird dir einige Kopfschmerzen verhindern.“
Kav nickte dem Arzt zu und nahm die Pillen entgegen. Er mochte zwar keine Medikamente aber seine Schwester würde erst Ruhe geben wenn er sie nahm.

Zufrieden wollten die drei gerade die Praxis verlassen als die Tür aufgestoßen wurde. Erschreckt wichen Kay und die anderen zurück. Vor sich sah er dunkle schwarze Augen und ein helles weiß. Bei dem Anblick war es als würde sich sein Magen zusammen ziehen. Nun endlich war es soweit, sie waren hier um ihn zu holen. Vier Sturmtruppler, der Stolz des Imperiums, betraten die Praxis. Zwei flankierten die Tür und die anderen beiden stellten sich zu den Kindern. Ihre Waffen hatten sie im Anschlag und ihr Anblick war furchteinflößend. Kay musste an die Klonsoldaten denken die gefühlslos die anderen Jünglinge getötet hatten. Waren unter den Helmen ebensolche Klone oder waren sie normale Bürger die glaubten ihre Pflicht zu tun? Kay wusste es nicht und er konnte sich auch nicht lange Gedanken drüber machen als ein weiter Mann den Raum betrat. Aber es war kein Inquisitor, wie Kay Anfangs befürchtete, es war ein junger Offizier, gekleidet in seiner schwarzen Uniform. Einem schwarz was einschüchtern sollte und im direkten Kontrast zu dem weiß der Sturmtruppen stand.
„Alles gesichert Sir,“, sprach ihn einer der Truppler an. Der Offizier nickte nur und sah sich ruhig um als man die wütenden Stimme des Arztes vernahm.
„Bei den schwarzen Knochen von Xim, was geht hier vor sich? Warum stören sie meine Behandlungen.“
Gelangweilt sah ihn der Offizier an.
„Sie haben hier gar nichts zu fragen!!“, antwortete er arrogant, „Wie wir wissen wird hier jemand versteckt gehalten den das Imperium sucht.“
Kay begann immer mehr zu schwitzen, nervös sah er sich um. Er hatte kein Lichtschwert, wie sollte er sie besiegen können? Und auch Flucht war kaum möglich, sie würde ihn einfach in den Rücken schießen und wahrscheinlich auch seine Freunde töten. Außerdem wusste Kay nicht ob sich noch weitere Soldaten vor der Praxis aufhielten.
Dann streckte der junge Offizier seinen Arm aus und zeigte auf Siiri: „Ergreift sie!“. Schnell machten sich die zwei Truppler auf den weg und ergriffen Siiris dicke Arme und begannen sie hinter ihren Tisch hervor zu ziehen. Die Augen der Arzthelferin waren starr vor Schreck und Kay konnte ihre Angst, nein Panik spüren.
„Was soll das, was haben sie mit ihr vor?“, schnell sprang Scraep vor und wollte sich vor die Truppler stellen als sich zwei Blaster auf ihn richteten.
„Ich empfehle ihnen sich ruhig zu verhalten, immerhin gaben sie diesem Wesen Unterschlupf.“, Kay konnte viel Verachtung aus den Worten des Mannes heraus hören, „ Aufgrund von Verbrechen der Ortolaner gegen das Imperium hat der Imperator ein Verbot erlassen das diese Kreaturen ihre Welt verlassen können. Wer immer dies tut benötigt eine Ausnahmegenehmigung und wird ohne diese zu besitzen sofort in Haft genommen.“
„Ich wohnen seit Jahren hier, keine Genehmigung brauchen.“, versuchte sich Siiri verzweifelt zu retten.
„Das ist doch albern. Sie ist eine alte Frau und tut keinem etwas zu Leide.“, aber auch in Scraeps Gesicht konnte man Verzweiflung erkennen.
„Albern? Sie nennen die Gesetzte des Imperators albern? Seien sie froh wenn wir sie nicht wegen Beihilfe eines Verbrechens mit nehmen und nun gehen sie endlich aus dem Weg!“, dann nickte er den Soldaten zu die Siiri unsanft aus der Praxis stießen. Die letzten zwei Truppler zogen sich langsam zurück nachdem der Offizier den Raum verlassen hatte und richteten ihre Waffen noch immer auf den Arzt der schweigend zusah, es gab nichts was er tun konnte, gar nichts.
Auch Kay war sprachlos. Er hatte so etwas noch nie gesehen dass jemand Grundlos einfach weggebracht wurde. Ok, sie waren nicht für ihn da, und das sollte ihn erleichtern, aber es tat es nicht. Der junge Jedi konnte einfach nicht so viel Ungerechtigkeit sehen und nichts tun. Er hatte schon Jocasta nicht retten können und er wollte Siiri ebenso nicht diesen Marionetten des Bösen ausliefern. Schnell lief Kay zu dem Hinterausgang und ignorierte die Rufe von Kav und Terra. Er musste etwas versuchen auch wenn er nicht wusste was. Als er diesen erreichte rannte er um das Gebäude, er konnte nur hoffen dass die Soldaten alleine waren denn Kay war unbewaffnet und er hatte keine Idee was er tun sollte wenn er die Truppler erreichte. Als er an der Straßenecke ankam spähte der Junge vorsichtig durch einen Loch in einer fast zerfallen Hauswand hindurch. Er konnte Siiri und ihre Bewacher erkennen. Mittlerweile hatte man ihr Handschellen angelegt und stieß sie immer weiter vorwärts. Aber ein weiterer Anblick ließ sein Herz gefrieren. An einen der vielen Canyons standen zwei Transporter. Weitere Soldaten waren zu sehen die diese bewachten und einen Caamasi auf dieselbe Weise dorthin stießen wie auch Siiri. In einem der Transporter waren noch weitere Wesen, deutlich erkannte Kay die Fischähnlichen Köpfe zweier Mon Calamarie von Dac, ebenso sah er einen Wookie. Sein Kopf war nach unten geneigt und sein Fell war mit Blut beschmiert, ob es seines war oder das von jemanden anderen vermochte der junge Jedi nicht zu erkennen aber ein Wookie würde nicht Kampflos in Gefangenschaft gehen. Es waren mindestens zwanzig Soldaten vor Ort und begruben jede Art der Rettung. Selbst mit einem Lichtschwert könnte es Kay nicht mit so vielen gut ausgebildeten Gegnern aufnehmen und der Junge war noch nicht einmal ein Jedi-Ritter. Mehr als zusehen konnte Kay nicht und als Siiri endlich in den Transporter stieg drehte sie ihren Kopf in die seine Richtung. Sie war zu weit weg und würde ihn nicht verstehen können aber er nickte ihr nur zu. Auch ihr blauer Kopf nickte langsam zurück, es war ihre Verabschiedung.“ Eines Tages Siiri, eines Tages.“, flüsterte er leise vor sich hin.
Dann, als er gerade gehen wollte hörte er ein Aufschreien. Der Caamasi versuchte zu fliehen. Kay erkannte wie er einen Truppler zur Seite stieß, so kurz vor dem Transporter waren die Soldaten unachtsam geworden. Mit offenem Mund verfolgte der Junge was nun geschah, es musste pure Verzweiflung sein was den Flüchtling antrieb aber er rannte sofort los. Wie zu erwarten kam er allerdings nicht weit. Das Feuer von drei Trupplern Streckten ihn sofort nieder und mehrere Schüsse trafen ihn in seinen Rücken. Dabei beugte er sich kurz auf, warf beide Arme krampfhaft nach oben und man sah wie er in seinen Tode zu erstarren schien. Dann kippte er leblos nach hinten und fiel an dem Abgrund dieser Ebene. Ohne zu verstehen was die Soldaten besprachen näherten sich dem Toten vier weißgepanzerte Truppler. Voller Verachtung gaben sie dem Opfer einen Fußtritt und ließen ihn in die tieferen Ebenen Fallen. Ohne Beerdigung oder ein paar letzte Worte würde er irgendwo, noch tiefer, aufschlagen, und ein Opfer der Zahllosen Raubtiere werden die dort hausten.

Langsam ging der Jedischüler zurück in die Praxis. Noch immer standen die Ushams und der Doc da.
„Kay?“, fragte ihn Terra.
Dieser blickte nur auf und schüttelte den Kopf.
„Man hat sie mitgenommen, sie ist weg.“
Einen kurzen Moment, den Jungen kam es ewig vor, standen sie nur da. Dann drehte sich Doktor Scraep einfach um und ging in seinen Behandlungsraum. Noch konnte Kay den anderen nicht berichten was geschah, also standen sie noch ein paar Minuten in der Praxis, bis sie diese Wortlos verließen.

Die kommenden Tage waren anders, alles schien bedrückt und man redete oder lachte wenig. Kay berichtete seinen Freunden von dem was er sah und er musste immer wieder darüber nachdenken. Aber es gab nichts was er hätte tun können um Siiri oder dem Caamasi zu helfen. Das Imperium schien eine Jagd auf bestimmte Rassen eröffnet zu haben, warum wusste der junge Jedi nicht. Alles was er wusste war das es dabei so Erbarmungslos vorging, wie auch im Tempel. Für Kay gab auch keinen Zweifel dass sie ihn anders behandeln würden wenn sie ihn fassen sollten. Ohne viele Worte wollte das Trio den Arzt besuchen, es war das erste Mal seitdem Vorfall. Sie wussten nicht wie es dem Doc ging, nur das seine Praxis, seit Siiris Entführung, geschlossen geblieben war, solange sie ihn kannten war dies noch nie geschehen. Vorsichtig betraten sie die Räumlichkeiten und fanden ihn sofort. Alles sah, ohne Siiri und den anderen Patienten, so leer aus. Aber nicht nur die Patienten fehlten, auch die Regale und Tische wirkten geplündert. In den Schränken waren kaum noch Medikamente zu finden und auch die Untersuchungsgeräte waren fort.
„Doc, was ist hier los?“, fragte ihn Kav neugierig.
„Was los ist? Was denkt ihr? Ich gehe, ich verlasse diesen verdammten Ort.“
„Verlassen?“, Terra wirkte schockiert, er rettet ihr Leben und war einer der Mittelpunkte im Leben der drei Jugendlichen.
„Ja Verlassen, ich kann es einfach nicht mehr. Seht euch das doch an. Ich versuche den Wesen zu helfen aber es ist Zwecklos. Das Imperium ist das Wohl der Wesen völlig egal, es unterdrückt sie und schreckt nicht vor Mord und Entführung zurück. Durch meine Arbeit bekomme ich viel zu sehen und ich höre noch mehr. Das mit Siiri ist keine Ausnahme. Wer wird der nächste sein? Wann bin ich es? Wie lang soll ich die Leute um mich herum sterben sehen? Auch wenn ihr es nicht verstehen könnt, ich bin hier um zu helfen, etwas zu bewirken aber es ist nicht mehr möglich. Ihr wisst selbst wie schwer es ist an Medikamente ran zu kommen. Ich bin dafür gezwungen mit Verbrechern zu verhandeln. Ok, ihr habt recht, die Wesen hier brauchen Hilfe aber ich kann ihr Leiden nicht lindern, ich kann ihnen nicht helfen. Wenn ich mich nicht selbst opfern will dann muss ich einfach gehen.“
Die Drei brauchten einen Moment um das gesagte zu verdauen. Für sie war der Arzt eine Art Vorbild gewesen, jemand der wusste was richtig war und der es dann auch tat. Nun würde er sie, sie alle, im Stich lassen. Kay wusste nicht ob er wütend oder traurig sein sollte.
„Wo geht ihr denn hin?“, fragte er zögerlich.
„Alderaan, ich werde nach Alderaan gehen. Ein Freund von mir, ich diente mit ihm in den Klonkriegen, lebt dort mit seiner Frau und seinem Sohn. Er hat dort auch eine Praxis und er bot mir an das wir sie gemeinsam führen könnten. Das Imperium hat dort keine Kontrolle und es ist friedlich. Alles wird dort anders sein.“
Kavan war der erste der sich aufrappelte, aus seiner Stimme klang Trotz. Kay erkannte das er sich verraten fühlte.
„Dann Doc ist es wohl Zeit Lebewohl zu sagen.“
Der Arzt nickte ihm zu:“ Ja, ich denke das ist es und ich wünschte es wäre anders aber hier zu bleiben wäre mein Tod.“
Kav und Kay gaben den Arzt ihre Hand und verabschiedeten sich. Die Stimmung war merkwürdig kühl. Die Jungs wussten nicht wie sie sich verhalten sollten. Als Terra an der Reihe war umarmte sie ihn und küsste ihn auf seine Wange.
„Danke Doktor Scraep, sie haben mein,…, Leben gerettet und waren immer für uns da. Ich werde sie nie vergessen. Sie haben uns immer geholfen.“
Mit Tränen in seinen Augen wandte er sich ein letztes Mal an die Drei: „ Ihr solltet mit kommen. Alderaan ist ein schöner Ort zum Leben, man würde sich um euch kümmern. Ich habe Kontakt zu einer Untergrundbewegung, die würden auch euch helfen von hier weg zu kommen.“
Freundlich lächelte ihn Terra an: „ Ich hoffe sie finden wonach sie suchen, wir sehen uns wieder, eines Tages sicherlich.“.
„Lebt Wohl meine Freunde und passt auf euch auf, solange ihr zusammenhaltet kann euch nichts passieren, vergesst das nicht.“.
Dann wandte sich der Arzt ab und Kay würde ihn nie wieder sehen.
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Rosh



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BeitragVerfasst am: So, 08. Mai 2011, 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Applause
Freu mich auf die Fortsetzung Smile Obwohl die Fortsetzung von Soontir Fel mir noch lieber wäre ^^
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Es gibt Versuche, es gibt Erfolge. Die Geschichte preist lediglich die Erfolge. (Sprichwort der Caamasi)

Nu kyr'abyc, shi taab'echaaj'la.
(nicht fort, nur marschierend in weiter Ferne)
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Kyp-Durron



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BeitragVerfasst am: So, 08. Mai 2011, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Wird kommen^^ beides, wahrscheinlich Fel aber früher. Kay gerät in ein neues Stadium was noch etwas mehr Vorbereitung erfordern wird. Ein Blick in die Zujunft von Kays Story bietet aber meine zweite Weihnachtsgeschichte - Das Sklavenschiff, aus den Soldaten Schicksal Sammlungen.
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Rosh



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BeitragVerfasst am: Di, 04. Okt 2011, 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Kyp, gibts mittlerweile ein Update zur Story? Smile
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Es gibt Versuche, es gibt Erfolge. Die Geschichte preist lediglich die Erfolge. (Sprichwort der Caamasi)

Nu kyr'abyc, shi taab'echaaj'la.
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