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Wie gefällt Euch die PT?
1. Die PT gefällt mir gut, aber man hätte einiges besser/anders machen können und sie reicht nicht an die OT heran. 56%  56%  [ 10 ]
2. Die PT ist perfekt, besser als die OT! 28%  28%  [ 5 ]
3. Na ja, die PT geht noch so durch, immerhin. 11%  11%  [ 2 ]
4. Die PT ist schlecht, schlecht, schlecht, das ist bekannt. 6%  6%  [ 1 ]
Abstimmungen insgesamt : 18
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 Betreff des Beitrags: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Sa, 25. Jul 2015, 14:18 
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Registriert: Mo, 20. Aug 2007, 12:18
Beiträge: 275
Wohnort: Glinde bei HH
Tempest hat geschrieben:
Bollux hat geschrieben:
Es wird echt mal Zeit für einen Pro und Contra PT-Thread. :)

Da wird nix draus. Die Pro-Seite hat keine Argumente. Die Contra-Seite will nicht alles zum zehnten Mal wiederholen.

So einfach lasse ich Euch nicht davonkommen. :mrgreen: Immerhin flammt die PT-Diskusion in fast jedem Thema hier auf. Es besteht also durchaus noch Redebedarf.
Hier ist zwar nicht mehr soviel los wie noch vor ein paar Jahren, es sind ja auch viele zu facebook abgewandert, ich versuche es trotzdem mal mit einer Umfrage.
Ich selbst habe für die erste Möglichkeit gestimmt. 1999 bin ich begeistert aus dem Kino gekommen, während alle Anderen ein langes Gesicht gezogen haben. :D
Obwohl man damals ja auch schon einiges gesehen hat, haben mich die Effekte echt umgehauen. Besonders die Szenen im Senat mit den fliegenden Rednerpodesten fand ich klasse.
Darth Maul oder Jango Fett im nächsten Film fand ich als Gegner auch nicht verschenkt; in der OT gab es ja auch kultige Charaktere mit wenig Screentime, z.B. Jangos Sohn. :wink:
Mit der Handlung aller drei Teile kann ich auch gut leben, finde die politischen Vorgänge z.B. auch nicht unlogisch. Im Gegenteil, gerade diese sind ein großer Pluspunkt gegenüber der OT in der man davon ja nicht viel mitbekommt abgesehen von der Information, dass der Senat aufgelöst wurde.
E1 wird oft vorgeworfen es wäre ein Kinderfilm. Das stimmt auch, ist aber gar nicht schlimm, E1 ist E6 recht ähnlich. So schließt sich der Kreis. Der kindliche Ansatz der ersten Folge hat auch seinen Reiz: Wenn das Kind, welches im ersten Film noch Blödsinnigkeiten wie "Bist Du ein Engel?" von sich gibt, in E3 dann als junger Erwachsener mit abeschlagenen Gliedmaßen in der Lava liegt und Obi-Wan "Ich hasse Euch" entgegen brüllt, hat das schon eine besondere Dramatik.
So ist E3 direkt nach E4 auch mein Lieblings-SW-Film.
Das heißt natürlich nicht, dass ich nichts zu meckern hätte: Dass Anakin nie auf der Lars-Farm gelebt hat, passt nicht zu dem was wir von Obi-Wan erfahren haben. O.K., da passt einiges nicht, aber dieser Punkt ist wirklich ein Bruch der Kontinuität.
Auch hätte ich mir einen "richtigen" Jedi-Tempel gewünscht und kein High Tech-Hochhaus.
Ach, ich könnte eine lange Liste aufstellen, von Dingen, die mich an der PT stören. Aber genauso viel gfällt mir auch gut an ihnen.
Unter einem schlechten Film stelle ich mir was anderes vor, "Das Fünfte Element" z.B.
Na gut, soviel zu meiner Meinung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: So, 26. Jul 2015, 13:25 
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Registriert: Mo, 20. Aug 2007, 12:18
Beiträge: 275
Wohnort: Glinde bei HH
Tempest hat geschrieben:

Tsui Choi hat geschrieben:
Red Letter Media kenn ich nicht, aber Confused Matthew ist ein Typ, der sich blöd stellt und skandalisiert ist, weil im Film nicht alles erklärt wird und die Fantasie des Zuschauers gefragt ist. Seine Kritik ist wohl nicht ganz ernst gemeint und soll PT-Hater wie dich belustigen.

Äh nein. Er stellt zurecht fest, dass die PT keine kohärente Geschichte erzählt, weil essentielle Dinge nicht erklärt werden. Das hat mit mangelnder Fantasie nichts zu tun; genausogut könnte ich dir ein weißes Blatt Papier reichen und dich dann als fantasielos beschimpfen, wenn du kein künstlerisches Meisterwerk erkennen kannst. Die PT erzählt keine Geschichte, sie erwartet vom Zuschauer, sich die selbst dazuzudenken.
Wenn du anderer Meinung bist, erkläre mir doch mal bitte mal (nur für den Anfang) diese drei, für die PT-Handlung sehr wichtigen Dinge:
1. Warum wollen sich die Separatisten von der Republik abspalten?
2. Warum will die Republik sie daran hindern? D.h. was steht für die Republik eigentlich auf dem Spiel?
3. Was ist ein Sith?
Bitte nutze kein Wissen aus externen Quellen oder pure Spekulation.
Dann frag dich: Stell ich mich jetzt auch nur blöd, um irgendwelche "Hater" zu belustigen, oder sind diese wichtigen Informationen tatsächlich nicht in den Filmen enthalten?
Wenn diese Filme es aber nicht nötig haben, eine in sich schlüssige Handlung zu erzählen und alles einfach der Fantasie des Zuschauers zu überlassen, was bleibt dann überhaupt an "Film", außer bunter Bilder und Lichtschwerter?


Also, noch lange vor der PT wurden die SW-Filme oft gerade dafür gelobt, dass in Ihnen nicht alles bis ins kleinste Detail erklärt wird. Sondern, dass man in ein bestehendes Fantasy/SF-Universum eintauchen kann, welches seine eigenen Gesetzmäßigkeiten besitzt.
Exakt die gleiche Herangehensweise wurde ihm bei der PT dann zum Vorwurf gemacht.
Ebenso ist es mit der Aussage, dass in E1 so gut wie gar nichts passiert: Die Handlung von E4 kann man in 20 Sekunden wiedergeben, trotzdem ist dies mein absoluter Lieblingsfilm der Saga, eben das Orginal.
Zu den einzelnen Punkten:

1. Warum wollen sich die Separatisten von der Republik abspalten?

Sie haben sich durch Ihre aggressiven Handlungen bereits von der Republik abgespaltet. Der Grund dafür sind Gesetze oder auch in Planung befindliche Gesetze, die die Seperatisten, die ja alle von irgendwelchen "Finanzwelten" kommen, an der Erlangung des ultimativen Profits hindern könnten. Da man aber Geld nicht essen kann (wie die Ökos uns mit dem allgemein bekannten Indianerspruch ja immer wieder glaubhaft versichern) bringt den Seps die reine Abspaltung nichts. Sie sind auf den Rest der Republik angewiesen. Sie wollen die Republik also nach ihren eigenen Wünschen formen, man könnte sagen; sie wollen mit dem Holzhammer Raubtierkapitalismus in der GFFA einführen. Angestachelt zu den militärischen Anschlägen auf Teile der Republik werden sie von Darth Sidious, der im Hintergrund agiert und von dem die Seps annehmen, er hätte die gleichen Beweggründe wie sie selbst, tatsächlich geht es ihm natütlich um die totale Alleinherschaft.

2. Warum will die Republik sie daran hindern? D.h. was steht für die Republik eigentlich auf dem Spiel?

Wie gesagt/geschrieben, die Abspaltung hat bereits stattgefunden, die Republik reagiert auf militärische Angriffe von Abtrünigen. Auf dem Spiel steht der Fortbestand der Republik selbst.

3. Was ist ein Sith?

Die Sith sind machtbegabte Gegner der Jedi, welche vor tausend Jahren von der Bildfläche verschwunden sind und nun anscheinend in zweier Teams wieder auf den Plan treten, was den Jedi Rätsel aufgibt. Das mag wenig Information sein, reicht (wie ich finde) aber völlig aus um Neugierde zu wecken und eine epische Geschichte zu beginnen.

Dem Vorwurf der optischen Sterilität der PT stimme ich zu, aber die Story gefällt mir sehr, das muß die ST erst mal toppen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: So, 26. Jul 2015, 23:01 
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Bollux hat geschrieben:

2. Warum will die Republik sie daran hindern? D.h. was steht für die Republik eigentlich auf dem Spiel?

Wie gesagt/geschrieben, die Abspaltung hat bereits stattgefunden, die Republik reagiert auf militärische Angriffe von Abtrünigen. Auf dem Spiel steht der Fortbestand der Republik selbst.



Also wenn ich mich recht an EP II Erinnere, war es die Republik die zuerst mit einer Klonarmee die Seperartisten auf Genosis Angriffen und sie so quasi in den Krieg gezwungen haben. Klar hatten die Seps da schon eine Droidenarmee im Auftrag, aber das ändert auch nichts daran das sie bis dato die Republik nicht angegriffen haben.
Und das sie eine Senatorin und zwei Jedi, die bei der Spionage ertappt wurden, ist auch kein Krigerischer Akt, schließlich haben sie sich ja schon von der Republik abgespalten und somit andere Gesetze. Somit fällt der Punkt das die Republik auf Militärische Angriffe reagiert weg, es ist sogar so das die Republik die Kriegs treibende Partei ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mo, 27. Jul 2015, 00:00 
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Nö. Wenn eine Abspaltung von der Republik in der Verfassung nicht vorgesehen war, dann darf die Zentralregierung die Ordnung wiederherstellen, um die Einheit der Republik zu waren. Dann ist jegliches Handeln der Separatisten illegal, insbesondere die Aufstellung bewaffneter Streitkräfte. Wir kennen die Verfassung der Republik nicht, aber ich gehe schwer davon aus, dass in Anbetracht der Tatsache, dass viele der Vorgänge dem amerikanischen Bürgerkrieg nachempfunden sind, ein Austritt aus der Republik nicht vorgesehen ist. In den USA ist dies seit dem Bürgerkrieg ein für alle mal geregelt: Separation ist nicht möglich (übrigens ist es auch nicht möglich, auf dem Territorium eines bestehenden Bundesstaates einen neuen auszurufen). Auch in Deutschland wäre dies nicht möglich; das Grundgesetz sieht weder eine Bewaffnung von Bundesländern vor noch einen Austritt aus dem Bund. Das ist nicht möglich, solange das Grundgesetz Gültigkeit besitzt. Insofern wäre schon die Vorbereitung eines bewaffneten Aufstands Grund genug, dass die Zentralregierung eingreift.

Außerdem kann weder Jedi noch Senator auf dem de jure gültigen Territorium der Republik spionieren. Wenn Geonosis überhaupt nicht zur Republik gehört, dann bleibt die Tatsache, dass Separatisten dort ihr Aufmarschgebiet und die Produktionsstätte haben. Auch das macht Geonosis zu einem legitimen Ziel, ohne dass der auslösende Faktor für den Krieg herumgedreht wird.

Wäre jemand im August 1939 in Deutschland einmarschiert, um Hitler am bevorstehenden Einmarsch nach Polen abzuhalten, wäre das auch keine Kriegstreiberei gewesen, sondern der Versuch, den Krieg zu begrenzen bzw. im Ansatz zu verhindern.

Ebenso bin ich nicht der Angreifer, wenn ich einem auf die Fresse haue, der mit einem gezückten Messer auf mich zukommt. Man muss entgegen landläufiger Meinung NICHT warten, bis ein Angriff erfolgt ist - es genügt, dass ich (selbst ggf irrtümlich) nach den mir vorliegenden Informationen einen Angriff des anderen befürchten muss und darf ihn mit geeigneten Mitteln abwehren.

Im Übrigen haben die Separatisten dann faktisch die erste kriegerische Handlung bereits mit den Attentatsversuchen auf Padme begangen - und in der Geschichte wurden Kriege schon aus nichtigeren Gründen geführt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mo, 27. Jul 2015, 09:53 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Nö. Wenn eine Abspaltung von der Republik in der Verfassung nicht vorgesehen war, dann darf die Zentralregierung die Ordnung wiederherstellen, um die Einheit der Republik zu waren. Dann ist jegliches Handeln der Separatisten illegal, insbesondere die Aufstellung bewaffneter Streitkräfte. Wir kennen die Verfassung der Republik nicht, aber ich gehe schwer davon aus, dass in Anbetracht der Tatsache, dass viele der Vorgänge dem amerikanischen Bürgerkrieg nachempfunden sind, ein Austritt aus der Republik nicht vorgesehen ist. In den USA ist dies seit dem Bürgerkrieg ein für alle mal geregelt: Separation ist nicht möglich (übrigens ist es auch nicht möglich, auf dem Territorium eines bestehenden Bundesstaates einen neuen auszurufen). Auch in Deutschland wäre dies nicht möglich; das Grundgesetz sieht weder eine Bewaffnung von Bundesländern vor noch einen Austritt aus dem Bund. Das ist nicht möglich, solange das Grundgesetz Gültigkeit besitzt. Insofern wäre schon die Vorbereitung eines bewaffneten Aufstands Grund genug, dass die Zentralregierung eingreift.

Außerdem kann weder Jedi noch Senator auf dem de jure gültigen Territorium der Republik spionieren. Wenn Geonosis überhaupt nicht zur Republik gehört, dann bleibt die Tatsache, dass Separatisten dort ihr Aufmarschgebiet und die Produktionsstätte haben. Auch das macht Geonosis zu einem legitimen Ziel, ohne dass der auslösende Faktor für den Krieg herumgedreht wird.

Wäre jemand im August 1939 in Deutschland einmarschiert, um Hitler am bevorstehenden Einmarsch nach Polen abzuhalten, wäre das auch keine Kriegstreiberei gewesen, sondern der Versuch, den Krieg zu begrenzen bzw. im Ansatz zu verhindern.

Ebenso bin ich nicht der Angreifer, wenn ich einem auf die Fresse haue, der mit einem gezückten Messer auf mich zukommt. Man muss entgegen landläufiger Meinung NICHT warten, bis ein Angriff erfolgt ist - es genügt, dass ich (selbst ggf irrtümlich) nach den mir vorliegenden Informationen einen Angriff des anderen befürchten muss und darf ihn mit geeigneten Mitteln abwehren.

Im Übrigen haben die Separatisten dann faktisch die erste kriegerische Handlung bereits mit den Attentatsversuchen auf Padme begangen - und in der Geschichte wurden Kriege schon aus nichtigeren Gründen geführt.


Tolle Ausführungen, Zentraldenker. Vieles davon hab ich mir auch schon in Bezug auf Star Wars gedacht, aber das so schön auf einem Fleck zu lesen - super! :)

Zum (zugegebenermaßen leidigen) Thema eine kurze Wortmeldung meinerseits: Ich bin mit dem Prequels aufgewachsen und in mancher Hinsicht sehe ich sie auch der OT überlegen (z.B. gefällt mir der Auftakt von Episode III mit der Schlacht über Coruscant viel mehr als die Eröffnung von Episode IV - nennt mich einen Blasphemiker, aber das ist einfach subjektive Wahrnehmung). Andererseits sehe ich auch viele Fehler (z.B. mangelhafte Dialoge besonders in Episode II; die übertriebene und fast schon komische Darstellung des deformierten Palpatine nach dem Duell mit Mace Windu), die den Spaß etwas beeinträchtigen. Mit dem dystopischen und melodramatischen Ton der Prequels komme ich wunderbar klar, verstehe aber, wenn jemand, der nur die OT kennt, davon etwas befremdet ist. Ich habe ehrlich gesagt kein Interesse, diese seit 16 Jahren geführte Diskussion, an der ich mich auch schon viel zu oft beteiligt habe, nochmal aufzurollen.

Ich hoffe einfach, dass die Sequel-Trilogie auf die Überzeichnung der Schurken (wie sie in der PT geschah) verzichtet, aber dabei nicht das visuelle Erbe der Prequels (die erwähnte Coruscant-Sequenz; das Duell auf Mustafar; generell die 30+ Jahre Fortschritt seit der klassischen Trilogie) vergisst und erst recht nicht, dass die Galaxis aus mehr besteht als aus Wäldern, Sand- und Eiswüsten und Todessternen. Das ist für mich nämlich ein großes Plus der PT: die Vielfalt an Planeten - alles zwischen Stadtwelt und Pilzwelt war dabei und hat die GFFA ungemein bereichert und auch glaubwürdiger gemacht. (Man baut kein Imperium aus Welten wie Tatooine, Endor oder Hoth; Bespin war aber schon ein Schritt in die richtige Richtung in der OT). Bisherige Trailer lassen ja wieder ein Frontier-Wüsten-Setting und Waldplaneten vermuten und das ist mir für einen Film auch recht, aber ich will keine drei Filme in diesen äußerst irdischen und alles andere als außerirdischen Settings verbringen.

Das waren meine paar Cent für dieses Thema... habt Spaß. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mo, 27. Jul 2015, 20:59 
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Registriert: Fr, 04. Apr 2003, 23:37
Beiträge: 3471
Bollux hat geschrieben:
Ich selbst habe für die erste Möglichkeit gestimmt. 1999 bin ich begeistert aus dem Kino gekommen, während alle Anderen ein langes Gesicht gezogen haben. :D

Meine erste Reaktion war gar nicht sooo negativ. Immerhin mal wieder ein SW-Film, optisch wars cool, und die Story würde in den Nachfolgern ja noch ausgebaut werden. Nur hat das erste nicht lange vorgehalten, das zweite konnte auf lange Sicht nicht für fehlenden Inhalt kompensieren, und das was dritte betrifft, nein.

Bollux hat geschrieben:
Obwohl man damals ja auch schon einiges gesehen hat, haben mich die Effekte echt umgehauen. Besonders die Szenen im Senat mit den fliegenden Rednerpodesten fand ich klasse.

Siehe oben. Coole fliegende Rednerpodeste machen halt keinen Film.

Bollux hat geschrieben:
Darth Maul oder Jango Fett im nächsten Film fand ich als Gegner auch nicht verschenkt; in der OT gab es ja auch kultige Charaktere mit wenig Screentime, z.B. Jangos Sohn. :wink:

Gegen relativ flache Charaktere, die nur des Effekts wegen im Film sind, ist auch zunächst einmal nichts einzuwenden - nur wenn alle so sind, dann fehlts irgendwo an Substanz.

Bollux hat geschrieben:
Mit der Handlung aller drei Teile kann ich auch gut leben, finde die politischen Vorgänge z.B. auch nicht unlogisch. Im Gegenteil, gerade diese sind ein großer Pluspunkt gegenüber der OT in der man davon ja nicht viel mitbekommt abgesehen von der Information, dass der Senat aufgelöst wurde.

Das ist gerade das Hauptproblem. Die OT war nicht politisch und wollte es auch nicht sein. Wir haben böse Tyrannen hier und edle Freiheitskämpfer dort. Das ist zwar simpel, funktioniert aber.
Die PT wollte komplexer sein. "Helden auf beiden Seiten", heißt es im Rolltext zu Ep3. Also nix mit schwarzweiß. Nur: Wenn man diesen Ansatz wählt, dann muss man auch Butter bei die Fische tun. Wir sehen immerhin, die Republikaner sind nicht die superguten Strahlemänner, immerhin haben wir dort Palpatine und auch die Jedi handeln moralisch höchst fragwürdig. Nur: von der Gegenseite wissen wir leider so gut wie gar nichts. Die "guten" sind das bestimmt auch nicht, immerhin haben wir dort Dooku, und außerdem verüben die Anschläge. Aber worin genau der Konflikt überhaupt besteht, das ist ein einziges Rätsel. Wir haben zwar viele Senatsszenen und es wird viel über bürokratischen Kram geredet, nur leider sind das alles Nebelkerzen.
Die PT hat keine politische Handlung. Sie tut nur so als ob. Und wer anderer Meinung ist soll sie mir verdammt nochmal endlich mal erklären, weil ich sie nämlich nicht kapiere. Sämtliche politischen Vorgänge in der PT sind entweder komplett sinnlos oder werden nicht erklärt oder beides, und da kommen Leute wie du die mir erzählen wollen die PT sei komplex weil ja was mit Politik drin vorkommt. Nein.

Bollux hat geschrieben:
E1 wird oft vorgeworfen es wäre ein Kinderfilm. Das stimmt auch, ist aber gar nicht schlimm, E1 ist E6 recht ähnlich. So schließt sich der Kreis.

Zu kindisch ist E6 ebenfalls, das stimmt. Ist auch ein ziemlich schlechter Film. Aber wenigstens hat er eine Handlung und besteht nicht nur aus Exposition.

Bollux hat geschrieben:
Der kindliche Ansatz der ersten Folge hat auch seinen Reiz: Wenn das Kind, welches im ersten Film noch Blödsinnigkeiten wie "Bist Du ein Engel?" von sich gibt, in E3 dann als junger Erwachsener mit abeschlagenen Gliedmaßen in der Lava liegt und Obi-Wan "Ich hasse Euch" entgegen brüllt, hat das schon eine besondere Dramatik.

Der Kontrast wäre in der Tat interessant, wenn wir zwischendurch erlebt hätten, wie aus dem lieben kleinen der böse große wird. Tun wir aber nicht. Am Ende von Ep1 ist Anakin ein Sonnenscheinchen und am Anfang von Ep2 ist er ein Arschloch. Der Charakter wird nicht entwickelt sondern quasi rebootet. Und wird ab da auch nicht mehr entscheidend weiterentwickelt. "Dramatik" ist das nicht. Außer eben auf der ganz oberflächlichen generischen Ebene, dass halt jemand in der Lava liegt und schreit. Dass sein angeblicher bester Freund und Mentor tatenlos danebensteht und dann einfach weggeht, macht die Sache dann aber nur noch absurd bis grotesk.

Bollux hat geschrieben:
Das heißt natürlich nicht, dass ich nichts zu meckern hätte: Dass Anakin nie auf der Lars-Farm gelebt hat, passt nicht zu dem was wir von Obi-Wan erfahren haben. O.K., da passt einiges nicht, aber dieser Punkt ist wirklich ein Bruch der Kontinuität.

Versteh ich grad nicht. Wann hat Obi-Wan je behauptet, Anakin hätte auf der Lars-Farm gelebt? Also da seh ich keinen Kontinuitätsbruch. Und selbst wenn wäre es egal. Da stören mich andere Sachen, die Obi-Wan gesagt hat und die in der PT nicht stimmen, weit weit mehr. Zum Beispiel dass Anakin ein guter Freund gewesen wäre. Oder dass die Jedi Hüter des Friedens und der Gerechtigkeit gewesen wären. Oder dass Yoda sein Lehrmeister gewesen wäre. Alles nicht wahr. Die PT hat aus Obi-Wan einen notorischen Lügner gemacht, und das stört mich weit mehr als ein Detailfehler hier oder da.

Bollux hat geschrieben:
Auch hätte ich mir einen "richtigen" Jedi-Tempel gewünscht und kein High Tech-Hochhaus.

Ja, der visuelle Stil gefällt mir auch überhaupt nicht. Alles ist absolut steril und porentief rein, und dass da alles computergeneriert ist sieht ein blinder mit Krückstock. Wär mir aber noch egal, wenns inhaltlich nicht so jämmerlich schwach wäre.

Bollux hat geschrieben:
Unter einem schlechten Film stelle ich mir was anderes vor, "Das Fünfte Element" z.B.

Äh sorry, was? Das fünfte Element? Ein schlechter Film? Was hast du denn geraucht? :P

---

Bollux hat geschrieben:
Also, noch lange vor der PT wurden die SW-Filme oft gerade dafür gelobt, dass in Ihnen nicht alles bis ins kleinste Detail erklärt wird. Sondern, dass man in ein bestehendes Fantasy/SF-Universum eintauchen kann, welches seine eigenen Gesetzmäßigkeiten besitzt.
Exakt die gleiche Herangehensweise wurde ihm bei der PT dann zum Vorwurf gemacht.

Siehe dazu, was ich oben schon geschrieben habe. In einem simplen schwarzweißen Gut-gegen-Böse-Szenario kann ich mich um tiefergehende Erklärungen herumdrücken. Wenn ich politisch komplex werden will, kann ich das nicht mehr.

Bollux hat geschrieben:
Ebenso ist es mit der Aussage, dass in E1 so gut wie gar nichts passiert: Die Handlung von E4 kann man in 20 Sekunden wiedergeben, trotzdem ist dies mein absoluter Lieblingsfilm der Saga, eben das Orginal.

Zum Ende von E4 ist unser Protagonist, Luke, ein vollkommen anderer Mensch als zu Beginn, bedingt durch die Achterbahnfahrt, die er erlebt hat, durch die Dinge die er erfahren hat, Freunde die er gewonnen und verloren hat, durch den Schmerz, seine Familie und seine Heimat zu verlieren, und durch seinen Triumph am Ende. Und wir haben ihn auf diesem Weg begleitet und haben mitgefiebert.
E1? Hat nicht mal einen Protagonisten. Und auch sonst keine Figur, die mir nicht am A... vorbeiginge.

Bollux hat geschrieben:
1. Warum wollen sich die Separatisten von der Republik abspalten?

Sie haben sich durch Ihre aggressiven Handlungen bereits von der Republik abgespaltet. Der Grund dafür sind Gesetze oder auch in Planung befindliche Gesetze, die die Seperatisten, die ja alle von irgendwelchen "Finanzwelten" kommen, an der Erlangung des ultimativen Profits hindern könnten.

Also erstens mal musst du mir erklären, wo in der PT diese Motivation erläutert wird. Sonst muss ich nämlich darauf verweisen, dass ich geschrieben hatte:
Tempest hat geschrieben:
Bitte nutze kein Wissen aus externen Quellen oder pure Spekulation.


Bollux hat geschrieben:
Da man aber Geld nicht essen kann (wie die Ökos uns mit dem allgemein bekannten Indianerspruch ja immer wieder glaubhaft versichern) bringt den Seps die reine Abspaltung nichts. Sie sind auf den Rest der Republik angewiesen. Sie wollen die Republik also nach ihren eigenen Wünschen formen, man könnte sagen; sie wollen mit dem Holzhammer Raubtierkapitalismus in der GFFA einführen.

Gut, nachdem du also - ohne Basis in den Filmen selbst - einen Grund für die Separatisten-Bewegung ausgemacht haben willst, erklärst du mir jetzt, dass eine Abspaltung eigentlich gar nichts bringt, sondern stattdessen eine Umformung hermuss. Die Separatisten sind also überhaupt keine Separatisten sondern Reformisten. Demnach wäre selbst das wenige was wir in der PT über die Separatisten falsch, sogar der Name.
Merkst du nicht, dass du meine Aussage bestätigst, statt sie zu widerlegen?

Bollux hat geschrieben:
Angestachelt zu den militärischen Anschlägen auf Teile der Republik werden sie von Darth Sidious, der im Hintergrund agiert und von dem die Seps annehmen, er hätte die gleichen Beweggründe wie sie selbst, tatsächlich geht es ihm natütlich um die totale Alleinherschaft.

Es ist natürlich klar, dass Palpatine die Separatisten anstachelt und teilweise (über Dooku) sogar steuert, doch ist nicht klar, wieso sie auf ihn hören. Und ja, der Grund wäre wichtig. Wieso sollte irgendjemand alles tun, was ein komischer Mann mit Kapuze und tiefer Stimme ihm sagt, ohne dass ein unmittelbarer Nutzen erkennbar wird? Dies wird insbesondere an der Handelsföderation überdeutlich: Die hat Palpatine in E1 richtig hart ins Knie gef..., das hindert die Trottel aber komischerweise nicht daran, auch in den Folgeteilen willenlos nach seiner Pfeife zu tanzen. Warum bitte? Das wäre wichtig zu wissen, wir wissen sonst nicht warum die Separatisten tun was sie tun, und ein Krieg bei dem wir nicht wissen worum es geht ist einfach nicht interessant.

Bollux hat geschrieben:
3. Was ist ein Sith?

Die Sith sind machtbegabte Gegner der Jedi, welche vor tausend Jahren von der Bildfläche verschwunden sind und nun anscheinend in zweier Teams wieder auf den Plan treten, was den Jedi Rätsel aufgibt.

Eigentlich gibt es ihnen gar keine Rätsel auf. Yoda weiß ja direkt, dass es immer zwei sind. Wozu eine solche Zweier-Regel allerdings gut sein soll, wo sie doch offensichtlich nur Nachteile hat, weiß allerdings niemand so genau.

Bollux hat geschrieben:
Das mag wenig Information sein, reicht (wie ich finde) aber völlig aus um Neugierde zu wecken und eine epische Geschichte zu beginnen.

Zu beginnen vielleicht. Aber wir erfahren ja auch im weiteren Verlauf keinen Deut mehr. Dass es gar nicht mehr Info sein muss, kann man so sehen, mir persönlich ist das eindeutig zu schmal, muss ich sagen. Immerhin hat das Wort Sith es sogar in den Titel des abschließenden Films geschafft. Die Rache der Sith. Gut, wir wissen nicht, wer die Sith sind, und wir wissen auch nicht wofür sie Rache nehmen, also könnte der Film genausogut "Die Ernte der Schnatterfleck" oder "Die Umkehr der Turteldroms" heißen, und es würde an der Aussage nichts ändern.

Bollux hat geschrieben:
Dem Vorwurf der optischen Sterilität der PT stimme ich zu, aber die Story gefällt mir sehr, das muß die ST erst mal toppen.

Ein einziger interessanter Charakter der eine einzige logisch nachvollziehbare Tat vollbringt, reicht zum Toppen bereits aus.

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Zentraldenker hat geschrieben:
Nö. Wenn eine Abspaltung von der Republik in der Verfassung nicht vorgesehen war, dann darf die Zentralregierung die Ordnung wiederherstellen, um die Einheit der Republik zu waren. Dann ist jegliches Handeln der Separatisten illegal, insbesondere die Aufstellung bewaffneter Streitkräfte. Wir kennen die Verfassung der Republik nicht, aber ich gehe schwer davon aus, dass in Anbetracht der Tatsache, dass viele der Vorgänge dem amerikanischen Bürgerkrieg nachempfunden sind, ein Austritt aus der Republik nicht vorgesehen ist. In den USA ist dies seit dem Bürgerkrieg ein für alle mal geregelt: Separation ist nicht möglich (übrigens ist es auch nicht möglich, auf dem Territorium eines bestehenden Bundesstaates einen neuen auszurufen).

Der entscheidende Satz auch hier: "Wir kennen die Verfassung der Republik nicht".
Die ganze Thematik über Recht- oder Unrechtmäßigkeit der Separation in der PT hätt ein interessantes Thema sein können - wenn sie auch nur ansatzweise angesprochen worden wäre. Ist sie aber nicht.

Achtung, Diskurs.

Übrigens auch im Fall der USA kein uninteressantes Thema. Denn erstens ist, wie du ja schon geschrieben hast, das Sezessionsverbot erst nach dem Bürgerkrieg eindeutig formuliert worden: Und zweitens: Selbst dann noch ist es strittig. Um da mal ein interessantes Dokument zu zitieren:
Declaration of Independence hat geschrieben:
When in the Course of human events, it becomes necessary for one people to dissolve the political bands which have connected them with another, and to assume among the powers of the earth, the separate and equal station to which the Laws of Nature and of Nature's God entitle them, a decent respect to the opinions of mankind requires that they should declare the causes which impel them to the separation.

We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.--That to secure these rights, Governments are instituted among Men, deriving their just powers from the consent of the governed, --That whenever any Form of Government becomes destructive of these ends, it is the Right of the People to alter or to abolish it, and to institute new Government, laying its foundation on such principles and organizing its powers in such form, as to them shall seem most likely to effect their Safety and Happiness. Prudence, indeed, will dictate that Governments long established should not be changed for light and transient causes; and accordingly all experience hath shewn, that mankind are more disposed to suffer, while evils are sufferable, than to right themselves by abolishing the forms to which they are accustomed. But when a long train of abuses and usurpations, pursuing invariably the same Object evinces a design to reduce them under absolute Despotism, it is their right, it is their duty, to throw off such Government, and to provide new Guards for their future security.

Man kann den Text ohne weiteres so auslegen, dass das Auflehnen gegen eine ungerechte und tyrannische Obrigkeit nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht eines Volkes ist, und es gibt durchaus nicht wenige Amerikaner (vor allem natürlich im Süden), die das - auch heute noch - so sehen.
Natürlich wird hier eingeschränkt, dass man hier nicht leichtfertig vorgehen soll, sondern nur unerträgliche Unterdrückung die Rebellion rechtfertigt; nur, was genau unerträgliche Zustände sind, das hat noch kein Gesetz in Stein gemeißelt und kann dies auch nicht.

Ende des Diskurses.

Der langen Rede kurzer Sinn ist, wie bereits oben gesagt, dass diese Thematik durchaus auch für die PT interessant hätte sein können, aber da wir nicht wissen, warum die Separatisten sich abspalten, noch ob dies den Gesetzen der Republik nach verboten ist oder nicht, können wir hier schlicht keine Aussage treffen, wer im Recht ist und wer nicht. Die PT geht also auch hier einem potentiell interessanten politischen Thema gezielt aus dem Wege. Zurecht, da es kinderkompatible Filme sein sollen? Sekunde mal, in ROTS werden Leute von Schwertern zerhackt und ein Typ verbrennt in Lava, aber eine politische Fragestellung wäre nicht kindgerecht? Und wo bleibt hier eigentlich das Argument, die PT sei der OT überlegen, weil es politische Themen gibt? Wo sind die denn?

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Darth Spiriah hat geschrieben:
Zum (zugegebenermaßen leidigen) Thema eine kurze Wortmeldung meinerseits: Ich bin mit dem Prequels aufgewachsen und in mancher Hinsicht sehe ich sie auch der OT überlegen (z.B. gefällt mir der Auftakt von Episode III mit der Schlacht über Coruscant viel mehr als die Eröffnung von Episode IV - nennt mich einen Blasphemiker, aber das ist einfach subjektive Wahrnehmung).

"Blasphemie" wäre wohl zu dick aufgetragen, ungläubig den Kopf schütteln muss ich aber schon.
Während in der Anfangsszene von E4 durch das kleine Rebellenschiff und den riesigen Sternzerstörer direkt klar wird, wie übermächtig der böse Gegner und wie unterlegen die armen Rebellen sind, weiß man in der Anfangsszene von E3 nicht wer gegen wen kämpft und warum und wer die Oberhand hat und wer überhaupt wer ist, denn wohlgemerkt, es gibt ja Helden auf beiden Seiten. Das macht den Krieg zu etwas, an dessen Ausgang man persönlich nicht interessiert ist, sondern zu einem weißen Rauschen im Hintergrund.
Einfach die ganze Leinwand mit großen Schiffen und farbenfrohen Explosionen vollzuschmeißen, macht den Konflikt nicht interessant. Style over Substance.

Darth Spiriah hat geschrieben:
Ich hoffe einfach, dass die Sequel-Trilogie auf die Überzeichnung der Schurken (wie sie in der PT geschah) verzichtet, aber dabei nicht das visuelle Erbe der Prequels (die erwähnte Coruscant-Sequenz; das Duell auf Mustafar; generell die 30+ Jahre Fortschritt seit der klassischen Trilogie) vergisst und erst recht nicht, dass die Galaxis aus mehr besteht als aus Wäldern, Sand- und Eiswüsten und Todessternen.

Da vermochte ich in der PT keinen Fortschritt zu sehen, eher im Gegenteil. Gut, es gibt auch Stadtplaneten, Wasserplaneten und Vulkanplaneten, aber immer noch keinen Planeten mit mehr als einem Landschaftsbild, und alles wichtige passiert immer noch auf Tattoine (lol).

Darth Spiriah hat geschrieben:
Bisherige Trailer lassen ja wieder ein Frontier-Wüsten-Setting und Waldplaneten vermuten und das ist mir für einen Film auch recht, aber ich will keine drei Filme in diesen äußerst irdischen und alles andere als außerirdischen Settings verbringen.

Erstens muss man irgendwo drehen (außer man möchte alles wieder im Computer generieren, ein Fehler den man nicht wiederholen wird), und zweitens darf die Umgebung auch nicht zu fremdartig sein, weil sie dem Zuschauer sonst zu künstlich und deshalb unglaubhaft erscheint. Auch wenn es objektiv "realistischer" wäre, die Planeten der GFFA nicht wie die Erde aussehen zu lassen, würde das den Zuschauer effektiv am Eintauchen in die Handlung hindern.

Ich glaube dass dürfte der längste Post sein, den ich jemals fabriziert habe. Ich muss total bescheuert sein, ich hatte eigenlich was anderes mit meinem Feierabend vor... :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mo, 27. Jul 2015, 22:02 
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@Tempest: Sehr eloquent und in weiten Teilen stimme ich vielem zu, wie üblich.

Allerdings: Wir legen in der OT "unsere" Maßstäbe von Gut und Böse an, weil uns das vom Film so impliziert wird. Auch da wird außer der Aussage der "netten" Charaktere, dass das Imperium böse ist, erstmal nicht klar, warum die Rebellen die Guten sein sollen - abgesehen vom Rolltext, der was von Freiheitskämpfern schreibt. Trotzdem wird das Gut/Böse-Verhältnis nie in Zweifel gezogen. Vader zum Beispiel macht in Episode IV eigentlich überhaupt nichts Böses an sich. Er bringt einen Rebellenkreuzer auf, tötet einen Rebllen (ist auch nicht böser oder fieser als Ben's Lichtsäbelschwinger in der Cantina oder Hans Schuss auf Greedo), nimmt Leia gefangen und bringt sie zum Verhör auf den Todesstern. Der auch erstmal nicht nur deshalb böse ist, weil er so heißt. Auch das Duell mit Obi-Wan ist erstmal wertfrei - was wissen wir denn, was in der Vergangenheit beider passiert ist? Das wissen wir alles ebenso wenig wie wir was über Gut und Böse in der PT erfahren. Wir können es annehmen, mehr nicht. Ja, wir wissen nicht, warum sich Separatisten abspalten wollen. Wir wissen aber auch nicht, warum die Rebellen überhaupt den Aufstand proben. Weil sich die Regierung mit Waffengewalt gegen offensichtliche Verräter (namens Leia, die mit besagten Rebellen illegalerweise zusammenarbeitet) wehrt? Lediglich die Vernichtung Alderaaans ist etwas überzogen - aber auch da wissen wir letztlich nicht, wer da außer Leias Vater wohnt und ob die alle unschuldig sind oder nicht - daran ändert auch Tarkins Aussage erstmal nichts. Der mag ein Arschloch sein, aber das macht das Imperium per se noch nicht böse. Zumal Vader interessanterweise gegen die Vernichtung von Alderaan ist, weil das Leia nicht zum Reden bringen wird. Also das Spielchen "zuwenig Info für begründete Schlussfolgerungen" kann man sowohl in der OT als auch in der PT spielen. Zum Beispiel wird in Episode VI auch nicht erklärt, warum es so dramatisch wichtig ist, dass der Imperator den Todesstern besucht und man ihn bei der Gelegenheit hops nehmen kann. Deswegen muss ja nicht gleich das ganze Imperium kollabieren - es sei denn, Palpatine war so dämlich und hat das mit dem "auf Lebenszeit gewählten Souverän" tatsächlich irgendwo verbindlich niedergelegt...

Was den Diskurs angeht: Darüber gibt es viele Meinungen, allerdings ist der Fall de jure schon lange geklärt - ob das nun manche Leute akzeptieren wollen oder nicht. Gibt ja auch immer noch "Reichsbürger", die meinen, sie müssten die Gegebenheiten nach dem Zweiten Weltkrieg nicht akzeptieren und keine Steuern an eine "nichtexistierende" Bundesrepublik zahlen.

Der von dir benannte Passus steht in der Unabhängigkeitserklärung, nicht jedoch (und darauf kommt es juristisch an) in der Verfassung. Die Unabhängigkeitserklärung hat erstmal überhaupt keine Bedeutung im Verhältnis der Staaten zueinander. Aber selbst, wenn man sie als Argumentationshilfe im Sinne von "gegen Tyrannen wehren" nimmt, zieht das nicht. Lincoln war ein regulär gewählter Präsident (kein willkürlich ins Amt gesetzter oder gar geputschter Führer) und handelte ausschließlich nach dem, was ihm die Verfassung diktierte und nach dem, was er für erforderlich hielt die Union zu erhalten. Wirtschaftslagen und die Sklaverei sind erstmal kein Gegenstand eines berechtigten Aufstandes. Im Gegenteil: Man könnte aufgrund der Unabhängigkeitserklärung sogar argumentieren, dass gerade ihre Erklärung der Gleichheit der menschlichen Wesen die Südstaaten ins Unrecht setzt. Natürlich hat der Süden mit der Unabhängigkeitserklärung argumentiert, um sich der Motivation der Gründerväter anzunähern und sich damit eine Rechtfertigung zu geben. Aber das haben die selbst nicht geglaubt. General Robert E. Lee, einer der größten Strategen der Geschichte übrigens, hat den Ruf der Union als Oberbefehlshaber nur deswegen abgelehnt, weil er nicht gegen seinen Heimatstaat Virginia kämpfen wollte. Nur deswegen nahm er dann den Posten auf Seite des Südens an. Er hat aber ebenso offen erklärt, dass er die Sezession definitiv für verfassungswidrig hielt. Letzteres wurde im Übrigen vom Obersten Gerichtshof bereits 1868 geklärt. Alle Staaten sind Teil einer "unzerstörbaren" Union, die nicht aufgelöst werden kann, es sei denn durch Revolution oder durch das Einvernehmen aller Staaten. Aber eben nicht einseitig.

Eher noch könnte man rückwärts argumentieren, die US-Rebellion gegen die Kolonialmacht Großbritannien war seinerseits eine illegale Sezession, allerdings waren die Beziehungen zwischen Kolonie und Mutterland ohnehin nicht in einer Weise geregelt, wie sie innerhalb eines "Mainlands" der Fall wäre. Zum Beispiel waren die Kolonien ja völlig anders strukturiert (da gab es z.B. keine Grafschaften wie in England). Abgesehen davon wäre das ohnehin spätestens mit dem Friedensabkommen bei Kriegsende nichtig gewesen, da England die Unabhängigkeit letztlich anerkannt hat (wenngleich sie es 1812 nochmal wissen wollten).

Insofern: Ja, in vielen Verfassungen (so zum Beispiel auch im Grundgesetz) gibt es ein Recht (sogar die Pflicht) zum Widerstand. Das setzt aber voraus, dass die Zentralregierung selbst gegen die Verfassung verstößt und/oder sie sogar außer Kraft setzt bzw. ihr völlig zuwider handelt. Solange das nicht der Fall ist, hat man eben auch kein Recht auf Widerstand. Weswegen sowas wie die RAF (die sich gern darauf berufen haben) eben auch nur ne Mörderbande war.

Soviel zum Diskurs :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mo, 27. Jul 2015, 22:29 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Ist das Imperium böse

Sorry für die Abkürzung des Quotes, aber ein Fullquote wäre hier viel zu lang gewesen.

Ich stimme dir bis zu einem Punkt vollkommen zu. Und das ist der Punkt, der für Ep4 elementar wichtig ist, da erst hier endgültig belegt wird, dass das Imperium böse ist.
Die Zerstörung Alderaans kann man nicht relativieren.
Durch Obi-Wan erfahren wir, dass auf Alderaan zig Millionen gestorben sind.
Und die Ermordung von Millionen, nur um eine Botschaft zu senden oder eine kleine Rebellengruppe (wenn ganz Alderaan im bewaffneten Kampf gegen das Imperium wäre, wäre es eher ein großer Krieg) zu eliminieren ist nicht akzeptabel.
Ich kann auch keine Atombombe auf Islamabad werfen, um 100 Terroristen die dort wohnen zu eliminieren.

Wenn man jetzt noch ein paar kleine Hinweise (Folterdroide bei Leia, Ermordung der Javas und Owen/Lars, Tarkins Verhalten) hinzunimmt ist es für einen Film imo wirklich völlig eindeutig, dass das Imperium die Bösen sind.
Die Vernichtung Alderaans ist praktisch der rauchende Colt, der die anderen Indizienbeweise hinreichend untermauert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mo, 27. Jul 2015, 23:30 
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Seh ich wie Wedge. Deshalb find ich nebenbei ja auch so lächerlich, wenn im EU dem Imperium unbedingt immer noch Frauen- und Alienfeindlichkeit untergejubelt werden muss... als ob Massenmord nicht reichen würde. Aber das nur nebenbei.
Der Punkt ist: Das ist noch nicht einmal wichtig.
Nehmen wir doch, nur um der Argumentation willen, einmal an, dass das Imperium gar nicht so übel war und Luke durch "Rebellen-Propaganda" beeinflusst wurde. Luke ist unser Protagonist, wir verfolgen die Handlung aus seiner Warte. Wir würden an der Stelle also ebenso manipuliert. Oder wie Obi-Wan sagen würde, es hängt alles vom persönlichen Standpunkt ab. :)
Der Punkt ist, so wie wir die Geschichte subjektiv erleben, sind die Rebellen für uns die guten und die Imperialen sind die bösen. Vielleicht stimmt das nicht. Eigentlich sogar ganz sicher nicht, denn auch im Imperium wird es viele geben, die "einfach nur Soldaten" sind.
Es ist nicht wichtig, denn die Geschichte der OT ist Lukes Geschichte, nicht die der Rebellion. Wir identifizieren uns mit einem Charakter, nicht mit einer politischen Idee. Mit wem identifizieren wir uns in der PT? Wohl kaum mit Anakin. Und mit einer Partei schon gar nicht. Wir können, da wir die Kriegsziele der beiden Seiten überhaupt nicht kennen (und immerhin das ist in der OT sonnenklar), überhaupt keine Seite als "unsere" ausmachen, und über richtig und falsch mangels Info noch nicht einmal diskutieren oder philosophieren (anders als etwa beim US-Bürgerkrieg). Damit ist der Klonkrieg einfach nur egal, es interessiert mich als Zuschauer nicht im Geringsten, wer da gewinnt oder verliert, er verkommt, wie gesagt, zum Hintergrundrauschen. Und gelegentlich auch als Aufhänger für Slapstick-Einlagen, was einfach mal gar nicht geht.

Nochmal off-topic bzgl Bürgerkrieg: Ich bin persönlich nicht der Meinung, dass Verteidiger der Sezession eine sonderlich solide Basis für ihre Argumente haben, sondern dass das "Recht" im Norden lag. Aber das war nicht der Punkt. Ich wollte darauf hinaus, dass eine legale Sezession und eine berechtigte zwei vollkommen verschiedene paar Schuhe sind. Illegal wird sie fast immer sein (wie du schon sagtest, war die Unabhängigkeitserklärung der USA ja selbst schon), ob ein moralisch begründeter Krieg aber ausreichend gerechtfertigt ist, da gabs wohl bei den allerwenigsten Kriegen der Geschichte weniger als zwei Meinungen. Hier ist ein Dokument wie die Unabhängigkeitserklärung, als Gründungsurkunde der USA, sicherlich durchaus ein gewichtiges Argument, und wenn es zehnmal nicht die Verfassung ist. Zumal die "Gründerväter" für die meisten Amis ungefähr den gleichen Status haben wie George Lucas für Tsui Choi. :wink:
Und noch mehr off-topic: Deine gute Meinung von Lee teile ich keinesfalls. Klar, wenn die Sonne der Strategen tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten. Aber unterm Strich waren alle Bürgerkriegsgeneräle ziemliche Dilettanten. Und: Ein Mann, der für eine Sache kämpft, die er selbst als illegal einstuft, ist mir bestenfalls suspekt. Gilt für Grant, der die Sklaverei gar nicht abgeschafft haben wollte, aber im übrigen ganz genauso.
Was sind das für Arschlöcher, die Tausende auf die Schlachtbank schicken für Ziele, an die sie selbst nicht glauben? Es ist eine Schande, dass man solchen Leuten Denkmäler errichtet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 01:38 
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Tempest hat geschrieben:
Seh ich wie Wedge. Deshalb find ich nebenbei ja auch so lächerlich, wenn im EU dem Imperium unbedingt immer noch Frauen- und Alienfeindlichkeit untergejubelt werden muss... als ob Massenmord nicht reichen würde. Aber das nur nebenbei.
Ja, ist schon klar - trotzdem kann man (wenn man will) immer noch argumentieren, dass Tarkin nicht das ganze Imperium verkörpert. Nur, und darauf wollte ich hinaus, muss ich in der PT nicht unbedingt einen Riesenbösewicht aus den Separatisten machen. Für einen Star War reicht es doch, dass zwei Kriegsparteien (und ein Bürgerkrieg war das in der OT namentlich auch) sich die Köppe einschlagen. Ich hätte mir auch mehr Hintergrundinfo gewünscht - keine Frage. Aber das war jetzt erstmal nicht mein größter Kritikpunkt an der PT. Auch dass nicht erklärt wird, was ein Sith ist - es sind offensichtlich (warum auch immer) Erzfeinde der Jedi. Warum? Banane. Vermutlich aus dem gleichen Grund, warum das Imperium sie nicht leiden kann - weil sie die "Guten" sind. Dass sie während der PT-Ära viel Mist gebaut haben, liegt für mich im Wesen der PT begründet. Hätten sie nicht total versagt, wäre die Republik nie gefallen und sie wären nicht ausgerottet worden. Das finde ich beinahe zwingend. Finde ich jedenfalls deutlich besser als diese Märchen aus dem EU, wo ein Jedi komplette Armeen mit einem Kopfnicken bezwingt.

Zitat:
Mit wem identifizieren wir uns in der PT?

Mit Jar Jar Binks natürlich :lol:


Zitat:
Nochmal off-topic bzgl Bürgerkrieg: Ich bin persönlich nicht der Meinung, dass Verteidiger der Sezession eine sonderlich solide Basis für ihre Argumente haben, sondern dass das "Recht" im Norden lag. Aber das war nicht der Punkt. Ich wollte darauf hinaus, dass eine legale Sezession und eine berechtigte zwei vollkommen verschiedene paar Schuhe sind. Illegal wird sie fast immer sein (wie du schon sagtest, war die Unabhängigkeitserklärung der USA ja selbst schon), ob ein moralisch begründeter Krieg aber ausreichend gerechtfertigt ist, da gabs wohl bei den allerwenigsten Kriegen der Geschichte weniger als zwei Meinungen. Hier ist ein Dokument wie die Unabhängigkeitserklärung, als Gründungsurkunde der USA, sicherlich durchaus ein gewichtiges Argument, und wenn es zehnmal nicht die Verfassung ist. Zumal die "Gründerväter" für die meisten Amis ungefähr den gleichen Status haben wie George Lucas für Tsui Choi. :wink:

Die gleichen Gründerväter haben aber auch die Verfassung mitgeschrieben. Gerade aus dem Grunde reicht die Berufung auf die Unabhängigkeitserklärung eben nicht aus. Abgesehen von den Gründen, die ich schon genannt habe. Im Pokerspiel ist die Unabhängigkeitserklärung kein schlechtes Blatt, aber wenn der Einsatz um eine Verfassung und ein paar Bundesrichter erhöht wird, sticht sie nun mal nicht.

Zitat:
Und noch mehr off-topic: Deine gute Meinung von Lee teile ich keinesfalls. Klar, wenn die Sonne der Strategen tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten. Aber unterm Strich waren alle Bürgerkriegsgeneräle ziemliche Dilettanten.


Seh ich anders, aber wir müssen ja nicht immer einer Meinung sein ;)
(ich hoffe, das lesen auch all die Vögel, die uns immer unterstellen, zu dritt alle plattzulabern und uns abzusprechen) :lol:


Zitat:
Und: Ein Mann, der für eine Sache kämpft, die er selbst als illegal einstuft, ist mir bestenfalls suspekt. Gilt für Grant, der die Sklaverei gar nicht abgeschafft haben wollte, aber im übrigen ganz genauso.
Was sind das für Arschlöcher, die Tausende auf die Schlachtbank schicken für Ziele, an die sie selbst nicht glauben? Es ist eine Schande, dass man solchen Leuten Denkmäler errichtet.


Und da bist du (ausnahmsweise) leider auf demselben Holzweg wie die meisten Deutschen, die glauben, dass es im Bürgerkrieg um die Sklaverei ging. Das war bestenfalls eine "secondary mission", wie es im Videospiel heißen würde. Weder war auf Seiten des Nordens jeder ein Gegner der Sklaverei noch war jeder im Süden ein Verfechter derselben. Darum ging es primär überhaupt nicht, zu keinem Zeitpunkt. Die Sklaverei bzw. Pläne zu deren Abschaffung dienten den Separatisten im Süden zur Argumentation, dass der Norden ihren Lebensstil und damit ihre Wirtschaftskraft unterminieren würden. Was allerdings nonsens war. Es war bereits vor 1860 absehbar, dass die wichtigsten Handelspartner des Südens keine Geschäfte mehr mit Sklavenhaltern machen wollten. Ergo hätte die Sklaverei genau aus wirtschaftlichen Gründen früher oder später fallen müssen. Jetzt kommt normalerweise das Argument, dass England mit dem Süden durchaus Geschäfte gemacht hat während des Krieges - da ging es aber auch nicht um Sklaverei (im Gegenteil, die Engländer haben Sklaverei streng verfolgt, schon lange vorher), sondern um die Gelegenheit, die Union zu zerstören, die den Briten noch immer ein Dorn im Auge war. Nein, beim amerikanischen Bürgerkrieg ging es primär für alle Beteiligten um die Erhaltung der Union bzw. deren Abschaffung und die Sezession. Nicht mehr, nicht weniger. Es war kein Kreuzzug gegen die Sklaverei, auch wenn das für die Propaganda sehr gelegen kam. Es war natürlich auch ein nützlicher Faktor ab einem gewissen Punkt und wenn man nebenbei etwas Gutes durchsetzen kann, nimmt man das mit. Deswegen hat einer wie Grant gekämpft. Und Lee stellte halt die Loyalität gegenüber seinem Heimatstaat höher als gegenüber der Union. Das charakterisiert im Übrigen diese Ära, denn bis zum Bürgerkrieg sahen sich die Bundesstaaten stets als wichtiger an als die Union als Nation. Ähnlich wie sich vor der Reichsgründung auch kaum ein Hesse oder Bayer großartig als Deutscher sah. Das echte "Wir sind eine Nation"-Gefühl kam erst nach 1865 und erst seit diesem Zeitpunkt sagt man im englischen Sprachgebrauch auch "The United States IS" und nicht mehr: "The United States ARE" (auch etwas, was im deutschen Sprachumfeld nie begriffen wurde).

Die Zeit arbeitete insofern für den Norden, dass die Sklaverei eben ein Verkaufshemmnis wurde. Im Süden wollte man das so lang wie möglich rauszögern. Letztlich war es aber unvermeidlich, so wie der wirtschaftliche Crash der Sowietunion unvermeidlich war. Es ist Lincoln zu verdanken, dass er die notwendige Weitsicht besaß, die Wichtigkeit der Union für die Zukunft der ganzen Welt zu bedenken. Ohne die Union wäre Nordamerika heute ähnlich wie Südamerika ein Haufen ziemlich unbedeutender Länder - und was das für die Geschichte des 20. Jahrhunderts bedeutet hätte, kann man sich ausmalen (Stichwort WK1).

Aber das ist jetzt wirklich arg off topic - wollte nur aufzeigen, dass Schwarz und Weiß (ja, nettes Wortspiel in dem Zusammenhang) nicht unbedingt immer so eindeutig verteilt sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 03:07 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Aber das ist jetzt wirklich arg off topic - wollte nur aufzeigen, dass Schwarz und Weiß (ja, nettes Wortspiel in dem Zusammenhang) nicht unbedingt immer so eindeutig verteilt sind.

Das off topic ist völlig okay.
Schön, mal wieder eine angeregte, fundierte Diskussion hier im Forum zu haben. :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 07:22 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Ja, ist schon klar - trotzdem kann man (wenn man will) immer noch argumentieren, dass Tarkin nicht das ganze Imperium verkörpert. Nur, und darauf wollte ich hinaus, muss ich in der PT nicht unbedingt einen Riesenbösewicht aus den Separatisten machen.

Äh nein, das will ja auch die PT nicht, sie will eher ein (realistischeres) grau-grau-Szenario und das ist im Prinzip ja auch gut. Einen Kriegsgrund hätte ich aber schon ganz gerne, weil mir sonst der ganze Konflikt irgendwie egal ist.

Zentraldenker hat geschrieben:
Für einen Star War reicht es doch, dass zwei Kriegsparteien (und ein Bürgerkrieg war das in der OT namentlich auch) sich die Köppe einschlagen.

Nein, reicht mir halt nicht. "Es muss ein Krieg drin vorkommen, weil Star Wars im Titel steht und Obi-Wan was von Klonkriegen erzählt hat", ist mir zu generisch.

Zentraldenker hat geschrieben:
Dass sie während der PT-Ära viel Mist gebaut haben, liegt für mich im Wesen der PT begründet. Hätten sie nicht total versagt, wäre die Republik nie gefallen und sie wären nicht ausgerottet worden. Das finde ich beinahe zwingend. Finde ich jedenfalls deutlich besser als diese Märchen aus dem EU, wo ein Jedi komplette Armeen mit einem Kopfnicken bezwingt.

Dass die Republik fällt und dass viele Leute, insbesondere die Jedi, dazu Fehler gemacht haben müssen, ist in der Tat zwingend. Aber das wussten wir vorher, dazu brauchten wir doch die PT nicht. Was ich erwartet hätte wäre eine zumindest andeutungsweise Erklärung des Warum. Palpatine hatte jedenfalls herzlich wenig (für meine Begriffe viel zu wenig) damit zu tun, denn seine großartigen "Manipulationen" funktionieren nur, weil die Republik sich anscheinend selbst hasst, der Senat sich selbst abschafft, die Politiker alle sinnlos handeln und die Jedi samt- und sonders ein dummer und amoralischer Haufen sind. Ergo tut es einem überhaupt nicht leid um die Republik. Sie ging kaputt, weil sie halt kaputt war. Wie kam es dazu, nachdem sie vorher angeblich tausend Generationen Bestand hatte? Erfahren wir nicht. Warum schau ich denn dann überhaupt die PT? Um zu erfahren wie der gute Mensch Anakin Skywalker dem Bösen verfällt, stimmt, das auch. Aber auch das erfahren wir nicht - wie gesagt, ab dem Anfang von Ep2 ist er halt einfach so. Und warum sonst noch? Bunte Bilder und Lichtschwerter.
Ohne Grund für den Krieg und ohne Grund für Anakins Wandel gibts keinen Grund für die PT.

Zentraldenker hat geschrieben:
Und da bist du (ausnahmsweise) leider auf demselben Holzweg wie die meisten Deutschen, die glauben, dass es im Bürgerkrieg um die Sklaverei ging...

Diese Argumentation kenn ich natürlich. Und ich kenne das Gegenargument, dem ich eher geneigt bin zu folgen, nämlich dass der Zeitpunkt der Abspaltung eben doch nahelegt, dass es um die Sklaverei ging. Sicher gab es mehr Faktoren, das bestreitet wohl niemand, aber wäre der Süden bereit gewesen, dafür in den Krieg zu ziehen, hätte er es lange vorher bereits getan. Und umgekehrt: Wäre die Sklaverei nicht wichtig für den Süden gewesen, hätte man sie spätestens mit dem Ausbruch des Krieges ja einfach abschaffen können. Denn dann hätte man auf wesentlich mehr Unterstützung durch die Briten hoffen dürfen und hätte den Norden noch dazu seines angeblich ja vorgeschobenen Kriegsgrunds beraubt. Es ist für mich einer der Fälle, in denen man nicht unbedingt ein Geheimnis, eine Verschwörung oder sonst einen tieferen Sinn hinter einer offiziellen Erklärung suchen muss. Manchmal ist das Pferd halt kein Zebra.
Aber eigentlich möchte ich das gar nicht ausdiskutieren, denn erstens ist es mir nicht sonderlich wichtig und zweitens will ich nicht vorspiegeln, irgendwie ein Experte auf dem Gebiet zu sein. :P

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 13:33 
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Die Sklaverei spielte eine Rolle, natürlich. Aber es war eben nicht der Hauptgrund - das hat gar nix mit Verschwörung zu tun (ich bin übrigens der Letzte, der irgendwelche Verschwörungstheorien ernst nimmt - vieles davon ist so absurd, dass man nicht mal Zeit damit verschwenden sollte, sie zu widerlegen). Es war politisch im Norden überhaupt nicht durchsetzbar, deswegen in den Krieg zu ziehen - einem Arbeiter in New York, der bisweilen schlechter lebte als mancher (Ausnahme-)Sklave im Süden hatte sicher keine Lust, deswegen einen Krieg zu führen. Umgekehrt brachte es auch den Durchschnittssoldaten im Süden wenig, für die Sklaverei zu kämpfen, an der sie nicht partizipierten. Dem Süden ging es um seine Selbstbestimmung, dem Norden ging es um die Erhaltung der Union. Die Sklaverei diente beiden als Argumentationshilfe. Und natürlich war die Sklaverei dem Süden wichtig, aber das ändert nichts daran, dass sie obsolet war. Der Kommunismus ist ja heute noch manchen Leuten wichtig lol. Außerdem brach der Krieg nicht unbedingt deswegen aus, weil beide Seiten Krieg wollten, sondern weil der Süden separieren wollte - und das hat er vorher politisch versucht. Im gesamten Jahrzehnt vor Ausbruch des eigentlichen Krieges gab es durchaus sowohl im Norden als auch im Süden immer wieder Stimmen, die einen Krieg forderten, aber letztlich passiert ist es eben erst 1861. Das mit der Sklaverei ist ein netter, romantischer Rahmen, der der Sache eine gewisse moralische Berechtigung verschaffte, aber nur dafür wäre der Norden eben nicht in den Krieg gezogen. Das kann man auch daran ablesen, dass die eigentliche Emanzipation der Sklaven ja nicht etwa mit Kriegsausbruch vom Norden verkündet wurde, sondern erst viel später, eben weil das politisch gar nicht ganz oben auf dem Zettel stand. Man ging davon aus, dass dieses Übel sich nach Kriegsende irgendwann langfristig von selbst löst - kaum einer im Norden hat Lincoln in der Beziehung unterstützt und am Ende fiel die Abstimmung darüber im Kongress auch denkbar knapp aus. Interessant übrigens, dass es die Demokraten waren, die auch im Norden eher pro Sklaverei waren. In Deutschland setzen viele ja Republikaner mit "böser Hillbilly aus dem Süden" und Demokrat mit "fortschrittlicher Kosmopolit aus dem Norden" gleich - das Gegenteil ist eher richtig, jedenfalls damals (Lincoln war ja selbst Republikaner). Und auch in den 1960ern waren es häufig Demokraten, die im Süden gegen die Gleichberechtigung waren - aber das nur nebenbei.

Zurück zur PT-Diskussion - ja, da hast Du schon Recht, gerade die Wandlung von Anakin wurde überhaupt nicht gut umgesetzt. Man kann natürlich irgendwo nachvollziehen, dass einer Amok läuft, dem sie die Mutter gefoltert haben - aber wirklich MITfühlen mit dem kleinen Jungen aus Episode I kann ich da auch nicht mehr. Den fand ich hingegen im Rahmen des Films relativ gut eingeführt - es wurde halt nur nicht weiter ausgesponnen. Da bin ich auch wieder bei einem meiner Hauptkritikpunkte der PT - der behämmerten Zeitabfolge. Hatten wir ja schon mal - allein schon wegen der Widersprüche im Post-OT-EU hätte man Episode I zehn Jahre früher ansetzen sollen und dass sich innerhalb von Stunden (!) in Episode III alles verändert ist auch Blödsinn - das hätte man filmisch strecken müssen, um es glaubhaft zu machen. Da folgte man eben der OT-Philosophie, dass jede Episode innerhalb weniger Tage spielt, was völlig unnötig ist. Das war übrigens auch schon in Episode V grenzwertig - in der Zeit, in der Han und Leia im Falken vor dem Imperium fliehen, wird Luke innerhalb von was - 48 Stunden? - zum Jedi ausgebildet, wobei man den Eindruck hat, dass er Wochen auf Dagobah abhängt (was glaubhaft wäre). Die Jagd auf den Falken dauert aber definitiv nicht Wochen. Hätte man auch einfach lösen können, wenn sie beispielsweise länger in der Schneckenhöhle abgehängt hätten - irgendein zeitlicher BEzugspunkt eben. Kann man auch nicht mit "im Weltraum spielt Zeit keine Rolle" abtun, denn bei Star Wars tut es das eben doch, da ist man "gegen zwei Uhr in Alderaan".

Jedenfalls stimmt es, dass ich von der PT erklärungsmäßig sehr enttäuscht war, zumal ich schon als elfjähriger in einem eigenen Comic so weit war, dass in dieser Zeit Vader den Senat mit "neuen Sturmtruppen" gesäubert hat und Yoda und Ben abhauen mussten (das wusste man ja nun mal). Das war nur eine Seite oder so - aber vom Storygehalt her nicht weniger aussagekräftig als die PT lol. Und das macht mich irgendwie traurig. Eigentlich auch deshalb, weil man aufgrund des Prolog-Textes des Originalromans zu EPisode IV ja mehr erwarten durfte - schon da fallen Begriffe wie "korrupte Kaiser" (Mehrzahl!) und "mächtige Organe des Handels"...und dass Palpatine zum Imperator wurde, stand da auch schon drin. Aber irgendwie kam erklärungsmäßig nix nach in der PT. In diesem Punkt stimme ich Dir also schon zu. Allein schon die geschnittenen Szenen über den "Beginn der Rebellion im Senat", die man auf den DVDs sehen konnte, hätten der Geschichte gut getan. Aber nein, sowas musste ja raus, weil es die "Story nicht voranbringt" - im Gegensatz zu zwanzig Minuten Slapstick auf dem Separatistenschiff am Anfang oder einem nicht enden wollenden Podrace in Episode I....

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 13:59 
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Da du es erwähntest, ich finde es interessant dass im Vorwort des Originalromans der Kaiser gar nicht böse ist, sondern von den Hofschranzen und Speichelleckern isoliert wird, so dass "die Rufe des Volkes nach Gerechtigkeit sein Ohr nicht mehr erreichen" - so oder so ähnlich war die Formulierung.
Eigentlich find ich das interessanter als den Superbösewicht, der der Imperator ab Ep5 ist. Aber das nur am Rande.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 15:36 
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Ja, das entspricht auch eher dem, was man in Episode IV zur Wichtigkeit des Imperators erfuhr - nämlich NICHTS lol. Und in Buch bzw. Radio Play äußern sich Vader und Tarkin bisweilen sogar abfällig und Tarkin würde ja gerne mit dem Todesstern den Impi entmachten (weswegen dieser überhaupt Vader als Wachhund abgestellt hatte)... aber das passt natürlich alles nicht zum tollen "Ich habe alles vorausgesehen und plane sogar das, was bei mir schiefgeht bis ins Detail genau so, wie es geschieht"-Impi-Mythos.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 16:01 
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Und da sind wir wieder bei der PT-Kritik. Denn die angebliche Plan- und Vorhersehbarkeit aller Ereignisse hat der Imperator in Ep6 zwar auch schon ständig postuliert, letztlich ist er damit aber auf die Fresse gefallen.
In der PT ist diese Prämisse nicht weniger lächerlich, komischerweise klappt aber doch alles so wie Palpi sich das gedacht hat. Dabei werden seine Pläne teilweise komplett offengelegt (z.B. die Nummer mit der Klonarme-Bestellung) und er wird von den Jedi im einen oder anderen Halbsatz des Verrats verdächtigt... nur haben die das bis zur zweiten Hälfte desselben Satzes immer alles schon wieder komplett vergessen und es tut keiner was.
Deshalb geht die Republik letztlich nicht unter, weil Palpi so schlau ist, sondern weil alle anderen komplett behämmert sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 17:14 
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Tempest hat geschrieben:
Deshalb geht die Republik letztlich nicht unter, weil Palpi so schlau ist, sondern weil alle anderen komplett behämmert sind.


Wie heißt es doch - unter den einarmigen ist der dreibeinige König (Kalkofe) :lol:

Wobei es jetzt nicht mal unrealistisch ist, dass keiner was tut.
Das lässt sich in der aktuellen Politik doch auch wunderbar sehen. (oder eher: erschreckenderweise).
Das erscheint mir sogar noch als eines der plausibleren Dinge in der PT.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 19:25 
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Ja, also das stört mich auch eher weniger - solche "die Dummen und Bösen gewinnen weil der Klügere nachgibt"-Geschichten der Selbstzerstörung kann man sowohl aktuell als auch historisch immer wieder nachweisen. Insofern wäre ein "sinnvoller" und logischer Plot in der Hinsicht besser, aber nicht unbedingt realistischer oder gar zwingend. Auch da kann man den Spruch mit den langen Schatten und den Zwergen bei niedrigem Sonnenstand anwenden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 21:16 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Ja, also das stört mich auch eher weniger - solche "die Dummen und Bösen gewinnen weil der Klügere nachgibt"-Geschichten der Selbstzerstörung kann man sowohl aktuell als auch historisch immer wieder nachweisen. Insofern wäre ein "sinnvoller" und logischer Plot in der Hinsicht besser, aber nicht unbedingt realistischer oder gar zwingend. Auch da kann man den Spruch mit den langen Schatten und den Zwergen bei niedrigem Sonnenstand anwenden.

Ja, aber wenn man davon ausgeht, dass die Republik wegen allgemeiner geistiger Umnachtung ihrer Anführer ohnehin dem Tode geweiht war, weil jeder hergelaufene Tölpel sie hätte stürzen können, ist Palpatine als Charakter überflüssig - und damit ein weiterer Grund hinfällig, die PT überhaupt erzählt zu haben.

Du hast also in der Sache recht, doch kann ich darin kein Argument erkennen. Ja, es gab auch in der realen Welt Kriege, die keiner richtig verstanden hat (mein Lieblingsbeispiel dazu der Deutsch-Dänische von 1864 und Lord Palmerstons total geiler Kommentar dazu), und es gab auch in der realen Welt Staaten, die sich durch inneren Verfall und ohne echten Konflikt quasi einfach selbst zerstört haben (meistens weil sie einfach zu groß und anschließend zu träge geworden sind).
Nur - aus beidem macht man keine Kinofilme. Schon gar nicht fürs Massenpublikum. Und das aus sehr gutem Grund.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Di, 28. Jul 2015, 23:42 
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Naja, der Untergang des Römischen Reiches war ähnlich unnötig und durch Dekadenz und Tatenlosigkeit begründet - und darüber gibt es so manchen Film ;)

Aber mal was anderes... @Annika:
Zitat:
Schön, mal wieder eine angeregte, fundierte Diskussion hier im Forum zu haben. :wink:


Es wäre noch schöner, wenn Du dich mal wieder aktiv beteiligen würdest - dein Input war ausnahmslos immer konstruktiv und hat so manche interessante Diskussion angestoßen, vertieft und bereichert. Ich denke, da spreche ich nicht nur für mich ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 00:49 
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Tempest hat geschrieben:
Du hast also in der Sache recht, doch kann ich darin kein Argument erkennen. Ja, es gab auch in der realen Welt Kriege, die keiner richtig verstanden hat (mein Lieblingsbeispiel dazu der Deutsch-Dänische von 1864 und Lord Palmerstons total geiler Kommentar dazu), und es gab auch in der realen Welt Staaten, die sich durch inneren Verfall und ohne echten Konflikt quasi einfach selbst zerstört haben (meistens weil sie einfach zu groß und anschließend zu träge geworden sind).
Nur - aus beidem macht man keine Kinofilme. Schon gar nicht fürs Massenpublikum. Und das aus sehr gutem Grund.



Nebenbei bemerkt bin ich erst vor kurzem zufällig auf Arte über eine Fernsehserie über den deutsch-dänischen Krieg gestolpert. zugegeben, es ist weder ein Kinofilm noch (wahrscheinlich) für ein Massenpublikum, aber es ist inzwischen ein Stoff für das Fernsehen. Auch wenn heutzutage wirklich alles verfilmt wird.

Tempest hat geschrieben:
Da vermochte ich in der PT keinen Fortschritt zu sehen, eher im Gegenteil. Gut, es gibt auch Stadtplaneten, Wasserplaneten und Vulkanplaneten, aber immer noch keinen Planeten mit mehr als einem Landschaftsbild, und alles wichtige passiert immer noch auf Tattoine (lol).


Was ist mit Naboo? Weite immergrüne Graslandschaften, mind. eine große Stadt mit Raumhafen die auch Regierungssitz ist, Wald- und Sumpflandschaften, eine zweite Intelligente Einheimische Spezies, die in Städten im Wasser wohnt und zu guter letzt scheint der Planet mehrere größere Seen und Ozeane zu haben die durch ein unterirdisches Höhlensystem verbunden sind. Scheint mir ziemlich vielfältig zu sein. :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 01:16 
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Danke für das Kompliment :gwink: .

Ich fürchte nur, zur PT-Diskussion kann ich nicht viel beisteuern. Aber ich versuche es mal:

Ein großer Fan der PT war ich nie, da mir einfach Charaktere fehlten, die mir wirklich sympathisch waren (das ist mir persönlich sehr wichtig). Qui-Gonn hätte es vielleicht werden können, aber der war ja leider viel zu schnell weg vom Fenster. Der Rest der Jedi ... nun ja, die hatte ich mir wohl aufgrund der OT etwas anders vorgestellt und daher konnte ich auch damit nicht warm werden. Padmé konnte mich auch nicht überzeugen als Figur und Charakter, auch hier kam kein bisschen Sympathie bei mir auf. Und Anakin ... nein, ganz bestimmt nicht - während ich Vader in der OT als Charakter gut und überzeugend fand, irgendwie authentisch als Charakter, kommt da bei seinem PT-Ich für mich überhaupt nichts rüber. Luke hat zwar in der OT mit seinem jugendlichem Leichtsinn auch manchmal etwas genervt, aber er war trotzdem ein Sympathieträger (für mich) und seine charakterliche Entwicklung fand ich nachvollziehbar und stimmig.

Dazu dann noch solche Figuren, wie Jar-Jar oder die Roger-Rogers, die an meinen Nerven sägen ... da sind mir die Ewoks ja schon richtig sympathisch geworden im Vergleich. :lol: :lol: :lol:

Aber was die PT geschafft hat: Ich bin zum Fan der dunklen Seite in der OT geworden (- speziell des Impis wie man an meinem Avatar ja sieht). 8) 8) :lol: :lol:

Die Story ... dieses ganze politische Hin und Her habe ich beim Schauen der Filme im Kino weder verstanden (danke, dass ihr es hier so ausführlich erklärt habt :wink: ) noch hat es mich als Plot vom Hocker gerissen. Dazu die hölzerne Liebesgeschichte ... :shock: .
Und dazu noch so viele Ungereimtheiten in der Story ... z. B. beschäftigt mich immer wieder die Frage, warum Padmé Anakins Mom nicht aus der Sklaverei freigekauft hat ... das hätte so viel Unheil verhindern können und mir Padme vielleicht sympathischer gemacht. Aber gut, für den Plot war es wohl nicht anders möglich.

Aber tricktechnisch ist die PT sehr gut gelungen und die Kämpfe sind viel dynamischer und akrobatischer, das muss man ihr lassen. :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 07:57 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Naja, der Untergang des Römischen Reiches war ähnlich unnötig und durch Dekadenz und Tatenlosigkeit begründet - und darüber gibt es so manchen Film ;)

Es gibt so manchen Film, der dieses Szenario sozusagen als Kulisse nutzt... aber es wirklich thematisiert? Nenn mir einen.
Wäre allein schon deshalb schwer, weil es ein Prozess über Jahrzehnte war und kein plötzlicher Bruch. Das macht sich p.d. schlecht als Filmhandlung. Und wenn man sich mit diesem Prozess auseinandersetzt, wird eben auch klar, dass das mit dem "unnötig" relativ ist - eigentlich war der Untergang nur folgerichtig.

Jetzt könnte man sagen, war bei der Alten Republik ja vielleicht auch so. Stimmt, an sich wär das nicht unplausibel, aber wir sollen ja die Geschichte schlucken, dass Palpatine die Republik zerstört hat und nicht die Republik sich selber.
Wenn die Republik einfach sowieso am Ende war, gibt es keinen Grund ihr nachzutrauern, die Rebellion hat später keinen Grund, sie wiederherstellen zu wollen, die Jedi bekommen (als Hüter der Republik) auf ewig den Nimbus der Unfähigkeit, Obi-Wan hat in der OT (wie immer!) nur Unsinn und Märchen erzählt, und vor allem verliert Palpatine eine ganze Menge von seiner Bedrohlichkeit. Denn er hat keinen Goliath zu Fall gebracht, sondern einem kleinen Kind den Lutscher weggenommen.

Ich wiederhol mich da irgendwie, ich scheine meinen Punkt nicht rüberbringen zu können...
Da könnte man doch genausogut argumentieren: "Stört mich nicht, dass Anakin ein Arsch ist, Ärsche gibts eben". Ja klar, aber Anakin darf doch keiner sein, sonst haben wir doch gar keinen guten Menschen der durch die Macht böse wird, und somit überhaupt keine Story!
Und wenn die Republik schon zu Anfang der Geschichte eigentlich am Ende ist, gibts auch da keine Story.

Dehalb frag ich immer: Was passiert denn bitteschön in der PT überhaupt relevantes? Die Republik geht unter? Ja, aber nicht gewaltsam und aus keinem anderen logischen Grund als dem, dass sie einfach bescheuert ist. Wo ist da die interessante Geschichte? Und Anakin wird ein dunkler Jedi oder ein Sith oder was auch immer. Ja, aber das schockiert keinen, denn er ist nunmal ein mieser Typ und keiner von den guten, deshalb ist es nicht dramatisch oder tragisch oder sonst irgendwas sondern einfach nur folgerichtig; wo ist da die interessante Geschichte?

Und was helfen ein paar schön choreografierte Lichtschwert-Tänzchen (hallo Annika übrigens, schön nochmal was von dir zu lesen :D ), wenn ich einfach überhaupt keinen Plot habe?

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 09:24 
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Lorian Nod hat geschrieben:
Nebenbei bemerkt bin ich erst vor kurzem zufällig auf Arte über eine Fernsehserie über den deutsch-dänischen Krieg gestolpert. zugegeben, es ist weder ein Kinofilm noch (wahrscheinlich) für ein Massenpublikum, aber es ist inzwischen ein Stoff für das Fernsehen. Auch wenn heutzutage wirklich alles verfilmt wird.

Wie geil. I stand corrected. ;-)
Allerdings sagt bereits der von dir verlinkte Artikel: "Die Serie erfuhr in Dänemark eine kritische Aufnahme, nicht zuletzt aufgrund mehrerer historischer Fehler."
Ich vermute mal (ohne die Serie bislang gesehen zu haben, was ich aber nachholen werde), dass es sich eher um ein Personendrama handelt, welches vor dem Hintergrund eines mehr oder weniger zufälligen Krieges spielt. Wogegen auch nichts einzuwenden ist, solange der Krieg selbst nicht integraler Bestandteil der Geschichte sein soll und man Charaktere hat. Worauf ich anspiele, sollte klar sein. :P

Lorian Nod hat geschrieben:
Was ist mit Naboo? Weite immergrüne Graslandschaften, mind. eine große Stadt mit Raumhafen die auch Regierungssitz ist, Wald- und Sumpflandschaften, eine zweite Intelligente Einheimische Spezies, die in Städten im Wasser wohnt und zu guter letzt scheint der Planet mehrere größere Seen und Ozeane zu haben die durch ein unterirdisches Höhlensystem verbunden sind. Scheint mir ziemlich vielfältig zu sein. :wink:

Was ist mit Tattoine? Weite immersandige Wüstenlandschaften, mind. eine große Stadt mit Raumhafen (wir wissen nicht, obs einen "Regierungssitz" gibt und wo der ist), Felsen- und Dünenlandschaften, eine zweite und dritte intelligente einheimische Spezies, die in Felshöhlen oder Hütten wohnt respektive nomadisch in großen Schrottsammlern durch die Gegend reist. Da fehlen eigentlich nur die durch ein Höhlensystem verbundenen Seen, was aber eh irgendwie Schwachsinn war.

Also so groß war der Sprung auch nicht. Und das war für mich auch nie ein Kritikpunkt weder an der OT noch an der PT. Die GFFA-Planeten sind halt so, ist doch in Ordnung. Wie bereits geschrieben: Man darf es nicht zu exotisch machen, funktioniert für den Zuschauer nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 10:19 
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Wohnort: Oppenheim
Tempest hat geschrieben:
Lorian Nod hat geschrieben:
Nebenbei bemerkt bin ich erst vor kurzem zufällig auf Arte über eine Fernsehserie über den deutsch-dänischen Krieg gestolpert. zugegeben, es ist weder ein Kinofilm noch (wahrscheinlich) für ein Massenpublikum, aber es ist inzwischen ein Stoff für das Fernsehen. Auch wenn heutzutage wirklich alles verfilmt wird.

Wie geil. I stand corrected. ;-)
Allerdings sagt bereits der von dir verlinkte Artikel: "Die Serie erfuhr in Dänemark eine kritische Aufnahme, nicht zuletzt aufgrund mehrerer historischer Fehler."
Ich vermute mal (ohne die Serie bislang gesehen zu haben, was ich aber nachholen werde), dass es sich eher um ein Personendrama handelt, welches vor dem Hintergrund eines mehr oder weniger zufälligen Krieges spielt. Wogegen auch nichts einzuwenden ist, solange der Krieg selbst nicht integraler Bestandteil der Geschichte sein soll und man Charaktere hat. Worauf ich anspiele, sollte klar sein. :P


Ich habe nur zwanzig Minuten eher nebenbei zugeschaut. Kann daher nicht meine Eindrücke mit dir teilen. Den Link habe ich nur eingebracht, damit du Informationen zur Serie hast, weil ich nicht genügend Infos liefern konnte. Ob die Serie letztendlich was taugt oder nicht überlasse ich zumindest selten der Kritik auf Wikipedia. :lol:

Tempest hat geschrieben:
Lorian Nod hat geschrieben:
Was ist mit Naboo? Weite immergrüne Graslandschaften, mind. eine große Stadt mit Raumhafen die auch Regierungssitz ist, Wald- und Sumpflandschaften, eine zweite Intelligente Einheimische Spezies, die in Städten im Wasser wohnt und zu guter letzt scheint der Planet mehrere größere Seen und Ozeane zu haben die durch ein unterirdisches Höhlensystem verbunden sind. Scheint mir ziemlich vielfältig zu sein. :wink:

Was ist mit Tattoine? Weite immersandige Wüstenlandschaften, mind. eine große Stadt mit Raumhafen (wir wissen nicht, obs einen "Regierungssitz" gibt und wo der ist), Felsen- und Dünenlandschaften, eine zweite und dritte intelligente einheimische Spezies, die in Felshöhlen wohnt (wahrscheinlich) respektive nomadisch in großen Schrottsammlern durch die Gegend reist. Da fehlen eigentlich nur die durch ein Höhlensystem verbundenen Seen, was aber eh irgendwie Schwachsinn war.

Also so groß war der Sprung auch nicht. Und das war für mich auch nie ein Kritikpunkt weder an der OT noch an der PT. Die GFFA-Planeten sind halt so, ist doch in Ordnung. Wie bereits geschrieben: Man darf es nicht zu exotisch machen, funktioniert für den Zuschauer nicht.


Ich finde Naboo hat auf der Ebene der Lebenswelt aufgrund der klimatischen Verhältnisse einen wesentlichen Unterschied zu den von dir genannten Welten. Hoth, Tatooine und Mustafar. Es ist lebensfreundlich und verfügt über eine artenreiche Flora und Fauna. Daher würde ich schon sagen, dass Naboo auch verschiedene Landschaftsbilder hat. Das mit Tatooine zu vergleichen halte ich für nicht sinnvoll.

Noch kurz zu Tatooine: Ich schätze Tatooine ist nur aus einem Grund in der PT vertreten: Weil Luke in der OT dort aufgewachsen ist. Da die Vorgeschichte erzählt werden sollte, musste quasi erklärt werden warum Luke dort aufwächst (bei seinem Onkel wohlgemerkt, auch wenn in der PT daraus ein Stiefonkel wurde, oder?). Ich fand die Idee ansich ganz gut, dass Shmi mit Anakin schon auf Tatooine lebte, und sie nach anakins Befreiung neues Glück als Frau von Farmer Lars fand. Soweit die Verbindung, soweit so gut. Im Film wurde es leider katastrophal umgesetzt, vor allem in Episode II. Aber ich denke, darum wollten sie Tatooine in der PT bringen.

Vielleicht noch ein Gedanke zum überlangen Podrennen: Ich fand das damals wie heute nicht so schlimm, dass das Podrennen so augedehnt war. Alleine schon die tatsache, dass es wichtig war um die Reisegruppe vom Planeten zu bekommen (zumindest nach den Handlungen im Film), rechtfertigt für mich dieses Rennen. Ich erinnere mich wie ich damals in Harry Potter 4 im Kino saß und mich nach Minutenlanger Einführung in die Quiddich WM extrem und lautstark aufregte, dass das Finale an sich gar keine Rolle spielte und komplett weggelassen wurde.
Dass das Podrennen überhaupt nötig war weil beim Kauf für die Ersatzteile republikanische Credits auf Tatooine oder zumindest in Mos Espa nichts wert seien, erschließt sich mir bis heute nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 11:58 
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Lorian Nod hat geschrieben:
Ich habe nur zwanzig Minuten eher nebenbei zugeschaut. Kann daher nicht meine Eindrücke mit dir teilen. Den Link habe ich nur eingebracht, damit du Informationen zur Serie hast, weil ich nicht genügend Infos liefern konnte.

Ist nett von dir, ich werde wie gesagt mal reinschauen. :)

Lorian Nod hat geschrieben:
Ich finde Naboo hat auf der Ebene der Lebenswelt aufgrund der klimatischen Verhältnisse einen wesentlichen Unterschied zu den von dir genannten Welten. Hoth, Tatooine und Mustafar. Es ist lebensfreundlich und verfügt über eine artenreiche Flora und Fauna. Daher würde ich schon sagen, dass Naboo auch verschiedene Landschaftsbilder hat. Das mit Tatooine zu vergleichen halte ich für nicht sinnvoll.

Klar ist Naboo schöner und der angenehmere Lebensraum - zumindest für Menschen. Ändert aber nichts an dem SW-Phänomen, dass Planeten anscheinend überall nur eine Kilmazone haben und landschaftlich gleich sind. Das heißt ja nicht, dass es z.B. nur eine Sorte Baum gibt, aber dass die prinzipiell erstmal überall wachsen können.
Dass auf Hoth und Tattooine aufgrund des extremen Klimas überhaupt nur wenig wächst, ist eine Folgeerscheinung davon, aber nichts grundsätzlich anderes.

Lorian Nod hat geschrieben:
Noch kurz zu Tatooine: Ich schätze Tatooine ist nur aus einem Grund in der PT vertreten: Weil Luke in der OT dort aufgewachsen ist. Da die Vorgeschichte erzählt werden sollte, musste quasi erklärt werden warum Luke dort aufwächst (bei seinem Onkel wohlgemerkt, auch wenn in der PT daraus ein Stiefonkel wurde, oder?).

Da "musste" streng genommen überhaupt nichts erklärt werden. Owen musste ja nicht einmal wirklich Lukes Onkel sein, es hätte ja auch sein können dass er ein alter Bekannter oder entfernter Verwandter von Obi-Wan war und man Luke die Onkel-Geschichte nur als Tarnung erzählt hat.
Ich mein, so gut wie jeder Aussage Obi-Wans aus ANH wurde in der PT widersprochen, aber diese total unwichtige Onkel-Geschichte, die sehr leicht nur hätte Tarnung sein können, musste lang und breit erklärt werden? Notfalls mit dem Holzhammer? Versteh ich nicht. Und wieviel Screen Time dafür draufgegangen ist... gerade so als hätten die Filme sonst keine Story, die sie hätten erzählen können... :roll: :lol:
Tattoine war doch wohl vor allem deshalb ein geeigneter Ort, weil man hoffte, dass Vader seinen Sohn auf so einem Hinterwäldlerplaneten nicht suchen und erst recht nicht finden würde. Dass es jetzt plötzlich Vaders Heimatplanet ist, führt diese Überlegung allerdings ad absurdum.
Und selbst wenn Anakin und Owen wirklich verwandt sein sollen, müssen sie immer noch nicht auf Tattoine aufgewachsen sein. Noch nicht einmal auf dem gleichen Planeten, wenn mans genau nimmt.
Außer als Fanservice (der wegen der Logikprobleme und der schlechten Umsetzung aber zum Bärendienst wird) gab es eigentlich keinen Grund, Tattoine in der PT als Schauplatz zu verwenden.

Lorian Nod hat geschrieben:
Vielleicht noch ein Gedanke zum überlangen Podrennen: Ich fand das damals wie heute nicht so schlimm, dass das Podrennen so augedehnt war. Alleine schon die tatsache, dass es wichtig war um die Reisegruppe vom Planeten zu bekommen (zumindest nach den Handlungen im Film), rechtfertigt für mich dieses Rennen.

Ein wichtiger Punkt. Für das Podrennen gilt, genau wie für die Klonkriege: So etwas ist genau dann spannend, wenn etwas wichtiges dabei auf dem Spiel steht. Und hier wie dort fehlt genau dieser Aspekt, denn...

Lorian Nod hat geschrieben:
Dass das Podrennen überhaupt nötig war weil beim Kauf für die Ersatzteile republikanische Credits auf Tatooine oder zumindest in Mos Espa nichts wert seien, erschließt sich mir bis heute nicht.

Ganz genau. Die Ereignisse, die zum Podrennen hinführen und es notwendig machen, sind einfach derart schwachsinnigst konstruiert, dass das Rennen als Selbstzweck nur allzu offensichtlich wird. Da soll Zeit totgeschlagen werden und sonst gar nichts. Denn selbst dem dümmsten Zuschauer dürften spontan mindestens fünf Methoden einfallen, wie man viel einfacher von Tattoine nach Coruscant kommen könnte. Selbst dann, wenn man die Kröte, dass republikanisches Geld angeblich nichts wert ist, einfach mal schluckt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 12:34 
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Lorian Nod hat geschrieben:
Dass das Podrennen überhaupt nötig war weil beim Kauf für die Ersatzteile republikanische Credits auf Tatooine oder zumindest in Mos Espa nichts wert seien, erschließt sich mir bis heute nicht.


Das ist auch vollkommener Schwachsinn.

Es gibt zwei Möglichkeiten.
1) Die lokale Währung und republikanische Credits sind frei konvertierbar.
In diesem Fall wird man vielleicht einen etwas ungünstigeren Kurs bekommen, aber man hat absolut kein Problem damit mit Rep.Cred. zu bezahlen. (Notfalls muss man halt noch zu ner Bank laufen...)
2) Es gibt keine (legale) Möglichkeit, die Währungen zu tauschen. In diesem Fall stellt sich die Frage: Was ist die "wertvolle" Währung.
Einfache Antwort: Natürlich die repulikanischen Credits - damit kann ich nämlcih überall in der Republik alles kaufen.
Mit der einheimischen Währung kann ich nur den Schrott von Tat. kaufen - und nur dort.
Also ist sind Rep.Cred. extrem gesucht und begehrt.
Vergleiche dazu aus der Praxis das Standing der Ost-Mark gegenüber der West-Mark.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 13:19 
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Im Fall von Tatooine kommt meines Erachtens nur Möglichkeit 2 in Betracht, die du vollkommen richtig dargestellt hast.

Gründe dafür findet man in den Filmen reichlich.

Vielleicht sind auch die Credits an unterschiedlichen Orten in Tatooine akzeptiert und an manchen nicht, wie gesehen in Mos Espa. Möglicherweise ist die Stadt kein großes Handelzentrum und wird ausschließlich aufgrund des Podrennbetriebes aufgesucht. Somit wäre für die meiste Zeit des Jahres keine bis wenige besucher in der Stadt und somit die einheimische Währung die maßgebende Währung. Vor allem für kleine Händler wie Watto einer ist. Naja so klein kann er ja auch nicht sein wenn er zufällig ein Ersatzteil für einen königlichen Sternenkreuzer von Naboo hat... :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 13:29 
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Lorian Nod hat geschrieben:
Im Fall von Tatooine kommt meines Erachtens nur Möglichkeit 2 in Betracht, die du vollkommen richtig dargestellt hast.

Gründe dafür findet man in den Filmen reichlich.

Vielleicht sind auch die Credits an unterschiedlichen Orten in Tatooine akzeptiert und an manchen nicht, wie gesehen in Mos Espa. Möglicherweise ist die Stadt kein großes Handelzentrum und wird ausschließlich aufgrund des Podrennbetriebes aufgesucht. Somit wäre für die meiste Zeit des Jahres keine bis wenige besucher in der Stadt und somit die einheimische Währung die maßgebende Währung. Vor allem für kleine Händler wie Watto einer ist. Naja so klein kann er ja auch nicht sein wenn er zufällig ein Ersatzteil für einen königlichen Sternenkreuzer von Naboo hat... :roll:


Das ist genau der Punkt:
Wenn die Jedi meinetwegen nicht ohne weiteres eine Brezel beim Bäcker kaufen können: OK, das akzeptiere ich.
Aber es geht ja um eine große Anschaffung.
Und da ist es immer möglich mit einer soliden Währung zu bezahlen.
Meinetwegen muss man halt ein bisschen Zeit investieren um auf dem Schwarzmarkt Geld zu tauschen.
Wenn das jetzt eine Nonne aus dem Kloster wäre, die vom weltlichen Leben noch nie was gehört hat kann man es auch akzeptieren.
Aber Jedi? Erfahre Jedi?
Das ist lächerlich.

Das Podrennen macht es sogar noch schlimmer - da kommen ja wohl Leute von außerhalb her.
Und die müssen ja wohl auch irgendwo bezahlen.
Also muss es natürlich Möglichkeiten geben mit Rep. Cred. zu bezahlen (oder halt umzutauschen)
Oder ist das Podrennen völlig kostenlos? Verpfelgung bekommen die auch kostenlos? Ersatzteile? Sprit?

In so fern reiht sich das Podrennen und das Ersatzteil perfekt in die PT ein.
Als vollkommen sinnfreie Handlung, die einzig und alleine deswegen geschieht weil es halt so im Skript steht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie gefällt Euch die PT?
BeitragVerfasst: Mi, 29. Jul 2015, 15:00 
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Also ich hätte es an deren Stelle so gemacht:

-Raumschiff der Königin verkauft (dass es auch ohne funktionierenden Hyperantrieb was wert war, steht außer Frage, sonst hätte es als Einsatz beim Rennen auch nicht getaugt).

- Vom Erlös der Königin (evtl. mit Begleitschutz natürlich) ne Passage nach Coruscant besorgt. Es soll auf Tattooine ja den einen oder anderen Frachterpiloten geben, den man anheuern kann. So wurde es in der OT im Prinzip auch gemacht - da haben sie sogar nur mit dem SPeeder angezahlt und der Rest wurde auf Kredit gewährt.

- Wenn der Erlös nicht für alle Anwesenden reicht - so what? Es geht darum, die Königin in Sicherheit zu bringen. Anschließend kann die ja jemanden schicken, der die anderen abholt.

Dann wären sie halt Anakin nie begegnet (oder möglicherweise doch, wenn sie das Schiff bei Watto versilbert hätten, aber zumindest wäre das Podrennen unnötig gewesen.

Es wäre in jedem Fall die sichere Variante gewesen und wäre nicht vom Glück oder irgendwelchen Zufällen abhängig gewesen. Auch wenn es sowas laut Jedi eh nicht gibt - aber was soll's.

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