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BeitragVerfasst: Fr, 16. Mai 2014, 10:14 
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Das würd ich gern glauben DS, aber letztlich wird wohl die Kommerzialisierung immer Vorrang haben.
Wie Bollux schon sagte: Anders kann man eigentlich nicht erklären, warum ausgerechnet TCW kanonisch sein soll.

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Lieutenant Colonel Tempest
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BeitragVerfasst: Fr, 16. Mai 2014, 10:19 
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Tempest hat geschrieben:
Das würd ich gern glauben DS, aber letztlich wird wohl die Kommerzialisierung immer Vorrang haben.
Wie Bollux schon sagte: Anders kann man eigentlich nicht erklären, warum ausgerechnet TCW kanonisch sein soll.


Kanonisch ist, was George selbst gemacht hat. Er und Filoni waren die Executive Producers bei TCW. Insofern: Kanon. Recht einfach erklärt.

Zwar finde ich auch, dass gut ein Drittel der TCW-Folgen unnötig waren und mir gefiel die ursprüngliche Klonkriegstimeline auch besser, aber die Serie hatte durchaus auch ihre Höhepunkte und natürlich war sie viel bekannter als das, was davor so zu den Klonkriegen kam. Da hat der "Kommerz" sicher auch seine Gründe, wenn man Kommerz mit "Bekanntheit" gleichsetzt (wie manche Musikfans das oft bei ihren Bands tun).

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BeitragVerfasst: Fr, 16. Mai 2014, 13:43 
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Ah ja, nur war er an Clone Wars ebenfalls beteiligt, so wie an der EWOK Serie und auch an TFU, doch die sind nicht im Kanon. Ist also nicht so leicht erklärt wieso was nu im Kanon ist.

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BeitragVerfasst: Fr, 16. Mai 2014, 13:50 
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Lucky Skywalker hat geschrieben:
Han72Solo hat geschrieben:
Wenn es Dich nie interessiert hat, was im EU abgeht, dann wäre EVII auch für Dich neu gewesen, wenn das EU Bestand gehabt hätte.


Nur weil es mich nicht interessiert heißt das doch nicht, dass ich gar nichts gelesen habe oder nicht weiß, was passiert. :eyesrolling:


Dann definieren wir beide Desinteresse unterschiedlich. Für etwas, das mich nicht interessiert, verschwende ich keine wertvolle Zeit und bin höchstens durch unvermeidliches Hörensagen über Rudimentäres informiert...

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Über einen Besuch im Smuggler's Run würd ich mich freuen...


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BeitragVerfasst: Di, 05. Aug 2014, 13:53 
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Die Vorabausgabe von A New Dawn ist angekommen. Nehmen wir uns also mal dieses "neue Kapitel" vor... :D *liest*

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BeitragVerfasst: Do, 28. Aug 2014, 03:24 
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Weiß schon jemand wann die Romane auf Deutsch erscheinen?

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BeitragVerfasst: Do, 28. Aug 2014, 07:16 
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Frühestens 2016.

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BeitragVerfasst: Do, 28. Aug 2014, 14:21 
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Darth Spiriah hat geschrieben:
Frühestens 2016.


Schade, finde ich eigentlich Merkwürdig das wir noch über ein Jahr mit Legends abgespeisst werden.

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BeitragVerfasst: Do, 28. Aug 2014, 15:09 
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Die Legends sind immer noch offizielle Star-Wars-Bücher, auch wenn sie nicht im Filmkanon spielen. Von "abspeisen" kann also keine Rede sein - man versorgt uns mit großartigem Material. Habe heute morgen die Cover des restlichen 2015-Programms von Blanvalet sichten dürfen und freue mich schon sehr darauf... ein netter Abschied vom SWEU.

Abgesehen davon dauert es im Regelfall immer grob 1 bis 1,5 Jahre, bis ein Star-Wars-Roman übersetzt wird. Sollte man z.B. A New Dawn Anfang 2016 bringen (das ist jetzt meine Spekulation und keine Insider-Info, dass es auch definitiv da erscheint), wäre das noch ganz im Rahmen.

Dazu kommt, dass das 2015-Programm mehr oder minder schon feststand, als A New Dawn, Tarkin etc. angekündigt wurden.

Falls du dich dafür interessierst, ob es sich überhaupt lohnt, auf A New Dawn zu warten, kann ich dir meine Rezension anbieten:
http://jedi-bibliothek.de/blog/2014/08/ ... on-miller/

Für mich macht es eben wenig Unterschied, ob ich Legends oder Kanon lese. Das Wissen aus den Kanonbüchern stecke ich dann in die Schublade "Relevant für die Filme", das andere ist dann eben "Legende mit möglicherweise wahrem Kern - aber immer noch sehr gute Unterhaltung, die ich nicht missen möchte".

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BeitragVerfasst: Do, 28. Aug 2014, 15:30 
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Stimmt schon aber momentan ist halt Filmfieber bei mir und da will ich einfach die Kanonischen Bücher lieber. Und nach der Rezession will ich es immer noch lesen:-).

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BeitragVerfasst: Do, 28. Aug 2014, 16:03 
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Also du kannst auf jeden Fall schon mit kanonischen Jugendromanen (nicht Kinderbücher, sondern Jugendbücher!) anfangen - da geht es im Oktober mit "Ezras Spiel" los. Kanonische deutsche Comics kommen dann ab Mai 2015 mit Darth Maul: Son of Dathomir bei Panini. DK bringt im Oktober dann den kanonischen Star Wars Rebels: The Visual Guide als "Die Geschichte der Rebellen", ein sehr lesenswertes Buch (habe die US-Ausgabe).

Rezension bitte mit n. :P Rezession ist wirtschaftlicher Abschwung... Aber naja, was die Rezension dir zeigen sollte, ist, dass du Rebels auch problemlos ohne A New Dawn verstehst. ;) Es verleiht den Figuren zwar etwas mehr Tiefe, aber auch nicht allzu viel.

Wenn du es natürlich gar nicht mehr aushalten kannst, dann würde ich dir empfehlen, die für dich interessanteren Titel schon auf Englisch zu holen (sofern die entsprechenden Sprachkenntnisse vorhanden sind) ... die kannst du ggf. dann ja wieder verkaufen, wenn die deutsche Ausgabe kommt, oder beide sammeln oder auf die dt. Ausgabe verzichten... wie du magst. :D

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BeitragVerfasst: Do, 28. Aug 2014, 16:20 
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So wird es zumindest bei Tarkin und Sith Lords kommen. Aber ansonsten ist für mich auch noch viel EU speziell zu Bane Zeit und davor übrig was ich lesen kann.

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BeitragVerfasst: Do, 28. Aug 2014, 16:42 
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Darth Bane lohnt sich sehr... und ich liebe generell die Alte Republik - viel Raum für gute Geschichten abseits der bereits ausgelutschten Charaktere.

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BeitragVerfasst: Do, 28. Aug 2014, 19:39 
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Ich kenne bisher nur den ersten und fand ihn auch wirklich gut. Eines der wenigen Bücher die ich mehrfach gelesen habe.

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BeitragVerfasst: Fr, 29. Aug 2014, 09:53 
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Gut geschätzt @Darth Spiriah ich habe mal bei Blanvalet nachgefragt


Hallo Julian!
ein bisschen warten müsst ihr leider doch nocht.
Wir gehen davon aus, dass wir diese Titel ab November 2015 veröffentlichen werden. Genauere Termine stehen noch nicht fest.

2 Bände zwischen November 2015 und April 2016
3 Bände zwischen Mai 2016 und Oktober 2016

Viele Grüße
Johannes vom Blanvalet Verlag

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BeitragVerfasst: Fr, 29. Aug 2014, 10:37 
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Gut, mit schätzen hat das weniger zu tun. :D Der zuständige Redakteur und ich stehen in Mailkontakt. ;) Mein Infostand ist minimal anders als der von Johannes bzw. sind die Daten etwas verschoben, aber sollte im Großen und Ganzen passen.

Abgesehen davon passt das dazu, dass Blanvalet pro Halbjahr 3 Romane bringt. ;)

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BeitragVerfasst: Mo, 13. Okt 2014, 22:35 
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Da Sky uns im neuen Magazin dazu ermutigt, unsere Meinung zu diesem Thema hier zu schreiben, und ich die meine vielleicht nicht ganz klar zum Ausdruck gebracht habe, will ich sie präzisieren:
Zum Begriff "Erweitertes Universum": Ich verstehe immer noch nicht, inwiefern dieser Begriff den Fans zu verstehen gegeben haben sollte, daß die Geschichten, die das EU bilden, einen geringeren Wahrheitsgehalt hatten als die Filme. Für die Einführung des Begriffs gab es offensichtliche Gründe: Die Saga wurde von anderen Autoren in anderen Medien weitererzählt. Damit ist der Begriff ausreichend erklärt. Er besagt nach meinem Verständnis zwar nichts über den Wahrheitsgehalt der Geschichten. Aber dadurch, daß diese Geschichten alle von Lucas zum Verkauf freigegeben wurden, wurde dem Leser suggeriert, daß sie auf einer Stufe mit den Filmen standen. Wenn man das EU von der Kinosaga hätte klar abgrenzen wollen, hätte man es "Abgeleitetes Universum" nennen sollen.
Zum Thema "EU" vs "Legenden": Was dazu im Magazin steht wirkt auf mich wie Schönrederei. Kurz gesagt: Für mich sind "weiterhin Bestand haben" und "als Inspirationsquell dienen" zwei grundverschiedene Sachen. Klar entscheidet am Ende jeder für sich, welche Geschichten zählen, aber je mehr Geschichten von einem Großteil der Fans als Kanon akzeptiert werden, desto gesünder ist das Franchise. Und ich bin da nicht sehr optimistisch, was die Zukunft des Kanons angeht.
Zum Thema "Storygroup": An sich eine gute Sache, das große Problem ist halt, daß man den Kanon weitgehend geleert hat. Wie ich hier vor ein paar Monate erwähnte, bin ich in vielen Fällen bereit, mir von Lucas eine gute alte Geschichte durch eine neue schlechtere zerstören zu lassen, weil mir seine Vorstellungen viel bedeuten. Die Vorstellungen von Disney, Kennedy, Filoni & Co. bedeuten mir aber weitaus weniger. Wenn eine neue Geschichte einer alten widerspricht und sie schlechter als die alte ist, dann werde ich die neue ignorieren. Bleibt also zu hoffen, daß nicht allzuviele Leute wie ich denken, oder daß Lucasfilm sich wirklich viele tolle Geschichten einfallen läßt...

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"Es gibt keine Republik mehr, Meister Darté. Der Senat hat beschlossen, ein Imperium auszurufen, schon vergessen?"- Tsui Choi (Jedi-Meister)


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BeitragVerfasst: Di, 14. Okt 2014, 15:56 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Zum Begriff "Erweitertes Universum": Ich verstehe immer noch nicht, inwiefern dieser Begriff den Fans zu verstehen gegeben haben sollte, daß die Geschichten, die das EU bilden, einen geringeren Wahrheitsgehalt hatten als die Filme. Für die Einführung des Begriffs gab es offensichtliche Gründe: Die Saga wurde von anderen Autoren in anderen Medien weitererzählt. Damit ist der Begriff ausreichend erklärt. Er besagt nach meinem Verständnis zwar nichts über den Wahrheitsgehalt der Geschichten. Aber dadurch, daß diese Geschichten alle von Lucas zum Verkauf freigegeben wurden, wurde dem Leser suggeriert, daß sie auf einer Stufe mit den Filmen standen. Wenn man das EU von der Kinosaga hätte klar abgrenzen wollen, hätte man es "Abgeleitetes Universum" nennen sollen.

Quasi Universum'.
OK, der war dumm, musste aber sein. :P
Zum Thema: Du sagst es sehr richtig, es wurde suggeriert, dass diese Geschichten auf einer Stufe mit den Filmen standen. Und LF hätte den Teufel getan, etwa was anderes zu verlautbaren; das hätte ja umsatzmindernd wirken können.
Mich hat allerdings schon zu "Lebzeiten" des EU maßlos verblüfft, wie bedingungslos manche Fans den eigenen gesunden Menschenverstand dem offiziellen LF-Logo gnadenlos untergeordnet haben. Da konntest du auf noch so viele Widersprüche der EU-Werke zur OT wie auch zu anderen Büchern hinweisen - egal, Lucas hats abgesegnet, also muss das alles so in Ordnung sein (gut, den gleichen seltsamen Effekt kann man bei der PT beobachten, aber wenigstens war Lucas da wenigstens selber dran beteiligt, was man bei mindestens 99% der EU-Werke wohl bezweifeln darf).
Also von daher: Ja, stimmt, Lucasfilms Aussage zufolge hatten die EU-Bücher schon immer den gleichen Wahrheitsgehalt wie die Filme.
Aber: Nein, glaubwürdig war diese Aussage noch nie.

Tsui Choi hat geschrieben:
Zum Thema "EU" vs "Legenden": Was dazu im Magazin steht wirkt auf mich wie Schönrederei. Kurz gesagt: Für mich sind "weiterhin Bestand haben" und "als Inspirationsquell dienen" zwei grundverschiedene Sachen. Klar entscheidet am Ende jeder für sich, welche Geschichten zählen, aber je mehr Geschichten von einem Großteil der Fans als Kanon akzeptiert werden, desto gesünder ist das Franchise.

Nach dieser Definition war das Franchise allerdings schon auf dem Totenbett. Zwar konntest du bestimmt viele Fans finden, die deutlich mehr Werke als "Kanon" gelten ließen als z.B. ich, aber du würdest wohl kaum zwei gefunden haben, bei denen die exakt gleichen Werke im jeweils "persönlichen Kanon" waren.
Die ganze Sache war eben so vermurkst, dass man eine persönliche Auswahl treffen musste. Und das ist das genaue Gegenteil der Bedeutung von "Kanon", weshalb mir die Benutzung dieses Wortes im SW-Kontext von jeher zutiefst zuwider war: Nichts als Marketing-Geschwätz.
Im Prinzip ist die Umdeklarierung zu nicht-kanonischen "Legenden" also längst überfällig und wenigstens ehrlich, doch fehlt mir eine Entschuldigung.
Nämlich dafür, die eigenen Fans jahrelang bewusst für dumm verkauft zu haben.

Tsui Choi hat geschrieben:
Zum Thema "Storygroup": An sich eine gute Sache, das große Problem ist halt, daß man den Kanon weitgehend geleert hat. Wie ich hier vor ein paar Monate erwähnte, bin ich in vielen Fällen bereit, mir von Lucas eine gute alte Geschichte durch eine neue schlechtere zerstören zu lassen, weil mir seine Vorstellungen viel bedeuten. Die Vorstellungen von Disney, Kennedy, Filoni & Co. bedeuten mir aber weitaus weniger.

Ein valider Punkt. Aber absolut nichts anderes, als was du im "alten" Kanon auch schon hattest. Oder gabs da jemals ne neue Geschichte, die einer bestehenden nicht mehr oder weniger krass widersprochen hätte? Das ging doch irgendwann selbst beim besten Willen nicht mehr, weil der ganze bestehende "Kanon" in sich inkonsistent war. Also musstest du eine einigermaßen sinnvolle Teilmenge finden. LF macht das halt jetzt mit dem Holzhammer, indem es den "Kanon" einfach weitgehend "geleert" hat, wie du richtig schreibst. Auf die alte Tour gings halt irgendwann schlicht nicht mehr weiter.

Was mich persönlich an der Sache stört ist nicht, dass sie es so gemacht haben, sondern dass es überhaupt nötig war.
Und ob sich wirklich so viel ändern wird? Die Idee der "Storygroup" ist an sich ja nicht neu, nannte sich vorher nur "Kontinuitätsabteilung" - und hat komplett versagt.
Ich habe eigentlich wenig Grund anzunehmen, dass es diesmal viel anders laufen wird.

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BeitragVerfasst: Di, 14. Okt 2014, 21:08 
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Tempest hat geschrieben:
Oder gabs da jemals ne neue Geschichte, die einer bestehenden nicht mehr oder weniger krass widersprochen hätte? Das ging doch irgendwann selbst beim besten Willen nicht mehr, weil der ganze bestehende "Kanon" in sich inkonsistent war.

Du scheinst mir viele Widersprüche gefunden zu haben, wo Andere keine (störende) gesehen haben. Ich glaube, daß der Kanon für die meisten Fans konsistent war.

Tempest hat geschrieben:
Zwar konntest du bestimmt viele Fans finden, die deutlich mehr Werke als "Kanon" gelten ließen als z.B. ich, aber du würdest wohl kaum zwei gefunden haben, bei denen die exakt gleichen Werke im jeweils "persönlichen Kanon" waren.

Ich meinte nicht, daß die "persönliche Kanons" sich exakt gleichen, sondern daß sie möglichst viele Werke gemein haben sollten. Und ich glaube, daß es nicht wenige Werke gab, die für viele Fans dazuzählten.
Der Neustart des Kanons wird das Fandom spalten: Es wird das Lager geben, für das nur das alte EU zählt, das Lager, für das nur die neue Einheitskontinuität gilt, und es wird die Fans geben, die versuchen werden, das beste aus dem EU mit dem bestem aus der Einheitskontinuität zu vereinen. Das ist schlecht für das Fandom und hätte nicht sein müssen.

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BeitragVerfasst: Mi, 15. Okt 2014, 08:42 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Du scheinst mir viele Widersprüche gefunden zu haben, wo Andere keine (störende) gesehen haben. Ich glaube, daß der Kanon für die meisten Fans konsistent war.

Ich glaube eher, dass gerade zum Ende hin viele Fans viel zu frustriert waren, sich immer wieder die neuen Logikbrüche durch eigene Erklärungen irgendwie zurechtbiegen zu müssen, zumal von LF keinerlei Bemühen zu sehen war, diese Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Es kommt der Punkt, wo man sich nur noch veräppelt vorkommt. Für manche früher, für manche später.
Aber gut, ist ein Fall von persönlicher Meinung.

Tsui Choi hat geschrieben:
Ich meinte nicht, daß die "persönliche Kanons" sich exakt gleichen, sondern daß sie möglichst viele Werke gemein haben sollten. Und ich glaube, daß es nicht wenige Werke gab, die für viele Fans dazuzählten.

Du meinst also, man hätte vielleicht eine Fan-Umfrage starten sollen, um diesen "Kern" herauszufinden, und diesen dann zum neuen Kanon erklären?

Tsui Choi hat geschrieben:
Der Neustart des Kanons wird das Fandom spalten: Es wird das Lager geben, für das nur das alte EU zählt, das Lager, für das nur die neue Einheitskontinuität gilt, und es wird die Fans geben, die versuchen werden, das beste aus dem EU mit dem bestem aus der Einheitskontinuität zu vereinen. Das ist schlecht für das Fandom und hätte nicht sein müssen.

Naja, das stimmt, sein "müssen" hätte gar nichts. Man hätte einfach weiterhin neue Geschichten produzieren und die Konflikte einfach alle ignorieren können. Nur, ein einheitliches Fandom ohne die von dir erwähnten "Lager" hättest du dadurch eben auch nicht. Da hättest du die, die sich so weit verbiegen können, alles gut und widerspruchsfrei zu finden, was das LF-Logo trägt, dann die die eine persönliche Auswahl treffen (also einen "persönlichen Kanon" bilden), und schließlich die die irgendwann genug haben und das ganze EU ablehnen, weil sie den Eindruck haben dass LF auf die Kontinuität ohnehin pfeift.
Wobei durch die neue Serie(n) ohnehin ein Bruch herbeigeführt worden wäre, weil dadurch garantiert auch wieder einiges der SW-Geschichte umgeschrieben werden muss. Dann hättest du zusätzlich noch ein Prä-Rebels-Lager und ein Post-Rebels-Lager.
So oder so wirst du immer die Situation haben, dass sich zwei SW-Fans nicht über ihr Hobby unterhalten können, ohne von mehr oder weniger krass unterschiedlichen Universen zu reden. Deshalb sag ich ja immer: Den vielbeschworenen "SW-Kanon" gibt es nicht.
Das liegt einfach an der großen Inhomogenität des bisher publizierten Materials (Sowohl Bücher und Comics als eben auch Filme), wo augenscheinlich immer der Grundsatz galt und gilt: Kurzfristiger Gewinn vor langristiger Kontinuität.
Daraus entsteht irgendwann ein gordischer Knoten, bei dem nur noch das Schwert hilft.
Ist das ne tolle Lösung? Natürlich nicht. Nur, wie gesagt: Die gravierenden Fehler liegen in der Vergangenheit und sind durch niemanden reparierbar (außer vielleicht Marty McFly).

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BeitragVerfasst: Mi, 15. Okt 2014, 08:50 
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Die richtigen Worte hat ein weiser Mann aus der Welt des SW schon gefunden, was das ganze anbelangt. Das Schlußzitat lautet: ...Zumal seit jeher gilt: Was für jeden persönlich "wirklich" im Star-Wars-Universum passiert ist, entscheidet am Ende eh jeder für sich.

Der ganze Text zu diesem Zitat steht auf Seite 56 des aktuellen SW-Magazins Nr. 75 und wurde von Sky verfasst. Vielen Dank dafür.

Persönlich möchte ich noch anmerken, dass ich mich bisher mit dem späteren Verlauf nach Epi. 6 nie so recht anfreunden konnte und eigentlich froh darüber bin, dass die Geschichte "anders" weitergeht. Mit späterem Verlauf meine ich die Geschichten, z. B. um die Yuuzhan Vong, die etliche Zeit danach spielen. Damit ist SW etwas zu sehr abgedriftet und nimmt schon fast Züge wie bei Perry Rhodan an. Das restliche EU zwischen den Filmen möchte ich auf keinen Fall mehr missen, da ich dort auch meine Favoriten habe. Auch wenn dann das eine oder andere zwischen "neue" und "alt" (ich untertreibe jetzt mal bewußt) nicht mehr zusammenpassen sollte, eigentlich doch egal. Man kann sich doch dann seine eigenen Vorstellungen kreieren, so dass es letztendlich zusammenpasst. Ich denke an Fantasie mangelt es einem SW-Fan nicht ! Bleibt dem alten treu (werde ich garantiert auch) und lasst Euch vom neuen überraschen (bin auf jeden Fall gespannt).

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BeitragVerfasst: Mi, 15. Okt 2014, 11:05 
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BA-CH-I hat geschrieben:
Die richtigen Worte hat ein weiser Mann aus der Welt des SW schon gefunden, was das ganze anbelangt. Das Schlußzitat lautet: ...Zumal seit jeher gilt: Was für jeden persönlich "wirklich" im Star-Wars-Universum passiert ist, entscheidet am Ende eh jeder für sich.

Das seh ich ja genauso (hab ich oben sogar fett gemacht). Nur ist das eigentlich nicht der Sinn eines Kanons.

BA-CH-I hat geschrieben:
Persönlich möchte ich noch anmerken, dass ich mich bisher mit dem späteren Verlauf nach Epi. 6 nie so recht anfreunden konnte und eigentlich froh darüber bin, dass die Geschichte "anders" weitergeht. Mit späterem Verlauf meine ich die Geschichten, z. B. um die Yuuzhan Vong, die etliche Zeit danach spielen. Damit ist SW etwas zu sehr abgedriftet und nimmt schon fast Züge wie bei Perry Rhodan an.

Auch hier stimme ich 100%ig mit dir überein. Der erste Yuuzhan-Vong-Roman war mein letztes EU-Buch. Nachdem die Autoren über Jahrzehnte nicht hinbekommen haben, aus den Überresten des Imperiums einen glaubwürdigen und ernstzunehmenden Gegner zu machen, sondern eine Schießbudenfigur nach der anderen kreierten und die sehr seltenen Ausnahmen umgehend um die Ecke brachten, so dass eine etwas länger währende Bedrohung niemals aufgebaut werden konnte, fielen sie schließlich aufs 08/15-Schema der fiesen Ekel-Aliens aus der untersten Klischee-Schublade zurück. Einfach nur armselig.

BA-CH-I hat geschrieben:
Auch wenn dann das eine oder andere zwischen "neue" und "alt" (ich untertreibe jetzt mal bewußt) nicht mehr zusammenpassen sollte, eigentlich doch egal. Man kann sich doch dann seine eigenen Vorstellungen kreieren, so dass es letztendlich zusammenpasst. Ich denke an Fantasie mangelt es einem SW-Fan nicht!

Die Frage bleibt: Wofür werden dann eigentlich die SW-Autoren und die "Storygroup" bzw. vormals die Kontinuitätsabteilung bezahlt? Dafür, dass du aus dem Geschreibsel mit eigener Fantasie selber was einigermaßen vernünftiges zusammenschustern musst?
Wenn von vornherein gesagt worden wäre, hier, wir geben euch ein paar neue Geschichten, für "Wahrheits"-Gehalt und Kontinuität übernehmen wir aber keine Verantwortung (so wurde es meines Wissens nach z.B. bei Star Trek gemacht), würde ich dir ja Recht geben.
Wenn man aber behauptet, man prüfe die Geschichten auf Kontinuität und Korrektheit, dann muss man das bitteschön auch machen.

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BeitragVerfasst: Mi, 15. Okt 2014, 12:09 
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Das ist doch genau der größte Witz bei der ganzen Geschichte. Eine teure Kontinuitätsabteilung, die von nichts eine Ahnung hat. Die hätten ein paar Hardcore-Fans hinsetzen sollen, die sowas im Schlaf auswendig wissen, dann wäre alles stimmig geblieben und vermutlich hätten die Fanboys das sogar völlig umsonst gemacht, aus reinem Idealismus.

Ich möchte mir nicht heraussuchen müssen, was ich für plausibel halte oder nicht. Entweder ist es ein Story-Universum oder eben nicht. Wenn die nicht in der Lage sind, das vernünftig hinzukriegen, sollen sie es lassen. Ich sehe das Problem eher auch darin, dass der harte Schnitt (der zwingend war) nicht lange vorhalten wird, weil die in Zukunft nicht besser agieren werden. Aber Hauptsache, man kann den Fans dann erzählen, dass sie selbst entscheiden, was sie akzeptieren und was nicht. Klingt gut, aber das läuft einfach unter "Thema verfehlt". Dann kann ich demnächst auch Hänsel und Gretel unter nem Star Wars-Label veröffentlichen und sagen: "Wenn das nicht in Euren persönlichen Kanon passt, habt Ihr eben Pech". Überhaupt ist der ganze Begriff peinlich. Wir sprechen hier nicht über einen überlieferten religiösen Text, bei dem die Bischöfe entscheiden müssen, was die offizielle Linie der Kirche ist, sondern um Geschichten, die man schon bei der Entstehung so auslegen kann, dass sie in die existierenden Linien passen. Für Ausflüge in geistige Experimente kann man ja gerne einen "Tales" oder "Infinities" oder (wie auch immer man es nennen will) "What-if"-Zweig schaffen. Aber blind alles abzusegnen, dann noch großkotzig sogenannte Timelines zu veröffentlichen, die den Anstrich der Kohärenz geben sollen, ist einfach erbärmliches Handwerk von allen Seiten. Das ist so, als würde ich bei einem Möbelhaus einen Schrank bestellen, der vom Design her in meine bestehenden Möbel gleicher Ausstattungslinie passen soll, und die liefern mir dann ein Gelsenkirchener Barock, wo sie einfach den Label geändert haben. Die sollen die Kuh von mir aus melken, wie sie wollen. Aber sie sollen nicht versuchen, mit O-Saft als Milch zu verkaufen. Und genau das macht das EU.

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The only easy day was yesterday.
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http://www.bundspecht.com


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BeitragVerfasst: Mi, 15. Okt 2014, 15:23 
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Im Prinzip genau was ich schon geschrieben hab, aber wie immer sehr schön auf den Punkt gebracht von Zentraldenker. :)

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Tsui Choi hat geschrieben:
Ich glaube, daß der Kanon für die meisten Fans konsistent war.
Im Großen und Ganzen zumindest.

Tempest hat geschrieben:
Du meinst also, man hätte vielleicht eine Fan-Umfrage starten sollen, um diesen "Kern" herauszufinden, und diesen dann zum neuen Kanon erklären?

Ich hatte gehofft, daß Leland Chee, die Kontinuitätsabteilung oder meinetwegen die Storygroup (Sind es eigentlich dieselben Leute, die jetzt nur anders heißen?) endlich mal zeigen, was sie drauf haben, und ihr Wissen und Urteilsvermögen einsetzen, um selber zu entscheiden, welche Werke ihren Platz im Kanon haben. In Grenzfällen hätte man die Fans befragen können, ja, das wäre fanfreundlich gewesen. Aber entweder sind diese Leute unfähig, oder, was ich eher glaube, die Entscheidungsträger bei Disney/Lucasfilm fühlten sich kein bißchen ans EU gebunden und fanden es störend.

BA-CH-I hat geschrieben:
Der ganze Text zu diesem Zitat steht auf Seite 56 des aktuellen SW-Magazins Nr. 75 und wurde von Sky verfasst.

Genau auf den Text habe ich weiter oben geantwortet.

BA-CH-I hat geschrieben:
Auch wenn dann das eine oder andere zwischen "neue" und "alt" (ich untertreibe jetzt mal bewußt) nicht mehr zusammenpassen sollte, eigentlich doch egal. Man kann sich doch dann seine eigenen Vorstellungen kreieren, so dass es letztendlich zusammenpasst.

Das Finden von Erklärungen könnte in Zukunft aber schwieriger werden, da man noch (viel?)weniger Rücksicht auf die alten Werke nehmen wird als bisher.

Zentraldenker hat geschrieben:
Aber blind alles abzusegnen, dann noch großkotzig sogenannte Timelines zu veröffentlichen, die den Anstrich der Kohärenz geben sollen, ist einfach erbärmliches Handwerk von allen Seiten.

Sehr richtig, die Timelines und sonstigen Zeitangaben sind in dem Zusammenhang wirklich eine Erwähnung Wert: Sie veranschaulichen, wie weit man die besagte Suggestion getrieben hat und wie inakzeptabel der Kanonneustart ist.

Tempest hat geschrieben:
Wobei durch die neue Serie(n) ohnehin ein Bruch herbeigeführt worden wäre, weil dadurch garantiert auch wieder einiges der SW-Geschichte umgeschrieben werden muss. Dann hättest du zusätzlich noch ein Prä-Rebels-Lager und ein Post-Rebels-Lager.

Ganz wichtiger Punkt in dieser Diskussion: Rebels. Es bringt grundsätzlich Probleme mit sich, eine Kinderserie in den Kanon aufzunehmen, aus Gründen der von dir erwähnten Inhomogenität. Davon konnten wir uns mit TCW schon überzeugen. Ich schätze, der neue Kanon wird sich sehr schnell als unfreiwilliger, schlechter Witz herausstellen. Das würde den Kanonneustart richtig absurd und skandalös erscheinen lassen.

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BeitragVerfasst: Do, 16. Okt 2014, 08:20 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Ich hatte gehofft, daß Leland Chee, die Kontinuitätsabteilung oder meinetwegen die Storygroup (Sind es eigentlich dieselben Leute, die jetzt nur anders heißen?) endlich mal zeigen, was sie drauf haben, und ihr Wissen und Urteilsvermögen einsetzen, um selber zu entscheiden, welche Werke ihren Platz im Kanon haben. In Grenzfällen hätte man die Fans befragen können, ja, das wäre fanfreundlich gewesen. Aber entweder sind diese Leute unfähig, oder, was ich eher glaube, die Entscheidungsträger bei Disney/Lucasfilm fühlten sich kein bißchen ans EU gebunden und fanden es störend.

Ich glaube eher, es liegt darin begründet, dass es nur in den seltensten Fällen eine objektive Entscheidung sein kann, wenn man sich im Nachhinein für eine von mehreren widersprüchlichen Storylinies entscheiden muss. Täte das die Storygroup, würde sie die Autoren der verworfenen Werke implizit abwerten - und das, obwohl auch diese Geschichten ja ursprünglich "geprüft" und abgesegnet wurden. Da würde ich als Autor (mit gewisser Berechtigung) fragen, wo denn damals dieses "Wissen und Urteilsvermögen" gewesen ist. In diese Nesseln will sich bei LF wohl niemand setzten. Also behandelt man einfach alle gleich (schlecht).

Tsui Choi hat geschrieben:
Ganz wichtiger Punkt in dieser Diskussion: Rebels. Es bringt grundsätzlich Probleme mit sich, eine Kinderserie in den Kanon aufzunehmen, aus Gründen der von dir erwähnten Inhomogenität. Davon konnten wir uns mit TCW schon überzeugen. Ich schätze, der neue Kanon wird sich sehr schnell als unfreiwilliger, schlechter Witz herausstellen. Das würde den Kanonneustart richtig absurd und skandalös erscheinen lassen.

Naja, "skandalös" ist mir in dem Zusammenhang ein zu großkalibriges Wort, erstens ist mir das EU dafür nicht wichtig genug und zweitens reden wir von LF, da erwarte ich schon gar nichts anderes mehr. Aber davon abgesehen hast du, fürchte ich, vollkommen Recht.

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BeitragVerfasst: Do, 16. Okt 2014, 08:43 
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Ich hab jetzt wahrscheinlich nicht so den tiefen Einblick wie ihr, da ich mich noch nicht so lange im EU bewege und ihr dürft mich gerne korrigieren, wenn ich was falsches schreiben sollte.

Fakt ist doch, dass es eine Zeitlinie gegeben hat oder noch gibt, die von den Machern überwacht wurde/wird und diese jetzt keine Gültigkeit mehr hat oder in Zukunft haben soll, da es eine neue Zeitlinie gibt/eingeführt wird, die auch wiederum überprüft und überwacht werden soll, damit alles passt. Ich finde jetzt mal, dass dies kein so ungewöhnlicher Vorgang ist. Es ist vielleicht ärgerlich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dann Fans, der eine schwört auf die neue Zeitlinie, während der andere der alten huldigt, sich deswegen nicht mehr über das gemeinsame Hobby unterhalten können. Die Charaktere usw. sind doch immer noch die selben. Mich erinnert das ganze irgendwie an die Arbeit. Was gestern noch in Ordnung war, hat sich heute gerade geändert, nur gesagt hat es Dir keiner.

Für viele mag das ganze schon ärgerlich sein und vielleicht hätte man tatsächlich auch die Fans mehr mit einbeziehen können oder müssen, aber deswegen möchte ich mir das Hobby, und genau als solches, betrachte ich es, nicht vermiesen lassen. Ich hab hier im "SW-Unisversum" so viele nette Menschen kennengelernt, es gab keine Probleme, keine Streits und wenn man auf irgendwelche Events fährt, sieht man die Begeisterung und die Hingabe an das Hobby. Das sollte uns doch kein Kanon oder Legends oder wie auch immer nehmen können. Es ist mit Sicherheit ein diskussionswürdiges Thema, aber, wie es so oft ist, der "kleine Mann an der Basis" wird daran nichts ändern können und muss es hinnehmen, wie es die Großen möchten. Aber man macht auch das beste daraus, damit man noch viele Jahre/Jahrzehnte Spaß daran hat. So wie es bisher funktioniert hat, wird es auch weiterhin funktionieren, dafür sorgen doch schon die Leute vom OSWFC, den Fanclubs, Jedipedia, LostBoys, Saberproject usw.

Ich sehe es halt nicht ganz so dramatisch und wie es dann tatsächlich wird, keine Ahnung. Die Zukunft, in ständiger Bewegung sie ist !

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BeitragVerfasst: Do, 16. Okt 2014, 09:12 
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BA-CH-I hat geschrieben:
Fakt ist doch, dass es eine Zeitlinie gegeben hat oder noch gibt, die von den Machern überwacht wurde/wird und diese jetzt keine Gültigkeit mehr hat oder in Zukunft haben soll, da es eine neue Zeitlinie gibt/eingeführt wird, die auch wiederum überprüft und überwacht werden soll, damit alles passt.

Im Prinzip ja - nur hat das mit der "Überwachung" in der Vergangenheit nur bedingt bis gar nicht funktioniert, da besteht halt die Befürchtung, dass es mit der neuen Linie nicht viel besser wird... zumal TCW Teil dieses "neuen Kanons" ist, wodurch der eigentlich im Ansatz schon Murks ist.

Wenn ich eine bestehende Timeline mit der Begründung aufgebe, dass die zu wirr und widersprüchlich ist, und beginne eine neue Timeline dann aber ebenfalls mit Wirrnis und Widersprüchen, dann ist die ganze Aktion irgendwie für die Füße.

Klar, ob man sich davon jetzt den Spaß verderben lässt oder nicht ist eine persönliche Sache; ich persönlich habe aus diesen Gründen das EU schon vor einiger Zeit komplett abgehakt - aber eigentlich ist das halt schade, da hätte man so viel mehr draus machen können wenn sich bei LF jemand nur mal anatzweise Mühe gegeben hätte. Aber gut - dann eben nicht.

Dreist wird die Sache in meinen Augen aber, wenn LF jahrelang behauptet, so etwas wie einen "Kanon" (oder gleich mehrere) zu überwachen und zu pflegen und sich größte Mühe zu geben und bla, das ganze dann komplett kippt, und Sky sich hinstellt und sagt, hey, ist doch alles gut, wir alle stellen uns unseren persönlichen Kanon doch seit jeher ohnehin selbst zusammen.
Nö. Da ist gar nichts gut.
Diese Ausrede ist mir zu billig. Wenn das die Intention des sogenannten "Kanons" war, hat LF uns jahrelang die Hucke vollgelogen. Und wenn nicht, wenn sie tatsächlich einmal eine echte Kontinuität wollten, dann haben sie versagt. Genau diese zwei Möglichkeiten gibt es: Gelogen oder gescheitert. Und ich seh überhaupt nicht ein, wieso man das beschönigen sollte.

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BeitragVerfasst: Do, 16. Okt 2014, 21:59 
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Registriert: Mi, 13. Dez 2006, 21:49
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Tempest hat geschrieben:
Ich glaube eher, es liegt darin begründet, dass es nur in den seltensten Fällen eine objektive Entscheidung sein kann, wenn man sich im Nachhinein für eine von mehreren widersprüchlichen Storylinies entscheiden muss.

Um sich nicht zwischen widersprüchlichen Storylines entscheiden zu müssen, hätte man einige Werke leicht überarbeiten können.

Tempest hat geschrieben:
Täte das die Storygroup, würde sie die Autoren der verworfenen Werke implizit abwerten - und das, obwohl auch diese Geschichten ja ursprünglich "geprüft" und abgesegnet wurden. Da würde ich als Autor (mit gewisser Berechtigung) fragen, wo denn damals dieses "Wissen und Urteilsvermögen" gewesen ist.

Neue Führung, neue Regeln, halt! Das kennt man doch vom Leben.

Tempest hat geschrieben:
In diese Nesseln will sich bei LF wohl niemand setzten. Also behandelt man einfach alle gleich (schlecht).

:shock: Die Leuten von Lucasfilm hätten also nicht riskieren wollen, die Gefühle von unfähigen Autoren - mit denen sie eh nicht mehr zusammenarbeiten wollten - eventuell zu verletzen, indem sie ihre schlechten Werke als unpassend bezeichnen, und hätten lieber riskiert, die Gefühle ihrer treuen Leser ziemlich sicher massiv zu verletzen?
Ach komm, so bekloppt können die gar nicht sein!

BA-CH-1 hat geschrieben:
ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dann Fans, der eine schwört auf die neue Zeitlinie, während der andere der alten huldigt, sich deswegen nicht mehr über das gemeinsame Hobby unterhalten können. Die Charaktere usw. sind doch immer noch die selben.

Natürlich können sie sich über die Charaktere unterhalten, aber nur weil sie beide die Filme gesehen haben. Sollten sie auf das Thema kommen, was die Charaktere abseits der Filme erlebt haben, wird der Spaß wahrscheinlich vorbei sein.

Tempest hat geschrieben:
Dreist wird die Sache in meinen Augen aber, wenn LF jahrelang behauptet, so etwas wie einen "Kanon" (oder gleich mehrere) zu überwachen und zu pflegen und sich größte Mühe zu geben und bla, das ganze dann komplett kippt, und Sky sich hinstellt und sagt, hey, ist doch alles gut, wir alle stellen uns unseren persönlichen Kanon doch seit jeher ohnehin selbst zusammen.

Na ja, Sky hat mit dem Kanonneustart nichts zu tun. Dreist sind nur Disney und Lucasfilm.

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BeitragVerfasst: Fr, 17. Okt 2014, 15:58 
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Registriert: Fr, 04. Apr 2003, 22:37
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Tsui Choi hat geschrieben:
Um sich nicht zwischen widersprüchlichen Storylines entscheiden zu müssen, hätte man einige Werke leicht überarbeiten können.

Ich glaube über diese Möglichkeit hatten wir vor einiger Zeit schonmal diskutiert, kommt mir vage bekannt vor.
Also ich glaube nicht dass das ne echte Alternative gewesen wäre, denn damit wären die bereits im Umlauf befindlichen Bücher ja quasi "veraltet" und man müsste sie neu kaufen - dann hätte man LF Geldschneiderei vorgeworfen.

Tsui Choi hat geschrieben:
:shock: Die Leuten von Lucasfilm hätten also nicht riskieren wollen, die Gefühle von unfähigen Autoren - mit denen sie eh nicht mehr zusammenarbeiten wollten - eventuell zu verletzen, indem sie ihre schlechten Werke als unpassend bezeichnen, und hätten lieber riskiert, die Gefühle ihrer treuen Leser ziemlich sicher massiv zu verletzen?
Ach komm, so bekloppt können die gar nicht sein!

Das Problem ist eher, dass man Autoren schlecht als unfähig bezeichnen kann, mit denen man selbst zusammengearbeitet und deren Werke man offiziell abgesegnet hat. Damit würde man nicht nur die Autoren vergrätzen (damalige wie zukünftige!) sondern stände zudem als A****loch da. Sehr schlechte PR.

Tsui Choi hat geschrieben:
Na ja, Sky hat mit dem Kanonneustart nichts zu tun. Dreist sind nur Disney und Lucasfilm.

Stimmt natürlich, dass man Sky nicht für den Kanon-Neustart verantwortlich machen kann. Deshalb muss mir aber nicht gefallen, dass er für solche Entscheidungen immer den Apologeten gibt. Naja, als offizieller Vertreter des offiziellen Magazins kann er wohl nicht anders.

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