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BeitragVerfasst: So, 19. Okt 2014, 18:57 
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Tempest hat geschrieben:
Also ich glaube nicht dass das ne echte Alternative gewesen wäre, denn damit wären die bereits im Umlauf befindlichen Bücher ja quasi "veraltet" und man müsste sie neu kaufen - dann hätte man LF Geldschneiderei vorgeworfen.

Ich glaube, nicht wenige Fans hätten gern für die neuen Versionen gezahlt, wenn sie dafür mehr Kontinuität gehabt hätten. Und die anderen hätten sie nicht kaufen müssen: Bekannte Internetseiten hätten die Unterschiede zwischen den Versionen aufgelistet.

Tempest hat geschrieben:
Das Problem ist eher, dass man Autoren schlecht als unfähig bezeichnen kann, mit denen man selbst zusammengearbeitet und deren Werke man offiziell abgesegnet hat.

Selbstverständlich hätte man das nicht so gesagt (vielleicht solltest du meinen letzten Post genauer lesen).

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BeitragVerfasst: So, 19. Okt 2014, 20:06 
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Also ich habe meine Meinung (die weder apologetisch noch erzwungen sein soll, sondern einfach meine Meinung ist) schon mehrfach aufgeschrieben - beispielsweise hier oder im Journal of the Whills 74 (auch wenn das mehr Auflistung von Fakten mit einem oder zwei Absätzen Meinung war), daher erspare ich mir hier einen neuen Aufsatz.

Allerdings muss ich sagen, dass ich das Umschreiben bestehender Werke nicht okay fände. Die Autoren haben diese Bücher damals in ihrem Kontext so geschrieben und so sollten sie auch bleiben. Für Neuauflagen sollte man am Inhalt nichts ändern, höchstens Kosmetisches wie Sprachfehler. (Das könnte man jetzt auf eine "Special Edition"-Debatte ausweiten, aber das ist nicht meine Absicht. Mit den SEs hab ich kaum Probleme, erst wenn ein junger Anakin neben einem alten Obi-Wan in Episode VI steht hört es bei mir auf.) Nein, Kunstwerke (ob gelungen oder nicht, ob kanonkonform oder nicht) nach der Veröffentlichung zu verändern geht meiner Meinung nach gar nicht.

Da lieber die Zwei-Kanon-Lösung, tabula rasa und nochmal von vorne. Wobei nicht gesagt ist, dass nie wieder neues Legends-Material kommt - LucasBooks-Redakteurin Jen Heddle meinte auf der NYCC 2014 zum Thema "Kommen irgendwann noch Legends-Romane?" sinngemäß dies: "Das ist derzeit eine schwierige Frage, aber ausschließen würde ich es nicht." Heißt für mich so viel: "Nicht, solange es neue Filme in der Sequel-Ära gibt, die denselben Zeitraum einnehmen wie die Vermächtnis-Ära, aber danach kann man ja mal schauen." Ich hätte auch gerne eine Brücke zwischen den Geschichten um Jaina, Ben, Vestara etc. und den Legacy-Comics. Dass diese Geschichten offen bleiben werden ist mein einziges echtes Problem mit dem Kanonschnitt.

Eines noch: Ich habe den Roman TARKIN gestern fertig gelesen und kann zumindest bestätigen, dass man das LEGENDS-Universum nicht ganz außen vor lässt - viele Elemente daraus fließen auch in den Kanon ein, aber eben nichts, was direkt TCW, Rebels oder den Prequels widerspricht. Denkt aber an Figuren wie Armand Isard oder Sate Pestage, namhafte Planeten aus dem SWEU sowie Anspielungen auf Figuren und Ereignisse aus Büchern wie Darth Plagueis oder Darth Bane. Man verfährt also wirklich nach dem Prinzip, dass "Legenden" auch einen wahren Kern haben, selbst wenn sie sich letztendlich vielleicht nicht ganz so zugetragen haben, wie es in der Legende steht, und dieser "wahre Kern" wird nun im Kanon über Anspielungen auf das alte Material überliefert - wer die Legenden kennt versteht diese und hat dabei ein Leseerlebnis, das über das eines Nicht-Kenners des SWEU hinausgeht.

(Und das war's auch wieder von mir. :D Ich finde es übrigens schön, dass ihr auf Marcs Anregung so lebhaft diskutiert, und da wollte ich an diesem Punkt auch mal etwas beisteuern, allerdings sei es mir hoffentlich verziehen, wenn ich als Betreiber einer SW-Literaturfanseite in den letzten sechs Monaten mehr Kanondebatten hatte als das SWEU Bücher und daher inzwischen andere Themen ergiebiger und spannender finde.)

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BeitragVerfasst: So, 19. Okt 2014, 21:56 
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Darth Spiriah hat geschrieben:
Eines noch: Ich habe den Roman TARKIN gestern fertig gelesen und kann zumindest bestätigen, dass man das LEGENDS-Universum nicht ganz außen vor lässt - viele Elemente daraus fließen auch in den Kanon ein, aber eben nichts, was direkt TCW, Rebels oder den Prequels widerspricht. Denkt aber an Figuren wie Armand Isard oder Sate Pestage, namhafte Planeten aus dem SWEU sowie Anspielungen auf Figuren und Ereignisse aus Büchern wie Darth Plagueis oder Darth Bane. Man verfährt also wirklich nach dem Prinzip, dass "Legenden" auch einen wahren Kern haben, selbst wenn sie sich letztendlich vielleicht nicht ganz so zugetragen haben, wie es in der Legende steht, und dieser "wahre Kern" wird nun im Kanon über Anspielungen auf das alte Material überliefert - wer die Legenden kennt versteht diese und hat dabei ein Leseerlebnis, das über das eines Nicht-Kenners des SWEU hinausgeht.

Na, immerhin. Ist aber nur ein schwacher Trost. Warum diese Bücher nicht wieder in den Kanon aufnehmen? Nur weil sie mit einem oder zwei Sätze TCW widersprechen? Und das soll besser sein, als diese Sätze auszubessern und die Bücher dann wieder zu veröffentlichen?
Nee, man denke an die neuen Fans, die nur nach dem neuen Kanon gehen und diese Bücher dann verpassen! :evil:

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BeitragVerfasst: So, 19. Okt 2014, 22:03 
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Naja, wenn man eine Ära jetzt noch im Kanon lässt, aber dann z.B. in 10 Jahren einen Film über Darth Bane macht (der ja von George Lucas erfunden wurde und auch in TCW auftaucht, also Kanon ist), dann muss man vielleicht doch noch was aus dem Kanon streichen... da ist es nachhaltiger, erst mal reinen Tisch zu machen und dann gegebenenfalls Dinge rückwirkend durch Anspielungen o.Ä. wieder aufzunehmen.

Im Übrigen wird zumindest auf US-Seite dafür gesorgt, dass jeder Star-Wars-Erwachsenenroman seit 1977 in Taschenbuchform jederzeit erhältlich ist. Insofern... wer es nicht verpassen möchte, hat jederzeit Zugriff auf ein druckfrisches (englisches) Exemplar. Daher gibt es jetzt ja auch die Legends-Cover, damit das Zeug weiterhin druckbar und vom alten Material unterscheidbar ist.

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BeitragVerfasst: So, 19. Okt 2014, 22:40 
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Darth Spiriah hat geschrieben:
Naja, wenn man eine Ära jetzt noch im Kanon lässt, aber dann z.B. in 10 Jahren einen Film über Darth Bane macht (der ja von George Lucas erfunden wurde und auch in TCW auftaucht, also Kanon ist), dann muss man vielleicht doch noch was aus dem Kanon streichen...

Ich weiß, daß es mit George fast Gesetz war, in solchen Fällen den Büchern zu widersprechen, aber wie wär's damit, zur Abwechslung zu versuchen, sich an diese Bücher zu halten? (Und falls sie dann doch ein wenig von den Büchern abweichen, könnte man die dann notfalls immer noch überarbeiten.)

Darth Spiriah hat geschrieben:
dann gegebenenfalls Dinge rückwirkend durch Anspielungen o.Ä. wieder aufzunehmen

Durch Anspielungen werden die Bücher aber nicht wieder in den Kanon aufgenommen. Die Storygroup wird sie aufgrund dessen bei ihrer Arbeit nicht berücksichtigen, so daß mit den weiteren neuen Büchern die Gefahr droht, daß der wahre Anteil der Legenden immer mehr schmilzt.

Darth Spiriah hat geschrieben:
Im Übrigen wird zumindest auf US-Seite dafür gesorgt, dass jeder Star-Wars-Erwachsenenroman seit 1977 in Taschenbuchform jederzeit erhältlich ist. Insofern... wer es nicht verpassen möchte, hat jederzeit Zugriff auf ein druckfrisches (englisches) Exemplar.

Nett, aber die neuen Fans, für die nur der neue Kanon zählt - und ich kann sie gut verstehen -, werden die Bücher trotzdem verpassen.

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BeitragVerfasst: Mo, 20. Okt 2014, 08:49 
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Ich sag mal so... stell dir vor, sie machen einen Darth-Bane-Film oder gar eine Trilogie - ich kann dir garantieren, dass das Buch dabei nicht 1:1 umgesetzt werden würde (das passiert nie bei Buchverfilmungen, nicht mal bei der sehr vorlagengetreuen Game of Thrones Staffel 1). Das Buch wäre weiterhin Legends, selbst wenn man weite Teile des Buches übernimmt.

Und ja, durch Anspielungen kommt kein ganzes Werk wieder in den Kanon. Aber bis der Kanon diese Anspielung durch eine eigene Geschichte abdeckt, ist das Legends-Werk das einzige, das diese Lücke füllen kann. Und wer mehr darüber wissen will, der liest eben Legends.

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BeitragVerfasst: Mo, 20. Okt 2014, 14:35 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Tempest hat geschrieben:
Das Problem ist eher, dass man Autoren schlecht als unfähig bezeichnen kann, mit denen man selbst zusammengearbeitet und deren Werke man offiziell abgesegnet hat.
Selbstverständlich hätte man das nicht so gesagt (vielleicht solltest du meinen letzten Post genauer lesen).

Hat mit genau lesen nichts zu tun. Mir ist schon klar, dass man es so grob natürlich niemals formulieren würde, aber letztlich würde es doch drauf hinauslaufen, wenn man die Werke mancher Autoren behalten würde und die anderer nicht. Das impliziert eine Abwertung. Und diese Außenwirkung muss man bei LF berücksichtigen.

Darth Spiriah hat geschrieben:
Allerdings muss ich sagen, dass ich das Umschreiben bestehender Werke nicht okay fände. Die Autoren haben diese Bücher damals in ihrem Kontext so geschrieben und so sollten sie auch bleiben. Für Neuauflagen sollte man am Inhalt nichts ändern, höchstens Kosmetisches wie Sprachfehler. (Das könnte man jetzt auf eine "Special Edition"-Debatte ausweiten, aber das ist nicht meine Absicht. Mit den SEs hab ich kaum Probleme, erst wenn ein junger Anakin neben einem alten Obi-Wan in Episode VI steht hört es bei mir auf.) Nein, Kunstwerke (ob gelungen oder nicht, ob kanonkonform oder nicht) nach der Veröffentlichung zu verändern geht meiner Meinung nach gar nicht.

Du widersprichst dir selbst. Du sagst über die Veränderungen von Kunstwerken nach der Veröffentlichung, dass du "kaum Probleme" damit hast (auf die SE bezogen), und direkt im nächsten Satz, das "ginge gar nicht". Was denn nun?

Auf jeden Fall zeigt es, dass diese "Lösung" auch genügend Gegner gefunden hätte.
Im übrigen glaube ich auch nicht, dass es überhaupt möglich wäre, einen Großteil der Bücher im Nachhinein auf eine einheitliche Linie zu bringen, ohne sie komplett neu zu schreiben. An ein oder zwei kleinen nebensächlichen Sätzen hängt das Problem meistens nicht.

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BeitragVerfasst: Mo, 20. Okt 2014, 14:56 
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Öh, ich wollte eigentlich sagen, dass ich damit durchaus Probleme habe, im Falle von Büchern. Bei den Special Editions hat es mich nie groß gestört, da ich die meisten Änderungen als Verbesserungen wahrnahm (bis auf Hayden Christensen in Ep VI). Das war mit den SEs war nur ein Einschub, den kannst du dir meinetwegen auch wegdenken. Daher die Klammern. ;) Ein Buch umzuschreiben ist überdies auch viel aufwändiger als eine Szene reinzuschneiden und die Dinge, die da nicht kanonkonform sind und sich gleich dem Schmetterlingseffekt von einem Buch ins nächste fortsetzen sind auch viel umfassender als dass es sich lohnen würde, da Dinge zu ändern... Wie Tempest schon sagte - es sind selten nebensächliche Dinge, die mit TCW oder den Filmen nicht übereinstimmen, und dazu kommt, dass es auch viel Material von George Lucas gibt (z.B. TCW-Drehbücher oder Dinge wie Palpatines Name), die noch unter Verschluss sind und deren Auswirkungen auf den bestehenden SWEU-Kanon wir nicht kennen.

Es gibt zwar Dinge, die mich an der Kanonlösung stören - wie eben die vielen losen Enden im SWEU und dass man die letzten SWEU-Bücher auf Triviales veschwendet hat - aber im Großen und Ganzen ist es ein netter Ansatz, mit dem ich leben kann. Wie der umgesetzt wird und wie konsistent der Kanon in 10 Jahren sein wird ist eine interessante Frage, aber anstatt da düstere Prognosen anzustellen lasse ich das eher auf mich zukommen und bewerte dann, wenn ich die betreffenden Werke vorliegen habe.

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BeitragVerfasst: Mo, 20. Okt 2014, 15:59 
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Darth Spiriah hat geschrieben:
Öh, ich wollte eigentlich sagen, dass ich damit durchaus Probleme habe, im Falle von Büchern. Bei den Special Editions hat es mich nie groß gestört, da ich die meisten Änderungen als Verbesserungen wahrnahm (bis auf Hayden Christensen in Ep VI).

Ich finds halt komisch, es bei Büchern ("ob gelungen oder nicht") rundheraus abzulehnen und bei Filmen nichts dagegen zu haben. Just saying.
Ein weiterer Aspekt, der LFs Arbeit natürlich erschwert: Die Fans sind bisweilen ganz schön inkonsequent (nicht böse gemeint :wink: ).

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BeitragVerfasst: Mo, 20. Okt 2014, 16:57 
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Ich seh auch nicht, wo der Unterschied ist. Wenn eine Szene in einen Film hineingeschnitten wird, ergeben sich die gleichen Probleme wie beim Ändern eines Buches, weil es unter Umständen Auswirkungen auf alles andere hat. Beziehungsweise das Nichtschneiden von Szenen, die anderen Filmen plötzlich widersprechen (z.B. Leias Erinnerungen an ihre Mutter). Viele verlangen ja auch, dass die berühmte Biggs-Szene in den Film findet - nur hat da offenbar keiner daran gedacht, dass die schon im Buch nicht gepasst hat. Da ergibt sich nämlich ein kleines Zeitproblem. Biggs erzählt Luke, dass er mit anderen abhauen will, um Rebellen zu finden und sich denen anzuschließen. Dann - immerhin ja nur ein paar Tage später - treffen sie sich auf Yavin wieder und plötzlich ist Biggs bereits ein Veteranenpilot. So manches haut nicht hin und da ist das einfache Umschreiben von Büchern gar nicht so einfach, ob Drehbücher oder Romane ist dabei egal. Deswegen haben Autoren sowas auch im Vorfeld zu bedenken und zu recherchieren. Am Ende herumpfuschen ist in keinem Fall akzeptabel. Wobei da noch ein Unterschied darin besteht, einen Film durch das Einfügen ursprünglich geschnittener Szenen sinnvoll (!) zu erweitern und mehr von der Story zu enthüllen oder krampfhaft alles stimmig machen zu wollen, weil irgendwer gewaltig gepennt hat.

Ob das nun den einzelnen Fan stört oder nicht, ist eine ganz andere Frage. Es zeugt schlicht von schlechtem Handwerk bei allen Beteiligten.

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BeitragVerfasst: Mo, 20. Okt 2014, 17:04 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Biggs erzählt Luke, dass er mit anderen abhauen will, um Rebellen zu finden und sich denen anzuschließen. Dann - immerhin ja nur ein paar Tage später - treffen sie sich auf Yavin wieder und plötzlich ist Biggs bereits ein Veteranenpilot.

Was allerdings generell ein komischer Effekt in den Filmen ist - Han Solo und Lando Calrissian treten auch heute bei und sind morgen General. Die Rebellen sind einfach ein Bananen-Verein. :D
Natürlich OT, wollts nur anmerken. :P

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BeitragVerfasst: Mo, 20. Okt 2014, 17:55 
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:D Du vergisst das Manöver bei der Schlacht von Tanaab...

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BeitragVerfasst: Mo, 20. Okt 2014, 18:44 
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Jo, das ist inkonsequent und höchst subjektiv, gebe ich auch gerne zu und meine Präferenz muss da auch keiner verstehen. :D Wir können das ja mit "Kunstwerke sollte man nicht im Nachhinein in ihrer Form verändern" so stehen lassen, ohne Einschränkungen.

Wobei es mir generell lieb wäre, wenn bei künftigen Produktionen - sei es nun Film, Buch oder Serie - keine "Special Editions" mehr nötig sind... Bonusszenen wie beim Rebels-Pilotfilm sind eine Sache, bestehendes Material aber umzuändern muss aber echt nicht sein.

Es sollte übrigens hier auch erwähnt werden, dass die Autoren der ersten beiden Kanonromane - John Jackson Miller und James Luceno - in ihren Werken dem SWEU nicht widersprochen haben, wenn es nicht unbedingt nötig war. Miller bis auf den Geisteszustand von Kanans Meisterin Depa Billaba eigentlich gar nicht, da A New Dawn vom Schauplatz her auf einen bestimmten Teil der Galaxis beschränkt ist und sich da schwer Widersprüche einbauen - und das mit Depa entspringt so oder so der seit The Clone Wars nicht mehr kanonischen alten Legends-Klonkriegstimeline. "Tarkin" wiederum nimmt einige Elemente aus den Legenen - den wahren Kern der Legende sozusagen, wie ich bereits erwähnt habe - und sett sie in einen Kontext, der dem Kanon konform ist und zugleich Optionen offen lässt, z.B. für einen Film über die Alte Republik. Und all das auch so, dass es den Lesefluss nicht stört.

Und mal ganz ehrlich, mein Hauptgrund, Star-Wars-Bücher zu lesen, ist nicht eine komplette und unwidersprüchliche Chronologie der Galaxis zu bekommen - sicher, das ist ein netter Nebeneffekt, aber nicht mein Anliegen, wenn ich zu einem Buch greife - sondern über das audiovisuelle Material hinaus Geschichten aus einer Galaxis zu lesen, die ich liebgewonnen habe. Genauer gesagt: gute Geschichten. Ob diese Geschichte jetzt "Legends" ist oder "Kanon" ist nachrangig. Ich werde auch noch die wenigen ausstehenden Legends-Romane wie Ehre unter Dieben oder Kenobi lesen und freue mich darauf, da ein Bild zu bekommen. Hat das in Hinsicht auf künftige In-Universe-Ereignisse einen Sinn? Nein - genauso gut könnte ich Twilight lesen und hoffen, dass es mein Erlebnis von Episode VII bereichert. Aber, ganz konsumorientiert und hedonistisch: es bereitet mir Spaß und das macht es sinnvoll. Und wenn mir ein Buch keinen Spaß bereitet, dann hat es meinen Horizont wenigstens um ein Negativbeispiel erweitert, an dem ich andere Bücher messen kann...

Den liebgewonnenen Charakteren aus dem SWEU traue ich nach wie vor nach - auch dem gereiften Luke Skywalker aus der Legacy-Ära. Da habe ich allerdings die Hoffnung auf neue Geschichten wie zuvor schon gesagt nicht aufgegeben. Das heißt aber auch nicht, dass es nicht neue Charaktere geben könnte, die ich interessant finde, und Hera und Kanan bei Rebels sind z.B. zwei Figuren, die mich sehr ansprechen, und deren Geschichte ich weiter verfolgen werde.

Diese Kanonsache ist einfach bittersüß... man kann vieles finden, was man an der Entscheidung besch...eiden findet, oder man lässt es auf sich zukommen und schaut, was passiert, und wird im besten Falle sogar positiv überrascht. Ich für meinen Teil warte da einfach mal ab und bewerte wie gesagt dann, wenn der Kanon - insbesondere der nach Episode VI - etwas Form angenommen hat.

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BeitragVerfasst: Mo, 20. Okt 2014, 23:02 
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@Darth Spiriah: Ich habe deinen verlinkten Artikel zum Thema "Kanon" gelesen, er ist sehr gut und informativ. In einer Sache liegst du meiner Meinung nach aber falsch, du schreibst zum Status des EU:
Zitat:
Das einzige, was sich geändert hat, ist, dass man ihn nicht mehr fortführt.

Ein anderer Unterschied ist, denke ich, daß, wie ich bereits geschrieben habe, die neuen Bücher in Zukunft den EU-Büchern öfter widersprechen werden (was für Tempest wohl kaum denkbar ist :P ), da die Story Group nicht mehr versuchen wird, solche Widersprüche zu beseitigen. Du hast ja das Beispiel mit Depa Billaba gebracht, ich denke so ein grober Widerspruch wäre zu EU-Zeiten nicht passiert.

Zu deinem Bane-Argument: Das würde ja bedeuten, daß sämtliche EU-Geschichten so erzählt wurden, daß sie möglicherweise neuen Geschichten im Wege stehen. Das finde ich ein starkes Stück: Man muß ja nicht alles neu erfinden! Man könnte auch schauen, was sich vielleicht ganz gut in den G-Kanon eingefügt hatte.
Aber wie gesagt, ich bin nicht grundsätzlich gegen Überschreibungen: Wenn die neuen Geschichten besser sind und die alten den neuen wirklich im Wege stehen, ist es für mich OK. Ich denke nur nicht, daß es der Fall sein wird.
Und wenn man alte Werke überschreibt, ist es auch wichtig zu begründen, warum man das macht. Wenn sie eine gute Begründung geben (also nicht: "Wir wollten den Fans was neues, was anderes bieten."), erhöht es die Chancen, daß die neue Geschichte auch von den EU-Lesern akzeptiert wird.

Tempest hat geschrieben:
Das impliziert eine Abwertung. Und diese Außenwirkung muss man bei LF berücksichtigen.

Diese Abwertung sollte der Autor verkraften können, er wird schon gewußt haben, daß sein Buch kein Meisterwerk war. Und diese Außenwirkung ist weit weniger schlimm als die des Kanonneustarts.

Darth Spiriah hat geschrieben:
mein Hauptgrund, Star-Wars-Bücher zu lesen, ist nicht eine komplette und unwidersprüchliche Chronologie der Galaxis zu bekommen - sicher, das ist ein netter Nebeneffekt, aber nicht mein Anliegen, wenn ich zu einem Buch greife - sondern über das audiovisuelle Material hinaus Geschichten aus einer Galaxis zu lesen, die ich liebgewonnen habe

Der Punkt ist ja, daß die EU-Geschichten eben doch nicht aus jener Galaxis sind, sondern aus einem Paralleluniversum. Aber schön, wenn du trotzdem daran Spaß hast.

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BeitragVerfasst: Di, 21. Okt 2014, 00:36 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Der Punkt ist ja, daß die EU-Geschichten eben doch nicht aus jener Galaxis sind, sondern aus einem Paralleluniversum.

Natürlich, das aber auch nicht erst seit gestern oder seit der Ankündigung der neuen Filme sondern die ganze Zeit schon:
Wirklich Kanon war eigentlich nur ein recht kleiner Teil des veröffentlichten Materials und die Autoren des EU haben sich halt in den letzten 20 Jahren ausgetobt, sich gegenseitig und auch dem, was in den Filmen zu sehen war, widersprochen. Wenn man es genau nimmt zählt das EU für die Filme genauso wie Fanfiction im Netz: Du kannst sie lesen und gut finden aber wenn George Lucas bzw. die derzeitigen Entscheidungsträger andere Ideen haben dann sind die Geschichten nunmal nichtig.
Das ist außerdem auch nichts, was noch nie passiert ist:
Timothy Zahn kam ja auf die Idee, in seine erste Trilogie Informationen über die Klonkriege anzugeben, die 10 Jahre später in Widerspruch zu Episode II standen, also ist das selbstverständlich alles nichtig und das ohne, dass irgendwer diese Bücher umgeschrieben hat. Natürlich kannst du jetzt sagen, dass dann ja nur die entsprechenden Stellen der Bücher nichtig sind. Wenn du die Stellen aber weg lässt macht der Rest auch keinen Sinn mehr. Genau aus diesem Grund wird auch alles bisher veröffentlichte Material in die "Legends"-Serie gepackt: Um deutlich zu machen, dass die Bücher unrecht haben, wenn sie und die Filme sich widersprechen.

Wenn ich die Bücher in meinem Regal so anschaue (größtenteils aus der Zeit nach der OT) dann sehe ich nicht nur vom Design der Bücher einen riesigen Flickenteppich sondern eben auch vom Inhalt. Diese "Kontinuität", die du dir hier vorstellst, ist nicht einmal im Ansatz eine, da gerade in den ganzen x-beliebigen Trilogien oder Reihen vor der "New Jedi Order"-Serie wirlich jeder gemacht hat, was er gerade wollte.
Da kam es halt dazu, dass einfach mal jeder seine eigene Trilogie gemacht hat in der es natürlich um planetenvernichtende super-duper-Riesenwaffen geht, auf einmal dunkle Jedi auftauchen oder es der kümmerliche Rest des Imperiums nochmal wissen wollte.
Während da z.B. die beiden Timothy Zahn Trilogien inhaltlich haarsträubend aber wenigstens noch recht gut geschrieben waren gab es dann halt auch "die Schwarze Flotte", die alten Han Solo- bzw. Lando Calrissian-Trilogien, die Corellia Trilogie und (ich möchte sie eigentlich gar nicht laut aussprechen) die Callista-Trilogie, die wirklich alles in den Schatten gestellt hat.

Natürlich gibt es Elemente aus dem EU, die es meiner Meinung nach wert wären, in die Filme mit einzufließen und ich bin auch davon überzeugt, dass viele Elemente übernommen werden, allerdings nicht in dieser "ganz oder gar nicht"-Mentalität, dass doch grundsätzlich alles, was im EU geschrieben wurde, erstmal als Kanon gezählt werden kann/darf/soll/muss.
Dann geht nämlich das Gemotze weiter, wenn Episode VII dem EU widerspricht und dass sich die Macher der Filme ja überhaupt keine Mühe geben wollen usw.

Von daher finde ich persönlich es gut, dass jetzt einfach grundsätzlich ein Cut gemacht wurde mit der Option, dass man Elemente aus dem EU in die Filme einbringen kann und dass man jetzt auch ein Auge darauf hat, dass die Geschichten nicht so extrem ausarten.


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BeitragVerfasst: Di, 21. Okt 2014, 01:03 
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Erstmal abwarten was die Neuen Filmr bringen. Natürlich muss jedem klar sein das, dass EU schon immer nur unter Vorbehalt zu sehen war. Wie ich schon an andere Stelle gesagt habe war es früher so wenn GL gesagt hätte das die Chiss nun Grün währen, dann währe es so. Mit Disney verhält es sich nun genauso, es ist jetzt ihr Universum und sie können damit da es ja jetzt ihr Geistiges Eigentum ist machenn was sie wollen.

Ich persönlich sammle die Comics und Bücher die in deutscher Sprache heraus kommen, ich habe mir auch die Hörspiele gekauft und damit dürfte klar sein das ich ein Fan des EU bin. Dennoch sind mir die Tatsachen bewust das ich wohl wenn es darum geht was jetzt nochim Star Wars Universum gilt höchst wahrscheinlich alle Bücher und Comics in die Tonne treten könnte. Ich werde es nicht tun da mich das EU sehr gut unterhalten hat und ich einige Geschichten sehr gut fand und daran wird sich jetzt durch die neue Situation nichts ändern.


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BeitragVerfasst: Di, 21. Okt 2014, 01:42 
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Strassid2 hat geschrieben:
Timothy Zahn kam ja auf die Idee, in seine erste Trilogie Informationen über die Klonkriege anzugeben, die 10 Jahre später in Widerspruch zu Episode II standen,


Der ganze Quatsch war schon bei Erscheinen des Buches widersprüchlich, weil es mit den bekannten Zeitvorgaben aus den drei Filmen nicht hinhauen konnte. Es war doch immer klar, dass das Alter von Luke (rund 20) maßgeblich sein musste für den Übergang von Republik zum Imperium. Auch nach allen Infos, die man aus den Erzählungen von Obi-Wan über Darth Vader, Lukes Vater und die Jagd auf die Jedi entnehmen konnte, wurde klar, dass das Imperium nicht wesentlich älter sein konnte. Bei Zahn wurden aber in der Story zum Teil Zeiträume genannt, die es so aussehen ließen, als wäre a) die Rebellion schon sehr viel älter gewesen (was schon dem Crawler in Episode IV widersprach mit der "ersten Schlacht"), b) die Sache mit den Noghri und der Verseuchung ihres Planeten vor weitaus längerer Zeit gewesen und c) Vader an allem möglichen beteiligt war - hat vorne und hinten zeitlich nicht in das Konzept gepasst. Aber hey, Zahn gilt ja sowieso als irgendwie genial, weil er es geschafft hat, endlose drei Bücher mit seinem Zeug zu füllen, nur damit es auch Trilogie geschimpft werden kann.

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BeitragVerfasst: Di, 21. Okt 2014, 08:57 
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Ich seh schon, ich bin noch weit entfernt, um tief drin zu stecken in der Materie. Aber den Beiträgen von Darth Spiriah und Strassid2 kann ich nur voll zustimmen. Ich lese die meisten Bücher gerne und mir ist es egal, ob da kleinere oder größere Fehler drin sind oder ob die zeitliche Abfolge zu 100 % korrekt ist. Und sollte jemand später einsteigen und vielleicht mit den Zeitlinien oder Kanons durcheinander kommen, gibt es doch immer die wunderbaren Seiten von Fans für Fans auf denen man sich bestens informieren kann. Ich wüsste ohne diese Seiten oder auch die Infos hier aus dem Forum bestimmt nicht mal die Hälfte. Deswegen bewundere ich hier alle, die mit ihrem Wissen mitdiskutieren und das auf einem harmonischen Niveau, dass man aus themenfremden Foren so nicht kennt. Das ist das an SW was so begeistert !

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BeitragVerfasst: Di, 21. Okt 2014, 11:28 
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Also, es ist bei mir ja auch nicht so, dass ich über kleinere Fehler nicht hinwegsehen kann und niemals Freude an einem EU-Buch gehabt hätte. Das ist definitiv nicht so. Meine persönliche Grenze war mit dem Yuuzhan-Vong-Quatsch erreicht, aber das war natürlich eine rein subjektive Entscheidung. Ich habe zum Beispiel die Thrawn-Trilogie damals mit Vergnügen gelesen, obwohl, wie Zentraldenker absolut richtig sagt, vieles davon schon damals nicht viel Sinn ergeben hat.

Ich stimme auch natürlich grundsätzlich Darth Spirah zu, wenn er sagt sein primäres Anliegen bei EU-Büchern ist Unterhaltung und Freude an den Geschichten und keine lückenlose historische Abhandlung.
Nur: Wenn ich einen SW-Roman lese, aber nicht wirklich "eintauchen" kann, weil ich so oft "stolpere", über Dinge die die Autoren in Bezug auf die Filme oder andere bestehende Werke schlicht falsch darstellen, wird das Lesevergnügen eben dadurch beschnitten (dazu kommen noch oft grauenhafter Stil + schlechte Übersetzung, aber das sind ganz andere Baustellen).
Mein Problem ist einfach: Geschichten die keinen Sinn machen, machen mir keinen Spaß (außer natürlich die Sinnlosigkeit ist Teil des Konzept, wie etwa bei Parodien oder bei Sharknado :P). Deshalb ja auch meine Probleme mit der PT.

SW einfach nur auf den Buchdeckel, die DVD, die Packung oder was auch immer zu drucken, reicht halt nicht, wenn ich etwas als dem SW-Universum zugehörig ansehen soll. Und die Sache ist: Eben genau das hat LF gemacht, obwohl sie was anderes versprochen und dazu eigens die Kontinuitätsabteilung gegründet hatten. Wie schonmal gesagt: Entweder das ist kläglich gescheitert oder sie haben von vornherein gelogen.

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BeitragVerfasst: Di, 21. Okt 2014, 12:34 
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Tempest hat geschrieben:
Nur: Wenn ich einen SW-Roman lese, aber nicht wirklich "eintauchen" kann, weil ich so oft "stolpere", über Dinge die die Autoren in Bezug auf die Filme oder andere bestehende Werke schlicht falsch darstellen, wird das Lesevergnügen eben dadurch beschnitten (dazu kommen noch oft grauenhafter Stil + schlechte Übersetzung, aber das sind ganz andere Baustellen).


Gut, ich denke, da wird dir keiner widersprechen... sowas fällt negativ auf. Wie sehr man sich das dann zu Herzen nimmt, ist was anderes, aber wenn sich das im Buch häuft und man sich denkt "OK, einmal kann sowas durchgehen, aber nicht mehrmals", dann wirft das natürlich kein gutes Licht auf das Buch und auf das Lektorat.

Wobei ich sagen muss, dass die wirklich krassen Widersprüche im SWEU erst dann auftauchten, als George Lucas zunächst die Prequels und dann The Clone Wars gemacht hat und man dann (besonders bei den Mandalorianern und den Klonkriegen) versucht hat, das SWEU zurechtzubiegen, dass es irgendwie wieder passt. Das hat damals nicht funktioniert und daher war ich froh, dass man es jetzt nach dem Ende von Georges direkter und von der Kontinuitätsabteilung unabhängiger Einflussnahme auf die Saga nochmal von vorne versucht.

Kleinere Widersprüche oder Ungenauigkeiten werden da aber sicher nicht ausbleiben...

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BeitragVerfasst: Di, 21. Okt 2014, 13:54 
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...und was mich dabei (ich sag's immer wieder) am meisten nervt, ist die Tatsache, dass viele von diesen Kontinuitätsbrüchen völlig unnötig waren. Es ist ja eine Sache, ob GL sagt, wir müssen das jetzt so machen, sonst kann ich diese bestimmte Story nicht erzählen und dabei können wir keine Rücksicht auf einen Comic nehmen, oder ob man einfach aus Faulheit oder Ignoranz mit dem Hintern einreißt, was vorher sorgsam aufgebaut wurde. Ich will gar nicht die Mandalorianer-Keule rausholen, da die mich persönlich nicht sonderlich interessieren und verweise nur auf Ryloth und dessen Darstellung in TCW. Hätte keinem weh getan, das durchaus stimmige Bild aus den Quinlan-Vos-Comics inklusive der dortigen planetaren und sozialen Verhältnisse aufrechtzuerhalten und alles wäre gut gewesen. Nein, da muss man es anders machen, weil anders ist ja sowieso immer besser.

Und bezüglich der Qualität des EU insgesamt (besonders Post-Endor)... ich seh das wie Tempest und habe durchaus auch viele EU-Bücher gelesen, bevor ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Wenn auf einem Buch Star Wars steht, aber nicht drin ist, dann muss ich das nicht gelesen haben. Ist es eine gute Story, dann sollte der Autor sich lieber ne eigene SciFi oder Fantasy-Welt ausdenken, aber wenn es letztlich mit SW nichts mehr zu tun hat, dann kann ich mir nächstens auch einen wiederverwendbaren Schutzumschlag mit SW-Logo machen und den um jedes Buch wickeln, das ich gerade lesen will. Dadurch wird es aber nicht automatisch zu Star Wars. Mir kommt es aber so vor, als hätte man mehr oder weniger genau das mit vielen Stories getan.

Andere sind ganz brauchbar und halten sich an die Vorgaben, aber das ist eher bei den Büchern der Fall, die sich relativ dicht an den Filmen bewegen. Mein letzter Roman war der "Todesstern", wo man ja auch einiges aus EU, PT und OT zueinander bringen musste. Unabhängig davon, was man von dem Buch insgesamt halten mag, finde ich es hier einigermaßen gelungen (selbst die dämliche Daala wurde im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten "sinnvoll" eingebaut und sie wurde immerhin nicht mal mit einem Sternzerstörer beworfen). Es ist also nicht so, als ob ich rundheraus alles ablehne, nur weil es EU ist. Ich finde es umso besser, je stimmiger es sich einfügt. Dabei können gute Autoren durchaus sehr witzige und originelle Stories erfinden - dass es machbar ist, ohne die Kontinuität zu verletzen, ist also bewiesen. Man nehme nur Tag & Bink. Das ist nicht mal ein ernst gemeintes Werk, passt aber bis ins Detail in so gut wie jede erzählerische Lücke und (genau das erwarte ich von einem EU-Werk) könnte im Rahmen der Filme und abseits der Haupthandlung eben exakt so passiert sein, ohne dass der Film davon verändert würde, ob es nun wirklich passiert ist oder nicht (wobei natürlich NICHTS von alledem je passiert ist, aber das ist eine philosophische Diskussion). Und daran merkt man, ob ein Autor tatsächlich auch selbst ein SW-Fan ist, der Ahnung hat. Dass auch solchen Autoren Fehler unterlaufen können, ist klar, aber darüber kann man dann in der Tat hinweg sehen.

Leider ist das aber die Ausnahme und von daher braucht man sich nicht wundern, wenn sich viele Fans das einfach nicht mehr antun möchten. Denn so, wie die Republik irgendwann zu dem Bösen geworden ist, das sie eigentlich bekämpfen wollten, ist SW inzwischen (zumindest im EU) zu dem Einheitsbrei geworden, von dem es sich eigentlich mal so einzigartig abgesetzt hat.

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BeitragVerfasst: Di, 21. Okt 2014, 19:47 
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Strassid2 hat geschrieben:
Diese "Kontinuität", die du dir hier vorstellst, ist nicht einmal im Ansatz eine, da gerade in den ganzen x-beliebigen Trilogien oder Reihen vor der "New Jedi Order"-Serie wirlich jeder gemacht hat, was er gerade wollte.

Also, mir geht's in dieser Diskussion weniger um das Post-Endor-EU, davon habe ich nämlich nichts gelesen. Im Prä-Endor-EU gibt es anscheinend weniger Widersprüche.

Darth Spiriah hat geschrieben:
Wobei ich sagen muss, dass die wirklich krassen Widersprüche im SWEU erst dann auftauchten, als George Lucas zunächst die Prequels und dann The Clone Wars gemacht hat und man dann (besonders bei den Mandalorianern und den Klonkriegen) versucht hat, das SWEU zurechtzubiegen, dass es irgendwie wieder passt. Das hat damals nicht funktioniert

Na ja, mit den Klonkriegen fand ich's nicht so schlimm. (Und ich weiß auch nicht, was für Widersprüche die Prequels verursacht haben sollen, außer bei Boba Fett's Vorgeschichte.)

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BeitragVerfasst: Di, 21. Okt 2014, 20:33 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Und bezüglich der Qualität des EU insgesamt (besonders Post-Endor)... ich seh das wie Tempest und habe durchaus auch viele EU-Bücher gelesen, bevor ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Wenn auf einem Buch Star Wars steht, aber nicht drin ist, dann muss ich das nicht gelesen haben. Ist es eine gute Story, dann sollte der Autor sich lieber ne eigene SciFi oder Fantasy-Welt ausdenken, aber wenn es letztlich mit SW nichts mehr zu tun hat, dann kann ich mir nächstens auch einen wiederverwendbaren Schutzumschlag mit SW-Logo machen und den um jedes Buch wickeln, das ich gerade lesen will. Dadurch wird es aber nicht automatisch zu Star Wars. Mir kommt es aber so vor, als hätte man mehr oder weniger genau das mit vielen Stories getan.

Ganz so sehe ich es nicht, denn ich bin der Meinung, dass auch Star Wars sich durchaus verändern/weiterentwickeln sollte bzw. sogar muss.

Für mich hat es so gewirkt als bestünde das Post-Endor-EU bis zu dem Storyarc um die Yuuzhan Vong hauptsächlich aus Wiederholungen der Star Wars Formel:
- Die Skywalker/Solo-Familie sind die Protagonisten: Auch wenn 70 das neue 40 sein soll ist es einfach nur noch extrem ausgelutscht, dass ausgerechnet Luke, Leia und Han IMMER dabei sind wenn irgendwo irgendwas spannendes passiert. Die Möglichkeit, die Staffel weiterzugeben wurde ja klugerweise mit Anakin und Jacen Solo eliminiert und andere Charaktere, die eingeführt wurden, haben meistens nicht getaugt um ein Buch alleine zu tragen.
- Gegner sind entweder die Reste des Imperiums, die auch nach fast 25 Jahren noch immer nicht genug haben von den ewigen Niederlagen oder eventuell dunkle Jedi, die halt einfach mal so auf irgendeinem Planeten auftauchen und dort ihre eigene kleine Privatarmee unterhalten.
- Eine Superwaffe, die irgendwo herausgekramt/gefunden wird.

Ich habe mich tatsächlich auf die Reihe um die Yuuzhan Vong gefreut weil es sich für mich vielversprechend innovativ angehört hat:
Die Gegner sind weder Sith noch das Imperium und einfach aufgrund ihrer Herkunft von außerhalb des bekannten Weltraums geheimnisvoll mitsamt ihrer Abneigung gegen Technik und ihren organischen Schiffen und Hilfsmitteln. Die Story hat viel Raum um ausgearbeitet zu werden und muss nicht nach einer Trilogie abgeschlossen werden, etc.
Aber nunja, als ich dann Edge of Victory II: Rebirth gelesen habe war die Begeisterung auch wieder vollkommen vorbei, was für mich persönlich viele Gründe hatte. Ich glaube am meisten hat mich gestört, dass gegen den bösen, gnadenlosen, übermächtigen Feind schon ziemlich am Anfang Mittel gefunden werden um sie zu bekämpfen und wenn ich mir diese "Taktiken" (so einfallslos sie ja teilweise auch waren) durch den Kopf gehen lasse und mir in Erinnerung rufe, wie unsere Hauptdarsteller die Vong-Krieger oder auch die Schiffe der Vong nach einer recht kurzen Eingewöhnungsphase bekämpfen, dann wirken die ewigen Niederlagen der Republik arg konstruiert.

Naja, was nach der Serie kam war dann wieder die bewährte Kost:
- Sith
- Jedi, die Erschütterungen in der Macht spüren aber nicht, dass der eigene Neffe/Bruder sich komisch verhält und ein Sithlord ist (natürlich kann man sagen, dass diese "Sonderheiten" der Macht nunmal zu Star Wars gehören, aber es ist meiner Meinung nach einfach nur unglaublich unlogisch).
- Natürlich geht es mal wieder um alles und es werden gute Charaktere verheizt ohne für einen passenden Ersatz zu sorgen (für den Leser, nicht für die Charaktere im Buch).

Auf Fate of the Jedi hatte ich dann keine Lust mehr.


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BeitragVerfasst: Mi, 22. Okt 2014, 09:47 
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Ich stimme dir da voll zu, sehr kreativ waren die meisten Stories nicht; ständig mussten Luke, Leia und Han irgendwelchen tatsächlichen oder eingebildeten neuen Bedrohungen nachgehen, und meistens hatte es was mit Imperiums-Überresten oder komischen Sith-Lords zu tun (wo auch immer die sich vorher versteckt hatten).
Das Problem der Schreiber war: Ihr Stories waren oft dermaßen generisch, dass, hätten sie mal andere und innovative Protagonisten und Antagonisten gewählt, das ganze überhaupt nicht mehr als SW erkennbar gewesen wäre. Also mussten eben ganz platt immer die gleichen Versatzstücke da reingebastelt werden.
Aber zu ihrer Ehrenrettung sei gesagt: Die Fans wollten es auch so. Das ist genau wie wenn die Kiddies heute sagen, ohne Lichtschwertkämpfe wäre SW ja nicht SW. Diese billige Reduktion hat noch nie gestimmt. Aber LF musste natürlich voll auf diesen Zug aufspringen - nicht zuletzt deshalb war es LA nach den Prequels ja auch völlig unmöglich, noch mal ein Spiel rauszubringen, wo man kein Lichtschwert schwingen konnte.
Und so ähnlich war das damals mit den Büchern: Ohne Luke und Leia und Han und Imperium war es angeblich "kein SW" (und den seltsamen Lichtschwert-Fetisch hatten damals auch schon einige).

Insofern hast du Recht, in dieser Hinsicht war die Yuuzhan-Vong-Reihe mal anders. Aber das Problem war: Eine gute Geschichte wurde es dadurch natürlich immer noch nicht. Man hat lediglich eine Schablone gegen eine andere ausgetauscht und komplett beliebige Aliens aus der Klischee-Kiste gekramt. Am zugrunde liegenden Problem änderte das genau nichts.
Deshalb habe ich diese Reihe schon immer gehasst. Sie wurde als innovativ dargestellt, dabei war sie nichts anderes als das Papier gewordene Eingeständnis des kompletten kreativen Versagens.

Genau deshalb hat sich, wie du richtig bemerkst, langfristig ja auch nichts geändert... alles was nachher kam war wieder das gleiche alte Schema F.

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BeitragVerfasst: Mi, 22. Okt 2014, 13:35 
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Dieser Analyse stimme ich ebenfalls zu. Zeitweise kam einem die Kreativität der Autoren vor wie die Varianz einer Komposition von Dieter Bohlen. So wie der offenbar mit einem Notenwürfel immer und ewig die gleichen drei Akkorde verwendet und damit (mithin recht erfolgreich) seit 30 Jahren das gleiche Lied recycelt, kam bei den SW-Büchern immer wieder die gleiche Leier. Dunkler Bösewicht (bevorzugt mit Machtfähigkeiten und Lichtschwert), neue Superwaffe und/oder wieder mal eine vergessene Flotte mit mindestens einem Supersternzerstörer und einem gewaltigen Haufen Schiffe. Besonders Letzteres war immer ziemlich albern, weil grundsätzlich ein völlig unfähiger Imperialer das Kommando hatte, damit der ja nichts aus seinem Vorteil machen konnte (siehe Daala und all ihre Kollegen). Mehr kam nicht.

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BeitragVerfasst: Mi, 22. Okt 2014, 23:12 
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Tempest hat geschrieben:
Das Problem der Schreiber war: Ihr Stories waren oft dermaßen generisch, dass, hätten sie mal andere und innovative Protagonisten und Antagonisten gewählt, das ganze überhaupt nicht mehr als SW erkennbar gewesen wäre. Also mussten eben ganz platt immer die gleichen Versatzstücke da reingebastelt werden.

Wobei ich sagen muss, dass mir viele Bücher/Comics ziemlich gut gefallen haben sobald dieser übliche Weg verlassen wurde. Dabei müssen die Geschichten nicht unbedingt besonders innovativ oder spannend sein um mir zu gefallen. Tatooine Ghost oder Entführung nach Dathomir sind zwei Beispiele dafür: Keine übertrieben in die Länge gezogene Geschichte, damit man drei Bücher füllt, keine planetenvernichtenden Superwaffen o.ä. (zumindest größtenteils ;)) und deshalb finde ich die beiden Bücher z.B. so angenehm unspektakulär.
Die Crimson Empire Comics haben mir auch ziemlich gut gefallen:
Keine Skywalker/Solo-Geschichte, keine Superwaffen, keine trotteligen imperialen Befehlshaber, keine (richtigen) Sith und trotzdem durchaus als Star Wars erkennbar.
Sogar die X-Wing-Bücher würden mir ziemlich gut gefallen, wenn Stackpoles Ego nicht die Figur des Corran Horn so absolut übertrieben dargestellt hätte. Wobei ich allerdings auch daran gut finde, dass Corran Horn generell ausgearbeitet wurde. Schätzungsweise 80-90% aller neu eingeführten Charaktere haben ja in all ihren Auftritten durchschnittlich 1-2 Eigenschaften und wurden dann wieder fallen gelassen... naja, okay, auch Charaktere, die nach einer gewissen Zeit und mehreren Anläufen langsam Profil bekommen haben, wurden grandios aus der Geschichte entfernt, dooferweise ohne, dass es auch nur annähernd gleichwertigen Ersatz für die Leser gegeben hätte. Hier denke ich z.B. an Jacen und Anakin Solo, die während der New Jedi Order endlich die Möglichkeit zur Entwicklung hatten nur um dann wieder ach so dramatisch umgebracht zu werden (wobei gerade die Geschichte mit Jacen einfach nur unglaublich schlecht war).

Zitat:
Aber zu ihrer Ehrenrettung sei gesagt: Die Fans wollten es auch so. Das ist genau wie wenn die Kiddies heute sagen, ohne Lichtschwertkämpfe wäre SW ja nicht SW. Diese billige Reduktion hat noch nie gestimmt.

Was ich nie verstanden habe: In dem ganzen Franchise steckt immernoch so viel Potential drin. Ich habe Fanfiction gelesen, die von den Ideen her unglaublich gut waren. Aber naja, es fehlen halt die "Kernelemente"...

Zitat:
Insofern hast du Recht, in dieser Hinsicht war die Yuuzhan-Vong-Reihe mal anders. Aber das Problem war: Eine gute Geschichte wurde es dadurch natürlich immer noch nicht. Man hat lediglich eine Schablone gegen eine andere ausgetauscht und komplett beliebige Aliens aus der Klischee-Kiste gekramt. Am zugrunde liegenden Problem änderte das genau nichts.

Ich muss ja sagen, dass die Idee der Vong an sich wirklich sehr interessant war, auch die ganzen Elemente der Kultur, usw, aber im Grunde war das alles handlungstechnisch irrelevant. Es ist einfach egal, ob das jetzt Außerirdische von außerhalb der Galaxie sind, imperiale Reste oder eine Droidenarmee, denn die üblichen Faktoren sind 1:1 übernommen worden:
- Kämpfe Mann gegen Mann, diesmal halt nicht gegen Jedi aber gegen die Vong-Krieger die zufällig auch Nahkampfwaffen verwenden
- Natürlich wieder Superwaffen und übertrieben große Schiffe der Bösen
- Die Skywalker/Solo-Familie natürlich mittendrin, denn in der ganzen Neuen Republik gibt es sonst niemanden, der die Kohlen aus dem Feuer holen kann.

Zitat:
Deshalb habe ich diese Reihe schon immer gehasst. Sie wurde als innovativ dargestellt, dabei war sie nichts anderes als das Papier gewordene Eingeständnis des kompletten kreativen Versagens.

Naja, es gab zumindest einen großen Unterschied zu den Reihen davor:
Der Beginn des großflächigen Aussortierens von Charakteren, der gleich mit Chewies Tod im ersten Teil angefangen hat.
Ich habe ja grundsätzlich nichts dagegen, wenn es der Spannung dient weil man nicht mehr sicher sein kann, wer denn das Ende des Buches erlebt, nur war die ganze Geschichte zu sehr konstruiert, da war es dramatischer als die Order 66 in Episode III ausgeführt wurde.

zentaldenker hat geschrieben:
Dunkler Bösewicht (bevorzugt mit Machtfähigkeiten und Lichtschwert)

Was ich ja deshalb lustig finde, da es den Anschein macht als wären der Imperator, Darth Vader und die Klonkrieger extrem schlampig gewesen als es an die Order 66 ging: In zig Büchern tauchen noch überlebende Jedi oder dunkle Jedi auf, die teilweise auf irgendwelchen Planeten ihre eigenen kleinen Diktaturen aufgebaut haben... naja oder die ganzen "Rechten Hände" des Imperators neben Darth Vader.

Zitat:
und/oder wieder mal eine vergessene Flotte mit mindestens einem Supersternzerstörer und einem gewaltigen Haufen Schiffe.

... die aus einer Zeit vor den Klonkriegen stammt und immernoch mit aktueller Militärhardware mithalten kann und deshalb eine Gefahr für die Neue Republik ist ;)

Zitat:
Besonders Letzteres war immer ziemlich albern, weil grundsätzlich ein völlig unfähiger Imperialer das Kommando hatte, damit der ja nichts aus seinem Vorteil machen konnte (siehe Daala und all ihre Kollegen).

Das hat mich gerade so geärgert weil die Ganzen Großadmiräle des Impersiums einfach nur als lächerlich dargestellt werden.
Wir haben Thrawn, das "taktische Genie": Ignorieren wir den Schwachsinn des "Ich kenne die Taktik des Gegners indem ich ein Kunstwerk seiner Kultur anschaue" einfach mal. Gleich in der ersten Schlacht des ersten Buches der Trilogie wird seine taktische Finesse ja demonstriert und das in einer Art, die so extrem unspektakulär ist, dass ich mich frage wie das überhaupt funktionieren konnte. Aber das ist einfach so typisch für den Aufbau der Gegenspieler: Es wird lang und breit erzählt, wie gefährlich alle sind und wenn sie dann zeigen müssen, was sie können merkt man, dass die Autoren einfach keinen Schimmer hatten, wie sie die Gegenspieler denn besonders gefährlich machen könnten und dann ist es halt immer auf besonders viele oder besonders große Schiffe/Waffen hinaus gelaufen. Ich meine: Ernsthaft? Er "versteckt" einen Torpedo hinter einem angreifenden Jäger (wenn ich mich da recht entsinne) und besiegt so die Rebellen?! Seine Geheimwaffe gegen Ende der Trilogie ist der wahnsinnige Klon eines Jedi, der außerdem auch noch absolut unberechenbar ist?! Immerhin ist sein Abgang nicht seiner eigenen Dummheit geschuldet.

An dieser Stelle wüsste ich gerne, was sich Kevin J. Anderson bei Daala gedacht hat. Vielleicht wollte er mit ihr die Stimmung auflockern und hat sie deshalb als unfreiwillig komischen Gegenpart zum Exar Kun Handlungsstrang eingebaut... ehrlich, ich kann es mir nicht anders erklären warum sie so in den Büchern erschienen ist, wie sie erschienen ist.

Das Post-Endor-EU hat es einfach versäumt, wirklich "erwachsen" zu werden und damit meine ich nicht, dass die Geschichten noch düsterer werden sollen, sondern, dass Handlung, Charaktere, Storytelling, ja gerade das ganze Niveau der Veröffentlichungen einfach weit hinter dem zurück liegen, was einer großen Serie des Formates von Star Wars angemessen wäre und von anderen Serien auch umgesetzt wurde. Es nützt nichts, wenn in der New Jedi Order etwa die Hälfte aller Autoren zwar keine Unbekannten in Sachen Sci-Fi und Fantasy sind, man ihnen aber in jedem Satz anmerkt, dass sie sich in diesem Franchise absolut nicht zu Hause fühlen, während Stackpole, Denning, Allston zwar auch keinen Literatur-Nobelpreis für ihre Leistungen bekommen, aber das ganze gewohnt "souverän" angegangen sind.


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BeitragVerfasst: Do, 23. Okt 2014, 15:01 
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Strassid2 hat geschrieben:
Aber das ist einfach so typisch für den Aufbau der Gegenspieler: Es wird lang und breit erzählt, wie gefährlich alle sind und wenn sie dann zeigen müssen, was sie können merkt man, dass die Autoren einfach keinen Schimmer hatten, wie sie die Gegenspieler denn besonders gefährlich machen könnten und dann ist es halt immer auf besonders viele oder besonders große Schiffe/Waffen hinaus gelaufen.

Man hat hier insbesondere nicht erkannt, dass ein "ganz normaler Typ" als Gegner, richtig in Szene gesetzt, wirkungsvoller hätte sein können als die ständigen lächerlichen Versuche, alles bisher dagewesene noch zu toppen.
Bemerkenswert finde ich z.B. den Trend, dass die bösen imperialen Admirale immer Frauen oder Aliens sind, obwohl das EU gleichzeitig behauptet, der Imperator sei ja ach so misogyn und xenophob gewesen (sowas gehört zu nem "richtigen" Bösewicht halt dazu, Planeten sprengen reicht da nicht).
Natürlich gibts niemals Frauen oder Aliens in den niederen Rängen - einer dieser total unnötigen Widersprüche, die mich immer aufgeregt haben.

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BeitragVerfasst: Di, 14. Apr 2015, 14:49 
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Alle Kritikpunkte, welche hier in Sachen SW-EU genannt wurden, kann ich nachvollziehen und sehe es teilweise auch genauso. Dennoch gehöre ich zu den Wenigen, die den Cut nicht begrüßen. Auch, weil ich mir sicher bin, dass das neue EU in kurzer Zeit ebenso vor Widersprüchen wimmeln wird wie das Alte. Denn ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen ihre Herangehensweise tatsächlich ändern werden.
Es gab ja schonmal solch einen Schnitt, da die alten Marvel-Comics zu viele Widersprüche enthielten flogen sie aus dem Kanon doch man hat nicht daraus gelernt, jetzt wird es wieder so kommen.
Die alten Han Solo und Lando-Bücher wurden hier erwähnt. Sie sind uralt und gehörten trotzdem bis vor kurzem noch in den Kanon und als die neue Han Solo-Trilogie kam, wurde peinlichst genau darauf geachtet, dass sie sich nicht mit den alten Büchern widerspricht. Diese positive Seite des EU gab es auch, sie machte das SW-Universum für mich so komplex und faszinierend und deshalb trauere ich dem EU nach und freue mich nicht über den Cut.
In den neuen Filmen hätte man ja auf nichts aus den Büchern eingehen müssen, man hätte sie dennoch als gegeben stehen lassen können.
Später mehr, ich habe jetzt keine Zeit mehr. Bis denn :)

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BeitragVerfasst: Do, 16. Apr 2015, 12:39 
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So, weiter geht's:
Wie gesagt, die Kritik am EU ist natürlich berechtigt. Besonders das Verheizen der Nächsten Generation, die ja eigentlich die Nachfolge der großen Drei antreten sollte, hat sehr viel Potential des EU kaputtgemacht. Hinzu kommen all die unsäglichen Übertreibungen; hier hätte man sich mehr an der Bodenständigkeit der OT orientieren sollen.
Dass das EU nun aber rebootet wird, liegt wohl in erster Linie daran, dass im Gegensatz zur PT der Platz der betreffenden Ära nicht freigehalten wurde. Das wiederum liegt daran, dass George Lucas bis zuletzt immer wieder beteuerte es würde keine dritte Trilogie geben, weil die Anakin-Story mit den sechs Filmen zu Ende erzählt wurde. Folglich dachten die EU-Verantwortlichen man könne sich storytechnisch austoben.
Das Nachsehen haben jetzt die Fans, welche das EU durchaus als festen Bestandteil der Saga "ernst" genommen haben.

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BeitragVerfasst: Do, 16. Apr 2015, 13:10 
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Naja, im Prinzip sagst du: Ich begrüße den Cut nicht, weil er unnötig gewesen wäre, wenn man von vornherein eine vernünftige Struktur im EU gehabt hätte.

Letzterem widerspricht hier ja keiner... nur: Weil das EU eben so versaubeutelt ist wie es leider ist, war der Schnitt meiner Meinung nach halt doch die richtige Entscheidung.

Wenn man ein Zauberwort sprechen könnte und die Kontinuitäts-Abteilung bei LF hätte rückwirkend ihre Arbeit vernünftig gemacht, wäre das natürlich die schönere Lösung, nur steht diese Option halt leider nicht zur Verfügung...

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