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BeitragVerfasst: Fr, 25. Apr 2014, 19:59 
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So nun ist es Offiziell, es wird ein neues EU geben, ich warte zwar noch die nächsten Nachrichten ab, aber für mich Endet dann wohl das Fan da sein.

http://jedi-bibliothek.de/blog/2014/04/ ... niversums/

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BeitragVerfasst: Fr, 25. Apr 2014, 20:51 
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Ich hab deinen Beitrag mal aus dem "Disney kauft Lucasfilm"-Thread abgetrennt, Stone, da ich denke, dass das Thema einen eigenen Thread verdient.

Nun, und zum Thema selbst: Vermutlich war das Ganze mit den neuen Filmen unausweichlich, aber was das alles nun im Detail (vor allem in Bezug auf einzelne Werke) bedeutet, ist mit der Ankündigung ja eigentlich immer noch nicht vollkommen klar. Letztlich ist im Bezug auf das bisherige EU vom Grundsatz her immer noch alles genauso, wie es immer schon war. Die Kinofilme (und seit einigen Jahren auch Serien) stechen quasi alles aus, und wenn es dann ggf. Unstimmigkeiten zu früher veröffentlichten Romanen, Comics etc. gibt, muss das halt entweder in Form neuer Geschichten ausgebügelt werden oder das ein oder andere fällt schlicht aus dem Kanon - nur dass der Umfang an Geschichten, die nun zwangsläufig maximal noch in Teilen als Kanon im engeren Sinne gelten können, mit etlichem (oder gar allem), was nach Episode VI angesiedelt ist, voraussichtlich um einiges größer sein wird als alles, was sich in der Vergangenheit ins Reich des Obskuren verabschieden musste. Immerhin aber lebt es unter dem neuen "Legends"-Label noch weiter - und was jeder Fan für sich selbst als "Kanon" ansieht, ist ja seit jeher jedem selbst überlassen ...

Durchaus positiv sehe ich allerdings, dass man alle künftigen Veröffentlichungen (ob nun Romane, Comics, Games ...) schon im Vorhinein viel enger miteinander und vor allem mit den Filmen und Serien verzahnen und stimmig halten will. Durch die neue "Story Group", die da in alles (auch die Filme und Serien!) mit eingebunden ist, ergibt sich hier auch eine ganz neue Situation. Es wurde zwar auch bisher immer schon über die viel beschriene Kontinuität gewacht, aber da hatte Lucas trotzdem immer noch das letzte Wort und konnte mit neuen Projekten, an denen er beteiligt war, wieder alles umstoßen, was ihm nicht passte (und das war ja als Schöpfer des Universums auch sein gutes Recht). Nun aber hat diesen Platz quasi die "Story Group" eingenommen - und dass da mit Leland Chee und Pablo Hidalgo Leute drinsitzen, die auch das "alte EU" sehr gut kennen, stimmt mich durchaus optimistisch, dass es da in Zukunft womöglich nicht allzu große Brüche geben wird und wir nicht alles komplett vergessen müssen, was früher wir gelernt ... :wink: Aber warten wir's ab.

Hier im Übrigen noch der Link zur Originalmeldung auf der starwars.com:
:arrow: The Legendary Star Wars Expanded Universe Turns a New Page


EDIT: ... und hier nun auch noch Titel und Cover der ersten Romane unter "neuen Vorzeichen". Die beiden Romane im September und November waren ja schon seit einiger Zeit in der :arrow: Neuveröffentlichungsvorschau hier im Forum zu finden, aber bislang noch ohne Titel und Autor - nun ist das Geheimnis gelüftet. A New Dawn ist eine Hintergrundgeschichte zu einer der Hauptfiguren aus Star Wars Rebels, Tarkin wird im Stile von Lucenos Roman Darth Plagueis die Geschichte des Großmoffs beleuchten.

02.09.14
John Jackson Miller: A New Dawn

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04.11.14
James Luceno: Tarkin

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13.01.15
Kevin Hearne: Heir to the Jedi

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März 15
Paul S. Kemp: Lords of the Sith

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BeitragVerfasst: Sa, 26. Apr 2014, 10:25 
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Was soll ich davon halten ?

Für mich ist es die schlechteste Lösung, die sie hätten wählen können, einfach alles ad absurdum zum Ideenpool, der noch keinerlei Bedeutung hatte, zu erklären. Der Deal Lucas/Disney ist garantiert nicht über Nacht entstanden und auch die Idee, danach noch weitere Filme zu drehen, kam garantiert nicht jemandem über Nacht nach der Unterzeichnung der Verkaufsverträge. Also Zeit genug, wie man ein bestehendes Universum hätte übernehmen oder sinnvoll kürzen können. Aber ca. 20 Jahre gewachsenes Universum einfach so zu kappen, ist eine Unmöglichkeit sondergleichen.

Man möge argumentieren, sie haben jetzt Freiheit und müssten keine bereits bestehenden Tatsachen erklären.

Wo waren diese Erklärungen bei Episode IV ? Bei Episode I ? Richtig, man wurde im Scrolltext kurz mit den momentanen Verhältnissen konfrontiert und los ging der Film, da war es nicht nötig, irgendetwas lang und breit an Vorwissen zu vermitteln.

Mit ein bisschen Mühe hätte man das durchaus im Scrolltext andeutungsweise unterbringen können, aber dafür hätte man sich ja mit dem EU befassen müssen. Aber nö, wir haben zwar eine exzellente Quelle namens Leland Chee, aber warum sie nutzen ? Stossen wir lieber die Fans des EUs vor den Kopf, das Geld von denen haben wir ja.

Und die Romanautoren, Pablo Hidalgo mit seinen Werken und nicht zuletzt Steve Sansweet, seines Zeichens erster Autor eines auch heute noch in weiten Teilen exzellenten Lexikons müssen sich doch jetzt richtig verdummbeutelt vorkommen.

All diese Leute haben versucht, Ordnung in einen Zeitstrahl zu bringen, bei dem gerade das Licht ausgeschaltet wurde und alles Vorhandene (wenn ich das richtig verstanden habe) jetzt in einen grossen Pott namens "Ideen, die man vielleicht verwenden könnte" gewandert ist.

Warum hätte man im Nachhinein nicht die Arbeit all derer würdigen können, indem man sie in das neue Universum integriert ?

Ein trauriger Tag für Star Wars, wie ich finde. Und ich schätze, die Generation, die Star Wars zu dem gemacht hat, was es heute ist, wird langsam der Vergessenheit anheim fallen.

Aber genug der Kritik, jetzt mal sachlich:

Was ist jetzt eigentlich alles weggefallen ? Alles, wirklich alles ? Also Darth Bane, Plagueis und wie weit die Romane noch VOR die PT zurückreichen oder "nur" das Post-Endor-EU ? Hab das im Video nicht so wirklich raushören können ?

Was hat jetzt momentan noch Gültigkeit ? Die Filme, klar. TCW, auch klar. Aber sonst ?

Danke für eure Aufmerksamkeit, falls ihr bis hier gelesen habt. :D

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Über einen Besuch im Smuggler's Run würd ich mich freuen...


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BeitragVerfasst: Sa, 26. Apr 2014, 11:24 
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Was noch im Kanon ist führt die Jedi-Bibliothek ab sofort in diesem Register: http://jedi-bibliothek.de/blog/datenban ... tinuitaet/ (im Aufbau)

Kurzum: TCW, Episode I-VI, Rebels, Darth Maul: Son of Dathomir und die vier neuen Romane

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BeitragVerfasst: Sa, 26. Apr 2014, 13:36 
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Man hätte halt dieses widersprüchliche EU-Wuchern von Anfang an nie erlauben sollen. Jetzt verärgert es die EU-Fans, wie das EU vorher manch anderen verärgert hat. Mich persönlich freut es, denn damit muss ich mich nicht mehr mit diesem Post-Endor-Chaos-Blödsinn befassen. Und: Es wird definitiv was Neues und kein Aufguss irgendwelcher bekannter Stories werden.

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BeitragVerfasst: Sa, 26. Apr 2014, 15:36 
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Han72Solo hat geschrieben:
Was ist jetzt eigentlich alles weggefallen ? Alles, wirklich alles ? Also Darth Bane, Plagueis und wie weit die Romane noch VOR die PT zurückreichen oder "nur" das Post-Endor-EU ? Hab das im Video nicht so wirklich raushören können ?

Prinzipiell läuft jetzt tatsächlich erst mal alles, was das bisherige Erweiterte Universum ausgemacht hat, unter dem neuen Label "Legends". Nur, wie gesagt, an sich ändert das streng genommen nichts am Status dieser Geschichten, denn die Filme (und TCW) hatten immer schon Vorrang vor dem Rest. Wenn man es positiv sehen will, wertet es vielmehr alles, was in Zukunft an Romanen (und wahrscheinlich auch Comics) erscheinen soll, nur deutlich auf, denn offenbar sollen diese neuen Veröffentlichungen ja derart von einer Hand (also der Story Group) aufeinander abgestimmt sein, dass sie quasi den Filmen gleichwertige Geschichten erzählen, an deren Inhalte sich im Umkehrschluss zukünftig auch die Filme- und Serienmacher halten müssen. Wenn man so will, gibt es also zukünftig gar kein "Erweitertes Universum" mehr, sondern nur noch eine Saga, die in Form unterschiedlicher Medien erzählt wird. So zumindest die Absicht - was praktisch daraus wird, bleibt sicherlich abzuwarten ...

Was aber nun das bisherige EU angeht: Solange nichts der neuen Filme, Serien, Romane etc. vorher Veröffentlichtem widerspricht, kann es problemlos weiter Bestand haben, ohne zu einer Art "Infinities" zu werden. Womöglich wird in den neuen Geschichten gar auf mehr aus den "alten Tagen" Bezug genommen werden, als dem ein oder anderen lieb ist. Das bleibt zum momentanen Zeitpunkt schlicht abzuwarten.

Han72Solo hat geschrieben:
Was hat jetzt momentan noch Gültigkeit ? Die Filme, klar. TCW, auch klar. Aber sonst ?

Zum aktuellen Kanon, der quasi über alle Zweifel erhaben ist, zählen in der Tat die Filme, The Clone Wars und Star Wars Rebels (aber das war auch nach den bisherigen Kanonstufen schon so) sowie die ab Herbst erscheinenden Neuveröffentlichungen in anderen Bereichen. Alles andere ist "Ideenfundus" und kann Teil der großen Saga sein bzw. werden, hat aber zunächst nun einmal den offiziellen Stempel, aus dem "Reich der Legenden" zu stammen, bei dem vorerst nicht genau gesagt werden kann, zu welchem prozentualen Anteil die dort erzählten Ereignisse tatsächlich so im Star Wars-Universum passiert sind. Einige mögen in Zukunft damit "geadelt" werden, sozusagen zu 100% zu stimmen, andere fliegen womöglich ganz raus, und bei ganz vielen anderen wird es irgendetwas dazwischen sein. Auch das aber ist eigentlich nichts Neues für das EU - nur dass der Umfang dessen, was insbesondere durch die neuen Filme nun voraussichtlich zu einem "alternativen Zeitverlauf" werden muss, deutlich größer ist als alles, was wir an Einschränkungen für das EU bisher erleben durften ...

Zentraldenker hat geschrieben:
Und: Es wird definitiv was Neues und kein Aufguss irgendwelcher bekannter Stories werden.

Freu dich nicht zu früh. Immerhin will man ja die Geschichten des bisherigen Erweiterten Universums weiter als "Ideenfundus" nutzen. Gut möglich also, dass einzelne Storylines oder auch Figuren - in ggf. leicht veränderter Form - wiederkehren werden ... Admiral Daala Strikes Back - oder so ... :twisted: :lol:

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BeitragVerfasst: Sa, 26. Apr 2014, 18:28 
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Viele Bücher aus der Prä-Endor-Ära könnten bestimmt weiterhin kanonisch bleiben. Bücher aus dem Kanon zu streichen, nur weil sie vor dem Verkauf an Disney veröffentlicht wurden, wäre nicht fanfreundlich. Die Folge wäre, daß manche Fans des alten EUs sich die neuen Bücher nicht kaufen würden. Wenn Lucasfilm ein Buch aus dem Kanon rausnimmt, sollte es konkret begründen, warum. Man könnte sogar so weit gehen, alte Bücher zu überarbeiten, damit sie im Kanon bleiben können (falls der Autor dem zustimmt, versteht sich). Das ist mein Verständnis von Fanfreundlichkeit.

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BeitragVerfasst: Sa, 26. Apr 2014, 18:53 
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Nochmal für alle: Lucasfilm - besonders Jen Heddle auf Twitter - hat ganz eindeutig gesagt, dass ALLES abgesehen von Episoden I bis VI, The Clone Wars und die Comicreihe Darth Maul: Son of Dathomir nicht in den neuen Kanon eingeht. Also: NUR die 6 Filme, die Fernsehserie und die Adaptation der unveröffentlichten Maul-Drehbücher sind derzeit Kanon, weil George Lucas daran beteiligt war. Der Rest ist non-canon (tatsächlich tauchen für die alten Bücher nach und nach "Legends"-Cover auf: http://jedi-bibliothek.de/blog/2014/04/ ... n-del-rey/). Ob irgendwas aus diesen Werken jemals wieder aufgegriffen wird bleibt abzuwarten.

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BeitragVerfasst: Sa, 26. Apr 2014, 19:33 
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Darth Spiriah hat geschrieben:
Ob irgendwas aus diesen Werken jemals wieder aufgegriffen wird bleibt abzuwarten.

Sicher, aber es ist eben auch nicht ausgeschlossen. Die Betonung - auch bei Heddles Äußerungen - liegt ganz klar darauf, dass derzeit nur die Filme und die beiden Serien (sowie der auf den TCW-Drehbüchern basierende neue Maul-Comic) zum aktuellen "Kanon" im engeren Sinne (sprich: das alles ist tatsächlich so in der weit entfernten Galaxis passiert) gehören. Es gibt auch bereits etliche Äußerungen, in denen klargestellt wird, dass in der Zukunft durchaus Elemente des "alten EU" wieder aufgegriffen werden können.

Letztlich dient diese Abgrenzung, dem bisherigen Erweiterten Universum den "Legends"-Stempel zu verpassen, in erster Linie dem Zweck, damit die Wertigkeit der neu angekündigten Romane etc. zu erhöhen und sich halt ganz allgemein für neue Geschichten größere kreative Freiräume zu schaffen. Noch mehr, als das vorher durch die unterschiedlichen Kanonstufen eh schon der Fall war, sagt man nun halt ganz klar, dass alles was EU-technisch bisher war, zwar so passiert sein kann, aber nicht zwangsläufig tatsächlich so passiert ist. Im Prinzip ist es gewissermaßen ein Paradigmenwechsel: War man zuvor immer bestrebt, möglichst viele der in seiner Gesamtheit im EU erzählten Geschichten durch x-fache Retcons etc. zu "retten", egal wie viele (scheinbare) Widersprüche es zwischen den einzelnen Werken gab, so sagt man jetzt halt ganz offen, dass all diese Geschichten letztlich nur "Legenden" sind, über deren "Wahrheitsgehalt" man in der Zukunft entscheiden wird, wenn man ggf. einzelne Elemente davon wieder aufgreift - oder eben auch nicht. Aber auch, wenn dies nicht geschieht, heißt es ja noch lange nicht, dass die entsprechenden Abenteuer nicht passiert sind - zumindest solange nichts Neues diesen Storys direkt widerspricht.

Ich mein, natürlich ist das Ganze so schon eine deutliche "Abwertung" des bisherigen Erweiterten Universums, weil man sich halt nicht mehr sicher sein kann, was davon nun "wirklich" im Star Wars-Universum passiert ist, aber wie gesagt: Streng genommen war das schon immer so - nur wird es von Lucasfilm jetzt auch offen so gesagt, und das war - zumindest in dieser Deutlichkeit - vorher nicht der Fall. Von daher kann ich auch jeden Fan des EU verstehen, der gerade ziemlich enttäuscht ist und den aktuellen Schritt eher für eine Kapitulation der Verantwortlichen vor dem riesigen Ausmaß der in den letzten Jahrzehnten erzählten Geschichten hält. Denn sicherlich hätte man auch mit Rücksicht auf das EU neue Filme und Serien machen können - und das selbst ohne direkten Bezug darauf nehmen zu müssen, da bin ich mir sicher. Nur wäre das halt sehr viel aufwendiger gewesen, und ja, es hätte sicherlich in einem gewissen Maß auch die Kreativität eingeschränkt. Deswegen hätten die neuen Filme etc. aber sicherlich nicht schlechter werden müssen.

Aber am Ende des Tages ist es, wie es ist - und ein Neuanfang kann ja durchaus auch Chancen bieten. Im Übrigen: Die Hoffnung stirbt zuletzt, und vielleicht ist ja letztlich doch überschaubar, was in Zukunft nun wirklich so gar nicht mehr in den "neuen Kanon" passen wird ...

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BeitragVerfasst: Mo, 28. Apr 2014, 14:10 
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Sky hat geschrieben:
Alles andere ist "Ideenfundus" und kann Teil der großen Saga sein bzw. werden, hat aber zunächst nun einmal den offiziellen Stempel, aus dem "Reich der Legenden" zu stammen, bei dem vorerst nicht genau gesagt werden kann, zu welchem prozentualen Anteil die dort erzählten Ereignisse tatsächlich so im Star Wars-Universum passiert sind. Einige mögen in Zukunft damit "geadelt" werden, sozusagen zu 100% zu stimmen, andere fliegen womöglich ganz raus, und bei ganz vielen anderen wird es irgendetwas dazwischen sein. Auch das aber ist eigentlich nichts Neues für das EU - nur dass der Umfang dessen, was insbesondere durch die neuen Filme nun voraussichtlich zu einem "alternativen Zeitverlauf" werden muss, deutlich größer ist als alles, was wir an Einschränkungen für das EU bisher erleben durften ...

Genauso ist es. Das ganze ist nichts neues, denn auch wenn der ganze Krempel vorher "offizieller" Kanon war, steckte er voller wechselseitiger Widersprüche. Dadurch war es völlig unmöglich, noch irgend etas zu schreiben, ohne einer bereits existierenden Quelle zu widersprechen.
Und nur weil die Verantwortlichen das jetzt auch endlich mal einsehen und den ganzen breiten Quark als Nicht-Kanon einstufen, beschwert ihr euch? Irgendwie legt ihr mehr Wert auf das "offizielle" Etikett als auf den murksigen Inhalt, kann das sein?

Tsui Choi hat geschrieben:
Viele Bücher aus der Prä-Endor-Ära könnten bestimmt weiterhin kanonisch bleiben. Bücher aus dem Kanon zu streichen, nur weil sie vor dem Verkauf an Disney veröffentlicht wurden, wäre nicht fanfreundlich. Die Folge wäre, daß manche Fans des alten EUs sich die neuen Bücher nicht kaufen würden. Wenn Lucasfilm ein Buch aus dem Kanon rausnimmt, sollte es konkret begründen, warum. Man könnte sogar so weit gehen, alte Bücher zu überarbeiten, damit sie im Kanon bleiben können (falls der Autor dem zustimmt, versteht sich). Das ist mein Verständnis von Fanfreundlichkeit.

Bei dem Vorschlag klappen sich bei mir die Zehennägel hoch, weiß gar nicht wo ich da anfangen soll.
1. Ein künstlerisches Werk ist ein künstlerisches Werk und da bastelt man nicht nachträglich dran rum, weil der Zeitgeist es jetzt anders haben will. Deshalb pfuscht man keine schlechten neuen CGI-Szenen in Kultfilme rein und schreibt keine Bücher um, egal obs um Inhalt geht oder um Form (oder darum, ob Jim Knopf jetzt kein "Neger" mehr sein darf und ähnlicher Scheiß).
2. Ein EU-Werk umzuschreiben würde etwa die gleichen Kosten verursachen wie ein neues zu produzieren, nur das ersteres 0 Geld einbringt.
3. Sehr viele EU-Geschichten sind dermaßen verpfuscht, dass eine Anpassung an Kanon und Logik vom urprünglichen Werk nichts übrig lassen würde. Dann kann man es auch gleich ganz in die Tonne treten.
4. Selbst wenn man die vorigen Punkte außer acht lässt: Du glaubst doch nicht ernstlich, dass die EU-Fans bei so einer "Lösung" weniger unzufrieden wären...

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BeitragVerfasst: Mo, 28. Apr 2014, 22:09 
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Darth Spiriah hat geschrieben:
Nochmal für alle: Lucasfilm - besonders Jen Heddle auf Twitter - hat ganz eindeutig gesagt, dass ALLES abgesehen von Episoden I bis VI, The Clone Wars und die Comicreihe Darth Maul: Son of Dathomir nicht in den neuen Kanon eingeht. Also: NUR die 6 Filme, die Fernsehserie und die Adaptation der unveröffentlichten Maul-Drehbücher sind derzeit Kanon, weil George Lucas daran beteiligt war. Der Rest ist non-canon (tatsächlich tauchen für die alten Bücher nach und nach "Legends"-Cover auf: http://jedi-bibliothek.de/blog/2014/04/ ... n-del-rey/). Ob irgendwas aus diesen Werken jemals wieder aufgegriffen wird bleibt abzuwarten.


Dann hätte ich aber mal die bescheidene Frage, warum das z.B. bei Storys wie den Jedi-Chroniken die ja ganze 4000 Jahre vor den Kinofilmen spielen überhaupt nötig ist, sie aus dem Kanon zu werfen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Disney einen neuen Film in dieser Zeit ansiedeln wird.
Und wenn jetzt scheinbar alles aus dem EU non-kanon ist, wie sieht es dann mit Büchern/Comics etc. aus, auf die es Anspielungen in den Filmen und den Serien gibt? Egal was Disney sagt, Han Solo erwähnt in TESB immer noch die "Geschichte mit dem Kopfgeldjäger auf Ord Mantell", Obi-Wan und Anakin kommen in AOTC immer noch von einem "Grenzkonflikt auf Ansion" zurück und in der letzten TCW Folge trifft Yoda auf eine Erscheinung von Darth Bane. Dann sollte man doch eigentlich annehmen können, dass u.A. ebendiese Stories doch noch kanon sind.
Da sollte sich diese "Story-Group" gleich mal ransetzen! :!:

Ich selbst bin da jetzt etwas zwiegespalten. Wenn man sich das Chaos ansieht, das Filoni hinterlassen hat als er sich mit seinem Buschmesser namens "The Clone Wars" durch den Dschungel des EU einen Weg gebahnt hat, war so ein Schritt eigentlich schon längst überfällig. Aber es muss doch wirklich nicht sein erstmal ALLES für non-kanon zu erklären. Da hätte man mit etwas mehr Feingefühl rangehen sollen. :roll:

Tempest hat geschrieben:
1. Ein künstlerisches Werk ist ein künstlerisches Werk und da bastelt man nicht nachträglich dran rum, weil der Zeitgeist es jetzt anders haben will.

Richtig! Und gerade Lucasfilm ist ja ein sehr glänzendes Beispiel dafür! :mrgreen:
Und da sind sie auch nicht die einzigen. Noch nie was vom Mass Effect 3 Extended Cut gehört, was? :wink:

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BeitragVerfasst: Di, 29. Apr 2014, 09:11 
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Archangel hat geschrieben:
Dann hätte ich aber mal die bescheidene Frage, warum das z.B. bei Storys wie den Jedi-Chroniken die ja ganze 4000 Jahre vor den Kinofilmen spielen überhaupt nötig ist, sie aus dem Kanon zu werfen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Disney einen neuen Film in dieser Zeit ansiedeln wird.
Und wenn jetzt scheinbar alles aus dem EU non-kanon ist, wie sieht es dann mit Büchern/Comics etc. aus, auf die es Anspielungen in den Filmen und den Serien gibt? Egal was Disney sagt, Han Solo erwähnt in TESB immer noch die "Geschichte mit dem Kopfgeldjäger auf Ord Mantell", Obi-Wan und Anakin kommen in AOTC immer noch von einem "Grenzkonflikt auf Ansion" zurück und in der letzten TCW Folge trifft Yoda auf eine Erscheinung von Darth Bane. Dann sollte man doch eigentlich annehmen können, dass u.A. ebendiese Stories doch noch kanon sind.
Da sollte sich diese "Story-Group" gleich mal ransetzen! :!:

Naja, die Ereignisse haben schon noch stattgefunden, nur vielleicht nicht genau so, wie sie im EU dargestellt wurden. Vielleicht hat der Kopfgeldjäger auf Ord Mantell Han ja nur nach der Uhrzeit gefragt. :P

Archangel hat geschrieben:
Ich selbst bin da jetzt etwas zwiegespalten. Wenn man sich das Chaos ansieht, das Filoni hinterlassen hat als er sich mit seinem Buschmesser namens "The Clone Wars" durch den Dschungel des EU einen Weg gebahnt hat, war so ein Schritt eigentlich schon längst überfällig. Aber es muss doch wirklich nicht sein erstmal ALLES für non-kanon zu erklären. Da hätte man mit etwas mehr Feingefühl rangehen sollen. :roll:

Eine sorgfältige Prüfung würde zu lange dauern, deshalb machen sie es andersrum: Erstmal alles für Nicht-Kanon erklären und dann, vielleicht, nach und nach einzelne Sachen wieder aufnehmen. So hab ich das jedenfalls verstanden...

Archangel hat geschrieben:
Richtig! Und gerade Lucasfilm ist ja ein sehr glänzendes Beispiel dafür! :mrgreen:

Deshalb hab ichs geschrieben. :)

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BeitragVerfasst: Di, 29. Apr 2014, 12:00 
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Tempest hat geschrieben:
Ein künstlerisches Werk ist ein künstlerisches Werk und da bastelt man nicht nachträglich dran rum, weil der Zeitgeist es jetzt anders haben will. Deshalb pfuscht man keine schlechten neuen CGI-Szenen in Kultfilme rein und schreibt keine Bücher um

Wir reden hier aber über Bücher, deren hauptsächliche Daseinsberechtigung (zumindest für die Fans) war, das Universum der Filme zu erweitern. Es gab für diese Bücher sogar Vorgaben von Lucas (wie, daß bestimmte Charaktere nicht sterben durften). Wenn sich das Filmuniversum durch neue Filme ändert, würde es also Sinn machen, die Bücher anzupassen, damit sie ihre Bedeutung nicht verlieren.
Und was neue CGI-Szenen betrifft: Bei ANH waren die beweglichen Dewbacks und das riesige Reittier in Mos Eisley klare Verbesserungen gegenüber der Originalversion (auch wenn sie den Film auch nicht retten konnten :twisted: ).

Tempest hat geschrieben:
Ein EU-Werk umzuschreiben würde etwa die gleichen Kosten verursachen wie ein neues zu produzieren, nur das ersteres 0 Geld einbringt.

Gerade in diesen Zeiten der Unwissenheit bezüglich der ST denke ich, daß viele Fans eher überarbeitete Versionen der alten Bücher, aus denen man vielleicht Rückschlüsse auf den Inhalt der ST ziehen könnte, kaufen würden als irgendwelche neue Bücher, von denen sie nichts hören wollen. Außerdem geht es nicht nur um den Verkauf dieser neuen Versionen, sondern, darum, die alten Fans auch für neue Bücher zu gewinnen.

Tempest hat geschrieben:
Sehr viele EU-Geschichten sind dermaßen verpfuscht, dass eine Anpassung an Kanon und Logik vom urprünglichen Werk nichts übrig lassen würde. Dann kann man es auch gleich ganz in die Tonne treten.

Na, in solchen Fällen würde man sich die Mühe nicht machen.

Tempest hat geschrieben:
Du glaubst doch nicht ernstlich, dass die EU-Fans bei so einer "Lösung" weniger unzufrieden wären...

Doch: Wenn man einen Teil der Bücher auf diese Weise retten würde, würden sich bestimmt viele Fans freuen. Dann wären die Geschichten, die sie mögen, doch in ähnlicher Weise im SW-Universum passiert und einzelne Charaktere aus diesen Büchern würden weiter existieren. Das ist das, was die Fans wollen, denke ich.

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BeitragVerfasst: Mi, 30. Apr 2014, 20:39 
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Del Rey lies über Twitter verlautbaren, das die Film Romane (EP I-VI) ebenfalls zum Kanon gehören.
https://twitter.com/DelReyStarWars/stat ... 0273764352


Interessant ist da vor allem, das die OT Romane so einige Widersprüche zu den Filmen aufweisen und das im RotS Roman doch einige EU Geschichten erwähnt werden, nicht zu vergessen das sich da einiges mit TCW in die Quere kommt. Also startet das Neue Kanon dann doch sehr widersprüchlich.

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Zuletzt geändert von Stone Qel-Droma am Mi, 30. Apr 2014, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi, 30. Apr 2014, 21:00 
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Mit dem soeben getweeteten Zusatz: nur solange sie nicht vom Film abweichen
https://twitter.com/DelReyStarWars/stat ... 7341840384

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BeitragVerfasst: Mi, 30. Apr 2014, 21:04 
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Darth Spiriah hat geschrieben:
Mit dem soeben getweeteten Zusatz: nur solange sie nicht vom Film abweichen
https://twitter.com/DelReyStarWars/stat ... 7341840384



Tja damit fallen die OT Romane schon mal weg, aber auch RotS weist manche Widersprüche zu TCW auf wenn ich mich recht erinnere.

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BeitragVerfasst: Mi, 30. Apr 2014, 21:50 
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Stone Qel-Droma hat geschrieben:
Tja damit fallen die OT Romane schon mal weg, aber auch RotS weist manche Widersprüche zu TCW auf wenn ich mich recht erinnere.

Nicht die ganzen Romane fallen weg, sondern nur die Teile, die widersprüchlich sind.

Übrigens dürfte das auch weiterhin für den kompletten Rest des EUs gelten - genauso wie das immer schon war! Ich kann das echt nur noch einmal betonen: Am Status des bisherigen Erweiterten Universums hat sich de facto null Komma nichts geändert. Nach dieser "Legends"-Ankündigung wird hier im Moment von einigen (nicht nur hier im Forum, sondern ganz generell im Netz) viel zu viel in das Ganze reininterpretiert, und vor allem werden die Begriffe "Kanon", "Kontinuität" etc. oft einfach falsch verstanden. Wenn Lucasfilm nun davon spricht, fürs Erste nur noch die Filme, Serien und neue Romane, Comics und Games als "Kanon" anzusehen, heißt das "nur", dass das die Dinge sind, die in Zukunft in erster Linie maßgeblich sein werden und bei allem Neuen berücksichtigt werden müssen. Es heißt nicht, dass der Rest zwangsläufig komplett nur noch eine Parallelwelt ist und überhaupt nicht mehr berücksichtigt wird!

Vielleicht noch mal zur Verdeutlichung:

Bisherige Situation:
Ein in mehrere "Wertigkeitsstufen" unterteilter Gesamtkanon, der schon immer auch Dinge enthielt, die sich letztlich nicht mit dem aus den Filmen und Serien Bekannten deckten:

G-Kanon und T-Kanon
Im Wesentlichen die sechs Kinofilme und die Serie The Clone Wars, die über allem anderen stehen. Was hier gezeigt wird und geschieht, ist so im Star Wars-Universum passiert.

C-Kanon
Der Großteil des Erweiterten Universums (Romane, Comics, Games ...), der die "Hauptsaga" erweitert und bereichert - und dem aus G- und T-Kanon Bekannten nicht widerspricht. Alles, was sich hier befindet, kann so im Star Wars-Universum passiert sein - aber immer nur so lange, bis ggf. etwas Neues aus G- und T-Kanon diesem widerspricht.

S-Kanon
Elemente des Erweiterten Universums, die nachrangig behandelt werden, weil sie zu viele Widersprüche haben oder aus anderen Gründen "unpassend" sind.

N-Kanon
Alles, was überhaupt nicht in die Kontinuität passt oder von vorneherein als "Infinities"-Story angelegt war.


Neue Situation:
Streng genommen ist die neue Situation immer noch dieselbe - nur mit dem Unterschied, dass künftige Romane, Comics etc. direkt den Filmen und Serien (also dem alten G- und T-Kanon) gleichwertig sein sollen:

Saga bzw. "Einheitskanon" (keine offizielle Bezeichnung)
Alle Filme, Serien und ab Herbst erscheinenden neuen Romane, Comics, Games etc., bei denen allesamt fortan Lucasfilms "Story Group" direkt die Hand mit im Spiel hat und für ein "einheitliches Universum" in allen Medien sorgen will. Alte Geschichten des Erweiterten Universums oder einzelne Elemente daraus können ebenfalls im Laufe der Zeit offizieller Teil dieses Kanons werden (was dann eine deutliche Aufwertung wäre!).

Legends
Hierunter ist nun all das zu verstehen, was bisher als Erweitertes Universum bzw. C- und S-Kanon sowie in Teilen ggf. N-Kanon bekannt war. Alles, was hier erzählt wurde und nicht den Filmen etc. widerspricht, kann prinzipiell Teil des großen "Einheitskanons" sein bzw. werden, ist es aber nicht zwangsläufig.


Kurzum: Der Status des EU ist derselbe wie eh und je, und Teile davon können auch in Zukunft noch auf höchste Kanonstufe erhoben werden (Stichwort "Ideenfundus"). Genauso kann aber natürlich ein beträchtlicher Teil (gerade durch Episode VII-IX) wegfallen - nur: das wäre nach dem alten Kanonsystem (s.o.) ebenso gewesen. Von daher dient das neue "Legends"-Banner eigentlich nur zur Unterscheidung von den neuen Veröffentlichungen, die kanontechnisch automatisch "höher stehen". Und das ist eigentlich auch das Positivste an der "neuen" Situation: Kommende Romane etc. sollen von Beginn an auf einer Wertigkeitsstufe mit den Filmen sein. Von daher gibt es doch eigentlich nur Grund zur Freude. :wink:

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 12:36 
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Naja, aber das, was am meisten "schmerzt", ist halt die Tatsache, dass alles jetzt "zum Abschuss" freigegeben wurde, während es bis dato "irgendwo" eine Gültigkeit hatte. Nun ist alles "Legende"... Und dummerweise reden wir hier nicht von 2 Monaten oder 3 Jahren, sondern von einer Zeitspanne, die bereits 1978 ihren (im Nachhinein doch recht holprigen Anfang nahm).

Hätte man ein wenig Respekt vor den Arbeiten der Autoren gezeigt, hätte man man auch sagen können, dass Dinge kurz vor und komplett nach der Filmhandlung ad absurdum erklärt würden, aber das ist der einfach(e und) billige Weg. Daher ist die Reaktion der Fans schon verständlich.

Oberflächlich hat sich nichts verändert, jedoch wurde dem EU offiziell der Boden weggezogen.

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 13:38 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Wir reden hier aber über Bücher, deren hauptsächliche Daseinsberechtigung (zumindest für die Fans) war, das Universum der Filme zu erweitern. Es gab für diese Bücher sogar Vorgaben von Lucas (wie, daß bestimmte Charaktere nicht sterben durften). Wenn sich das Filmuniversum durch neue Filme ändert, würde es also Sinn machen, die Bücher anzupassen, damit sie ihre Bedeutung nicht verlieren.

Das Universum hat sich auch schon vorher ständig geändert. Nämlich immer, wenn ein neues Buch wieder mal ein paar bestehenden Fakten widersprochen hat (und das war so ziemlich jedes) und das bei LF keine Sau gejuckt hat, solange die Kasse klingelte.
Wieso fangen eigentlich plötzlich Fans des bisherigen EU an, sich für Kontinuität zu interessieren? War doch vorher auch nicht so. SW-Stempel drauf: gut ist. Inhalt egal.
Jetzt ist der Stempel weg. Noch schlimmer, jetzt gibts stattdessen dieses üble Stigma namens "Legends". Und jetzt fällt euch auf, dass die Bücher widersprüchlich sind? Versteh ich nicht.

Tsui Choi hat geschrieben:
Und was neue CGI-Szenen betrifft: Bei ANH waren die beweglichen Dewbacks und das riesige Reittier in Mos Eisley klare Verbesserungen gegenüber der Originalversion

Inwiefern, bitte? Wie hat der Film inhaltlich von zwei komplett im Hintergrund stehenden Effekten profitiert?
Wer sowas als Kriterium für einen guten Film nimmt, der würde auch die PT für Meisterwerke... oh Moment. Vergiß es. :P

Tsui Choi hat geschrieben:
Gerade in diesen Zeiten der Unwissenheit bezüglich der ST denke ich, daß viele Fans eher überarbeitete Versionen der alten Bücher, aus denen man vielleicht Rückschlüsse auf den Inhalt der ST ziehen könnte, kaufen würden als irgendwelche neue Bücher, von denen sie nichts hören wollen.

Spekulation ist hier zwar müßig, denn es wird so nicht kommen, aber... das glaube ich auf gar keinen Fall. Abgesehen von Hardcore-Sammlern, die sich über jeden Produktionsfehler beim Spielzeug freut, weil das ein eventuell wertvolles Objekt seiner Sammlung werden kann, würden das die meisten EU-Leser doch eher erst recht empören. Man würde dem Konzern vorwerfen, mit den gleichen ollen Kamellen nochmal Reibach machen zu wollen.
Und, ganz wesentlich wäre noch ein anderer Punkt: Die "neuen" Versionen der Bücher müssten dann auch wirklich und beständig kanonisch sein und bleiben. Und das ist halt unwahrscheinlich, dafür müsste man - wie bereits geschrieben - viel zu großen Aufwand treiben.

Stone Qel-Droma hat geschrieben:
Del Rey lies über Twitter verlautbaren, das die Film Romane (EP I-VI) ebenfalls zum Kanon gehören.
https://twitter.com/DelReyStarWars/stat ... 0273764352

Interessant ist da vor allem, das die OT Romane so einige Widersprüche zu den Filmen aufweisen und das im RotS Roman doch einige EU Geschichten erwähnt werden, nicht zu vergessen das sich da einiges mit TCW in die Quere kommt. Also startet das Neue Kanon dann doch sehr widersprüchlich.

Ja, in der Tat sehr interessante Feststellung, Stone. Statt jetzt mal wirklich einen klaren Schnitt zu machen, belässt man doch jeden alten Krempel im Kanon und sagt einfach: "Nur die Teile, die nicht widersprüchlich sind". Billiger gehts gar nicht mehr.

Sky hat geschrieben:
Übrigens dürfte das auch weiterhin für den kompletten Rest des EUs gelten - genauso wie das immer schon war!

So siehts leider aus. Ich frage mich nur, wieso sich Disney den ganzen Stress mit den EU-Fans überhaupt aufgehalst hat, wenn sie nicht wenigstens was draus machen. Ist für meine Begriffe ein PR-technischer Totalausfall. Jetzt hat man weder den sauberen Schnitt geschafft noch die alten EU-Fans zufriedengestellt.

Sky hat geschrieben:
G-Kanon und T-Kanon
...
C-Kanon
...
S-Kanon
...
N-Kanon

Na gut, wenigstens diesen Dreck ist man losgeworden. Da krieg ich schon wieder das Würgen, wenn ich das Elend nur sehe.

Han72Solo hat geschrieben:
Naja, aber das, was am meisten "schmerzt", ist halt die Tatsache, dass alles jetzt "zum Abschuss" freigegeben wurde, während es bis dato "irgendwo" eine Gültigkeit hatte.

Tut mir Leid, dir das sagen zu müssen, aber: Da machst du dir was vor.
Es war auch schon vorher alles "zum Abschuss" freigegeben. Man hat das zwar nicht offiziell zugegeben, aber wann hat denn jemals eine neue Veröffentlichung auf alle Aspekte des bereits bestehenden Materials Rücksicht genommen?
Das galt insbesondere bei Projekten mit Lucas-Beteiligung. Deshalb hat man ja auch kurzerhand den Plural von "Kanon" erfunden, siehe das Grausen in Skys Beitrag. Frei nach dem Motto "Alle SW-Werke sind gleich, aber manche sind gleicher als andere".

Han72Solo hat geschrieben:
Hätte man ein wenig Respekt vor den Arbeiten der Autoren gezeigt, hätte man man auch sagen können, dass Dinge kurz vor und komplett nach der Filmhandlung ad absurdum erklärt würden, aber das ist der einfach(e und) billige Weg.

Auch das ist zu einfach gedacht. Nur weil Ereignisse zeitlich weit voneinander getrennt sind, können sie sich ja trotzdem widersprechen. Oder etwas kann vom Konzept her überhaupt nicht passen. Paradebeispiel Midichlorianer: Die haben ja nicht nur der Handlung von Ep1 geschadet, sondern sie widersprechen dem ganzen Konzept der Macht.
Ist das deshalb Nicht-Kanon? Gott bewahre. Hat ja Lucas geschrieben...

Han72Solo hat geschrieben:
Oberflächlich hat sich nichts verändert, jedoch wurde dem EU offiziell der Boden weggezogen.

Nochmal: Das EU hing auch vorher in der Luft. Der einzige Unterschied ist, dass es jetzt jemand gesagt hat.

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 17:53 
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Tempest hat geschrieben:
Inwiefern, bitte? Wie hat der Film inhaltlich von zwei komplett im Hintergrund stehenden Effekten profitiert?

Von "inhaltlich" hab ich nichts geschrieben. Die Szenen wirken dadurch lebensechter, sind sehenswerter, beeindruckender und was entscheidender ist: Sie passen besser zur PT. Lucas wollte ja, daß die 6 Filme ein Gesamtkunstwerk bilden.

Tempest hat geschrieben:
Wer sowas als Kriterium für einen guten Film nimmt, der würde auch die PT für Meisterwerke... oh Moment. Vergiß es. :P

Wenn du die PT nicht wie die Pest meiden würdest, würdest du sie inzwischen bestimmt mögen... Obwohl, wahrscheinlich doch nicht. :wink:

Tempest hat geschrieben:
Wieso fangen eigentlich plötzlich Fans des bisherigen EU an, sich für Kontinuität zu interessieren? War doch vorher auch nicht so. SW-Stempel drauf: gut ist. Inhalt egal.
:D

Tempest hat geschrieben:
Das Universum hat sich auch schon vorher ständig geändert. Nämlich immer, wenn ein neues Buch wieder mal ein paar bestehenden Fakten widersprochen hat (und das war so ziemlich jedes) und das bei LF keine Sau gejuckt hat, solange die Kasse klingelte.

Ja, aber nennenswerten Ärger gab es erst mit TCW (und vielleicht im Post-Endor-EU, das hab ich nicht gelesen), und da war Lucas mit an Bord, also konnte man sich damit trösten, daß wir im Gegenzug zu den Widersprüchen seine Vorstellungen präsentiert bekamen. Außerdem war früher alles zunächst im Kanon, jetzt ist alles erst mal raus bis auf weiteres. Sky stellt es anders dar, und dazu komm ich gleich.

Tempest hat geschrieben:
Paradebeispiel Midichlorianer: Die haben ja nicht nur der Handlung von Ep1 geschadet, sondern sie widersprechen dem ganzen Konzept der Macht.

Tun sie nicht, das hatten wir doch schon im Archiv. Ist nicht der Ort, um das zu erörtern, will ich aber nicht so stehen lassen. Schade, daß das dein Paradebeispiel war. :mrgreen:

Sky hat geschrieben:
Legends
Alles, was hier erzählt wurde und nicht den Filmen etc. widerspricht, kann prinzipiell Teil des großen "Einheitskanons" sein bzw. werden, ist es aber nicht zwangsläufig.

Ich habe nicht alle Mitteilungen der Offiziellen gelesen, aber in der Erklärung, die Stone Anfang des Threads gelinked hat, steht das nicht, dafür was anderes. Nämlich, daß man sich von den Geschichten inspirieren könnte und Elemente daraus übernehmen könnte. Gerade das ist aber in der Vergangenheit meines Erachtens nach hinten losgegangen. Ich denke da z.B. an Quinlan Vos' Auftritt in TCW: Er sah nicht nur so aus wie Disney's Tarzan, er ist auch so gesprungen und war sogar stupider (tritt eine Tür bei jmd.ein, von dem er Informationen will, statt zu klopfen). Es hat nur noch gefehlt, daß er grunzt. Schwierig, diesen Quinlan mit seiner Comic-Vorlage zu vereinbaren. Wär wohl für die Kontinuität besser gewesen, man hätte von ihm die Finger gelassen. Und da Filoni auch bei Rebels mitwirkt, befürchte ich da ähnliche Probleme.
Wenn man sich also an der besagten Erklärung orientiert, hat man also Grund zur Sorge und nicht zur Freude.

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 18:47 
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Ich bin schon der Meinung, dass sich bisherige Autoren irgendwo an den anderen Geschichten orientiert haben, diese Barriere ist jetzt komplett weg.

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 19:06 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Ich habe nicht alle Mitteilungen der Offiziellen gelesen, aber in der Erklärung, die Stone Anfang des Threads gelinked hat, steht das nicht, dafür was anderes. Nämlich, daß man sich von den Geschichten inspirieren könnte und Elemente daraus übernehmen könnte. (...)

Vollkommen richtig - und bei diesen "Elementen" kann es sich um ganze Handlungsbögen, einzelne Figuren, Raumschiffsklassen oder was auch immer handeln. Und klar ist auch: Nicht alles, was ggf. aus dem EU übernommen wird, muss wieder ganz genauso erscheinen, wie man es vorher kannte, sondern es kann durchaus Veränderungen von Hintergrundgeschichten, Charakterzügen, konkreten Namen usw. geben - muss es aber nicht zwangsläufig. Beispiele aus der Vergangenheit hast du ja bereits selbst genannt. Nur: Solange in den neuen Veröffentlichungen nichts dem, was man bisher aus dem EU kannte, widerspricht, kann es prinzipiell weiter Geltung haben wie bisher - halt auf "C-Kanon-Level". Von daher weiß ich gerade nicht, was von den genannten Aussagen meinen widerspricht bzw. daran so anders sein soll.

Tsui Choi hat geschrieben:
Wenn man sich also an der besagten Erklärung orientiert, hat man also Grund zur Sorge und nicht zur Freude.

Also hinter meinem Abschlusssatz mit dem "Grund zur Freude" war natürlich nicht ganz ohne Grund ein zwinkerndes Smiley. Wer bisher die Geschichten des Erweiterten Universums 1:1 als "genauso im Star Wars-Universum geschehen" betrachtet hat, der bekommt natürlich ein immer größer werdendes "Problem", je mehr neue Filme, Serien, Bücher und Comics es in Zukunft geben wird, die einiges womöglich ganz anders darstellen werden. Von daher hat da jeder mein Mitgefühl (und zu einem gewissen Anteil trauere ich auch selber jetzt schon einigem hinterher). Mein Punkt ist nur der: Mit dieser Situation (zumindest in Bezug auf die höhere Wertigkeit der Kinofilme und neuen Serien) mussten wir EU-Fans immer schon leben. Wenn man Lucasfilm hier etwas vorwerfen kann, dann maximal, dass das in der Vergangenheit nicht immer so eindeutig und lautstark kommuniziert wurde, wie das jetzt der Fall ist. Aber dass sie es gar nicht gesagt hätten, kann man nun auch nicht behaupten. Allein der Begriff "Erweitertes Universum" trennt das Ganze doch schon von der "eigentlichen" Saga - und zudem hatten die Macher der starwars.com sich sicherlich auch etwas dabei gedacht, als sie schon in Vor-TCW-Zeiten in den Lexikoneinträgen ihrer alten "Databank" stets eine komplett eigenständige Rubrik für Informationen aus dem EU hatten. Wäre das ein großes Ganzes gewesen, hätten sie auch damals schon wie Wookieepedia und Jedipedia ausführliche Artikel zu allen Figuren, Ereignissen etc. schreiben können, die direkt sämtliche Infos aus den Filmen auf der einen Seite und dem EU auf der anderen Seite einheitlich präsentieren. Eben das war aber offensichtlich nie so gewollt.

Han72Solo hat geschrieben:
Ich bin schon der Meinung, dass sich bisherige Autoren irgendwo an den anderen Geschichten orientiert haben, diese Barriere ist jetzt komplett weg.

Natürlich war das so - das war ja auch der Sinn des ganzen EUs. Es ging darum, Geschichten zu erzählen, die sich im Idealfall nahtlos in das "große Ganze" einfügen. Nichtsdestotrotz gab es immer eine Instanz, die am Ende sagen konnte, dass gewisse "erzählerische Freiheiten", die man sich im EU herausgenommen hat, nicht ihrem Bild des Krieg der Sterne entsprachen und damit für diese Person nicht bindend waren, nämlich George Lucas.

Zitat:
Dies galt zwar vorher auch schon, aber man hat es (größtenteils) nicht getan. Jetzt kann jeder gewissenlos wildern, wie er möchte.

Ja, theoretisch kann das passieren. Aber da die Rolle als "höchste Instanz", die vorher George Lucas innehatte, nun von Lucasfilms Story Group ausgefüllt wird und dort ja unter anderem auch "Holocron-Hüter" Leland Chee und der langjährige Content Manager der starwars.com und Autor Pablo Hidalgo vertreten sind, hoffe ich mal, dass das "Wildern" zumindest nicht gewissenlos wird ... 8) Jedenfalls denke ich, dass gerade den beiden am Ende des Tages mehr an dem, was im bisherigen EU erzählt wurde, liegen wird als Lucas selbst, der da als Schöpfer des Universums natürlich einen ganz anderen Blick drauf hatte.

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 20:03 
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Das will ich auch hoffen, denn wer möchte bitteschön (als langjähriger Kenner des EU, nicht "Neu-Jünger" ;)) mit einer blonden Mara Eclipse konfrontiert werden, die eine Vergangenheit als Feuchtfarmerin von Tatooine hat, eine Beziehung mit einem Schmuggler namens Wedge Organa führt, und aufgrund des Todes ihres Cousins Booster Captison zu Geld kam und sich davon ein Leben zwischen den Sternen an Bord ihres Schiffes, der Lady Luck, gönnt ?

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 20:14 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Von "inhaltlich" hab ich nichts geschrieben. Die Szenen wirken dadurch lebensechter, sind sehenswerter, beeindruckender und was entscheidender ist: Sie passen besser zur PT. Lucas wollte ja, daß die 6 Filme ein Gesamtkunstwerk bilden.

Naja, wenn er tatsächlich dran glaubt, dass ein paar Hintergrund-Saurier die Brüche kitten, die er mit der PT selber in der Saga verursacht hat, dann kann er einem fast leid tun. Aber auch das Thema hatten wir ja schon zur Genüge. :)

Tsui Choi hat geschrieben:
Ja, aber nennenswerten Ärger gab es erst mit TCW (und vielleicht im Post-Endor-EU, das hab ich nicht gelesen), und da war Lucas mit an Bord, also konnte man sich damit trösten, daß wir im Gegenzug zu den Widersprüchen seine Vorstellungen präsentiert bekamen.

Tja siehst du, und das ist, glaub ich, der Haupt-Unterschied zwischen uns beiden: Für mich ist versaubeutelt gleich versaubeutelt, und wenn es GL persönlich ist der den Mumpitz verzapft ist das nichts womit ich mich "trösten" kann. Eigentlich macht es die Sache nur noch schlimmer.

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 20:15 
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@Han: Du Güte gut! Bring LFL nicht auf dumme Gedanken ... :lol:

Übrigens hat die Facebook-Fanseite Star Wars Sourcebooks einen interessanten Scan aus den Quellenbüchern des offiziellen Star Wars-Rollenspiels von West End Games zur Thrawn-Trilogie gepostet. Diese erschienen Mitte der 90er Jahre auch in deutscher Übersetzung, und dort war im "Kleingedruckten" des Impressums ebenfalls Folgendes zu lesen:

Dieses und alle weiteren Produkte, deren Inhalt nach den Ereignissen von Die Rückkehr der Jedi-Ritter angesiedelt ist, spiegeln die Vorstellungen der Autoren wider, was geschehen könnte. Die wahre Geschichte der Helden und Schurken im Universum von Star Wars liegt allein in der Hand von George Lucas und der Lucasfilm, Ltd.

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 20:40 
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Sky hat geschrieben:
bei diesen "Elementen" kann es sich um ganze Handlungsbögen, (...) handeln

Das steht halt nicht in der Erklärung von Lucasfilm, das hätte die Fans optimistischer gestimmt.

Sky hat geschrieben:
Mit dieser Situation (zumindest in Bezug auf die höhere Wertigkeit der Kinofilme und neuen Serien) mussten wir EU-Fans immer schon leben.

Richtig, aber in Zukunft wird es viel mehr Material geben, das das alte überschreiben kann. Lucas war nur an wenigen Projekten beteiligt.

Sky hat geschrieben:
Allein der Begriff "Erweitertes Universum" trennt das Ganze doch schon von der "eigentlichen" Saga

Man kann das aber so interpretieren, das "Erweitertetes Universum" heißen soll, daß die Geschichte der Filme in Buchform weiter erzählt (also erweitert) wird, ohne daß diese Geschichte einen geringeren Gehalt an tatsächlich in der GFFA Geschehenem aufweisen.

Es gab in den Büchern auch kein Warnhinweis, daß die erzählte Geschichte sich möglicherweise gar nicht in der GFFA so zugetragen hat.

Tempest hat geschrieben:
Naja, wenn er tatsächlich dran glaubt, dass ein paar Hintergrund-Saurier die Brüche kitten, die er mit der PT selber in der Saga verursacht hat, dann kann er einem fast leid tun. Aber auch das Thema hatten wir ja schon zur Genüge.

Ja, ich beurteile diese "Brüche" bei weitem nicht so vernichtend wie du.

Tempest hat geschrieben:
Für mich ist versaubeutelt gleich versaubeutelt, und wenn es GL persönlich ist der den Mumpitz verzapft ist das nichts womit ich mich "trösten" kann. Eigentlich macht es die Sache nur noch schlimmer.

Es kann natürlich passieren, daß der Trost nur ein schwacher ist.

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BeitragVerfasst: Do, 01. Mai 2014, 21:22 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Das steht halt nicht in der Erklärung von Lucasfilm, das hätte die Fans optimistischer gestimmt.

Nicht explizit, das stimmt. Aber das Statement schließt es auch nicht aus - und einige weitere Stellungnahmen von Lucasfilm- und Del-Rey-Angehörigen haben das Ganze halt mittlerweile etwas Genauer dargelegt ... und in anderen Fällen noch mehr für Verwirrung gesorgt. Wer weiß, vielleicht ist das ja Absicht, damit mehr darüber diskutiert wird und Star Wars Gesprächsthema bleibt ... :lol:

Tsui Choi hat geschrieben:
Richtig, aber in Zukunft wird es viel mehr Material geben, das das alte überschreiben kann. Lucas war nur an wenigen Projekten beteiligt.

Ganz genau - und das ist ja letztlich auch der gravierendste Unterschied zur bisherigen Situation für das EU. Wobei es gerade in der Klonkriegsära ja durch The Clone Wars auch schon schwierig war für viele frühere Geschichten aus dieser Zeit. Nicht anders wird es nun mit Star Wars Rebels und den neuen Kinofilmen laufen.

Tsui Choi hat geschrieben:
Man kann das aber so interpretieren, das "Erweitertetes Universum" heißen soll, daß die Geschichte der Filme in Buchform weiter erzählt (also erweitert) wird, ohne daß diese Geschichte einen geringeren Gehalt an tatsächlich in der GFFA Geschehenem aufweisen.

Kann man, natürlich. Und die Geschichten waren ja vom Grundsatz her auch durchaus so angelegt, dass sie so wirken sollten, keine Frage. Trotzdem wurde bisher immer alles unter dem Vorbehalt veröffentlicht, dass George Lucas sich mit seinen Filmen (oder Sonstigem) nicht daran halten muss.

Tsui Choi hat geschrieben:
Es gab in den Büchern auch kein Warnhinweis, daß die erzählte Geschichte sich möglicherweise gar nicht in der GFFA so zugetragen hat.

So ein Hinweis wäre vermutlich auch nicht besonders verkaufsfördernd gewesen. Aber dass es solche "Warnhinweise" nichtsdestotrotz durchaus gab, zeigt ja der von mir in meinem letzten Beitrag zitierte Abschnitt aus dem Rollenspiel-Quellenbuch zu Erben des Imperiums - einer offiziell lizenzierten Publikation!

Darth Spiriah hat geschrieben:
Marc, weißt du eigentlich, ob Blanvalet auch ein "Legends"-Banner einführen wird?

Kann ich nicht sagen, aber ich werde da nächste Woche mal nachfühlen. Im Moment bin ich zu viel mit anderen Sachen beschäftigt. Grundsätzlich würde ich aber erst mal davon ausgehen, dass es kein "Legends"- oder "Legenden"-Banner auf den aktuell noch ausstehenden Veröffentlichungen geben wird. Das kann ich mir eher vorstellen, wenn später gewisse Romane noch mal neu aufgelegt werden sollten. Aber bei Erstveröffentlichungen halte ich es, meiner persönlichen Einschätzung nach, für unwahrscheinlich. Hat Del Rey ja auch nicht gemacht.

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BeitragVerfasst: Fr, 02. Mai 2014, 02:11 
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Sky, da vergleichst du aber jetzt Äpfel und Birnen. Das Rollenspiel muss natürlich ganz andere erzählerische Freiheiten haben, um den Spielern ein offenes Erlebnis zu bringen. Dass man diese Publikationen als Teil eines Spiels sehen muss (ebenso auch die ganzen Computerspiele) und das nicht auf die "echten" Geschichten münzen darf, versteht sich eigentlich von selbst. Der Charakter im Film hat keine drei Leben und findet Mediboxen oder zählt die Punkte, die er für den Abschuss des Todessterns bekommt.

Ein solcher Hinweis in den "ernst gemeinten" Romanen und anderen Publikationen hätte allerdings durchaus Not getan, wenn man es jetzt wieder mal so hindrehen will von wegen "war ja alles nur ´could happen`". Gerade deswegen hatten doch auch die Tales ihren Sonderstatus, da wusste jeder, das ist eine mögliche Variante, ist aber nicht wirklich als Teil der Saga zu verstehen. Ebenso wie die neuen "The Star Wars"-Comics ja auch kaum im Zusammenhang mit dem Originalkanon gesehen werden können. Der ganze Senf, der aber dann seinen Weg in die offiziellen Timelines gefunden hat, den durfte man als Fan durchaus als "ist so gemeint" verstehen.

Ich seh es übrigens prinzipiell auch so, dass Lucas mit seinem Universum machen kann, was er will (bzw. die Nachfolge-Rechteinhaber). Dass er aber unentwegt an der Kontinuität rumschraubt bzw. sie selbst versemmelt oder zulässt, dass andere dies tun, zeigt nur, dass er entweder keine sonderlich große Aufmerksamkeitsspanne hat oder sein eigenes Werk nicht wirklich kennt - die dritte Alternative wäre, dass es ihm egal ist. Und jede der Möglichkeiten hat schon auch was mit dem Respekt vor dem Kunden bzw. Fan zu tun. Er schuldet uns zwar keine Rechenschaft, aber er darf sich eben auch nicht wundern, wenn sich der eine oder andere anschließend verarscht vorkommt. Zumal fast alle Widersprüche komplett unnötig waren. Das Beispiel von Tsui Choi mit Quinlan Vos sehe ich ebenso - der hatte einen klaren Auftritt in den Comics, mit sehr fein ausgearbeiteten Charakterzügen. Warum hat man das (als Nebenrolle zudem) nicht einfach in TCW so gelassen? Alle wären happy gewesen. In dem Zusammenhang fällt mir auch wieder Ryloth ein - war in den Quinlan Comics bestens dargestellt mit einer passenden Gesellschaftsstruktur und den Eigenheiten des Planeten. Was macht TCW? Krempelt alles um. Wenn einem der Planet so nicht gepasst hat, warum musste es dann Ryloth sein? Meinetwegen eine Twi'lek Kolonie, wenn es unbedingt sein muss. Man hat eben öfter den Eindruck, dass solche Dinger gerissen werden, einfach nur weil die Verantwortlichen es tun können. Und das war noch nie ein guter Grund. Da kann einer noch so sehr das Recht dazu haben, das zu tun - es ist schlicht und einfach ein schlechter Stil und zeugt von wenig Professionalität.

Und das EU wurde durchaus am Anfang so verkauft, als wäre das die offizielle Fortsetzung von Star Wars. VGS hat damals sogar damit geworben ("...Vader und der Imperator sind tot, aber der Krieg der Sterne geht weiter") und dass man die Thrawn-Trilogie so publiziert hat, wie es geschehen ist, sollte ja auch dieses "Episoden-Feeling" vermitteln, das man von den Filmen kannte. Wenn wir also dann an dem spitzfindigen Punkt sind, wo man nur noch das "glauben" kann, was nicht eindeutig dementiert wird, dann ist mir das als Kunde einfach zu anstrengend. Sowas geht im Geschäftsleben oder der Politik, aber in der Unterhaltung ist das eher ein Abtörner.

Zuletzt muss ich immer schmunzeln bei den Formulierungen nach dem Motto: "...das ist nach der Entscheidung dann eben nie passiert"... da möchte ich doch Bart Simpson zitieren, als er zum Comic-Book-Guy sagt: "NICHTS davon ist je passiert!" :wink:

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BeitragVerfasst: Fr, 02. Mai 2014, 08:34 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Ich seh es übrigens prinzipiell auch so, dass Lucas mit seinem Universum machen kann, was er will (bzw. die Nachfolge-Rechteinhaber). Dass er aber unentwegt an der Kontinuität rumschraubt bzw. sie selbst versemmelt oder zulässt, dass andere dies tun, zeigt nur, dass er entweder keine sonderlich große Aufmerksamkeitsspanne hat oder sein eigenes Werk nicht wirklich kennt - die dritte Alternative wäre, dass es ihm egal ist. Und jede der Möglichkeiten hat schon auch was mit dem Respekt vor dem Kunden bzw. Fan zu tun. Er schuldet uns zwar keine Rechenschaft, aber er darf sich eben auch nicht wundern, wenn sich der eine oder andere anschließend verarscht vorkommt. Zumal fast alle Widersprüche komplett unnötig waren.

Kann ich so nur unterschreiben.

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