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BeitragVerfasst: Mi, 20. Mär 2013, 15:59 
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WedgeAntilles hat geschrieben:
Hier jetzt zu behaupten man würde sich auf ein Thema alleine beschränken - was natürlich das Hauptthema ist - und das ganze dann damit abtun ist naja, was soll man sagen? Bisschen sehr vereinfachend?

Ja, sie haben sich auch dazu hinreißen lassen zu einigen weiteren Themen einige Sätze zusammenzutippen. Da stehen dann zwar Aussagen wie Deutschland muss kinder- und mütterfreundlicher werden. oder Wir fordern ein nachhaltiges Energiekonzept für bezahlbare Energie., aber kaum etwas zur konkreten Umsetzung. Wenn sie ein so tolles nachhaltiges Energiekonzept fordern, warum publizieren sie ein solches nicht? Ich nehme an sie haben es noch gar nicht ausgearbeitet.
Und auch in den Medien und in der Öffentlichkeit hat sich die Partei ausschließlich als Anti-Euro-Partei dargestellt. Auf der Startseite ihrer Webseite findet man ausschließlich Stellungnahmen zur Europolitik. Auf ihren Werbeflyern ebenso. Ihre Parteispitze äußerte sich bisher ausschließlich zu europapolitischen Fragen. Auf ihrer Facebookseite werden nur Beiträge zur Eurorettung veröffentlicht.
Ich sehe ja ein, dass die Partei sich noch im Aufbau befindet, und vielleicht schaffen sie es ja wirklich sich breiter aufzustellen und sich in allerhand andere Themen einzuarbeiten und einzubringen. Aber bevor ich davon noch nichts handfestes sehe ist so eine Partei für mich unwählbar.

WedgeAntilles hat geschrieben:
Wobei ich jetzt einfach mal Frage: Haben eigentlich die anderen Parteien wirklich zu allem etwas in ihrem Wahlprogramm drin stehen?
Würd ich ehrlich gesagt auch nicht mein Leben drauf verwetten.

Also die Parteiprogramme der etablierten Parteien enthalten eigentlich nur Phrasen und Worthülsen. Das gefällt mir zwar auch nicht, aber ich sehe ja wie sich die Partei politisch engagiert und sich gibt. Ich sehe ob ich die von ihr tatsächlich ausgeübte politische Arbeit teile oder sie ablehne. Für mich zählt eben nicht das geschriebene Wort mehr als die tatsächliche Umsetzung, wie Du es angedeutet hast. Wenn ich mir die Parteiprogramme einiger radikaler Kleinparteien lese, dann stimme ich denen in weiten Teilen auch voll zu. Aber ich sehe halt auch wie die Realpolitik aussieht, und die ist eben Murks.

WedgeAntilles hat geschrieben:
Du hast jetzt genau einen Punkt genannt, wo man einen Unterschied zwischen den Parteien (vielleicht!) erkennen kann - und dieser Punkt ist -mit Verlaub - gesellschaftlich reichlich irrelevant.

Falsch, genannt habe ich mehrere Punkte. Nur hast Du alle bis auf einen zu entkräften versucht, das ist ein feiner Unterschied. :wink:

WedgeAntilles hat geschrieben:
Bei sämtliche größeren und relevanten Theman sind die Parteien austauschbar - spätestens wenn sie an der Regierung sind kann man nicht mehr erkennen welche Partei was gemacht hat.
Würde es ein Quiz geben, welche Handlungen der letzten 10-15 Jahre von welcher Regierungspartei durchgeführt worden wären, wäre es vollkommen unmöglich das den richtigen Parteien zuzuordnen.

Oftmals erfordern es die Gegebenheiten der Zeit, die artig beim Regierungsanrtritt zurechtgelegte Politik über den Haufen zu werfen oder zumindest zu überdenken. Das war aber schon immer so, und ist kein Phänomen der Bundesrepublik. Schon Bismarck hat seine Zeitgenossen durch so manche Kehrtwendung seiner Politik überrascht. Mal galt er als Kriegshetzer, mal als ängstlicher Zauderer.

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BeitragVerfasst: Mi, 20. Mär 2013, 19:30 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Volksabstimmung


(Habs der Übersichtshalber gekürzt)

Da stimme ich dir weitgehend zu, ich halte davon auch wenig.
(Im Endeffekt kann man hier sogar überlegen, ob die Demokratie an sich überhaupt ein sinnvolle Staatsform sei, aber das ist ein anderes Thema)

Allerdings ist es für mich kein so radikal wichtiges Thema wie für dich, ich persönlich werte die hunderte von Euromilliarden als weit wichtiger.



swie hat geschrieben:
Ja, sie haben sich auch dazu hinreißen lassen zu einigen weiteren Themen einige Sätze zusammenzutippen.


Zitat:
Also die Parteiprogramme der etablierten Parteien enthalten eigentlich nur Phrasen und Worthülsen. Das gefällt mir zwar auch nicht, aber ich sehe ja wie sich die Partei politisch engagiert und sich gibt.


Wenn ich dich richtig verstehe sind schwach ausgearbeitete Punkte bei einer neuen Partei für dich ein KO Kriterium, bei einer etablierten Partei aber akzeptierter Standard, da man die ja schon länger kennt.
Versteh ich ehrlich gesagt nicht ganz.
Ich kann ja durchaus nachvollziehen wieso man das Fehlen bzw. die geringe Tiefe von Programmpunkten kritisiert, aber für mich ist das bei einer seit Jahrzehnten existierenden Partei die das zigfache an Humankapital sowie monetären Möglichkeiten hat ein größerer Kritikpunkt.
z.B. die von dir - zurecht - genannte Energiepolitik. Die ist bei jeder anderen Partei genauso schwammig, konträr und unschlüssig.


Zitat:
Oftmals erfordern es die Gegebenheiten der Zeit, die artig beim Regierungsanrtritt zurechtgelegte Politik über den Haufen zu werfen oder zumindest zu überdenken. Das war aber schon immer so, und ist kein Phänomen der Bundesrepublik. Schon Bismarck hat seine Zeitgenossen durch so manche Kehrtwendung seiner Politik überrascht. Mal galt er als Kriegshetzer, mal als ängstlicher Zauderer.


Das habe ich nie bestritten - das einzige was ich belegt habe ist das nahezu völlige Fehler relevanter Unterschiede der etablierten Parteien.
Von winzigen Randgebieten mal abgesehen.

Und gerade dass es KEINE Partei gibt, die dem Bürger die Alternative bietet, gegen den Weg der Europolitik zu stimmen (die NPD unterschlage ich jetzt einfach einmal, da sie für mich keine Partei darstellt die in irgendeiner Art und Weise wählbar ist) ist erschütternd.
Denn der Weg der seit einigen Jahren beschritten wird führt für mich zwangsläufig zu einer Katastrophe. Es ist kein Problem gelöst worden, sämtliche Probleme sind nur für aber hunderte Milliarden in die Zukunft verschleppt worden.
Diese Ansicht muss man nicht teilen (wobei sie imo finanzwirschaftlich zwingend ist, da es wirtschaftliche Wahrheiten gibt, die verdeckt, gezogen und nach hinten verschoben werden, aber nicht beseitigt werden können), aber dass der Bürger außer einer rechtsradikalen Partei keinerlei Möglichkeit hat gegen diese Politik zu stimmen muss eigentlich jedem missfallen.

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BeitragVerfasst: Do, 21. Mär 2013, 00:52 
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Damit wir uns nicht falsch verstehen; ich halte die Demokratie für die einzig praktikable Staatsform, die wir bisher erfunden haben. Ich halte nur nichts davon, alles basisdemokratisch regeln zu wollen. Das funktioniert schon im kleinen Rahmen auf dem Dorf nur selten. Zur Lenkung eines (mithin zu den wichtigsten der Welt gehörenden) Staates ist das Mittel schlicht untauglich. Was die Piraten ja übrigens auch glänzend beweisen mit ihrem Chaos-Parteitag, wo jeder Trottel im Internet mitstimmen darf. Genau dieses falsche Verständnis von Demokratie führt zur Diktatur, weil Entscheidungen nicht mehr getroffen werden können. Stichwort Energiewende. Würde man über den Netzausbau abstimmen lassen, würde nie irgendwas zustande kommen, weil jeder Strom will aber keiner die Masten haben will.

Ich halte es da mit Helmut Schmidt. Die repräsentative Demokratie, wie wir sie haben, mag ihre Macken haben, aber sie funktioniert besser als diese Volksabstimmungen. Wir wählen Vertreter, die an unserer Stelle Entscheidungen treffen. Gefallen die uns nicht, müssen wir eben andere Vertreter wählen. Aber ohne einen solchen Filter enden wir sehr schnell wieder im Totalitarismus. Da brauch ich ja nur eine Formulierung zu finden wie: "Alle die dagegen sind, sind Kinderschänder" und schon bekomme ich Zustimmung. Ist überspitzt, aber genau so läuft das. Und die Bevölkerung versteht ja schon die einfachen Wahlzettel nicht, auf denen sie nur Namen ankreuzen müssen. Da sollen sie komplexe Themenentscheidungen in einer simplen Ja-Nein-Formel kapieren?

Dagegen sind alle Euromilliarden ein absoluter Witz.

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BeitragVerfasst: Do, 21. Mär 2013, 09:34 
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WedgeAntilles hat geschrieben:
Wer noch eine Alternative für die Wahl sucht:

https://www.alternativefuer.de/

Das erste mal, dass ich mich finanziell bei ner Partei engagieren werde.

Einer der Gründer war übrigens ein Professor bei mir im Studium.


Einer der Mitbegründer der Partei war gestern bei Anne Will. Bin leider eingeschlafen dabei, wie so häufig, bei später stunde, werde mir das aber nochmal in der Mediathek anschauen.

@swie: Vielleicht auch für dich und alle anderen die den Thread verfolgen interessant, um diese neue Partei kennenzulernen und besser zu verstehen.

Dies soll keine politische Wertung sein, lediglich ein Hinweis.^^

Edit: Hier nochmal die Gästeliste:
Jürgen Trittin, 58, Vorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion, Gesine Schwan, 69, Politikwissenschaftlerin und ehemalige SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Edmund Stoiber, 72, CSU-Ehrenvorsitzender, Nikolaus Blome, 49, Mitglied der BILD-Chefredaktion, Bernd Lucke, 50, Ökonom und Mitbegründer der Euro-kritischen Partei „Alternative für Deutschland

Habs mal frech von der Bild-Seite kopiert.
Scheint mir eine interessante Runde zu sein. Werde mir das im Laufe des Tages mal in der Mediathek anschauen.

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BeitragVerfasst: Do, 21. Mär 2013, 20:57 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Damit wir uns nicht falsch verstehen; ich halte die Demokratie für die einzig praktikable Staatsform, die wir bisher erfunden haben. .


Hätte ich auch nie was anderes unterstellt.

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BeitragVerfasst: So, 07. Apr 2013, 14:29 
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Die "Welt" hat einen, wie ich finde, höchst interessanten Artikel vom ehemaligen südkoreanischen Außenminister Yoon Young-kwan aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht.

Nordkorea-Problem hätte längst gelöst sein können

Gibt es Interesse darüber zu diskutieren? Seid ihr auch der Auffassung, eine bessere Einbindung Nordkoreas in die Staatengemeinschaft und eine Öffnung des Landes sei durch eine mildere und offenherzigere Politik auf Augenhöhe zu verwirklichen? Wird dieser Öffnungsprozess nur über und mit China gelingen, oder kann er auch aus dem Verlangen der Nordkoreaner selbst entstehen? Und traut ihr dem Friedensnobelpreisträger Barack Obama zu diesen Weg des "herzlichen Einvernehmens" (erfolgreich) zu beschreiten?

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BeitragVerfasst: So, 07. Apr 2013, 17:22 
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Ich traue Obama generell sehr viel zu, und gewiss auch, dass er diesen Weg beschreitet.
Die Frage ist eher, ob die Republikaner dazu bereit sind oder ob sie blockieren. Überdies wird in 4 Jahren voraussichlich wieder ein Republikaner das Rennen machen.
Dass das Nordkorea Problem bereits vor Jahren hätte gelöst werden können würde ich unterschreiben: Wenn die USA diplomatischer vorgegangen wäre (und vorgehen würde, was das betrifft), hätte es eine solche Situation nie gegeben.
Doch die Neigung der USA, sich in alles einzumischen und die tatkräftige Unterstützung Südkoreas haben nicht nur Nordkorea in die Isolation und Anti-Amerika Politik getieben, sondern auch China beunruhigt. Einen Fakt, welchen ich als gefährlicher erachte als einen beleidigten Neu-Herrscher mit Spielzeug Raketen

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"Well, the Force is what gives a Jedi his power. It's an energy field created by all living things. It surrounds us and penetrates us; it binds the galaxy together."
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BeitragVerfasst: So, 07. Apr 2013, 19:11 
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Hurra, Amerika ist wieder schuld... schön, wenn man so eine simple Weltsicht und ein offenkundig profundes Unwissen über die amerikanische Politik besitzt. Die "bösen" Republikaner verhindern natürlich immer Fortschritte. Das Patt in der Finanzpolitik kann man beiden Seiten zuschreiben, da bewegt sich der eine so wenig wie der andere. Und bei der Außenpolitik haben die Republikaner derzeit absolut nichts zu melden.

Tatsache: Seit 1994 hat Nordkorea jeden verarscht, der ernsthafte Verhandlungen geführt hat. Clinton wurde damals voll über den Tisch gezogen und als Ergebnis hat NK jetzt Atomwaffen, mit denen es sämtliche Nachbarn bedroht. Die Kooperation mit Pakistan war nur der Anfang, auch das eine höchst gefährliche Entwicklung.

China trägt daran eine gewaltige Mitschuld und ist mithin auch dafür verantwortlich, dass dieses stalinistische Regime sich nach wie vor behaupten kann. Für die Bevölkerung bedeuten diese atomaren Machtspielchen Hungersnöte und Armut wie im Mittelalter.

Aber natürlich ist daran auch Amerika schuld. Warum soll man überhaupt darauf eingehen, was Nordkorea will? Die haben es doch selbst in der Hand. Wenn sie friedliche Koexistenz mit ihren Nachbarn wollen, steht ihnen nichts im Weg. Außer ihrer eigenen Politik. Die Südkoreaner müssen seit Jahrzehnten die Provokationen und Bedrohungen aus dem Norden ertragen.

Anstatt also die Schuld mal wieder einfach nur den USA zuzuschieben, weil die ja die Leute immer in irgendeine Ecke treiben, mal an die eigene Nase packen. Was mich betrifft, so hoffe ich sehr, dass Obama weiterhin seine starken Entscheidungen in der Sicherheitspolitik weiterführt und bei Bedarf das Richtige tut. Und das ist in dem Fall kein Appeasement, sondern das Ziehen einer Linie im Sand, die Nordkorea nicht überschreiten sollte.

Wenn Amerika auch nur ansatzweise solche plumpen Drohungen in irgendeine Richtung blasen würde, wie das jetzt aus NK kommt, dann wären schon wieder haufenweise Spinner auf den Straßen, um dagegen zu demonstrieren. Da würde keiner auf die Idee kommen, dass es sich um eine Reaktion auf ein bestimmtes Verhalten anderer handeln könnte.

Diese Doppelmoral kotzt mich echt an.

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BeitragVerfasst: Mo, 08. Apr 2013, 11:25 
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Klar trägt China eine Mitschuld, und sicherlich ist USA nicht alleiniger Schuldträger. Aber es istja offensichtlich, dass es für so einen Konflikt immer zwei Parteien braucht.
Man kann weder der einen noch der anderen Seite unterstellen, die alleinige Schuld zu haben.
Bei der Amerikanischen Politik dasselbe: beide Parteien versuchen, die andere Pattei während derer Amtszeit zu blockieren. Dies sah man in den letzten beiden Jahren der ersten Amstszeit von Omaba deutlich genug.
Und dass die Republikaner in der Aussenpolitik nichts zu sagen haben, stimmt insofern, dass sie keinen direkten Einfluss darauf haben. Allerdings beruht vieles in der US-Politik auf Kompromissen: man muss als Präsident immer auch die Interessen der anderen Partei berücksichtigen, wenn man seinerseits auf Unterstützung der anderen Seite hofft.

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BeitragVerfasst: Mo, 08. Apr 2013, 15:22 
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Roso Fett hat geschrieben:
Man kann weder der einen noch der anderen Seite unterstellen, die alleinige Schuld zu haben.


Doch, man kann.
Bin hier ganz Zentraldenkers Meinung. Ich bin zwar kein erklärter Fan amerikanischer Außenpolitik, aber den schwarzen Peter bei den USA zu suchen, wenn Nordkorea mit einem Atomkrieg droht, ist einfach nur grotesk.
Der Vergleich mit dem Versailler Vertrag hinkt hier auch mal wieder gewaltig; der hat zwar den Unfrieden in Deutschland geschürt und den Aufstieg radikaler Parteien begünstigt, doch erstens wird hier mal wieder elegant vergessen, dass Hitler niemals vom Volk gewählt wurde. Und zweitens, selbst wenn: Wäre der Versailler Vertrag dadurch eine allgemein gültige "Komme aus dem Gefängnis frei" - Karte?
Das wäre die gleiche Scheiß-Argumentation wie bei Massenmördern und Vergewaltigern, die "eine schwere Kindheit" hatten und deshalb angeblich nicht hart bestraft werden dürfen.

Niemand zwingt Nordkorea, seinem Nachbarn mit Nuklearschlägen zu drohen. Niemand.

Und ganz nebenbei: Die USA wird vielfach gescholten, sich aus eigenen Machtinteressen als Weltpolizisten aufzuspielen. Aber in Krisen wie der augenblicklichen sollte man mal nicht vergessen, dankbar zu sein. Wer fängt wohl (hoffentlich) die Raketen rechtzeitig ab, falls doch mal ein Irrer aufs Knöpfchen drückt?
Und wer haut den Aggressoren anschließend aufs Maul?
Bestimmt nicht die Bundeswehr.
Es ist ziemlich leicht, den moralisch überlegenen zu spielen, wenn man andere die Drecksarbeit erledigen lässt.

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BeitragVerfasst: Mo, 08. Apr 2013, 16:16 
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Ich für meinen Teil tue mich schwer, die nordkoreanische Politik in irgendeiner Weise einzuschätzen. Nachdem Kim Jong-un im Innern einige kleine Wirtschaftsreformen durchgesetzt hat, und sich samt Frau in einem Disney-Themenpark hat ablichten lassen, ging ich eigentlich davon aus, dass er sich von seinem Vater abgrenzen und sein Land allmählich öffnen möchte. Dass weiterhin Raketentests stattfänden, um die außenpolitische Drohkulisse aufrecht zu erhalten, habe ich von vornherein erwartet, aber eine solch unberechenbare Zuspitzung der Lage, die allein von Nordkorea ausgeht, überrascht mich sehr. Die Lockerung des Kolchosensystemes wurde vor einigen Tagen schnell wieder zurückgenommen, noch bevor sie wirklich umgesetzt wurde und zu wirken begann.

Entweder ist Kim Jong-uns Diktatorensessel gegenüber seiner Familienclique und dem Militär doch noch nicht so sehr gefestigt, wie ich dachte, und irgendwer drängt ihn zu diesem Unsinn, oder aber hinter den Kulissen haben die USA Nordkorea auf irgendeine Art und Weise verärgert, und Kims Reförmchen als Zeichen von Schwäche gedeutet. Letzteres hätte die nordkoreanische Propaganda jedoch intensiv ausgeschlachtet und ausgenutzt, und Kim Jong-uns Machtposition halte ich, so weit sich das anhand der beschränkten Informationen zur Führungsriege des Landes, für gefestigt.
Vielleicht ist Kim Jong-un auch einfach absolut kein Pragmatiker und hat keinen Blick für die Welt. Anders als Kim Jong-il wurde er erst kurz vor seiner Machtübernahme in den inneren Führungszirkel der Diktatur aufgenommen. Aber so weltfremd zu sein und zu glauben, durch so eine ausgeartete Außenpolitik irgendwie voranzukommen, kann doch ein gesunder Mensch nicht sein.

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BeitragVerfasst: Mo, 08. Apr 2013, 16:40 
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Der Typ ist halt auch noch keine dreißig Jahre alt und wurde zum Berufssohn erzogen. Erschwerend kommt hinzu, dass der nun von Militärs ernst genommen werden möchte, die ihr ganzes Leben in NK an der Spitze standen. Er manövriert sich da nur leider in eine Ecke, aus der er nicht mehr rauskommt. Das ist vor allem deswegen gefährlich, weil dann ja wieder dieser übliche kulturelle Schwachsinn von wegen "Gesicht wahren" kommt. Wer sich so weit aus dem Fenster lehnt, wird über kurz oder lang gezwungen sein, Taten folgen zu lassen - oder in der Versenkung zu verschwinden.

Die große Gefahr sind dabei nicht mal die Atomwaffen. Der hat zwar ein paar mehr oder wenige flugfähige Raketen mittlerer Reichweite, aber damit hat er noch lange kein funktionierendes Waffensystem. Es ist eine Sache, einen Atomtest durchzuführen und eine völlig andere, einen Sprengkopf auf eine Rakete zu montieren und entsprechend zu verkleinern. Die Chinesen haben bis heute kaum mehr als eine Handvoll Interkontinentalraketen (verglichen mit Russland oder USA). Das hat seinen Grund. Die eigentliche Gefahr geht von dem gewaltigen konventionellen Potential Nordkoreas aus. Seoul liegt in direkter Reichweite der NK-Artillerie. Sollte da etwas geschehen, wäre es das faktische Ende Nordkoreas. Allerdings wird das dann vermutlich zigtausende Leben gekostet haben. Und ich möchte wetten, das wird dann auch wieder den USA in die Schuhe geschoben. Unerwähnt bleibt übrigens, dass die USA einen eigenen - lange geplanten - Raketentest verschoben haben, damit NK ja keinen absurden Vorwand bekommt, deswegen irgendwelche Spielchen zu machen. Wären die USA nur halb so imperialistisch drauf, wie immer getan wird, dann wäre in Nordkorea schon lange ein Blitz eingeschlagen.

Und noch etwas: Für einen Konflikt braucht es zwei Seiten. Die sind aber deswegen nicht zwangsläufig beide für den Konflikt verantwortlich. Tempest hat es schon richtig gesagt. Polen war auch nicht für den Einmarsch deutscher und sowjetischer Truppen 1939 verantwortlich. Kuwait war nicht für den Einmarsch Iraks 1990 verantwortlich. Und Westdeutschland war auch nicht für den Mauerbau verantwortlich.

Solche "Jede Seite hat ein bisschen schuld und jetzt vertragen wir uns mal"-Spielchen funktionieren vielleicht in der Waldorfschule. Aber nicht im richtigen Leben. Fragt mal die Juden, heute ist nämlich Holocaust-Gedenktag. Die waren auch nicht verantwortlich für den Konflikt, der sechs Millionen von ihnen das Leben gekostet hat. Man darf bei Schuldzuweisungen niemals die Kausalkette vergessen.

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BeitragVerfasst: So, 21. Jul 2013, 00:38 
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http://www.gulli.com/news/22069-deutsch ... 2013-07-20
Zitat:
Für die freundliche Kooperation sind die Amerikaner ihren deutschen Kollegen sehr dankbar. In internen Notizen von Januar heißt es, BND-Präsident Schindler sei sehr „eifrig“: „Der BND hat daran gearbeitet, die deutsche Regierung so zu beeinflussen, dass sie Datenschutzgesetze auf lange Sicht laxer auslegt, um größere Möglichkeiten für den Austausch von Geheimdienst-Informationen zu schaffen.“ Außerdem haben die Deutschen „Risiken in Kauf genommen, um US-Informationsbedürfnisse zu befriedigen.“

Also das schlägt dem Fass doch endgültig den Boden aus!
Anstatt einfach zu sagen: "Ok, tut uns leid, wir haben Scheiße gebaut" behauptet die Regierung auch noch von nichts gewusst zu haben. Dass bei Friedrichs Kurzbesuch in den USA nichts rauskommen würde war ja schon von vornherein klar, zumal der gute die Amerikaner ja schon im Vorfeld stark in Schutz genommen hat, da es ja nun wirklich ungerecht ist sich über deren Eingriffe in unsere Privatsphäre und die damit verbundenen Bürgerrechtsverletzungen zu beschweren. Die Armen Amerikaner :cry: . Was mich an der Sache wirklich stört ist die Tatsache, dass die Verantwortlichen nicht mal genug Anstand zu besitzen scheinen um die Wahrheit zuzugeben, wenn sie dazu stellungnehmen müssen. Und Bundeskanzlerin Merkel sagt zu alldem nur: "Deutschland ist kein überwachungsstaat". Ob das wohl ironisch gemeint war? :wink:
Aber zumindest ein gutes hat die Sache, jetzt wissen wir wenigstens, wie tief ganz Europa wirklich im Allerwertesten der Amis steckt.

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Es gibt Zeiten, in denen der Zweck die Mittel
rechtfertigt. Aber wer einzig auf Grundlage
solcher Zeiten argumentiert, schafft sich
damit eine ganz eigene Philosophie des Bösen.

— Luke Skywalker —


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BeitragVerfasst: Di, 20. Aug 2013, 19:42 
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Ich möchte allen politisch Interessierten und auch Engagierten diese Statistik der Bundeszentrale für politische Bildung ans Herz legen:

bpb.de - Wer wählt was?

Junge Leute unter 25 neigen drei bis vier Mal häufiger zur Wahl radikaler Splitterparteien als ältere, CDU und CSU kristallisieren sich als DIE Arbeitnehmerparteien heraus und haben der FDP die selbstständigen Unternehmer abgeluchst, während die Grünen der SPD die Jungwähler weggeschnappt haben. Ich finde das sehr interessant.
Besonders überraschend: Unter den Arbeitslosen Wählern geben 14% vor die Piratenpartei und 16% die Linke wählen zu wollen, tendieren aber so gut wie gar nicht zu rechtsextremen Parteien.

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BeitragVerfasst: Do, 22. Aug 2013, 14:16 
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Shimrra Jamaane hat geschrieben:
Also das schlägt dem Fass doch endgültig den Boden aus!
Anstatt einfach zu sagen: "Ok, tut uns leid, wir haben Scheiße gebaut" behauptet die Regierung auch noch von nichts gewusst zu haben. Dass bei Friedrichs Kurzbesuch in den USA nichts rauskommen würde war ja schon von vornherein klar, zumal der gute die Amerikaner ja schon im Vorfeld stark in Schutz genommen hat, da es ja nun wirklich ungerecht ist sich über deren Eingriffe in unsere Privatsphäre und die damit verbundenen Bürgerrechtsverletzungen zu beschweren. Die Armen Amerikaner :cry: . Was mich an der Sache wirklich stört ist die Tatsache, dass die Verantwortlichen nicht mal genug Anstand zu besitzen scheinen um die Wahrheit zuzugeben, wenn sie dazu stellungnehmen müssen. Und Bundeskanzlerin Merkel sagt zu alldem nur: "Deutschland ist kein überwachungsstaat". Ob das wohl ironisch gemeint war? :wink:
Aber zumindest ein gutes hat die Sache, jetzt wissen wir wenigstens, wie tief ganz Europa wirklich im Allerwertesten der Amis steckt.


Jepp, die Regierung belügt einen leider von Vorne bis Hinten.
Nicht nur in dieser Frage, in genug anderen Fällen ebenfalls (Eurokrise).

Toll ist auch, was für Statements es da dann so gibt - und was die eigetnlich bedeuten.
Die NSA sagt, sie greift 1,6% ab. Klingt nach wenig.
Nur - was ist für die NSA überhaupt relevant? 1 Million Klicks auf ein YoutubeVideo? Nein.
Relevant sind die Kommunikationsdaten, Emails und so weiter.
Und die machen etwa 3,5% aus.
Damit ergibt sich eine Abgreifquote von etwa 50% bei den Kommunikationsdaten. Hört sich doch gleich etwas anders an, oder?

Dazu passt auch toll, wie die britische Regierung im Guardian Festplatten vernichten lässt.
Freie Presse und Co wünscht man sich immer schön bei anderen, aber die eigene Presse hat doch bitte sehr das Maul zu halten.
Oder natürlich Whistleblower, die Missstände aufdecken - tolle Sache. Aber wehe wenn sie es im eigenen Land machen. Da werden sie verfolgt und es werden Gesetze von vor 100 Jahren ausgepackt, die nicht mal ansatzweise berechtigt sind. Aber so ne Strafe schreckt ja schön ab, gell Mister Friedensnobelpreisträger Obama? (Naja, ist ja in guter Gesellschaft, bekommen ja meist irgendwelche Verbrecher. Mich wundert nur dass der gute alte Josef Wissarionowitsch den nicht auch bekommen hat, er hat sich doch auch immer so um Frieden bemüht...)


swie hat geschrieben:
Junge Leute unter 25 neigen drei bis vier Mal häufiger zur Wahl radikaler Splitterparteien als ältere,


Da stellt sich allerdings die Frage, was radikal bedeutet - politischen Meinungen, die einem nicht passen aufs Maul zu hauen und die Wahlkampfstände zu zerschlagen? Klingt irgendwie so nach SA und SS, oder?
Sind aber die Grünen.
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 6542,d.ZG4

Generell aber ein interessanter Link, danke.

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BeitragVerfasst: Do, 22. Aug 2013, 18:28 
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WedgeAntilles hat geschrieben:
Da stellt sich allerdings die Frage, was radikal bedeutet - politischen Meinungen, die einem nicht passen aufs Maul zu hauen und die Wahlkampfstände zu zerschlagen? Klingt irgendwie so nach SA und SS, oder?
Sind aber die Grünen.
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 6542,d.ZG4

Interessant. Der Artikel ist so verfasst, dass man glatt meinen könnte, es gäbe innerhalb der AfD keine schwarzen Schafe und die Grüne Jugend sei von Grund auf bösartig.
Ich werde es mir jedenfalls nach diesem Beitrag der FAZ zweimal überlegen, ob ich mir am Sonntag die FAS kaufe.
Hier noch eine andere Darstellung des Wahlkampfs in Göttingen: http://www.juedische-allgemeine.de/arti ... w/id/16815

Nebenbei sei noch erwähnt, dass es dieses Jahr auch noch eine Bundestagswahl geben wird. Bisher habe ich davon nicht viel mitbekommen. Außer ein paar Plakaten und einem CDU-Ständchen bzw. SPD-Ständchen.

Einen Wahl-O-Mat wird es diesmal auch wieder geben. Da ich allerdings schon weiß, wen ich wählen werde, ist der Wahl-O-Mat dieses mal für mich nichts als ein Gimmik.
http://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/

Ret'urcye mhi

Nogo Dar

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BeitragVerfasst: Do, 22. Aug 2013, 18:53 
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Nogo Dar hat geschrieben:
Nebenbei sei noch erwähnt, dass es dieses Jahr auch noch eine Bundestagswahl geben wird. Bisher habe ich davon nicht viel mitbekommen. Außer ein paar Plakaten und einem CDU-Ständchen bzw. SPD-Ständchen.

Nicht viel mitbekommen? Das kann ich nicht nachvollziehen. Seit Ende 2012, spätestens seit Steinbrücks Präsentation als Kanzlerkandidat, wird die Wahl doch in fast jeder politischen Diskussionsrunde, derer es mehr als genug gibt, behandelt. Auch die Nachrichten sind seit dem Jahreswechsel voll von Wahlkampf-Berichterstattung. Steinbrücks Pleiten-Wahlkampf im Rückwärtsgang für sich genommen war schon abendfüllend. ^^

Nogo Dar hat geschrieben:
Einen Wahl-O-Mat wird es diesmal auch wieder geben. Da ich allerdings schon weiß wen ich wählen werde ist der Wahl-O-Mat dieses mal für mich nichts als ein Gimmik.
http://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/

Danke für den Link. Ich finde den Wahl-O-Mat immer interessant, auch wenn das Ergebnis mich häufig schockiert hat. :mrgreen: Allerdings bin ich ja der festen Überzeugung, man sollte eigentlich schon mindestens ein halbes Jahr vor der Wahl wissen, wo man sein Kreuzchen macht. Denn danach beginnt der Wahlkampf, stattdessen sollte man Parteien an ihren Taten in der alltäglichen Politik messen.

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BeitragVerfasst: Do, 22. Aug 2013, 21:21 
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swie hat geschrieben:
Nicht viel mitbekommen? Das kann ich nicht nachvollziehen. Seit Ende 2012, spätestens seit Steinbrücks Präsentation als Kanzlerkandidat, wird die Wahl doch in fast jeder politischen Diskussionsrunde, derer es mehr als genug gibt, behandelt. Auch die Nachrichten sind seit dem Jahreswechsel voll von Wahlkampf-Berichterstattung. Steinbrücks Pleiten-Wahlkampf im Rückwärtsgang für sich genommen war schon abendfüllend. ^^

Die Präsentation Steinbrücks habe ich mitbekommen, aber keine Diskussionsrunde und keine Wahlkampfberichterstattung. Wenn sowas im Fernsehen kommt, bekomme ich dies nicht mit, da ich keinen Fernsehanschluss habe bzw. haben will.
Wie schon geschrieben, bisher nur ein paar Plakate und, okay, noch ein bisschen aus der Zeitung beziehungsweise dem Internet.
Bisher rauscht der "Wahlkampf" wohl zum großen Teil an mir vorbei.

swie hat geschrieben:
Danke für den Link. Ich finde den Wahl-O-Mat immer interessant, auch wenn das Ergebnis mich häufig schockiert hat. :mrgreen: Allerdings bin ich ja der festen Überzeugung, man sollte eigentlich schon mindestens ein halbes Jahr vor der Wahl wissen, wo man sein Kreuzchen macht. Denn danach beginnt der Wahlkampf, stattdessen sollte man Parteien an ihren Taten in der alltäglichen Politik messen.

Ich finde, dass man Parteien an ihrem Wahlprogramm und den darauf folgenden Taten (in der alltäglichen Politik) messen sollte.

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Edit: Hier noch ein interessanter Hinweis: http://www.shz.de/artikel/artikel/waehl ... hen-1.html

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BeitragVerfasst: Fr, 23. Aug 2013, 16:31 
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Nogo Dar hat geschrieben:
Die Präsentation Steinbrücks habe ich mitbekommen, aber keine Diskussionsrunde und keine Wahlkampfberichterstattung. Wenn sowas im Fernsehen kommt, bekomme ich dies nicht mit, da ich keinen Fernsehanschluss habe bzw. haben will.
Wie schon geschrieben, bisher nur ein paar Plakate und, okay, noch ein bisschen aus der Zeitung beziehungsweise dem Internet.
Bisher rauscht der "Wahlkampf" wohl zum großen Teil an mir vorbei.

Ja gut, wenn man Scheuklappen aufsetzt darf man sich auch nicht beschweren, wenn man nichts sieht. ^^
Letzten Endes wird aber auch in den Online-Zeitungen und den Printmedien massiv über den Wahlkampf berichtet. Also wer interessiert ist, der findet durchaus sehr viel Material.

Nogo Dar hat geschrieben:
Ich finde, dass man Parteien an ihrem Wahlprogramm und den darauf folgenden Taten (in der alltäglichen Politik) messen sollte.

Wahlprogramme? Naja, gut, daran kann man dann später nach der Wahl festmachen, wie viel denn auch tatsächlich umgesetzt wurde. Wenn aber generell alles im Wahlprogramm ersteinmal unter Finanzierungsvorbehalt gestellt wird, kann man danach auch nicht meckern, wenn kaum etwas umgesetzt wird weil es an Geld mangelt.

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BeitragVerfasst: Sa, 24. Aug 2013, 22:59 
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Nogo Dar hat geschrieben:
Interessant. Der Artikel ist so verfasst, dass man glatt meinen könnte, es gäbe innerhalb der AfD keine schwarzen Schafe und die Grüne Jugend sei von Grund auf bösartig.
Ich werde es mir jedenfalls nach diesem Beitrag der FAZ zweimal überlegen, ob ich mir am Sonntag die FAS kaufe.
Hier noch eine andere Darstellung des Wahlkampfs in Göttingen: http://www.juedische-allgemeine.de/arti ... w/id/16815


Hier, diese Nachricht lässt dich dann ja sicherlich jubelieren:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 18436.html
Richtig so, alle Andresdenkende am besten gleich in Lager sperren.
Denn jemanden abstechen und in die Fresse hauen ist voll korrekt, so lange man sich selber für den Herren- oder Gutmenschen hält.

Oder waren das ja die eigene Leute, um die anderen nur in Misskredit zu bringen?

Die Antifa und alle mit ihr symathierenden steht auf einer Stufe mit aktuellen Neonazis.
Ist alles Abschaum, einziger Unterschied: Bei den Nazis wissen es (glücklicherweise) 99% der Bevölkerung dass dem so ist.
Bei den anderen nicht, darum sind die sogr gefährlicher.

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BeitragVerfasst: So, 25. Aug 2013, 12:40 
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WedgeAntilles hat geschrieben:
Die Antifa und alle mit ihr symathierenden steht auf einer Stufe mit aktuellen Neonazis.
Ist alles Abschaum, einziger Unterschied: Bei den Nazis wissen es (glücklicherweise) 99% der Bevölkerung dass dem so ist.
Bei den anderen nicht, darum sind die sogr gefährlicher.

Yep. Mir ist ein ehemaliger Klassenkamerad in Erinnerung geblieben, der auf seiner Gitarre einen Antifa-Aufkleber platziert hatte. Auf meine Nachfrage, ob er denn wisse, dass die Antifa-Leute Radikallinke der allerschlimmsten Sorte seien, entgegnete er mir nur: "Aber die sind gegen Nazis, ich auch."
Ich habe das Gefühl, bei vielen Leute haben Gruppierungen, die sich offen gegen Rechtsextremismus positionieren, von Anfang an einen Stein im Brett. Dass die Linksextremen nicht minder gewaltbereit wie die Rechtsextremen sind, und genau wie ihre erklärten Todfeinde auch die Grundfesten unseres Staatssystemes und unserer Grundrechte anfechten, wissen viele entweder nicht, oder es erscheint ihnen in einem weniger schlimmen Licht. Denn wer gegen Nazis ist, und dann auch noch den Sozial-Bonus für sich verbuchen kann, der kann so schlecht ja nicht sein.

Letzten Endes zeigen die wiederholten Zwischenfälle bei Wahlveranstaltungen und 1.-Mai-Demonstrationen, sowie die vielfachen Übergriffe auf Bundeswehr-Angehörige und Bundeswehr-Liegenschaften, dass die (Extremen) Linken eine Gefahr darstellen.

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BeitragVerfasst: So, 25. Aug 2013, 14:03 
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swie hat geschrieben:
Ja gut, wenn man Scheuklappen aufsetzt darf man sich auch nicht beschweren, wenn man nichts sieht. ^^
Letzten Endes wird aber auch in den Online-Zeitungen und den Printmedien massiv über den Wahlkampf berichtet. Also wer interessiert ist, der findet durchaus sehr viel Material.

Ich schaue hin und wieder bei Google-News nach, doch finden sich in der Regel kaum Beiträge zur Bundestagswahl.
Das massiv über die anstehende Wahl berichtet wird, teile ich so nicht.
Zuletzt habe ich mir ein paar Ausgaben der Berliner Zeitung gekauft und dort wird ebenfalls wenig bis garnichts zum Thema Bundestagswahl veröffentlicht.

@ WedgeAntilles:
Um ehrlich zu sein weiß ich gerade nicht, wie Du darauf kommst, dass ich Gewalt gegen Menschen verherrlichen oder gutheißen würde.
Der von mir verlinkte Text lässt solch eine Interpretation nicht zu. Meine Intention war, und ist weiterhin, darauf hinzuweisen, dass man das Verhalten bestimmter Personen innerhalb der AfD kritisch beäugen sollte.
Außerdem sehe ich die reguläre Presse(Spiegel, FAZ/FAS, Süddeutsche usw.) in keinem besonders gutem Licht, der von dir verlinkte Text aus/von der FAZ ist einfach nur reißerisch verfasst und dies nehme ich grundsätzlich negativ auf, zumal ich gerade lerne auf die Art und Weise eines Textes zu achten, um ihn nicht ungefiltert zu schlucken.

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BeitragVerfasst: So, 25. Aug 2013, 14:36 
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Nogo Dar hat geschrieben:
Ich schaue hin und wieder bei Google-News nach, doch finden sich in der Regel kaum Beiträge zur Bundestagswahl.
Das massiv über die anstehende Wahl berichtet wird, teile ich so nicht.
Zuletzt habe ich mir ein paar Ausgaben der Berliner Zeitung gekauft und dort wird ebenfalls wenig bis garnichts zum Thema Bundestagswahl veröffentlicht.

Ich bin mal eben meine Google News durchgegangen:

So funktioniert die Wahlkampfmaschine Merkel - Die Welt
Merkel will Griechenland-Debatte hinter sich bringen - Reuters Deutschland
Debatte um Schuldenschnitt schürt Zweifel : Merkel warnt vor Dominoeffekt - n-tv.de
Sprachforschung: Piratenpartei hat das unverständlichste Wahlprogramm - T-Online
Warum der Stasi-Fall Steinbrück besonders ist - Die Welt
Wahlprogramme der Parteien sind unverständlich - Die Welt
AfD: Statt Volksaufstand nur eine Demo - Zeit Online
AfD-Parteichef von Vermummten angegriffen - Zeit Online
SPD versucht es jetzt mit Anti-Hoeneß-Kampagne - Die Welt

Das sind doch alles Themen, die mit dem Wahlkampf in Verbindung stehen. Und es handelt sich nur um einen Auszug, es kommen ja stündlich neue Meldungen hinzu während andere verschwinden. Es kommt natürlich auch darauf an, inwiefern man Google News personalisiert. Je nachdem wie ich den Filter für politische Themen einstelle, erhalte ich viele oder wenige neue Meldungen dazu.

Es handelt sich hierbei zwar erst um den zweiten Bundestagswahlkampf nach 2009, den ich bewusst miterlebe, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Informationsangebot früher besser gewesen sein soll. Gerade über das Internet spielt sich doch heute allerhand ab.

Auf YouTube kann man übrigens die Kanäle der einzelnen Parteien sowie der Bundesregierung abonnieren, um beispielsweise die neuen Wahlkampfspots oder Aufnahmen von Wahlkampfauftritten überall in Deutschland anschauen zu können. Die Deutsche Welle führt derzeit auch allerhand Interviews mit Bundestagsabgeordneten und Spitzenkandidaten, und wenn Phoenix bald wieder aus der Sommerpause erwacht ist, laufen dort auch wieder alle möglichen Diskussionsrunden wie "Unter den Linden", "Augstein und Blohme" und Ähnliche.

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BeitragVerfasst: Sa, 31. Aug 2013, 01:57 
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Nogo Dar hat geschrieben:
@ WedgeAntilles:
Um ehrlich zu sein weiß ich gerade nicht, wie Du darauf kommst, dass ich Gewalt gegen Menschen verherrlichen oder gutheißen würde.
Der von mir verlinkte Text lässt solch eine Interpretation nicht zu. Meine Intention war, und ist weiterhin, darauf hinzuweisen, dass man das Verhalten bestimmter Personen innerhalb der AfD kritisch beäugen sollte.
Außerdem sehe ich die reguläre Presse(Spiegel, FAZ/FAS, Süddeutsche usw.) in keinem besonders gutem Licht, der von dir verlinkte Text aus/von der FAZ ist einfach nur reißerisch verfasst und dies nehme ich grundsätzlich negativ auf, zumal ich gerade lerne auf die Art und Weise eines Textes zu achten, um ihn nicht ungefiltert zu schlucken.


Weil also einzelne Personen in der AFD suspekt sind, ist es gerechtfertigt, die Wahlkämpfer der AFD zusamenzuschlagen? Oder abzustechen?
Interessantes Demokratieverständnis.
Selbst wenn die gesamte AFD Führung problematisch wäre - was sie nicht einmal im Ansatz ist - gäbe es Gesetze und Gerichte die für den Verbot einer Partei zuständig sind. Nicht der Abschaum auf der Straße.
Wir hatten in Deutschland schon einmal den Zustand, dass nicht genehme Volksfeinde beseitigt haben.
Hat nicht super funkioniert, oder?

Das du das scheinbar nicht kapierst ist bedenklich und schade und entzieht jeglicher Diskussion die Grundlage.
Und dann der Presse anzukreiden, dass sie den obigen Standpunkt vertritt ist an Hohn nicht mehr zu überbieten.

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BeitragVerfasst: Sa, 31. Aug 2013, 05:45 
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Ich fasse anfangs den bisherigen Verlauf unserer Diskussion mal zusammen, damit hoffentlich sämtliche Missverständnisse ausgeräumt werden können.

Du(WedgeAntilles) hast dich in einem obiben Post über SA bzw. SS ähnliche Methoden „der“ „Grünen“ beschwert.

Im von dir verlinkten Text von der Internetseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, den ich mir gerade noch einmal sehr genau ansehe, meint Bernd Lucke, der Bundesvorsitzende der AfD, das Angriffe gegen seine Partei eine „Ohrfeige für jeden Demokraten“ seien.
Im Artikel wird behauptet, dass „die“ „Grüne Jugend“ in Göttingen sich mit einer Initiative gegen Rechts verbündet habe und explizit zum „Vorgehen“, das nicht näher definiert ist, gegen die AfD aufgerufen habe.
Weiter wird in diesem Artikel die Behauptung aufgestellt, dass die Stadt Göttingen „ein Zentrum linksautonomer und „antifaschistischer“ Bestrebungen“ sei. Zudem würde die dort ansässige „Grüne Jugend“ die Gewalt gegen die AfD mittragen.
Die AfD erwäge nach Drohungen einer nicht näher definierten „Anitfa-Szene“, den Wahlkampf abzubrechen. Weiterführend wird im Artikel eine Reihe von Verbrechen genannt, die wie die vorhergehenden Genannten keiner genauen Gruppierung vorgeworfen werden (können).
In einem allgemeinen Kontext werden Straftaten ausschließlich der „Antifa-Lüneburg“ vorgeworfen.
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/bund ... 30705.html

Mein Fazit:
Anhand des von dir(WedgeAntilles) verlinkten Textes aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ist nicht ersichtlich ob oder inwieweit „die Grüne Jugend“ in Göttingen Gewalt verherrlicht. Deine „seriöse“ Quelle hat bei näherem Hinsehen einen Text verfasst, nach dessen Lektüre man denken kann, nicht muss, dass „die“ Grünen eine „verfassungfeindliche“ Partei sei.
Du verlagerst die Taten weniger auf eine „Sippe“, in deinem Fall „die Grünen“, dies kenne ich unter dem Begriff „Sippenhaft“, wenn Du schon unbedingt Wert darauf legst NS-Termilogien zu verwenden.
Und wie Du meinst, gab es schon einmal eine Zeit, in der sich Leute mit Gewalt gegen Minderheiten hervortaten. Damals, und das ist der große Unterschied, hat sich ein Teil der deutschen Mehrheit gegen die in der Minderheit vorhandenen Juden und andere „Rassen“ gewendet.
In diesem Fall gehen jedoch zwei Minderheiten(AfD und „Antifa“) aufeinander los.
Von „grünen“ Gewalttätern ist in dem Artikel nichts zu lesen.

Meine Reaktion auf diesen keineswegs sachlich verfassten Text war, einen Link zu einem Text, aus einer anderen Quellen stammend, zu verweisen, in dem unter anderem auch darauf eingangen wird, dass sich in den Reihen der AfD fragwürdiges Personal befindet. Zudem wird in „meinem“ Text auf die Rhetorik der bisherigen Kampagnen der AfD eingegangen.
An keiner Stelle meines Textes(http://www.juedische-allgemeine.de/arti ... w/id/16815), den Beweis musst Du(WedgeAntilles) noch erbringen, wird Gewalt gegen die Abgeordneten der AfD gutgeheißen bzw. unterstützt.
Es wird lediglich darüber berichtet, dass sich die AfD durch markige, durchaus rechtslastige/rassistische, Sprüche hervortut und ein Engagement gegen diese Partei legitim sei, da sie keineswegs so „Mitte“ sei, wie Vertreter der AfD es gerne hätten.
Von Gewaltverherrlichung ist in dem von mir verlinkten Text nichts auszumachen.

Deine Reaktion darauf war, dass Du mir unterstellst ich würde es gut finden wenn man mit Gewalt gegen Vertreter der AfD vorgeht, ja sogar „jubelieren“.
Zudem hast Du einen weiteren Link gesetzt, in dem ein weiterer Angriff aus dem „linken Spektrum“ gegen die AfD Kern des Artikels ist.
Von gewaltätigen „Grünen“ ist auch hier nichts zu lesen, nur ominöse „Linke“ stehen hier im Fokus des Berichtes.
Dann stellst Du Antifaschisten und Neonazis gleich, bist aber auch hier der Meinung nicht näher darauf eingehen zu müssen, weshalb Du das so siehst.
Ich empfände in diesem Zusammenhang eine Erläuterung bzw. Definition von Antifaschisten und Neonazis interessant.

Darauf habe ich logischerweise mit absoltuem Unverständnis reagiert, da Du offentsichtlich etwas in meine Texte hineininterpretierst was nicht da ist.
Mein Komentar über die „reguläre Presse“ ist in diesem Zusammen nicht besonders gut, das gebe ich allöffentlich zu, dennoch lieferst Du mir mit dem FAZ-Artikel eine Steilvorlage sondersgleichen.
Meine Anspielung weiter oben möchte ich an dieser Stelle näher erläutern.
Ich mache gerade das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und ich habe seit dem Beginn vor anderthalb Jahren gelernt, wie man Texte analysiert und mit eigenen Worten widergibt. Mir ist sofort aufgefallen wie der Text aus der FAZ verfasst wurde.
Und das habe ich oben auch vollkommen berechtigt und wenig sachlich, ja auch das gebe ich zu, kritisiert.

Daraufhin hast Du wieder mit einem, doch sehr aggressiven, Text in dem Du mir wider Dinge einfach so unterstellst reagiert.

Ich weiß nicht ob Du in der Lage bist zu argumentieren, bisher vermisse ich jedenfalls eine ernstzunehmende, reflektierte und sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

Vielleicht kannst Du erläutern wie Du darauf kommst, dass ich Gewalt gegen politische Gegner gut finden würde?
Es wäre jedenfalls schön eine sachliche Diskussion zu führen.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, WedgeAntilles.

Ret’urcye mhi

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Ein köstlicher Kommentar von Georg Löwisch für den Tagesspiegel, der gut zur Wahlmüdigkeits-Thematik passt.

Die Mär von Blabla dem Bär

Igitt, Politik. :lol:

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Er schafft es allerdings mit keiner Silbe, die Kritik, die an der Politik geübt wird zu entkräften.
Er versuchts nicht mal.
Woran das wohl liegt? Vielleicht daran, dass 90% der Kritik an unseren Politikern und unserer Politik schlicht und ergreifend zutrifft?

Aber wenn man bedenkt, dass das Merkel beliebt ist in Deutschland stimmt die Aussage: "Ein Volk hat die Politiker, die es verdient" wohl irgendwie schon.

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Hier haben ja nun viele ihren Frust abgelassen, den ich teilweise auch verstehen kann. Nur, gibt es denn eine bessere Alternative? Wie müßte die aussehen? Gibt es ein Land, in dem das Zusammenleben der Menschen besser organisiert ist? Macht doch mal einer einen konstruktiven Vorschlag, wie es bei uns besser laufen könnte.

Mit fällt spontan keiner ein, daher bekenne ich hier klipp und klar: Ich bin Wähler! :)


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BeitragVerfasst: Sa, 07. Sep 2013, 07:55 
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Ich weiss, das viele Deutsche die ich kenne sagen, dass sie es hier in der Schweiz mit der direkten Demokratie relativ gelungen finden. Umgekehrt gibt es aber auch viele die sagen, die Schweiz sei zu kleingeistig und es werde über jeden Schritt abgestimmt.
Ob dies eine Alternative ist muss jeder für sich bestimmen. Für mich ist es eine :D

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BeitragVerfasst: Sa, 07. Sep 2013, 12:18 
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WedgeAntilles hat geschrieben:
Er schafft es allerdings mit keiner Silbe, die Kritik, die an der Politik geübt wird zu entkräften.
Er versuchts nicht mal.
Woran das wohl liegt? Vielleicht daran, dass 90% der Kritik an unseren Politikern und unserer Politik schlicht und ergreifend zutrifft?

Das kommt ganz darauf an, wie man die Kritik formuliert. Ich persönlich kann das ewige Gerde von wegen "Alle Politiker sind gleich", "Es ist egal welche Partei man wählt, am Ende kommt das Gleiche raus" und "Der Wahlkampf ist langweilig" nicht mehr hören. Da bleibt mir nur noch Kopfschütteln übrig. Und ich finde, diese Kritikpunkte hat Löwisch in seinem KOmmentar sehr gut abgearbeitet.

indie hat geschrieben:
Hier haben ja nun viele ihren Frust abgelassen, den ich teilweise auch verstehen kann. Nur, gibt es denn eine bessere Alternative? Wie müßte die aussehen? Gibt es ein Land, in dem das Zusammenleben der Menschen besser organisiert ist? Macht doch mal einer einen konstruktiven Vorschlag, wie es bei uns besser laufen könnte.

Mit fällt spontan keiner ein, daher bekenne ich hier klipp und klar: Ich bin Wähler! :)

Ich habe kürzlich noch einmal darüber nachgedacht, dass die Deutschen ihre Wahlentscheidung mehrheitlich doch sehr gründlich überdenken. Angela Merkel ist weiß Gott nicht charismatisch, und auch keine gute Rednerin. Das ist ein großer Unterschied zu den Vereinigten Staaten, wo der Präsident ja schon seit Jahrzehnten zwingend die Karikatur eines Comic-Helden sein muss. Dort fallen Äußerlichkeiten bei der Wahlentscheidung wesentlich stärker ins Gewicht. Der letzte übergewichtige US-Präsident war zum Beispiel Herbert Hoover 1929.

Roso Fett hat geschrieben:
Ich weiss, das viele Deutsche die ich kenne sagen, dass sie es hier in der Schweiz mit der direkten Demokratie relativ gelungen finden. Umgekehrt gibt es aber auch viele die sagen, die Schweiz sei zu kleingeistig und es werde über jeden Schritt abgestimmt.
Ob dies eine Alternative ist muss jeder für sich bestimmen. Für mich ist es eine :D

Es haben wohl beide Systeme so ihre Vor- und Nachteile. Ich persönlich fände ein System der Volksabstimmungen für ein so großes und bedeutendes Land wie Deutschland aber ungeeignet. Die vergleichsweise kleine Schweiz kann sich solche Volksabstimmungen wohl "leisten", ich denke wir nicht. Das soll jetzt aber nicht als abfällige Äußerung aufgefasst werden, so meine ich das nicht. :P

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