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BeitragVerfasst: Fr, 28. Aug 2015, 19:25 
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Beiträge: 1792
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Weil Mark Hamill nach den brutalen Doppelmord an 2 US-Journalisten, ein strengeres Waffengesetz fordert, erntet er nun ein Shitstrom.

Zitat:
Shitstorm gegen "Star Wars"-Legende Mark Hamill



Nach dem brutalen Doppelmord an zwei TV-Journalisten in den USA forderte "Star Wars"-Legende Mark Hamill via Twitter schärfere Waffengesetze. Statt Zuspruch erntete er allerdings einen enormen Shitstorm.

Los Angeles - Nach dem brutalen Mord an zwei TV-Journalisten im US-Bundesstaat Virginia am vergangenen Mittwoch hat sich "Star Wars"-Legende Mark Hamill via Twitter zu Wort gemeldet. Der 63-Jährige fordert endlich strengere Waffengesetze in den USA. "GENUG!", schrieb er in Großbuchstaben und verwies auf das Vorbild Australien. Dort gibt es nämlich bereits seit 1996 strengere Waffengesetze. Damals tötete ein Mann am Touristen-Hotspot Port Arthur mit einer halbautomatischen Waffe 35 Menschen, viele weitere wurden verletzt. Daraufhin verbot die australische Regierung automatische und halbautomatische Waffen sowie Pumpguns.

Bei einem im Anschluss ausgerufenen nationalen Rückkauf-Programm von Schusswaffen wurden aus der Bevölkerung über 640.000 Waffen abgegeben. Seitdem sind Tötungsdelikte mit Schusswaffen stark zurückgegangen. Amerika könne das genauso schaffen, so Hamill. Ein Denkanstoß, der doch eigentlich auf viel Zuspruch stoßen sollte. Doch weit gefehlt. Hamill erntete im Kurznachrichtendienst für seinen Vorschlag einen ordentlichen Shitstorm.

"Lass unsere Verfassung in Ruhe"

"Mark, du bist verdammt peinlich. Das Letzte was wir haben ist ein Waffen-Problem in diesem Land. Wir haben ein Menschen-Problem", echauffierte sich ein User. "Vorschlag, wandere nach Australien aus und dein Problem ist gelöst. Lass unsere Verfassung in Ruhe", war ein weiterer zynischer Kommentar. Und ein anderer Twitter-Nutzer polterte gegen Hamill, dass Erwachsenen-Diskussionen nicht seine Stärke seien, er solle doch lieber dabei bleiben, Zeichentrickserien für Kinder zu synchronisieren.

Wie stumpfsinnig die Anfeindungen teilweise waren, belegt vor allem ein Tweet, in dem Hamill mit seiner "Star Wars"-Rolle Luke Skywalker in Verbindung gebracht wurde. So schrieb ein User: "Wie hätten die Rebellen das Reich besiegen können ohne Waffen, Klugscheißer?" Kein Wunder, dass Hamill auf solche Aussagen gar nicht erst reagierte.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... 3dc62.html

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BeitragVerfasst: Fr, 28. Aug 2015, 22:35 
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Auch wenn ich damit vermutlich die einzige Person im Forum bin:

Wo genau ist da jetzt der Shitstorm? Zumindest in den genannten Beispielen sind die Leute eben anderer Meinung als er.

Aber das passt ja wunderbar in unsere Zeit. Wehe man sagt etwas gegen den herrschenden politisch Korrekten Mainstream. Dann ist man sofort der Shitstormende Nazi und was weiß ich.
Gleichgeschaltete Nachrichten hatten wir ja auch schon mal - nur heute mit anderem Vorzeichen.


Ich persönlich hätte übrigens auch gerne legal eine Waffe.

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BeitragVerfasst: Sa, 29. Aug 2015, 00:35 
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Übliche deutsche Berichterstattung.

Wenn irgendwo ein Islamist was hochjagt, dann darf "unter keinen Umständen ein Generalverdacht" entstehen. Ballert irgendein Spinner herum, wird das auf alle Waffenbesitzer verallgemeinert.

Meiner Ansicht nach müssten die Waffengesetze in einigen (aber nicht allen) US-Bundesstaaten etwas angepasst werden, was Verfügbarkeit, Background-Checks etc. angeht. So würde ich beispielsweise einen Sachkundenachweis einführen, was sicherlich so manchen Unfall vermeiden würde.

Aber die Vorstellung, dass Waffengesetze irgendeinen Amokläufer davon abhalten können, Amok zu laufen, ist Blödsinn. Nach Winnenden war hier ja auch wieder mal die Hölle los. Dabei lag es nicht am mangelnden Gesetz, sondern daran, dass der Verantwortliche für die Waffe gegen selbiges verstoßen hat. Dass Leute, die andere umbringen wollen, per Definition Gesetze brechen, wird ebenfalls meist vergessen bei der Diskussion. Es hält ja auch keinen Bankräuber davon ab, mit einer (in der Regel auf einfachste Weise im Bahnhofsviertel beschafften illegalen) Waffe eine Bank zu überfallen, obwohl das (Oh SchrecK!) verboten ist.

Nach Winnenden hat übrigens kurze Zeit später ein Mädchen mit Messer und Benzinkanister einen Amoklauf in der Schule veranstaltet. Da hat man kaum was drüber gehört. Wäre ja nun auch seltsam, plötzlich den Verkauf von Messern und Benzin zu verbieten. Obendrein war es ein Mädchen, das keine Computerspiele spielte - was ja nun auch null in das Weltbild der Psychologen passt. Dass Amokläufe aus ganz anderen Gründen entstehen als der Verfügbarkeit von Waffen wird völlig vergessen - und auch nichts gegen die Ursachen getan. Hauptsache man verbietet irgendwas, dann sind alle wieder beruhigt.

Außerdem kotzt mich diese Überheblichkeit an - man muss Waffen ja nun nicht mögen (und auch viele Amerikaner tun das nicht). Aber es gibt nun mal eine Menge Gegenden, wo man sehr abseits von Polizei und anderen Diensten wohnt, weil das Land so groß ist. Wenn da ein Einbrecher ins Haus kommt, dann kann man nicht zwei Stunden auf den Sheriff warten, sondern muss im Zweifel in der Lage sein, sich wehren zu können. Was ich übertrieben fände wäre der Zugriff auf automatische Waffen - aber das ist auch in den USA schon lange verboten. Was da immer als "Maschinengewehre" bezeichnet wird, sind "entschärfte" AR15 oder AK47 (oder was auch immer), die halbautomatisch funktionieren und eben nicht (wie die "originalen" Vorbilder) vollautomatisch. Viele Jagdgewehre funktionieren genauso - sie haben halt eine andere Optik. Das Argument des "leichten Zugangs" zu Waffen ist Blödsinn. Es ist überhaupt kein Problem, an scharfe Waffen zu kommen, genauso wie man auch an illegale Drogen kommt.

Ach ja, und wenn man mal sowas wie Charlie Hebdo ansieht - da hatte die Polizei ein Problem, weil die Terroristen vollautomatische AK47 hatten (die natürlich auch illegal waren), deren Feuerkraft sie nichts entgegensetzen konnten. Es wurden ja auch eine Menge Videos mit Handys geschossen, die die Terroristen in Aktion zeigen. Man stelle sich vor, diese Leute hätten statt einem Handy eine Waffe gehabt, dann hätten sie eventuell Schlimmeres verhindern können. Aber die Leute hier kommen mir immer vor wie die Schafe, die sich mit der Erkenntnis beruhigen, dass der Bauer sie ja nicht füttern würde, wenn er ihnen etwas Schlimmes antun wollte, während hinten der Laster fürs Schlachthaus fertig gemacht wird.

Und auch der aktuelle Fall mit den erschossenen Journalisten ist extrem tragisch - hatte aber auch nicht fehlende Waffengesetze zum Anlass. Der Typ, der geschossen hat, war schon vorher aktenkundig und erst vor einigen Wochen polizeibekannt geworden, weil er sich mit einem anderen Autofahrer angelegt hatte. Schon da gab es Anzeichen, dass der nicht ganz dicht ist. Aber da haben Polizei und Staatsanwalt versagt, die bestehenden Gesetze anzuwenden. Dieser Typ hätte sich durch nichts abhalten lassen, diese beiden Morde vor laufender Kamera zu begehen - notfalls dann eben mit einem Messer. Da helfen keine noch so scharfen Gesetze.

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BeitragVerfasst: Sa, 29. Aug 2015, 13:23 
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Den Zusammenhang zwischen frei zugänglichen Schusswaffen und der Zahl von Toten durch Schusswaffen anzuzweifeln halte ich für - problematisch.

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In Deutschland werden die meisten Schusswaffen in Schützenvereinen aufbewahrt. Also nicht zugänglich.

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Natürlich gibt es Länder, in denen noch mehr Menschen durch Waffen sterben als in den USA.

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Und die Idee dass es sich nicht lohnt die Waffengesetze zu ändern, wenn man nicht alle Morde durch Waffen verhindern kann- ich bin dann mal weg.

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BeitragVerfasst: Sa, 29. Aug 2015, 13:46 
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@MsLanna: Ist der Jemen in den beiden Balkendiagrammen absichtlich nicht geführt? So viel ich weiß, ist im Jemen nämlich seit jeher jedermann bis an die Zähne bewaffnet. Von europäischen Reisenden wurde schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts berichtet, dass dort selbst Kinder wie selbstverständlich Messer und Säbel trügen, und unter den Erwachsenen keiner ohne Schusswaffe zu finden sei. Ohne es auf die Schnelle belegen zu können, meine ich gelesen zu haben, dass der Jemen noch heute die zweithöchste Schusswaffendichte in privater Hand aufweist, direkt nach den USA.

Sollte der Jemen in den beiden unteren Todesopfer-Statistiken nur nicht einen der vorderen Ränge belegen, würde dies Deine These, eine hohe Schusswaffendichte bedinge zwangsläufig auch eine hohe Mordrate, widerlegen. Ich gehe nämlich davon aus, dass gesellschaftliche und soziale Umstände eine nicht von der Hand zu weisende Rolle spielen, wie Zentraldenker bereits angedeutet hat.

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BeitragVerfasst: Sa, 29. Aug 2015, 13:57 
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Eben - in der Schweiz hat aufgrund der Wehrpflicht so gut wie jeder Gediente eine vollautomatische Kriegswaffe im Schrank. In Israel ebenfalls, wobei dort die Waffengesetze recht scharf sind und man bei problematischem Hintergrund keinen Zugang zu Waffen erhält. Und davon sprach ich: Das muss ebenso angepasst werden wie die Ausbildung. Dass ehemalige Militärangehörige zum einen eine adäquate Waffenausbildung und zum anderen die notwendige Disziplin im Umgang mit selbigen aufweisen, dürfte offensichtlich sein.

Im Übrigen ist es immer problematisch, mit fünf Jahre alten Statistiken zu kommen - auf dieser Weltkarte würde es heute schon mal ganz anders aussehen, wenn man Orte wie Libyen oder Syrien miteinbezieht.

Die Behauptung, dass die Mehrzahl der deutschen Waffen in Schützenvereinen lagert, ist schlicht falsch. Die meisten Waffen sind in Privatbesitz und (hoffentlich) in vorschriftsmäßigen Waffenschränken. Alleine die Jäger MÜSSEN neben ihren Langwaffen auch Kurzwaffen besitzen, weil sie gesetzlich verpflichtet sind, fremden Zugriff auf ihre Gewehre zu verhindern und ihre Langwaffen notfalls verteidigen zu müssen. Und Schützen lagern ihre Waffen in der Regel auch nicht im Verein - das wäre auch extrem hirnrissig. Es gab vor einigen Jahren ja mal den grandiosen Vorschlag, sämtliche Waffen in Privatbesitz nur noch in Schützenvereinen lagern zu lassen - damit auch jeder Verbrecher genau weiß, wo er Waffen findet.

Ich wiederhole es: Der Mangel an Ausbildung und Disziplin im Umgang mit Waffen ist ein Problem, doch dafür GIBT es hinreichende Gesetze. Hindert aber dennoch keinen Gewalttäter daran, sich eine Waffe zu verschaffen und Leute zu erschießen.

Nicht die Waffen töten, sondern die Menschen, die abdrücken. Wer was anderes behauptet, denkt vermutlich auch, dass Kugelschreiber falsche Wörter schreiben.

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BeitragVerfasst: Mo, 31. Aug 2015, 14:14 
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Registriert: Fr, 04. Apr 2003, 23:37
Beiträge: 3475
Zentraldenker hat geschrieben:
Aber die Vorstellung, dass Waffengesetze irgendeinen Amokläufer davon abhalten können, Amok zu laufen, ist Blödsinn. Nach Winnenden war hier ja auch wieder mal die Hölle los. Dabei lag es nicht am mangelnden Gesetz, sondern daran, dass der Verantwortliche für die Waffe gegen selbiges verstoßen hat. Dass Leute, die andere umbringen wollen, per Definition Gesetze brechen, wird ebenfalls meist vergessen bei der Diskussion.

100%ige Zustimmung. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Kontrolle der Einhaltung der Waffengesetze extrem lax ist. Der Grund ist banal: Kontrollen benötigen Personal und somit Geld. Immer neue und restriktive Gesetze zu erlassen ist hingegen billig. Erweckt aber den Anschein, "etwas gegen das Problem zu unternehmen". Diesen unsinnigen Aktionismus kann man mit schönster Regelmäßigkeit beobachten, wenn es wieder irgendwo (buchstäblich) geknallt hat.
"Was, die Tatwaffe hatte der Vater offen rumliegen, obwohl sie hinter zwei Zentimeter dickem Stahl hätte weggeschlossen sein sollen? Das hat bloß nie jemand kontrolliert? Das erhöhen wir in der Vorschrift direkt mal auf drei Zentimeter. Und auch wenn das dann wieder keiner kontrolliert, weil man dafür Polizisten einsetzen müsste: Das bringts sicher!"
Das Ergebnis ist nur eines: Ärger und Kosten bei den ehrlichen und gesetzestreuen Waffenbesitzern.
Dass das nichts bringt, wissen die Verantwortlichen ganz genau (denn so bescheuert ist auf Dauer keiner, nicht mal ein deutscher Politiker). Aber Hauptsache der Pöbel ist besänftigt, weil man "ja was gemacht" hat.

Zentraldenker hat geschrieben:
Es hält ja auch keinen Bankräuber davon ab, mit einer (in der Regel auf einfachste Weise im Bahnhofsviertel beschafften illegalen) Waffe eine Bank zu überfallen, obwohl das (Oh SchrecK!) verboten ist.

Das, allerdings, ist trotzdem ein Milchmädchen-Argument. Wären die Schusswaffen legal und beliebig an jeder Ecke erhältlich, gäbe es natürlich auch mehr Gewaltdelikte mit Schusswaffen. Einfach weil die Zugangs- und Hemmschwelle niedriger wäre.

Zentraldenker hat geschrieben:
Nach Winnenden hat übrigens kurze Zeit später ein Mädchen mit Messer und Benzinkanister einen Amoklauf in der Schule veranstaltet. Da hat man kaum was drüber gehört. Wäre ja nun auch seltsam, plötzlich den Verkauf von Messern und Benzin zu verbieten. Obendrein war es ein Mädchen, das keine Computerspiele spielte - was ja nun auch null in das Weltbild der Psychologen passt. Dass Amokläufe aus ganz anderen Gründen entstehen als der Verfügbarkeit von Waffen wird völlig vergessen - und auch nichts gegen die Ursachen getan. Hauptsache man verbietet irgendwas, dann sind alle wieder beruhigt.

100%ige Zustimmung dazu, dass bei Amokläufen die eigentlichen Ursachen und Auslöser grundsätzlich schön unter den Teppich gekehrt werden. Weil man sonst nämlich zugeben müsste, dass man vor so etwas nie absolut sicher sein kann. Übrigens genausowenig wie vor terroristischen Angriffen.
Dennoch, gleicher relativierender Punkt wie oben: Grundsätzlich sind Waffengesetze schon OK. Klar kann man immer auch Messer, Benzinkanister, Pfeile oder Vorderlader verwenden. Der angerichtete Schaden dürfte aber in der Regel geringer sein.

Zentraldenker hat geschrieben:
Außerdem kotzt mich diese Überheblichkeit an - man muss Waffen ja nun nicht mögen (und auch viele Amerikaner tun das nicht). Aber es gibt nun mal eine Menge Gegenden, wo man sehr abseits von Polizei und anderen Diensten wohnt, weil das Land so groß ist. Wenn da ein Einbrecher ins Haus kommt, dann kann man nicht zwei Stunden auf den Sheriff warten, sondern muss im Zweifel in der Lage sein, sich wehren zu können.

Was stimmt ist, dass die diesbezügliche "Bedrohungslage" in USA und D nicht vergleichbar ist, einfach wegen der Weite des Landes und der geringen Einwohnerdichte in manchen Gegenden.
Was dabei aber gern vergessen wird: Auch die Kriminellen wären durch Waffengesetze eingeschränkt. Das ewige Argument, dass die "bad boys" auf jeden Fall immer an eine Waffe kommen, ist zwar nicht grundsätzlich falsch. Das setzt aber eine kriminelle Energie voraus, die eben nicht nötig ist, wenn die Waffen frei erhältlich sind. Siehe oben.

Zentraldenker hat geschrieben:
Was ich übertrieben fände wäre der Zugriff auf automatische Waffen - aber das ist auch in den USA schon lange verboten.

Ja? In allen Staaten? Das wäre mir neu.

Zentraldenker hat geschrieben:
Das Argument des "leichten Zugangs" zu Waffen ist Blödsinn. Es ist überhaupt kein Problem, an scharfe Waffen zu kommen, genauso wie man auch an illegale Drogen kommt.

Wer meint, in Deutschland sei der Zugang zu scharfen Waffen "überhaupt kein Problem", hat zuviel Tatort geschaut.

Zentraldenker hat geschrieben:
Eben - in der Schweiz hat aufgrund der Wehrpflicht so gut wie jeder Gediente eine vollautomatische Kriegswaffe im Schrank. In Israel ebenfalls, wobei dort die Waffengesetze recht scharf sind und man bei problematischem Hintergrund keinen Zugang zu Waffen erhält. Und davon sprach ich: Das muss ebenso angepasst werden wie die Ausbildung. Dass ehemalige Militärangehörige zum einen eine adäquate Waffenausbildung und zum anderen die notwendige Disziplin im Umgang mit selbigen aufweisen, dürfte offensichtlich sein.

Mir kam es auch schon immer völlig widersinnig vor, junge Männer an der Waffe auszubilden, damit sie zur Landesverteidigung eingesetzt werden können und im Ernstfall schön ihren Kopf hinhalten dürfen - aber ihnen anschließend zu verbieten, privat auf dem Schießstand mit eigener Waffe einen scharfen Schuss abzugeben.
Es wäre auch prinzipiell gar kein Problem, das zu erlauben - man müsste dann bloß ab und zu mal kontrollieren, dass damit kein Schindluder getrieben wird. Und da kommt wieder das Problem ins Spiel, dass das Geld kosten würde.

Zentraldenker hat geschrieben:
Im Übrigen ist es immer problematisch, mit fünf Jahre alten Statistiken zu kommen - auf dieser Weltkarte würde es heute schon mal ganz anders aussehen, wenn man Orte wie Libyen oder Syrien miteinbezieht.

Genauso unsinnig ist es, die aus den Statistiken ganz klar sichtbare Tendenz zu verleugnen. Wo Waffen frei verfügbar sind, werden sie natürlich auch mehr ge- und miss-braucht, und mehr Unfälle gibts dann natürlich auch. Ich glaube, das bedarf überhaupt keiner Diskussion.

Zentraldenker hat geschrieben:
Die Behauptung, dass die Mehrzahl der deutschen Waffen in Schützenvereinen lagert, ist schlicht falsch. Die meisten Waffen sind in Privatbesitz...

Das ist richtig.

Zentraldenker hat geschrieben:
... und (hoffentlich) in vorschriftsmäßigen Waffenschränken.

Das stimmt auch, nur kontrolliert das niemals jemand.
Ich kenne das aus erster Hand. Mein Vater ist hobbymäßiger Jäger. Seit Kindertagen bin ich dran gewohnt, dass sich Waffen in meinem Elternhaus befinden. Was die Lagerung angeht, habe ich vom (abgeschlossenen) Trempel-Raum bis zum (vorläufigen) Endstadium, welches aus einem mit einer 20 cm dicken Stahltür gesicherten fensterlosen Kellerraum besteht und welches ich scherzhaft als unseren Luftschutzbunker bezeichne, alles gesehen.
Was ich noch nie gesehen habe, war ein Kontrolleur.
Obwohl, stimmt nicht ganz. Einmal war ein Polizist da. Ist auch schon wieder 15 Jahre her. Es war nur meine Mutter zuhause. Er hat an der Tür gefragt, wo mein Vater seine Waffen aufbewahrt. Meine Mutter hat ihm gesagt, sie könnte ihm zeigen wo, aber einen Schlüssel hätte sie nicht.
Daraufhin hat er ihr noch einen schönen Tag gewünscht und ist gegangen.
Und ich glaube mehr muss man zu dem Thema nicht sagen.
Aber Hauptsache nach jedem Amoklauf fordert wieder irgend so ein Spasti schärfere Waffengesetze.

Zentraldenker hat geschrieben:
Alleine die Jäger MÜSSEN neben ihren Langwaffen auch Kurzwaffen besitzen, weil sie gesetzlich verpflichtet sind, fremden Zugriff auf ihre Gewehre zu verhindern und ihre Langwaffen notfalls verteidigen zu müssen.

Das allerdings ist - und ich hätte nie gedacht, dass sich das mal zu dir sagen muss, Zentraldenker - grober Unfug. Im Gegenteil ist der Besitz von Faustfeuerwaffen für Jäger inzwischen stark eingeschränkt, weil sie daran i.d.R. kein berufsmäßiges Bedürfnis nachweisen können. Dazu kommt noch, dass Waffen und Munition ja ohnehin immer getrennt lagern müssen. Du kannst also, im Fall eines versuchten Diebstahls, nicht "mal eben" deinen geladenen Revolver aus dem Nachttischchen nehmen (weder darf er geladen noch in deinem Nachttisch sein). Und schon gar nicht dürftest du damit auf einen Menschen schießen, der deine (natürlich ebenfalls ungeladenen) Langwaffen klauen will.
Und allein schon durch den Wegfall dieses Szenarios erklären sich eine ganze Menge Schusswaffen-Tote, die wir in Deutschland eben nicht haben.

Zentraldenker hat geschrieben:
Ich wiederhole es: Der Mangel an Ausbildung und Disziplin im Umgang mit Waffen ist ein Problem, doch dafür GIBT es hinreichende Gesetze. Hindert aber dennoch keinen Gewalttäter daran, sich eine Waffe zu verschaffen und Leute zu erschießen.

Und ich wiederhole: Es ist ein Problem, wie lax das Waffengesetz in vielen Bereichen kontrolliert wird. Dass dadurch aber kein Gewalttäter im Geringsten behindert wird, halte ich für eine seeehr gewagte These.

Zentraldenker hat geschrieben:
Nicht die Waffen töten, sondern die Menschen, die abdrücken. Wer was anderes behauptet, denkt vermutlich auch, dass Kugelschreiber falsche Wörter schreiben.

Ein extrem schmalspuriges Argument. Wenn ich keinen Kugelschreiber habe, schreibe ich überhaupt keine Wörter, weder richtige noch falsche.
Eine Schußwaffe im Affekt zu verwenden, weil ich mich bedroht fühle oder in Rage, fällt auch extrem viel schwerer, wenn ich gar keine habe. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Und dazu kommt noch was ganz anderes, was Vertreter dieses "Menschen töten, nicht Waffen"-Mantras grundsätzlich außer acht lassen: Ich habe doch auch ein ganz anderes Verhältnis zur Schusswaffe, wenn ich die täglich auf dem Küchentisch liegen habe. Wenn ich im Alltag mit einer Selbstladepistole genauso selbstverständlich hantiere wie mit einem Brotmesser, schwindet damit auch meine Hemmschwelle, sie zu benutzen - gerechtfertigter- oder ungerechtfertigterweise.

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Lieutenant Colonel Tempest
Any society that would give up a little liberty to gain a little security will deserve neither and lose both. - B.Franklin


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BeitragVerfasst: Mo, 31. Aug 2015, 16:11 
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Wohnort: Sind wir bald am Arsch der Welt?
Tempest hat geschrieben:
Zentraldenker hat geschrieben:
Es hält ja auch keinen Bankräuber davon ab, mit einer (in der Regel auf einfachste Weise im Bahnhofsviertel beschafften illegalen) Waffe eine Bank zu überfallen, obwohl das (Oh SchrecK!) verboten ist.

Das, allerdings, ist trotzdem ein Milchmädchen-Argument. Wären die Schusswaffen legal und beliebig an jeder Ecke erhältlich, gäbe es natürlich auch mehr Gewaltdelikte mit Schusswaffen. Einfach weil die Zugangs- und Hemmschwelle niedriger wäre.


Ich sprach nie von legal und beliebig an jeder Ecke, sondern im Rahmen vernünftiger Gesetze, die ich auch in den USA für sinnvoll halte (und dies es in bestimmten Staaten durchaus auch gibt). Ja, die Zugangs- und Hemmschwelle mag niedriger sein. Dennoch gibt es hier nicht unbedingt weniger Überfälle, nur weil der Zugang zu legalen Waffen schwieriger ist, denn - und das wird gerne vergessen - die meisten Überfälle in den USA werden natürlich ebenfalls mit illegalen Schusswaffen verübt. Die wenigsten Straftäter verwenden dazu legal erworbene (und in der Regel dann auch auf sie registrierte) Waffen. Interessant hierzu ist beispielsweise, dass Städte wie Chicago oder New York sehr restriktive Waffengesetze haben die zum Teil in nichts den deutschen Regeln nachstehen. Chicago hat dennoch eine der höchsten Kriminalitätsraten und in New York gibt es regelmäßig diese "spektakulären" Waffenvorfälle mit Amokläufern - die aber eben auch nicht durch die Gesetze verhindert werden können. Und darum ging es hier eigentlich: Dass ein Vorfall wie die Ermordung der Journalistin und des Kameramanns pauschal zum Bashing der Waffenbesitzer benutzt wird. Dieser Hirni hätte (unabhängig von jeder Hemmschwelle) in jedem Fall sein Statement setzen wollen. Spielt es eine Rolle, ob er die Frau erschießt oder ihr ein Messer in den Hals steckt?

Übrigens, jetzt kommt normalerweise der Hinweis, dass die Kriminalitätsrate in New York lange nicht mehr so schlimm ist wie früher, was auch stimmt. Aber das liegt eher an der Null-Toleranz-Politik gegen Gesetzesverstöße der 90er. Amokläufer KANN man nicht damit abschrecken oder aufhalten. Zumal die fast immer auch suizidal sind - während man einen Bankräuber evtl. noch mit einer hohen Gefängnisstrafe abschrecken kann, sind die Konsequenzen den Selbstmordtätern stets egal - was sollen die auch fürchten? Die Todesstrafe?

Natürlich kann man jetzt auch sagen - wenn es in Chicago schwierig ist, an (legale) Waffen zu kommen (an illegale Waffen zu kommen ist nämlich nicht schwierig), dann kaufen sie sie eben in einem benachbarten Bundesstaat. Das ist hier aber auch nicht schwieriger, denn man konnte bis vor nicht allzu langer Zeit in Belgien (auch als Deutscher) problemlos scharfe Waffen erwerben (das Schmuggeln über die Grenze ist auch nicht schwieriger als das Gras aus Holland zu transportieren). Obwohl die Gesetze dort inzwischen ebenfalls etwas verschärft wurden, ist es nach wie vor keine unmögliche Hürde, zumal dort der Schwarzmarkt ebenfalls Waffen verfügbar macht. Da sehe ich also keinen großen Unterschied. Es bleibt die Feststellung: Wer ein Verbrechen verüben will, bei dem er solche Waffen benötigt, kann er sie sich verschaffen - unter Umgehung aller Gesetze und ohne riesigen Aufwand. Das gilt auch für jede größere Deutsche Stadt mit einem einschlägigen Bahnhofsviertel. Waffen sind wie Drogen allerorten verfügbar, wenn man ein bisschen danach sucht. Ganz derb war es vor 20 Jahren, als die Russen ihre Truppen aus der Ex-DDR abzogen. Da wurde man an jeder Raststätte angesprochen, ob man nicht für 400 Mark ne Kalaschnikov haben möchte. Klar, das war ne Ausnahmesituation, aber die Dinger wurden durchaus gekauft und sind ja immer noch in den Händen irgendwelcher Bürger, die sich einen Dreck um Waffengesetze scheren. Und so, wie über die Ostgrenzen Zigaretten, Menschen und sonstige Dinge geschmuggelt werden, gilt das natürlich auch für Waffen.


Zitat:
100%ige Zustimmung dazu, dass bei Amokläufen die eigentlichen Ursachen und Auslöser grundsätzlich schön unter den Teppich gekehrt werden. Weil man sonst nämlich zugeben müsste, dass man vor so etwas nie absolut sicher sein kann. Übrigens genausowenig wie vor terroristischen Angriffen.
Dennoch, gleicher relativierender Punkt wie oben: Grundsätzlich sind Waffengesetze schon OK. Klar kann man immer auch Messer, Benzinkanister, Pfeile oder Vorderlader verwenden. Der angerichtete Schaden dürfte aber in der Regel geringer sein.


Ich hab ja auch kein Problem mit Waffengesetzen. Ich persönlich finde es bedenklich, unausgebildete Zivilisten an Waffen zu lassen. Ich sage nur, dass man das Problem Amoklauf eben nicht (und nirgendwo) mit Waffengesetzen löst. Oder mit dem Verbot von Ego-Shootern. Ging ja schon so weit, dass Paintball verboten werden sollte, was ja dann glücklicherweise wieder revidiert wurde.


Zitat:
Was stimmt ist, dass die diesbezügliche "Bedrohungslage" in USA und D nicht vergleichbar ist, einfach wegen der Weite des Landes und der geringen Einwohnerdichte in manchen Gegenden.
Was dabei aber gern vergessen wird: Auch die Kriminellen wären durch Waffengesetze eingeschränkt. Das ewige Argument, dass die "bad boys" auf jeden Fall immer an eine Waffe kommen, ist zwar nicht grundsätzlich falsch. Das setzt aber eine kriminelle Energie voraus, die eben nicht nötig ist, wenn die Waffen frei erhältlich sind. Siehe oben.


Wo wären sie denn eingeschränkt? Nochmal: Die meisten Verbrechen in den USA werden eben nicht mit legalen Waffen verübt, aus naheliegenden Gründen. In der Regel verwendet ein Verbrecher als Fluchtfahrzeug ebenfalls ein gestohlenes Fahrzeug und keines, das auf ihn registriert ist. Jetzt magst Du sagen, dass es leichter ist, sich eine Waffe zu klauen, wenn mehr Haushalte eine haben, aber da sind wir wieder beim Thema "vorschriftsmäßige Lagerung". Wer sich daran hält, dem klaut auch keiner mal eben die Waffe. Zumal die Leute, die Waffen besitzen, sich meist auch nicht so einfach beklauen lassen.


Zitat:
Zentraldenker hat geschrieben:
Was ich übertrieben fände wäre der Zugriff auf automatische Waffen - aber das ist auch in den USA schon lange verboten.

Ja? In allen Staaten? Das wäre mir neu.


1994 verabschiedete der Kongress eine bundesweite Regelung zum Thema vollautomatische Waffen. Es gab Übergangsfristen sowie einen Bestandsschutz für bestimmte Waffen in manchen Staaten, aber der Neukauf vollautomatischer Waffen ist seitdem legal nicht mehr oder nur mit sehr großen Auflagen (z.B. für Sicherheitsfirmen) möglich. Was weiter verkauft werden darf, sind die sogenannten "Assault Weapons", aber eben nur in der halbautomatischen Version. Das finde ich auch sinnvoll - vollautomatische Waffen haben in Zivilistenhand nichts zu suchen.


Zitat:
Wer meint, in Deutschland sei der Zugang zu scharfen Waffen "überhaupt kein Problem", hat zuviel Tatort geschaut.


Ist alles relativ und hängt von der Motivationslage ab. Wenn jemand bereit ist, die Konsequenzen zu tragen und die Waffe tatsächlich haben will, kann er die durchaus kurzfristig in jeder Großstadt kaufen. Geh mal nach Frankfurt, Berlin, Hamburg und hör dich um - klar ist das risikobehaftet, aber WENN Du wirklich eine haben willst, dann ist das - relativ gesehen - problemlos möglich. Dabei gehe ich davon aus, dass es sich um Leute handelt, die diese Waffe auch benutzen wollen und denen die sonstigen Konsequenzen und Risiken egal sind. Wie eben einen Amokläufer.


Zitat:
Mir kam es auch schon immer völlig widersinnig vor, junge Männer an der Waffe auszubilden, damit sie zur Landesverteidigung eingesetzt werden können und im Ernstfall schön ihren Kopf hinhalten dürfen - aber ihnen anschließend zu verbieten, privat auf dem Schießstand mit eigener Waffe einen scharfen Schuss abzugeben.
Es wäre auch prinzipiell gar kein Problem, das zu erlauben - man müsste dann bloß ab und zu mal kontrollieren, dass damit kein Schindluder getrieben wird. Und da kommt wieder das Problem ins Spiel, dass das Geld kosten würde.


In der Schweiz gab es damit auch stets relativ wenig Probleme (obwohl es auch da Fälle gibt, wo jemand mit solchen Militärwaffen in Privatbesitz auf Achse ging). Das liegt halt auch daran, dass die Leute an den Waffen ausgebildet sind und jeder (oder zumindest ein großer Teil der Bevölkerung) über die gleichen Kenntnisse verfügt. Das bedeutet, dass man auch weniger dazu neigt, die durchaus strengen Gesetze zu verletzen. Zumal bei den Militärwaffen als Reservistenbesitz natürlich hinzukommt, dass man ggf. dem Militärrecht unterliegt und da ganz andere disziplinarische Strafen drohen als im Falle reiner Zivilisten. Nur: Die Verfügbarkeit an Kriegswaffen ist wohl kaum irgendwo so hoch wie in der Schweiz (sieht man von failed states einmal ab) - dennoch werden sie kaum missbraucht. Die klare Regulierung (und nicht planlose Verbote) machen den Unterschied.


Zitat:
Genauso unsinnig ist es, die aus den Statistiken ganz klar sichtbare Tendenz zu verleugnen. Wo Waffen frei verfügbar sind, werden sie natürlich auch mehr ge- und miss-braucht, und mehr Unfälle gibts dann natürlich auch. Ich glaube, das bedarf überhaupt keiner Diskussion.


Ja, das mag sein - ändert aber eben nichts daran, dass der Zusammenhang verfügbarer Waffen mit Amokläufen (und darum ging es nun mal ursächlich) nicht gegeben ist. Die finden eben nicht "aus Gelegenheit" statt, sondern weil die Leute eine durchgebrannte Sicherung haben.

Zitat:
Zentraldenker hat geschrieben:
... und (hoffentlich) in vorschriftsmäßigen Waffenschränken.

Das stimmt auch, nur kontrolliert das niemals jemand.


Das kommt aufs Bundesland an. Ich kenne einige Waffenbesitzer, die inzwischen mehrfach von Ordnungsamt (oder wer auch immer gerade zuständig ist) kontrolliert wurden und werden. Stichproben (wegen der von Dir angesprochenen Personalknappheit) zwar, aber immerhin. Trotzdem Blödsinn, da der überwiegende Teil der legalen Waffenbesitzer eben auch vorschriftsmäßig damit umgeht. Wäre so, als würde man stichprobenartig bei Führerscheininhabern klingeln und einen Alkoholtest machen. Sie könnten ja besoffen fahren.

Zitat:
Zentraldenker hat geschrieben:
Alleine die Jäger MÜSSEN neben ihren Langwaffen auch Kurzwaffen besitzen, weil sie gesetzlich verpflichtet sind, fremden Zugriff auf ihre Gewehre zu verhindern und ihre Langwaffen notfalls verteidigen zu müssen.

Das allerdings ist - und ich hätte nie gedacht, dass sich das mal zu dir sagen muss, Zentraldenker - grober Unfug. Im Gegenteil ist der Besitz von Faustfeuerwaffen für Jäger inzwischen stark eingeschränkt, weil sie daran i.d.R. kein berufsmäßiges Bedürfnis nachweisen können. Dazu kommt noch, dass Waffen und Munition ja ohnehin immer getrennt lagern müssen. Du kannst also, im Fall eines versuchten Diebstahls, nicht "mal eben" deinen geladenen Revolver aus dem Nachttischchen nehmen (weder darf er geladen noch in deinem Nachttisch sein). Und schon gar nicht dürftest du damit auf einen Menschen schießen, der deine (natürlich ebenfalls ungeladenen) Langwaffen klauen will.
Und allein schon durch den Wegfall dieses Szenarios erklären sich eine ganze Menge Schusswaffen-Tote, die wir in Deutschland eben nicht haben.


Okay, dann präzisiere ich das mal - mag sein, dass das "MUSS" in dem Zusammenhang inzwischen nicht mehr gilt, ich kenne das von Jägern anders. Allerdings unterliegst du auch einem Irrtum: Die Waffen müssen zwar von der Munition getrennt lagern, aber gerade bei Jägern ist das nicht das entscheidende Szenario. Ich bezog mich insbesondere bei den Jägern auf den Einsatz während der Jagd (und was so dazugehört). Jäger sind nämlich durchaus befugt, bei Fahrten zu ihren Jagdeinsätzen ihre Waffen zu "führen" (und nicht nur zu transportieren, was wiederum Trennung von Munition und Waffe sowie Zugriffssicherheit bedingt), sofern die Fahrt in Zusammenhang mit einer Jagdausübung gehört. Wenn in einem solchen Szenario jemand die - einsatz- und ggf. sogar zugriffsbereiten - Waffen an sich bringen möchte, dann kann der Jäger das im Zweifel nur mit einer Kurzwaffe verhindern. Und da ist das Notwehrrecht dann auch auf seiner Seite - ich muss mich nicht mit der eigenen Langwaffe von einem umbringen lassen. Ich spreche hier ausdrücklich nicht von Einbrüchen beim Jäger daheim - da hat er die Dinger natürlich zugriffssicher und munitionsgetrennt zu lagern. Insofern: Hätte ich detaillierter ausführen sollen.

Zitat:
Zentraldenker hat geschrieben:
Ich wiederhole es: Der Mangel an Ausbildung und Disziplin im Umgang mit Waffen ist ein Problem, doch dafür GIBT es hinreichende Gesetze. Hindert aber dennoch keinen Gewalttäter daran, sich eine Waffe zu verschaffen und Leute zu erschießen.

Und ich wiederhole: Es ist ein Problem, wie lax das Waffengesetz in vielen Bereichen kontrolliert wird. Dass dadurch aber kein Gewalttäter im Geringsten behindert wird, halte ich für eine seeehr gewagte These.


Gewalttäter, die jemanden erschießen möchten, lassen sich davon nicht aufhalten und behindern. Dabei bleibe ich. Ungeachtet dessen stimme ich Dir zu, dass die Kontrollen durchaus schärfter sein müssten - damit verhindert man aber trotzdem keinen einzigen Amoklauf.


Zitat:
Ein extrem schmalspuriges Argument. Wenn ich keinen Kugelschreiber habe, schreibe ich überhaupt keine Wörter, weder richtige noch falsche.


Wenn du unbedingt schreiben willst, besorgst du dir einen Kugelschreiber.

Zitat:
Eine Schußwaffe im Affekt zu verwenden, weil ich mich bedroht fühle oder in Rage, fällt auch extrem viel schwerer, wenn ich gar keine habe. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Richtig, aber Affekthandlungen lassen sich durch Drill und Ausbildung vermeiden. Da sind wir wieder beim Thema unzureichende Ausbildung von Zivilisten. Das gilt aber auch für andere Gegenstände. Wenn einer im Affekt handelt, dann greift er sich, was verfügbar ist. Einen Hammer, eine Bratpfanne oder eben auch einen Revolver.

Zitat:
Und dazu kommt noch was ganz anderes, was Vertreter dieses "Menschen töten, nicht Waffen"-Mantras grundsätzlich außer acht lassen: Ich habe doch auch ein ganz anderes Verhältnis zur Schusswaffe, wenn ich die täglich auf dem Küchentisch liegen habe. Wenn ich im Alltag mit einer Selbstladepistole genauso selbstverständlich hantiere wie mit einem Brotmesser, schwindet damit auch meine Hemmschwelle, sie zu benutzen - gerechtfertigter- oder ungerechtfertigterweise.


Und gilt das nicht auch für das Brotmesser? Es werden mit einiger Sicherheit mehr Leute in Deutschland bei häuslichen Auseinandersetzungen mit Küchenutensilien oder Werkzeugen verletzt bzw. getötet als mit Schusswaffen. Wenn du einen umbringen oder verletzen willst, weil der dir auf den Zeiger geht, dann greifst du zu dem, was verfügbar ist. Ich sehe da nur keinen qualitativen Unterschied, ob einer seine Alte absticht oder erschießt. Oder Thema Baumärkte: Da werden Dinger wie Baseballschläger verboten, weil sie "gefährliche Waffen" sind, aber ne Axt kann ich jederzeit erwerben. Schlagringe und Messer mit bestimmten Klingenlängen sind verboten, aber im Baumarkt kann ich Hunderte Dinge kaufen, die dafür besser geeignet sind. Die Leute, die sich früher einen Baseballschläger verschafft haben, holen sich jetzt halt ein Tischbein und hauen oben einen Nagel rein, was noch gefährlicher ist. Nochmal: die Verbote hindern keinen Straftäter daran, seine Fantasie spielen zu lassen. Gleichzeitig ändert die leichte Verfügbarkeit an Äxten nichts daran, dass die Zahl der Axtmorde insgesamt relativ gering ausfällt.

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich bin GEGEN freien Waffenverkauf, ich bin GEGEN Waffen in Händen von reinen Zivilisten, die nie den Umgang damit gelernt haben. Aber nicht ein Amoklauf wird dadurch verhindert, dass irgendwelche Waffengesetze verschärft werden. Man kann durchaus argumentieren, dass Bandenkriminalität und sonstige eskalative Waffengebräuche durch strengere Gesetze (und Kontrollen!) bekämpft werden könnte... aber das ist ja nicht das Argument der Waffengegner. Da geht es immer nur um die Spinner, die einen Amoklauf veranstalten. Und auch nur dann, wenn er ne Schusswaffe benutzt hat. Dass man mit Messer und Kanister vermeintlich weniger Schaden anrichten kann, lass ich mal dahingestellt (das hängt immer vom Einzelfall ab - es gibt auch schlechte Schützen). Man sollte halt nur eher die Fragen nach den tatsächlichen Ursachen und Konsequenzen der Amokläufe stellen und nicht glauben, wenn ich dem Typ den Hammer wegnehme, kann er keine Nägel mehr einschlagen.

Was zum Beispiel komischerweise selten thematisiert wird (im Gegensatz zur Gesellschaftskritik an mobbenden Schülern und Computerspielen), ist die mediale Ausschlachtung. Die Typen, die einen solchen Amoklauf inszenieren, wollen andere für irgendwas bestrafen und sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Und was machen die Medien? Genau das. Es wird dann wochen- wenn nicht monatelang rund um die Uhr darüber berichtet und jedem Nachahmer gezeigt, dass er die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt. Ich würde einfach über den Sachverhalt berichten und fertig. Keine Live-Interviews, keine detaillierten Nachstellungen der Tat, gar nichts. Auch keine Veröffentlichung der privaten Daten von Opfern oder Tätern (insbesondere nicht des Täters!), denn das schafft diese Antihelden, die nachgeahmt werden. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass alle großen Amokläufe sich an irgendwelchen Vorbildern orientiert haben. Viele Selbstmörder wollen nur Aufmerksamkeit und andere bestrafen. Von da ist es nur ein kleiner Schritt zu: "Wenn ich schon gehe, nehm ich noch ein paar mit und bekomme meine fünfzehn Minuten Ruhm".

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BeitragVerfasst: Di, 01. Sep 2015, 17:07 
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Ich denk wir sind uns alles in allem ziemlich einig, haben nur insofern aneinander vorbeigeredet, als dass du dich immer spezifisch auf das Amoklauf-Szenario bezogen hast, ich das aber allgemeiner interpretiert habe.

Für jemanden, der geplant Amok laufen will, sind ohnehin fast alle Gesetze egal, da stimme ich dir zu.

(Nach wie vor kaum glauben kann ich, dass ein Jäger auf dem Weg zur Jagd eine geladene Faustfeuerwaffe führen darf. Für sowas bräuchte man normalerweise einen Waffenschein (von Leuten ohne Ahnung gern mit der WBK verwechselt, aber etwas ganz anderes). Waffenscheine sind extremst selten.)

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BeitragVerfasst: Di, 01. Sep 2015, 17:27 
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Also ich weiß nicht, ob das aktuell noch so ist oder ob das evtl. auch je nach Bundesland unterschiedlich geregelt ist / war, aber die Jäger aus Bayern und Hessen, die ich kenne, hatten auch stets (natürlich MIT Schein) ihre Kurzwaffen dabei und durften das auch. Möglich, dass die extra dafür den Schein machen mussten, vielleicht waren das auch noch "Erbrechte", da einige von denen schon ewig und drei Tage Jäger sind bzw. waren. Insofern nehm ich die Aussage "MÜSSEN" natürlich zurück. Ob sie es pauschal auch stets dürfen, müsste man mal in Erfahrung bringen. Sinn würde es jedenfalls machen, zumindest in den Fällen, in denen sie die Langwaffen führen (also auch geladen und zugriffsbereit im Auto transportieren) dürfen.

Ansonsten seh ich auch keine großen Differenzen in unserer Meinung - ich bin nicht gegen Waffenkontrolle (finde den Begriff auch immer unglücklich - man braucht ja auch einen Führerschein und spricht nicht von Autokontrolle). Ich finde es nur daneben, dass nach jedem Amoklauf der legale Zugang zu Waffen behindert werden soll und diese dafür instrumentalisiert werden.

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BeitragVerfasst: Mi, 02. Sep 2015, 09:00 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Also ich weiß nicht, ob das aktuell noch so ist oder ob das evtl. auch je nach Bundesland unterschiedlich geregelt ist / war, aber die Jäger aus Bayern und Hessen, die ich kenne, hatten auch stets (natürlich MIT Schein) ihre Kurzwaffen dabei und durften das auch. Möglich, dass die extra dafür den Schein machen mussten, vielleicht waren das auch noch "Erbrechte", da einige von denen schon ewig und drei Tage Jäger sind bzw. waren. Insofern nehm ich die Aussage "MÜSSEN" natürlich zurück. Ob sie es pauschal auch stets dürfen, müsste man mal in Erfahrung bringen. Sinn würde es jedenfalls machen, zumindest in den Fällen, in denen sie die Langwaffen führen (also auch geladen und zugriffsbereit im Auto transportieren) dürfen.

Von meinem Vater kenne ich das so, dass er Waffen natürlich transportieren darf (z.B. im Kofferraum), aber immer in einem Behältnis (Tasche, Koffer, Etui) und natürlich - bis kurz vorm Einsatz auf dem Schießstand oder im Revier - ungeladen.
Abgesehen vom rein rechtlichen Aspekt frage ich mich sowieso, wieso man eine Waffe jemals in geladenem Zustand transportieren sollte. Das bringt doch nichts und ist nur unnötig gefährlich.

Zentraldenker hat geschrieben:
Ansonsten seh ich auch keine großen Differenzen in unserer Meinung - ich bin nicht gegen Waffenkontrolle (finde den Begriff auch immer unglücklich - man braucht ja auch einen Führerschein und spricht nicht von Autokontrolle). Ich finde es nur daneben, dass nach jedem Amoklauf der legale Zugang zu Waffen behindert werden soll und diese dafür instrumentalisiert werden.

Da stimmen wir in der Tat völlig überein.
Ich halte nur nichts von so Argumenten wie dem Brotmesser-Vergleich. Ich bleibe dabei, dass eine Schusswaffe in einer anderen Gefahrenliga spielt (allein schon wegen der Reichweite). Umgekehrt hätte ich bei einem kompletten Messer-Verzicht in meinem Alltag praktische Einschränkungen und Probleme. Was ich bei Schusswaffenverzicht nicht habe. Denn eine Schusswaffe hat - und das sage ich obwohl ich im Grunde ein Waffen-affiner Mensch bin - keinen praktischen Nutzen (außerhalb der einschlägigen Berufsgruppen).

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BeitragVerfasst: Mi, 02. Sep 2015, 13:26 
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Also wenn es im Zusammenhang mit Ausübung der Jagdpflichten fällt, ist das FÜHREN der Waffe (und nicht nur das reine Transportieren, das sind zwei unterschiedliche Begriffe) auch zugriffsbereit (aber nicht SCHUSSbereit) erlaubt - z.B. wenn der Jäger im Revier von A nach B fährt oder zu einem Wildwechselunfall fährt etc. Dann darf sie allerdings nicht schussbereit sein. Er darf dann aber beispielsweise die Waffe ohne Umhüllung oder Transportbehälter im Fahrgastraum haben und die Munition in der Tasche stecken haben. Die Fahrt zum Waffenladen oder zum Schießstand fallen nicht darunter, das war früher allerdings auch mal anders. Hier muss die Waffe dann transportiert werden, also zugriffsgesichert im geeigneten Transportbehältnis. Das darf aber im Prinzip jeder.

Zugriffsbereit wäre auch eine Kurzwaffe im Holster. Die ist solange nicht schussbereit, wie sich keine Munition in der Waffe befindet (also im Revolver in der Trommel, bei einer Halbautomatischen fertig geladen - ich gehe davon aus, dass sie nicht durchgeladen dann bereits im Magazin sein darf, da bin ich aber jetzt nicht sicher - schussbereit ist sie jedenfalls dann noch nicht).

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BeitragVerfasst: Mi, 02. Sep 2015, 13:58 
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Zentraldenker hat geschrieben:
Also wenn es im Zusammenhang mit Ausübung der Jagdpflichten fällt, ist das FÜHREN der Waffe (und nicht nur das reine Transportieren, das sind zwei unterschiedliche Begriffe) auch zugriffsbereit (aber nicht SCHUSSbereit) erlaubt - z.B. wenn der Jäger im Revier von A nach B fährt oder zu einem Wildwechselunfall fährt etc. Dann darf sie allerdings nicht schussbereit sein. Er darf dann aber beispielsweise die Waffe ohne Umhüllung oder Transportbehälter im Fahrgastraum haben und die Munition in der Tasche stecken haben. Die Fahrt zum Waffenladen oder zum Schießstand fallen nicht darunter, das war früher allerdings auch mal anders.

Und auch nicht die Fahrt von zuhause ins Revier. An die hatte ich jetzt gedacht. Bei Fahrten innerhalb des Reviers ist das natürlich was anderes.

An solchen Diskussionen sieht man schon, dass das Gesetz zu kompliziert ist. :)

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BeitragVerfasst: Mi, 02. Sep 2015, 17:05 
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Tempest hat geschrieben:
Und auch nicht die Fahrt von zuhause ins Revier.



Nur, wenn die Frau daheim mit dem Nudelholz hantiert... :lol:

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