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 Betreff des Beitrags: Osterfantreff 2017
BeitragVerfasst: Mo, 27. Mär 2017, 18:24 
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Vom 13.-18. April 2017 (also traditionell wieder von Gründonnerstag bis einschließlich der Dienstag nach Ostern) findet wieder der "Osterfantreff", oder auch Science Fiction Fantreff in Fremdingen-Schopflohe statt. Mein hauseigener Sithlord und ich werden von Gründonnerstagabend bis Ostermontagmittag mit von der Partie sein und freuen uns schon sehr auf dieses familiäre Fantreffen. Wenn alles gut läuft, gibt es wieder einen Bericht !

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 Betreff des Beitrags: Osterfantreff 2017 - Eventbericht
BeitragVerfasst: So, 23. Apr 2017, 19:02 
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Und hier ist er, mein Eventbericht. Viel Spaß beim Lesen. Wer sich eventuell daran stößt, die genannten Leute ja alle nicht zu kennen, dagegen gibt es ein einfaches Gegenmittel: Nächstes Jahr kommen !

"Osterfantreff" oder "Science Fiction Fantreff" in Fremdingen-Schopflohe vom 13.-17. April 2017

Donnerstag, 13. April – Chewie, wir sind zu Hause !
Ups, war nicht vorige Woche noch Weihnachten ? Die Zeit rast… und einmal mehr stand der OFT, oder unter „offiziellem“ Namen, „Science Fiction – Fantreff“ vor der Tür. Und ich war NICHT krank ! Kein Schnupfen, kein Husten, kein Sonstwas. Juhuu !
Wir hatten schon am Vorabend unseren Sith-Infiltrator (JAWOHL ER HIESS SCIMITAR, ICH GEBE ZU ICH WUSSTE ES NICHT) beladen und konnten uns am Gründonnerstagmittag bereits gegen 13 Uhr auf den Weg machen. Das Wetter ließ sich noch (wohlgemerkt: noch) einigermaßen frühlingshaft an, und im Gegensatz zu den vergangenen Jahren war auf der Straße gar nicht so viel los wie sonst, nicht einmal auf dem mit Ampelkreuzungen gespickten Abschnitt der B29 zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen. Was dazu führte, dass wir fast auf die Minute genau um Viertel vor vier am Schauplatz des Geschehens, unserem geliebten und mit neuen Fenstern und Türen versehenen Conhaus, eintrafen. Einige waren schon da, und die Begrüßungen mischten sich mit Ausladen, Zimmerbezug und Betten beziehen. Wir, also Maik und ich, teilten uns wieder das berühmt-berüchtigte Zimmer 6 mit Andrea K., Susanne, Moe und Nicki (letztere traf einen Tag später ein).
Jetzt hieß es, erst einmal ein Bierchen aufmachen, sich von der Anreise erholen und mit all jenen Leuten klönen, die man nur dieses eine Mal im Jahr sieht. Ulli hatte ein Pelota-Set mitgebracht; damit wurde zunächst im Lichthof gespielt (ein Spieler stand oben auf der Galerie, einer unten), später dann noch im Freien. Dabei konnte man sich so richtig Appetit aufs Abendessen machen !
Mittlerweile hatte sich das bewährte Küchenteam rund um Michael, Petra, Kirsten, Rebecca und Biggi zusammengetan, um selbiges vorzubereiten. Es wurde ein riesiger Topf Chili con Carne gekocht, den es später dann mit Sour Cream, Baguette und Nachos zu futtern gab. Einfach lecker ! Als Nachtisch konnten wir uns dann Berge von phantastischem Erdbeerkuchen einverleiben.

Und dann war es auch schon Zeit für die Opening Ceremony. Zum Einstieg gab es ein paar lustige Trailer zu sehen (u.a. den für Guardians of the Galaxy 2), und die üblichen Conregeln wurden kurz und schmerzlos abgehandelt, da wir mit Kevin und Yannik nur zwei Neuzugänge hatten. Es folgte die Präsentation von Maiks Fotocomic „Der Zeitschlumpf“, welcher aus der Kostüm-Fotosession vom letzten Jahr entstanden war, sowie seine Sammlung witzigen Bildmaterials unter dem Titel „The Star Wars Experience“. Danach führte Vader uns eine tolle Dokumentation über die Dreharbeiten zu Episode V vor, die sehr sehenswert war und bestimmt ein wertvolles Dokument im Fandom darstellt. Zum Abschluss der Opening gab es einmal mehr etwas herrlich Trashiges zu sehen: nämlich den Pilotfilm zur nie gezeigten britischen TV-Serie „Solarnauts“ von 1967. Nachdem wir den gesehen hatten, verstanden wir, warum die Serie nie gesendet wurde. Gegen dieses „Meisterwerk“ sind die Special Effects von „Raumpatrouille Orion“ (remember the Bügeleisen) absolute ILM-Oberklasse, und gegen die mit Sexismus und Klischees vollgestopfte Handlung wirkt „Star Crash“ im Vergleich wie ein Opus à la mindestens „2001“.

Als besonderes Schmankerl wurde doch tatsächlich schon die zweite Ausgabe des vor kurzem ins Leben gerufenen Fanzines verteilt. Wieder echt super, und das sage ich nicht wegen meiner dort abgedruckten „Rogue One“ – Rezension. Ein cooler Blick auf eine über zehn Jahre zurückliegende Ostercon, ein Bericht über einen Walking Act in Frankfurt, eine fiese Kurzgeschichte, tolle Fan Art von unserem Con-Urgestein Siggi (Jaxxon lebt !). Ein großes Lob an unseren Darth Pasty für diese neue Ausgabe, mit der nun wirklich keiner gerechnet hat ! Ich zumindest dachte, die zweite Ausgabe gibt’s so in etwa ein Jahr nach der ersten.

Allzuviel habe ich nach der Opening nicht mehr auf die Beine gestellt. Für mich lag der Schwerpunkt einmal mehr auf angeregter Unterhaltung mit diversen Mitstreitern; andere haben sicher noch Spiele gemacht oder was geguckt. Da möchte ich noch in den Raum stellen, dass sich bitte niemand „unterrepräsentiert“ fühlen soll. Der Conbericht ist natürlich auch immer nur eine Wiedergabe von dem, was ich selbst erlebt habe; und wenn ich in der einen oder anderen Spiele- oder Diskussionsrunde, beim Filmegucken oder Sing Star- bzw. Lego Rock Band – Spielen nicht dabei war, dann bedeutet das nicht, dass ich das absichtlich unter den Tisch fallen lasse, sondern halt nur über das berichten kann, was ich selber zusammen mit Maik mitgemacht habe.
Und genau das ist das, was ich am OFT so liebe. Jeder kann machen, was er will. Es gibt zwar ein lockeres Rahmenprogramm, aber keinen Zwang. Und vor allem ist man mal vier Tage am Stück mit normalen Leuten zusammen ! Für mich sind das hier die „normalen Menschen“, was mich tagtäglich im Alltag und vor allem am Arbeitsplatz so umgibt, löst bei mir eher Brechreiz aus.

Freitag, 14. April – Dantooine ! Sie sind auf Dantooine !
Nachdem wir eine Mütze Schlaf in dem netterweise angenehm geheizten Conhaus abbekommen hatten, waren wir wieder fit, und das Frühstück schmeckte. Besonderes Schmankerl: Moe, seines Zeichens gelernter Metzger, hatte selbstgemachten BB8-Aufschnitt mitgebracht. Die Wurstscheiben waren mit verschiedenen Substanzen (z.B. Curcuma) unterschiedlich eingefärbt, und den zentralen Ball-Rumpf des kleinen Droiden stellte eine Scheibe eines hartgekochten Eis dar. Coole Idee !

Frisch gestärkt nahmen wir dann gemeinsam mit Phil, Andrea, Siggi, Beat und Struppi das Pen-and-Paper-Rollenspiel „Zeitalter der Rebellion“ in Angriff, dessen Einstiegsabenteuer wir durchspielten. Es galt auf Onderon in einen imperialen Horchposten einzudringen, die dort postierte Fähre flugunfähig zu machen, den Kommandanten an der Flucht zu hindern und gefangenzunehmen. Unsere Fähigkeiten waren gut verteilt: Phil führte als Spielleiter durchs Programm, Andrea führte unser Angriffsteam als bothanischer Commander an, ich konnte als (menschliche) Diplomatin so manches Mal mit Täuschung und flotten Sprüchen die Wachen beeindrucken, Maik konnte uns als Mon Cal – Ingenieur uns so manche Tür öffnen und Codes beschaffen, Siggi konnte als Duros-Spion auftrumpfen, Beat half uns als (menschlicher) Soldat mit ordentlich Feuerkraft aus der Patsche und Struppi als (menschliche) Pilotin schloss sich mir als vermeintliches Fähren-Inspektionsteam an. Nach einer wilden Verfolgungsjagd auf Speederbikes und sogar mit AT-STs gelang es uns schließlich, unsere Mission zu erfüllen. So schnell können dreieinhalb Stunden ins Land gehen !

Da das Wetter auch heute noch weiterhin einigermaßen frühlingshaft blieb, zog es uns natürlich hinaus in den Garten voller blühender Bäume zum Luftschnappen und sportlicher Betätigung. Ulli hatte wieder sein You-Fo mitgebracht; und nachdem wir fast eine Stunde lang abwechselnd mit Christian You-Fo gespielt hatten, bis der Muskelkater kam, machten wir noch eine Weile mit Pelota weiter. Natürlich gelang es jemandem, beim You-Fo den Ring in einen Baum zu schießen. Den bekamen wir zwar schnell wieder, aber als dann der Pelota-Ball ebenfalls in den Zweigen eines Baums verschwand, sahen wir erst mal alt aus. Zum Glück hat Yannik eine gute Wurfhand; er schaffte es, den Pelota-Ball mit Hilfe des You-Fo-Rings wieder herunterzubugsieren. (Ich möchte mir jetzt nicht ausmalen, was gewesen wäre, wenn der Ring neben dem Ball steckengeblieben wäre… Ist eigentlich das Feuerwehr-Gerätehaus gegenüber verschlossen ? Kann man da eine große Leiter holen ?)

Zum Abendessen ging es heute erfreulicherweise einmal wieder zum klassischen „Karfreitagsschnitzel“ in die Oettinger „Post“. Ich bin sehr dafür, dieses Restaurant beizubehalten. Die Gaststätte drüben in Raustetten war auch nicht schlecht, aber einem Vergleich mit der „Post“ hält sie nicht stand. Das Essen war köstlich und ebenso das Oettinger Bier aus der Brauerei mehr oder weniger gleich nebenan.
Trotzdem konnten wir es kaum erwarten, zurück ins Conhaus zu kommen, denn zwischenzeitlich war auf der parallel laufenden Star Wars Celebration in Orlando der erste offizielle Trailer zu Episode VIII gezeigt und per Livestream übertragen worden. Natürlich versicherten alle im Restaurant Anwesenden hoch und heilig, den Trailer nicht schon heimlich während des Essens auf dem Handy geguckt zu haben… ich glaube, der Prozentsatz derer, die die Wahrheit sagten, war verschwindend gering. Gemeinsam schauten wir ihn uns nach unserer Rückkehr an. Einmal. Zweimal. Dreimal. Viermal. Ähem. Es ist ein Teaser und zeigt daher natürlich nicht viel. Aber die Bilder, die man sieht, machen neugierig und scheinen auf jeden Fall eine düsterere Story zu versprechen als es Episode VII war. Na denn !

Nach dem Trailergucken spielten wir im Kaminzimmer eine Weile das witzige Kartenspiel „Cards Against Humanity“, das Moe mitgebracht hatte. Alle Mitspieler ziehen 10 weiße Karten; einer eine schwarze. Auf den schwarzen Karten steht eine Frage oder Behauptung oder der Beginn eines Satzes (z.B. „Zu einem romantischen Candlelight-Dinner gehört unbedingt…“). Diese wird vorgelesen, und alle anderen wählen aus ihren Antworten die ihrer Meinung nach passendste aus und lesen diese vor. Der Mitspieler, der die schwarze Karte vorgelesen hat, wählt nun seinerseits aus den vorgelesenen Entgegnungen diejenige aus, die ihm am besten gefallen hat; und somit ist als nächstes der Mitspieler, der die entsprechende Antwort gegeben hatte, dran mit der nächsten schwarzen Karte. Man kann sich vorstellen, dass das ein ziemliches Hallo verursacht; vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass die jeweiligen Antworten natürlich höchst albern und in vielen Fällen auch ziemlich eklig und/oder nicht jugendfrei sind. Körpergeräusche und Körperteile kommen sehr oft vor ! Das Fieseste ist aber, dass wir die englische Version spielten, was mit so manchen Slangausdrücken ziemlich für Verwirrung sorgte. So musste einige Male ein Online-Wörterbuch zu Rate gezogen werden. Auf jeden Fall haben wir alle eine neue Vokabel in bezug auf Körperhygiene gelernt !

Als krönender Abschluss stand dann das berühmte Werwolfspiel auf dem Programm, und einmal mehr schlichen die Ungeheuer durch das kleine Dorf in Düsterwald. Hm, ich war auch einer von denen !

Samstag, 15. April – Sie müssen genau diesen Graben bis zum Ende durchfliegen !
Auch heute konnten wir wieder schön ausschlafen. Auf vielfachen Wunsch spielten wir am Vormittag mit Phil und Andrea unser „Sith Holocron“ – Tabletop, das Maik vor gut zwei Jahren selbst erfunden hatte. Auch hier brachten wir mehrere Stunden mit dem Versuch zu, als Sith-Schüler das gesuchte Holocron an uns zu reißen, ohne von den immer stärker werdenden Feinden vernichtet oder von den in unregelmäßigen Abständen von oben herunterdonnernden neuen Leveln zermatscht zu werden.
Die Zeit verging so rasch, dass wir das Spiel für später unterbrechen mussten (in der kurzen Pause vor dem Briefing reichte es gerade mal noch für zwei Partien Uno mit Siggi), denn nun kam der Conmarsch auf die Reihe. Als traditionelle Schnitzeljagd oder Geländespiel hatte der letzte vor drei Jahren stattgefunden, doch nun hatte Ulli sich etwas ausgedacht. Schon seit Beginn der Con waren ausgewählte Streckenposten – darunter meine bessere Hälfte – damit beschäftigt, sich Quizfragen auszudenken; und wie gestern schon war das Wetter nicht so übel, so dass wir zum ersten Mal seit längerer Zeit (zumindest vor unserer ersten Conteilnahme) den Conmarsch auch tatsächlich im Freien durchführen konnten. Es wehte zwar ein kräftiger Wind, aber es war mild, und Regen war (vorerst) nicht in Sicht.

Die sechs Streckenposten wurden auf den Weg geschickt, und nicht lange danach brachen die vier Teams zeitversetzt auf – Team 1 um 14 Uhr, Team 2 (bestehend aus Phil, Andrea, mir, Schila, Susi und Siggi) um 14.20 Uhr, Team 3 um 14.40 Uhr und Team 4 um 15 Uhr. Das Spiel stand unter dem Motto „Guardians of the Galaxy“, treffend umbenannt in „Guardians of Schopflohe“. Baby Groot war verschwunden ! Und die Teams traten nun in der Suche nach ihm gegeneinander an. Jedes Team hatte unterwegs teils gleiche, teils verschiedene Aufgaben zu lösen, um sein Ziel zu erreichen:

Identische Aufgaben für alle Teams waren:
• Der Nachbau von Baby Groot aus unterwegs gefundenen Naturmaterialien (Zweige, Äste, Moos, Gras etc.) – hierfür wurde netterweise sogar ein kleiner Topf zur Verfügung gestellt. Hier musste man seiner Kreativität, aber auch handwerklicher Geschicklichkeit freien Lauf lassen.
• Das Herbeipfeifen von Yondus Pfeil
• Der Dance Battle auf einen Song aus dem GOTG-Soundtrack
• Und last but not least die Dokumentation des ganzen Marschs mit Fotos und/oder Videos.

Unterschiedliche Aufgaben der Teams, ebenfalls unterwegs zu erledigen:
• Verfassen eines Liebesgedichts an Gamora
• Lösen eines Sudoku (das war unseres; heißer Dank an Susi, für die Dinger bin ich einfach zu blöd)
• Zusammenbau eines Lego-Starfighters
• Vorführen einer You-Fo - Demonstration

Unser Team 2 marschierte also nach einigen einführenden Worten Punkt 14.20 Uhr los, um auf der Anhöhe kurz hinter den Glascontainern auf den ersten Streckenposten, bestehend aus Andrea K. und Christian, zu treffen. Andrea stellte Yondu dar, dessen Pfeil davongeflogen war, und nun Christian deswegen bedrohte. Um dessen Leben zu retten, mussten vier der sechs Teammitglieder nun Melodien (z.B. Imperial March, Heidi, Die Biene Maja) pfeifen. Dies gelang, und der Pfeil flog herbei. Um noch einen Bonuspunkt zu kassieren, malte einer der beiden übrigen Teammitglieder mit verbundenen Augen ein verziertes Osterei, wobei die anderen seine Hand dirigierten (Nach links, nein, weiter unten ! Usw.).

Nach dem Lösen dieser Aufgabe zogen wir weiter den Berg hinauf, vorbei am Wald, wobei wir schon fleißig Bestandteile für unseren Baby Groot sammelten und zusammenstellten. Unter den kundigen Händen von Schila wuchs aus den zusammengesuchten Zweigen und andere Pflanzenteilen schon bald ein recht niedlicher Baby Groot aus seinem Topf, den wir mit Erde von einem Acker aufgefüllt hatten.
Oben am Querweg wandten wir uns nach rechts und stießen rasch auf den zweiten Streckenposten, bestehend aus Maik und Dirk, tatkräftig in ihrer Wartezeit unterstützt von einer riesigen Bierflasche. Diese zwei nahmen uns militärisch in die Mangel, und wir mussten Quizfragen zu verschiedenen SF-Filmen beantworten. Das ging noch ganz manierlich über die Bühne (der dritte Streckenposten war schlimmer). Zum Abschluss mussten wir einen Formationsmarsch auf eine bekannte Melodie improvisieren. Wenn einem nichts Richtiges einfällt, nimmt man halt den River Kwai March…

Nun ging es den Hügel wieder hinab; in der Zwischenzeit löste Susi fieberhaft das Sudoku. Puh, geschafft ! Aber da wartete schon der dritte Streckenposten – Ralf und Struppi – auf uns. Auch hier galt es Quizfragen zu beantworten, aber diesmal ging es richtig ans Eingemachte. Hatten wir vorher noch ganz gut abgeschnitten, waren die Fragen jetzt zum einen deutlich mehr (ich glaube, 19 oder 20 Stück) und zum anderen deutlich schwerer. Hier musste man schon richtig Experte sein mit breitgefächertem Wissen auch über den eigenen Fandom-Tellerrand hinaus. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich kaum mal eine Antwort wusste, allerhöchstens zwei oder drei.

Einen Bonus gab es allerdings in Form von Rocket, der zu unserer Gruppe stieß. Wir alle stellten ja Guardians dar: Phil war Drax, Andrea war Nebula, Siggi war der Starlord, ich war Mantis, Susi war Gamora und Schila, als Topfträgerin, sozusagen Groot. Nun gesellte sich ein kleiner Hund vom gegenüberliegenden Bauernhof zu uns, auf der Suche nach Streicheleinheiten. Die bekam er auch; außerdem wurde er fotografiert und dazu verdonnert, die Rolle von Rocket für die Fotodoku zu übernehmen. Phil war die ganze Zeit schon fleißig am Filmen gewesen und hatte mittlerweile schon gut Material gesammelt, um es anlässlich der Siegerehrung zu präsentieren.

Nun zogen wir triumphierend wieder ins Conhaus ein. Der Dance Battle sollte gefolgt von der Siegerehrung am nächsten Tag stattfinden, und so widmeten wir uns für die nächsten Stunden wieder unserem „Sith Holocron“. Das Team um Andrea K. und Moe war mit der Zubereitung des gefüllten Bratens mit Spätzle beschäftigt, in dessen Genuss wir sogar später noch kamen, als wir feststellen mussten, dass außer uns keiner Pizza bestellen wollte (entweder waren sie für den Braten eingetragen, oder zum Griechen zum Essen gefahren) und der „Sanny“-Pizzaservice in Oettingen für Lieferungen nach Schopflohe einen ziemlich unverschämten Mindestbestellwert von 25 Euro veranschlagt. Aber der Braten war köstlich !

Gegen später legte ich mich mal kurz ein Stündchen aufs Ohr, stieß aber später nochmal zu den anderen und kam gerade recht, um die letzte Viertelstunde von „Rogue One“ mitzukriegen, der im Videoraum gezeigt wurde. Danach unterhielten wir uns noch eine Runde im Kaminzimmer und wurden schließlich zwecks Osternesterverstecken verjagt. In Zimmer 8 fand noch eine kleine Roomparty mit einem witzigen Trinkspiel statt (oh, oh, was man da so über seine Mitmenschen erfuhr), aber gegen halb zwei legten wir uns dann schlafen, denn morgen waren wir mit dem Frühstücksdienst an der Reihe.

Sonntag, 16. April – Ich konnte die Kugel beinahe sehen !
Und das hieß noch vor sieben aufstehen. Nicki war so lieb gewesen und hatte die Tische bereits gedeckt, so dass wir uns dann um das Aufbacken der Brötchen, das Kaffeemachen und das Bereitstellen aller Frühstückszutaten kümmern konnten. Bald waren alle versorgt und das Küchenteam konnte sich ebenfalls den Magen füllen.

Nach dem Frühstück ging es auf Osternestsuche. Da das Wetter nunmehr damit begonnen hatte, die Temperatur kategorisch abzusenken, verlief dieses wieder auf die klassische Art. An allen möglichen und unmöglichen Orten im Haus waren die Osternester versteckt. Das Special-Geschenk, nach mehreren Jahren Con-Tassen und im letzten Jahr Con-Sparschwein, war diesmal ein cooles Con-T-Shirt, in dezentem Waldgrün mit gelbem Aufdruck. Die dort abgebildete „Suicide Squad“ hatte allerdings mit der aus dem Film nichts zu tun. In Lemmingoptik gab es da K2SO, Cassian Andor, Jyn Erso und Bodhi Rook zu sehen, na klar !

Nach der anstrengenden Suche waren alle irgendwie ein bißchen kaputt und chillten im Kaminzimmer ab. Wie gut, dass für 13 Uhr der Dance Battle und die Siegerehrung für den Conmarsch angesagt waren ! Die vier Gruppen legten im Lichthof los:
Team 1 – klassischer Formationstanz im Aerobic-Stil (super choreographiert)
Team 2 – Bühnenshow-Parodie mit Andrea am „Rattus Tentaculus“-Mikrophon (wir hatten als einzige nicht Blue Swede’s „Hooked On A Feeling“ ausgewählt, sondern „Go All The Way“ von den Raspberries)
Team 3 – Robert K. als Tanzlehrer versucht seinen reichlich begriffsstutzigen Schülern einige Moves beizubringen. Jedesmal verfallen alle wieder in den altenTrott… das Ganze so herrlich comedymäßig dargestellt, dass es uns vor Lachen schüttelte. Meiner Ansicht nach eindeutig die witzigste Performance !
Team 4 – Auch hier Comedy mit Polonaise und den Herren als Vortänzerinnen, es fehlte nur noch das Röckchen.

Nach Abschluss dieser letzten Conmarsch-Aufgabe und finaler Auswertung durch das Team der Spielleiter und Streckenposten folgte die schließlich Siegerehrung, bei der auch die Foto- und Video-Dokus gezeigt wurden. Guter Tip: Wenn starker Wind weht, verwende einen „Hamster“ für dein Kameramikrofon, sonst ist nur Windrauschen zu hören. Unsere Gruppe „Gamora“ landete in der Gesamtwertung des Spiels schlussendlich auf dem dritten Platz; gewonnen hatte das Team „Starlord“ !

Alle waren nach dieser coolen Show aufgekratzt, und so fanden wir endlich die Gelegenheit zum Kostüm-Fotoshooting – im Freien, bevor es dann endgültig zu regnen begann. Diesmal gab es ein SF- / Mittelalter – Crossover, in das Ulli alias Marty McFly geriet: Maik und ich mit unserer Wikinger-Gewandung, Larissa als Twi’lek-Sith, Dirk als Lazarus-Kreuzritter, Phil als Schmuggler aus dem Star Wars – Universum, Andrea wieder im Mittelaltergewand und Schila als Werwolf aus dem Ural. Vielleicht gelingt es uns ja, daraus wieder einen Fotocomic zu machen ?

Im Lichthof fand währenddessen der kleine Floh- und Tauschmarkt statt, bei dem es mir gelang mein Conshirt von Größe L in Größe M umzutauschen, so dass ich es auch wirklich als T-Shirt tragen kann und nicht nur als Nachthemd. Freu !

Wie gesagt, dann begann es zu regnen, und bald war klar, dass uns auch im dritten Jahr in Folge leider keine Grillparty möglich sein würde. Statt dessen wurden Steaks, Frikadellen und Würste in der Pfanne gebraten, und die selbstgemachten Salate und Saucen schmeckten prima dazu. Ob würziger Kartoffelsalat, Tsatsiki mit Unmengen frischen Knoblauchs, Tomatensauce, gemischter Salat oder Yum-Yum-Salat (die Spezialität von Larissa und Yannik – den muss ich unbedingt auch mal machen, tolle Idee) – alles war einfach superlecker.

Nach dem Essen übernahmen Phil, Maik und Uli noch das Überspielen von Videos auf dem Laptop, und Phil führte dazu ein paar coole Star Wars – Filk-Videos von YouTube vor. Und dann ging es einmal mehr nach Düsterwald zum Reigen der Bürger und Werwölfe… leider machte sich bei mir nach der ersten Runde das frühe Aufstehen heute bemerkbar, so dass es mich gegen elf plattlegte – schade, da ich außerhalb des OFT keine Gelegenheit habe, das Werwolfspiel zu spielen. Aber wenn es einem die Augen zuzieht, kann man nichts machen.

Montag, 17. April – Lass uns das Ding in die Luft sprengen und nach Hause fliegen !
Der letzte Morgen, aber da wir nun noch einmal schön ausschlafen konnten, waren wir hinterher wieder fit wie ein Turnschuh. Das Wetter war mittlerweile echt eklig geworden, schön in der Tradition der vergangenen drei Osterfeste nach dem Motto: Jeden Tag ein bißchen kühler, jeden Tag ein bißchen schlechteres Wetter. Wäre es nicht schön, einmal einen OFT zu haben, an dem man wieder im Garten grillen und das Essen dann auch im Freien verzehren kann ? [Anmerkung drei Tage später: Aber seien wir froh, dass die Con jetzt zu Ende war und nicht erst am Mittwoch, denn bis dahin hatte sich Kamino endgültig in Hoth verwandelt, ob man’s glaubt oder nicht !]

Nach dem Frühstück erledigten wir unseren Teil der wenigen Abschlussarbeiten, die die Montagsabreiser zu tun hatten; dann hieß es Betten abziehen, packen und die Raumschiffe beladen. Am späten Vormittag begaben wir uns in den Hyperraum, um zwei Stunden später auf unserer Heimatwelt anzukommen. Und ich möchte diesen Bericht schließen mit den Worten: Es war super ! Vielen Dank ans Orgateam für die unermüdliche Arbeit, das hier alles auf die Beine zu stellen, und an Ulli für die Organisation des Conmarschs !

Nächstes Jahr, (nicht ganz die) selbe Zeit ! Der 29. März 2018 kommt schneller, als man denkt !

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