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BeitragVerfasst: So, 04. Jan 2015, 14:30 
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Dann mache ich gleich mal Werbung für die nächsten SciFi Days ! Maik und ich werden wieder als die "Sith Lords Kor(riba)nwestheim" unseren Stand haben und freuen uns schon auf das Wiedersehen mit den üblichen Verdächtigen.

Auf http://www.scifi-days.eu können alle Interessierten darüber informieren, was für Fortschritte die Organisation macht.

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BeitragVerfasst: Mo, 29. Jun 2015, 18:03 
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Es war ja wieder nur noch obergenial ! Conbericht ist in Arbeit und folgt so bald wie möglich !
SciFi Days Rule ! :P

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BeitragVerfasst: Fr, 10. Jul 2015, 14:50 
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Und hier ist der Conbericht wie versprochen (LG Mara !)

SciFi Days Grünstadt 27./28. Juni 2015

So schnell kann ein Jahr vergehen… die Vorfreude war wie immer groß, und so kamen wir einmal mehr zu unserem legendären Treff in Grünstadt zusammen, um zu fachsimpeln, Spaß zu haben und wieder schöne Stände zu präsentieren.

Unsere Anreise am Freitagnachmittag verlief etwas zäh, denn im Hyperraum, auch bekannt unter dem Namen A6, stauten sich so einige Schiffe, vermutlich stecken imperiale Aktivitäten dahinter, die ja im Hinblick auf den kommenden Winter immer verstärkter auftreten… Aber wir meisterten auch diese Hürde und trudelten noch rechtzeitig in der Cantina, d.h. im Stadtcafé, ein. Schade, dass man nicht mehr direkt davor parken kann, aber wenige Straßen weiter befindet sich ja ein größerer Parkplatz, auf dem das Tagesticket nur 3 Credits kostet (welches man dann ja auch nur für den Samstag braucht, der Sonntag ist kostenlos).

Mit einem abenteuerlichen Stapel Kisten und sonstigem Zeugs auf unserer Sackkarre (leider waren die Repulsoren ausgefallen) bugsierten wir unsere Ausrüstung ins Weinstraßencenter, um dort unseren "Sith Lords Kor(riba)nwestheim"-Stand aufzubauen und die ersten Mitstreiter zu begrüßen. Der Aufbau ging zum Glück rasch vonstatten, und so konnten wir den Beginn eines wundervollen Events im Freisitz (ja ! Es ist Sommer in Deutschland, endlich mal wieder !) des Brauhauses feiern und uns bis in den späten Abend in einer bunten Gesprächsrunde vertiefen. Das kommt davon, wenn man mit Mandalorianern und Trill am selben Tisch sitzt !

Am Samstagmorgen um sieben, nach einer doch etwas zu kurzen Nacht (diverse König Ludwig Dunkel hielten in unseren Köpfen einen fröhlichen Abgesang ab) traf uns beim Blick aus dem Fenster fast der Schlag: Graue Wolken und Regen ! Weia ! Uns schossen sofort Bilder einer regentriefenden Parade durch den Kopf… und ganz so unrecht sollten wir nicht behalten, aber später mehr dazu…
Das Frühstück, im Stadtcafé wie immer mit gefühlt einer Million verschiedener Brotaufstriche, klärte unseren bisher noch leicht spinnwebverhangenen Geist, und so warfen wir uns so guten Mutes wie möglich in Kostüm und Make-up, um die Kunden in der Bäckerei Barbarossa nebenan beim Brötchenholen mit unserem Anblick zu beglücken und dann pünktlich zur Eröffnung um neun unseren Platz am Stand einzunehmen.

In diesem Jahr sah das WSC folgendermaßen aus:

Im Foyer befand sich der Stand von Stargast Tommy Krappweis (seines Zeichens der Erfinder von „Bernd, das Brot“), der der Einladung der Veranstalter gefolgt war, um seinen Roman „Mara und der Feuerbringer“ sowie dessen Verfilmung vor Ort zu präsentieren. Zu diesem Zweck war ein weiterer Nebenraum, der in den vergangenen Jahren ungenutzt geblieben war, als Kinosaal ausgewählt worden. An beiden Tagen (zunächst war nur der Samstag vorgesehen gewesen, aber aufgrund der großen Nachfrage gab es auch am Sonntag Vorstellungen) wurde der Film mehrere Male vorgeführt. Ich selbst habe ihn nicht gesehen, aber das hatte ganz einfach den Grund, dass ich mich bei dem warmen Wetter (ja, ja, es war insgesamt warm !) nicht anderthalb Stunden in einen Kinoraum setzen wollte. Einfach mal googeln das Ganze !
Neben der Snacktheke, an der wieder Erfrischungsgetränke, Kaffee und kleine Stärkungen gereicht wurden, präsentierte der Brauhaus-Wirt sein Hobby: der gute Mann stellt offenbar gerne Skulpturen im 3D-Drucker her. Auch einiges aus dem Star Wars – Universum war dabei, z.B. diverse giftgrüne Jar Jar Binks – Köpfe…
Auch durfte ein Luftballonkünstler nicht fehlen, der aus Ballons Yoda- und Darth Vader – Figuren, TIE-Fighter, Lichtschwerter, C3POs und R2D2s sowie die Leia-Haarschnecken herstellte. Für die Kids der absolute Renner !
Neben der Kasse befand sich ein Tisch mit bergeweise Flyern von anderen Veranstaltungen (damit einem die Ideen, wo man ein Wochenende verbringen könnte, nicht ausgehen), und vor dem Eingang zum Hauptsaal hatte sich die Mandalorianische Beskarschmiede mit einem tollen Stand voller Props und genialer Kostüme angesiedelt. Immer wieder sehenswert, die phantastischen Wookiee-Kostüme (hallo, Steffen !) und diese umwerfend aussehende Beskar’gam komplett aus Leder !

Im Saal selbst lag das Hauptaugenmerk mehr auf dem hinteren bzw. linken Teil. Betreten wir ihn durch die erste Tür und schauen an der Außenwand nach links:
dojoerch.de: ein Fantasy-Künstler mit einer Präsentationen sehr sehenswerter Digitalgemälde; einige davon sehr fantasylastig, andere wieder in Richtung Cyberpunk gehend oder mit einem Hauch H.R. Giger und Konsorten. Schaut Euch die genannte Seite an und urteilt selbst. Der Mann hat’s echt drauf und erwies sich während der beiden Tage auch als freundlicher Gesprächspartner.
Pa-Vis meets Mara: muß man zu ihnen noch viele Worte verlieren ? Ich glaube nicht… Kostüme à gogo und natürlich die Organisation des samstäglichen Dinners !
Den größten Raum nahm das Warhammer 40K – Environment ein, diesmal mit einer riesigen Kanone im Zentrum. Zur Verstärkung hatte Mikka Shalit dieses Jahr drei waschechte US-Soldaten mitgebracht, die sich dort wie zuhause fühlten, immer wieder mit den keineswegs schockierten, sondern hochinteressierten Kids (und nicht nur Kids) posierten, zwischendurch Mini-Szenen darboten (z.B. Kommunikationsoffizier beim Empfangen von Meldungen) oder einfach zockend mit ihren Spielkarten im Stützpunkt saßen. Sah einfach nur cool aus ! (Einen separaten Kommentar an die Leute, die „Kriegsverherrlichung !“ schimpfen, spare ich mir an dieser Stelle und verweise auf die drei mittlerweile erschienenen Bücher von Christian Humberg und Andrea Bottlinger – aber auch hierzu später mehr !).
An der Seite der Warhammer-Truppe hatten noch zwei Vertreter der Mandalorian Mercs Posten bezogen, um dafür zu sorgen, dass auch der Jai’galaar-Clan würdig vertreten war.

Die Fensterfront war traditionell dem Merchandising gewidmet, unter anderem mit den Ständen von Roger Murmann (am Samstag) und Robert Vogel, bei dem wir natürlich wieder einiges an DVDs abgriffen.
Jenseits der Bühne fand sich der Stand des Perry Rhodan – Stammtischs, gefolgt vom Stand des Autors und Verlegers Tom Daut. Als letztes in der Runde präsentierte die Autorin Cara D’Lestrange ihr aktuelles Werk „Augenblick der Ewigkeit“.

Im Innenbereich gab es wieder zwei Ringe von Ständen. Zur Linken, also im hinteren Saalbereich (wir fangen wieder gegenüber der Tür an) traf man als erstes gleich auf Jeannette Läpple und Andreas Schweitzer mit Spaceship Saar, die am Sonntag sogar noch durch die „Wiesenhelden“ verstärkt wurden. (Meiner Ansicht nach ein Zeichen für die tolerante Atmosphäre der Veranstaltung – mit Science Fiction hatten die Mädels im niedlichen Schmetterlingskostüm nun gar nichts zu tun, aber egal !)
Es folgte die große von Mel Nachteule organisierte Tombola. Der Charityempfänger (für den auch Spendenbüchsen an einigen Ständen vorhanden waren) war das Sterntaler-Hospiz, und schon am Samstagnachmittag war die Tombola komplett abgegrast. Leer ! Das hatte es bisher auch noch nie gegeben.

Als nächstes kam dann unser eigener Stand der Sith Lords Kor(riba)nwestheim mit zwei Tischen über Eck und der Pinnwand-Präsentation unseres Fan-Fiction-Buchs, umrahmt von der Kulisse des Sith-Tempels auf Korriban. Fieserweise hatte man die Order of the Force genau neben uns plaziert, so dass wir uns mit den Jedi immer schön herumprügeln, äh, unterhalten konnten. Sehr sehenswert am OOTF-Stand die liebevoll aufgemachte Ordenspräsentation in der schönen, prallvollen Mappe mit zahllosen Bildern.
Die vierte Seite des linken Standrings wurde vom Verlag „Saphir im Stahl“ eingenommen, die diesmal eine etwas umfangreichere Auswahl an Material dabeihatten.

Der rechte Ring umfaßte folgende Stände:
Modelle von Frank Luschnat (u.a. den Todesstern-Konferenzraum)
Diverse Raumschiffmodelle, die vom Künstler teilweise vor Ort fertigbemalt wurden
Monika und Peter Mink mit einem großen Battletech-Spieltisch
… und natürlich die Trinity-Truppe, die in diesem Jahr – leider – nur aus zwei Personen bestand, nämlich Frank alias Captain Robin B. Donovan (heute als „Starlord“ von den „Guardians of the Galaxy“) sowie Dagmar, passend als „Rocket“ im schweißtreibenden Waschbärkostüm.

Die etwas geringere Anzahl von Ausstellern war der Tatsache geschuldet, dass an dem Wochenende gleichzeitig der CosDay stattfand , was natürlich einige Teilnehmer dorthin zog. Was aber, entgegen der subjektiven Annahme einiger, durchaus nicht geringer war, war die Menge an Besuchern, die schon um neun Uhr morgens an den Türen kratzten und um viertel nach sechs mittels einer höflichen Durchsage endgültig ins Freie komplimentiert werden mussten.

Der Samstag verlief also schon mit regem Publikumsbesuch. Wir begrüßten erst mal alle restlichen alten Bekannten sowie Stefan und Chrissie vom Star Wars Club Reutlingen, die als Boba Fett und Yoda angerückt waren und ihre Flyer an unserem Stand auslegten. Die Zeit verging wie im Flug, und siehe da, als elf Uhr heranrückte und es Zeit für die erste Parade wurde, hatte sich der Regen verzogen und die Sonne begann, hinter den Wolken hervorzulugen. Uns hatten die Kids auf dem wie immer samstags parallel laufenden Kindertag schon leid getan heute morgen, aber nun schien sich alles zum Guten zu wenden. Die Macht war mit uns !
Allerdings nur, was das Wetter anging, denn organisationstechnisch sorgte die erste Parade gleich für einige Lacher. Lutz war auf die im Grunde coole Idee gekommen, die Paradenteilnehmer zur Abwechslung mal in drei Gruppen aufzuteilen, sogar komplett mit gezeichnetem Schlachtplan (Gruppe 1: Star Wars – Charaktere, Gruppe 2: Star Trek – Charaktere und Sonstige, und Gruppe 3: Mandalorianer und Warhammer). Diese drei Gruppen sollten leicht zeitversetzt mit einem Abstand von ca. 30 Metern zwischen ihnen auf einer im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich erweiterten Runde durch die Innenstadt ziehen und an bestimmten markierten Punkten Fotostopps einlegen. Also machten sich die Star Wars – Geeks der ersten Gruppe mit passender Musikbegleitung auf den Weg, stolzierten durch die Fußgängerzone zum Ernten bewundernder Blicke und bemerkten als erstes, dass die gesamten als Gruppen-Fotostopps vorgesehenen Stellen durch Zuschauer, Kinderflohmarktstände und anderes belegt waren. Na gut, machte man eben die Runde fertig und traf wieder vor dem WSC ein, um auf die nachrückenden beiden anderen Gruppen zu warten. 30 Meter, ist ja kein großer Abstand, das sollte maximal zwei, drei Minuten dauern.
Fünf Minuten. Zehn Minuten. Eine Viertelstunde. Mittlerweile hatte die würdevolle Star Wars – Musik aus Arlis Ghettoblaster ACDC und diversen Discobeats Platz gemacht, und Jedi & Konsorten vertrieben sich die Zeit mit diversen albernen Tanznummern. Wer nicht kam, waren die anderen.
Nach fast zwanzig Minuten näherten sich auf einmal beide Gruppen, ineinandergemengt, aus einer völlig anderen Richtung als der, die vohergesehen war. Ich weiss bis heute nicht, was da genau passiert ist, aber wie kann man sich in einem Ort wie Grünstadt eigentlich verlaufen ?
Auf jeden Fall haben wir alle wieder für einen herrlichen Publikumsauflauf vor dem WSC gesorgt, einschließlich Verkehrschaos.

Für uns war es jetzt Zeit, das Thema „heute morgen gekaufte Brötchen“ näher zu betrachten und weiteres Koffein in unsere Köpfe abzufüllen. Mittagspause im Sith-Tempel !
Im Laufe des Tages gab es immer wieder zahlreiche interessante Vorträge und Lesungen im Brauhaus-Nebenraum, natürlich die Filmvorführungen von „Mara und der Feuerbringer“ und die OOTF-Lichtschwertschule auf der Saalbühne für die Kleinen, die wie immer riesigen Anklang fand.

Rasend schnell rückte dann auch der zweite Paradentermin näher, der eigentlich auf 14 Uhr angesetzt war. Allerdings war für dieselbe Uhrzeit auch die öffentliche Begrüßung des Grünstädter Bürgermeisters ausgeschrieben, der auch pünktlich in Begleitung der Weingräfin eintraf und in diesem Jahr eine deutlich persönlicher geprägte Rede als in der Vergangenheit hielt. Er machte keinen Hehl daraus, dass er die Veranstaltung „SciFi Days“ sehr schätzt und sehr froh ist, uns jedes Jahr hierzuhaben, und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass wir auch in Zukunft mit von der Partie sein würden. Ein klares Signal in Richtung der Mitglieder des städtischen Wirtschaftsforums, deren Verhältnis zu den SFD trotz des großen Erfolges und der immensen Summen, die an diesem Wochenende in die Kassen von Stadt (z.B. Parkgebühren) und ansässigen Unternehmern (Restaurants, Hotels etc.) gespült werden, noch immer ambivalent scheint. Dies sollte sich nach dem öffentlich geäußerten Lob und der unmissverständlichen Befürwortung der Veranstaltung zukünftig hoffentlich ändern.

Aufgrund der Bürgermeisterrede verschob sich natürlich der Beginn der zweiten Parade etwas – und genau das sollte uns zum Verhängnis werden !
Kaum waren wir – diesmal wieder mehr oder weniger bunt gemischt – losgezogen und hatten etwa die Hälfte der Fußgängerzone hinter uns gebracht, als sich mit blitzartiger Geschwindigkeit dunkle Wolken zusammenballten und wenige Sekunden später auch schon die ersten schweren Tropfen fielen. Diese verwandelten sich ebenfalls binnen Sekunden in einen heftigen Platzregen, und auch Blitz und Donner durften nicht fehlen, so daß die ganze Gesellschaft auseinanderstob und alle, die auf ihre Kostüme und ihr Make-up achten mussten, Deckung suchend unter diverse Markisen, Vordächer und aufgestellte Sonnenschirme flitzten. Diejenigen, die eine Rüstung trugen oder unempfindliche Kostüme hatten, tanzten im Regen.
Nach einigen Minuten ließ der Guss nach, und die Helden zogen weiter. Kurz danach das gleiche Spielchen, wenige Meter weiter. Wieder großes Flitzen und Schutzsuchen. Dann kam die Parallelstraße zur Fußgängerzone, die keinerlei Deckung bot. Als der Regen schließlich ein bißchen nachließ, gaben Jedi, Sith, Föderationsmitglieder und Aliens jeglicher Couleur alle Würde auf, gaben Gas und legten Richtung Luitpoldplatz und der Sicherheit des WSC eine Runde Schweinsgalopp ein. Die einzige Telefonzelle, an der wir unterwegs vorbeikamen, sah zwar verlockend aus, aber wir waren ja schließlich nicht bei „Superman“, und eine Tardis war’s auch nicht…
Entsprechend angefeuchtet und leicht derangiert traf der ganze Haufen wieder im Saal ein, aber man nahm’s gelassen. Eigentlich haben wir über diese unfreiwillige Eskapade total abgelacht. Zum Glück war niemandes Kostüm bzw. Make-up übermäßig in Mitleidenschaft gezogen worden.

Am Spätnachmittag fanden wir uns im Vortragsraum zur Lesung von Christian Humberg und Andrea Bottlinger ein, die sich bereits mit dem nicht ganz ernst gemeinten Lebensratgeber für Geeks „Sorge dich nicht, beame !“ und der exemplarischen Geek-Autobiographie „Geek Pray Love“ einen Namen gemacht hatten und nun ihr aktuelles Werk, den Geek-Reiseführer „In 80 Welten durch den Tag“ vorstellten. Wir verbrachten eine amüsante Dreiviertelstunde mit den beiden, die uns großen Appetit auf das Buch machte. Zwischenzeitlich habe ich es schon verschlungen und kann dazu nur eines sagen: Absolut lesenswert ! Warum Geeks mehr vom Leben haben ? Na, weil sie Geeks sind ! Schon vor längerer Zeit hat sich dieser Begriff von seiner ursprünglichen Bedeutung, nämlich der Bezeichnung einer kontaktscheuen, vereinsamten, im stillen Kämmerlein in Form von Lesen und Computerspielen ihr Hobby pflegenden Person gewandelt. Geeks heute sind das, was wir sind – Verrückte, die in der Öffentlichkeit stolz im Kostüm herumlaufen und dabei jede Menge Spaß haben. Und das Beste: Wir haben gelernt, die gelegentliche Flucht aus der Realität mit den Anforderungen unseres knüppelharten Alltagslebens zu kombinieren, anders als man es dem ursprünglichen „Geek“ bzw. „Nerd“ vorwarf. Wir stehen jederzeit unseren Mann und unsere Frau, ohne uns irgendwo zu verkriechen – auch wenn wir nachweislich dazu neigen, scheinbar alltägliche Situationen mit Zitaten aus unseren Lieblingswerken zu würzen. Das hält unsere Hirne im Alltagssumpf (Dagobah ? Arboria ? Siehst du, sie tun es schon wieder !) funktionsfähig.

Und so neigte sich der Samstag schon wieder dem Ende zu. Jetzt hieß es Duschen, Umziehen und sich zum wohlverdienten PMM-Dinner im Brauhaus einfinden. Wieder einmal bewies das Team um Patrick und Mara großes logistisches Können, und bald schon herrschte – nein, nicht gefräßige Stille, das geht bei unsereinem nicht – aber doch zufriedenes Schmatzen und Schlürfen. (Keine Angst, ganz so unkultiviert war’s nun doch nicht…)
Wie üblich ergaben sich interessante Gespräche mit verschiedenen Leuten (Gruß an Darth Revan), allerdings beschlossen wir, heute abend nicht ganz so spät schlafen zu gehen und nicht wieder soviel mit König Ludwig zu tun zu haben, was auch wirkte.

Am Sonntagmorgen fühlten wir uns deutlich fitter, und auch das Wetter ließ sich insgesamt besser an als am Tag zuvor. Nach dem stärkenden Frühstück stürzten wir uns wieder in Kostüm und Getümmel. Auch wenn sich heute aufgrund des sonnigen Wetters (Freibad !) weniger Publikum einfand als gestern, so kann man nicht sagen, dass die Veranstaltung schlecht besucht war, und es fanden wieder Vorträge und Autorenlesungen statt (sowie die zusätzlich angesetzten Filmvorführungen). Robert Vogel verpasste seinem Rocket Man – Auto so ganz nebenbei neue Airbrush-Verzierungen und posierte mit Kostümierten zusammen mit dem Rosetta-Philae-Plüsch-, äh, -tier ? Im Ernst, das kombinierte Kometenerforschungsmodul „Rosetta / Philae“ gibt’s als Plüschspielzeug ! Die Fotos will er dann bei der ESA einreichen, vielleicht sollte man in nächster Zeit mal auf deren Website schauen ? Auf Facebook ist auf jeden Fall schon etwas zu sehen.

Selbstredend, dass auch heute wieder viele sehenswerte Kostüme unterwegs waren, und dies beleibe nicht nur seitens Ausstellern, sondern auch bei Gästen, so z.B. zwei liebevoll aufgemachte Jawas (Erwachsene !) oder diverse Steampunk- / Endzeit-Spielarten. Lutz‘ Partnerin Monika trug ein sehr elegantes schwarz-weißes Kleid mit weit ausgestelltem Rock, das sicher auch Jules Verne gefallen hätte.

Obwohl für heute keine Parade mehr angesagt war (der Kindertag findet ja auch nur samstags statt), trommelte Lutz uns spontan am Nachmittag zu einer einfach mal eben so aus dem Boden gestampften Mini-Parade zusammen – nur mal eben die Fußgängerzone bis zum Schillerplatz, und wieder zurück, mit viel Hallo und Juhuu. Witzigerweise funktionierte das besser als der ganze organisierte Ablauf gestern – und das Beste: Auch heute befanden sich noch Leute in der Fußgängerzone, z.B. im Freisitz der Cafés und Eisdielen, und die staunten nicht schlecht. Jetzt muss sich das nur noch rumsprechen, und vielleicht werden wir ja nächstes Jahr offziell gebeten, auch am Sonntag noch eine Parade durchzuführen ? Lassen wir uns überraschen !

Danach war uns allen tierisch warm, und somit fielen die SFD-Aktivisten zum gemeinschaftlichen Eisschlecken noch gegenüber im „Dolomiti“ ein. Auch hier konnte praktische Kulturmission betrieben werden, wie z.B. die Antwort auf die Frage „Warum seid ihr verkleidet ?“ (Einige Leute haben tatsächlich von der Veranstaltung bisher nichts mitbekommen…)

Als letzter Programmpunkt stand dann noch der große Kostümwettbewerb auf dem Programm. Zunächst durften die Kleinen wieder ihr Bestes geben (darunter der Mink’sche Nachwuchs Melissa in einem Padmé-Kostüm – Szene: Stichwort Dönertiere EP II). Fair fand ich hier, dass keines der Kinder durch die Vergabe von Plätzen bewusst ausgegrenzt wurde – dass es im Leben in puncto Gewinnen und Verlieren hart auf hart geht, lernen sie im Alltag früh genug – sondern Mara verkündete, die Jury habe sich nicht entscheiden können, so dass alle Kinder einen Preis erhielten.
Im Anschluss daran waren die Erwachsenen an der Reihe. Was gab es da nicht alles zu sehen ! Ezri Maurer als die stark vom Farbton Türkis geprägte Trill, Frank als Starlord, Dagmar als Rocket, Ignis Serigala als sie selbst (d.h. mandalorianische Kriegerin unter dem Namen), die zwei nachträglich eingetroffenen Endzeittypen und noch vieles mehr. Wahrhaftig die Qual der Wahl. Das Rennen gemacht haben schließlich:
auf dem dritten Platz: der „Wiesenheld“ (eine der beiden Ladies im Schmetterlingskostüm)
auf dem zweiten Platz: der Starlord
auf dem ersten Platz: Rocket !

Großer Applaus, doch im nächsten Moment machte sich Melancholie breit, denn Frank Luschnat betrat die Bühne und erklärte die SciFi Days 2015 offiziell für beendet. Es war zwar erst 17 Uhr, aber der Saal wurde gleich am nächsten Morgen in topsauberem und umdekoriertem Zustand für eine weitere Veranstaltung gebraucht, so dass wir umgehend anfangen mussten mit Klarschiff machen. Eine Stunde später hatte sich ein weiterer temporärer „heiliger Ort“ (siehe „In 80 Welten durch den Tag“) einfach so wieder in Nichts aufgelöst. Wir gingen abwechselnd duschen und uns umziehen, während der jeweils andere weiter abbaute. Die große Verabschiedungsrunde begann, als der Großteil der Aussteller sich einer nach dem anderen wieder auf den Weg nach Hause machte. Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät ? Nun, einige werden wir bei unserem nächsten für dieses Jahr bei uns eingeplanten Star Wars – Event wiedersehen, nämlich im Bayernpark Ende August, und dann natürlich beim Saisonausklang in Speyer ! [Eingestreute Anmerkung: Aber mal ehrlich, was würde denn gegen eine SciFi- oder Star Wars – Winterparty oder gar Silvesterparty sprechen ? Eventuell im Zeichen der römischen Zahl VII ? Bin offen für Ideen !]

Zusammen mit Herbert (dem von mir bisher im Spaß immer „Oolo“ genannten Darsteller der männlichen Variante der aus Episode VI bekannten Twi’lek-Tänzerin Oola), Daniel (Star Trek-Kostüm) und dem jugendlichen Fan Dean Robin, der das große Glück hat, auch noch ganz in der Nähe zu wohnen, zogen wir uns als krönenden Abschluss im Biergarten des „Italia“ leckere Pizze und Pasta rein. Leider ist dieses Restaurant nur bedingt zu empfehlen, denn das Essen war zwar sehr gut, aber der Service langsam, unaufmerksam und mufflig. Beispielsweise wurden die Getränke nach deren Bestellung erst nach langer Wartezeit serviert, und es wurde auch nicht nachgefragt, ob wir noch etwas trinken möchten, nachdem die ersten Gläser leer waren. Und auch als es ans Bezahlen ging, legte der Ober einen unhöflichen Ton an den Tag. Schade, denn das Essen war wirklich gut ! Aber dieses Etablissement werden wir wohl nicht mehr beehren.

Ach übrigens, der „Auld Green“ Irish Pub gegenüber des WSC hat sonntagabends geschlossen… wie ich zwischenzeitlich gehört habe, in Irland ganz normal, aber hierzulande ???
Am besten, man nutzt auch diesen Abend, um etwas früher schlafenzugehen…

Und der Montag ? Zum Glück gab es zu viel zu tun, um Zeit für den Conblues zu erübrigen… und abgesehen davon: Nach Event A ist vor Event B !

Wir haben uns auch in diesem Jahr prächtig amüsiert und freuen uns schon auf Grünstadt 2016 – dann sicherlich um einige „aufweckende“ Erfahrungen reicher.

Auch in diesem Jahr natürlich: Vielen Dank an alle unermüdlich Mitwirkenden und Organisierenden, allen voran natürlich Frank Luschnat und das gesamte Orga-Team, und wie immer liebe Grüße an die üblichen Verdächtigen !

I’LL BE BACK ! (Schon wieder ein Zitat ! Wir können’s nicht lassen !)

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