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BeitragVerfasst: Mi, 29. Feb 2012, 08:39 
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Bedrohung über Ruusan - Sascha Raabe.jpg
Bedrohung über Ruusan - Sascha Raabe.jpg [ 70.51 KiB | 9573-mal betrachtet ]


Teil 1
Angriff auf Ruusan


Prolog

Achtungsgebietend schwebt die Executor an der ultimativen Kampfstation des Impe-riums entlang. Sie ist um ein vielfaches größer, als die übrigen Sternenzerstörer und ein Symbol für die Macht des Imperiums. Doch dieses Monstrum wird von einer nicht weniger angsteinflößenden Gestalt befehligt: Lord der Sith und Schüler des Imperators. Darth Vader.

In seiner Meditationskapsel hörte Vader, wie eine Person den Raum betrat und schnell näher kam, bis sie unmittelbar vor der Kapsel stehen blieb. Der dunkle Lord konnte den Respekt, die diese Person Vader gegenüber ausstrahlte, deutlich spüren. „Was gibt es?“ Hallte Vaders kräftige Stimme. „Lord Vader, Ihr habt einen Lagebericht verlangt“, erwiderte die Stimme darauf. Die Medizinkapsel begann sich langsam zu öffnen. Mit einem Zischen rastete sie sich an der Decke ein, und Vader erblickte das Gesicht von Admiral Piett. Das Antlitz von der schwarzen, totenkopfähnlichen Maske durchbohrte den Blick des Admirals. „Ganz richtig, Admiral. Haben wir endlich unsere Suchergebnisse?“ Für einen Augenblick schien Piett nachzudenken. Der Sith-Lord erkannte, dass sich der Admiral seine nächsten Worte immer genau überlegte, bevor er sie Vader vorführte. Schließlich antwortete der Admiral. „Nun, Lord Vader...“, begann er. „Wir bekamen von einer Sonde einen Hinweis auf einen Rebellenstützpunkt auf einem der Monde von Ruusan.“ „Sind auch Jedi dort?“, hinterfragte Vader. Normalerweise sollten alle Jedi seit der Order 66 vernichtet worden sein, doch einige konnten fliehen und unter der Bevölkerung untertauchen. Er wusste genau wie der Imperator, sollten noch weitete Jedi existieren, werden diese von den Imperialen Streitkräften gefunden und eliminiert werden. Und da war noch Luke Skywalker... „Das konnten wir noch nicht feststellen, aber wir wissen, dass der Stützpunkt eine führende Rolle in der Rebellion besitzt. Wir können durchaus damit rechnen, auf hochrangige Personen zu treffen.“ „Gut“, lobte Vader. „Wie sollen wir nun vorgehen?“ Der schwarze Lord überlegte einen Augenblick, dann sprach er. „Schickt eine Flotte von Imperialen Kreuzern und Jägern. Ich will, dass in den benachbarten Systemen überall Imperiale Truppen stationiert werden.“ „Sollen wir den Commander des zweiten Todessterns informieren?“ „Nein“, erwiderte Vader rasch. „Schickt die Flotte von der Executor aus.“ „Und was ist mit dem Imperator?“ „Wir werden ihn erst informieren, wenn nähere Daten vorliegen.“ Piett schien ziemlich überrascht, dass der Imperator nichts erfahren soll. „Der Imperator soll nicht informiert werden?“ „Nein. Noch nicht. Kümmern sie sich nur um die Stationierung unserer Truppen, ich werde mich der Informierung persönlich annehmen, wenn der Zeitpunkt angemessen scheint.“ Piett nickte verständnisvoll. „Wie Sie wünschen, Lord Vader.“ „Ich schätze, Sie haben jetzt eine Menge zu tun, Admiral. Setzen sie die Truppen jetzt in Bewegung. Wir dür-fen nicht viel Zeit verlieren. Halten sie mich auf dem Laufenden.“ Gehorsam eilte Piett aus der Kammer. Diese Fährte führt mich zu Skywalker. Ich spüre es. Und dann kriege ich ihn. Doch das hat noch Zeit. Vaders Kapsel schloss sich lautlos.

1

Rebellenbasis, Ruusan-Mond

Ein letztes Mal klirrten die Lichtschwerter funkensprühend aufeinander. „Das dürfte für heute reichen“, meinte Meister Cota. Die beiden Jedi deaktivierten ihre Licht-schwerter und beendeten somit das Training. Zeitgleich öffnete sich eines der Haupttore und eine kleine Truppe von Rebellen, gekleidet in Zivilklamotten, betrat den Raum. Meister Cota ergriff das Wort. „Willkommen zurück, Captain Antilles. Habt ihr alles beschaffen können?“ „Wir konnten so ziemlich alles auf der Liste besorgen. Unsere Vorräte reichen nun wieder einige Zeit, aber die technischen Ersatzteile stellen eine Schwierigkeit dar. Die kleinen Siedlungen etwas außerhalb haben fast keine Technische Neuerung. Kaum ein Bauteil ist hier verfügbar.“, sagte er. Mit enttäuschter Miene gesellte sich General Riiekan zu ihnen. „Wir müssen unsere Jägerstaffel aber dennoch bald einsatzbereit haben“, sagte er ernst. „Außerdem können wir mit dem defekten Satellit keine näherkommenden Raumschiffe mehr orten, was eine große Gefahr darstellt.“ Die restlichen Soldaten, die sich im Raum befanden, ließen sich noch nicht beunruhigen. Einige spielten Sabacc, andere lasen die neuesten Holonews oder tranken einen Caf. An ihnen vorbei eilte General Madine. „General Riiekan? Ich kontaktiere Commander Skywalker und gebe ihm statusbericht.“ „Ja, machen sie das. Vielleicht kann er uns ja behilflich sein?“ „Ich werde nachfragen, General.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass Skywalkers Lazarettfregatte die halbe Galaxis durchqueren würde, um Bauteile zu liefern, war gering, schätzte Madine. Doch er wollte den Anderen Soldaten nicht die Hoffnung rauben. Er schritt durch die bereits offene Tür zur Kommunikationsplattform und bemerkte einen weiteren General im inneren, der einen Rebellen musterte, der an den Kom-Relais herum schraubte. Er stellte sich zu einem Soldat und studierte. General Warick! Was machen sie denn hier?“ „Ich habe mir neue Energiemagazine für meinen Blaster besorgt und bei der Gelegenheit habe ich ihm-„ Er deutete auf den Rebell, der die Kom-Relais reparierte. „-bei der Arbeit ein bisschen geholfen.“ „Was macht ihr Wachposten?“ „Alles in Ordnung soweit. Ach ja, eben gab es einen Schusswechsel. Ich dachte, ich melde das lieber und hole mir zur Sicherheit noch Munition.“ „Schusswechsel? Wo?“ Warick kratze sich am Kopf. Während er überlegte, holte er eine kleine Holo-Karte heraus. „Hier.“ Er deutete auf einen grün eingezeichneten Punkt. „Ja, hier müsste der Lärm hergekommen sein.“ „Wachposten 5-7?“ „Genau. Ich habe versucht, jemanden per Com zu erreichen, doch es war niemand dort.“ „Sehr verwunderlich. Ich wollte gera-de Skywalker benachrichtigen. Ihre Infos kann ich da gleich weitergeben.“ Madine wendete sich zur Hauptkonsole zu. „Soldat? Wie sieht es mit dem Kom-Relais aus?“ Als er angesprochen wurde, salutierte er rasch. „Alles repariert, Sir. Wir können nun wieder Kontakt aufnehmen. Außerdem können wir auf neuen verschlüsselten Fre-quenzen senden.“ „Sehr gut, dann stellen sie einen Kontakt zur Hauptflotte her und geben sie den täglichen Statusbericht durch.“ Als Antwort erhielt er ein Nicken und es wurde sogleich der Verbindungscode eingegeben.
Unerwartet sprang eine seitliche Tür auf und störte die wohlige Ruhe der kleinen Gruppe von Rebellen. Das hektische hereinspringen des Bothanspions lenkte alle Blicke in seine Richtung, doch die Aufmerksamkeit galt in erster Linie seinem Behälter, den er bei sich trug. Verschwitzt blieb er vor Riiekan und den Anderen in der Gruppe stehen und rang nach Luft. Schließlich fasste er sich wieder und begann nervös mit seinem Bericht. „Ich habe schlechte Neuigkeiten…Es geht um das Imperium…“, stammelte er vor sich hin.
„Ganz ruhig. Erzählen sie uns in aller Ruhe, was passiert ist.“, beruhigte ihn Riiekan. „Wir haben eine Als es Morgen wurde, begann ich mit meinem Routinegang um Wachposten 5-7. Als ich mich etwas weiter weg begab, gab es einen Schusswechsel. Ich rannte so schnell ich konnte zurück, doch alles, was noch übrig war, war nicht als … als … Das hier!“, stieß der Bothaner schließlich hervor. Er stieß seinen Behälter um, und es rollte ein schwer beschädigter Rumpf eines Imperialen Sondendroiden heraus. Alle Aktivitäten der übrigen Rebellen wurden sofort abgebrochen und ein Geflüster brach aus. Alle Blicke richteten sich nun auf den Behälter des Spions. Auch auf der Komm-Plattform wurde man aufmerksam. „In welchem Gebiet fanden sie das, sagten sie?“, hinterfragte Madine. Seine Stimme wies Spuren von Besorgnis auf, doch das würde er nicht zugeben wollen. „In Sektor 5-7 östlicher Breite.“ „Das ist nicht weit von hier!“, stieß Thromé, Cotas Schüler, hervor. Auch seine Gedanken wurden erregt, als er nach dem Training mit Meister Cota den Raum betrat. „Das ist leider richtig. Mit anderen Worten: Die Imperialen wissen, dass wir hier sind.“ Fügte Cota hinzu. Seufzend lehnte sich General Madine an den Türrahmen. „General Warick, ich muss zugeben, sie hatten mit ihren Beobachtungen wohl leider Recht. Ich schlage vor, sie beraten sich mit den anderen, und geben das, was sie wissen, preis. Ich werde den Kontakt abbrechen müssen, denn ich weiß nicht, wie weit die Abfangsysteme der Imperialen reichen.“ Ohne zu zögern gehorchte Warick. Jede Sekunde mochte zählen. Und eine Sekunde war kostbar. Madine hörte auf, als Warick dem Bothaner eine interessante Frage stellte. „Was ist mit dem zuständigen Wachposten passiert?“ „Die Wache, sie ist … Weg!“ „Weg? Aber wie…“ „Spurlos verschwunden! Jedoch war der Posten selbst mit Blasterfeuer versehen. Alles deutet auf einen Kampf, doch derart unbemerkt zu handeln ist außergewöhnlich.“
„Aber wie konnte uns so etwas entgehen? Unsere Scanner sollten doch ebendies Situationen melden?“, bemerkte ein anderer Rebell mit höherem Rang. Auch andere Generäle versammelten sich um den aufgeregten Bothaner.
„Wie Sie wissen sind unsere Systeme im Moment etwas … unzuverlässig. Kein Wunder, dass wir nicht informiert waren!“ „Ich glaube, Sie weichen doch stark vom eigentlichen Diskussionsthema ab. Also…“
Während weiter diskutiert wurde, drehte sich Warick um und blickte zu Madine zu-rück. „Ich denke, es wäre besser, alle Kontakte abzubrechen.“ „Ja, ich kümmere mich sofort darum.“ Bevor er den Befehl durchgab, holte er sein Comlink hervor. „Commander Sloon? Bereiten sie sich auf einen Ernstfall vor. Deflektorschild hochfahren!“

Gerade, als die Meldungen und die neuen Befehle die Kommunikationsplattform erreichten, wies der Kontaktbildschirm auf den vollständig aufgebauten Kontakt zur Hauptflotte hin und Commander Skywalker erschien. „Hier spricht Luke Skywalker von der Alliance Hope. Ich erwarte meinen Bericht, Stützpunkt Ruusan 4.“ General Madine stürmte vor und schob einen Soldaten unsanft beiseite. „Verzeiht, Comman-der, der Kontakt muss abgebrochen werden. Wir haben Probleme bekommen. Ge-fahrgrad gelb. Melden uns so bald wie möglich!“ „Was geht hier vor?“, fragte Luke. Er hatte sich aus seinem Sitz erhoben und starrte nun gebannter als zuvor in den Bildschirm. „Zu hohes Risiko zu sprechen, Commander. Die Möglichkeit der Enttarnung ist zu hoch. Ruusan 4 – Ende!“ General Madine wendete sich ab. „Kontakt abbrechen.“ Schlagartig beendeten die Rebellen den Kontakt und ehe Luke ein Wort hervorbringen konnte, erstarb der Bildschirm. Meister Cota betrat den Raum. Als sich die Tür öffnete, schallten weitere Kommandos durch die Basis. „Alle zu den Posten!“ Die Tür schloss sich wieder und Cota beugte sich zu Madine. Er dämpfte seine Stimme so, dass er durch den Alarm gerade noch hörbar war. „Mit dem Mangel an Ersatzteilen“, begann er, „Werden wir einen Kampf nicht lange überstehen.“

Gefängnisblock AA-72, Executor

Endlich ließ Vaders Würgegriff los und sogleich fiel der Rebell schwer zu Boden. „Ich … ich werde euch … überhaupt nichts verraten!“, sagte der Soldat des Wachpostens 5-7 der Rebellen tapfer und schwach zugleich. „Wir werden sehen“, drohte ihm Vader. Schließlich wandte sich der schwarze Lord wieder an Piett, der die Folter ebenfalls beaufsichtigte. „Diese Rebellen sind allesamt Starrköpfe. Es wird nicht leicht werden, ihm Geheimnisse zu entlocken. Das würde zu lange dauern. Bis dahin hätten wird vielleicht die Spur der Rebellen bereits wieder verloren.“ „Wir werden ihm sicher noch die nötigen Informationen entlocken können“, meinte Vader auf Pietts Bemerkung hin. „Holt den Befragungsdroiden. Mit ihm wird er uns schon sein Wissen preisgeben“, schloss Vader. „Der … Droide?“, wimmerte der Gefangene. Er war so geschwächt, dass er sich kaum noch halten konnte und so fiel er zurück auf den Boden. „Wie sie wünschen, Lord Vader“, sagte Piett und wies eine Sturmtruppe an, den Droiden bringen zu lassen.
Dieser öffnete eine Tür und das schwere Gerät des furchteinflößenden Droiden schwirrte heraus, als es aktiviert wurde. Diese Methode hatte sich bis jetzt immer als Erfolgreich bewehrt und diesmal würde es keine Ausnahme geben. Sie schleiften den Rebell zurück in die Zelle und begaben sich mit dem Droiden ebenfalls in das Innere. Die Zelle schloss sich.

Mit einem leisen Zischen glitt die Tür auf, und Darth Vader betrat mit wehendem Umhang die Zentrale. Zielgerichtet begab er sich zum Hauptcomputer und richtete sich an den befehlshabenden Offizier. Dieser ergriff sofort das Wort, als er erkannte, dass der Sith offensichtlich die Ergebnisse ihrer Fortschritte erfahren wollte. „Lord Vader, ich hoffe, es freut euch zu hören, dass wir die imperialen Streitkräfte erfolgreich um den ganzen Sektor verteilt haben. Laut den Daten unserer Sonde wurde unser Vorhaben bereits aufgedeckt. Doch wir konnten trotzdem ein paar, vielleicht nützliche Informationen über den Planeten und dessen ländliche Bedingungen herausfinden.“ „Exzellent“, antwortete Vader. Der Offizier fuhr fort. „Es ist ein eher öder Planet, Sir. Doch die Basis liegt in einem kleinen Waldstück, dass ausreichend Schutz garantiert. Aber zugleich ist es auch eine gute Deckung im Kampf, was auch uns einen Vorteil verschafft. Theoretisch könnten wir unseren Angriff starten.“ „Gute Arbeit. Diese Daten sind nützlich, aber nicht ausreichend. Wir müssen erst warten, bis wir die nötigen Zusatzinformationen dieses törichten Rebellensoldates erhalten haben.“ Anscheinend konnte der Offizier kaum den Angriff abwarten. Das verstand Vader nur zu gut, denn der letze Angriff lag bereits lange zurück und auch er konnte nicht mehr länger warten, doch seine Geduld würde sich auszahlen. Als der dunkle Lord den Satz beendete, stoppte zu seiner Überraschung schlagartig das qualvolle Geschrei der Folter und sogleich stolzierte Admiral Piett durch die Tür in das Kommandozentrum und näherte sich dem Offizier und dem Sith-Lord neben ihm. Unverzüglich gab er sein neu erlangtes Wissen preis.
In seiner Karriere beim Imperium hatte er gelernt, Vader nie zu lange warten zu las-sen. Zeuge dessen wurde damals zur Zeit der Schlacht auf Hoth der Admiral Ozzel. Er war ebenso ungeschickt wie töricht, erinnerte sich Vader an seinen unfähigen Untergebenen. Sein Versagen hatte er mit dem Leben bezahlt. An Ozzels Stelle kommandierte nun Piett, und dieser machte seine Arbeit zufriedenstellend.
„Mein Lord, wir haben es geschafft. Wir haben hochinteressante Informationen erhalten.“ Er griff in seine Tasche und holte einen kleinen Chip heraus. Per Knopfdruck erschien eine Karte. „Außerdem bekamen wir eine schematische Darstellung ihrer offensichtlich lächerlichen Befestigung.“ Piett lächelte ironisch. „Da war sein Leben ihm doch wichtiger, als die Infos. Jetzt, da wir ihn erfolgreich verhört haben, könnten wir ihn einfach jetzt gleich töten.“ „Ja, aber ziehen sie noch keine voreiligen Schlüsse, Admiral. In seiner Zelle ist er gut aufgehoben. Vielleicht werde ich es in Erwägung ziehen, ihn noch etwas länger leben zu lassen, aber das hat Zeit.“ Jetzt konzentrierten sich beide wieder auf die Karte. Zeit war wertvoll und durfte schließlich nicht verschwendet werden. Bei genauerem Betrachten der Holo-Karte wurden Einzelheiten der Basis auf Ruusan aufgeführt. Jeder einzelne Baum, jeder Posten wurde sichtbar. Dies war das perfekte Material für einen Großangriff. Darth Vader wandte sich ab und Piett glaubte, eine kleine Erleichterung in seinen Zügen zu erkennen. Nun galt seine Aufmerksamkeit erneut dem Offizier, der die Infos ebenfalls bestaunte. „Macht euch bereit“, sagte Vader mit unheimlicher Ruhe. „Das Warten hat nun ein Ende; Wir greifen an!


2

Sternenzerstörer Devastator, nahe dem Ruusan-System, Kommunikationszentrum


Sternenzerstörer, Jäger, Abfangjäger, Bomber und Transporter-sie alle kreisten um die Devastator herum, während in den Innenräumen der Angriff auf Ruusan vorbereitet wurde. Im Kommunikationszentrum versammelten sich währenddessen alle hochrangigen Offiziere und Admiräle. Der Raum war völlig finster. Allein das Hologramm von Darth Vader hüllte das Zentrum in ein bedrohlich und kalt wirkendes, blaues Licht. Sie alle mussten die Taktik perfekt beherrschen, denn Vader kann nicht verzeihen. „Wir sind in Angriffsposition, mein Lord“ Admiral Skalur, der Einsatzleiter der Devastator, wandte sich zuerst an den dunklen Lord. „Wir dürfen nicht mehr lange zögern. Der Angriff muss unverzüglich ausgeführt werden, oder wir werden zu nahe an die Scanner der Rebellen gelangen“ sagte Vader. Skalur kehrte dem Hologramm den Rücken und gab eine Codefreigabe im Computer ein und zugleich erschienen um den Sith herum weitere Hologramme, die die Kommandobrücken verschiedenster Sternenzerstörer aufwiesen. Alle Offiziere lauschten nun wieder gespannt den Worten des Darth Vader. „Ihr werdet wie besprochen eine Blockade um Ruusan herum bilden. Jegliche Arten von Schiffen, die den Orbit verlassen wollen, gelten als Flüchtlinge der Rebellen und müssen unverzüglich Abgefangen werden.“ Vader machte eine kleine Pause, dann sprach er weiter. „Die Koordinaten stehen fest. Wenn jedoch der Kurs nicht auf das genaueste berechnet wird und auch nur ein Schlachtschiff falsch aus dem Hyperraum austritt, ist der ganze Angriff zunichte gemacht. Dieses Manöver verlangt äußerste Präzision!“, mahnte Vader. „Es könnte durchaus passieren – und dass sollte ihnen als Ansporn dienen – dass ein Schiff bei einer Fehlberechnung in der Sonne von Ruusan verglüht.“
Vader selbst stand auf der Executor. Sein persönliches Schlachtschiff führte den Angriff an. Nahezu majestätisch glitt das Schlachtschiff vor den anderen her. Nach Vaders kleiner Bemerkung über zu vermeidende Fehler suchte der schwarze Lord nach Reaktionen, die Angst oder Ehrfurcht seiner Admiräle verrieten. Doch er fand nichts. Die strenge Ausbildung auf der Imperialen Akademie erzog die Männer zu absoluter Gehorsamkeit und Formalität. Dennoch spürte Vader, dass solche Gefühle bei jedem vertreten waren. Er beugte sich nun ein wenig vor und ließ nochmals eine Holo-Karte zur Veranschaulichung projizieren. „Sofern die Blockade gelingt werden die TIE-Jäger den Luftraum sichern während die Transporter die Truppen absetzen.“ „Verstanden, mein Lord“, brachte die durch die Übertragung verzerrte Stimme Admiral Skalurs hervor. Formell, wie es von ihm erwartet wurde. Als Vader erkennt, dass Skalur gerade die Verbindung unterbrechen will, fügt er rasch noch etwas hinzu, das ein wenig Nachdruck verleihen soll. „Außerdem …“ Skalur hielt nochmals inne.

Skalurs Nerven lagen blank. Vaders Erscheinung wirkte auf Skalur immer schon etwas beunruhigend. Und jetzt vor dem großen Angriff fühlte er sich beinahe überfordert, doch er wusste, dass dem nicht so war. Auf so etwas war er schließlich in seiner Ausbildung vorbereitet worden. Den Ausschaltknopf für die Verbindung hielt er bereits in seiner verschwitzten Hand, als Vader ihn nochmal inne halten lies. „Außerdem werde ich das Geschehen persönlich beaufsichtigen.“ Dieser Satz traf Skalurs Nerven wie eine gefühlte Erschütterung eines Protonentorpedos. Als er versuchte, seine Gedanken wieder zu ordnen, suchte er nach Wörtern. „Ihr werdet selbst nach Ruusan kommen?“, fragte der Admiral noch einmal ungläubig nach. Mehr brachte er beim besten Willen nicht heraus. „Exakt. Ich … ich spüre eine starke Präsenz der Macht auf Ruusan. Dessen muss ich mich persönlich annehmen.“ Ein Moment der Stille trat ein, bis sich Skalur wieder fasste. „Ich verstehe. Wir werden alles auf eure Ankunft vorbereiten.“ Abermals machte sich der Admiral daran, das Hologramm abzuschalten und er hoffte, dass Vader ihn nicht noch einmal aufhalten würde. Doch es geschah nichts. Das Licht des Hologramms erlosch und auch die Kommandobrücken aller anderen Sternenzerstörer verschwanden. Erleichtert verschwand Skalur aus der Zentrale, wobei er merkte, wie ihm der kalte Schweiß den Nacken herunterlief. Denn er wusste genau, wenn Vader persönlich anwesend war, würden sie ihre Anstrengungen verdoppeln müssen. Denn Darth Vader ist niemand, der jemandem vergeben würde.
Außerhalb der Devastator kehrten alle Jäger und Transporter wieder in die Hangars zurück, bevor Skalurs Sternenzerstörer wie alle anderen im Hyperraum verschwand.

Rebellenkreuzer Alliance Hope, Sullust-System

Luke blickte immer noch ungläubig auf den Bildschirm, der vor einiger Zeit mit der Basis auf Ruusan in Kontakt stand. Tiefe Denkfalten zeichneten das Gesicht des jungen Jedi während er zusammen mit Mon Mothma, Prinzessin Leia und Admiral Ackbar an einem Konferenztisch saß. Leia stellte sich zu ihm und musterte ihn. „Was hat das zu bedeuten?“, fragte sie ebenso verwundert wie Luke es war. „Wir müssen etwas unternehmen“, sagte Luke in Gedanken versunken. „Wenn es stimmt, dass die Imperialen Streitkräfte unsere Basis entdeckt haben, müssen wir Ruusan Unterstützung schicken. Diese Befestigung ist für uns von großer Wichtigkeit, und wir können es uns nicht leisten, diese Basis zu verlieren“ „Dem stimme ich zu, aber wir wissen nicht, was uns im Ruusan-System erwartet“ Ackbar wies auf eine Holografische Darstellung, die das Ruusan-System zeigte. Zu Lukes Enttäuschung hatte Ackbar theoretisch Recht. Theoretisch. „Wie wir sehen ist Ruusan ein unübersichtliches Sternensystem. Und die Basis…“ Erneut wies er auf die Karte, auf der nun ein roter Punkt aufleuchtete, welcher die Basis kennzeichnete. „…Ist ziemlich im Mittelpunkt eines kleinen Waldes. Wir können also unmöglich in das System eindringen, ohne entdeckt zu werden.“ Auch Mon Mothma ergriff nun das Wort. „Der Admiral hat recht. Commander Skywalker, wir…“ „Ich fasse es nicht.“ Luke erhob sich und starrte alle versammelten Personen an. „Ich fasse es einfach nicht, dass ihr nicht die Ressourcen aufbringen könnt, um unseren Truppen Hilfe zu leisten. Wir haben ohnehin schon zu wenig Soldaten und unsere besten Taktiker und Generäle sind dort stationiert worden. Wollt ihr nach der verlorenen Schlacht auf Hoth nichts unternehmen? Wollen wir nicht nach der Niederlage, die wir hinnehmen mussten dem Imperium endgültig das Handwerk legen, ihnen Plan für Plan durchkreuzen? Ja, aber wenn wir mit dieser – entschuldigen sie mir die Bemerkung – feigen Einstellung unseren Krieg fortführen, dann wird Palpatine nie aufgehalten werden können … “ „Und wenn das geschieht … “ Leia stand jetzt genau neben Luke. Auch sie sah der Staatschefin und dem Admiral tief in die Augen. Lukes Rede hatte Leia von Anfang an mitgerissen. „ … wird die Galaxis in einer Regierung von Angst und Schrecken endgültig zu Grunde gehen. Wir haben ja bereits gesehen, mit welch Feuerkraft das Imperium mit dem ersten Todesstern vorging.“ Stille herrschte. Dann erhob sich auch Mon Mothma. Im Gegensatz zu den Anderen war sie eher klein und gebrechlich. Sie deaktivierte Ackbars Holobild und rief eine wieder andere Karte hervor. Diesmal aus weiterer Entfernung als zuvor. „ … Wenn wir aber weit genug von Ruusan entfernt aus dem Hyperraum springen, vermeiden wir Aufsehen.“ Dieser Vorschlag gefiel Luke, zumal das der einzige Ausweg wäre, Ruusan zu helfen. Nun lag es an Admiral Ackbar. Einen Augenblick dachte er nach. Dann verkündete er seine Meinung „Das wäre eine Möglichkeit“, willigte Ackbar schließlich ein. „Dann wäre das geklärt. Denn wenn wir schon nicht nahe genug an das System herankommen, ohne entdeckt zu werden, lassen wir einfach die fliehenden Schiffe zu uns kommen. Sowie wir alle Flüchtlinge aufgesammelt haben, können wir ohne zu zögern verschwinden.“, sagte Luke, erleichtert über Ackbars Zustimmung. Innerlich jubelte er über seinen Triumph. „3PO?“ Luke rief nach seinem goldenen Protokolldroiden. Auf seinen Ruf wackelte er sogleich gehorsam auf seinen Master zu. Sein goldener Kopf ließ ihn immerzu verwirrt aussehen, was zum größten Teil ja auch stimmte. „Was kann ich für sie tun, Master Luke?“ „Ich brauche eine aktuelle Karte von Ruusan und allen Nachbarsystemen, um eine Flugroute zu berechnen. Wäre das möglich?“ „Aber natürlich, Master Luke!“ Der Droide tippelte zu einem Terminal und gab einige Zugangscodes ein, bis in der Mitte des Konferenztisches eine exakte Darstellung erschien. „Danke, 3PO“ „Oh, außerordentlich gern geschehen“ Sagte er pflichtbewusst. Luke wandte sich von dem Droiden ab, und betrachtete die Karte, die sich auf einmal etwas veränderte. Um den Planeten herum erschienen plötzlich überall kleine Punkte. Ratlos sah sich Luke nochmals zu seinem Droiden um. „Ach, 3PO, ich brauche dich noch mal hier. Kannst du das das Signal der Scanner verstärken? Ich möchte mir das mal genauer ansehen.“ Er deutete auf die Punkte. Nochmals bediente sich der Droide an dem Terminal. Nach einem kleinen Ladevorgang schaffte er es, den Bereich um die unbekannten Objekte zu vergrößern. Und jetzt wurden diese Punkte detailreich sichtbar - nein, es waren keine Punkte. es handelte sich um … Raumschiffe!

Rebellenstützpunkt, Ruusan

Es war früh am Morgen, als Meister Cota bereits draußen saß und meditierte. Der Planet war noch in morgendlichen Nebel gehüllt und die Luft war angenehm frisch. General Riiekan bemerkte den Jedi schon bald, und beschloss, sich neben ihn zu setzen. Er wartete geduldig, bis Meister Cota die Augen öffnete und den General mit besorgter Miene anblickte. Riiekan verstand, was den Jedi beschäftigte. „Ist es das Imperium?“, fragte er mitfühlend. „Ja.“ Cota machte eine ernste Pause. „Der Angriff steht unmittelbar bevor.“ „Ich weiß, dass ihr euch große Sorgen macht, Meister Jedi.“ Der General versuchte, so überzeugend wie möglich zu wirken. „Aber das werden wir schon überstehen. Palpatines Gewaltherrschaft wird nicht auf Ewig bestehen. Außerdem ist die Jägerstaffel ist sehr bald voll funktionstüchtig. Das wird uns schon sehr gute Chancen geben. Selbst der erste Todesstern wurde mit einer Hand voll Jägern besiegt. Und auch die Schlacht auf Hoth hat das Herz der Allianz nicht gebrochen. Und diesmal haben wir sogar zwei Jedi zur Unterstützung. Und sogar zwei verdammt gute.“ Riiekan lächelte den Jedi vage an. Und langsam begann Cota den Worten Riiekans nachzugeben. Bedenklich nahm er einen erfrischenden Atemzug der kühlen Luft und atmete langsam wieder aus. „Ihr habt recht. Ich sollte mir weniger Sorgen machen. Wir sollten …“ Schlagartig und unerwartet schoss ein Laserstrahl eines schweren Geschützes mitten durch den Morgendlichen Nebel und schlug nur knapp neben dem Jedi und dem General ein. Cota konnte sich geschickt abrollen und kam auf den Beinen auf. Riiekan jedoch wurde zu Boden geschleudert. Sofort wurde ihm auf die Beine geholfen und der ohrenbetäubende Alarm, der zuvor den Angriff ankündigte, schrillte laut los. Doch dies war längere Zeit eine Ankündigung. Dies war real. Dies geschah hier und jetzt. Die Luft schien zu brennen. Cota blickte scharf nach oben, und versuchte, durch die Macht den Nebel durchdringen zu können. Und wie er an dem rauchenden Fleck des Einschlags vorbei sah, wurde ihm durch den sich langsam lichtenden Nebel der Blick auf eine ganze Flotte imperialer Sternenzerstörer entblößt, unter der Führung eines unverkennbaren Supersternenzerstörers. Sie konnten erkennen, wie ein weiterer Zerstörer erneut ein schweres Geschütz abfeuerte. Doch diesmal konnte auch Riiekan ausweichen. Aber er und der Jedi waren nicht das Ziel, denn binnen von Sekunden später warf eine grelle Explosion die Beiden erneut meterweit zurück. Der Schildgenerator flog in tausend Fetzten glühenden Metalls durch die Luft. Der dichte Rauch erschwerte das Atmen immer mehr. Panik brach aus. Weitere Rauchschwaden stiegen unaufhaltsam in den Himmel empor. Die ganze Luft schien in Flammen zu stehen. „Das war unser Schild!“ „Damit sind wir ihnen Schutzlos ausgeliefert. Nun kommen sie Rein, General. Wir müssen uns vor dem Rauch in Sicherheit bringen.“ Einsichtig folgte Riiekan Kota und beobachtete das bunte Treiben. Rebellen eilten umher, eilten zu den Gefechtsstationen und zu den Außenposten. Doch der nächste Weg führte zum Hangar. Darin bestand ihre einzige Hoffnung. Auf einer kleine und unvollständige Jägerstaffel.


Shuttle ST-321

„Mein Lord, wir springen jetzt in den Hyperraum“ Stichwortartig konnte aus dem Fenster beobachtet werden, wie sich die Sterne in viele einzelne Striche verwandel-ten. „Gut“ Darth Vader betätigte einige Knöpfe an seiner Seite. Dann erschien das Hologramm von Skalur, dem Admiral der Devastator. „Ja, mein Lord?“ „Admiral, ge-ben sie mir einen Statusbericht ihres Angriffs“ „Wie sie wünschen“ Der Admiral fügte seinem Hologramm eine Karte hinzu. Aufmerksam sah sich Vader die Landschaft an. Vielleicht würde er diese Informationen bei der Infiltrierung des Planeten nochmals brauchen. Der erste Bereich der Karte wurde rot gekennzeichnet, und stellte den Beginn des Angriffes dar und gleichzeitig das Hauptziel. Die Basis.
„Die Rebellen haben uns dank des morgendlichen Nebels nicht früh genug bemerkt, und so haben wir ihren Deflektorschild sofort zerstören können. Außerdem haben sie ihre Jägerstaffel in den Kampf geschickt.“ Eine neue Karte erschien. Diesmal ein Bild der Schlacht. „Wie sie sehen können“, begann er, „Ist die Staffel offensichtlich ungefährlich, da sich mehrere technische Defekte erkennbar aufweisen. Der Luftraum gehört so gut wie uns. Jetzt können wir mit der Truppenlandung fortfahren“ „Wirklich sehr gute Arbeit, Admiral. Doch sein sie nicht so stolz auf ihre Arbeit. Unterschätzen sie diese Rebellen nicht. Das wäre nicht das erste Mal, dass diese sich sich aus dem Griff des Imperiums befreien.
Warten sie mit der Truppenlandung noch ein wenig und bereiten sie alles auf meine Ankunft vor.“
„Wie sie wünschen, mein Lord. Und keine Sorge, ich werde es diesen Rebellen schon nicht so leicht wie zuvor machen. Technische Defekte – Das nutze ich aus.“ Das Hologramm erlosch und Vader sah wieder zu den verzerrten Sternen hinaus. Ich hoffe für sie, dass sie ihrem Versprechen auch gerecht werden, Admiral, fügte Vader in Gedanken noch hinzu. Denn im Moment verlief alles genau nach Plan.

Wachposten Sektor 3-8, Ruusan

Die Schlacht war bereits in vollem Gange. Seit die Sternenzerstörer den Beschuss begonnen hatten, war ein stetiges Feuergefecht zwischen den Flotten ausgebrochen, das ungleicher nicht sein könnte. Wie erwartet war die Rebellenflotte unterlegen. Es lag allerdings nicht nur an dem Mangel an Ersatzteilen, sondern mehr an der fehlenden Kampfmotivation. Jeder der Piloten war mit Leib und Seele bei der Rebellion, doch das Imperium war von so übertrumpfender Stärke aufgetaucht, dass mancher durch diese derartige Tyrannei physische Schäden davontrug. Meister Cota, wohl wissend, dass weder er noch ein anderer Rebellenführer sich Schwäche anmerken lassen durften, hatte befohlen, den fliehenden Rebellen zusätzliche Zeit zu verschaffen, um die Verluste vergleichsweise gering zu halten. Doch nun hatte das Imperium es doch geschafft, ihre Truppenlandungen durchzuführen. Sehr gut organisiert zogen all die weißgepanzerten Willensverbreiter in die Schlacht, beginnend an mehreren Punkten in verschiedensten Himmelsrichtungen. Jetzt lag es an den Rebellischen Bodentruppen, die Imperialen Sturmtruppen aufzuhalten. Als General Warick, der Befehlshaber des Sektors 3-8, in die Gesichter seiner Truppe blickte, erkannte er die Anspannung und Konzentration jedes einzelnen Mitgliedes. Diese Erkenntnis erfreute ihn. Doch das war nur ein Grund mehr, seine Soldaten nicht zu enttäuschen. Er versprach ihnen, er würde sie da irgendwie durchbringen und sie würden diesen Kampf lebend überstehen.
In jedem spiegelte sich aber auch Angst wieder. Angst, die er ihnen nicht verübeln durfte, denn es war jene Angst, die vor einer Schlacht immer eintrat. Sie war allge-genwärtig, sie war unberechenbar. Jeder Soldat wurde von Herzrasen und kalten Händen erfasst. Das gehörte zu der Eigenschaft fühlender Wesen. Und manchmal, nur manchmal fragte sich Warick, ob eine Sturmtruppe oder ein anderer Imperialer jemals dieses verspürte. Sie arbeiteten nicht wie Wesen mit Gefühlen. Ihre Arbeit war makellos, fast wie Maschinen auf das peinlichste genau. Aber Warick wusste, dass er den Gedanken beiseite tun musste. Jetzt musste er mit Taten und Gefühlen seinen Soldaten beistehen.
Weitere Laserstrahlen zuckten in den Boden und wirbelten Staub und Dreck auf. Das Gras brannte, Baumstämme splitterten wie Zahnstocher auseinander. Überall rauchte es, so stark, dass selbst das Radar versagte.
Als die erste Angriffswelle vorüber war, begann der General sich von Posten 3-8 zu erheben, um zu seinen Gefährten zu sprechen. Einige hatten sich ihre Uniformen über den Mund gezogen, um nicht dem Rauch zum Opfer zu fallen. „Also gut, Soldaten. Die erste Welle der Imperialen rollt an. Sucht euch Feuerschutz und wartet auf mein Kommando. Der Rauch wird sie irritieren, auch für ihre verhassten Helme sollte das mal was neues sein. Wir werden sie überraschen.“ Alle gehorchten und versteckten sich hinter Bäumen oder Steinen. Zumindest dort, wo die Landschaft überhaupt noch verschont geblieben war. Warick suchte sich einen Platz ganz vorne an der Seite, um alles im Auge behalten zu können, und sich gleichzeitig die beste Schussposition zu sichern. Nicht lange lag der trügerische Frieden in der Luft. Denn jetzt begann der Angriff der imperialen Sturmtruppen. Weißgepanzerte Monstren, die in der ganzen Galaxis für Recht und Ordnung kämpften. Jedoch war eins bereits klar gewesen, noch bevor der Kampf begann; Vader würde nicht so töricht sein, Durchschnittstruppen abzusetzen. Diese Truppen gehörten der überaus gefürchteten Elite-Einheit an, welche Vader unter persönlichem Kommando führte. Dies war Vaders Faust; die 501st Sturmtruppenlegion. Sozusagen die Elite der Elite. Die Rebellen mussten äußerste Vorsicht walten lassen. Nichts konnte diese Mächte so leicht ausschalten oder beeinflussen. Konzentration!, ermahnte sich Warick wie so oft, wenn seine Gedanken schweiften. Das Ziel im Auge behaltend legte er seine Finger an den Auslöser seiner Blasterpistole. ´Warten´, dachte der General voller Bedacht. ´Geduld. Und…´ „Jetzt!“ schrie er. Alle begannen aus ihren Verdecken zu feuern. Es erfüllte ihn mit Stolz, dass die ersten Treffer seiner Mannschaft glückten. Doch schnell wurde er wieder in den Ernst der Lage gerissen. Auch die Sturmtruppen suchten sich jetzt einen Feuerschutz. Offenbar waren sie bei der Ausbildung auf Kämpfe auf so einem Terrain vorbereitet worden. Geistesgegenwärtig kontrollierte Warick seinen Kommunikationssender an seinem Ohr. Da er inzwischen die Sicht wegen der Rauchenden Einschussstellen verloren hatte, erkundigte er sich per Funk nach seinen Soldaten. „Alle noch in Position?“, fragte er zur Sicherheit. „Ja, Sir“ tönte die Antwort überzeugt zurück. Als Warick wieder in seinen Feuerschutz floh, bemerkte er das imperiale Landungsschiff, das zuvor die Truppen absetzte. Eine weitere Sturmtruppe stieg aus der Luke setzte sich auf ein Speederbike und schloss sich dem Angriffsschwadron an. Warick wendete seinen Blick nicht von den Angreifern ab. Gebannt fixierte er die Imperialen, während er sich schnell wieder an seinen Sender fasste, um mit seinen Truppen zu sprechen. „Soldaten, der Transporter hat die Letzten Invasoren abgesetzt. „Sie sind aus Richtung Norden auf dem Vormarsch. Zirka 2 Kilometer Entfernung würde ich sagen. Haltet die die Sturmtruppen auf, während ich mich um den Anführer kümmere. Die Informationen über diesen Posten hier dürfen nicht zu den Imperialen durchdringen!“ Und noch als er diese Worte fertig gesprochen hatte, drang das Klappern der Sturmtruppenrüstungen schon durch den schützenden Wald. Dutzende Truppen begannen sogleich mit ihren Blastern das Feuer zu eröffnen. Gleißende Blasterstrahlen zuckten durch die Luft und versengten Farn, Gras und Bäume. Als Warick selbst einen Schuss aus seinem Blaster abgab, und damit eine weitere Truppe niederstreckte, bemerkte er am Rand des Schlachtfeldes den Anführer der kleinen Einheit. Als Warick sein Elektrofernglas zur Hand nahm, konnte er erkennen, dass der Sturmtruppler rege ein Gespräch in ein Comlink führte. Mit knappem Nicken steckte er das Gerät zurück an den Mehrzweck-Gürtel, betätigte einen Schalter an seinem Speeder und aktivierte den Motor. Ehe Warick sich versah, rauschte der Commander mitten durch das Feuergefecht in den Wald. Doch Warick zögerte nicht. Er schwang sich auf seinen eigenen Speeder und nahm die Verfolgung auf.

Der Commander hatte inzwischen bemerkt, von dem Rebellengeneral verfolgt zu werden. Er vollzog halsbrecherische Manöver zwischen dem üppigen Baumwuchs. Immer wieder wäre Warick fast mit Gegenständen kollidiert. Als die Beiden dann ein Feld ohne Bäume durchflogen, fasste sich der Imperiale an seinen Helm. Warick schätze, dass der Commander seine eigenen Soldaten koordiniert.
Trotz der Feindschaft zu seinem gejagten bewunderte der Rebell die Fähigkeiten der Sturmtruppe. Es kostet sehr gute Ausbildung, seiner Truppe Befehle zu geben, ohne am Geschehen beteiligt zu sein. Doch diese Erkenntnis erinnerte General Warick erneut daran, den Feind nicht zu unterschätzen. Ohne Zweifel handelt es sich um eine Elite-Einheit der Sturmtruppen. Kurz ließ er seinen Kopf sinken, um sein Zielgerät zu überprüfen, dann riss er den Kopf wieder hoch, um seinen Feind im Auge zu behalten. Die Speeder hatten das Feld nun überquert und jagten nun erneut durch den Wald. Überall ragten Wurzeln aus der Erde, und der Imperiale und der Rebell mussten beide gleichermaßen aufpassen, um nicht mit einem der Bäume zu kollidieren. Ein schriller piep! lies den Rebell jedoch aufhören. Sein Peilgerät meldete ihm, dass der gegnerische Speeder nun in Schussweite ist. Warick schoss, doch der Commander lenkte sein Gefährt stark zur Seite, sodass der Blitz in einen Baum einschlug und dabei Rauch aufwirbelte. Ein neuer Schuss von Seiten des Generals. Diesmal ein Volltreffer! Am Heck des Speeders trat nun eine dicke Rauchschwade aus, doch der Imperiale ließ sich nicht vom Kurs abbringen. Überzeugt davon, dem Rebell Herr zu werden, fuhr der Imperiale einen Zufallskurt immer weiter in den Wald. Oder war es gar kein Zufallskurs? Vielleicht hatte er auch ein bestimmtes Ziel. Während er darüber nachdachte, musste er seinen Speeder nun etwas nach links lenken, um dem Rauch auszuweichen. Er beschleunigte aber schnell und fuhr sofort wieder hinter seinem gejagten her, als der Rauch verschwand. Doch diesmal war es die Sturmtruppe, die Probleme bekam. Höchstwahrscheinlich versagte seine Steuerkonsole. Das war die perfekte Gelegenheit für den Rebell. Er durfte nicht länger darüber nachdenken. Er musste diesen Moment nutzen. Nun verließ er sich nicht mehr auf sein Zielgerät - dieses war nämlich vom Rauch beschlagen - sondern auf seinen Instinkt, der ihn mehr als einmal das Leben rettete. Er hatte oft genug Zielübungen in seiner Ausbildung gehabt. Jetzt war es Zeit, zu beweisen, was er dort gelernt hatte. Mit der Hand am Feuerknopf harrte Warick aus und Wartete auf eine Gelegenheit, den Feind wegzublasen. Da! Der Gegner geriet bei einem Ausweichmanöver vor einem Baum versehentlich in seine Schusslinie. Ohne zu zögern presste er seinen Daumen auf den Knopf. Ein Feuerwerk roter Laserstrahl zuckte aus dem Speeder, schoss in Höchstgeschwindigkeit auf den Imperialen zu und verbrannte die Luft. Ein Funkenregen ging vom gegnerischen Gefährt herunter. Diesmal war die Rauch-schwade dichter als zuvor. Die Sichtbehinderung zwang den General zum Anhalten. Durch die Hitze und den Staub in der Luft musste er seine Augen zusammenpressen. Dennoch konnte er den Blick nicht vom Rauch abwenden. Konzentriert und mit seiner Hand am Blaster wartete er. Seine Stirn lag in Falten. Endlich, dachte er. Nun schwand der Rauch. Und zurück blieb, wie er erkannte, das verkohle Wrack des Imperialen Speeders; daneben auf dem Boden war sein toter Pilot. Er hatte den Schuss nicht überlebt.
Erleichterung füllte ihn und ließ ihn grinsen. Doch dies war nur ein kleiner Triumph gegen das übermächtige Imperium gewesen. General Warick sah sich um – ent-schlossen, dem Imperium bis zur letzten Minute den Kampf anzusagen.
Nun machte er kehrt und ging zu seinem Speeder. Er war umgeben von riesigen Bäumen und Sträuchern an einer kleinen Lichtung gelandet. Doch als er sein Gefährt erreichte und den Ort verlassen wollte, bemerkte er, wie sich unterhalb von einem Hang mehrere Sturmtruppen und Offiziere in Habachtstellung positioniert hatten. Zeitgleich landete ein Luxuriöser Imperialer Shuttle und wirbelte beim Aufsetzen Ruß und Staub in die Höhe. Der kommandierende Offizier – so schätze Warick seinen Rang – musste sich das Gesicht verdecken, um nichts in die Augen zu bekommen. Der General holte sein Fernglas und beobachtete das Geschehen genauer. Er stellte die Entfernung ein und musterte die Truppe. Sie kamen nach seiner Meinung einem Spezial-Einsatzkommando gleich. Zuerst schaute er sich den Shuttle an. <ST-321> konnte er auf dem Bug entschlüsseln. Warum landet ein Shuttle mitten im Wald? fragte er sich nachdenklich. Nun, ich werde es gleich erfahren…. Aber was er nun zu sehen bekam erschrak ihn sehr. Der Offizier straffte sich noch mehr. Und er senkte sein Haupt vor der schwarzen Gestalt, die den moosigen Boden des öden Planeten betrat.
Darth Vader.


3

Majestätisch schritt er die Rampe herunter. Wie erwartet empfing ihn einer der Offi-ziere, die die Truppenlandungen durchführten. Er blieb vor ihm stehen und sah ihm in die Augen. Der ihm gegenüber neigte seinen Kopf vor ihm. „Lord Vader, euer Be-such ist uns hoch angerechnet. War eure Reise angenehm?“ Diese Art von Empfängen verabscheute der schwarze Lord. Seine Untergebenen übertrieben es immer mit dem Respekt. Was Vader nur hören wollte, war ein Bericht über den Verlauf der Einsätze. Keine Floskeln, keine unnötige Faselei. „Sie können sich ihre lächerlichen Floskeln abgewöhnen. Ich will wissen, wie der Einsatz seit Beginn verläuft“ Der Offizier zögerte einen Moment, dann setzte er zur Antwort an. „Nun…“ „Und wehe…“, unterbrach ihn Vader brüsk. „…Ich muss mir anhören, dass nur ein Detail nicht in Ordnung ist!“ Der Offizier starrte seinen Vorgesetzten an. „Na… Natürlich. Nun… Also die Truppenlandung war ein voller Erfolg, mein Lord. Alle Truppen sind platziert und eure persönliche Garnison erwarten eure Befehle. Nur ein Teil von Trupp Alpha ist bei Posten 3-8 auf Widerstand gestoßen. Offenbar nur ein weiteres Delikt, uns aufzuhalten. Sonst sind die Verluste sehr gering. Im Luftraum ist unsere Flotte den Gegnern wie vorhergesehen kämpferisch als auch zahlmäßig überlegen“ Das waren genau die Informationen, die Vader hören wollte. Aber das Wichtigste war, das alles nach Plan verlief. „Sehr gut. Schenken sie dem Posten nur nicht zu viel Aufmerksamkeit. Sollen sie nur glauben, dass sie uns gerade Aufhalten. Schicken Sie meinetwegen weitere Sturmtruppen, um alle anderen Posten auszumerzen. Keine Gefangenen, keine Zeugen. Sie haben freie Handlungserlaubnis.“ Erneut eine Verbeugung. „Danke sehr, mein Lord“ „Aber nun zum eigentlichen Ziel: Bringen sie mir Trupp Omega meiner 501st Legion her. Sie werden mich begleiten. Ich persönlich werde in den Stützpunkt eindringen.“ Ja, ist mir nur recht. Dann muss ich nicht in diese Hölle rein. „Wie sie wünschen. Trupp Omega wird sich unverzüglich bei euch melden“ Vader kehrte dem Offizier, der nun auf seinem Comlink herum tippte, den Rücken und begab sich zurück in sein Shuttle. Als er ganz im Reisebereich verschwunden war, schloss sich mit einem Zischen die Luke. Ebenso elegant wie zuvor flog St-321 zurück in den Himmel. Doch unbewusst, dass noch eine weitere Person das Geschehen beobachtet hatte.


Posten 3-8, Ruusan

Warick parkte seinen Speeder hastig und rannte zu seinen Soldaten. Seine Ge-sichtszüge verrieten, dass er keine guten Nachrichten mit sich brachte. Es war beunruhigend zu erkennen, dass er Angst erkennen ließ, da er sonst ziemlich ruhig war. Der General hielt an und begann von seiner Entdeckung zu berichten. „Wo sind die Imperialen hier?“, fragte er wissbegierig. Jedoch waren seine Kämpfer von der Frage überrascht. Sie verstanden noch nicht richtig. „Wir haben sie alle geschlagen, Sir. Allerdings…“ der Soldat machte eine Pause. „…Haben wir viele verloren. Die erste Welle Soldaten habe wir aufhalten können. Genug Zeit also um…“ „Nein!“, schnitt ihm Warick erregt das Wort ab. „Wir haben etwas übersehen, das uns zum Verhängnis werden wird! So viel Zeit haben wir nicht mehr“ Ein Soldat meldete sich darauf zu Wort. „Was beunruhigt euch, Sir?“ „Vader ist hier. Er ist hier, noch nicht mal weit entfernt. Als ich den Sturmtruppen-Commander verfolgte, stieß ich auf eine Lichtung. Und dort ist Vader soeben eingetroffen! Ich habe sie belauscht.“ Nun verstanden seine Soldaten, was vor sich ging. Wissbegierig lauschten sie weiter. „Hört zu. Dieser Angriff war nur der Anfang – inszeniert so zu sagen.“ „Was…“ „Hört zu. Sie spielen nur mi uns. Versteht ihr? Wir sollen glauben, dass wir das Ziel sind. Aber das sind wir nicht. Denn das Wichtigste ist Folgendes-Vader will persönlich mit einer Legion seiner besten Sturmtruppen in den Stützpunkt eindringen. Wenn die Rebellen dort das nicht rechtzeitig merken, sind sie verloren! Vader und die 501st sind stark – und die Überraschung liegt auf ihrer Seite. Wir müssen etwas unternehmen.“ Ein anderer Rebell ergriff das Wort. „Beruhigen Sie sich. Bis die Legion eintrifft vergeht noch ein bisschen Zeit. Wenn wir gleich aufbrechen werden wir noch vor Vader dort sein, um die Warnung einzureichen. Das werden wir schon schaffen, Sir. Vertrauen Sie mir.“ Der General sah jetzt deutlich erleichterter aus, doch er war immer noch angespannt. Es tat ihm dennoch gut, guten Zuspruch von seinen Truppen zu erhalten. „Danke, Soldaten, dass ihr mich so unterstützt. Also dann. Brechen wir auf, bevor es zu Spät ist!“ Seine neue Motivation gab auch seiner Truppe neue Hoffnung. „Ja, Sir!“ Alle setzten sich auf die Speeder und in Windeseile waren die Rebellen am Horizont verschwunden. Aufgemacht zu der Mission, die Rebellen von Ruusan vor der totalen Vernichtung zu bewahren.



Vader hat uns schon mal attackiert. Auf Hoth. Er hat versagt. Er hat uns nicht alle fangen und vernichten können. Doch die Verluste waren enorm. Nein, er wird uns nicht noch einmal entkommen lassen. Diesmal will er Erfolg. Und er ist auf dem bes-ten Weg dazu…

Lazarettfregatte Alliance Hope, nahe dem Ruusan-System

„Sir, wir werden in Kürze Ruusan erreichen und ich muss sie ausdrücklich daran erinnern, dass dieser Einsatz ein äußerst gefährliches Unterfangen ist! Das ist ein reiner Selbstmord!“ „Schon gut, 3PO. Sieh doch nicht immer alles so schwarz“ „Natürlich Sir“ Nein, 3PO würde sicher auch fortwährend alles schwarz sehen. Keiner konnte das ändern. Darum war er einzigartig. Luke musste schmunzeln. R2 piepste ein paar hinterfragende töne. „Nein, R2. Ich werde es mir nicht nochmal überlegen. Ich habe alles genau geplant.“ Luke wandte sich von den Droiden ab. Er betrat den Turbolift und fuhr zur Kommandobrücke hinauf. Dort stieß er auf Admiral Ackbar, der ihn bereits erwartete. Der Mon Calamari betrachtete das Hologramm von Ruusan. Sorgfältig studierte er die Geographischen Umstände. Als er den jungen Jedi bemerkte, schaltete er das Schaubild ab. Und in diesem Moment fielen sie wieder in den Normalraum zurück. Ruusan war nur noch wenige Lichtjahre entfernt. Nur jene Lichtjahre trennten sie von der erbitterten Schlacht, die zwischen den Rebellen und dem Imperium geführt wurde. „Commander Skywalker, wir haben unser Ziel jetzt erreicht. Um ehrlich zu sein habe ich da ein mieses Gefühl.“ „Haben wir das nicht alle, Admiral?“ scherzte Luke. „Nun, wenn wir nach Plan handeln, kann nicht viel passieren. Solange wir uns vom Großteil der imperialen Flotte fernhalten, sollten wir nicht allzu sehr gefährdet sein.“ Ackbar kannte Lukes Optimismus nur zu gut. Im Großen und Ganzen hatte Skywalker jedoch immer recht behalten, auch wenn er behauptet, dass es kein Glück gebe. Nur die Macht… Schließlich seufzte der Admiral. „Ich hoffe, ihr behaltet auch dieses Mal recht, Commander.“ Ackbar nickte einem Rebell zu. „Deckoffizier? Fahren sie die Schilde hoch. Es ist soweit.“


Rebellenstützpunkt, Ruusan

Der Nebel auf Ruusan hatte sich gelegt und vom Balkon des Kommandozentrums der Befestigung bot sich ein wundervoller Ausblick auf das Waldstück des einsamen Planeten. General Warick hätte die Sicht gerne in Ruhe genossen, doch dafür war leider keine Zeit. Am ganzen Himmel wurde nun die Vernichtung bringende Flotte des Imperiums sichtbar, und sie war gigantisch. Unzählbar viele Pfeilförmige Sternenzerstörer hatten sich drohend im Orbit erhoben. Vereinzelt flackerten die Schüsse von Sternenjägern auf. Dieses schreckliche Szenario lies die Truppe von Warick keinen Augenblick lang ihren Auftrag vergessen. Diesmal war ihr Auftrag von höchster Priorität. Allen war schaudernd bewusst, womöglich das Schicksal von Ruusan auf den Schultern zu tragen.
Im schnellen Schritt rannte Waricks Stab mit dem General an der Spitze durch die durch Explosionen erschütterte Basis. Natürlich hatte das Imperium wie erwartet den Bodenangriff gestartet. Allerdings schätze Warick, dass sie die Basis nicht komplett zerstören würden, solange noch eine gewisse Person in einer nachtschwarzen Rüstung einen Auftrag zu erledigen hatte. Das könnte Zeit verschaffen. Und diese Zeit war wertvoll. Am Hauptcomputer hatten sich mehrere hochrangige Rebellen um General Madine und General Riiekan versammelt. Wild waren sie damit beschäftigt Befehle zu erteilen und zu empfangen. Das Chaos war perfekt. „Sir, die Imperialen haben unseren Stromgenerator im Süd-Osten getroffen! Sämtliche Systeme haben keinen Strom mehr!“ „Haben sie versucht, die Energieleitungen über den Hauptreaktor zu überbrücken?“ „Ja, Sir. Aber es hat nicht funktioniert. Der Schaden war zu hoch um ihn zu umgehen. Außerdem ist ein weiterer Imperialer Stoßtrupp in diesen Bereich eingedrungen! Sie befinden sich auf dem Vormarsch.“ „Dann können wir nichts mehr unternehmen. Versucht, die restliche Energie aus den Systemen dem Schutzschild zuzuleiten und verringert den Radius des Schildes, dass der Südöstliche Bereich aus dem Schutz genommen wird. Macht den Computer für sie unbenutzbar und dann schafft uns einen Weg hier raus. Die Zeit drängt!“ „Ja, Sir. Ich werde mich sofort darum kümmern.“ „Verzeiht die Störung, General …“ Riiekan drehte sich um und sah in das vom Kampf gezeichnete Gesicht von General Warick, der flankiert von seiner Einheit vor ihm stand. Überrascht und erfreut begrüßte er ihn. „Ah, General Warick. Ich hörte, ihr habt Posten 3-8 gut verteidigt. Ihr habt dem imperialen Trupp schön den Hintern versohlt.“ Nun aber verschwand sein Lächeln und er wurde aufgrund der Lage wieder ernst. „Gibt es außer euch noch Überlebende?“ Das trauernde Gesicht Waricks ließ die Antwort erahnen. „Nun, wir haben von niemandem gehört. Alle anderen müssen wohl überrannt worden sein. Es tut mir leid.“ Wütend war auch die Antwort von Riiekan zu erahnen. „Was ist mit den Imperialen passiert? Habt ihr sie alle getötet?“ „Ein Offizier konnte entkommen, aber…“ „Um den brauchen wir uns nicht zu sorgen. Vader wird ihn wegen seinem Versagen zur Rechenschaft ziehen.“, sagte Riiekan sarkastisch. Er wusste aber, dass es so geschehen wird. „Bestimmt“, bekräftigte Warick. „Aber darum sind wir nicht hier. Ich habe eine Entdeckung gemacht von welcher vielleicht … unser Schicksal hier abhängen könnte.“ Riiekan sah daraufhin verdutzt drein. „Wie meinen…“ „Halt!“ Unterbrach ihn Warick und bedeutete Riiekan mit einer Geste zuzuhören. „Durch einen Zufall habe ich mich zu einer kleinen Lichtung begeben. Dort waren mehrere imperiale Truppen um einen Shuttle versammelt. Doch erst als ich genauer hinsah wurde mir alles klar: Nun weiß ich, dass Vader persönlich die Vernichtung unserer Befestigung überwacht.“ „Irren sie sich auch nicht?“ „Ich bin mir Volkommen sicher, Sir. Bestimmt hat Vader seinen Misserfolg auf Hoth nicht vergessen. Im Gegenteil: Er sinnt auf Rache. Diesmal wird er sich selbst vergewissern, dass alles nach seinem Plan läuft. Wir müssen schnell etwas unternehmen, wenn wir uns aus Vaders Fängen befreien wollen.“ „Ich verstehe. Ich sehe, dass wir keine andere Wahl haben. Ich sende Sofort einen Alarm an alle Sektionen.“
Und mit dieser Reaktion war das Chaos perfekt. Diese Meldung schien sich in das Gedächtnis jedes einzelnen eingebrannt zu haben. Wirklich keiner wollte der Ver-nichtung ins Auge sehen. Die Furcht vor dem schwarzen Lord war jedoch unermesslich. Zusammen mit seiner 501st war er eine Bedrohung wie keine zweite. Und mit dieser Reaktion, mit dieser Panik schien Vaders Rache erst zu beginnen.


Imperiales Basislager, Ruusan

„Das … war ein Unfall! Sie müssen mir glauben! Sie … waren uns deutlich überlegen …“ Vader war erbost. Er kochte vor Wut und das zeigte er dem ihm Gegenüber. „Ich stelle ihnen nicht einen Spezialtrupp unter ihr Kommando, wenn Sie nicht einmal die kleinste Aufgabe erfüllen können!“ Auch ohne Vaders Würgegriff war das Gesicht des Offiziers schon bleich genug. Verzweifelt versuchte er sich aus der Lage zu retten. „Ich werde sie nicht noch einmal … enttäuschen!“ „Sie haben recht. Das werden sie nicht.“ Vader hatte nun genug gehört. Tot brach der Offizier vor Darth Vader zusammen. Ein anderer Offizier trat herbei, während Säuberungsdroiden den Leichnam entfernten. „Mein Lord, euer Omega-Trupp der 501sten steht auf der Promising bereit und wartet auf eure Befehle, Sir.“ „Ich werde alles Weitere dann mit meinem Trupp selbst besprechen. Benachrichtigen Sie Omega, dass ich sie hier unten erwarte. Im Moment ist eure Arbeit hier getan. Nun kehren sie zu eurem Stab zurück und führen sie den letzten Teil meines Plans aus. Halten sie sich bereit und warten sie auf mein Kommando. Um 15.35 überprüfen wir das Funk-System, also halten sie ihren Kommunikator bereit. Alles Weitere wird vor Ort geklärt. Und nun gehen sie.“ Der Offizier wollte sich gerade abwenden, doch Vader hielt ihn nochmals zurück. „Falls sie versagen …“ Drohend hob der schwarze Lord die Hand „ …Teilen sie dasselbe Schicksal wie ihr Kollege“ Der Sith deutete auf den Körper des Offiziers, mit dem die Droiden immer noch zu tun hatten. „Haben sie das verstanden?“ „Ja, mein Lord. Sie haben sich … klar genug ausgedrückt.“ „Gut. Dann enttäuschen Sie mich auch nicht.“ Als er sich das nächste Mal umdrehte, um zu gehen, hatte Vader nichts mehr zu sagen.

Im Orbit über Ruusan

„Rot drei, hier Rot fünf. Dir sitzen drei Abfangjäger im Nacken - 30 Grad!“ „Wo? Ich kann sie nicht sehen! Schafft sie mit vom Hals!“ Eine Explosion erhellte die Cockpit-scheibe. „Rot drei? Rot drei, bitte melden!“ Der Kommunikator gab nur ein Rauschen von sich. Bedauernd schaltete Rot fünf über zur Basis. „Basis 1, wir haben Rot drei verloren!“ „Im Augenblick bleibt keine Zeit für Trauer. Achtung! An alle Jäger: Konzentriert die Angriffe auf den nächstgelegenen Sternzerstörer! So können wir vielleicht verhindern, dass noch mehr Verstärkung kommt!“ „Habe verstanden, Basis 1. Staffel Rot hinter mir formieren! Gefechtsgeschwindigkeit.“ „Hier spricht rot vier. Sind sie wahnsinnig? wir können gegen einen Sternzerstörer keine Nahkämpfe führen. Das ist unmöglich! Ohne ausreichend Kampfmaschinen bleibt nach dem Ersten Zerstörer schon niemand mehr übrig! Wenn wir nur endlich wir mal Verstärkung …“ Das Komm begann zu rauschen. „Hier spricht Luke Skywalker. Führen sie den Befehl aus. Sie haben soeben Verstärkung bekommen.“ Rot fünf riss die Augen auf, und auch die anderen waren überrascht, Besuch von Skywalker zu bekommen. Der Kampfgeist war wiedererweckt worden. „Commander Skywalker! Hier spricht Rot vier … Befehl empfangen!“ Rot vier schaltete den Comm - Kanal auf offen. „Rote Staffel, hier Rot vier … Seht ihr? Unsere Verstärkung ist da! Skywalker hat´s geschafft!“ Die Flotte formierte sich neu und teilte sich in Gruppen von drei Jägern auf und rasten in Angriffsformation auf die Sternzerstörer zu. Doch nun hatten sie eine neue Waffe - Hoffnung!

Auf der Kommandobrücke der Promising beobachteten die Offiziere mit Erstaunen die verzweifelten Handlungen der Rebellen. „Hier im Orbit ist soweit alles klar, mein Lord. Alles im Normalzustand … Warten sie! Jetzt ist Verstärkung Angekommen. Die Flotte formiert sich neu. Die feindlichen Jagdmaschinen sind in Angriffsposition. Aber das ist doch sinnlos. Sie haben keine Chance. – Ach ja, ihre Einheit ist soeben gestartet. Sie müsste in fünf Standartminuten bei euch dort unten ankommen.“ Eine Erschütterung ließ das Kampfschiff auf einmal erbeben. Hektisch schaute sich der Admiral um, bis sein Blick bei dem Hologramm vor ihm haften blieb. „Was geht da oben eigentlich vor sich?“, fragte Vader. Der Offizier hingegen versuchte darauf, seinem Vorgesetzten das Szenario zu erklären. Jedoch verstand er die Verzweiflungstat selbst nicht. „Offensichtlich gehen die Rebellen nun in den direktangriff auf unsere Kampschiffe! Sie sind wahnsinnig! Das ist der reine Selbstmord! Was wollen sie sich dabei beweisen?“ Eine weitere Erschütterung folgte, diesmal heftiger als die Vorherige. Beinahe wäre er von den Füßen gerissen worden. Um das Gleichgewicht zu bewahren wedelte er hektisch mit den Armen. „Sir, wir haben unsere Deflektorschild verloren! Das … das war ein Direkttreffer“ „Ich habe es ihnen bereits gesagt und ich sage es ihnen auch noch einmal: Sie sollten sich dessen bewusst sein, die Rebellen nicht zu unterschätzen!“ „Ja, mein Lord. Ich …“ „Genug. Ändern Sie den Kurs und benachrichtigen Sie die Feuerkontrolle. Energie auf die Frontalbatterien umleiten.“ „Ja, mein Lord.“ Vader wandte sich ab und gab seinen nächsten Befehl einer Sturmtruppe. „Sie, gehen Sie und benachrichtigen Sie den Feuerposten unter Leutnant Sate. Er wird sich dessen annehmen“ Sofort wandte sich die Sturmtruppe ab und hetzte seiner Aufgabe nach.

Feuerposten, Sektor 3897439, Promising

Feuerposten, hier spricht Soldat TR-7518. Drehen sie ihre Geschütze 47 Grad nach Norden und nehmen sie insbesondere die X-Flügler ins Visier. haltet sie von unseren Schildgeneratoren fern. Anordnung von Lord Vader persönlich. Priorität hoch!“ „Verstanden, TR-7518. Wir sind in Stellung.“ Er schaltete das Comm ab. „OK, Leute. Wird Zeit, dass wir den Rebellen eine Lektion erteilen. Sektor 399008040 anvisieren. Haltet sie von den Generatoren fern.“ Alle drehten die Geschütze in den vorgesehenen Sektor und feuerten. Schon bald waren die Rebellen mit einem Feuerhagel eingedeckt, dem sie nur ungut standhalten konnten. „Ha, ich hab einen erwischt!“, schrie einer der Schützen erfreut. „Nicht so vorlaut, ich hab schon drei!“ „Hey, lasst mir auch noch welche übrig! Moment, gleich …“ Ein anderer Schütze versuchte, eine weitere Feindmaschine abzuschießen, als er plötzlich zögerte. „Warte was war das?“ „Vermutlich ein Komet oder dergleichen, Sir.“ „Nein, nicht in diesem Umfeld. Wir befinden uns hier fernab von jeglichen Himmels- und Flugkörpern. Das war etwas anderes. Ein … Es war ein … Raumschiff! Und es bewegt sich offensichtlich zu schnell. Welcher Idiot hat da einen nicht ganz erwischt?“ Tatsächlich raste eine nur halb erwischte Maschine auf gefährlichem Kurs auf die Imperialen zu. „Ich glaube, das war ich.“, gab ein anderer zu. „Das Teil rast auf uns zu! Weicht vom Kurs ab und knallt den vom Himmel! Der kann uns gefährlich werden!“ Doch keiner konnte den angeschossenen Jäger aufhalten. Von der enormen Geschwindigkeit hatte er bereits Feuer gefangen. „Verdammt haltet ihn auf! Aufhalten! Oh, nein! Die Luftschleuse! Wenn er die erwischt, dann … dann …“ Ehe er seinen Satz beendete explodierte der Rebellische Jäger in der Luftschleuse. Alles wurde ins kalte Vakuum des Alls gesogen. Zusätzlich füllten sich die Zugänge der Feuerposten mit gleißendem Feuer. Alles stand in Flammen, bis auch die Soldaten und die Maschinen in die Atmosphäre gesaugt wurden und verglühten. Dann wurde es still.


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BeitragVerfasst: Mi, 29. Feb 2012, 08:43 
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„An alle Jagdmaschinen, Hauptschilde des Zerstörers anfliegen! Nutzt die Ablen-kung“ „Roger, verstanden. OK, jetzt wird´s ernst. Benutzt Protonen-Torpedos, aber passt auf. wir dürfen nicht zu nah ran. Die könnten uns immer noch anpeilen.“ Er selbst schob den Deckel des Auslösers für die Torpedos nach oben. „Auf mein Kommando - warten, warten …“ Ihm lief es eiskalt den Rücken hinunter, als er sein Manöver flog. Nur ein Fehler würde ihr aller Ende sein. „Warten … Ja jetzt! Alle Feu-er frei!“ Von jeder der zwei führenden Gruppen wurden jeweils drei Torpedos auf die zwei Generatoren Abgefeuert und schossen auf das Ziel zu. Sie alle trafen unmittel-bar das Ziel und verschwanden im Nichts. Nur wenige Augenblicke waren die aufragenden Generatoren des Sternenzerstörers in einem gleißenden Licht verschwunden. Beide Generatoren konnten vernichtet werden. Die Rebellenpiloten mussten die Augen zukneifen, so grell waren die Explosionen. Einige TIE-Jäger wurden mitgerissen und die Flotte eröffnete das Feuer auf die Kommandobrücke. Jetzt war der Sternenzerstörer ein leichtes Ziel. Immer weitere Salven preschten auf die Brücke ein, Bis auch sie in gleißendes Licht getaucht war. Eine einzige gewaltige Explosion verschlang daraufhin das gewaltige Schlachtschiff. Dann, wenige Sekunden später, war es vorbei.

„Was war das?“, brüllte Vader. „Ich will einen Lagebericht. Sofort! Was ist schief ge-gangen? „Sie haben unsere Schilde zerstört. Captain, schließen sie die … Ah!“ „Commander? Antworten sie! Was geht da vor?“ Doch es war zu spät. die Flammen verschlangen das gesamte Schiff in Kürze. Und langsam kippte das pfeilförmige Schiff nach vorne über und stürzte senkrecht auf die Planetenoberfläche zu. Noch in seinem Flug hatten die Flammen das Schiff bereits eingenommen und brachten es zum Explodieren. In einer Atemberaubenden Detonation verschwand das Schiff schließlich gänzlich. Noch immer still starrte währenddessen der schwarze Lord auf sein Holobild, auf dem noch zuvor der Commander des Zerstörers mit ihm sprach. Schließlich zerquetschte Vader das Gerät mit bloßer Hand und ging wortlos.
Eine Spezialeinheit wartete auf ihn.

„Juhuuuh! Haha, das war doch mal ein Feuerwerk! Fantastisch!“ Alle Angehörigen der Rebellenflotte brachen ebenso in Jubelschreie aus, als sie die Vernichtung des imperialen Großkampfschiffes erlebten. „Basis 1, hier Rot 7. Mann, den hat´s er-wischt, nicht wahr? Ein Bombentreffer!“ „Sehr gute Arbeit. Versucht die Aufmerksamkeit auf euch zu lenken, damit Skywalkers Flotte ihren Plan ausführen kann. Lenken Sie sie ab, solange sie noch können.“ „Verstanden, Basis 1. ACHTUNG: Rote Gruppe, teilt euch in Einheiten auf. Fliegt weiter und sorgt für ein bisschen Verwirrung.“ „Und das soll funktionieren?“ „Das ist ein alter Trick. Das Imperium ist bis jetzt nie so richtig damit klar gekommen - und das soll sich geändert haben?“ Da musste er leicht lächeln. „na, da haben Sie wohl recht. Die Jungs lernen es nie. Also dann, an die Arbeit!“

Imperialer Außenposten, Ruusan

„Sir, alle Einheiten warten auf eure Befehle, Sir!“ „Gute Arbeit, Commander. Wie spät ist es gerade?“ „Genau 15.20, Sir.“ Inzwischen befand sich Vader in einem Imperialen Transporter. An seiner Seite stand Captain Pose der 501. Der Offizier, mit dem er sprach war nach Vaders letzter Anweisung zu seinem Stab zurückgekehrt. Per Comlink war er nun Darth Vader zugeschaltet. „Sehr gut. Setzen sie die Truppen in Bewegung. Um 15.30 müssen wir unser Ziel erreicht haben. Dann erwartet mich auch der Rest meiner Truppen. Schaffen sie das?“ „Mehr Zeit als wir benötigen, Sir. Ich breche gleich auf.“ „Dann gebe ich den Startbefehl hier. Um 15.30 werde ich dann am Treffpunkt meiner 501. sein. Ich benachrichtige Sie nochmals sowie wir losmarschieren.“ „Ja, mein Lord. Ich werde Sie erwarten.“ Er schaltete den Comlink ab und winkte dem Piloten. Mit dem Aufheulen der Triebwerke schoss der Transporter fort. In der Ferne war bereits die Festung der Rebellen in Sichtweite geraten – und diese qualmte und brannte bereits lichterloh. Keiner durfte Vader nun aufhalten. Er würde sie alle vernichten.

„Ja, wir sind auf Position. Sowie Sie sich den Ihren Weg durch die rebellische Ein-richtung gebahnt haben, stoßen wir zu Ihnen.“ Vaders Truppe lief bereits auf schnellstem Wege durch den Wald. Kein Soldat Sagte ein Wort. Allein Vaders rhyth-misches Atmen und die Geräusche von Vögeln, die noch nicht vor dem Kampf geflohen waren, waren zu hören. Gerade hatte er sich mit Stab Gamma in Verbindung gesetzt. Auch dieser war auf Position und bereit, die Hülle zu durchbrechen. Plötzlich hob der Sith die Hand und der Trupp kam zum Stehen. „Captain Pose, scannen sie das Gelände - ich spüre dort etwas.“ der Captain öffnete daraufhin eine Tasche in seinem Ausrüstungsgürtel und zog ein kastenförmiges Gerät heraus. Mit einem Pfeifton erwachte der Bildschirm zum Leben. Eine Armlänge von sich entfernt bewegte er den Apparat halbkreisförmig vor der von Vader beschriebenen Stelle her, senkte es, betätigte ein paar Knöpfe und ein weiteres Piepen zeigte die Scann-Ergebnisse. Er nickte. „Ihr hattet recht, mein Lord. Ich habe in ca. 140 Metern eine Gruppe Menschen entdeckt. Außerdem eine kleine technische Vorrichtung. Ein übersehener Rebellenposten, nehme ich an.“ „Wie viele sind es?“ „5 Personen, nichts weiter.“ „Das müssen Rebellen sein. Ja. Wir befinden uns tatsächlich in der Nähe eines Beobachtungspostens. Könnten sie uns geortet haben?“ „Nein, Sir. Unsere Scanner sind den ihren weit überlegen. Sie haben gut 6 Meter weniger, zumindest in diesem Gelände.“ „Gut. Wenn sie uns zu früh sehen, könnte unsere Chance, unauffällig einzudringen, dahin sein.“ Zustimmend nickte Pose. „Sollen wir sie gleich erledigen, um die Mission fortzusetzen?“ „Uhrzeit?“ „15.25“ „Dann haben wir noch Zeit. Überlassen sie die mir. Blasterfeuer wäre zu laut. So würden wir den ganzen Sektor wecken. Ein Licht-schwert ist viel präziser. Dennoch brauche ich einen Soldat.“ Vader schritt durch seine Männer und begutachtete sie. „Sie brauche ich. Jetzt hören sie mir gut zu, was Sie zu tun haben …“ Vader erklärte ihm kurz, was er zu tun hatte, dann begaben sie sich auf ihre Positionen. Eine leichte Übung für Vader und die 501st.

„Status?“ „Alles ruhig soweit, Sir. Keine – Warten Sie, da bewegt sich doch etwas auf unseren Scannern - imperialer Herkunft.“ Erschrocken deutete ein anderer auf eine Stelle im Wald. „Hast du gesehen? Im Unterholz ist jemand!“ „Halte hier die Stellung, ich sehe mal nach dem Rechten.“ Der Soldat marschierte mit gezogener Waffe hinter einen Baumstamm. Ganz vorsichtig tastete er sich vorwärts - und verschwand. Kurze Zeit blieb es Still, bis ein weiterer Soldat reagierte. „Da stimmt doch irgendetwas nicht. Ihr Beide - geht ihn suchen. Seid lieber auf alles gefasst.“ „Jawohl, Sir.“ Die nächsten Beiden begaben sich ebenfalls hinter den Stamm. Auch diesmal blieb es still, nachdem auch diese beiden verschwunden waren. Nun waren nur noch zwei übrig, die sehr verdutzt dreinblickten. „Was geht hier überhaupt vor?“ „Ich weiß nicht. Unsere Scanner können immer nur diese eine Lebensform anzeigen. Da muss einer sein!“ „Ja, irgendwo müssen unsere Kollegen ja geblieben sein!“ Völlig unsicher sahen sie sich um. Keiner wusste, was hier passierte. Doch als beide sich abwanden, hörten sie etwas, was wirklich niemand erwartet hätte.
„Verzeihung. Darf ich die Herren mal kurz unterbrechen?“

Als auch der letzte Rebell durch Vaders Klinge den Tod fand, begab er sich persön-lich durch das Unterholz. Und wie erwartet fand er auch den Posten mit den letzten beiden Rebellen vor. Keiner der Beiden sah in Vaders Richtung. Wild waren sie damit beschäftigt, sich umzusehen. Mit Vergnügen hätte der schwarze Lord sich die beiden noch länger angesehen, um herauszufinden, wann sie ihn bemerkt hätten. Aber die Zeit drängte.
„Verzeihung. Darf ich die Herren mal kurz unterbrechen?“ Damit war die Aufmerk-samkeit ganz auf ihn gerichtet. Steif drehten sie sich zu ihm um und sagten nichts. Solange, bis einer den Mut fand, seinen Blaster zu zücken und zu feuern. Keine Herausforderung für Vader, der die Blitze mit bloßer Hand abwehren konnte. Dann kam sein Lichtschwert zum Einsatz und lenkte einen der Strahlen zurück auf den Schützen und traf ihn im Arm. Und da starben die beiden Rebellen durch rotes Laserfeuer von Vaders auserwähltem Soldat. Er hatte sich von Hinten genähert und hatte sich auf Position gebracht. Alles wie geplant dachte Vader. „Gute Arbeit, Soldat. Aber nun müssen wir weiter.“
Seither wurden sie nicht mehr aufgehalten und erreichten - trotz der Unterbrechung - Den Treffpunkt sehr pünktlich. Genau um 15.33 trafen sie ein und dann führten sie den Comm-Check mit dem Offizier des Stabes Gamma durch. Als dieser sich am anderen Ende meldete, fasste Vader nochmal kurz die Lage zusammen. „Also, wir haben den Treffpunkt erreicht, von dem aus die Aktion gestartet wird. Sie alle kennen den Plan. Commander, machen Sie sich bereit, durchzustoßen. Wir treffen dann auf euch im Haupthangar. Töten Sie jede Lebensform, der Sie begegnen. Keine Gefangenen. Und falls Sie auf Jedi treffen …“ Dieses Wort betonte er unheimlich „… Geben Sie mir Bescheid und übermitteln mir Ihre Position. Ich würde mich ihrer gerne persönlich annehmen.“ Der Offizier verstand das gut und nickte. Nach einer kurzen Pause sprach Vader weiter. „Wir dürfen uns keinen Fehler erlauben. Nicht jetzt so nah am Ziel. Jeder von euch hat eine gute Ausbildung genossen. Bei Zweifelsfällen kontaktieren sie mich. Ist alles klar soweit?“ „Ja, Sir!“ Aus dem Kommunikator tönte der Ruf von Gamma ebenso wie der seiner 501. blitzartig. „Dann sind wir soweit. Brechen Sie durch, Commander. Wir greifen an!“

Jedi-Gemächer, Stützpunkt Ruusan

„Die dunkle Seite der Macht ist mit ihnen“, erkannte Meister Cota bestürzt, als er mit seinem Padawan zusammen meditierte, in der Hoffnung, eine Lösung zu finden, um den Angriff stoppen zu können. Doch dies schien nahezu unmöglich. Diesmal war es schier aussichtslos. Selbst auf Hoth konnten sie sich den Angriffen wenigstens ein wenig entgegensetzen. Aber das hier war etwas anderes. „Ich spüre es auch, Meister. Und ich spüre Vader. Er ist hier. Und er ist sehr nahe. Was sollen wir nur tun?“ „Befreie deinen Geist, mein Schüler. Atme tief durch. Du musst jetzt klar denken können. Dies ist ein heikler Moment. Wir alle werden durch den Angriff sehr gefordert, da ist es wichtig, nicht den Verstand zu verlieren.“ Er hoffte dabei nur, seine Lektion selbst befolgen zu können. „Ja, Meister“ „Das Evakuierungscodesignal ist bereits gegeben worden. Nun ist es an der Zeit, zu den Transportern zu gehen und zu …“ Seine Worte stockten als außerhalb der Gemächer ein Lärm aus panischen Schreien ausbrach. „Lauft, alle Weg hier!“ kreischten vereinzelt Leute. Andere brachten schon keinen Ton mehr heraus. Dann schlug Laserfeuer in Türen und Wände ein und das klappern von Rüstungen der Imperialen Sturmtruppen war nun klar und deutlich zu hören. Ihre Blaster versengten alles, was ihnen im Weg stand. Die Jedi wagten sich nicht zu rühren. Gespannt hörten sie den Sturmtruppen zu. Nun befanden sich die Soldaten bereits gefährlich nahe.

„Gut. Soweit ist alles gesichert. Da, schaut dort nach.“ Einer der imperialen berührte den Türöffner. Im Inneren harrten die Jedi beunruhigt aus. „Halt dich bereit, Pada-wan“ Dieser nickte darauf und seine Hand wanderte an sein Lichtschwert. Langsam strich er über den Schalter, welcher es aktivieren würde. Da sprang die Tür schon auf und die Truppen rannten herein. „Commander, Jedi! Blast sie weg!“ Sie eröffneten das Feuer. Im selben Moment sprangen auch die Klingen der Lichtschwerter in die Höhe. Mit hektischen Bewegungen wehrten sie die Lasersalven ab, sprangen, stießen zu. Die Jedi kämpften sich immer weiter nach vorne, zerschnitten erst die Waffen und erledigten dann dessen Träger. Als der letzte im Raum erledigt war, steckten sie ihre Waffen zurück an den Gürtel und verließen ihre Gemächer zügig. Jetzt galt es, den schnellsten Weg zum sicheren Transporter zu finden. Bei der Flucht genehmigte sich Thromé eine Bemerkung. „Meister?“, keuchte er. „Diese Sturmtruppen, die uns angriffen …“ „Was ist mit ihnen?“ „Das waren aber keine durchschnittlichen Soldaten, oder? Sie haben zu präzise gekämpft und geschossen“ „Ich weiß. Das sind Soldaten der 501sten Legion.“ „Vaders Spezialeinheit?“ „Genau.“ „Na, die Jungs wollte ich eh schon mal gerne kennen lernen.“, sagte der Padawan sarkastisch. Doch sein Meister hingegen war nicht zu Scherzen aufgelegt. „Sie sind hier, um uns zu töten.“ „Aber weiß Vader denn überhaupt, dass wir hier sind?“ „Vermutlich. Seine Sinne sind äußerst geschärft. Er kann uns auf große Distanz spüren.“ „Dann sollten wir besonders vorsichtig sein“ „Dem stimme ich zu. Und jetzt Lauf. Spar deine Energie. Bis wir im Hangar sind liegt noch eine weite Strecke vor uns.“
Gerade, als die Beiden eine Abzweigung erreichten, sprengte jemand ein Mauer-stück auf und ein weiterer Stoßtrupp imperialer Soldaten, mit einem Offizier an der Spitze, stürmte die Basis. „Dort! Macht sie platt! Keine Überlebenden!“ Brüllte der Offizier seine Truppe an. „Ja, Sir.“ Mit ihren Schwertern parierten sie das Feuer. „Schnell, nach links!“ Die Flucht ging weiter. Gerade so waren sie dem Feuer ent-kommen. Der Offizier jedoch hatte für die Machtnutzer nur ein spöttisches Lachen übrig. Ein höhnendes, hassendes und vielleicht auch wissendes Lachen. Doch diese kleine Einheitstruppe des Imperiums war nur ein Vorbote dessen, was sie als Haupttruppe noch erwarten sollte. Denn als sie schließlich hechelnd den Haupthangar erreichten, blickten sie nur auf eine aufgesprengte Tür, zerstörte Transporter und Leichen. Keiner war geflohen. Keiner hatte es geschafft.
Voller Abscheu versuchten die Jedi, den Blick abzuwenden. Doch als das gelang, drängte sich die nächste Gefahr in ihr Blickfeld. Eine große imperiale Garnison er-wartete sie mit gezogenen Waffen. Ein Admiral trat hervor. Sein Blick war finster, seine Schritte entschlossen.
„Ah ja. Die Jedi. Vader hatte also recht. Willkommen im Haupthangar. Ich bin Offizier Obex und sie, meine Herren, sind verhaftet.“ „Seid euch nicht so sicher, Abschaum!“ brachte Thromé hervor. Doch sein Meister Cota schüttelte nur den Kopf. „Ihr unter-schätzt uns. Es gibt immer einen anderen Weg.“ Cota griff mit der Macht aus und brachte den Eingang zum Hangar zum einstürzen. Doch der imperiale Offizier konnte gerade noch ausweichen und stolperte heraus. „Ich kriege euch, Jedi! So oder so!“ Das Rennen gegen die Zeit setzte sich für die Jedi unterdessen fort. „Vielleicht ein andermal, Obex.“, antwortete Cota scharf. Als er sich umsah, konnte er noch einen letzten Blick auf den Imperialen erhaschen, der nach seinem Comlink griff.

Es ging durch lange Korridore, um Ecken und Kurven, vorbei an Kommandozentralen und medizinischen Einrichtungen. Vorbei an Kantinen und Quartieren. Nach einiger Zeit rannten sie durch den letzten Gang, der unmittelbar in den zweiten, versteckten Hangar führte. Durch die Zerstörung eines imperialen Schlachtschiffes im Orbit konnte der erste Transporter mit Flüchtlingen fliehen. Doch mehr Soldaten als diese waren nicht mehr übrig. Einige hatten sich bereiterklärt, die Stellung an ihrem Posten zu halten, wodurch einige ihr Leben ließen. Und andere befanden sich im Kampf mit imperialen Schiffen in der Atmosphäre. Die Jedi schienen die einzigen Überlebenden zu sein, die sich noch in dieser Einrichtung befanden. Der Hangar kam in Sicht. Äußerlich schien er noch unangetastet und unbeschädigt zu sein. „Ähm, Meister?“ „Bewahre deine Kräfte. Jeder Atemzug kostet dich wertvolle Energie“ „Ja, Meister. Aber ich habe eine Frage: Die Soldaten, die Vorhin die Mauer sprengten-Die waren doch nicht von Vaders Legion, oder?“ „Nein, die nicht. Wieso?“ „Naja. Als wir geflohen sind, sind wir in die Richtung gelaufen, von der die Soldaten gekommen waren. Dann haben wir die Richtung gewechselt, als wir auf die anderen Imperialen und auf Obix gestoßen sind.“ „Worauf willst du hinaus, Thromé?“ „Nun, wenn uns erst Vaders Truppen angreifen, und wir dann auf anderem Wege in dieselbe Richtung zurücklaufen, dann führt uns das doch wieder zurück zu …“ Ihre Herzen blieben kurzartig stehen. Schlagartig bremsten sie ab und verharrten, bis sie sich trauten, die Vorstellung zu Ende zu denken. Ohne auch nur die Macht einsetzen zu müssen, konnten sie im Chor antworten: „… Zu Vader!“ Ihnen wurde sehr wohl bewusst, dass sie bereits im Hangar standen. Diese Erkenntnis kam für sie Beide jedoch zu spät. Meister Cota versuchte, seinem Padawan ein wenig Mut zu machen, doch er selber wusste, dass es keinen Ausweg gab. „Nur keine Sorge“ Begann er vorsichtig. „Da Vorne ist der Transporter. Wir können es immer noch schaffen, wenn wir …“ Eine urplötzliche Kälte erfüllte ihn. Die Kälte, die die dunkle Seite der Macht ausstrahlte. So eiskalt hatte er sich nicht mehr gefühlt, seit die Order 66 ausgerufen wurde, und die Stunde der Sith begann. Auch sein Schüler litt unter dieser Wahrnehmung. Ein schweres, finsteres Atmen erstreckte sich im Raum. Sie blickten umher. Nichts. Nur die eisigen Atemzüge. Dunkelheit. Da wurde die Kälte in binnen von Sekunden stärker. Jetzt konnten sie es klar erkennen. Die schwarze Gestalt bewegte sich am anderen Zugang nach Vorne und blieb im Eingang stehen. Seine Lebenserhaltungssysteme Leuchteten und die grauenvolle Maske spiegelte das spärliche Licht unheimlich.

„Eure Fähigkeit die Macht zu nutzen ist geschwächt. Ihr seid vorhersehbar geworden, Meister Jedi.“ Langsam begab sich Vader auf die Beiden zu. „Ich spüre große Furcht in euch. Nun werdet auch ihr letztendlich Opfer der Vollkommenen Macht der dunklen Seite.“ „Nur über meine Leiche, Vader!“ Brüllte Thromé den schwarzen Lord an. „Das lässt sich einrichten, Jedi.“ Vader griff an seinen Gürtel und die Klinge eines scharlachroten Lichtschwerts kam zum Vorschein. Auch Thromé ergriff sein Lichtschwert und aktivierte es. Seine Klinge bestand aus reinem Blau. „Lass dich nicht provozieren, Schüler. Er will ebendies erreichen!“, mahnte Cota. „Meister. Es gibt keinen Ausweg. Ich muss mich ihm stellen.“ „Also gut.“ Auch Cota zog sein Schwert.
Vader bewegte seine Hand über eine Lampe und das Gestell flog den Jedi entgegen. Thromé stieß seine Klinge vor und zerschnitt das Gestell. Weitere zwei Lampen kamen auf ihn zu. Diesmal schneller. Doch als er sie zerschnitt flogen die Hälften weiter und warfen ihn zu Boden. „Ihr seid kein Gegner für mich.“ Höhnte Vader. Mühsam kam er auf die Beine.

Vaders Klinge sauste auf Cota zu. Dieser parierte den Schlag und setzte zum Ge-genangriff an. Doch Vader wich zur Seite und parierte einen weiteren Schlag, dies-mal von Seiten Thromés. Sie verharrten kurz mit ihren Klingen. Dann riss sich der schwarze Lord los und stach vor, sodass Thromé zu Boden glitt. Als Vader erneut zustechen wollte, schob Cota sein Schwert dazwischen, um Vader zu stoppen. „Eure Reaktion lässt nach. Eure Überheblichkeit wird Euer Ende sein, Cota.“ „Noch bin ich nicht tot, Sith!“ Vader ballte die dunkle Seite und stieß auch Cota zu Boden. Der Kampf hatte sie inzwischen durch den ganzen Hangar geführt. Nun spielte sich das Duell nahe am Transporter ab. Cota versuchte aufzustehen, doch Vader war ihm bereits zuvorgekommen. Er hob seinen Handschuh und ballte seine Hand zu einem Griff. Cota fasste sich an den Hals. Der Sith würgte ihn mit der Macht. „Nun werdet auch ihr wie alle anderen durch meine Klinge sterben.“ Vader kam langsam auf ihn zu und hob mit der anderen Hand die Klinge zum finalen schlag. Er holte aus.
„Nein!“, schrie Thromé entsetzt. Er nahm beide Hände und stieß mit einer nie dage-wesenen Kraft der Macht nach vorn und schleuderte seinen Meister aus Vaders Griff hinein in den Transporter. Mit dem Schließen der Luke war Cota in Sicherheit. Drohend wandte sich Vader zu Thromé um. „Das war ein gewaltiger Fehler, Padawan. Dafür wirst du mit deinem Leben bezahlen.“ „Ich gebe nicht auf!“ trotzte Thromé. „Gut, mein Junge. Lass deinen Aggressionen freien Lauf. Zeig mir dein Potenzial. Thromés Mine war finster geworden. Mit einem gewagten Sprung hielt er auf Vader zu. Doch dieser durchschnitt mit seinem Schwert die Luft und streifte den Padawan am Arm. „Nein! Ah!“ Thromé stöhnte auf, als sich der Schmerz ausbreitete. „Es ist sinnlos, sich mir zu wiedersetzen. Dein Schicksal ist besiegelt!“ Wieder schlug Vader zu. Diesmal fester. Kaum konnte der Jedi dem noch trotzen. Es war zu spät, um sich retten zu können.

Transporter Last Refuge, Rebellen-Nothaupthangar

„Sir, im Moment können wir nichts mehr unternehmen. Wenn wir nicht sofort losflie-gen, werden wir es nicht mehr schaffen. Es wird nicht mehr eine solche Gelegenheit geben.“ So unglaublich aufgelöst hatte der Pilot den Jedi noch nie gesehen. Dennoch antwortete er gefasst. „Ich verstehe. Dann müssen wir sofort los.“ Cota seufzte. „Sie haben Starterlaubnis.“ Ein letztes Mal sah er aus dem Fenster, als sie abhoben. Er warf nun noch einen Blick auf seinen Padawan, der sich verzweifelt mit Darth Vader messen zu versuchte. Dieser verlor immer mehr an Kampfboden. Schwer verletzt hielt er stand, doch seine Erschöpfung war deutlich. Immer öfter landete Vader Treffer. Keiner war lebensbedrohlich. Für den schwarzen Lord schien es nur ein Spiel zu sein. Dann ließ er sein Lichtschwert kreisen, schnitt Cotas Padawan mit einem gezielten Hieb das Lichtschwert durch, holte aus und ließ sein Lichtschwert auf Thromé zurasen. Der Padawan schloss die Augen, als wollte er die Schmerzen so besser ertragen. Als sich der Jedi wieder dem Fenster zuwandte, sah er nur noch, wie sein Schüler tot neben Darth Vader lag. Wieder musste er wegsehen. Endgültig. Mit tränenden Augen dachte er nochmals an seinen Padawan, der sich für ihn und die Allianz geopfert hatte. Das würde er ihm nie vergessen. „Möge die Macht mit dir sein, alter Freund.“

„Na los, fliegen sie schon los! Worauf warten sie eigentlich?“ Fuhr er den Piloten wütend an. „Es … es tut mir leid, Sir.“ Mit dem Steuer in der Hand flogen sie durch die Öffnung in der Decke in die Atmosphäre und ließen den Stützpunkt, den Padawan und Vader hinter sich. Von Oben sah alles so friedlich aus.

Darth Vader starrte dem Transporter einige Zeit nach, dann kamen die Soldaten sei-ner Einheit in den Hangar. Der schwarze Lord kniete nieder hob das Lichtschwert von Thromé auf und befestigte es an seinem Gürtel. Als er sich wieder umdrehte, sah er, dass die Einheit von Obix zu ihm gestoßen war. „Lord Vader, euer Plan hat tatsächlich funktioniert. die andere Einheit hat ihren Teil gut gemeistert. Alle, die sich noch hier befanden, haben wir getötet.“ „Gut gemacht, Commander. Bringen sie mir ein Shuttle.“ „Ja, Sir. Sofort.“
Als Vader das Lichtschwert des Padawans an seinem Gürtel betrachtete, dachte er an den Kampf zurück.
Wir sehen uns wieder, Cota. Und dann werdet Ihr keinen Jedi mehr haben, der Euch beschützt.

4

Orbit, Ruusan


„Da sind sie!“ Rief Rot sieben durch das Com. „Ich nehme Kontakt zu ihnen auf.“ Er legte einen Schalter um und suchte nach dem richtigen Com-Kanal. „Transporter Last Refuge, hören sie mich? Hier spricht Rot sieben.“ „Rot sieben, hier ist die Last Refuge. Wir hören sie laut und deutlich.“ „Gut. Wir werden sie zur New Hope eskor-tieren. Dort wird euch Commander Skywalker empfangen.“ Rot sieben war etwas verwundert, dass nicht Meister Cota das Wort ergriff, da er sonst einer der Jedi war, die immer ganz vornean tätig waren. „Danke Rot sieben.“, unterbrach der Pilot des Transportes sein Denken. Die X-Wings gruppierten sich und flogen zusammen mit dem Transporter von Meister Cota zu Lukes Flaggschiff. Die restliche Flotte beschäftigte derweil die Imperialen TIE-Jäger, um den Sicheren Empfang im Hangar zu garantieren. Nun kam die New Hope in Sichtweite, und das Abenteuer schien bestanden zu sein.
„Meister Cota? Skywalkers Schiff ist in Sichtweite. Ich stelle Funkkontakt her“, infor-mierte der Pilot den Jedi. „New Hope, hier ist der Transporter Last Refuge. Wir sind ein Rebellenschiff mit Flüchtlingen vom Planeten. Wir bitten um Landeerlaubnis. Deaktivieren sie ihre Schilde.“ Es war Luke persönlich, der Antwortete. „Danke, wir sind über ihr Kommen informiert. Landeerlaubnis erhalten. Gott sei Dank habt ihr es geschafft. Ich erwarte euch in Hangar 3.“ „Danke, Commander. Bis gleich.“ „Hier Rot sieben. Wir lassen euch jetzt allein.“ „Ja, ist in Ordnung. Danke, Rot sieben.“ Die X-Flügler drehten links und rechts von ihnen ab und steuerten zu den anderen Jägern, die immer noch mit den Sternenzerstörern hitzige Kämpfe führten. Die Last Refuge drosselte ihre Geschwindigkeit und näherte sich Hangar 3. Das bläuliche Schimmern der Hangar-schilde war noch aktiviert. Doch wieder einmal machte ihnen das Schicksal einen Strich durch die Rechnung, dann unerwartet kam ihnen ein Geschwader von TIE-Abfangjägern, den mit Abstand schnittigsten und schnellsten Raumjägern der TIE-Klasse, entgegen und nahm sie unter Beschuss. „Na großartig. Pilot, Deflektorschild hochfahren!“ „Ja, Sir, aber das wird nicht reichen. Wie sie wissen fehlten uns damals Ersatzteile und deshalb ist der Generator nicht Volkommen einsatzbereit – Wir verlieren Energie!“ „Wir müssen es wenigstens versuchen. Es dauert nicht mehr lange, bis wir in Sicherheit sind. Solange wird es halten!“ Cota sah sich im Schiff um. Dann erblickte er eine Reparatur- und Wartungsabteilung. Dort stand ein Astromech-Droide. Der Jedi suchte die Kuppel nach der Kennung ab. R4-S8 stand darauf. Der Droide sah noch intakt aus. „R4?“ Dieser meldete sich mit einem Piepsen. „Versuche, das Geschütz zu entsichern und schieß auf die TIE-Jäger so gut es geht!“ Ein bestätigendes Zwitschern kam als Antwort. Als er langsam losrollte, musste ihn Cota noch einmal lächelnd unterbrechen. „R4? Zum Terminal geht’s in die andere Richtung.“ Abrupt blieb R4 stehen und drehte den Kuppelkopf leicht. Mit einem beleidigt klingenden Tuten drehte er daraufhin um und rollte in die andere Richtung wo sich das Terminal befand. Kurz rätselte Cota, ob Droiden Gefühle hatten. Kein Droide war gleich, so sagte Skywalker, und deutete dabei auf seinen treuen R2-D2 und den geschwätzigen C-3PO. Als ein langgezogenes Quietschen das Schiff durchströmte, zuckte Cota zusammen. Jedoch schaffte es der Droiden, dass sich die Geschütze nach langer Zeit wieder zu Bewegen anfingen. Es funktionierte. R4 erledigte schon den ersten Jäger. Triumphierend pfiff er. Aber als die TIEs außer Reichweite waren, feuerten sie auf den Antrieb. Die Schilde hielten das schlimmste zwar ab, doch sie bekamen nun ein viel größeres Problem.
„Ich habe einen Astromech gefunden. Er hat die Geschütze freibekommen und ver-sucht jetzt uns die Jäger vom Leib zu halten.“ „Im Moment wären mir Jäger lieber“ Gab der Pilot trocken zurück. „Wie meinen sie das?“ „Schauen sie aus dem Fenster und sagen sie mir, was sie sehen.“ Misstrauisch beugte sich der Jedi vor. Dann be-kam er so ein mulmiges Gefühl, dass er während der Schlacht um Ruusan schon zu oft hatte. „Sternenzerstörer? Nicht schon wieder.“ Eines dieser Schlachtschiffe schwebte unmittelbar hinter ihrem Schiff und feuerte gnadenlos auf die Antriebe. „Soeben haben wir unseren Schild verloren“ „Na ganz klasse. Und was jetzt?“ „Wenn sie schon mal fragen … jetzt ist unser Antrieb komplett zerstört.“ „Ich hasse ihren Humor. Was sollen wir tun?“ Er grübelte einen Moment lang darüber nach. „Unser größtes Problem ist dieser Sternenzerstörer. Wir können auch nicht ausweichen, da unser Antrieb hin ist. Wartet … Ich empfange etwas von der Alliance Hope.

Alliance Hope

„Was geht da Draußen vor?“ Wieder sprach Luke. Er hatte seine Finger fest an den Holoprojektor geklammert. „Commander Skywalker, wir haben einen Stab TIEs hinter uns, welcher gerade unseren Antrieb und die Schilde zerstört hat. Außerdem – was noch viel schlimmer ist – hat ein Sternenzerstörer unseren Kurs eingeschlagen und nimmt uns unter starken Beschuss. Unsere Möglichkeiten sind stark eingeschränkt.“ Luke Besorgt sah sich Luke das Holo von der Schlacht an. Während sie sprachen, hatten sie 3 Weitere X-Flügler verloren. Ihre Flotte war auf die Hälfte dezimiert worden. „Keine Sorge. Wir ziehen euch mit dem Traktorstrahl rein!“, versprach Luke ihnen. Nun mischte sich Cota in das Gespräch ein „Aber Luke, wenn ihr die Schilde deaktiviert, um uns reinzuziehen, lauf ihr Gefahr, selbst von dem Kampfschiff zerstört zu werden!“ „Eine Ionenkanone wäre jetzt ganz praktisch. Hat jemand eine in der Tasche?“ Luke wusste, dass die Piloten und Soldaten manchmal mit ein wenig lustigem Sarkasmus ermutigter in die Schlacht gingen. „Haha. Ironie, nicht wahr? Wir haben eine unten auf dem Planeten. Wir können ja schnell runter, um sie zu holen!“ Luke seufzte. „Genug mit den Witzen. Rot sieben? Können sie uns mal unter die Arme greifen?“ „Haben verstanden, wir drehen schon bei.“
Luke musste das Holo abschalten. Er betete, dass die Schlacht bald zu Ende war. Außerdem war ihm Vaders Supersternenzerstörer, die Executor, ein Dorn im Auge. Die Lage schien verzweifelter als jemals zuvor. Vader hatte diesmal wirklich an alles gedacht. Dann wandte er sich ab, und begab sich mit den Händen hinter dem Rücken verschränkt in Richtung Hangar 3.

„Okay, Rote Staffel? Skywalker hat da ein kleines Problem. Da macht ein Zerstörer dem Transporter das Leben schwer. Beidrehen und Gefechtsformation einnehmen!“ „Befehl empfangen.“ „Da, da ist das Schiff!“ „Und die Abfangjäger auch. Kümmert euch darum, nicht getroffen zu werden und übernehmt den Sternzerstörer.“ In ge-schickten Drehungen steuerten die X-Flügler bei und nahmen Kurs auf die New Hope. Inzwischen waren TIE-Bomber zum Einsatz gekommen. „Verdammt, das sind zu viele, das schaffen wir nicht!“ „Ganz ruhig, ja? Wir werden das schon schaukeln.“ Doch die Executor, die Jägerstaffel und der andere Zerstörer waren ja nun nicht die einzigen Probleme. Denn keiner vergaß, dass um sie herum die restliche Imperiale Flotte versammelt war, die langsam aber bemerklich die kleine Rebellenflotte einengte. Vader war fest entschlossen, dass niemand seinem Griff entkommt.


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BeitragVerfasst: Mi, 29. Feb 2012, 08:44 
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Sternenzerstörer Executor

An Bord der Executor. Darth Vaders Shuttle setzte zischend auf dem blankpolierten Boden des Hangars auf. Admiral Piett empfing ihn bereits.
„Lord Vader, wie ich hörte, war Ihr Einsatz dort unten erfolgreich. Nur ein Transporter hat es geschafft, den Planeten zu verlassen.“ „Sie haben Ihre Stellung hier im Orbit gut gehalten, Admiral. Doch nun will ich auch den letzten Transporter dort draußen in meiner Gewalt!“ Inzwischen hatten die Beiden den Hangar durchquert und marschierten durch die Korridore des Schiffs. Piett sah Vader an. „Mein Lord, ich habe bereits die Verfolgung des Fluchtschiffes angeordnet. Der Sternzerstörer Hunter ist bereits auf Abfangkurs. Außerdem befinden sich weitere TIE-Jäger in Angriffsposition.“ Doch Vader gab sich damit nicht zufrieden. „Das genügt mir nicht. Ordern Sie alle anderen Sternzerstörer der Flotte auf Kurs der Rebellenschiffe. Verhindern Sie um jeden Preis, dass die Fregatten der Rebellion in den Hyperraum springen kön-nen. Sowie Sie das erledigt haben, treffe ich Sie auf der Kommandobrücke.“ „Jawohl, mein Lord“, sagte Piett gehorsam. Und während der Admiral das nächste Com-Terminal aufsuchte, eilte Vader davon.

„Alle Sektionen in Alarmbereitschaft?“ „Traktorstrahl einsatzbereit, mein Lord.“ „Gut. Stellen Sie mich zur Hunter durch.“ „Sehr wohl.“ Auf der Kommandobrücke beobachtete Darth Vader das Geschehen sehr genau. Auch Piett fand sich gerade auf der Brücke ein. Der schwarze Lord wandte sich vom Sichtfenster ab, und richtete seine Aufmerksamkeit auf das Hologramm vom Admiral der Hunter. „Was kann ich für sie tun, mein Lord?“, fragte der Admiral. Vader Antwortete darauf sehr schnell und entschlossen. Er hatte bereits alles durchdacht. „Bringen Sie jeden verfügbaren Jäger auf Abfangkurs und verhindern Sie, dass der letzte Transporter im Kommandoschiff der Rebellen landen kann. Benutzen Sie Betäubungsgeschosse, damit die Fluchtmöglichkeit sinkt. Alles Weitere erledige ich von der Executor aus.“ „Verstanden, mein Lord. Ich werde unverzüglich damit beginnen. Hunter ende.“ Admiral Piett beäugte einige Zeit ebenso wie Vader die Geschehnisse vor ihnen im All. Dann erstattete er ihm nochmals Bericht. „Ich habe mich mit der Flotte in Verbindung gesetzt, Sir. Alle Schiffe befinden sich auf Ihrem gewünschten Kurs.“ „Sie haben gute Arbeit geleistet. Sorgen Sie aber dafür, dass Skywalkers Schiff unter keinen Umständen zerstört wird.“ „Das Rebellen-Kommandoschiff?“ „Exakt, Admiral. Ich will mich Luke Skywalker persönlich annehmen.“ „Ja, mein Lord. Ich gebe den Befehl nochmals durch.“ „Gut.“ Pflichtbewusst war Piett auch schon wieder verschwunden. Er ersetzte den ehemaligen Admiral Ozzel bestens.
Luke, mein Sohn. Du kannst deinem Schicksal nicht entkommen. Es ist deine Bestimmung, an meiner Seite zu sein.

Alliance Hope

Vater?
Luke vernahm das leise Echo von Vader in der Macht. Er nahm Kontakt zu ihm auf und rief ihn.
Ben, warum…
„Commander Skywalker?“
Es ist deine Bestimmung, an meiner Seite zu sein!
Luke fasste sich mit der Hand an die Stirn. Er musste auf andere Gedanken kom-men.
„Commander Skywalker?”
„Oh. Admiral Ackbar. Verzeihung, ich war in Gedanken. Was gibt es?“
„Das Imperium ist in die Offensive gerückt. Die Flotte formiert sich und schneidet uns den Fluchtweg ab. Wir können unmöglich in den Hyperraum springen.“
Auf diese Art von anderen Gedanken hätte Luke verzichten können. „Also gut. Wel-che Möglichkeiten haben wir?“ „Unsere Möglichkeiten sind stark eingeschränkt. Hinter uns haben wir die Flotte Sternenzerstörer, vor uns die TIE-Jäger und diesen Super-Sternenzerstörer.“
Ein kurzer Ausfall der Beleuchtung und der Technik ließ beide innehalten. Ackbar fand als Erster wieder das Wort. „Betäubungsgeschosse!“
„Das ist jetzt etwas ungünstig. Captain?“, rief Luke hinüber zu den Steuerkonsolen der New Hope. Der Pilot meldete sich. „Ja Commander?“
„Wir können den Kurs nicht mehr halten. Machen Sie kehrt und fliegen sie mit höchstmöglicher Geschwindigkeit außer Reichweite der Geschosse. Währenddessen suchen sie im Nav-Computer nach alternativen für den Hyperraumsprung.“ „Verstanden, Commander. Ich versuche es, aber es wird nicht leicht.“
Das wusste Luke. Wenn sie das schafften, war er dem Pilot etwas schuldig. „Tun Sie ihr Bestes“, sagte Luke schließlich.
Als er gerade auf dem Hologramm die Schlacht mit verfolgen wollte, blickte ihm ein betrübter Jedi-Meister entgegen. „Meister Skywalker“, begann Cota. „Ihr hättet nicht kommen sollen.“

„Verdammt, die versperren uns einfach den Weg!“ bemerkte Rot sieben empört, als die Sternenzerstörer der Fregatte von Skywalker den Weg abschnitt. Hinter den X-Wings hatte einer der Sternenzerstörer mit Betäubungsgeschossen zu feuern be-gonnen. Einer der Jäger wurde erwischt. „Verdammt, ich habe meine Maschine nicht mehr unter Kontrolle! Meine Systeme spielen verrückt!“
„Vorsicht, ausweichen!“
„Ich kann nicht. Meine Systeme sind Lahmgelegt!“
„Passen sie auf!“
„Nein…“
Als rot sieben aus dem Cockpitfenster sah, erhellte nur noch ein Feuerball den Fleck, an dem sich vorher der X-Wing befunden hatte. Bedrückt wandte sich rot sieben an seine Staffel. „Jungs, wir haben rot 2 verloren.“ „Das bedrückt mich zu hören“ antwortete es auf einmal aus dem Lautsprecher. „Commander Skywalker?“ „Wir haben keine Chance, rot sieben. Wir müssen einen anderen Kurs einschlagen, ehe sie uns alle vernichten.“ „Haben sie schon ein Ziel?“ „Nein, mein Pilot forscht gerade nach Alternativen.“ „Wir halten derweil die Imperialen hin. Aber mache sie schnell!“ „Wir geben unser bestes.“

„Commander Skywalker, ich habe ein Ziel gefunden. Aber wir können nicht springen, ehe wir nicht Meister Cota an Bord haben.“ Luke verschwendete keine Zeit daran, sich zu überlegen, wo das neue Ziel war. Im Moment gab es wichtigere Dinge. Zuerst musste er Cota holen. „Ich werde mich darum kümmern. Bereiten Sie den Sprung vor.“ „Wie Sie wünschen. Ich wünsche Ihnen viel Glück.“ „Glück gibt es nicht, Captain. Es gibt nur die Macht“ Und die wird jetzt hoffentlich mit mir sein.Als Luke an den Hauptkontrollen angelangte, richtete sich sein Blick zuerst auf die Schlacht außerhalb. Die Last Refuge hatte immer noch ihre Probleme und die X-Wings wurden weiter Maschine für Maschine dezimiert. Auch Cotas Transporter war in Sichtweite.

Executor

„Mein Lord, den Rebellen wurde jegliche Fluchtmöglichkeit von ihrem gewählten Kurs abgeschnitten. Alle Sektionen sind in Alarmbereitschaft. Rebellentransporter in Reichweite des Traktorstrahls.“ Auf dem Hologramm, das die Schlacht dokumentierte, konnte Vader deutlich erkennen, wie der Angriff verlief. Nun war es endlich an der Zeit, den Rebellen den letzten Schlag zu versetzen.
„Sie haben gute Arbeit geleistet, Piett. Jetzt müssen wir nur noch diesen einen Transporter auf die Executor bringen. Geben sie ein Signal an die Kontrollen für den Traktorstrahl. Bergen sie das Schiff in Hangar 6.“
„Jawohl, mein Lord. Diesmal werden die Rebellen uns nicht entkommen.“
Darth Vader stolzierte an das andere Ende der Kommandobrücke und sah aus dem Fenster, während er seine Hände hinter dem Rücken verschränkte. Sein glanzpolierter Helm glänze in der Beleuchtung. Skywalkers Schiff war noch auf Position, genau wie dieser letzte Transporter befanden sie sich auf dem gleichen Kurs. Doch das würde zumindest für den Transporter bald nichtmehr zutreffen. Dann richtete Vader seinen Blick auf den Offizier, der den Traktorstrahl zu bedienen hatte. Der schwarze Lord ragte hoch über ihm auf, da er wie alle anderen in einer Art graben saßen, die links und rechts der Kommandobrücke eingelassen waren, um dort weitere Kontrolltafeln unterzubringen. Auf einmal sah der Offizier auf. „Traktorstrahl einsatzbereit. Ziel erfasst.“ Das würde dem Imperium in Erinnerung bleiben. Ein entscheidender Schlag gegen diese aufständischen Rebellen. Zufrieden wandte sich Vader zum Gehen. Er würde mit Vergnügen dabei sein, wenn dieser Transporter in sein Schiff hineingezwungen wurde. Dann würde er diesem Jedi Cota dasselbe Schicksal zufügen, dass sein Padawan erlitten hatte. „Gut. Aktivieren sie jetzt den Traktorstrahl und dirigieren sie ein Enterkommando nach Hangar 6. Ich werde mich der Besatzung annehmen.“

Luke Skywalker hatte sich inzwischen einen Platz gesucht, um den Transporter von Cota besser im Auge behalten zu können. Immer noch unter Beschuss quälte sich das Schiff auf die New Hope zu. Doch ruckartig kam der Transporter zum Stehen, um sich auf einmal rückwärts zu bewegen. Allerdings sah es so aus, als ob das nicht beabsichtigt geschah. Eilig nahm Luke sein Com und kontaktierte Cota. Was war geschehen? Keine Schlacht kam Luke so langwierig vor, wie es diese Tat. Mit der Lösung eines Problems kamen 2 weitere dazu. Nun musste er sich darum kümmern, was denn nun wieder nicht stimmte. „Cota, hier Skywalker. Was ist da gerade passiert?“
„Luke“, knisterte es aus dem Gerät. „Wir stecken gehörig in der Patsche. Dieses Riesending von Sternenzerstörer hat uns mit einem Traktorstrahl eingefangen!“
Oh bei der Macht dachte Luke im Stillen. Mag das denn gar kein Ende nehmen?
„Also gut“, sagte der Jedi bedächtig. „Habt ihr noch intakte Rettungskapseln?“
Beinahe hatte Skywalker das Gefühl, die Empörung über seinen Vorschlag über das Com zu vernehmen.
„Was? Commander Skywalker, bei allem Respekt…“
Cota sprach Luke bewusst mit dem militärischen Rang an. „Mit einer Rettungskapsel durch ein Geschwader TIE-Jäger, eine Flotte Sternenzerstörer… Ihr vergesst wohl gerade, was sich da draußen abspielt!“
„Habt ihr etwa eine bessere Idee?“ Bedächtige Stille kehrte ein. Dann antwortete Cota, etwas ruhiger als zuvor.
„Nein…“
„Dann müssen wir es wagen. Tun wir das nicht, geratet ihr in Gefangenschaft des Imperiums und müsst Euch vor Vader verantworten. Und Vader ist kein Mann von Gnade.“ Mit Schauder dachte Luke daran, was Kenobi ihm auf Tatooine erzählt hatte.
Ein Jedi namens Darth Vader, der mein Schüler war, bevor er dem Bösen verfiel, half dem Imperator die Jedi zu jagen und zu vernichten.
Und Luke wusste, dass Vader bei Cota keinesfalls eine Ausnahme gemacht hätte.
„Luke“, fing Cota vorsichtig an. „Es tut mir Leid, dass ich so … überreagiert habe. Ich hatte einfach…“
„Schon gut.“, unterbrach Luke ihn sanft. „Diese Schlacht, dieser Krieg verlangt jedem von uns einiges ab. Und solange wir noch klar denken und handeln können, müssen wir handeln!“
„Ihr habt recht. Ich werde mich mit der Rettungskapsel auf den Weg machen. Wünscht mir Glück.“
„Ja. Ich sage Staffel Rot Bescheid, das sie Euch Geleitschutz geben. Der Traktorstrahl wird Euch in Sicherheit bringen.“
Doch wie Luke erkennen konnte, hatte der Transporter nur noch wenige Meter Entfernung von Vaders persönlichem Kommandoschiff, der Executor.

Executor, Hangar 6

Langsam glitt der Transporter in den Hangar hinein und setzte leise auf dem Boden auf. Mehrere Sturmtruppen bildeten einen Verteidigungsgürtel. Mit den Waffen im Anschlag folgten sie Vader in den Transporter hinein. Einige Leichen lagen auf dem Boden. Opfer, die die Schlacht von Ruusan gefordert hatte stellte Vader trocken fest. Er hatte inzwischen das Cockpit erreicht. Allerdings spürte er keine Machtpräsenz, die Cota verraten hatte. Er kann unmöglich getötet worden sein. Oder? Als der schwarze Lord durch die Tür schreiten wollte, war diese fest im Türrahmen festgesetzt. Sie muss beschädigt worden sein, als die Betäubungsgeschosse das Schiff erschüttert hatten. Als eine Sturmtruppe einen Sprengsatz anbringen wollte, hielt Vader ihn zurück.
„Nein. Überlassen Sie das mir. Bleiben Sie mit Ihren Männern zurück und geben Sie mir Deckung.“ Der Soldat nickte und zog sich zurück. Vader zog sein Lichtschwert und schnitt die Tür in einem Rundbogen auf. Mit einem Machtstoß schleuderte er die abgetrennte Tür hinweg. Und als er durch die Öffnung schritt bekam er nicht das zu sehen, was er gewünscht hatte, zu erkennen. Denn seine Ankunft wurde nicht von einem von Schlachten gekennzeichneten, starken Jedi erwartet. Genaugenommen wurde er von gar keinem Jedi erwartet. Denn alles was er sah, war ein verängstigter Pilot, der sich auf seinem Sessel zusammengekauert hatte. Zorn stieg in Vader auf. Wie konnte er derart zum Narren gehalten werden? Er brauchte den Piloten nicht, um ihm irgendein lächerliches Verhör zu unterziehen. Für einen Moment starrte er den Mann an, dann hob er ihn mit der Macht hoch und zog ihn zu sich. Noch im Flug stach er mit seinem Schwert zu. Tot ließ er ihn schweben, dann schleuderte er ihn zurück auf den Sessel, der in der Wucht zusammenbrach. Trümmerteile knallten gegen die Cockpitscheibe, die ebenfalls zerbrach. Dann wandte Vader sich ab und stürmte aus dem Schiff heraus. Er hängte das Schwert zurück an den Gürtel und nahm stattdessen sein Comlink heraus. „Admiral Piett. Es ist vorüber. Alle Bordkanonen einsatzbereit machen. Feuern sie auf alles, was nicht zum Imperium gehört. Sie haben uns das letzte Mal zum Narren gehalten. Vernichten Sie sie. Unverzüglich.“

Alliance Hope

Wie erstarrt blickte Luke hinaus auf die Schlacht. Er konnte nicht bestätigen, dass Cota die sichere Flucht gelungen war. Aber er konnte sein Echo in der Macht noch spüren. Er war nicht tot. Luke griff nach seinem Com und versuchte, Cota zu erreichen. Dabei lief er allerdings Gefahr, dass Vader es bemerken könnte. Doch das war ihm im Moment egal. Er wollte Cota nur wohlauf wissen.
„Meister Cota? Hier ist Luke Skywalker. Können Sie mich hören? Hallo? Hier ist Luke. Ist bei Ihnen alles in Ordnung?“ Er wartete. Doch das Gerät gab keinen Ton von sich. Enttäuscht wandte der Jedi sich zu gehen, doch auf einmal ließ ihn etwas innehalten.
„Luke, alles bestens. Ich sende Dir meine Koordinaten. Du kannst mich langsam Reinziehen!“
Das war alles, was Luke zu hören hoffte. Und mehr. „Natürlich. Traktorstrahl einsatzbereit?“

Als der Traktorstrahl die Rettungskapsel erfasste, die es gerade noch zu fliehen ge-schafft hatte, waren alle erleichtert, Kota lebendig zu wissen. Alles verlief wie nach Plan. Die Raumjäger gaben Unterstützung, der Traktorstrahl hatte die Kapsel erfasst und alle warteten auf die Ankunft Kotas im Rebellenhangar. Luke trat vor um zu sehen, wie alles verlief. Doch jetzt geschah, was niemand so gewollt hatte. Die imperiale Flotte zog sich zusammen und feuerte aus allen Batterien. Auch die TIE-Jäger formierten sich neu. All das wäre nicht so schlimm gewesen. Doch ein einziger TIE bemerkte die Kapsel. Bemerkte, dass die Rebellen diese Kapsel in Sicherheit zogen. Und dieser TIE-Jäger verschwendete keine Zeit. Er feuerte. Traf. Und für Luke brach eine Welt zusammen. Der Traktorstrahl verlor die Kapsel durch weitere Trümmerteile, die vorbeiflogen. Nur noch zu sehen war der winzig kleine Feuerball, der auf den Planeten Ruusan zurückstürzte.

...


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BeitragVerfasst: So, 04. Mär 2012, 00:33 
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Wow, da hast du dir aber eine Menge einfallen lassen Sascha. Deine Geschichte ist wirklich sehr gut gelungen. Trotzdem habe ich noch ein paar Fragen:

Zitat:
„Es könnte durchaus passieren – und dass sollte ihnen als Ansporn dienen – dass ein Schiff bei einer Fehlberechnung in der Sonne von Ruusan verglüht.“

Ist das nicht selbstverständlich? Sogar bei einen Vergnügungsflug könnte man aufgrund Fehlberechnung (die übrigends vom Navigationscomputer vorgenommen wird) in irgend einen Stern oder Planeten Rasen, wenn man nicht von dessen Schwerkrsftfeld aus dem Hyperraum gerissen wird. :D
Zitat:
Wir haben ja bereits gesehen, mit welch Feuerkraft das Imperium mit dem ersten Todesstern vorging.“

War damals schon bekannt dass es einen Zweiten Todesstern geben würde?

Und zuguterletzt: Wie lange hast du gebraucht um die ganze Geschichte zu schreiben?

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Es gibt Zeiten, in denen der Zweck die Mittel
rechtfertigt. Aber wer einzig auf Grundlage
solcher Zeiten argumentiert, schafft sich
damit eine ganz eigene Philosophie des Bösen.

— Luke Skywalker —


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BeitragVerfasst: So, 04. Mär 2012, 08:39 
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Ja, du hast mit dem Todesstern eigentlich recht. Die wussten ja vom 2. noch nichts - ich bessere das mal eben aus, wenn ich die Stelle finde...

Und wie lange ich gebraucht habe? Ich kann mich jedenfalls nicht mehr erinner, wann ich angefangen habe. Ich habe irgendwann mal den Prolog geschrieben und dann hin und wieder habe ich mal weitergemacht. Und im Moment schreibe ich ja weiter am Teil 2: Rückkehr nach Ruusan, den ich hier wieder reinstelle, wenn er fertig ist.

Shimrra Jamaane hat geschrieben:
Wow, da hast du dir aber eine Menge einfallen lassen Sascha. Deine Geschichte ist wirklich sehr gut gelungen.

Vielen Dank! :gwink:


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BeitragVerfasst: So, 11. Mär 2012, 17:29 
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Ich hab mir die Geschichte auch gerade mal durchgelesen. Ich finds ansich ganz schön geschrieben, es entwickelt sich zwar teilweise vorraussehbar aber das finde ich nicht tragisch.

Das einzige was bei mir jetzt Fragen aufwirft, wer ist dieser Meister Cota ? Ich vermute mal aus dem "neuen" EU oder ist der deine eigene Erfindung ? Ich hab selbst den größten Teil der Bücher nach Episode VI gelesen, also kann es sehr gut sein das ich ihn deswegen nicht kenne.

Für mich ist der Jedi mit seinem Padawan der einzige Punkt der sich irgendwie schwierig zusammenfügt, aber was solls ist ja auch eine Fanfiction. Also versteh das jetzt bitte nicht als negative Kritik, mir hats trotzdem gefallen.

Gruß
Dermion


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BeitragVerfasst: So, 11. Mär 2012, 18:08 
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Freut mich, positive Rückmeldungen zu lesen. Natürlich macht mir schlechte Kritik nicht aus - es gehört dazu.
Und Cota ist meine Erfindung. Blöderweise habe ich zu spät erfahren, dass es in The Force Uneleashed bereits einen "Kota" gibt. Wie es mit dem Jedi weitergeht, überlege ich mir noch. Ich arbeite an Teil 2: Rückkehr nach Ruusan. Und dann schaue ich mal, dass ich auch mal ein paar Überraschungen reinbringe :wink:


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BeitragVerfasst: So, 11. Mär 2012, 19:33 
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Ich habe auch noch eine Frage: Hat der Gefangene Wachmann die Holokarte mit der Hand gezeichnet oder waren die Imperialen nur so unfähig, dass sie sie nicht gefunden haben?

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BeitragVerfasst: So, 11. Mär 2012, 19:36 
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Eher letzteres. Bekanntlich haben die Rebellen zu viel Glück.


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BeitragVerfasst: Mo, 12. Mär 2012, 20:21 
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Sascha hat geschrieben:
Freut mich, positive Rückmeldungen zu lesen. Natürlich macht mir schlechte Kritik nicht aus - es gehört dazu.
Und Cota ist meine Erfindung. Blöderweise habe ich zu spät erfahren, dass es in The Force Uneleashed bereits einen "Kota" gibt. Wie es mit dem Jedi weitergeht, überlege ich mir noch. Ich arbeite an Teil 2: Rückkehr nach Ruusan. Und dann schaue ich mal, dass ich auch mal ein paar Überraschungen reinbringe :wink:


Gut wenn du ungefähr im Fahrwasser bleiben willst muss er sterben, da führt nichts daran vorbei. Im nachfolgenden EU bzw. Episode VI ist nichts davon bekannt das Luke noch zu anderen Jedis Kontakt hatte.

Aber ich persönlich seh das nicht ganz so eng.


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BeitragVerfasst: Mo, 12. Mär 2012, 20:55 
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So grob weiß ich schon, was Cota widerfahren wird. Er und Luke müssen sich ein letzes Mal auf Ruusan einem altbekannten Feind stellen...


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BeitragVerfasst: Sa, 14. Apr 2012, 11:57 
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Es folgt endlich der letzte Teil der Geschichte:


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BeitragVerfasst: Sa, 14. Apr 2012, 11:58 
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Teil 2:
Rückkehr nach Ruusan


Luke war sich über nichts mehr sicher. Er war nicht sicher, ob Cota lebte. Er war sich nicht einmal Sicher, ob er lebte. Als er die Augen öffnete, konnte er außer Rauch nichts erkennen. Rauch, Flammen. Ruß. Und Blut. Er selbst war verletzt. Er versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen, aber das schien unmöglich in diesem Moment. Allerdings merkte er, dass er sich immer noch im Hangar befand, auf dem er zuvor gestanden hatte. Nur war alles…Seitenverkehrt. Er nutze die Macht, um sich zu stärken und aufstehen zu können. Es kostete ihn alle Überwindung, aufzustehen, um zum Sichtfenster des Hangars zu gehen. Als er hinausblickte, sah er nicht die Sterne. Keine Sterne, Keine Sternkreuzer. Kein Imperium. Er sah Wald. Er sah…Ruusan. Die Erkenntnis traf Luke wie einen Schlag. Sie waren abgestürzt! Dann ließen Lukes Kräfte wieder nach und er brach zusammen.

Kommandobrücke, Executor

TIE-Jäger flogen in dreierstaffeln über das zur Ruhe gekommene Schlachtfeld; auf der Suche nach irgendwelchen Dingen von Wert, Rettungskapseln oder dergleichen. Doch den jüngsten Berichten zufolge fanden sie nichts. Immer wieder ließ Vader sie das Gebiet aufklären. Doch nach wie vor blieb es beim selben Ergebnis. Admiral Piett war währenddessen zum Hangar 34 gegangen, um dort die Schäden von TIEs zu begutachten, die nicht zerstört worden waren. Im Allgemeinen hielten sich die Schäden in Grenzen, so Pietts Meinung. Für die Verluste von einigen Sternenzerstörern musste Vader sich allerdings vor dem Imperator verantworten, das wusste er. Doch lag es im Moment mehr in seinem Interesse, herauszufinden, was mit Skywalkers Schiff passiert war, nachdem die Turbolaser es augenscheinlich vernichtet hatten. Allerdings legte Vader keinen Wert auf die Einschätzungen von irgendwelchen Offizieren. Er hätte gespürt, wenn Luke getötet worden wäre. Schließlich wendete er sich vom Sichtfenster ab und begab sich zu Commander Freela, der sich mit den Analysen der Rebellenkreuzer beschäftigte, die Vader angeordnet hatte.
„Commander? Wie lauten Ihre Ergebnisse?“ Freela drehte sich um und hielt ein Holo der New Hope in der Hand. „Mein Lord, unsere Recherchen haben Ergeben, dass es sich um das Flaggschiff von Commander Skywalker handelt. Die Schiffspanzerung allerdings weist nicht genug Panzerung auf, als das das Schiff einem Dauerfeuer von unseren Turbolasern gewachsen wäre. Dieser Kreuzer muss also eigentlich aufgrund der Schäden vernichtet worden sein.“
„Ich habe diese Einschätzung bereits schon einmal mit dem Millennium Falken ge-hört, und es erwies sich auch nicht als Richtig. Ich will, dass sie diese Ergebnisse überprüfen.“
„Selbstverständlich, mein Lord.“
„Haben Ihre Männer bereits mit einberechnet, dass sie abgestürzt sein könnten?“
„Ja, mein Lord.“
„Und? Haben Sie denn bereits die Planetenoberfläche gescannt oder überprüft?“
„Nein, mein Lord.“
„Dann werden Sie sich als Nächstes damit beschäftigen, Commander. Ich will mög-lichst bald über Ihre Fortschritte unterrichtet werden. Haben Sie das verstanden?“
„Selbstverständlich. Ich sage meinen Männern unverzüglich Bescheid, Sir.“
„Gut.“ Als Vader gerade gehen wollte, blieb er auf einmal stehen und drehte sich nochmals zu Freela um.
„Und befehlen Sie Captain Neton, mein Shuttle startbereit zu machen. Er findet mich in Hangar 34.“
„Ja, Sir. Ich werde ihn darüber unterrichten.“

Hangar 34, Executor

Admiral Piett hatte bereits viele der Schäden begutachtet. Über ein Viertel der Be-schädigungen wurde bereits repariert. Techniker waren im Dauereinsatz beschäftigt. Gerade hatte er den Hangar soweit in Ordnung gebracht, dass wieder normal Schiffe darauf landen konnten, ohne mit beschädigten TIEs zusammenzustoßen, setzte eine imperiale Raumfähre auf dem Hangarboden auf und ließ die Startrampe herunterfahren. Auch Darth Vader hatte sich gerade im Hangar eingefunden und trat auf den Shuttle zu. Als er an Piett vorbeikam, blieb er stehen.
„Admiral, ich werde für einige Zeit abwesend sein. Commander Freela hat seine Befehle bekommen. Sorgen Sie dafür, dass unsere Kreuzer die Blockade aufrecht erhalten, bis ich zurückkomme. Sobald Freela die Ergebnisse der Untersuchung des Planeten hat, möchte ich darüber unterrichtet werden. Fangen Sie jedes Schiff ein, dass in diesem Gebiet verkehrt.“
„Ja, mein Lord.“
„Wenn ich zurückkehre will ich die Flotte wieder einsatzbereit haben. Außerdem können Sie zwei Sternenzerstörer zum Todesstern schicken, wenn Sie wollen. Die Schlacht ist vorüber. Zumindest offiziell.“

Darth Vader ließ Piett stehen und stieg in seinen Shuttle. Kurz darauf hob das Raumschiff ab und klappte seine Flügel nach unten in den Flugmodus. Rasch ent-fernte sich das Schiff von der Executor. Und bald darauf sprang der Shuttle in den Hyperraum und ließ die imperiale Flotte und Ruusan zurück.

Ruusan

Als Luke erneut aufwachte, fühlte er sich etwas Kräftiger, als er es vorher war. Kräftig genug, um aufstehen zu können. Er rieb sich die Augen. Langsam kehrten vage die Erinnerungen zurück, was geschehen war. Nur knapp waren sie vernichtet worden. Und vielleicht glaubte das Imperium das auch. Und das wiederum würde ihnen Zeit verschaffen.
Zeit für was?
Der junge Jedi dachte über diese Frage nach. Wer hatte überhaupt überlebt? Was ist mit der Jägerstaffel? Was ist mit Kota? Wozu Zeit, wenn man sie nicht nutzen kann?
Als erstes, stellte Luke fest, musste er sich um seinen Zustand kümmern. So verletzt konnte er niemandem helfen. Erneut benutze er die Macht als Stütze und so gelang es ihm, aus dem Hangar zu torkeln, um in den Medic-Raum direkt nebenan zu ge-langen. Der Medizindroide war wie erwartet zerstört worden. Also musste Luke das übrig gebliebene Bacta genügen. Nur, um das Schlimmste zu lindern. Er musste zu Kräften kommen. Und das bald.
Rasch suchte er in den Schränken und wurde bald darauf fündig. Er trug sich Bacta auf, so gut es ging. Dennoch blieb er so sparsam wie möglich. Andere auf diesem Schiff würden ebenfalls auf dieses gelartige Mittel angewiesen sein. Dann nahm er einen Beutel, und legte alles Bacta hinein, was noch übrig war, um den Verletzten sofort Hilfe leisten zu können. Den vollen Beutel hängte er sich dann an den Gürtel neben sein Lichtschwert, das zu seinem Erleichtern noch funktionierte.

Als er sich Kräftig genug fühlte, um ohne die Macht gehen zu können, kehrte er in den Hangar zurück, wo er aufgewacht war. Bedächtig schloss er die Augen, um zu versuchen, Leben in diesem Raum zu spüren. Doch er fand nichts.
Als nächstes schoss ihm die Kommandobrücke in den Kopf. Ackbar. Mon Mothma. Er musste sich beeilen, denn er wusste nicht, wie viel Zeit ihm denn blieb.
Doch Luke stellte fest, dass das zur Kommandobrücke gelangen sich als schwieriger herausstellte, als er dachte. Da das Schiff abgestürzt war, war es auf der Seite aufgeschlagen. Alles stand verkehrtherum. Unter größten Mühen erklomm Luke Etage für Etage. Immer wieder versagten seine Kräfte trotz allem, und er musste Pausen einlegen. Doch getrieben von dem Willen zu helfen trieb er sich weiter. An Trümmern und toten Besatzungsmitgliedern vorbei. Korridore entlang und Treppen aufwärts. So lange, bis er vor der Tür stand, die die Kommandobrücke abriegelte. Auch diese war beschädigt. Ohne nachzudenken griff er nach seinem Lichtschwert und die grüne Klinge erwachte zum Leben. Er stach in die Tür, und schnitt einen Rundbogen daraus; groß genug, um hindurch zu passen. Erschreckt musste Luke erkennen, dass die Brücke schwer beschädigt worden war. Das Glas war zersplittert, die Kontrollen vernichtet. Und dort, am Holoprojektor, lagen Admiral Ackbar und Mon Mothma. Und das wichtigste war: Sie lebten.

Orbit über Imperial City

„Wir haben Sie auf dem Monitor. Bitte weisen Sie sich aus.“
„Raumfähre ST-321. Erbitten Landeerlaubnis.“
Kurze Stille kehrte ein. Anscheinend fand am anderen Ende des Kom-Kanals eine kleine Besprechung statt. Dann wurde das Ergebnis verkündet: „Raumfähre ST-321. Setzten sie Kurs auf Landeplattform 3 des imperialen Palastes. Wir werden Sie dort empfangen.“
Captain Neton stand auf und begab sich in den Passagierraum zu seinem Vorge-setzten. „Lord Vader, wir haben imperial City erreicht. Ich setzte Sie auf Landeplatt-form 3 ab. Man wird Euch erwarten.“
„Gut, Captain. Bleiben Sie bei Ihrem Schiff. Ich werde nicht lange brauchen.“
„Wie Sie wünschen, Lord Vader.“
Beim Aufsetzten des Shuttles auf dem Boden von Plattform 3 wurden Staubschwa-den meterweit aufgewirbelt. Noch ehe sich der Staub verzogen hatte, stolzierte Darth Vader die Rampe herunter und trat mit wehendem Umhang hervor. Dem Empfangskomitee, bestehend aus 30 Sturmtruppen, schenkte er keinerlei Beachtung. Eilig lief er an ihnen vorbei und betrat den imperialen Palast. Hauptsitz des Imperators; dem absoluten Herrscher des Imperiums und Sinnbild alles Bösen. Auf Vaders Weg zu Palpatines Büro liefen ihm einige Offiziere über den Weg, die entweder in Habachtstellung verfielen oder ihn demütig grüßten. Doch nichts ließ ihn langsamer werden. Erst vor dem Turbolift, der ihn direkt zum Imperator bringen würde, blieb er stehen. Als der Lift sich öffnete und Vader eintrat, piepste sein Comlink am Gürtel.
„Was gibt es, Captain?“ Captain Neeton sprach ein wenig aufgeregt. Doch er verbarg dies geschickt und kaum merklich in seiner Stimme.
„Lord Vader, ich habe an ihrem Shuttle eine Sache entdeckt, die repariert werden muss. Ich werde dafür vielleicht etwas mehr Zeit beanspruchen müssen, ehe wir wieder abfliegen können.“
„Machen Sie sich darum keine Gedanken, Captain. Tun Sie, was immer nötig ist. Ich kann währenddessen noch einige Recherchen durchführen.“
„Ja, mein Lord. Ich mache mich auch gleich an die Arbeit.“
Als der Captain fertig gesprochen hatte, öffnete sich die Tür des Lifts und der schwarze Lord trat in das Büro von Imperator Palpatine ein. Er begab sich bis nach vorne an den Schreibtisch z seinem Meister, der aus dem Fenster blickte und seine Blicke über die Stadt schweifen ließ. Vader kniete nieder.
„Willkommen, Lord Vader. Erhebt Euch.“ Vader stand gehorsam auf und sah seinen Meister an. Der Imperator war im Gegensatz zu Vader, der über 2 Meter groß war, recht klein. Sein Gesicht war eingefallen und er hatte stechend gelbe Augen. Dies alles waren „Makel“ der dunklen Seite der Macht, die den Imperator zerfressen hatte. Doch in seiner Nachtschwarzen Kutte und der Kapuze, die das Gesicht in zusätzliche Dunkelheit hüllte, war der Herrscher des Imperiums eine äußerst bedrohliche Erscheinung.
„Was habt ihr zu berichten, mein Freund?“, fragte Palpatine.
„Ich bin in den letzten Tagen einigen Hinweisen über Standorte der Rebellen nach-gegangen.“
„Und? Habt Ihr Ergebnisse erzielt, Lord Vader?“
„Ich habe es geschafft, die Signale bis nach Ruusan zu verfolgen, und die Rebellen dort zu stellen, mein Imperator.“
„Und wart Ihr denn Erfolgreich?“
„Ich habe die Basis zerstört sowie einen Jedi vernichtet ebenso wie dessen Pada-wan. Meine Aufklärer durchforsten jetzt nochmals den Planeten nach abgestürzten Wrackteilen. Es könnten sich Lebensformen unserem Beschuss entzogen haben.“
Der Imperator sah Vader an. Zweifelnd sprach er weiter.
„Und unsere Flotte?“
„Es hat uns Verluste von einigen Sternenzerstörern gekostet, aber…“
„Lord Vader, es ist vollkommen unangebracht, Flottenteile zu opfern, wenn Ihr es nicht einmal geschafft habt, der Rebellen-Allianz einen entscheidenden Schlag zu versetzten. Kümmert Euch lieber darum, dass der Todesstern über dem Sanktua-rium-Mond im Zeitplan fertiggestellt wird.“ Im Geiste fügte Vader zu seiner Noch-zu-erledigen-Liste einen Besuch bei Jerjerrod auf dem Todesstern hinzu. Das würde aber erst einmal warten müssen.
„Warum habt Ihr mich nicht unterrichtet, Lord Vader? Ihr solltet mich informieren, wenn Ihr an Informationen kommt.“
„Ja, mein Gebieter.“
„Dennoch war Euer Vorhaben nicht umsonst. Ihr habt die Erlaubnis, weiter vorzuge-hen. Wir können immer noch einen Sieg daraus machen.“
„Wie Ihr wünscht.“
Dann drehte sich Vader um und betrat den Turbolift erneut. Als er aus dem Büro von Palpatine verschwunden war, blickte der Imperator noch einige Zeit auf die Tür zum Turbolift, in der sein Schüler gerade verschwunden war. Als er sich wieder fasste setzte er sich zurück auf seinen Bürostuhl und warf seinen Blick wieder auf Coruscant.
Nein. Imperial City. Coruscant existiert nicht mehr. Es gibt nur noch das Imperium. Mit Coruscants Name ist auch die Republik vollständig vernichtet.
Vader war sehr mächtig geworden, musste sich der Imperator eingestehen. Dann, als Palpatine die Skyline von Imperial City betrachtete, stellte er sich vor, wie Vaders Sternenzerstörer, die Executor, am Himmel schweben würde, und alle in Angst und Schrecken versetzten würde. Niemand, außer dieser Rebellion, würde einen Angriff auf die imperiale Flotte wagen. Und schon bald werden auch die Rebellen kein Problem mehr sein. Denn Imperator Palpatines neuer Todesstern schwebte bereits über Endor. Und mit dieser absoluten Kampfstation würde auch diese Widerstandsbewegung vernichtet worden sein. Und dann würden sie ihn haben, den endgültigen Frieden


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imperial City


„Kann ich Ihnen in irgend einer erdenklichen Sache bei der Suche behilflich sein, mein Lord?“, fragte ein diensthabender Offizier höflich nach. Vader antwortete gleichgültig, obwohl seine Suche äußerst wichtig war. „Nein, Commander. Ich kom-me zurecht. Das ist eine … interne Sache.“
„Natürlich, Sir. Rufen Sie mich einfach, wenn Sie sich anders entscheiden.“ Der Sith sah dem Offizier nicht lange nach. Sofort befasste er sich wieder mit seinen Recherchen. Zunächst gab er „Ruusan“ in den Computer ein. Unter diesem Wort fand er alle möglichen geografischen Daten. Diese würden ihm nützlich sein, wenn er den Planeten infiltrierte, entschied er. Seine Aufklärer könnten sich damit befassen, sobald er in das Ruusan-System zurückkehrte. Vader kopierte die Dateien auf seine eigenen Dateien. Als das geschehen war, suchte er weiter. Doch der schwarze Lord fand nichts, was ihm noch nützlich sein könnte. Keine der Informationen war seinen Ansprüchen entsprechend und auch über Luke Skywalker ließ sich kaum etwas finden. Lediglich Berichte des Holo-Nets waren zu finden, sowie die Nennung seines Namens bei nennenswerten Schlachten. Was Lord Vader aber im Moment mehr störte, war, dass sich keinerlei Dateien von den Kreuzern der Rebellen fanden. Weder für die Lazarettfregatten noch für die großen Mon-Calamari Schiffe waren Informationen hinterlegt. Da erinnerte er sich, dass Admiral Piett an Bord seiner Executor einen Scan angeordnet bekommen hatte.
Doch Piett war Lichtjahre entfernt und das Einzige, was Vader daran hinderte, den Admiral zu kontaktieren war, dass irgendjemand das Gespräch zurückverfolgen könnte. Die Position von Vaders Flotte war unter strengster Geheimhaltung. Niemand (Ausgenommen der Imperator selbst) durfte die Koordinaten erfahren. Zu groß wäre die Wahrscheinlichkeit, dass ebendiese Informationen in die Hände des Bothan-Spionagenetzes fielen. Bekanntlich war dieses Spionagenetz eines der Besten und stand zudem auch noch auf Seiten der Rebellen. Dieses Risiko durfte und wollte Lord Vader einfach nicht eingehen.
Einen Moment verharrte er, dann löschte er das Protokoll des Computers, sodass niemand allzu schnell die Suche nach Ruusan finden würde, wenn jemand danach suchen würde. Die Spuren zu verwischen war nicht nötig. Eher handelte es sich dabei um reine Routine.
Der Sith erhob sich von dem Stuhl und steckte seine Datenkarte an den Gürtel. Dann verließ er den Raum. Dann wanderte seine Hand an die rechte Seite seines Gürtels und griff nach dem Comlink.
„Captain, ich hoffe um Ihretwillen, dass sie das Schiff wieder flugtüchtig haben. Ich muss so schnell als möglich zurück in das Ruusan-System gelangen. Meine Arbeit hier ist beendet.“
„Selbstverständlich, Lord Vader. Das Schiff ist wieder groß in Form. Ich werde Euch erwarten. Bis dahin lasse ich die Triebwerke schon einmal warmlaufen.“
„Gut. Ich bin in ein paar Minuten dort.“

Ruusan

„Admiral?“
Luke half Admiral Ackbar in eine sitzende Haltung und suchte zugleich nach äußerlich erkennbaren Verletzungen. Glücklich über den Umstand, dass außer ein paar Prellungen und Schürfwunden alles in Ordnung zu sein schien, half er als nächstes Mon Mothma wieder hoch. Auch sie hatte es nicht allzu schwer erwischt.
„Commander … Commander Skywalker?“
Admiral Ackbars Stimme war ein raues Flüstern. Jedes Wort kostete ihn Kraft.
„Ich bin hier, Admiral“, beruhigte Luke den Mon Calamari.
„Skywalker … wo sind wir? Was im Namen der Macht ist im Orbit geschehen?“
Luke ließ sich neben ihm nieder. Er beäugte den Admiral. Jedoch waren die Ge-sichtszüge der Mon Calamari schwer zu deuten.
„Admiral, wir haben den Kampf über Ruusan verloren. Die imperiale Flotte hat unsere Schiffe schwer beschädigt. Wir sind abgestürzt. Wir … wir sind zurück auf Ruusan“
Bei diesem Satz keuchte Ackbar leicht auf. Auch ohne die Gesichtszüge deuten zu müssen konnte man bereits erahnen, dass ihm der Umstand missfiel. Langsam rap-pelte er sich auf und sah Luke in die Augen.
„Commander, wir müssen von hier verschwinden ehe wir vollends vernichtet wer-den.“
Traurig darüber, dass der Admiral die Wahrheit sprach, nickte Luke.
„Ich weiß, Sir. Ich werde meine ganzen Bemühungen daran setzten, uns wieder mobil zu machen. Ich werde uns hier raus bringen. Das verspreche ich“
Ernst sah der Admiral ihn an. Zögernd brachte er mit letzter Kraft noch eine Antwort heraus.
„Commander, ich habe es Ihnen ja gesagt. Wir hätten diese Aktion niemals durchführen sollen. Ich ahnte es“
Ackbar sank zurück. Ob er nur schlief oder ohnmächtig war konnte Luke nicht genau erkennen. Der Jedi rief sich immer ins Gedächtnis, dass es schließlich die Hauptsache war, dass alle noch lebten. Jedoch wurde sein Optimismus von der Realität getrübt. In ihm nagte die Frage, wie sie jemals von diesem öden Planeten entkommen konnten.


Unter größten Mühen hatte Luke es geschafft, das Wrack der Alliance Hope zu ver-lassen. Mit ernster Miene blickte er auf das Schiff, das mehr einem Trümmerhaufen als einem Hyperraumtauglichen Kreuzer erinnerte. Selbst der Millennium Falke gab äußerlich mehr her, dachte Luke spöttisch.
Er schauderte. Im Moment konnte er keinen einzigen Gedanken fassen, ohne an ein schlimmes Ereignis zurückzudenken.
Der Millennium Falke. Das Schiff des Han Solo. Han Solo, der sich im Moment in Karbonit eingefroren in der Gewalt von Jabba dem Hutten befindet.
Es gab einfach zurzeit zu viele Probleme, mit der die Allianz zu kämpfen hatte. Seit dem erfolgreichen Angriff auf den ersten Todesstern, hatte die Rebellion erst den wichtigen Stützpunkt auf Hoth verloren. Nur, um von der imperialen Sternenflotte quer durch die Galaxis gejagt zu werden. Dann hatten sie einen der besten Piloten ihrer Flotte verloren und waren zu guter Letzt auch noch über Ruusan vernichtend geschlagen worden. Luke fragte sich, was das Imperium noch alles für sie bereit gestellt hatte.
Aber darüber konnte er sich ein anderes Mal sorgen. Jetzt brauchte er erst einmal einen Plan – einen Plan, der über ihre Existenz entscheiden würde.

Shuttle ST-321

Darth Vaders Raumfähre ließ Imperial City langsam hinter sich. Vader hatte gefun-den, nach was er gesucht hatte, zumindest ansatzweise. Nun konnte er also zu seiner Flotte nach Ruusan zurückkehren. Diesmal gab es kein Entrinnen für die Rebellen. Allerdings wusste der schwarze Lord, dass die Rebellen für ihre Überraschenden Fluchten bekannt waren.
„Wir springen gleich in den Hyperraum, mein Lord“, tönte die Durchsage des Piloten aus dem Lautsprecher.
Noch einmal sah Vader auf den Datenchip, den er aus der Bibliothek genommen hatte. Er schloss den Chip an ein Datenlesegerät an und begutachtete ein weiteres Mal die Informationen. Vor seinem Eintreffen auf der Executor wollte er sich die Auf-zeichnungen für Ruusan gut einprägen, denn er konnte nicht sagen, wie bald er nach Ruusan aufbrechen würde. Die Zeit, die im Hyperraum blieb, war wertvoll. Ebenso wertvoll, wie die Daten. Das Wissen über alle möglichen geografischen Dinge sollte dem Imperium der Rebellion gegenüber einen Vorteil verschaffen.
Und tatsächlich feilte Vader bereits an seinem Plan. Diesmal würde sie niemand aufhalten können.
Die unzähligen Schlachten, die bereits gegen die Rebellion ausgefochten wurden, hatten Lord Vader bereits eine gewisse … Handlungskenntnis verschafft. Er wusste genau, wie Rebellen dachten.
Seine Gedanken wurden unterbrochen, als er auf der Karte von Ruusan eine hoch gelegene Fläche entdeckte. Kaum mit Vegetation bedeckt schien es ein geeigneter Anlaufort für Rebellenflüchtlinge, vermutete Vader finster. Der Ort war von der letzten bekannten Position der Rebellenschiffe kurz vor dem Absturz nicht weit entfernt.
Ausgezeichnet.
Er markierte den Platz auf der Karte und überflog noch ein letztes Mal die Restlichen Informationen. Darth Vader hoffte, dass sich sein Verdacht bestätigen würde, um die Rebellen somit in die Vernichtung zu treiben. Doch das würde sich zeigen.

Ruusan

Inzwischen dämmerte es auf Ruusan. Luke, Ackbar und Mon Mothma hatten sich in einem kleinen Raum nahe dem Hangar zusammengefunden. Unterwegs dorthin hatten sie außerdem noch R2-D2 und den verwirrten C-3PO aufgelesen. Außer Kratzern im Lack von 3PO und einigen Beulen auf R2 waren auch den Beiden weiter nichts zugestoßen.
Nachdem Luke C-3PO erklärt hatte, was vorgefallen war, wendete der Jedi sich an die anderen Rebellen. Er hoffte, dem goldenen Protokolldroiden alle Fragen beant-wortet zu haben, um weiteren Unterbrechungen zu entgehen.
Schließlich brach Skywalker das herrschende schweigen.
„Ich habe mir heute die äußerlichen Schäden, die das Raumschiff bei Absturz abbekommen hat, angesehen“, erklärte Luke ihnen. „Leider … ist das Schiff in einem derartigen Zustand nicht mehr flugtüchtig zu machen“
Bedauernde Stille legte sich über die Gruppe. Sorgenvoll sahen sie sich an, bis Ackbar wieder das Wort ergriff und die Frage aller im Raum anwesenden aussprach.
„Wie gedenkt Ihr nun von diesem Planeten zu entkommen, Skywalker? Ihr habt mir versichert, dass…“
„…Ich weiß, ich weiß“, schnitt ihm Luke das Wort ab.
„Dann wisst Ihr hoffentlich auch, wie Ihr uns hier rausbringt“, konterte der Admiral.
Wieder sahen sie sich an. Keiner wusste einen Rat auf ihre Lage. Neugierig tippelte C-3PO nach vorne.
„Entschuldigt, Master Luke. Aber könnten wir nicht mit einem Transmitter ein Signal für Verstärkung senden?“ R2-D2 protestierte laut zirpend gegen den Vorschlag sei-nes Freundes.
„Nein lass ihn, R2. Er wollte ja nur … Moment, 3PO hat gar nicht so unrecht. Es muss ja nicht unbedingt eine riesige Flotte sein. Wir brauchen lediglich jemanden, der uns von hier weg bringt!“
„Und wie stellt Ihr euch das vor, Commander Skywalker?“, fragte Mon Mothma.
„Wir müssen irgendwie zur Basis zurück“
Mothma zog fragend eine Augenbraue hoch. „Aber glaubt Ihr denn, dass das Imperium irgendetwas von der Basis in einem Stück gelassen hat?“
Luke zögerte mit seiner Antwort ein wenig.
„Nein … aber solange noch Hoffnung besteht, sollten wir für unser Schicksal kämp-fen! Es ist besser, als hier auf unser Ende zu warten. Früher oder später wird das Imperium sowieso dahinterkommen, dass wir am Leben sind. Dann werden sie uns finden und uns töten genau wie die Male zuvor. Ich muss euch nicht daran erinnern, was mit dem Stützpunkt auf…“
„…Nein braucht ihr nicht“, unterbrach Ackbar.
„Gut. Dann breche ich jetzt auf. R2? Suche im Hangarbereich nach einem intakten Speederbike und bereite alles vor“
R2 piepte treu und rollte los. Dann wandte sich der Jedi zu Ackbar und Mothma.
„Das biegen wir schon wieder hin“, sagte Luke mit einem schiefen lächeln. Dann stürmte er aus dem Raum heraus.
Als er weg war, stand Ackbar auf und begab sich zum Fenster, das ihm einen Blick auf die dunkle Landschaft bot. Wenige Augenblicke später düste ein Speederbike mit heulendem Motor in die Nacht.
„Skywalker ist verrückt“, stellte der Admiral fest.
„Gebt ihm Zeit, Ackbar. Der Junge ist begabt“, beruhigte Mothma ihn.
„Dann muss er jetzt zeigen, wie begabt er ist“

Haupthangar, Executor

Kaum hatte Darth Vaders Shuttle auf dem Hangarboden betreten, begann Admiral Piett damit, seinen Bericht zu erstatten. Es hatte sich während seiner Abwesenheit nicht viel ereignet. Piett hatte Aufklärungseinheiten von jeweils 3 TIE-Jägern über den Planeten geschickt. Es war bestätigt, dass das Wrack des Rebellenkreuzers nirgendwo mehr hinfliegen würde. Die Rebellen saßen also fest.
„Blockieren Sie weiter ihre Kommunikation“, wies Vader den Admiral an. „Und stellen Sie mir eine Einheit der 501sten bereit. Ich will das so schnell wie möglich zu Ende bringen.“
Piett nickte und verschwand in einem Gang, um Vaders Truppen vorzubereiten. Als Vader allein im Hangar war, lies er seinen Blick über die TIE-Jäger schweifen, die an der Decke in Bereitschaft waren. Einige Meter weiter standen riesige, schwergepanzerte AT-ATs, gefolgt von den wesentlich wendigeren AT-STs. Vader wusste, dass all diese Gerätschaften noch heute zum Einsatz kommen würden. Trotz dem Verlust von mehreren Sternzerstörern, die auf den Befehl des Imperators andernorts gebraucht wurden, hatte der schwarze Lord immer noch eine ganze Armee in der Hand. Im Geiste ging er schon seine nächsten Schritte durch, als Piett mit ihm in Kontakt trat.
„Was gibt es?“
„Lord Vader?“, tönte es aus dem Comlink.
„Eure Truppen stehen bereit“
„Gut. Schicken Sie sie zu mir.“
Vader freute sich bereits darauf, den Rebellen den Gar auszumachen. Und wenn dabei der ganze Ruusan Mond zu Asche verarbeitet werden würde – der Sith-Lord würde seinen Sieg bekommen. Die Wendigen X-Flügler waren genauso wie die restlichen Transporter der Rebellen in den Hyperraum geflohen und der Großteil der Besatzung der Alliance Hope war wahrscheinlich bei dem Absturz umgekommen. Ohne eine Streitmacht im Rückhalt waren die Rebellen maßlos verloren.

Kurz darauf waren seine Spezialeinheiten eingetroffen. Im perfekten Gleichschritt schritten sie voran und bezogen vor Vader in perfekten Zweierreihen Stellung. Die Spezialausrüstung machte die Truppen deutlich größer und eindrucksvoller, als sie es tatsächlich waren und doch überragte Vader mit seinen 2 Metern Körpergröße sie alle.
„Ihr seid die Elite-Einheiten des Imperiums. Die Rebellen dort unten sind gefangen auf einem Planeten, der weite Ebenen als auch dichte Wälder vorweist. Für diese Art Einsätze wurdet ihr Ausgebildet.“
Keiner der Soldaten rührte sich, keiner zeigte Emotionen – dafür waren sie zu gut Ausgebildet worden. Sie blieben einfach stehen und hören Vaders Worten aufmerksam zu. Keiner hatte vor, den Sith-Lord zu enttäuschen. Zu viele Männer haben schon erfahren müssen, was passierte, wenn man einen Fehler machte.
„Ihr seid nun der wichtigste Teil der Mission. Geht dort hinunter und bringt mir Sky-walker – lebendig!“
Vader wandte sich zum Gehen. Doch dann blieb er noch einmal stehen.
„Und tötet jeden, der sich euch in den Weg stellt“

Schon bald war nur noch das Brummen der Motoren und der Ionen-Antriebe zu hö-ren und ein mechanischer Geruch von verbrauchtem Treibstoff lag in der Luft. Sämtliche Raumschiffe und Fahrzeuge gingen in Bereitschaft. Vader selbst befand sich an Bord seiner ST-321, zusammen mit 4 seiner Elite-Truppen. Alle steuerten sie auf den Planeten zu und verteilten sich dann in unterschiedlichen Richtungen, um die Falle zuschnappen zu lassen. Doch bis die Rebellen bemerken würden, was geschah, war es für sie schon zu spät.


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BeitragVerfasst: Sa, 14. Apr 2012, 12:00 
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Rebellenkreuzer New Hope

„Kampfschiffe!“, bemerkte Ackbar trocken. „Ich wusste, dass sie früher oder später nach uns suchen würden.“ „Wir sind verloren!“, warf C-3PO ein. „Und wo ist Skywal-ker?“ „Ich bin hier“, antwortete Luke auf Ackbars frage, als er gerade den Raum be-trat. „Ich fürchte, wir bekommen Besuch, Admiral.“
Mon Mothma, inzwischen wieder zu Kräften gekommen, gesellte sich zu Luke, Ack-bar und den Droiden dazu. „Habt ihr schon einen Plan, wie wir hier rauskommen wollen?“, hinterfragte sie. In ihrer Stimme lag ein Hauch Zweifel, doch sie hatte die Hoffnung nicht aufgegeben.
„Admiral, sind die Kommunikationseinrichtungen inaktiv?“
„Wir haben keinerlei Versuche unternommen, dies zu überprüfen, Commander Sky-walker. Sie wissen, dass das Imperium dort oben ohne Mühe unseren Funk überwachen kann.“
Doch ungeachtet Admiral Ackbars Argumenten ging Luke zum Terminal, um eine Funkverbindung zu ihrer Flotte aufzunehmen. Das Signal war stark genug, um eine Verbindung aufzubauen, doch die Energiereserve des Schiffs war viel zu schwach, als dass ein Hilferuf abgegeben werden konnte. Enttäuscht wandte Luke sich von dem Gerät ab.
„Da werden wir wohl mit dem zu Recht kommen müssen, was wir haben“, seufzte er. Und kaum hatte er zu Ende gesprochen, wurde das technische Summen lauter. Die Imperialen waren auf dem Weg. Und als Luke die ersten Sturmtruppen auf dem Vormarsch sah, hellte sich sein Gesicht auf einmal auf.
„R2?“ Der Droide rollte treu zu ihm hinüber.
„R2, ich glaube, wir sollten uns einmal das Innere der New Hope genauer ansehen.“ „Was haben Sie vor?“ Ackbar war zunehmend misstrauischer geworden und Luke erkannte, dass der Admiral mal wieder gute Neuigkeiten brauchte.
„Ach“, sagte Luke stattdessen. „Ich denke, mir ist gerade etwas eingefallen. Aber ich empfehle Ihnen, das Schiff zu verlassen, bevor es ungemütlich wird.“ Diese Auskunft schien Ackbar nicht zu befriedigen.
„Was bei der Macht sollen wir da draußen unternehmen? Sollen wir uns etwa mit den Sturmtruppen rumschlagen, bis sie von Ihrer Erkundungstour zurücksind?“
Luke nahm einen herumliegenden Blaster und warf ihn dem Admiral zu, der ihn ungeschickt auffing.
„Warum nicht? Sie müssen sich ja nicht mit allen beschäftigen. Aber richten Sie ih-nen meine besten Grüße aus.“
Luke zwinkerte dem Mon Calamari kurz zu und dann machte er sich auf den Weg. Bevor er den Raum verließ beugte er sich zu Mothma hinüber.
„Sorgen Sie dafür, dass der Admiral mal wieder etwas Kampfgeist bekommt und achten Sie darauf, dass er da draußen nicht seine letzte Schlacht führt. Wir werden ihn noch bei vielen Kämpfen brauchen – in einem Stück!“
„Natürlich. Ich kümmere mich darum.“
Luke nickte anerkennend. Dann ging er.
„Master Luke! Ich traue mich ja kaum zu fragen, aber was soll ich tun?“, wimmerte der goldene Droide.
„Bleib bei Ackbar. Erzähl ihm doch ein paar nette Geschichten, wenn ihm langweilig wird!“, rief Luke seinem Droiden noch zu. Dann rannte er.

Luke rannte durch zahlreiche Gänge und räume. Er passierte Sicherheitstüren und schnitt sich mit seinem Lichtschwert durch Trümmerteile hindurch. R2-D2, der Luke pflichtbewusst auf Schritt und Tritt folgte, hatte nun mehr Mühen, mit seinem Meister Schritt zu halten. Immer öfter schüttelten Erschütterungen das Schiff durch und leise Explosionen waren in der Ferne zu hören. Im Geiste kalkulierte Luke, wie lange er Zeit hatte – wie lange die Imperialen Einheiten brauchen würden, um bis ins Schiff vorzudringen. Er musste schnell sein. Seine Glieder brannten von der Anstrengung und seine Narben, die er sich beim Absturz zugezogen hatte, machten ihm das Rennen nicht leichter. Doch mit der Macht als Verbündeter blieb sein Geist rein und vollkommen klar und das verschaffte ihm Kraft. Und endlich, als das Lodern der Flammen intensiver und heller wurde, war er am Ziel angekommen. Und mit erhobenem Lichtschwert betrat er den Raum, in dem sich der Reaktor befand. Rings herum standen Konsolen in Flammen. Der Reaktor konnte seine Energie nicht mehr regulieren, da die Verteiler alle zerstört worden waren. An sich wirkte das voller Energie strotzende, zylinderartige Gerät unbeschädigt. Noch.

Shuttle ST-321, im Anflug auf Ruusan

Darth Vader hatte sich, zusammen mit dem Commander seiner Elite-Einheit, vor dem Hologramm der Landschaft Ruusans zusammengefunden. Weitere hochrangige Sturmtruppen waren per Hologramm zugeschaltet.
„Sie kennen ihre Befehle. Trupp Alpha, sie werden den auf ihrer Holo-Karte rot ge-kennzeichneten Bereich sichern. Trupp Beta, sie werden gemeinsam mit Trupp Gamma den berechneten Zielort der Evakuierung der Rebellen sichern. Alle restli-chen Soldaten kommen mit mir.“
„Sir, bei allem Respekt“, warf einer der Sturmtruppenkommandanten ein. „Sie wollen ernsthaft in dieses Wrack von Schiff hinein? Und das mit 2 vollen Angriffstrupps im Rückhalt? Ich glaube nicht, dass…“
„Stellen Sie etwa meine Autorität infrage, Commander?“
„Nein!“, verteidigte sich der Sturmtruppler. „Ich würde niemals…“
„Lassen Sie den Einsatz ganz allein meine Sorge sein. Führen Sie nur ihre Befehle aus.“, drohte ihm Vader.
Ein leichtes Ruckeln unterbrach die Unterhaltung. Sie waren gelandet.
„Endlich ist es so weit. Diesmal wird uns niemand aufhalten.“

Die imperialen Truppen marschierten in perfekter Formation auf das Wrack des Re-bellenkreuzers zu. Zwei volle Einheiten – mit Vader an der Spitze – bereiteten sich auf den letzen Einsatz auf Ruusan vor.
„Geschlossene Formation“, befahl Vader. Immer weiter rückten die Soldaten vor. Und bald schon wurde ein Loch in der Hülle des Wracks sichtbar. „Dort ist es“, erkannte Vader. „Dort ist der Eingang.“
Eine Zeit lang blieben die Imperialen vor dem zerbeulten Loch ins Innere stehen. „Truppe 1 infiltriert den linken Bereich des Schiffs. Truppe 2 übernimmt den Rechten. Tötet jeden, der über keine hohe Autorität bei den Rebellen verfügt und bringt die hochrangigen Rebellen zu mir.“, beschloss der schwarze Lord. Auf seinen Befehl hin drangen die Sturmtruppen in das Schiff ein. Der Sith hielt inne und griff mit der Macht aus. Dann ging er davon. Er würde sich einen anderen Weg ins Schiff bahnen.

Ackbar und Mon Mothma, sowie C-3PO lauerten im Schutz der Dunkelheit und war-teten auf das Eintreffen der Sturmtruppen.
„Wir hätten das Schiff schon längst verlassen sollen!“, klagte der goldene Droide fortwährend. „Wir werden alle sterben!“
Ackbar verdrehte nur genervt seine Augen. „Wenn ich Commander Skywalker gewesen wäre, hätte ich diesen Nervenbolzen schon längst desintegrieren lassen.“
„Desintegrieren? Du meine Güte!“
Mothma hatte genug gehört und griff dem Droiden an den Hals, um ihn abzuschal-ten.
„Die hätten seine glühenden Augen sowieso schneller bemerkt als uns“, rechtfertigte sich die Rebellenführerin.
„Haben Sie die Waffen?“, fragte sie den Mon Calamari flüsternd.
„Ich habe alles, was ich auftreiben konnte.“, antwortete er.
Inzwischen waren die vorstürmenden imperialen Einheiten deutlich zu vernehmen. Ihre Stiefel hinterließen ein lautes Klacken in der Dunkelheit.
„Sie kommen.“

Nachdem Luke den Reaktor genau gemustert hatte, brachte er am Rumpf lauter kleine kugelförmige Gegenstände an. Auf einem kleinen Bildschirm stellte er ein Zeitlimit ein.
„Komm, R2. Es wird Zeit.“
Luke und sein Droide machten sich auf zu gehen. Immer weiter ließen sie den Reaktorraum hinter sich – immer schneller rannten sie auf den Ausgang des Schiffes zu und im Geiste feilte Luke an seinem nächsten Plan. Noch immer hatte er Sorge, dass er seine Männer nicht schnell genug retten konnte – noch immer plagte ihn die Angst, Ruusan niemals verlassen zu können oder in den Händen des Imperiums zu landen.
Doch ein Jedi hatte keine Angst. Angst war der Pfad zur dunklen Seite und Luke war ein weiser Jedi geworden; zu weise, um sich von seiner Angst übermannen zu lassen.
Er konzentrierte sich – er spürte die Konstruktion des Schiffs. Er spürte, wie imperiale Sturmtruppen angriffen, wie Soldaten fielen und wie 2 Personen sich mutig der imperialen Übermacht stellten.
Doch er spürte auch etwas anderes. Etwas, das ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ. Etwas, das ihn abrupt stehen blieben ließ. Sein Herz schlug schneller. Seine Hand wanderte an seinen Gürtel und er nahm das Lichtschwert in die Hand. Vorsichtig schlich er um die Ecke. Er bedeutete R2 zurückzubleiben, um Ackbar und Mon Mothma zu kontaktieren.
Gerade wollte er um die Ecke gehen, als auf einmal eine blutrote Lichtschwertklinge auf ihn niederschoss. Mehr Reflexartig als Geistesgegenwärtig zündete er seine eigene, grüne Klinge und parierte den Hieb, dann verharrten die beiden Klingen und Darth Vader, Lord der Sith, schritt hervor. Sein mechanisches, finsteres Atmen floss Luke unendliche Angst ein – all seine schrecklichen Erinnerungen kamen ihm wieder ins Gedächtnis und Vader spürte dies.
„So begegnen wir uns wieder, Luke“, begann er.
„Du hast deine Flotte gut geführt, doch nun sei dir dem Untergang der Rebellen hier auf diesem Mond bewusst, mein Sohn.“
„Nein … niemals…“
Luke setze zum Angriff an, doch Vader konnte parieren. Kurz darauf schlug der Sith mit seiner Klinge nach Lukes Beinen. Luke konnte den Schlag abfangen, wurde aber zurückgetrieben. Er wich noch ein paar Schritte zurück, dann sammelte er die Macht um sich und rannte auf Vader zu. Dieser schlug abermals nach Lukes Beinen, doch er verfehlte und stattdessen fuhr seine Klinge in das Metall des Bodens. Der Jedi war mit einem Salto über Vader hinübergesprungen. Schnell riss der schwarze Lord das Schwert aus dem Boden heraus und schlug in die Luft über sich – doch im Salto parierte Luke abermals den Angriff Vaders und sicher landete Luke auf der anderen Seite von Vader. Um dem nächsten Angriff seines Erzfeindes vorzubeugen schleuderte Luke ein Trümmerteil nach Vader. Dieser schnitt den Gegenstand mühelos durch, doch er machte sich damit ungeschützt. Diese Gelegenheit nutze Luke und stieß Vader mit der Macht nach Hinten. Noch bevor er sich aufrichten konnte rannte Luke weiter, dicht gefolgt von R2, der seine Nachricht abgesetzt hatte und während des Duells in Deckung blieb. Luke verlor das Gefühl für Zeit und Raum. Er rannte einfach – nur auf sein Ziel fixiert. Luke hoffte, dass die Anderen nicht so unpünktlich waren wie er, denn das konnte in wenigen Minuten verhängnisvoll werden.

Die erste Granate explodierte und riss 5 Sturmtruppen mit sich. Sofort kam neue Verstärkung mit erhobenen Blastern hereingestürmt und eröffneten das Feuer – mehr ziellos als sich dem Ziel bewusst. Ackbar und Mon Mothma gingen in Deckung. Immer wieder gaben auch sie Schüsse ab und trafen sogar, doch die imperiale Übermacht war nicht zu stoppen. Eine Sturmtruppe mit einem Brustpanzer – wahrscheinlich der Commander, vermutete Ackbar – rannte hervor, wich den Geschossen aus, bis er direkt vor den beiden Rebellen stand.
„Eure kleine Rebellion ist beendet. Wenn Sie mich nun bitte nach draußen begleiten würden?“, fragte er mit gespielter Höflichkeit. Brüsk riss er den beiden die Waffen aus den Händen. Wortlos folgten sie dem weißgepanzerten Soldaten nach draußen. „TK-354, sichere mit dem Rest der Männer den Bereich nach weiteren Rebellen“, befahl der Commander einem Soldaten, der sogleich mit allen anderen den Bereich weiter unter die Lupe nahm.
Draußen hatte ein Shuttle geparkt. „Lord Vader wird sehr geehrt sein, euch gegen-überzutreten. Er hat mich bereits angewiesen, euch am Leben zu lassen.
„Oh, wie überaus großzügig“, stellte Ackbar leise fest. Der Sturmtruppler griff in sei-nen Gürtel und zog zwei Paar Handschellen heraus. Dann hielt er kurz Inne. Er beobachtete nur kurz das Geschehen im Schiff. Vielleicht bewertete er die Arbeit seiner Soldaten.
Dann wandte er sich wieder den Rebellen zu. Doch ehe er die Handschellen anlegen konnte, wurde er zu Boden geworfen. Auch Ackbar und Mon Mothma traf die Wucht der auf einmal aufkommenden Explosion und sie wurden ebenfalls niedergeworfen. Als sich Mothma versuchte aufzustemmen fiel ihr Blick auf die Alliance Hope, die sich erst mit loderndem Feuer füllte und dann in einer gleißenden Explosion ihr Ende nahm und alle Sturmtruppen an Bord mitriss.
Die Gelegenheit nutzten die Rebellen. Ackbar zog dem Commander den Blaster aus der Hand, erschoss ihn und dann flüchteten Beide in ein nahegelegenes Waldstück. Sie konnten – zumindest für den Moment – aufatmen.

„Lord Vader, geht es euch gut?“
„Ja“
Schwer erhob sich der schwarze Lord, wobei ihm auffiel, dass an vielen Stellen sei-nes Körpers die Rüstung schwer beschädigt war. Drähte und Kabel hingen an gerissenen stellen im Anzug heraus und sein Umhang war zerrissen.
„Lord Vader, sollen wir vielleicht…“
„Skywalker. Wo ist Skywalker?“
„Es ist niemand herausgekommen. Wir konnten niemanden entdecken. Durch die Explosion müsste er längst getötet worden sein.“
„Nein Commander, er ist noch am Leben! Ich spüre seine Präsenz noch ganz deut-lich. Geht und kümmert Euch um Ackbar und Mon Mothma. Inzwischen müssten sie sicher im Shuttle verwahrt worden sein.“
Das Gesicht des Admirals verzog sich angsterfüllt.
„Mein…Lord. Wir haben die Rebellen…verloren. Ihnen ist es durch die Wucht der Explosion gelungen, die Flucht zu ergreifen. Der … der Shuttle ist zerstört.“
Vader blieb still. Er sah einfach auf seinen Untergebenen herab, dem der Schweiß im Gesicht stand.
„Ich habe es satt, nur von Eurem Versagen unterrichtet zu werden!“
Der Offizier begann durch Vader über dem Boden zu schweben. Langsam schnürte es ihm die Kehle zu.
„Ich bin es leid, nur mit anhören zu müssen, wie jämmerlich Sie ihr Kommando füh-ren.“
Immer höher ließ Vader ihn schweben.
„Ihnen ist es wohl nicht ganz klar geworden…Ich dulde kein Versagen!“
Mit einem Ruck sackte der Imperiale auf den Boden zurück. Tot.
„Schafft ihn weg und dann verfahrt nach Plan“, wies der Sith einen Sturmtruppler an. Noch war nicht alles verloren. Die Sternenzerstörer befanden sich auf Position und die Fluchtmöglichkeit der Rebellen war gering. In der Macht spürte Vader plötzlich eine Präsenz; ein Bewusstsein, das gerade erwacht war, erfüllt von Erleichterung. Er überprüfte sein Lichtschwert am Gürtel, dann begab er sich zu dieser Präsenz hin.

„Erzwo?“
Beep Dwoot
„Wir haben es geschafft, Erzwo.“
In der Ferne sah Luke, wie sich die gigantischen AT-ATs in eine andere Richtung bewegten – weg vom ihm, Ackbar und der Rebellen-Anführerin. Ja, sie waren am Leben. Luke war sich sicher. Doch erst langsam wurde sich Luke bewusst, wo er sich befand. Als er sich umsah bemerkte er, dass er ziemlich in der Mitte des Schiffs entkommen war und lag nun in dessen Windschatten. Schwer rappelte er sich auf und Humpelte aus dem Rauch hinaus. Doch als er aus der Rauchsäule entkam bemerkte er, dass dieser nicht vom Kreuzer ausging. Er entwich aus einem Erdloch. Aus etwas, das in diesem Loch- nein, in diesem Krater lag. Was war es? Zu klein für einen X-Flügler aber auch zu groß für ein Einschussloch. Erst langsam kam Luke dahinter.
„Cota?“
Er rannte hinüber und sah im Krater tatsächlich Cotas Kapsel. Die Scheibe war auf-gebrochen, die Kapsel zerstört. Ein kleines Feuer loderte noch im Inneren. Mit der Macht blies Luke den Rauch fort, um in das Innere sehen zu können.
Leer.
„Er ist tot, Junge. Er wird dir nicht helfen können.“
Vader.
„Sein Schicksal wird auch dir wiederfahren. Du hattest die Wahl, an meiner Seite zu stehen. Doch du hast dich anders entschieden.“
Luke drehte sich um und erschrak leicht, als er sah, wie schwer die Explosion Vader mitgenommen hatte. Überall standen Drähte hervor, der Umhang war zerfetzt und der Brustpanzer war an manchen Teilen zersplittert.
„Ich werde mich ihnen niemals anschließen. Ich gebe die Ideale der Jedi nicht auf.“
Wortlos schritt Vader zu ihm hervor. In der Hand sein Lichtschwertgriff, aus dem die rote Klinge hervorsprang. Luke tat es ihm mit seiner Grünen Klinge gleich. Sofort holte Vader für den ersten Schlag aus. Luke parierte, kreuzte die Klinge des schwarzen Lords und verharrte. Langsam drückte der Jedi sein Schwert nach Vorne, doch der Griff der dunklen Gestalt war zu stark und Luke wich zur Seite aus, machte in der selben Bewegung noch einen Gegenangriff, den Vader aus dem Schwung heraus parierte.
Der Kampf zog sich Minute um Minute. Luke sprang, federte sich vom Bäumen und Steinen ab, duckte sich, schlug zu, doch keine Bewegung schaffte es, Vader zu übertrumpfen. Der schwarze Lord wich leicht zurück, holte Schwung und stieß mit ganzer Kraft auf Luke zu. Dieser parierte, schaffte es aber nicht, sein Gleichgewicht zu halten. Diese Situation nutzte Vader und stieß Luke mit der Macht von den Füßen und ließ ihn gegen einen Baum prallen. Ehe er sich fangen konnte, griff Vader erneut an. Luke blieb nichts Anderes übrig, als sich zu ducken. Das Schwert des Sith-Lords fuhr durch den Baum hinter Luke, glitt durch das Holz und brachte ihn zu Fall. Doch der Jedi bot immer noch ein leichtes Ziel. Um dem Angriff von Vader zu entrinnen schlug Luke von unten zu, um die defensive von dem Sith zu nutzen, sich in Sicherheit zu bringen. Aber Vader fing den Schlag auf. Nicht mit seiner Klinge, sondern mit bloßer Hand stoppte er den Schlag, indem er Luke am Handrücken packte und zudrückte. Das Schwert fiel ihm aus der Hand und deaktivierte sich, als es auf dem Boden aufkam. Er versuchte mit der Macht, das Schwert zurück in seine Hände springen zu lassen, doch Vader stellte sich mit dem Fuß darauf und schleuderte Luke davon.
Ungeschickt prallte er von einem Stein ab. Das knacken verhieß nichts Gutes.
Dabei hatten die Schmerzen vom Absturz gerade erst nachgelassen. Das Ganze hier wird mich ein paar Wochen in Bacta kosten.
Dann wandte sich Vader um und ging wieder auf ihn zu. Er hielt Luke die Klinge an den Hals.
„Du bist geschlagen. Gib auf, liefere mir die Rebellenführer hier auf diesem Planeten aus und ich verschone dich vielleicht.“, bot ihm Vader an.
„Niemals…Dann sterbe ich lieber für meine Freunde.“
Der schwarze Lord nahm die Klinge von Lukes Hals. Zögerte kurz. Dann schlug er zu.


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BeitragVerfasst: Sa, 14. Apr 2012, 12:01 
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Koordinaten 368, Rendezvouspunkt der Rebellen auf Ruusan

Es hatte keine weiteren Angriffe der Imperialen mehr gegeben. Sie waren ständig in Bewegung geblieben, während die Truppen ausgeschwärmt waren. Niemand wusste, wie es weitergehen sollte. Niemand – weder Ackbar noch Mon Mothma wussten, wo Luke war. Sie wussten nur, dass der Plan aufgegangen war, das Schiff mitsamt dem imperialen Enterkommando zu vernichten.
„Ich zähle fünf.“
„Was?“
„Fünf Sternenzerstörer im Orbit, einschließlich des Super-Sternenzerstörers.“
„Vader hat wohl einsparen müssen“
„Das bedeutet aber noch lange keinen Vorteil. Ein Sternenzerstörer wäre schon ge-nug – zumindest in unserer Lage.“
Admiral Ackbar und die Rebellenanführerin, Mon Mothma, musterten Kritisch den Himmel. So lange, bis etwas im Orbit auf einmal reflektierte. Ein kleiner Punkt, der im Vergleich zu den Sternenzerstörern bedeutungslos, näherte sich der Planetenoberfläche, jedoch nicht unbemerkt. Die Turbolasergeschütze begannen nur Sekunden darauf auf diesen Punkt zu feuern.
Geschickt steuerte dieses Pünktchen, dieses Raumschiff, durch das Kreuzfeuer hindurch, bis ein Sternenzerstörer seine Position verließ und auf Abfangkurs ging. Gerade hatte das riesige pfeilförmige Schiff seinen Kurs geändert fielen weitere Punkte in das System ein und steuerten ebenfalls auf den Planeten zu. Doch diesen Raumschiffen viel es deutlich leichter, jetzt noch durchzudringen. Das eine Schiff schien eine Ablenkung zu sein. Kaum hatten die Rebellen zu Ende gedacht, ertönte ein gewaltiger Knall. Ein Knall, erzeugt von einer Flotte, die aus dem Hyperraum auftauchte. Eine Flotte von Rebellenschiffen.
„Sie haben uns nicht vergessen“, sagte Ackbar erleichtert.
„Kommen Sie, Admiral.“, sagte Mon Mothma.
„Es wird Zeit.“

Rumpfseite der Alliance Hope

Luke schloss die Augen und hielt den Atem an. Er fühlte sich so … leer. Er dachte nur noch daran, dass er seinen Freunden nicht hatte helfen können. Allerdings dachte er lange darüber nach. Ziemlich lange sogar. Länger, als es gedauert hätte, den Todesschlag auszuführen. Neugierig öffnete er die Augen. Vaders Klinge saß ihm immer noch direkt am Hals. Etwas schien ihn abzuhalten. Als Luke noch darüber nachdachte bekam er schon bald darauf seine Antwort.
„Dunkler Lord!“, schrie jemand von hinten.
„Ich habe Euch hier bereits erwartet. Lasst Skywalker gehen und nehmt mich!“
Luke riss die Augen auf, als er diese Stimme hörte. Er neigte sich zur Seite, um an Vader vorbeisehen zu können.
Und dort stand niemand anderes als der tot geglaubte Meister Cota, der mit erhobe-ner Hand die Macht nutzte, um Vaders Klinge zu stoppen.
Er hat mir das Leben gerettet.
„Kota. Ihr seid nicht mehr als eine kleine Kerzenflamme im Spektrum der Macht. Eure Kräfte haben nachgelassen. Ihr seid kein Gegner für mich, genauso wie es Euer Padawan nicht war.“
Als Antwort darauf zündete der Jedi-Meister seine Klinge und ging in Position. Luke wollte sein Lichtschwert holen und Kota unterstützen, doch er schaffte es nicht.
Stattdessen griff er mit der Macht nach seinem Schwert aus und schleuderte es zu Cota.
„Cota, fangen Sie!“
Der Jedi fing Lukes Klinge auf und zündete sie. Dann wirbelte er die Schwerter um sich und ging langsam auf Vader zu. Dieser stieß seine Klinge hervor, stoppte den Wirbel und das Duell entbrannte.
Vader war wesentlich größer als Kota. Der Jedi war dafür wendiger im Umgang mit dem Schwert, was Vader durch starke Schläge in einem defensiven Kampfstil aus-glich.
Das Duell zog sich mehrere Minuten hin. Luke wusste nicht, wie lange es bereits dauerte. Der Jedi änderte seinen Stil. Nun kämpfte er nur mit einer Klinge, während er die Andere zur Verteidigung wirbeln ließ. Er war ein wahrer Schwertmeister, doch Vaders Stärke machte ihm zunehmend zu schaffen.
Cota holte aus, um einen Kraftvollen Schlag zu landen. Vader jedoch schlug nicht nach der Klinge, die auf ihn herunterfuhr, sondern auf Lukes Schwert, das er immer noch Kreisen ließ.
Dieser Hieb stoppte den Wirbel und brachte ihn aus dem Gleichgewicht, wenn auch nur für Zehntelsekunden.
Der Sith-Lord passte dies ab und Schlug nach Cotas Klinge. Genau im richtigen Moment schlug er zu und schnitt den Griff in zwei Hälften. Das Lichtschwert deaktivierte sich und der abgeschnittene Teil des Griffs fiel zu Boden.
Als der Jedi erkannte, dass er mit seinem Schwert nichts mehr anfangen konnte, warf er das übrige Metall davon nach Vader, der es mit einer abfälligen Handbewe-gung abprallen ließ.
Dann ging das Duell weiter. Diesmal kämpfte Cota noch dynamischer. Lukes Licht-schwert war in seiner Hand nur noch ein grüner Wirbel geworden. Es schien, als hätte er die Oberhand.
Tatsächlich landete der Jedi einen Treffer. Er schlug Vaders Schwertarm ab. Auch dessen Klinge deaktivierte sich, als sie auf dem Boden aufschlug. Vader stöhnte auf und sah Cota durch seine finstere Maske an. Sein rasselndes Atmen war schneller geworden und doch wirkte sein Blick finster und ruhig, zumindest, was das äußere der Maske verriet.
„Ihr seid nicht allmächtig, Vader! Ich könnt nicht alle Jedi töten! Ein Gegner mit zwei Klingen klingen ist gefährlich, nicht wahr, Sith?“
Luke raffte sich langsam auf und warf Cota einen Blick zu. Er wirkte entschlossen. Er erkannte keinen Hass in ihm. Nur Pflichtbewusstsein und Gelassenheit.
Vader richtete sich nun zu seiner vollen Größe auf. Das grüne Licht der Klinge, die der Jedi ihm vor die Brust hielt, spiegelte sich in deiner Maske.
„Wie recht ihr mit den zwei Klingen doch habt, Jedi.“
Es geschah urplötzlich. Es folgte ein kssssshhhhhmmm – Geräusch. Dann wurde Cotas Blick leer. Schwerfällig sackte er zusammen, ließ Lukes Schwert fallen. Es war vorbei. Mit seiner Linken, unversehrten Hand hielt Vader das Schwert von Thromé in der Hand, das er unbemerkt seinem Gürtel entnommen hatte.
Dann blickten sie nach oben. Vader als auch Luke bemerkten, dass etwas im All vor sich ging. Die Rebellen waren eingetroffen und die Turbolaser der Zerstörer spien unermüdlich Lasersalven auf die Schiffe. Und neben den X-Wing Sternenjägern, die das Gebiet überflogen, landete auch ein imperialer Shuttle direkt bei den beiden Kontrahenten.
Bevor Vader ging legte er Thromés Schwert behutsam auf den Boden neben dem toten Jedi, als würde er dafür keine Verwendung mehr finden. Sein eigenes Schwert hob er auf und steckte es zurück an seinen Gürtel.
„Ein anderes Mal, Luke. Wir begegnen einander wieder.“
Mit diesen Worten betrat Vader sein Schiff. Kurz darauf hob die Raumfähre ab und hielt Kurs auf die Executor.
Einige Sekunden blickte Luke der Fähre hinterher.
„Ackbar…Ich muss Ackbar finden!“


Alle Imperialen Truppen sind bereit zum Angriff auf die eingeschätzte Landezone der Rebellenschiffe. AT-ATs halten Stellung in den angrenzenden Wäldern und schwer bewaffnete Panzer sind in Position. Ein Heer von Sturmtruppen steht zu unserer Ver-fügung. Jeder Landeversuch wäre ein unmögliches Unterfangen. Nicht unter diesen Umständen
- Auszug einer Berichterstattung des Einsatzkommandos der 501sten Legion auf
Ruusan an die Executor

X-Wings stürzten sich auf den Planeten hinab und nahmen die Panzer und Läufer unter Beschuss. Das ganze imperiale Heer wurde in einen Kampf verwickelt. Es gab Verluste auf beiden Seiten. Auch ein kleiner Rebellentransporter war in Sichtweite und hielt auf die Position von Ackbar zu. Ihre Rettung. Ihr Ticket in die Freiheit.
„Admiral! Ich bin so froh, euch wohlauf zu sehen“, sagte Luke. Er hatte sich ein Speederbike gesucht und war sofort zu den restlichen Rebellen aufgebrochen.
„Oh, Master Luke!“, meldete sich auch C-3PO zu Wort. Bei diesem Einsatz hatte er sich ungemein ruhig verhalten.
„Commander Skywalker“, sagte Ackbar.
„Dem Anschein nach ist Ihr Plan aufgegangen – wie er auch immer gelautet haben mag.“
Die Stimmte des Admirals war inzwischen sehr brüchig. Das überaus trockene Klima auf dem Planeten war unerträglich für die wassergewöhnte Spezies.
„Admiral, wir sind bald weg hier. Das verspreche ich Ihnen.“
„Die Landezone dort unten ist inzwischen Angegriffen worden.“
„Das hatte ich befürchtet“, sagte Luke auf Ackbars Bericht hin.
„Nur gut, dass wir Ruusan besser kennen, als es die Imperialen dort tun. Dort ist der Transporter!“
Tatsächlich setzte das rettende Schiff zur Landung an. Fernab von allem Feuer und den Angriffen.
„Egal, wie Sie das vorhergesehen haben, Commander Skywalker. Aber den Trans-porter zum verlassenen Stützpunkt zu lotsen war eine hervorragende Idee.“, lobte Mothma.
Luke lächelte, mehr amüsiert als erleichtert.
„Das habe ich nicht.“
„Was?“
„Ich habe den Transporter nicht kontaktiert. Der Funkverkehr ist unsicher, schon vergessen? Sie hätten uns bei einem Hilferuf gefunden.“
„Aber wie haben Sie dann…“
„Ich hatte so einen Verdacht. Aber dazu später mehr. Wenn Sie nun so freundlich wären, an Bord zu gehen? Oder möchten Sie hier noch etwas erledigen.“
„Danke, verzichte.“, murmelte Ackbar und eilte auf die Luke zu.
Die Anderen taten es ihm gleich und schon bald hob das Schiff ab und ließ Ruusan langsam hinter sich.

Vom Oberkommando eingeschätzter Rendezvouspunkt der Rebellenflotte beim Rettungskommando flüchtiger Rebellen, Ruusan

Im Inneren des führenden AT-ATs wurde das Geschehen beobachtet. Aber langsam wandelte sich die Situation zu einem zweifelhaften Manöver.
„Langsam müssten sie doch eintreffen!“, sagte der Commander ungeduldig.
„Sir, ein Rebellentransporter ist auf den Schirmen.“
„Gut. Feuern Sie sowie Sie bereit sind.“
„Aber Sir, der Transporter landet außerhalb unserer Reichweite!“
„Gut … Moment, was haben Sie da gerade gesagt?“
„Sehen Sie’s sich an, Sir.“
Eine Holo-Karte des Gebietes erschien. Eingezeichnet war das Landefeld des Transporters.“
„Sir, das Schiff verlässt den Planeten wieder.“
„Alle Batterien Feuer, Feuer!“
„Sir, er ist außerhalb unserer Reichweite. Wir können nichts unternehmen.“
„Nein, das ist unmöglich! Alles war genauestens Berechnet!“
„Sir…?“
„Kontaktiert die Executor. Sofort!“

Rebellenkreuzer, Kurs ab von Ruusan

Luke betrat die Pilotenkanzel.
„Danke für die Rettung, Leia.“
Leia drehte sich zu Luke um.
„Ich dachte, bevor ich mich in Jabbas Palast begebe, wollte ich noch was Spannen-des erleben.“
Sie zwinkerte ihm zu.
„Ich wusste, du würdest meine Position ausmachen können.“
„Ich bin nur meinem Instinkt gefolgt.“
„Und dieser Instinkt ist stark in dir. Er hat mich auch von der Wolkenstadt gerettet.“
Leia sah wieder aus dem Fenster.
„Sternenzerstörer. Sie werden uns mit dem Traktorstrahl einfangen wollen.“
„Schon wieder? Das haben die schon einmal versucht.“
„Und habt ihr beim letzten Mal daraus gelernt?“
„Möglicherweise. Setzte Kurs auf den Großen Sternenzerstörer.“
„Was?“
„Ich habe daraus gelernt. Überlasse nur mir das Kommando.“
Leia seufzte.
„Habe ich eine andere Wahl?“

Kommandobrücke, Executor

Die Schlacht um Ruusan war fast zu Ende. Viele Rebellen wurden vernichtet, aber noch viel mehr Imperiale.
Der letzte Bericht von Ruusan hatte Vader sehr verärgert. Es gab also noch vieles, was man von den Rebellen lernen musste.
„Admiral, ziehen sie den Transporter mit dem Traktorstrahl hinein. Und feuern sie auf die X-Flügler.“
Der Transporter hielt auf sie zu. Gut.

Rebellentransporter

„Luke, ich hoffe, du weißt was du tust!“
„Ich hoffe es auch. Haben sie uns bald?“
„Wir sind in Reichweite. Ja, sie greifen mit dem Traktorstrahl aus.“
„Jetzt, Kurs ändern!“
„Aber ich dachte, wir fliegen…“
„Beeil dich!“
Sie riss das Steuer herum und der Transporter vollführte ein Ausweichmanöver, das man ihm gar nicht zugetraut hätte. Mit Höchstgeschwindigkeit schoss das Schiff an den Sternenzerstörern vorbei, die sich nicht auf Position befanden, um eine Kursänderung abzufangen.
„Jetzt Sprung in den Hyperraum vorbereiten.“
Und als tatsächlich alles ohne Komplikationen verlief lehnte sich Luke zurück und betrachtete die Sterne, die sich in rasanter Geschwindigkeit in die Lichtgeschwindigkeit verwandelten.
Dann sackte Luke zurück und verlor vor Erschöpfung sein Bewusstsein. Oder schlief er nur? Leia konnte es nicht so genau sagen.

Vaders Privatquartier, Executor

Vader hatte die Kommandobrücke verlassen. Er wusste genau, was geschehen war und dies erforderte keine weiteren Befehle. Von oben herab fuhr langsam sein Helm herunter und verhüllte sein vernarbtes Gesicht wieder. Seine Rüstung war wieder wie neu. Auch seine Armprothese war repariert. In Gedanken versunken vernahm er Schritte. Seine Druckkapsel öffnete sich.
„Admiral Piett“
„Lord Vader…“
„Ich weiß, was geschehen ist, Admiral. Setzten Sie Kurs auf Endor und dann machen Sie mein Shuttle bereit zum Abflug. Geben Sie Bescheid, wenn wir Endor erreichen.“
„Ja, mein Lord.“
Piett ging.
Der Sith ging noch einmal die Ereignisse der letzten Tage durch. Er hatte dennoch nicht versagt. Mehrere Rebellenschiffe wurden zerstört und die Rebellion sah zwei weitere Jedi durch die Hände des Imperiums, durch seine Hände sterben.
Aber die Zeit des Triumphes würde noch kommen. Der Todesstern war beinahe fertig und würde der Rebellion die letzte Hoffnung auf Freiheit nehmen. Dann wäre die Galaxis endlich vollends Sklave des Imperiums. Und vielleicht konnte Vader dann den Imperator vernichten und über die Galaxis herrschen, mit Luke an seiner Seite.
Meine Pläne haben Zeit. Zeit, um auszureifen.
Doch zuerst würde Vader dem Imperator auf Imperial City Bericht erstatten. Er schloss seine Kapsel wieder und begann ein wenig zu meditieren.
Das Ende der Rebellion wird kommen und ich werde derjenige sein, der es herbei-führt. Niemand wird meinem Zorn entkommen. Nicht einmal…der Imperator.


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Epilog


Als Luke erwachte sah er Leia und die Droiden um sich. Er erkannte, dass es sich auf einer Liege befand und er fühlte sich schon viel besser. Wahrscheinlich wurde er bereits von dem gewissenhaften Medizindroiden 2-1B behandelt.
Als er sich aufsetzte sah er, dass er sich auf dem Selben Schiff befand, auf dem er seine Armprothese nach der Flucht von Bespin bekommen hatte.
„Leia.“
„Ja?“
„Ich habe versagt.“
„Warum?“
„Ich hatte die unsere Truppen von Ruusan retten wollen. Doch jetzt ist nichts mehr übrig, was ich zu retten versucht hatte.“
„Nicht ganz. Da ist jemand, der dich sehen will.“
Leia ging. Durch die Tür streckte sich ein Kopf hindurch.
„Hallo Commander!“
„General Warick?“
„Ähm, nicht ganz. Ich bin Admiral Warick. Das ist jetzt mein Schiff!“
Warick strahlte vor Glück.
„Hey, Skywalker, ich freue mich, Sie gesund zu wissen! Das habe ich Ihnen zu ver-danken, diese Rettung. Sie haben mich und viele Andere gerettet und dafür stehe ich in Ihrer Schuld.“
„Danke, Admiral.“
„Ach, lassen Sie die Formalitätet. Ich bin einfach Warick, okay? Dieser Titel passt nicht zu meinem Namen.“
Beide mussten lachen, dann wurde Luke ernst.
„Er ist tot.“
„Wer?“
„Cota. Vernichtet von Darth Vader.“
„Wie…“
„Er hat mir das Leben gerettet. Kurz darauf starb er durch Vaders Klinge. Nein, es war nicht einmal Vaders Klinge, es war die, die er dem Padawan nach dessen Tod abnahm. Ich weiß nicht, was ich sagen soll…“
„Ich hoffe nicht, dass Sie sich die Schuld geben. Sie sind ein ehrenhafter Kämpfer und ich bin sicher, dass Ihre Bestimmung größer ist, als die von Kota. Und seine Bestimmung war es wohl, Ihr Leben zu Schützen.
Wissen Sie, Commander, mein Vater hat immer gesagt, dass alles, was im Leben passiert, seine Richtigkeit hat. Dass alles zu einem höheren Zweck dient, den wir manchmal erst später erkennen können.“
Luke dachte einen Augenblick nach.
„Danke.“
Er stand auf.
„Wie sieht’s aus, Admiral? Gehen wir einen Trinken?“
„Immer gerne, Commander“
„Auf den Frieden.“
„Ja, auf den Frieden“, wiederholte Warick.
Es dient immer einem höheren Zweck. Ich werde alles dafür tun, dem Imperium den Kampf anzusagen, um der Galaxis die Freiheit wiederzugeben. Das ist meine Bestimmung.


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Das war: Bedrohung über Ruusan Teil 2/2

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit :wink:


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