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 Betreff des Beitrags: Re: Mission 2/Kowak
BeitragVerfasst: So, 02. Feb 2014, 16:11 
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Beiträge: 1460
Wohnort: Christophsis, Schweiz
Capt. Roso
Factory K
MD03 1030
Roso fasste sich an den Kopf. Seit seiner unliebsamen Begegnung mit den Droiden hatte er einen pochenden Schädel, welcher durch den wilden Ritt auf dem Mythosaurus auch nicht viel besser geworden war.
Er schaute zu seiner kleinen Truppe hinüber. Sie hätten nicht viel auffälliger sein können. Eine über 2 Meter hohe Echse und ein Wookiee, der in ungefähr die selbe Dimension wie die Bäume seiner Heimat besass und zwei Mandos in voller Rüstung. Es wäre ein Wunder wenn sie unbemerkt die Basis betreten könnten.
Fürs erste hatten sie hinter einem Trümmerteil Schutz gefunden. Die beiden Panzer suchten jetzt mit Scheinwerfern das Gelände ab. Auch ihnen musste aufgefallen sein, dass diese Urzeit Echse ihnen nicht von alleine die Bude eingerannt hatte.
Wann immer der Kegel des Suchscheinwerfers über die Stelle glitt, wo sie hinter einem Stück zersplitterten Mauer kauerten, zogen die 4 unwillkürlich den Kopf ein. Nach einer Weile zischte September:


Und jetzt? Wir können doch nicht ewig hier sitzen bleiben, es ist nur eine Frage der Zeit bis diese Hohlköpfe auf die Idee kommen, Suchmannschaften einzusetzen und dann sind wie geliefert. Und es würde an ein Wunder grenzen, wenn die anderen noch nicht geschnappt worden wären.

Roso bedeutete ihm mit einer Geste, dass er den Mund halten sollte. Einer der Panzer hatte soeben den Scheinwerfer abgeschaltet und entfernte sich langsam, wobei er sich durch das Trümmerfeld manövrieren musste. Roso griff sich einen Stein. Knapp schilderte er seinen Plan. Dann warf er den Stein so weit er konnte. Mit einem dumpfen Knall krachte er 30, 40 Meter entfernt gegen eine Mauer. Blitzartig schnellte die Kanone des Panzers herum und feuerte auf die entfernte Wand.

Jetzt!

Sagte Roso und sie stürzten auf die weit entfernte Mauer des Raumhafens zu.
Ungehindert überquerten sie den halben Platz und langsam keimte in ihm die Hoffnung, dass es ihnen tatsächlich gelingen könnte. Doch dann tauchte ein Geschoss des AAT die Umgebung in blendendes Licht. Der Boden riss auf und Roso wurde durch die Luft geschleudert, stürzte auf die Seite und rollte sich unbeholfen ab. Er wollte sich gerade erheben, doch da traf ein zweites Geschoss den Boden direkt vor seinen Füssen und alles wurde schwarz.


Grashook
Asphaltsplitter prasselten auf den hünenhaften Wookiee, als ein paar Meter von ihm entfernt die Laserkanone des ATT einen Kratern in die Oberfläche riss.
Gra brüllte zornig und wehrte die Steinflut mit seinen zottigen Armen ab. Er sah, wie Roso durch die Luft geschleudert wurde und versuchte, den Arm seines Gefährten zufassen zu kriegen, doch er verfehlte ihn. Ein zweiter Schuss traf die Erde unmittelbar vor Roso und Grashook brüllte, als Roso in einer Wolke aus Splittern verschwand. Neben ihm zog September zwei Thermaldetonatoren aus der Tasche und schleuderte diese in hohem Bogen auf den ATT. Sie explodierten in rascher Folge und hinterliessen einen klaffenden Riss in der ansonsten makellosen Oberfläche des Armierten Angriffstank. Zorkossk hob sein ACP-Strahlengewhr und feuerte Schrottpartikel auf die Maschine ab, deren Aussenhülle durch die kleinen Kugel durchlöchert wurden. Der Antrieb erstarb und mit einem dumpfen 'Klong' fiel der AAT auf den Boden und rührte sich nicht mehr. Doch dieses kleine Intermezzo war nicht unbemerkt geblieben. Ein weiterer Panzer, gefolgt von einem Zug Droiden strömte auf den Platz. Grashook zog den leblosen Roso unter dem Berg aus Schutt und Staub und hob ihn auf die Schulter und rannte so schnell er konnte auf den Raumhafen zu, dicht gefolgt von September und Zorkossk. Links und rechts zischten Laserbolzen vorbei und ein weiterer Schuss eines AAT verfehlte Grashook nur um Zentimeter und zerfetzte stattdessen einen Teil der Aussenmauer. Schwer atmend erreichten sie die Mauer. Grashook warf Roso kurzerhand darüber und zog sich selber über die Mauer.

_________________
"Well, the Force is what gives a Jedi his power. It's an energy field created by all living things. It surrounds us and penetrates us; it binds the galaxy together."
―Obi-Wan Kenobi — Episode IV "A New Hope"—


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 Betreff des Beitrags: Re: Mission 2/Kowak
BeitragVerfasst: Mi, 19. Mär 2014, 14:38 
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Registriert: Sa, 14. Jan 2012, 08:38
Beiträge: 1599
Wohnort: Oberallgäu - Das südliche Tatooine Deutschlands
ARC-Commander Raveen
Gebäudekomplex Factory K

Während die Mandalorianer sowohl damit beschäftigt waren, die Vorhut der separatistischen Panzer auszuschalten - wobei aufgrund des Geräuschpegels der Explosionen und der fallenden Schüssen wahrscheinlich die ungeteilte Aufmerksamkeit der ganzen Basis ganz ihnen galt - als auch ein funktionstüchtiges Fahrzeug für das schnelle Verschwinden des Teams sicherzustellen, begaben sich Captain Braxton, ARC-Commander Raveen, Jayden und Sargas in die entgegengesetzte Richtung, in welcher sich das wahre Zentrum der Basis erreichen ließ.
Raveen übernahm dabei die Führung, Braxton bildete mit dem Blaster im Anschlag gefolgt von den beiden anderen die Nachhut.
Auch wenn die Aufmerksamkeit aller Wachposten den Kampfhandlungen des zweiten Teams galt, blieb Raveens Teil der Gruppe wachsam.
Als ein weiterer Schuss aus einem der Kanonenrohre hinter ihnen ertönte, hielt Sargas inne.
Dass Roso just in diesem Moment einen schweren Treffer der gegnerischen Kriegsmaschine erlitt, war auch Braxton und Raveen nicht entgangen.
Braxton verzog das Gesicht. Kurzerhand versuchte er, den Verbündeten zur Hilfe zu eilen, doch Raveen hielt ihn an der Schulter zurück.
"Captain, sie kommen schon klar. Wir tragen im Moment die gleiche Verantwortung für das Gelingen der Mission wie sie."
Nochmals Blickte Braxton zurück, wobei er seinen Blaster leicht senkte.
"Captain, wir haben nicht viel Zeit.", drängte Raveen.
"Natürlich", stimmte Walon ihm schließlich zu.
"Gut. Alle Mann- mir nach!"

Ein dumpfe Explosion ließ die verriegelte Tür aufspringen. Dem Team offenbarte sich der Blick auf einen kalten, langen, metallischen Gang, der scheinbar ins Nichts zu führen schien.
Sorgfältig begutachtete Raveen die Umgebung. Deckungsmöglichkeiten waren gegeben. Raum zum Vorrücken bestand.
"Als erstes müssen wir einen Überblick darüber haben, wie groß diese Basis wirklich ist - und vor allem müssen wir wissen, wo unsere strategischen Ziele liegen."
Sargas meldete sich zu Wort.
"Das heißt, wir müssen erst einmal ein Terminal finden, dass man für solche Zwecke hacken kann."
Raveen nickte.
"Genau. Nun kommt, wir müssen in Bewegung bleiben".
Raveen trat einen Schritt nach vorne. Doch als er bemerkte, wie jemand aus seiner Truppe hinter ihm seinen Blaster nachlud, drehte er sich nochmals um.
"Ach und noch etwas - das betrifft besonders die Söldner und Freunde von Waffen unter uns. Keine unnötigen Feuergefechte. Wir vermeiden jegliche Aktivität, solange es zu vermeiden ist! Wir wissen nicht, wie viel die Kommandanten der Basis von uns wissen. Vielleicht wissen sie bereits, zu wievielt wir sind. Wenn sie Roso und die anderen dingfest gemacht haben, werden sie sicher nach uns suchen. Bis es so weit ist, will ich aus diesem Komplex wieder heraußen sein. Alles klar soweit?"
Keine Einwände wurden eingeworfen. Sargas und Braxton ärgerten sich innerlich sicher dennoch ein klein wenig, so schätzte er.
Vorsichtig und dennoch zügig bewegte sich die Truppe weiter in den Gebäudekomplex hinein. Die Skepsis, die Aufstieg, als sie auch fortwährend auf keine Droidenpatrouillen stießen, war förmlich spürbar.
Dann machte der Gang eine Biegung nach links. Raveen spähte um die Ecke, Sargas und Braxton stießen - als der Bereich als sicher galt - vor und positionierten sich je links und rechts an einer offen stehenden Drucktür. Der ARC Soldat schritt schließlich über die Schwelle dann hob er die Hand und ballte sie zur Faust, um seinen Mitstreitern zu signalisieren, dort stehen zu bleiben, wo sie waren.
Stille.
Raveen verstärkte die Audio-Sensoren seines Helms und lauschte.
"Hört ihr das?"
"Was?"
Wumm. Wumm. Wumm.
"Da, schon wieder!"
Sargas sah sich um.
"Hört sich beinahe so wie sich schließende Türen an."
Raveen sah auf den Boden hinab. Blickte auf die Türschwelle, auf der er stand.
"Fierfek, ZURÜCK!"
Er sprang nach vorne, alle anderen wichen zurück. Nur wenige Augenblicke später krachte die Drücktür zu und versiegelte sich zischend.
Hastig drehte sich der ARC um und schlug mit einer Faust gegen die Tür.
"Nein!"
Raveen hob den Arm und aktivierte das Komlink in seinem Unterarmpanzer.
"Braxton, können Sie mich hören? Bitte bestätigen!"
Knistern. Dann:
"Bestätige. Bestätigen Sie ebenfalls das Geräusch, das ich gerade höre, mein Freund?"
Er hielt inne.
Unverkennbares metallisches Klappern. Das Geräusch kommt kontinuierlich näher.
"Positiv. Sie kennen unsere Ziele, Captain. Sehen Sie zu, was Sie ausrichten können. Wir werden uns ab jetzt getrennt durchschlagen müssen."
"Eine Sache noch."
"Ja, Braxton?"
"Stelle hiermit in aller Formalität den Antrag, den nicht-schießen-Befehl aufzuheben."
Der Humor auf Raveens Gesicht verschwand ebenso schnell, wie er gekommen war.
"Stattgegeben. Viel Glück."


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 Betreff des Beitrags: Re: Mission 2/Kowak
BeitragVerfasst: Mo, 21. Apr 2014, 16:07 
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Registriert: Do, 14. Jun 2012, 11:51
Beiträge: 335
Capt. Walon Braxton
Gebäudekomplex Factory K
MD 03 1115

Capt. Walon Braxton fluchte und überlegte was zu tun war.
Raveen war zwar eine Nervensäge, aber im Laufe ihrer Reise hatte er sich nur als wandelndes Handbuch der Republikanischen Armee erwiesen, sondern auch als fähiger Kämpfer der so schnell keinen Kameraden im Stich lies.
Er wies Sargas und Milian an ihm zu folgen und sie gingen den Korridor zurück aus dem sie gekommen waren.
Sie konnten dem Klonjungen nicht helfen, er war auf sich gestellt, vollkommen allein in einer Hochburg der Seperatisten.
Selbst ein ARC würde hier nicht lange durchhalten.
"Boss was ist mit dem Klon, lassen wir ihn zurück?", fragte Milian und sah den Captain fragend an.
Auch Sargas wandte sich zu Braxton.
Der Captain kam nicht mehr dazu zu antworten.
Droiden stürmten hinter der nächsten Biegung hervor und nahmen sie unter Feuer.
Braxton duckte sich und wich zurück in Richtung der Drucktür.
Sie saßen wie auf dem Präsentierteller.
„Da rein!“ schrie Sargas und trat eine Tür für einen Wartungsraum ein.
In letzter Sekunde retteten sich Milian und er in den Wartungsraum.
„Verdammt hier gibt es keine anderen Ausgang“, schrie Sargas und sah den Captain verzweifelt an.
Die Droiden kamen jeden Moment zu Tür herein.
„Gibt es keine Lüftungsschacht, irgendetwas?“
„Captain hier rein“ brüllte Milian.
Am Boden gab es eine kleine Luke die offensichtlich da zu diente die Stromverbindungen zu säubern.
Sargas Freudenschrei ging in einer Feuersalve unter, die Droiden hatten in der Zwischenzeit die Tür erreicht
Braxton rannte in Richtung der Luke während er Schüsse in Richtung der Droiden abgab.
Ein Blasterschuss streifte ihn am Bein, er stolperte und viel in die Luke.
Einen kurzen Moment bildeten sich lauter Farbkleckse vor seinen Augen, bis auf einmal etwas Schweres auf ihn viel, kurz darauf schloss sich die Luke über ihnen und sie waren zu zweit in der Dunkelheit.
Von oben hörte man Blasterschüsse und dann einen Schrei.
Plötzlich war es still.
„Wir müssen weiter.“
„Aber Captain, Milian….“
„Ist vermutlich tot. Wir müssen weiter“, beendete der Captain seinen Satz und begann vorwärts zu kriechen.
Der Schacht wurde immer enger, er war ganz offensichtlich nur für Wartungsdroiden konstruiert worden, an zwei republikanische Söldner hatte wohl niemand gedacht.
Braxton atmete Staub ein und musste husten, dann stieß er mit dem Kopf gegen Metall.
„Hier geht es nicht weiter“, sagte Braxton und versuchte verzweifelt durch die Dunkelheit etwas zu erkennen.
Von hinten ertönte ein Fluchen. „Captain sehen sie das auch?
Am anderen Ende aus dem sie gekommen waren erschien ein Licht, offensichtlich wurde die Luke wieder geöffnet.
Dann sahen sie plötzlich eine Art Rauch auf sich zu kommen.
„Was ist das Sargas?“
„Deoxis!“ schrie dieser.
Braxton fing lautstark an zu fluchen, ganz eindeutig, der Rauch war leicht grünlich.
„Die leiten Gas in den Tunnel, Captain!“
Braxton sah sich verzweifelt um als er plötzlich einen Spalt über sich erkennen konnte.
Konnte das eine weitere Luke sein?
Braxton verlor keine Zeit und fing an dagegen zu hämmern.
„Captain, es ist gleich hier!“
Braxton entging der schrille Unterton in Sargas Stimme keineswegs und schlug immer kräftiger gegen die Luke.
Er musste es schaffen, für Lari. Lari war das einzige was ihm noch geblieben war.
Braxton stemmte sich mit aller Kraft gegen die Luke über ihm.
Und dieser verfluchte Bastard von Milian hatte ihren Aufenthaltsort verraten. An wen das wusste er nicht.
Braxton verlor die Geduld und zückte seine Blaster.
Er feuerte und die Luke gab nach. Ein Splitter bohrte sich in seine Wange.
Mit einem kräftigen Stoß warf er die Reste der Luke zur Seite und zog sich durch die Luke, hinter ihm Kam Sargas zum Vorschein.
Dann kam das Deoxis.
„Wir müssen hier raus“ brüllte Braxton und zog Sargas auf die Beine.
Gehetzt blickte er sich um und entdeckte eine Tür.
Er schoss auf das Bedienfeld daneben und die Tür glitt auf .
Sargas zückte nun ebenfalls wieder seine Blaster und trat mit Braxton auf den Korridor.
Dieser war leer.
„Was machen wir jetzt?“
„Erst einmal weiter, hier können wir nicht bleiben.“
Ein Blick auf den Raum hinter ihnen zeigte ihnen warum, er füllte sich bereits mit dem Gas.
Braxton lief los, durch die leeren Korridore.
„Captain warten sie, hier ist eine Drucktür!“
„Verschießen!“
Sargas begann auf dem Display herum zu tippen, mit einem leisen Zischen schloss sich die Drucktür und sie waren endlich sicher, vor dem Gas auf der anderen Seite.
„Wo sind wir überhaupt?“
„Ich habe keine Ahnung Captain, aber wir sind eine Ebene höher als vorhin.“
„Hm das weis ich auch."
"Wir müssen versuchen die anderen zu finden!"
"Nein wir gehen zu den Schiffen."
"Aber Captain..."
"Wenn die anderen noch leben, tun sie bestimmt das selbe und wir treffen sie dort, hier können wir uns nicht mehr lange verstecken."

_________________
Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft - keinen größeren Reichtum, keine größere Freude.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mission 2/Kowak
BeitragVerfasst: Sa, 24. Mai 2014, 23:20 
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Wohnort: Hameln, das ist hinterm Todesstern links
September
Startrampe Factory K, Kowak
MD 03; 1120

Unter all den wirbelden Trümmern und dem Hämmern innerhalb seines eigenen Schädels konnte September nicht viel wahrnehmen. Er meinte allerdings erkannt zu haben wie der Wookie Roso über die Mauer geworfen hatte. Flucht trug zwar nichts zum eigentlichen Missionsziel bei, war jedoch produktiver als das, was September als nächstes tat. Mit den Worten "Fallen lassen!" richteten die Kampfdoiden ihre Waffen auf ihn und September sah keine andere Möglichkeit als eben dies zu tun. Kurz darazf ertönte erneut die quietschige Stimme eines B1-Droiden.

Wir machen keine Gefangenen!

Just in dem Moment, da September, selbstironisch wie er war, seine letzten Gebete für eine Gottheit, an die er nicht glaubte, verfasste, erstarrten die klapprigen Bauten, welche ihn und Zorkossk nur aufgrund ihrer riesigen Anzahl hier festhalten konnten. Mit einem Zucken seines Kopfes meldete sich der gelb markierte Commander der Truppe zu Wort.

Stopp! Der General gibt neue Befehle! Er möchte die Echse und den Mandalorianer persönlich sprechen.

Sir?

Gab einer aus der Truppe etwas inhaltslos zu bedenken. Doch der Commander blockte.

Unsere Intelligenz wurde nicht zum hinterfragen von Befehlen programmiert. Nehmt sie mit.

Roger, roger!

Die Droiden waren trotz ihres klapprigen Erscheinungsbildes, der Technologie sei dank, stark genug den bewusstlosen Zorkossk zu schleppen, und das nur zu zweit. September hätte zwar selbst gehen können, doch die Droiden bevorzugten es, all seinen Körperteilen so wenig Freiraum zu lassen wie nur irgend möglich. Nachdem sie fast ein Dutzend Drucktüren passiert hatten erreichten sie endlich einen Turbolift, der sie bis in die höchste Etage des Kontrollturmes von Fatory K brachte. Dort angekommen erwartete die Kolonne noch eine letzte Tür. Diese fuhr mit einem Surren beiseite und machte somit den Blick auf einen kleinen Bothaner frei, der erhobenen hauptes vor seinem Schreibtisch her spazierte. Das unverhälnismäßig lange Schwert an seinem Gürtel wirke fast schon lächerlich neben diesem kleinen Bothaner.

Willkommen, werte Herren. Um ehrlich zu sein hatte ich sie nicht so früh erwartet.

Begrüßte General Satis Kat'bora seine zwei neuen Gefangenen.

Wärt ihr so freundlich unsere Gäste zu entkleiden, nur zur Sicherheit versteht sich.

Die Droiden begannen Zorkossk sämtliche Waffen vom Gürtel zu ziehen und entfernten seinen Brustpanzer. Dies geschah derart rasch, dass sein Unterhemd zerriss. Abgeschreckt von dem Verhalten der Droiden gegenüber der kleidung seines Freundes begann September nun sich selbst zu entwaffnen und seine Rüstung abzulegen. Stück für stück und völlig ruhig, sodass er den Droiden keinen Anlass zu schießen gab.

Oh, wie zuvorkommend. Sie sind mein erster Gast, der seine Waffen freiwillig niederlegt. Gut zu wissen, dass man gute Manieren auf Mandalore noch nicht zur Gänze verloren hat.

Bemerkte Kat'bora sichtlich überrascht.

Maßgefertigt, sie verstehen.

Gab September zurück und deutete dabei auf den schwarzen Anzug, der sich unter seiner Rüstung befand.

Ach, wirklich. Eine recht...unkonventionelle Kleidung für einen solchen Ort.

Wie soll ich sagen? Es gibt keinen unpassenden Ort für Stil.

Kat'bora musste schmunzeln.

Wohl wahr. Aber sie werden sicher auch verstehen, dass ich sie wieder etwas in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken muss.

Mit einer Handbewegung gab er den Droiden zu verstehen September Handschellen anzulegen. Sie taten wie ihnen befohlen und fesselten September mit einem paar elektronischer Handschellen an einen Stuhl. Zwei von ihnen flankierten ihn weiterhin während die anderen den Raum samt Zorkossk auf ihren Schultern verließen.

Ich traute meinen Augen kaum als ich es sah!

Begann kat'bora euphorisch.

Der berüchtigte September in meiner Station! Wie ein Menü freihaus! Ich frage mich, wie die Republik ihnen die Ermordung eines Diplomaten verzeihen und sie darauf auch noch einstellen konnte...

Für einen kurzen Moment erschrak September, ließ sich dies jedoch nicht anmerken.

Ohh, sind sie etwa verwundert darüber, dass ich von ihrer kleinen Sabotage weiß? Nun, man muss kein Genie sein, um an ein paar Akten der populärsten Kriminalfälle der republik zu kommen. Die Tatsache, dass sie in republikanischen Hochsicherheitseinrichtungen herumspazieren wie einer von ihnen ist lediglich auf die fehlende Kommunikation zwischen den Abteilungen der CorSic zurückzuführen. Darauf und auf einige Freunde, die sie sicherlich dort haben.

Sehr beeindruckend, General Kat'bora...

Erwiderte September, während er verzweifelt versuchte mit der rechten Hand den Manchettenknopf der linken zu erreichen.

...doch ich befinde mich zurzeit in einer ähnlichen Situation wie sie vor annähernd neun Jahren bei ihrer Spionage-Mission auf Malastare, daher können sie sicherlich verstehen, was jetzt leider folgen muss.

Kat'boras beiges Fell stellte sich auf und September drückte seinen Manchettenknopf zusammen. Überall in seinem Anzug begann es zu knistern bis Funken aus ihm heraus sprühten und die Handschellen überluden. Ehe die Droiden ragieren konnten hatte September sich blitzartig aufgesetzt und sie beide an ihren Hälsen gepackt. Sie begannen vor Energie zu zucken bis sie schließlich zu Boden sanken. Schnell ergriff September eine ihrer Waffen, kurz nachdem die Energie seines Anzuges erlahmte und schoss. Das Geschosss schlug nur wenige Millimeter neben der in Richtung Alarm fliehenden Hand Kat'boras ein und hinterließ einen schwarzen Fleck auf dessen ansonsten makellosen Schreibtisch.

W...woher wissen sie das von Malastare? Niemand hat davon erfahren! Sogar meinem diensthabenden Offizier habe ich den Vorfall verschwiegen.

Stammelte Kat'bora, der nun viel von seinem gewohnten Kalkül hatte einbüßen müssen.

Recipium, werter Herr General, ist ein äußerst seltenes Metall, das in der Lage ist, größte Energiemengen in seinem Ionen-Gitter zu speichern. Der Professor entdeckte diese Eigenschaft mehr oder weniger zufällig während eines Waffentests. In die Stofffasern dieses Anzuges sind beträchtliche Menegen dieses Metalls eingearbeitet. Was die Maßanfertigung angeht, habe ich also nicht gelogen. Indem ich sie und alle anderen glauben ließ, ich sei nun ein einwandfreier Republikaner, allerdings schon. Und was sie betrifft, nun...man muss kein Genie sein, um alles über sie zu erfahren. Es ist dennoch von Vorteil, wenn dein Arbeitgeber eines ist.

Gelassen ging September nun auf Kat'bora zu. Dieser war trotz der merkwürdigen Situation, in die er geraten war, wieder zu seiner gewohnten Ruhe gelangt.

Der Professor hat sie also geschickt, hm? Aber ich habe nichts verbrochen. Niemandem habe ich von ihm erzählt, er wird mich also nicht umbringen lassen.

Aber natürlich. Machen sie sich um mich keine Sorgen. Ich bin nicht ihretwegen hier sondern wegen des Projektes, das sie beaufsichtigen. Ich an ihrer Stelle würde mir eher Sorgen um meine Begleiter machen. Für mich sind sie nur ein brillianter Stratege, von denen es mehr geben sollte, doch für die sind sie ein Feind, den es zu eliminieren gilt. Ich mache ihnen also einen Vorschlag: ich verlange von ihnen einige Minuten Gehorsam und dafür garantiere ich ihnen einige Minuten Vorsprung.

September war sich sicher, dass Kat'bora sich seiner eigenen Übermacht im Klaren war und das Team daher unterschätzte. Also musste er sich auf sich slebst als Druckmittel verlassen und legte die Waffe an.
Was verlangen sie?

September grinste.

Aktivieren sie ihren Computer.

Kat'bora tat wie ihm befohlen. September griff nach Kat'boras Kommunikator und gab einen verschlüsselten Code ein. Der General erschrak leicht, als Jizax Hologramm aufflackerte und seine tiefe, dumpfe künstlich klingende Stimme erschallte.

September! Schön dich zu sehen! Hast du inzwischen gefunden, wonach wir suchen?

Ja, das habe ich. Schick mir Smoke für Zorkossk und die Pläne herunter. Meine Tarnung ist weiterhin beständig, daher werde ich wieder zu meinem republikanischen Team stoßen.

Ausgezeichnet! Wirklich hervorragende Arbeit, mein Freund. Er wird in Kürze mit der Nupraptors Kopf eintreffen. Jizax Ende.

Die verbindung brach ab und September legte den Kommunikator nieder.

Jetzt öffnen sie die Baupläne des KEK/G.

Die Finger des Generals flogen geradezu über die Tastatur und gaben Code um Code ein bis schließlich ein virtuelles Modell erschien.

Kopieren sie es auf einen Datenträger und geben sie ihn mir.

Auch das führte Kat'bora kommentarlos aus, allerdings vermutlich nur wegen der Waffe die sein Gehorsam ins Unendliche trieb. September versataute den kleinen Datenträger in der Innentasche seines Jacketts.

Jetzt entfernen sie die elementaren teile des Gerätes und händigen sie mir einen Datenträger mit dem fehlerhaften Entwurf aus.

Kat'bora wirkte verwundert, befolgte jedoch den Befehl, woraufhin September diesen Datenträger in seiner Hosentasche unterbrachte.

Gut. Gibt es davon Prototypen?

Ja, im Gebäudekern.

Geben sie den Befehl sie zu zerstören.

Aber...dort sind nur unsere unbewaffneten Wissenschaftler.

Dann schicken sie Droiden dort herunter! Ich will keine Überlebenden.

Sagte September mit einer Kälte in der Stimme, die nur die seine in Angesicht eines solchen Befehls enthalten konnte.

_________________
Don't take life so serious. It's not like you could get out alive.
-Anselm N. Rode


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 Betreff des Beitrags: Re: Mission 2/Kowak
BeitragVerfasst: Mo, 04. Mai 2015, 18:17 
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Beiträge: 804
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo
Braxton und Sargas eilten einen langen Flur entlglang, vollkommen ohne Orietierung.

"Wo zur Hölle sind wir? Ich mein der ganzen Laden hier scheint vollkommen ausgestorben zu sein"
Grummelte Sargas

"Vielleicht sind wir in einem Wartungsabteil oder so was. Lass mal die Tür da hinten probieren"
Der Captain deutete auf eine unscheinbare kleine Tür. Sargas hätte sie fast nicht bemerkt, so unscheinbar war sie.

"So breit kann dieser Teil des Gebäudes unmöglich sein. Ich denke wir sind weit vom Weg abgekommen."
Meinte Sargas während er die Tür auf einen Öffnungsmechanismus überprüfte. Es schien so als ließe sie sich nicht von außen öffnen.
Gerade wollte er wütend dagegen treten als sie sich plötzlich öffnete.

"Ahja. Scheinbar ein kaputter Sensor der verzögert reagiert."

Braxton schüttelte den Kopf und deutete in den Raum. Er war sehr klein und beherbergte lediglich eine Leiter welche nach oben führte.
Sargas blickte nach oben, zuckte mit den Schultern und begann den Aufstieg. Der Captain drehte sich noch einmal um und schaute in den Gang. Dann folgte er seinem Vordermann.
Oben angekommen öffnete Jemeen eine Luke und befand sich auf einmal in einer kleinen Kanzel.

"Ein Ausguck für einen Schützen. Perfekt!"
Jubelte er und bedeutete Braxton ihm schnell zu folgen.

"Immerhin etwas. Aber kann man uns von unten nicht sehen?"

"Nein. Das Glas ist getönt und es gibt nur diese kleinen Schlitze für den Lauf der Waffe"

Beide drehten sich um 360 Grad. Man könnte tatsächlich weit schauen. Unten um die Kanzel befand sich das Areal der Seperatisten, darum herum Wald und Lichtungen. Eine Rauchsäule stieg von dem zerstörten ATT auf und verflüchtigte sich in der einsetzenden Dämmerung.
Sargas nahm sein Makrofernglas von seiner Rüstung.

"Mal sehen was es hier so gibt"

Der Captain nickte ihm zu
"Und? Sag schon!"

"Jaja.... Also genau unter uns gibt es nichts zu sehen. Weder Feind noch Freund... Da hinten scheint das Flugfeld zu sein aber uuh!"

"Was heißt denn das nun wieder?"
Braxton nervte es, dass er nichts tun konnte. Aufgrund der Dämmerung sah man ohne speziellen Fernglas nichts. Zum Glück hatte Sargas so etwas als Scharfschütze immer dabei.

"Naja. Es scheint als versammelten sich gerade alle Klappergestelle auf dem Flugfeld. Ich zähle mindestens 200 und ich kann nicht das ganze Feld überblicken.."

Sargas schüttelte den Kopf. So ein Pech konnte auch nur er haben. Warum musste sich gerade dort eine feindliche Armee versammeln wo er hin wollte?

"Kannst du jemanden aus dem Team sehen?"

Sargas schaute nochmal durch das Fernglas. Bei den Raumschiffen war schon mal niemand. Etwas davor war der zerstörte Panzer. Hier waren ihre Freunde auf jeden Fall gewesen. Doch wohin sind sie dann?

"Also ich hab ja keine besonders guten Augen aber schau mal da drüber. Da scheint mir jemand zu sein"

Sargas nickte und schwenkte mit dem Fernglas etwas nach links. Zuerst konnte er nur die dunkle, glatte Mauer sehen. Nichts lebendiges. Doch dann..

"Ja. Da ist jemand. Wer ist das?... Hey das scheint Raynan zu sein... Was zum Teufel macht er denn da?"

"Ja erklär doch"
Nörgelte Braxton ungeduldig.

"Hm er kniet und macht irgendwas... Ich glaube er... Moment ich glaube da liegt Rosos Helm auf dem Boden neben ihm"

Braxtons Miene hellte sich deutlich auf
"Vielleicht hat er den Treffer den er abbekommen hat ja überlebt und dein Freund hier kümmert sich um ihn"

"Alter Freund wenn überhaupt.. Aber du hast Recht. Wir müssen auf jeden Fall zu ihm runter

_________________
Schwer zu sehen, in ständiger Bewegung die Zukunft ist... oder halt auch nicht
STAR WARS VII


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 Betreff des Beitrags: Re: Mission 2/Kowak
BeitragVerfasst: Mo, 11. Mai 2015, 17:34 
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Beiträge: 689
Milian Jayden
Gebäudekomplex Factory K
MD03, 1118

Milian gab Braxton und Sargas Feuerschutz während sie zur Wartungsluke rannten. Er sah gerade noch wie Sargas darin verschwand und wollte sich gerade in Bewegung setzen um ihnen zu folgen, als …

„Aaaaahh!“

Ein brennender Schmerz durchschoss seinen Körper. Der Schuss eines Kampfdroiden hatte ihn an seiner linken Seite knapp oberhalb der Taille durchbohrt. Er wusste, dass er keine Chance mehr hatte und der Nächste – obwohl, bei der Zielsicherheit der Blechbüchsen wahrscheinlich eher frühestens der vierte oder fünfte Schuss - sein Ende sein würde und ließ sein Präzisionsgewehr fallen.

„Ist … ja schon gut! … Feuer einstellen!“, stöhnte er und sank auf die Knie.

Die B1-Kampfdroiden stellten ihr Feuer tatsächlich ein und strömten in den Raum. Es waren etwas mehr als ein Dutzend.

„Wo sind deine Verbündeten.“, fragte einer von ihnen.

Durch den Schmerz fiel ihm das reden schwer. Dennoch presste er hervor:

„Du … kannst mich mal … du dämliche Maschine!“

Der Droide hob sein Bein und drückte mit dem Fuß direkt auf Milians rauchende Schusswunde.

„Ah! Verflucht! … In die Wartungsluke du Rostfabrik! … Na los, ... bring sie doch ... um und ... fahr zur Hölle!“

Die Droiden öffneten die Luke erneut und warfen ein paar Gaskanister hinein. Dann nahmen sie Milian seine Ausrüstung ab, zogen ihn auf die Beine und gingen mit ihm hinaus auf den Gang. Dort trennten sie sich. Zwei gingen voran, wobei einer Milians Schrotflinte und sein Präzisionsgewehr trug und zwei weitere gingen hinter ihm und trieben ihn vor sich her, während der Rest der Einheit in die andere Richtung ging.
Wahrscheinlich waren sie unterwegs zu Rosos Ablenkungsgruppe, die immer noch versuchten ein Schiff zu kapern oder vielleicht auch zu dem ARC Raveen, der irgendwo in den Eingeweiden dieses Labyrinths einen Ein-Mann-Krieg gegen die Streitkräfte der Anlage bestritt. Möglicherweise waren sie sogar schlau genug in Erwägung zu ziehen, dass Braxton und Sargas noch lebten und waren zu einer anderen Luke des Wartungstunnels unterwegs um sie abzufangen – beziehungsweise war der General der sie befehligte schlau genug dafür?
Sie hatten bisher noch Niemanden gesehen, aber ganz alleine konnten diese Droiden nicht so koordiniert vorgehen. Darum zweifelte Milian nicht an dessen Existenz und freute sich schon darauf, diesen Sleemo mit seinen eigenen Augäpfeln zu füttern … soweit das Brennen in seinem Bauch Gefühle wie Schadenfreude zuließ.
Sie fuhren zuerst mit einem Turbolift einige Etagen nach oben, dann gingen sie einen weiteren Gang entlang.

„Wo bringt ... ihr Ersatzteillager mich hin?“, fragte Milian die vier Droiden.

„Ruhe Gefang …“
Der Commander wurde von einem anderen Droiden unterbrochen.
„Wir bringen Sie zu General Kat’bora in den Kommandoturm.“

Dann läuft ja alles nach Plan. Nach dem NEUEN Plan. Dachte Milian. Ein Teil von ihm wünschte sich allerdings, sie hätten „Medistation“ gesagt.

„Was soll das? Warum erzählst du ihm das?“

„Ist doch egal. Es kann jetzt sowieso nichts mehr schiefgehen.“

„Da wäre ich mir … nicht so sicher.“, gab Milian zu bedenken. „Ich habe mächtige Freunde.“

„Deine Freunde können dir nicht helfen, sie haben keine Chance. Wir haben hier genau 2.055 Droiden, drei FLAG, 20 Angriffsfahrzeuge und 30 Jäger stationiert.“

„Halt endlich deinen Mund!“

Milian konnte sich das Grinsen nicht verkneifen, dass dieser Droide ihm gerade diese Informationen verraten hatte.

Mag sein, aber wir … haben einen zwei Meter großen Trandoshaner. Überbietet das mal!“

Just in diesem Moment kamen ihnen ein paar Droiden entgegen, die Zorkossk trugen, der die Augen geschlossen hatte und unruhig zuckte und gingen an ihnen vorbei.

„Okay … jetzt vielleicht nicht mehr. Aber wir haben noch zwei Mandalorianer, einen unglaublich wütenden Zabrak …“

„Sei still!“, sagten alle vier Droiden gleichzeitig.

Sie brachten ihn in einen weiteren Lift und fuhren nach oben, dieses Mal aber deutlich mehr Etagen.
Er spürte, dass sich in dem verkohlten Teil seines Darms irgendetwas abspielte. Eine chemische Reaktion auf den Lasertreffer vielleicht. Milian wusste es nicht, er hatte keine Ahnung von Biologie, aber er musste sich unglaublich beherrschen, sich nicht selbst voll zu kotzen. Er wollte ja schließlich ordentlich aussehen für den guten General Kat’bora und dass das einzige was seine Kleidung heute noch beschmutzte, das Blut dieses Bastards war.
Nach etwa einer Minute glitten die Lifttüren auf und die Droiden trieben ihn einige Schritte hinaus, bevor sie es alle sahen und wie angewurzelt stehen blieben. Er sah etwas verschwommen und dachte für einen Moment er halluzinierte wegen der Verbrennung, doch es war real.
Hinter dem Schreibtisch des weitläufigen Büros saß ein sichtlich überraschter Bothaner und neben ihm ein noch viel mehr überraschterer September, der seine Rüstung durch einen schicken Anzug getauscht hatte und den Separatisten-Führer mit einer Waffe bedrohte.

„September?“, sagte er.

„Milian …“, sagte dieser.

„Mister Jayden.“, sagte Kat’bora und lächelte dabei sogar und nickte ihm leicht zu.

„bothanischer Separatisten-Abschaum.“, sagte Milian und erwiderte die Geste.

„Entschuldigt bitte, wir wollten … euch nicht stören. Kommt Jungs, lasst uns wieder abzischen. Die beiden …“


Die vier Droiden stoben auseinander, bezogen zu beiden Seiten des Lifts Stellung und zielten auf September.

„Blaster fallen lassen und zurück von dem General!“, befahl einer von ihnen.

Milian wollte gerade wieder einen neuen Spruch loslassen, da sah er auf den Boden und konnte sein Glück und die Dummheit dieser Blechbüchsen kaum fassen. Der Droide der eben noch seine Waffen trug, hatte diese fallen gelassen als er Stellung bezogen hatte und alle vier waren nun auf September fixiert.
Milian nutzte die Chance. Er stürzte einen Schritt nach vorne und bückte sich nach seinen Waffen. Ihm war schwindelig, er drohte zu fallen und musste sich mit beiden Händen abstützen. Erst dann hängte er sich das Streugewehr um und nahm das Scharfschützengewehr und stürzte sich rückwärts gegen die Rückwand der Liftkabine. Die Droiden hatten das bemerkt und sich inzwischen schon zu ihm herum gedreht.
Milian hätte jetzt normalerweise das Feuer eröffnet um Sep zu helfen, doch er sah verschwommen und die Zeit um durchs Zielfernrohr zu gucken hatte er wahrscheinlich nicht. Er wollte nicht noch einen Treffer einstecken, also warf er sich gegen die rechte Wand um in der Nische etwas Deckung zu haben und hämmerte auf eine Taste des Bedienfeldes.

„Die gehören dir Sep, wir sehen uns unten!“, rief er während die Türen zusammen glitten.

Ein Kampfdroide schoss und verfehlte ihn nur knapp. Unwissend darüber, ob er das Scharfschützengewehr hoch genug gehoben hatte, drückte er den Abzug. Er traf den Droiden zwischen die Beine. Wäre das ein Humanoid gewesen, hätte er damit einen Volltreffer gelandet.
Dann waren die Türen komplett geschlossen und er war alleine.
Er wusste nicht welches Stockwerk er gedrückt hatte und es war ihm auch egal. Hauptsache er konnte sich kurz sammeln und einen neuen Plan zurechtlegen.
Am besten wartete er nachdem der Lift gehalten hatte davor auf September.
Nein. Zorkossk! Sie haben den Trandoshaner.
Er wusste nicht wie es um die anderen stand, aber Zorkossk hatte er gesehen und wusste in welche Richtung sie ihn gebracht hatten. Er hatte die Chance ihm zu helfen und würde außerdem auch seine Hilfe brauchen um hier irgendwie zu überleben. Zwar mochte er den Reptiloiden nicht besonders – er ihn auch nicht – aber der als Rückendeckung, war ihm lieber als gar keine Rückendeckung.
Er versuchte sich zu erinnern, aus welchem Stockwerk er mit den Droiden gekommen war und betätigte die Taste als es ihm wieder einfiel.
Als der Aufzug sich öffnete sprang Milian hinaus und schwenkte nach links und rechts. Keine Droiden.
Dann ging er in die Richtung aus der er gekommen war, doch schon nach wenigen Schritten stützte er sich auf seinem Gewehr ab und erbrach sich mitten auf dem Gang. Er wischte sich den Mund ab und dachte nicht weiter darüber nach, als er weiter rannte.
Nach einigen weiteren Metern musste er jedoch wieder stehen bleiben und sich an der Wand abstützen.
Er hatte ja schon ein paar Treffer in seiner Karriere eingesteckt, aber meistens nur Streifschüsse. Das hier war viel schlimmer. Der Laser war direkt durch den Dickdarm gegangen und der junge Nal-Huttaner glaubte sein eigenes, verbranntes Fleisch zu schmecken.
Es war ekelhaft.
Indem er so schnell ging, überanstrengte er sich in seinem Zustand, das war ihm bewusst.
Doch es musste sein!
Er drückte sich mit einer Hand das Wookiee-Fell auf die Wunde, während er in der anderen weiterhin seine Waffe schussbereit hielt und lief weiter.
Er fühlte sich fast wie nach einem versoffenen Abend nach einem erfolgreichen Einsatz. Er sah verschwommene Bilder. Einmal hörte er eine weibliche Stimme, die nach seiner Mutter klang, seinen Namen sagen und sah erschrocken über die Schulter. Doch da war Niemand.
Eigentlich erwartete er jeden Moment in eine Patrouille zu rennen und fast wehrlos niedergeschossen zu werden, doch dieser lange, graue, monotone Schlauch den er entlang ging, war wie leergefegt.
So schleppte er sich weiter und immer weiter bis er an eine Tür kam, auf der „Medistation“ stand. Er öffnete sie und sah Zorkossk, der - immer noch bewusstlos - auf einer Trage lag und gefesselt war. Neben ihm standen zwei Kampfdroiden – wahrscheinlich die die ihn her gebracht hatten – und ein Medidroide. Sie hatten ihn gerade erst bemerkt da legte er auch schon mit dem Gewehr an und schoss dem ersten ein glühendes Loch in den Torso. Dann nahm er den zweiten ins Visier und schaltete auch diesen aus, bevor er überhaupt darüber nachdenken konnte, den Abzug zu drücken – sofern Droiden denken konnten. In seinem Zustand waren das zwei richtige Glückstreffer.
Der Medidroide hob die Hände.

„Bitte, Fremder. Nicht schießen.“

Milian ging auf ihn zu, drückte ihm die Mündung gegen den Kopf und sagte nur ein Wort.

„Schmerzmittel!“

„Im zweiten Schrank von links. Bitte ni …“

Nachdem er dem Doc das Licht ausgeblasen hatte, öffnete er den besagten Schrank, holte sich eine Dose Schmerzpillen heraus und schluckte einige davon.
Dann ging er zu Zorkossk und öffnete dessen Fesseln. Der Trando rührte sich nicht.

„Zork, aufwachen!“

Er schüttelte ihn so stark wie er konnte, doch er reagierte nicht.

Komm schon, Mann! … Zorkossk! … Eidechse! … Hey Schuppenarsch! …… Grünschnauze! … Poodofresser! Auf die Beine! Beweg dich gefälligst!“

Verdammt, das bringt doch nichts!
Er überlegte was er tun konnte um ihn aufzuwecken. Ihnen blieb vielleicht nicht mehr viel Zeit. Andere Kampfdroiden würden ihre Schüsse bemerkt haben und schon hierher unterwegs sein. Zorkossk musste wieder einsatzfähig werden und zwar schnell. Jede Sekunde zählte.
Da bekam Milian eine Idee. Wahrscheinlich die dümmste überhaupt, aber es würde funktionieren. Er durchwühlte die Schränke in der Medistation, bis er fand was er suchte: Adrenalin.
Er steckte eine Ampulle davon in eine Impfpistole und verabreichte sie dem Trandoshaner. Es schien nicht zu wirken und Zorkossk war größer als ein Durchschnitts-Humanoid. Also reihte Milian alle Ampullen mit Adrenalin die er finden konnte nebeneinander auf und verabreichte ihm die Nächste.
Zorkossk würde danach erst einmal ein paar Tage nicht mehr schlafen können, so viel war sicher. Doch es war notwendig und er würde ihm wahrscheinlich noch danken.

„Tja, Zork“, sagte Milian, während er schon die dritte Ladung in die Impfpistole schob. „Das wird heute wohl noch ein seeeehr langer Tag …… für dich!“



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OT: It's good to be back! :mrgreen: 8)

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 Betreff des Beitrags: Re: Mission 2/Kowak
BeitragVerfasst: Sa, 23. Mai 2015, 14:56 
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September
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Für einen kurzen, kaum merklichen aber sehr klaren Moment war September der festen Überzeugung gewesen entweder Jayden oder den bothaner erschießen zu müssen. Da seine Anweisungen jedoch ganz klar gelautet hatten, den General am Leben zu lassen, hätte die Wahl und damit auch der Blaster in diesem Fall wohl Jayden getroffen.

Sollen wir ihn verfolgen, Sir?

Brach ein Droide das schweigen. Kat'bora wollte bereits entschlossen zu einer Antwort ansetzen, als er zu bemerken schien, dass die Entscheidungsgewalt in diesem speziellen Moment nicht in seiner Hand lag und sah September an, der nickte und kühl hinzufügte:

Dem Zeitfenster Jayden's Eintreffen nach zu urteilen, ist es sehr wahrscheinlich, dass er Zorkossk's Eskorte gesehen hat. Wie ich diesen Mann kenne, wird er sich vorerst in Sicherheit bringen wollen, statt stur das Missionsziel zu befolgen. Zu diesem Zweck wird er in seinem Zustand allerdings Unterstützung brauchen, weshalb er in aller Wahrscheinlichkeit zu Zorkossk stoßen wollen wird, da er ihm derzeit am nächsten ist. Ich wünsche allerdings Sicheres Geleit für Zorkossk runter von diesem Planeten. Wenn Smoke also um 1200 hier eintrifft muss Zorkossk in unserer Hand und nicht, ich betone NICHT, bei Bewusstsein sein!

Kat'bora gab den Befehl bereitwillig, doch entgegnete bei Abwesenheit der Droiden

Ihrer Intention dieses Reptils bezüglich nach zu urteilen scheint selbst ihr Freund, sofern man ihn als solchen betiteln kann, nichts von ihrer Doppelrolle zu wissen, nicht wahr?

Entgegen der Erwartungen war September keineswegs schockiert von dieser Aussage sondern schüttelte vielmehr enttäuscht den Kopf, wie es Eltern zu tun pflegen, wenn ihre Kinder sich Unsinn erlaubt haben.

Ach, General...

Begann er.

Sagt mir, existiert in euren Büroräumlichkeiten ein Schutzraum?

Aber ja. Ich, weiß zwar nicht, zu welchem Zweck, aber ich werde ihn sogleich öffnen.

Antwortete der Bothaner verwirrt. Langsam und unter mechanischem Zischen schoben sich nun Wandplatten zu ihren Linken beiseite, um einen kleinen, aber mit Kunstschätzen, von Alderaan, soweit September das feststellen konnte, sowie einer üppig ausgestatteten Minibar ausgestatteten Raum zu enthüllen. Sichtlich unbeeindruckt wandte September sich Kat'bora zu und sagte:

Ich kann euch, mit eurem wissen über mich nicht meinem Team in die Hände fallen lassen. Ihr werdet euch in diesen Raum einschließen. Solange bis ihr über euren Kommunikator von mir oder dem Professor benachrichtigt werdet.

Wortlos begab der kleine Bothaner sich in den Raum und hob, innen angekommen zur verdeutlichung seinen Komunikator. September jedoch, misstrauisch wie er war, schaltete seinen Blaster auf Betäubung und schoss ihm zwischen die Augen. Schließlich prüfte er an dem Computer des ganzkörperbehaarten Generals, ob mittlerweile die Vorbereitungen für seine letzte Order abgeschlossen worden waren. Zufrieden sah er, wie ein Battalion Droiden vor den stählernen Doppeltüren des Gebäudekerns Stellung bezogen hatten und gab routiniert den Befehl zur totalen Vernichtung dessen Inhaltes in das Steuerungsmodul ein.
Nun würde es ihnen möglich sein, die Mission abzuschließen, ohne der Republik signifikante Ergebnisse liefern zu müssen. Er würde dem Team lediglich den Datenträger mit fehlerhaften Daten zukommen lassen, auf Umwegen versteht sich, zwecks Vermeidung der Option, selbst in den Verdacht zu geraten. Da er auch die letzten Zweifel bezüglich seiner Credibilität auszuräumen schoss er sich selbst in die Schulter. Die Schmerzen zuckten stechend durch seinen Körper bis schließlich nur ein unerträgliches Brennen an der betroffenen Stelle zurück blieb. Sollte der Schmerz zu unerträglich werden, so könnte er MedEx anwenden, dachte September sich. Zum Abschluss seiner persönlichen Angelegenheiten rüstete er sich wieder vollständig aus, ließ die waffe des Droiden zurück und sprang zuguterletzt aus dem Fenster des Kontrollturms. Er sah bereits die Aufstellung der Droiden am Landefeld sowie den Landeanflug der Nupraptors Kopf und befürchtete beinahe, von dieser erfasst zu werden, würde sich allerdings sicherlich mit dem Jetpack retten können. Doch plötzlich ging seine komplette Wahrnehmung in die zeitlupe über. Glaspartikel glitten langsam an ihm vorbei, die Nupraptors Kopf schwebte langsam immer näher, der boden kam langsam in Sicht und sein der Aktivator seines Jetacks löste nicht aus...

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Don't take life so serious. It's not like you could get out alive.
-Anselm N. Rode


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 Betreff des Beitrags: Re: Mission 2/Kowak
BeitragVerfasst: Mo, 06. Jul 2015, 13:26 
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Grashook
Ausserhalb der Factory K
1130
Grashook
Mit Roso auf den Schultern rannte der Hünenhafte Wookiee so schnell er konnte über das Gelände, weg vom Geschehen. Eine Rauchfahne kennzeichnete der Ort an dem der AAT in Flammen aufgegangen war und die Droiden schienen nur diese eine Richtung zu kennen. Grashook versteckte sich in einem Busch und sah sich um. Aus der Ferne hörte er die klappernden Schritte von einer Gruppe Kampfdroiden. Der hünenhafte Wookie kroch noch tiefer in das Gestrüpp und umklammerte seine Waffe nervös. Seine Gelenke machten sich langsam bemerkbar, da er nun schon eine Weile in dieser unbequemen Position dalag. Die Schritte wurden lauter und hielten einige Meter von ihm inne. Offenbar hatten sie die Stelle entdeckt wo er über die Mauer geklettert war. Stimmengewirr wehte herüber, doch Grashook verstand nicht was die Droiden beredeten. Nach einigen quälend langen Minuten setzten sich die Droiden wieder in Bewegung, in die Richtung wo Grashook die anderen ihrer Gruppe vermutete. Der Wookiee schwang sich den leblosen Körpers Rosos über die Schulter und rannte so schnell er konnte auf den Raumhafen zu. Zum Glück hatte er dank seiner Vergangenheit als Jäger Erfahrung darin sich Objekten ungehört und ungesehen anzupirschen.

Raumhafen
Der Wookiee schaute von einer kleinen Anhöhe auf den Hafen herab. Er zählte ca 15 Droiden, der Rest hatte offenbar ihren Posten verlassen um der Unruhe am anderen Ende des Geländes Einhalt zu gebieten. Trotzdem waren 15 Wächter immer noch eine stolze Zahl, vor Allem da Grashook nicht auf die Hilfe von Roso zählen konnte.
Aber vielleicht war ihm der Mandalorianer ja doch ein wenig von Nutzen. Er beugte sich hinab und durchsuchte den Gürtel seines Gefährten. Er stiess auf Credits, einige Datenchips und Ausweise. Er grunzte Verärgert. Erst im 4. Fach wurde er fündig. 4 Thermaldetonatoren. Grashook verstand nicht viel von diesen Dingen, doch für ihn sahen sie sehr hochwertig aus. Er musterte sie genauer und bestaunte die detaillierte Verarbeitung der Granaten.
Er betätigte den Schalter der ersten Bombe. Sie begann sofort bläulich zu leuchten. Er warf sie und sie flog in einem perfekten Bogen auf die Droiden zu. Diese reagierten viel zu spät. Eine gewaltige Detonation erschütterte den Hafen. Grashook zuckte zusammen. Mit so einem Knall hatte er nicht gerechnet. Er rannte auf den Hafen zu, den Bogen gespannt und schoss den letzten Droiden nieder der noch aufrecht stand. Von überall her dröhnten Sirenen. Er sah aus den Augenwinkeln wie sich die Tore zu Factory K öffneten und ein Schwall Droiden rausströmten. Grashof schleuderte die restlichen Granaten auf die Menge und verwandelte den Eingang in ein Flammenmeer. Er rannte schnurstracks zu einem Transporter. Er blickte zurück. Flammen züngelnden von den zu Schlacke geschmolzenen Droiden die vor einem Moment noch wildentschlossen gewesen waren ihn zu vernichten. Er musste Roso dringend fragen wo er die Granaten herhatte. Das Raumschiff war verschlossen. Er war eine Weile fluchend damit beschäftigt, das Sicherheitssystem zu knacken, ehe er sich Zutritt verschaffen konnte. Er eilte durch den Maschinengang des Transporters, riss die Tür zum Cockpit auf und beförderte Roso unsanft in einen Sitz und startete die Maschine. Jetzt musste er nur noch die anderen finden.

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"Well, the Force is what gives a Jedi his power. It's an energy field created by all living things. It surrounds us and penetrates us; it binds the galaxy together."
―Obi-Wan Kenobi — Episode IV "A New Hope"—


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 Betreff des Beitrags: Re: Mission 2/Kowak
BeitragVerfasst: Sa, 19. Sep 2015, 19:04 
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Deimos

Kowak, Factory K, Landefeld
M03 1132


Der Alarm ging los und Deimos und Raynan folgten Grashook der den bewusstlosen Captain trug in einigem Abstand, damit man sie nicht alle auf einmal ertappen konnte. Er vernahm einen weiteren Knall, lauter als der Erste und sah wie sich beim Eingang des Hauptgebäudes der Basis ein Meer aus Flammen ausbreitete. Diesmal musste er mehrere Knallkugeln geworfen haben. Der Woockiee hatte was drauf. Deimos kletterte wie Grashook über die Mauer.
„Hey“, flüsterte Jemand hinter ihm. Deimos drehte sich um, sah die Wand und ihm fiel wieder ein, dass Raynen den Eisenhelm trug, den Roso verloren hatte – was Deimos Idee gewesen war, da er auch nicht gewollt hätte, dass Jemand ihn vom Schlachtfeld trug und die Zhabooka seines Vaters zurückließ – und deswegen nicht alleine über die Mauer klettern konnte. Deimos hievte sich wieder nach oben und half dem Soldaten darüber. Sie rannten an dem Scheiterhaufen aus zischenden Droidenteilen vorbei zu der separatistischen Raumfähre.
Sie gingen die Rampe hinauf und geradewegs ins Cockpit. Grashook saß auf dem Pilotensessel und Roso in dem des Co-Piloten – immer noch regungslos.
Das war in vielerlei Hinsicht schlecht. Zum einen waren sie jetzt führerlos, und zum anderen war er der einzige der ihnen hätte übersetzen können, was der Wookiee von sich gab.
„Kannst du denn fliegen?“, fragte Deimos den haarigen Hünen. Der gröllte irgendetwas zurück was Deimos natürlich nicht verstand.
Raynan legte den Helm neben dem Mandalorianer ab. „Vergesst nicht ihm zu sagen, dass ich ihm das Ding hinterher getragen habe und er mir was schuldet. Vielleicht kriege ich dafür einen Bonus, falls wir hier lebend rauskommen.“
„Wir sind kurz davor“, sagte Deimos und deutete auf die Steuerung der Fähre. Grashook legte seine Pranken auf die Steuerung und wollte wahrscheinlich gerade abheben. Raynan legte ihm eine Hand auf den Arm und schüttelte den Kopf.
„Nur dass Sheathipede-Shuttles keinen Hyperraumantrieb haben“, sagte er mit einem traurigen Lächeln. Der Wookiee brüllte und ließ den Kopf sinken. Deimos sah von einem zum anderen und runzelte die Stirn. Raynan verdrehte die Augen.
„Das bedeutet, das Schiff fliegt nicht schnell genug, sodass wir mit Lichtgeschwindigkeit fliehen können. Es ist außerdem unbewaffnet. Wenn sie also ihre Jäger auf uns hetzen wird das ein Problem“, erklärte er.
„Gibt es auch etwas positives an diesem Gefährt?“, fragte Deimos.
„O ja natürlich. Wenn sie das Feuer eröffnen und uns treffen, ergibt das auf jeden Fall ein nettes Feuerwerk. Oder wir stürzen wieder ab und der ganze Spaß geht nochmal von vorne los.“
Dann überlegte er einen Moment und fuhr fort.
„Aber vielleicht können wir mit dem Schiff die GAR auf Coruscant kontaktieren und Verstärkung fordern.“
„Dann tut das!“, sagte Deimos und stupste den Wookiee an. Grashook gröllte bestätigend und fing an irgendwelche Knöpfe und Schalter zu betätigen. Irgendwie schien das Schiff nicht zu wollen. Von draußen vernahm Deimos das Klacken von Droidenfüßen und die Motoren der schwebenden Panzer.
„Das dauert zu lange“, sagte er und zog seine Zhabooka. „Startet das Ding, ich halte sie auf!“
„Das wirst du nicht alleine tun“, sagte Raynan und lief hinter ihm her.
Sie gingen zum Tor in der Mauer des Landeplatzes und drückten sich links davon an die Wand.
„Ich lenke sie ab. Du schießt“, befahl Deimos.
„Na super, und dann?“
„Rollentausch.“
Damit rannte Deimos mit gezückter Doppelklinge um die Ecke. Die Droiden waren schon sehr nahe, aber die Panzer noch nicht in Sichtweite. An der Spitze standen zwei B2-Kampfdroiden, dahinter die B1ler.
Endlich mal eine Herausforderung, dachte Deimos und schlug dem ersten Droiden den er sah mit flinken Hieben die Arme ab. Dann rammte er ihm eine Klinge tief in die Brust. Das war mit dieser primitiven Waffe nicht leicht, aber er schaffte es, stemmte ihn hoch und benutzte den aufgespießten Droiden als Keule um seinen Brüder umzuwerfen und mit ein paar weiteren Hieben, einige der offenbar etwas unstabileren B1-Kampfdroiden zu zerstören. Die anderen eröffneten das Feuer. Deimos blockte alle Schüsse mit seiner improvisierten Keule ab, doch bald wurde es ihm zu viel, seine Kraft fing an nachzulassen und er zog sich zurück hinter ein paar Kisten, die neben der Außenwand des Hauptkomplexes standen.
Sein Plan ging auf: Alle Droiden nahmen seine Deckung unter Beschuss.
In diesem Moment beugte sich Raynan aus seinem Versteck und erledigte mit seinem Blaster mehrere Droiden und ging wieder in Deckung, als diese das Feuer auf ihn eröffneten.
Der andere Superkampfdroide richtete sich wieder auf. Deimos ließ die Zhabooka mit dem aufgespießten Rumpf liegen, zog diesmal seine Axt und rannte auf den Superkampfdroiden zu. Die bullige Kampfmaschine rammte ihm eine Faust gegen das Kinn und stoppte damit seinen Angriff kurzzeitig. Deimos spürte den Schmerz, doch nahm ihn nur zum Teil auch als solchen wahr. Hauptsächlich steigerte er seinen Zorn. Deimos ließ einen wütenden Kampfschrei los, wich einem weiteren Schlag aus und rammte dem bulligen Droiden seine Axt zwischen die Augen. Er zog seine Axt wieder aus dem terminierten Droiden und zog sich gerade noch so vor dem Laserfeuer in seine Deckung zurück. Raynan lenkte mit weiteren Schüssen ihre Aufmerksamkeit wieder auf sich. Es schienen nun nicht mehr viele zu sein.
Deimos nahm den Spieß, lockerte den demolierten Rumpf darauf etwas, trat aus der Deckung und schleuderte das Ding auf zwei nebeneinander stehende Kampfdroiden. Jetzt waren es nur noch drei. Deimos stürmte brüllend auf sie zu.
Doch bevor er sie erreichte, schoss Raynan sie ab.
Mit grimmigem Blick drehte er sich zu seinem Kameraden um.
„Tschuldigung“, sagte Raynan grinsend.
Deimos kam nicht dazu, zu antworten. Er hörte einige laute Knalle, die er schon zuvor gehört hatte, in der Hidden Republic: das Feuer der Droiden-FLAG. Er sah nach oben und entdeckte, worauf sie schossen: ein Raumjäger flog auf die Basis zu.
„Ich nehme nicht an, dass das unsere Verstärkung ist“, sagte Deimos.
„Nein“, antwortete Raynan. „Aber darüber können wir uns später Gedanken machen. Komm jetzt, zum Schiff!“
Raynan drehte sich um und rannte zum Transporter. Deimos wollte ihm folgen, doch hielt inne, als er ein Klirren vernahm und sah wieder nach oben. Er traute seinen Augen nicht, aber es sah so aus, als wäre September aus dem Turm des Gebäudes gesprungen und aus irgendeinem Grund aktivierte er sein Jetpack nicht um weich zu landen, vielleicht war es auch kaputt. Er fiel ungebremst Richtung Boden. Deimos zögerte nicht, rannte zu Septembers wahrscheinlichen Aufschlagpunkt und fing ihn.
Beide stöhnten auf, als der Chiss mit seiner schweren Rüstung auf ihm landete. Deimos spürte für einen Moment wieder die Wunde an seinem Bauch, die er schon fast vergessen hatte. Als er die Augen öffnete und den Himmel erblickte, sah er wieder das unbekannte Schiff. Es sah aus, als würde es umkehren. Er wuchtete den Mandalorianer von sich herunter, stand auf, half ihm auf die Beine und legte sich seinen Arm um den Nacken um ihn zu stützen. September war bei Bewusstsein aber scheinbar etwas benommen. Ob er schwer verletzt war, ließ sich durch die dichte Rüstung kaum feststellen.
„Was ist passiert?“, fragte Deimos. September antwortete ihm nicht direkt. Er murmelte nur etwas worauf sich der Zabrak keinen Reim machen konnte. Er verstand nur Bruchstücke. Irgendetwas von wegen Rauch („Smoke“), den Kopf von einem Kerl namens Nupraptor und, dass etwas schiefgelaufen sei.
Er achtete nicht darauf und schleppte sich mit ihm Richtung Landefeld. Dann blieb er abrupt stehen, als er die zwei AATs erblickte, die sie mit ihren Hauptgeschützen ins Visier nahmen.
Das war es dann wohl, dachte Deimos und wappnete sich für seinen Tod.
„Ich hoffe du hast heute ehrenvoll gekämpft, Mandalorianer“, sagte er zu September. „Denn das ist unser Ende.“
Plötzlich kam von links das Transportshuttle geflogen. Es schwebte nur wenige Meter über dem Boden bis kurz vor die AATs drehte seine Hinterachse einmal um 180° gegen den Urzeigersinn und traf dadurch die Angriffsfahrzeuge mit voller Wucht, wie ein gigantischer Schläger mit seiner rechten Seite. Eines er Fahrzeuge ließ noch einen Schuss aus der Hauptkanone ab, der Deimos und September knapp verfehlte und ein Loch in der Wand hinter ihnen sprengte, bevor es von winzigen Explosionen gesäumt wurde und zu Boden krachte.
Der dathomirische Krieger war von diesem Manöver recht beeindruckt und gleichzeitig überrascht. Entweder war Grashook ein besserer Pilot als er vermutet hätte oder der Wookiee war ein riesiger Glückspilz, dass er das Schiff mit diesem Manöver nicht total demoliert hat. Die Einstiegsluke öffnete sich und die Rampe fuhr aus. Raynan stand am anderen Ende und winkte ihn zu sich her.
„Komm schon, steig ein“, rief er.
Deimos ging mit September zu der Rampe, dachte währenddessen aber nach. Milian war noch da drinnen, Sargas, die große Echse, der Klon namens Raveen und außerdem Captain Braxton, dem er auf Knien die Treue geschworen hatte. So sehr er diese Schlacht auch endlich beenden wollte, er konnte sich jetzt nicht zurückziehen.
Er schubste September, warf ihn beinahe die Rampe hinauf und blieb stehen. Raynan fing den Mando und stütze ihn.
„Ah, wo kommt der denn her?“, sagte der Söldner. "Wie auch immer, komm jetzt!"
„Nein.“
„WAS?“
„Ich bleibe hier. Die Anderen sind noch irgendwo da drinnen, es wäre unehrenhaft, sie zurück zu lassen. Ich werde sie finden oder bei dem Versuch sterben.“
„Das ist doch Wahnsinn, Deimos! Hier ist so vieles schief gelaufen, die sind wahrscheinlich alle schon tot. Wenn wir aus der Reichweite der Störsender dieser Basis verschwinden, können wir mit dem Schiff die Klonarmee verständigen, dann kümmern die sich um diesen Ort und die Mission war zumindest kein vollkommenes Debakel!“
„Dann verständigt die Klone, ich suche das restliche Team.“
„Steig sofort ein, ich befehle es dir!“
, brüllte Raynan.
„Du hast keine Befehlsgewalt und ich habe Braxton geschworen, ihn zu beschützen. Verschwindet endlich und ruft Verstärkung, wir kommen nach!“
Damit drehte Deimos sich um und ging fort. Raynan murmelte noch etwas das er nicht verstand, dann hörte er wie die Luke sich schloss und das Schiff abhob. Er drang durch das Loch das der Panzer geschossen hatte in die Innereien von Factory K vor und begab sich auf die Suche nach seinen Verbündeten.

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