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 Betreff des Beitrags: [FanFiction] Vollstreckung
BeitragVerfasst: Fr, 18. Okt 2013, 12:23 
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Anselmo Productions präsentieren

eine Anselm N. Rode Fan-Fiction angesiedelt im Star Wars-Universum.

Der Auftakt der „September“-Reihe

















Vollstrecker
























Vollstrecker

Prolog

970 nSR. 8nach der Schlacht von Ruusan)
Anwesen von Parciello Firga, Itla’a
Tag 114 des Standartjahres

Zorkossk beschritt den Flur dieses Gebäudes mit äußerster Vorsicht, als befürchtete er ihn zu beschädigen. Alles in diesem Haus schien wertvoll zu sein, sogar eben dieser Boden aus Marmor, auf dem sie liefen. Der Mandalorianer in der dunkelgrünen Rüstung, der Zorkossk führte, blieb schließlich vor einer großen, schwarzen Tür stehen und Zorkossk tat es ihm gleich. Neben dem kleinen Mann, dessen Gesicht er noch immer nicht gesehen hatte, wirkte der große Trandoshaner wie ein Berg. Die Tür öffnete sich und der Mandalorianer trat ein. Zorkossk begab sich neben ihn, als ein großer dicker Mensch durch eine andere Tür eintrat und sich auf einen Sessel Stuhl aus Wookiee-Leder setzte. Zorkossk glaubte zumindest, dass, das ein großer Mensch war, für ihn wirkte auch er klein. Er würde sich noch an die Relationen gewöhnen.
„Du bist also unser Neuzugang, nicht wahr? Zorkossk, richtig? Ich habe schon viel von dir gehört.“
Begann der Mann, der vermutlich der Boss war, von dem der Mandalorianer auf dem Flug hierher gesprochen hatte.
„Ich bin mir sicher sonst wäre ich nicht hier.“
Erwiderte Zorkossk.
„Wohl wahr. Mein Name ist Parciello Firga, ich leite diese Organisation. Hat September dich bereits über deinen Aufgabenbereich informiert?“
„Ja, das habe ich.“
Warf der Mandalorianer ein.
Natürlich hatte er das. Sein Aufgabenbereich, und nicht zuletzt die mehr als üppige Bezahlung, hatten einen der besten Jäger Trandoshas überhaupt erst dazu bewogen das Angebot, das ihm der kleine Mandalorianer vor 2 Tagen gemacht hatte, anzunehmen.
„Ach und September, nimm im Haus doch bitte den Helm ab, das ist unhöflich.“
Auf Parciellos Aufforderung hin nahm September den Helm von seinem Kopf. Er war ein Chiss mit der typischen blauen Haut und roten Augen, sein Kopf war völlig kahl. Zorkossk fiel auf, dass Septembers Rüstung exakt den gleichen Grün-Ton hatte wie seine Schuppen, ein amüsanter Zufall.
„Ich habe auch schon einen Job für euch beide. Ich denke ihr seid ein gutes Team. Außerdem kann September dich bei diesem Auftrag gleich einarbeiten…“
Fuhr Parciello fort.
„…obwohl ich nicht glaube, dass das nötig sein wird. Schließlich wirst du genau das tun, was du auf deinem Heimatplaneten auch immer getan hast und wohl am besten kannst.“
Ja, das würde er. Er würde jagen.


Kapitel 1

971 nSR.
Privates Landefeld nahe Mirom; Itla’a
Tag 269 des Standartjahres; 1930

Nach einem Jahr der Zusammenarbeit hatte September sich an den großen Trandoshaner gewöhnt und begann ihn richtig zu mögen. Zorkossk hatte überraschend viel Humor und war, entgegen der meisten Vorurteile, keineswegs ein stumpfes Tier, wenn man von seinen Essgewohnheiten absah. Der Twi’lek, den die zwei auf Ord Mantell geschnappt hatten war nicht sehr gesprächig. Aber es war sowieso nicht ihre Aufgabe mit dem Mann zu reden. Der Boss hatte seine Spezialisten für Gespräche dieser Art. Zorkossk trug den Twi’lek auf der Schulter in das Anwesen des Bosses, wobei er von dessen neuem Gärtner angestarrt wurde.
„Was ist? Noch nie eine Echse im Overall gesehen? Vielleicht sollte ich dich als ganzes verschlingen, dann kannst du mich auch von innen begutachten.“
September wusste, dass Zorkossk nur Spaß machte aber der Gärtner schien es nicht drauf ankommen lassen zu wollen und suchte schnell das Weite. Allerdings musste September zugeben, dass Zorkossk für Fremde sicherlich merkwürdig aussah, dieses riesige Reptil im schwarzen Overall mit dem grünen Streifen in der Mitte der seine Schuppenfarbe perfekt traf. Im Haus angekommen lieferten sie den Twi’lek, wie alle lebenden Gefangenen, bei Parciellos Leibwächter Silo Zarea, einem ziemlich großen Menschen, ab. Danach begaben sie sich in Parciellos Büro.
„September, Zorkossk! Da seid ihr ja. Habt ihr ihn erwischt?“
„Ja.“
Antwortete September.
„Lebendig?“
„Ja.“
„Sehr schön! Ich habe wundervolle Nachrichten. Wir haben einen Auftrag erhalten.“
„Moment mal!“
Schaltete September sich ein.
„Was soll das heißen ‚Wir haben einen Auftrag’?“
„Das heiß ich wurde beauftragt jemanden zu beauftragen etwas zu erledigen, und das zu astronomischen Preisen, da ihr meine besten seid, habt ihr die Ehre.“
September war sichtlich verwirrt. Parciello war der Boss, niemand beauftragte ihn.
„Woher kommt dieser Auftrag?“
Fragte September.
„Ein reicher Mann von Roche machte mir das Angebot, mehr darf ich nicht sagen.“
Das alles kam September merkwürdig vor, obwohl es keine Seltenheit war, dass reiche Klienten anonym bleiben wollten. Merkwürdig daran war die Tatsache, dass der Boss externe Aufträge annahm. Dennoch einigten sich September und Zorkossk stumm darauf zu akzeptieren.
„Gut worum geht es?“

971 nSR.
Green Lizard, Leerer Raum über Itla’a
Tag 270 des Standartjahres; 0800


Parciello hatte ihnen ein Datapad mit allen bekannten Informationen über ihre Zielperson gegeben und sie zum Essen eingeladen. Nachdem September und sogar Zorkossk nun gesättigt waren machten sie sich für den Sprung nach Cato Neimoidia bereit. Dort sollte sich laut der Informationen ihre Zielperson Trag Ventor aufhalten. Dennoch wussten sie noch immer nicht was diesen Mann so wichtig machte, dass jemand einem Verbrecherlord eine gigantische Summe Credits zahlt, nur damit ihn dessen Vollstrecker fassen.
„Fragst du dich nicht auch“
Begann September.
„wieso jemand diesen Kerl für viel Geld entführen lässt? Und vor allem wieso von uns? Wenn der Klient so reich ist kann er sich auch ohne Probleme die teuersten Kopfgeldjäger und Attentäter leisten.“
„Wir werden nicht dafür bezahlt uns Gedanken über die Leute zu machen die wir umbringen oder entführen. Die haben schon ihre Gründe.“
Antwortete Zorkossk und beendete damit das Gespräch.
„Okay sind wir bereit für den Hyperraum?“
Fragte September und startete auf Zorkossks Nicken hin den Navi-Computer. Dieser berechnete eine Route nach Cato Neimoidia und die grüne, stark modifizierte G1-M4-C Dünenechse sprang in den Hyperraum.
Während des Fluges im Hyperraum überprüfte Zorkossk noch einmal seine Ausrüstung. Was seine Bewaffnung anging entsprach er perfekt dem trandoshanischen Klischee. Das riesige LS-150 ACP-Repetiergewehr das er meistens verwendete säuberte er und legte es danach zurück in seinen gesicherten Waffenschrank, sein ACP-Strahlengewehr nahm er einmal komplett auseinander und setzte es wieder zusammen. Daraufhin verstaute er seine Wurfmesser gut versteckt hinter seinem Brustpanzer. Danach begann Zorkossk seine Cortosis-Machete zu polieren. Zwei Standartstunden später wurden sie kurz vor Cato Neimoidia aus dem Hyperraum gerissen und machten sich bereit für den Landeanflug.


971 nSR.
Green Lizard, Leerer Raum über Cato Neimoidia
Tag 270 des Standartjahres; 0800

Die Green Lizard näherte sich Zarra, der Hauptstadt von Cato Neimoidia, die wie eine Brücke eine der zahlreichen, riesigen Schluchten Cato Neimoidias überragte.
„Unbekanntes Schiff im Landeanflug auf Cato Neimoidia, bitte identifizieren sie sich.“
Ertönte es auf Basic mit starkem neimoidianischen Akzent aus den Cockpit-Lautsprechern.
„Hier ist die Green Lizard. Erbitten Landeerlaubnis für den Raumhafen von Cato Neimoidia.“
Gab Zorkossk zurück. Nach einigen Sekunden erteilte man der Green Lizard Landeerlaubnis und wenig später betraten September und Zorkossk die Hauptstadt von Cato Neimoidia.
„Trag Ventor besitzt hier ein Anwesen. Mein HUD hat bereits eine Route dorthin berechnet, es ist ganz in der Nähe.“
Sagte September. Durch die 360° Ansicht seines HUDs bemerkte er zwei Duros die sich an ihr Schiff heranschlichen, es sich aber überlegten als sie die beiden schwer bewaffneten Besitzer des Schiffes sahen. Angekommen an einer Cantina nahe Trag Ventors Anwesen überprüfte September die Umgebung. Das Anwesen war umrandet von einer Mauer und er bemerkte vier Wachen am Vordereingang und drei weitere auf dem Gelände. Die Wachen erschienen entspannt. Sie rechneten wohl nicht damit, dass jemand die Dreistigkeit besitzen würde am helllichten Tag in das Anwesen einzubrechen. Dennoch war es genau das, was September und Zorkossk vorhatten.
„Am Vordereingang sind zwei Kameras. Die und die Wachen da vorne schalte ich vom benachbarten Gebäude aus aus.“
Sagte September zu Zorkossk, der verstehend nickte.
„Mir kommen dann wohl die drei Wachen im inneren zu. Soll ich auf dich warten oder mir gleich den Typen schnappen? Moment mal, wir wissen doch gar nicht ob er überhaupt zu hause ist.“
„Doch jetzt wissen wir es. Sein Speeder passiert gerade den Vordereingang. Und ja warte auf mich bevor du das Hauptgebäude betrittst. Wir wissen nicht was uns im inneren erwartet, obwohl ich nicht glaube, dass der uns gefährlich werden kann. Aber man kann ja nie wissen.“
Also begab September sich in eines der umliegenden Gebäude und suchte sich ein Apartment aus, das seiner Meinung nach die beste Position zu Trag Ventors Anwesen hatte, trat die Tür ein und begab sich zum Fenster.
„Ich bin bereit.“
Teilte Zorkossk September per Komlink mit. Dieser nahm sein Verpinen-Scharfschützengewehr aus einem Koffer, setzte es zusammen und öffnete ein Fenster. Vollkommen lautlos schaltete September nun mithilfe der Verpine beide Kameras und die vier Wachen vor dem Vordereingang aus. Als die letzte Wache fiel stürmte Zorkossk auf das Anwesen und schoss auf die letzten drei Wachen. Unzählige, glühendheiße Projektile aus seinem LS-150 durchlöcherten drei vollkommen fassungslose Wachmänner. Kurze Zeit später war September zu ihm gestoßen und sie betraten gemeinsam das Hauptgebäude. September zog seinen E-11 und Zorkossk sein ACP-Strahlengewehr, das auf kurze Distanz weitaus effektiver war als das LS-150. Beide richteten sie ihre Waffen auf die Tür als Zorkossk sie öffnete. Dahinter fanden sie aber keinen Mann vor, der allein an seinem Schreibtisch sitzt, sondern einen Mann, der zusammen mit Lott Dod, dem Senator der Handelsföderation und zwei Dutzend Sicherheitsleuten, die ihre Waffen auf die Eindringlinge richten, in seinem Büro steht.
„Was haben die hier zu suchen? Trag, wem hast du von unserem Treffen erzählt?“
Fragte Lott Dod auf Basic mit einem leichten neimoidianischen Akzent. Die Verwirrung der Sicherheitskräfte nutzte September um eine Rauchbombe zu zünden. Dank seines Helms und des darin integrierten HUD konnte er trotz des dichten Rauchs hervorragend sehen. Er wies Zorkossk an sich an ihm festzuhalten, damit sie sich nicht verloren. Beide rannten nun auf Trag Ventor zu, Zorkossk griff nach ihm und legte ihn sich über die Schulter. Noch bevor der Rauch sich gelegt hatte waren September und Zorkossk von Ventors Anwesen verschwunden.

Als sie genug Abstand von Ventors Anwesen gewonnen hatten, betäubten sie Trag Ventor und setzten sich in eine Cantina. September war aufgebracht. Offenbar hatte Parciello ihnen nicht alle Informationen über Trag Ventor gegeben, die wichtig waren. Zu allem Überfluss hatte er auch noch den Koffer mit seiner Verpine in Ventors Haus fallen lassen. Per Helmkomlink nahm September nun Kontakt zu Parciello auf.
„Zu wem hast du uns hier geschickt?! In Ventors Haus war Lott Dod mit zwei Dutzend Sicherheitskräften. Wir sind dort nur mit viel Glück wieder heraus gekommen.“
„Es tut mir leid aber ich darf nichts dazu sagen. Ich habe dem Klienten versichert, dass ich all seine Informationen vertr…“
„Ich Scheiße auf deinen Klienten! Wenn du willst, dass ich vernünftig arbeite brauche ich alle relevanten Informationen, und ich denke eine Bekanntschaft mit einem der wichtigsten Senatoren des Senates ist durchaus solch eine relevante Information.“
„Na gut, aber ihr müsst das unter allen Umständen für euch behalten. Trag Ventor ist ein Vermittler der Schwarzen Sonne. Er vermittelt zwischen der Handelsföderation und der Schwarzen Sonne zwecks eines möglichen inoffiziellen Zusammenschlusses zu einem technologischen Wirtschaftsverband.“
„Und wieso will der Klient das verhindern?“
„Das weiß ich auch nicht. Ihn solltet ihr danach fragen.“
„Als ob unser mysteriöser Klient uns aufklären würde, wenn er dir schon nichts sagt.“
„Mehr kann ich in der Hinsicht nicht für euch tun.“
September beendete die Verbindung und setzte Zorkossk über die Lage in Kenntnis, da er das Gespräch schließlich nicht mithören konnte. Sie standen auf und Zorkossk warf sich Ventor wieder über die Schulter, was einiges Aufsehen erregte.
„Unser Freund hat nur einen über den durst getrunken, nichts besonderes.“
Rief Zorkossk in die Runde und die Anwesenden schienen ihm das abzukaufen.

971 nSR.
Lott Dods Palast, Cato Neimoidia
Tag 270 des Standartjahres, 2200

In Lott Dods Palast beorderte dieser derweil einen Kopfgeldjäger.
„Ich denke diese beiden Männer dürften dir keine Schwierigkeiten bereiten.“
Sagte er zu dem Kopfgeldjäger.
„Ein Trandoshaner und ein kleiner Mando sind für mich keine Gegner.“
„Und denk daran den Menschen lebendig wieder zu mir zu bringen. Er muss mir noch sehr wichtige Informationen aushändigen. Sorg außerdem dafür, dass die beiden anderen garantiert tot sind.“
„Natürlich werde ich dafür sorgen. Ich bin Durge, tot ist meine Spezialität.“


971 nSR.
Green Lizard, Hyperraum
Tag 271 des Standartjahres; 1400

Nachdem Zorkossk Trag Ventor in der schiffseigene Zelle eingeschlossen hatte begab er sich in seine Kabine und säuberte seine Waffen. Sie hatten Ventor und damit einen weiteren Auftrag so gut wie beendet. Doch plötzlich wurde die Green Lizard aus dem Hyperraum gerissen, der Bordcomputer zeigte einen irreparablen Schaden am Hyperantrieb und der Bewaffnung und zu allem Überfluss wurden sie auch noch attackiert. Viel zu schnell trat das Schiff in die Atmosphäre des nächstgelegenen Planeten ein, als dass September das schiff, das sie angriff hätte erkennen geschweige denn identifizieren können. September versuchte die Lizard gerade zu landen, doch er war kein guter Pilot. Mit einem lauten Knall schlug das Schiff auf einer felsigen Oberfläche auf. Dunkelheit breitete sich vor Septembers Augen aus.

Zorkossk, der bereits aus dem Wrack, das ehemals die Green Lizard gewesen war, entkommen war, zerrte September aus dem Cockpit.
„Ich sagte es immer und sage es noch: Du kannst nicht fliegen.“
„Das war ich nicht. Der Hyperantrieb hat einfach den Geist aufgegeben und der Sublichtantrieb hat auch geschwächelt. Wie ist das überhaupt möglich? Ich habe den Hyperantrieb erst vor vier Standarttagen aufrüsten lassen.“
„Sabotage.“
Sagte Zorkossk und erst jetzt da er ihn hochhielt bemerkte September den Sullustaner in Zorkossks linker Klaue.
„Er hat sich im Laderaum versteckt und die Antriebe demontiert. Bis jetzt wollte er mir noch nicht sagen, für wen er arbeitet, aber ich denke das wissen wir auch so.“
Noch während Zorkossk diesen Satz vollendete zerriss er den Sullustaner mit seinen Klauen wie ein Blatt Papier und verschlang die einzelnen Teile seines Körpers. September kannte den Trandoshaner bereits sehr lange, weshalb dieses Verhalten für ihn inzwischen nicht mehr ungewöhnlich war, jeder, der noch nicht so lange mit Trandoshanern wie ihm zu tun hatte, hätte sich vermutlich übergeben müssen.
„Nach den Daten meines HUD zu urteilen befinden wir uns auf Baros.“
September sah sich um und sah in der Ferne einen Berg, hinter dem der Stern des Systems gerade zum Vorschein kam. Sonst konnte man weit und breit nichts weiter erkennen.
„Hier scheint es ja nicht besonders viel zu geben, außer einer starken Schwerkraft. Wie kommen wir von hier weg ohne Schiff?“
Bemerkte Zorkossk. Die Gravitation auf Baros war tatsächlich mehr als doppelt so hoch wie auf den meisten bewohnbaren Planeten.
„Das dürfte kein Problem werden. Wer auch immer uns hier eine Falle gestellt hat wird auch sicher gehen wollen, dass sie funktioniert hat und wir tot sind. Ich mache mir viel mehr Sorgen um unseren Auftrag. Apropos: Wo ist Ventor?“
„Der liegt neben dem Schiff. Aber was tun wir jetzt? Warten wir bis jemand runter kommt, um zu gucken, ob wir tot sind?“
„Ja, genau das werden wir tun.“
Nach einer halben Standartstunde begann das Gewicht seiner Beskar’gam September aufgrund der hohen Schwerkraft zu erdrücken, also legte er sie ab. Wenig später landete tatsächlich ein NovaSword-Raumüberlegenheitsjäger nahe ihrer Absturzstelle. September entsicherte seinen E-11 und Zorkossk seinen LS-150, als eine große Gestalt auf sie zukam. Diese Rüstung kannte September, kannte nahezu jeder Mandalorianer, nur zu gut. Es war Durge. Niemand hasste die Mandalorianer mehr als er und kaum jemand war ein besserer Kopfgeldjäger als er. September und Zorkossk bereiteten sich auf einen Angriff seinerseits vor, der nicht kam. Stattdessen wendete er sich zufrieden von der Absturzstelle ab, um zu seinem Schiff zurück zu gehen, er hatte sie wohl nicht bemerkt. Doch bevor Durge den ersten Schritt tun konnte beschoss September seinen Rücken mit seinem E-11. Jener ließ mehrere Salven aus seinem riesigen Repetiergewehr folgen, denen September jedoch geschickt auszuweichen wusste. Er suchte hinter dem Schiffswrack Deckung und Durge ging weiter auf jenes zu.
„Komm raus du mandalorianischer Abschaum. Du wirst so oder so sterben, stell dich wenigstens wie ein echter Krieger. Ach ja ich vergaß, du bist ja Mandalorianer.“
September wollte diesen Spott nicht auf sich sitzen lassen, doch er musste Zorkossk genug Zeit verschaffen, um Durges Schiff zu stehlen. Der Trandoshaner hatte das Schiff bereits gestartet als Durge September wiederentdeckte und weiter ohne Pause feuerte. Eine der Salven streifte Septembers Arm, sodass ein breites Stück seiner blauen Haut verbrannte. September näherte sich seiner abgelegten Rüstung und als er sie nur mit Mühe heben konnte kam ihm eine Idee. Er zog den Stift aus einer seiner Granaten und warf sie Durge direkt vor die Füße. Dieser rief
„Denkst du etwa, das hält mich auf, mickriger Mando-Abschaum?“
und reagierte genau so wie September es erwartete. Durge sprang zur Seite um sich danach abzurollen und wieder aufzusetzen, doch er dies wurde ihm durch seine ungeheure Größe und seine schwere Rüstung deutlich erschwert. Dieser Umstand verschaffte September genügend Zeit um in Durges Schiff einzusteigen, in dem Zorkossk bereits mit Trag Ventor auf ihn wartete. Durge hingegen verblieb allein auf einer der felsigen Ebenen von Baros.

Wenig später befanden September und Zorkossk sich wieder im Hyperraum, auf dem Weg nach Itla’a.



Kapitel 2

971 nSR.
Lott Dods Schloss, Cato Neimoidia
Tag 273 des Standartjahres, 1100

Gleich einer Festung trohnte Lott Dods Schloss inmitten einer Ansammlung der riesigen, natürlichen, steinernen Pfeiler zwischen denen die für Cato Neimoidia charakteristischen Schluchten entstanden waren. Im inneren wanderte Lott Dod nervös umher.
„Das ist vollkommen unmöglich! Wie können zwei dieser…dieser minderbemittelten Schläger Durge überlisten. Wir müssen die Maßnahmen verstärken. Sollte Trag Ventor nicht wieder hier auftauchen sehe ich keine Hoffnung mehr für unsere Übereinkunft mit der schwarzen Sonne und der Techno-Union.“
„Vielleicht sollten wir unsere Droiden entsenden, um sie zu finden, Sir.“
Versuchte Lott Dods Assistent ihn zu beschwichtigen.
„Siehst du, das ist der Unterschied. Deswegen bin ich Senator und nicht du. Ich bin in der Lage abzuwägen und die Reaktionen der anderen Senatoren und der Republik im allgemein vorherzusehen. Sollten wir unsere Droiden zu einem anderen Zweck außer unserer Verteidigung einsetzen, würde der Senat uns die Erlaubnis entziehen überhaupt eine eigene Streitmacht zu besitzen.“
Lott Dods Worte hallten von den hohen Decken seines Schlosses wider.
„Allerdings haben Teile der schwarzen Sonne ebenfalls Interesse an einem Bündnis und der Initiator der Verhandlungen hat bereits ein Befreiungsteam entsandt um einem Signal von Durges Schiff zu folgen, wie ich vor kurzem erfuhr, Sir.“
„Woher haben die das Signal? Ich wusste nicht einmal, dass etwas derartiges existiert.“
„Von Durge. Sie haben ihn an seinem letzten bekannten Aufenthaltsort auf Baros gefunden, Sir.“
„Nun, dieser Umstand verbessert unsere Lage beträchtlich. Teil dem Vigo mit, dass wir uns sehr über die Kooperation freuen. Ach und wie weit sind wir mit unserem Kandidaten?“
„Gat Dars steht bereit, um den derzeitigen Vigo abzulösen. Wenn ihr erlaubt, würde ich gern wissen, wieso ihr eine Einigung mit der schwarzen Sonne erwirken wollt, wenn die Position des Vigo bald von einem eurer Männer bekleidet werden wird, Sir.“
„Weil es unter Dat Gars keine Einigung geben wird. Ich weiß, dass er seine eigenen Ziele verfolgt, nur weiß er nicht, dass sein Geheimnis keines ist. Zum gegebenen Zeitpunkt werde ich das zu nutzen wissen. Schließlich sollen meine Bemühungen für den Duros nicht umsonst gewesen sein.“



971 nSR.
Wohnsitz von Dat Gars, Ord Mantell
Tag 273 des Standartjahres, 1310

Mitten in der Einöde von Ord Mantell befand sich Dat Gars sichere Unterkunft. Ein quaderförmiges, bunkerartiges Gebäude, das sich komplett abschotten ließ. Er hatte soeben erfahren, dass Durge gescheitert war. Ihn wunderte das nicht, ganz im Gegensatz zu Lott Dod, der Durge scheinbar für unfehlbar hielt. Dat wurde von seinen Leuten über alles in Kenntnis gesetzt, was Durge gesagt hatte, während Lott Dod nur so viele Informationen erhielt wie unbedingt nötig. Zum Beispiel erfuhr Dat, dass Durge den Mandalorianer erkannt hat, Lott Dod wusste nur, dass er noch lebte. Durge sagte der Mandalorianer sei ein Chiss namens September. Der Vigo hat bereits ein Team entsandt, um ihn und Trag Ventor anhand des in Durges Schiff integrierten Peilsenders zu finden, dennoch wäre Gat zufriedener, wenn er selbst Trag abholen könnte. Von ihm hing schließlich das Gelingen der Verhandlungen um die inoffizielle Kooperation zwischen der Handelsföderation und der schwarzen Sonne ab. Diese war essenziell für Dats Plan. Plötzlich ertönte ein Signal aus seinem Komlink, er wurde kontaktiert. Er nahm den Anruf an und das Hologramm von Lott Dods Assistenten erschien auf Dats Schreibtisch.
„Dat, hier ist Lond. Ich habe gerade erfahren, dass Lott Dod über deinen Plan bescheid weiß. Vielleicht wirst du untertauchen müssen.“
„Was weiß er von meinem Plan?“
„Nicht alles, aber er weiß, dass du mit der Kooperation deine eigenen Ziele verfolgst.“
„Solange er die Details nicht kennt ist das nicht weiter schlimm. Soll er nur glauben er sei uns voraus. Dieses Abkommen, egal ob offiziell oder inoffiziell, wird seinen Untergang besiegeln und den der Handelsföderation.“
„Ich halte dich über weitere Vorkommnisse auf dem laufenden aber ich muss das Gespräch beenden, bevor mein Fehlen auffällt.“
Die Verbindung war gerade beendet als Dat einen weiteren Anruf erhielt, aber diesmal von dem Senator von Duro.
„Dat, die Diplomatenversammlung wurde vorverlegt. In acht Standartstunden musst du auf Duro sein.“
„Das ist aber eine sehr kurzfristige Änderung.“
„Als Diplomat musst du mit solchen Situationen fertig werden. Ich denke du wirst das schon schaffen.“
Ja, das würde er, doch sein Hauptaugenmerk musste jetzt darauf liegen Trag Ventor zurück zu holen.







Kapitel 3

971 nSR.
Leerer Raum über Itla’a
Tag 274 des Standartjahres; 0430

Die restliche Zeit im Hyperraum verlief vollkommen ruhig. In den frühen Morgenstunden kamen sie auf Itla’a an. Niemand außer Silo begann seinen Arbeitstag bereits so früh am Morgen, weshalb auch niemand das neue Schiff bemerkte, das September und Zorkossk von Durge gestohlen hatten. Trag Ventor ging voran, dahinter Zorkossk und September bildete die Nachhut. Die drei betraten das Atrium von Parciellos Villa, als ihnen plötzlich die Säulen, die auf jeder Seite des Korridors standen, um die Ohren flogen. Zorkossk reagierte schnell und warf Ventor entlang des Korridors zu Silo, der bereits darauf wartete diesen entgegen zu nehmen. Doch vollkommen überraschend schlug Ventor Silo zu Boden. In diesem Moment bereute September, dass er keine Handschellen für Ventor dabei gehabt hatte. Dieser griff nach Silos Blaster, während September und Zorkossk sich ein Feuergefecht mit zwei Niktos lieferten. Einer der Niktos hielt sie mit Granaten in Schach, um dem anderen die Möglichkeit zu verschaffen sich Zorkossk zu nähern, der hinter einer halben Säule Deckung gesucht hatte. Als der Nikto noch circa zwei Meter von Zorkossk entfernt war, nutzte dieser die Gelegenheit und zückte seine Machete. Er sprang aus seiner Deckung, enthauptete den Nikto sauber mit einem Querhieb und rollte sich, bei September angekommen, ab. Dieser aktivierte die Zielfunktion seines HUD mit deren Hilfe er dem verbliebenen Nikto zwei Blastersalven in den Kopf verpasste.
„Und so etwas nennen die eine Befreiungsaktion, pff.“
Witzelte Zorkossk. Doch plötzlich fiel September etwas ein.
„Vielleicht auch nicht. Komm, schnell!“
Sie hatten Trag Ventor völlig auf den Augen gelassen. Die Tür zu Parciellos Büro stand offen, daher vermutete September das schlimmste. In dem Büro war niemand zu sehen, das riesige Panorama-Fenster hinter Parciellos Schreibtisch war zerschlagen worden und September konnte auf dem Hinterhof erkennen, dass einer von Parciellos Speedern fehlte. Ventor hatte Parciello entführt.
„Was auch immer Ventor will, wir werden es sicher bald erfahren, sonst hätte er Parciello einfach umgebracht anstatt ihn mitzunehmen.“
Sagte Zorkossk mehr zu sich selbst als zu September.
„Wir könnten ihn auch einfach verfolgen.“
Gab September zurück.
„Wie denn? Er hat viel Vorsprung und wir wissen nicht wo er hin will.“
„Wir könnten den Speeder orten. Parciello hat in jeden seiner Speeder einen Peilsender integriert, für den Fall, dass sie gestohlen werden sollten.“
„Aber wie kommen wir auf die Frequenz des Senders, was, wenn die gesichert ist?“
„Silo kennt die Codes.“
Sie rannten zu Silo, der noch immer verwirrt auf dem Bode des Korridors saß. Zorkossk trug ihn in Parciellos Büro, wo er ihn auf einen Stuhl setzte. September setzte sich in Parciellos Sessel und startete den Computer.
„Welche Frequenz haben die Peilsender an Parciellos Speedern? Silo, die Frequenz!“
Silo gab keine Antwort. Daraufhin kam September angestürmt und verabreichte Silo eine Spritze Adrenalin. Dieser schreckte auf und schrie:
„T19H77X!“
„Was?“
Fragten September und Zorkossk simultan.
„Die Frequenz. Nun tipp es schon ein.“
Das tat September. Sofort erschien eine Karte des Planeten auf dem Bildschirm und fünf rote Punkte für Parciellos Speeder. vier davon waren direkt nebeneinander auf Parciellos Anwesen. Einer jedoch befand sich vor einem Apartmentturm in Mirom.
„Was will Ventor den dort? Das ist ein ganz normaler Apartmentturm.“
Fragte Zorkossk.
„Vielleicht jemanden treffen, vielleicht auch etwas anderes. Wir werden sehen.“
Antwortete September.
„Ach, und Silo, wir leihen uns auch einen Speeder aus!“































Kapitel 4

971 nSR.
Wohnsitz von Dat Gars, Ord Mantell
Tag 274 des Standartjahres, 0445

Dats vornehmlich schwarz eingerichtetes Büro wurde plötzlich von einem roten Schimmer überzogen, als er einen Notruf von Trag Ventor erhielt. Er sprang auf und rief nach Org, einem umprogrammierten Taktik-Droiden, der ihm als Assistent diente.
„Org, haben wir Einheiten der schwarzen Sonne in der nähe des Itla’a-Systems?“
„Nein, meines Wissens nach nicht.“
„Wie schnell könnte das nächstgelegene Team dort sein?“
„In circa acht Standartstunden.“
„Das ist zu lang. Bist du dir sicher, dass niemand in der nähe ist?“
„Ich habe den Status aller Einheiten überprüft, die sich nicht im Einsatz befinden. Also ja, ich bin mir sicher.“
„Na gut, lass mich nachdenken. Natürlich! Wie lange bräuchten wir von hier aus?“
„Da Itla’a unser Nachbar-System ist, könnten wir die Strecke dorthin beinahe zu Fuß zurücklegen. Mit einem kleinen Hyperraumsprung von maximal 20 Standartminuten könnten wir Itla’a erreichen.“
„Gut, starte mein Shuttle und lass den Navi-Computer die Route berechnen, ich muss noch etwas erledigen.“
Dat griff zu seinem Komlink und kontaktierte Lond.
„Lond, hier ist Dat.“
„Was ist so wichtig? Ich muss Lott Dod in Kürze zu einer Sitzung begleiten.“
„Ich habe einen Notruf von Trag erhalten und werde versuchen ihn von Itla’a runter zu holen. Du weißt, er ist der Schlüssel zu unserem Plan. Sollte es mir nicht gelingen ihn zu retten, wird vermutlich keine Übereinkunft zustande kommen. In dem Fall musst du genug Material darüber gesammelt haben, um den Senat zu überzeugen der Handelsföderation ihre Privilegien zu entziehen. Auch ohne eine bestehende Allianz zwischen der Föderation und einer Verbecherorganisation stehen die Chancen gut, dass der Senat sie als korrupt erachtet. Auch dann werde ich, als Vigo der schwarzen Sonne ihre Geschäfte übernehmen können.“
Dat beendete die Verbindung und stieg in sein Schiff. Wenig später sprangen Gat und Org mit einem blauen Sheathipede-Klasse Shuttle in den Hyperraum, in Richtung Itla’a.













Kapitel 5

971 nSR.
Mirom, Itla’a
Tag 274 des Standartjahres; 0500

Nach einer halben Standartstunde Fahrt erreichten sie den höchsten Apartmentturm Miroms. September fragte den Portier, einen Chagrianer, nach zwei Männern, die den Turm betreten hatten.
„Ja, da waren zwei Menschen, vor zehn Standartminuten. Sie wollten merkwürdigerweise auf das Dach.“
„Haben sie ihnen etwa den Zutritt gestattet?“
Fragte Zorkossk gereizt.
„Ja, natürlich. Schließlich war einer der Männer Parciello Firga.“
September seufzte, schnappte sich unter dem Protest des Portiers dessen Schlüsselkarte und stieg mit Zorkossk in den Turbolift.
Auf dem Dach angekommen fanden sie Parciello bewusstlos neben Ventor und einem weiteren Nikto vor, der wohl während des Gefechts Parciellos Speeder gestohlen hatte. Zorkossk zückte sofort sein ACP-Strahlengewehr und drückte den Abzug. Viele glühendheiße Schrot-Partikel durchlöcherten daraufhin den Nikto und hinterließen ein großes Loch in dessen Brust. Ventor reagierte schnell. Er beschoss Zorkossk und sprang in Deckung, hinter einem Wartungsaufgang. Eine von Ventors Salven perlte an Zorkossk Brustpanzer ab, doch zwei weitere rissen Löcher in seinen Overall und verbrannten Schuppen und Fleisch. Zorkossk war nun wütend. Er zückte seine Machete, rannte auf Ventor zu und verfehlte ihn. Dieser legte daraufhin seine Hand in Zorkossks wunden und drückte einen Knopf an seinem Handschuh. Hunderte Volt durchquerten nun seinen Körper, statische Blitze zucken an ihm auf und ab, solange, bis er zu Boden fiel und sich nicht mehr rührte. September rief Ventor nun zu:
„Na gut, was willst du, Ventor?“
„Wieso will deine Organisation mich umbringen? Ich hatte nie etwas mit euch am Hut, kannte euch bis vor kurzem nicht einmal. Neben der Schwarzen Sonne seid ihr schließlich nur eine unbedeutende Randerscheinung.“
„Ich sollte dich nicht aus Eigeninteresse umbringen, wir erhielten ein Angebot. Die Bezahlung war beträchtlich.“
„Ein Angebot von wem?“
„Wieso sollte ich dir das sagen?“
„Weil ich deinen Boss dann am leben lasse. Ich werde in Kürze so oder so abgeholt. Du machst also ein gutes Geschäft.“
„Ein Mann von Roche, sagte Parciello mir. Und jetzt entferne dich langsam von ihm.“
„Warte! Die Verpinen? Was haben die Käfer denn damit zu tun?“
„Vermutlich haben sie von eurem kleinen Plausch mit den Neimis erfahren und Angst bekommen, ihr könntet sie vom Markt verdrängen. Jetzt entfern dich von Parciello!“
September und Trag Ventor standen sich Auge in Auge gegenüber. Keiner von beiden rührte sich. Plötzlich zog Ventor seinen Blaster wieder aus dem Halfter, doch September machte ihn mit einem gezielten Schuss völlig unbrauchbar. Daraufhin rannte Ventor auf September los. Dieser, von Ventors Aktion völlig überrumpelt, wurde durch dessen Gewicht umgestoßen und verlor seinen E-11. Deshalb wollte er nach dem Westar in seinem Halfter greifen, doch Ventor trat ihm auf das Handgelenk. September holte seinerseits zum schlag aus und seine rechte Hand zertrümmerte Ventors unterste linke Rippe. Er sprang auf um nachzusetzen, doch Ventor war ein erstaunlich guter Nahkämpfer und September ein erstaunlich schlechter. Zwar vermochte seine Beskar’gam die meisten Schläge abzufangen, aber Ventor schaffte es seinerseits immer wieder Septembers Versuche, ihn mit seinen Crushgaunts zu packen, zu unterbinden. Er riss September nun den Helm vom Kopf und rammte seinen dagegen. Das Blau von Septembers Haut wurde nun an einigen Stellen vom Rot seines Blutes überdeckt. Nach einigen weiteren Hieben auf Septembers ungeschützten Kopf erreichte tatsächlich ein Sheathipede-Shuttle das Dach des Apartmentturms. Ventor musste sie mit einem Peilsender hierher gelotst haben. In der Tür des Schiffes stand ein Duros, der Ventor seine Hand entgegen streckte. Dieser lief sofort auf den Rand des Daches zu, streckte seinen Arm aus und sprang. Doch anstatt die Hand des Duros zu ergreifen, schlug er auf der ausgefahrenen Einstiegsrampe des Schiffes auf und fiel. Fiel in die Tiefe, in die Tiefe der Straßenschluchten von Mirom.



























Kapitel 6

Vor dem geschockten Duros stand nun September, den Westar noch immer erhoben. Er senkte den Blaster, hob stattdessen einen Thermal-Detonator und warf ihn dem Duros vor die Füße. Dieser sprang aus dem Shuttle auf das Dach, kurz vor der Detonation. Trümmerteile flogen umher, der Geruch von verbranntem Kunststoff und Rauch lag in der Luft. Nun erwachten auch Parciello und Zorkossk wieder. Sie richteten sich auf und musterten den Duros überrascht.
„Ich bin Diplomat, solltet ihr mich festnehmen werdet ihr aus der galaktischen Republik ausgeschlossen. Ihr würdet Subventionen verlieren und den Schutz durch die Republik. Das wäre euer Untergang.“
Sagte der Duros fast panisch.
„Nur ist Itla’a kein Teil der Republik, das hier ist ein souveräner Staat. Und sie haben hier unter Zeugen einen Mann erschossen und ein Raumschiff gesprengt, weshalb ihre Festnahme kein kriegerischer Akt ist.“
Gab Parciello zurück.
„Das könnt ihr nicht machen. Ich habe überhaupt nichts getan. Wir werden das nicht hinnehmen.“
„Wer? Die Republik oder die schwarze Sonne?“
„Was? Woher wissen sie das? Sie werden noch bereuen, dass sie sich in unsere Angelegenheiten einmischen.“
„Ich denke die Republik wird froh sein, wenn sie einen korrupten Politiker weniger hat und die schwarze Sonne kann mit Versagern wie ihnen so wie so nichts anfangen. September, Zorkossk! Liefert ihn hier bitte bei unserem Klienten auf Roche ab. Für ihn gibt es sicherlich noch einen kleinen Bonus.“
Damit verließen September und Zorkossk den Apartmentturm, nachdem September seinen Helm eingesammelt hatte. Sie verluden Dat in den Frachtraum des Schiffes und Zorkossk setzte sich ans Steuer. September nahm den Helm ab und begutachtete das innere des NovaSword-Raumüberlegenheitsjägers.
„Ich glaube ich werde das Schiff behalten. Mit ein paar Modifikationen wird das ein wahres Prachtstück.“
„Ich schlage dir vor erst einmal den Tracking-Code zu ändern.“
Sagte Zorkossk und deutete auf einen Monitor auf dem der Betriebsstatus eines Tracking-Systems zu sehen war.
„Oh, dann haben die uns wohl deswegen gefunden. Ich habe mich schon gefragt wie die das gemacht haben. Schalt das lieber aus. Nicht, dass die uns noch bis zu den Verpinen folgen.“
„Ach, und noch was. Du kannst immer noch nicht fliegen.“
„Doch, ich kann fliegen!“
„Ehrlich? Über Baros erschien mir das aber anders.“
„Na dann musst du mich halt chauffieren.“
Mit einem breiten Grinsen setzte September seinen Helm wieder auf und begab sich in eine Kabine, um seine Waffen zu reinigen und seine Nase zu versorgen. Die Nase war vielleicht gebrochen, als Trag Ventor seinen Kopf dagegen geschlagen hatte. Sie sollten sich wirklich einen Medi-Droiden anschaffen.




Epilog


971 nSR.
Londs Quartier, Lott Dods Schloss, Cato Neimoidia
Tag 274 des Standartjahres, 0600

Londs Quartier war, wie alle Räume in Lott Dods Schloss, prunkvoll eingerichtet. Die Wände waren verkleidet mit Holz von Kashyyker Mammutbäumen und auch die Möblierung war mehr als zufrieden stellend. Lond hielt alle Daten, die er über die geplante Kooperation von Handelsföderation und schwarzer Sonne gesammelt hatte auf einem Datapad in den Händen. Doch sein Quartier brachte Lond zum Nachdenken. War es wirklich die richtige Entscheidung weiterhin Dats Plan zu verfolgen, wenn die Chancen nun nicht mehr zu einhundert Prozent für sie sprachen. Wieso sollte Lond seine Position für eine ungewisse Machtübernahme aufs Spiel setzen? Er hatte alles, was er wollte und sich Dat nur angeschlossen, weil sein ursprünglicher Plan vielversprechend klang. Seine improvisierte Version dessen war allerdings weit weniger sicher. Womöglich konnte er einmal Senator der Handelsföderation werden, wohingegen er nicht wusste, ob Dat ihn vielleicht nur ausnutzte. Lond hatte sich entschieden. Er löschte alle Daten von seinem Datapad und zerschoss es daraufhin. Lond würde die Seiten wechseln, erneut und endgültig.

971 nSR.
Roche-Asteroidengürtel
Tag 275 des Standartjahres

Gat Dars wurde von zwei Verpinen in einen Raum tief im inneren eines Planetoiden des Roche-Asteroidengürtels gebracht. Dort erwartete ihn bereits der wirtschaftliche Verwalter der Verpinen. Sobald der Duros den Raum betrat ergriff der insektoide Verpine das Wort.
„Sie sind also Gat Dars, Trag Ventors Auftraggeber. Dank ihrer langjährigen Arbeit sowohl bei der schwarzen Sonne als auch bei der Handelsföderation und der Techno-Union sind sie für uns enorm wertvoll. Ich bin mir zwar sicher, dass sie niemals unseren Stand der Technik erreichen werden, dennoch ist es immer gut zu wissen, wo die Konkurrenz sich befindet. Ich denke diese Verbindung zu beiden Parteien brachte sie auf die Idee sie zu vereinen, nicht wahr?“
„Ich werde ihnen gar nichts sagen! Mit Feiglingen, die sich hinter einer Verbrecherorganisation verstecken spreche ich nicht.“
„Wenn sie jeden als Feigling bezeichnen, der es versteht seine Spuren zu verwischen, hat diese Aussage durchaus ihre Richtigkeit. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass sie uns nichts sagen werden. Ganz im Gegenteil denke ich, sie haben uns eine Menge zu erzählen.“

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Don't take life so serious. It's not like you could get out alive.
-Anselm N. Rode


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