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BeitragVerfasst: Fr, 01. Jan 2016, 14:47 
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Beiträge: 2
Episode VII ?
Nicht sicher, ich bin. Darüber nachdenken, ich werde.


Vorwort
So in etwa lautete meine Antwort auf die Frage: „Und? Wie fandst du ihn?“, nachdem ich den neuen Star-Wars-Film „Das Erwachen der Macht“, im Kino gesehen hatte.
Und das war eine ehrliche Antwort. Ich hatte keine erste, richtige Meinung dazu. War nicht sicher, ob ich ihn mehr gut oder mehr schlecht fand. Ich bin 25 Jahre alt. Bereits 2/3 meines Lebens bin ich großer Star Wars Fan.
Von eigens geschnitzten und bemalten Laserschwertern, mit denen im Park oder im Garten hitzige Schlachten geschlagen wurden, über PC-Spiele wie „Die dunkle Bedrohung“, „Jedi Academi“, „Jedi Knight“ „Knights Of The Old Republic 1&2“, „The Old Republic“, „Lego Star Wars 1&2“ oder „Battlefront“. Konsolen-Spiele wie „Jedi-Power-Battles“, „Bounty-Hunter“ oder „Rogue Squadron“. Eine „Star Wars – Fact File“-Sammlung. Oder einfach etliche Lego-Spielzeuge, wie das geniale Raumschiff von Jango Fett oder das Raumschiff von Obi-Wan aus Episode II. Bis hin natürlich zu den Filmen, in meiner Generation allen voran die Episoden 1-3. Aber natürlich auch die „alten“ Teile, gehören für mich definitiv zum Star Wars Universum.
Ich weiß, dass viele Star-Wars Fans die „neuen“ Teile und vor allem Episode 1 über alle Maßen hassen. Aber für mich und ich glaube ich spreche da für einen Großteil der Leute in meinem Alter sind Episode 1-3 das „richtige“ Star Wars. Die alten Teile sind zwar auch Star Wars aber es sind die (aus meiner Sicht) alten Teile. Mein Star Wars sind weniger Raumschlachten und Todessterne, Rebellen gegen Imperium. Mein Star Wars sind mehr Laserschwert-Duelle und der Konflikt helle gegen dunkle Seite. Jedi gegen Handelsförderation. Jedi gegen Sith.
Falls sich der ein oder andere Leser mit diesem Standpunkt nicht identifizieren kann, so tut es mir Leid. Ich bin kein Nerd. Aber ich liebe das Star Wars Universum. Und das bereits einen Großteil meines Lebens.

Die Standpunkt-Analyse
Nachdem ich meinen eigenen Standpunkt erläutert habe, finde ich es wichtig näher zu betrachten, wie die Filme und die Trilogien aufgebaut sind. Zum ersten Mal knüpft eine Trilogie direkt an eine bereits bestehende Trilogie an. Soll heißen, nach der ersten Trilogie; Teile IV-VI, gab es einen radikalen Schnitt, was Handlung und Geschehnisse der vorherigen Trilogie angeht. Doch dies ist auch nur die logische Konsequenz, da die zweite Trilogie etwa dreißig Jahre vor den Ereignissen der ersten spielt. Nun aber haben wir mit Episode VII, dem ersten Teil der dritten Trilogie einen direkten Anknüpfungspunkt an eine bereits bestehende Trilogie. Also etwas neues. Der Regisseur hatte also zum einen nicht die „Freiheiten“ etwas komplett Neues zu erschaffen, wie Lucas damals mit Episode I. Zumal ja auch die „alten“ Helden rund um Han Solo, Luke Skywalker etc. wieder dabei sein sollten. Zum anderen war es aber dennoch eine neue Trilogie, eine neue Chance eine eigene Welt zu kreieren, also einen ähnlichen Sprung zu machen (zu wagen) wie es von Episode VI zu Episode I einer war.

Der Vergleich der Trilogien
In diesem Abschnitt möchte ich gerne die jeweils ersten Teile der drei Trilogien miteinander vergleichen, sowie möglichst viele Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausfinden. Dabei soll natürlich der Vergleich zwischen Episode I und IV nicht in dem Ausmaß betrachtet werden wie bei Episode VII und IV.
Doch was änderte sich nun zwischen dem Beginn der ersten Trilogie und dem Beginn der zweiten Trilogie, jenen Filmen, die richtungsweisend für die beiden anderen Teile ihrer Trilogie waren und die Grundlagen für die gesamte restliche Story legen sollten. Ich glaube, ohne dass man lange darüber nachdenken muss, kann man sagen, dass sich so ziemlich alles geändert hat. Es gab auf einmal die Republik, es gab Coruscant, den Hauptsitz der Jedi. Es gab einen Orden der Jedi. Die Welt befand sich (jedenfalls zu Beginn von Episode I) im Frieden. Bedroht wurde dieser Frieden von der Handelsförderation, die Roboter anstatt der bisherigen Sturmtruppen kämpfen ließ und dabei allerdings von den im Hintergrund operierenden Sith ausgenutzt wurde.
Der Sprung von der ersten zur zweiten Trilogie war riesig. Es gab so gut wie keine Bezüge mehr mit Ausnahme von R2-D2, C3P-O, dem jungen Obi-Wan Kenobi (und dem Ordensführer Yoda).
Doch schauen wir nun auf Unterschiede und vor allem Gemeinsamkeiten von Episode VII und Episode IV:
Was mich unmittelbar, ich glaube innerhalb der ersten Minuten meine Augenbrauen zusammenzucken ließ; als Poe Dameron dem kleinen BB-8 eine „geheime Nachricht“ zuführte, die dieser in Sicherheit bringen sollte. Ich meine… Naja… Also… Im Ernst?! Eine Minderheit wird von einer Gruppe Sturmtruppen inklusive Sith überfallen, woraufhin eine Person einem Druiden eine geheime Nachricht übergibt. Gleich zu Beginn des Films.
Kommt das noch jemandem bekannt vor?
Und da wären wir auch gleich beim Thema. Die übergroße Macht, die das Universum bedroht heißt nun nicht mehr Imperium, sondern „Erste Ordnung“ (über diesen Namen später mehr). Die Rebellen, wie sie noch in Episode IV-VI genannt wurden, heißen nun 30 Jahre später „Der Widerstand“. Bis auf die Tatsache, dass die Namen geändert wurden, war es das dann aber auch schon mit den Unterschieden. Der kleine Widerstand versucht sich im Geheimen und mit verstreuten Attacken gegen die Erste Ordnung zur Wehr zu setzen, wohingegen die Erste Ordnung, ebenfalls mit Sith ausgestattet versucht, die Herrschaft über die Galaxis zu erlangen. Erinnert jedenfalls stark an Rebellion vs. Imperium.
Wer ist dieses Mal Protagonist auf Seiten der Guten? Ein Mädchen namens Rey. Sie lebt auf einem Wüstenplanet. Auf. Einem. Wüstenplanet. Sie wird irgendwie in den Kampf gut gegen böse verwickelt, wehrt sich zunächst dagegen, da sie glaubt es sei nicht ihr Kampf. Doch schon bald wird klar, dass sie die Macht nutzen kann und so wird sie zur erbittertsten Widersacherin der Ersten Ordnung.
Noch mal zusammengefasst. Also ein „Niemand“, der auf einem Wüstenplanet von Tag zu Tag lebt, wird plötzlich mit dem intergalaktischen Krieg zwischen Gut und Böse konfrontiert, will zuerst nichts damit zu tun haben, erkennt dann aber, dass er die Macht nutzen kann, wird so zu einem Jedi und zum ärgsten Widersacher der Bösen und der Sith? Also bitte…
Kommt das noch jemandem bekannt vor?
Apropos Sith… Es gibt wieder einen Sith: Kylo Ren (wenn man ihn so nennen kann, aber auch dazu später mehr), der sich an Bord der Schiffe der Ersten Ordnung befindet und ähnlich wie Vader immer wieder Ausflüge macht, um manche Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Er trägt eine Maske. Gelenkt wird er von einem übergeordneten / übergroßen Bösewicht (Sith?!), der sich „Oberster Anführer Snoke“ nennt. Diesem wird von Zeit zu Zeit immer mal wieder Bericht erstattet.
Kommt das noch jemandem bekannt vor?
Um gleich bei diesem Thema zu bleiben. Als klar wird, dass Rey die Macht besitzt, befiehlt Snoke Kylo Ren, er solle sie zur dunklen Seite der Macht bekehren, um sie als Verbündete nutzen zu können. Kommt das noch jemandem bekannt vor?
Doch was will die Erste Ordnung überhaupt? Nun, zunächst wollen sie die geheime Datei, die BB-8 mit sich trägt. Zum Ende jedoch ist ihnen die Datei wohl egal, da sie beschließen den kompletten Stützpunkt der Reb.. ääh.. des Widerstandes zu zerstören.
Kommt das noch jemandem bekannt vor?
Aber wie wollen sie dieses Unterfangen durchführen? Ganz einfach, sie haben eine riiiiesige Laserkanone, mit der ein solch gewaltiger Strahl abgefeuert werden kann, dass dadurch ein ganzer Planet vernichtet wird. Kommt das noch jemandem be… Nein Stopp! Dieses Mal ist es anders! Es handelt sich dabei nicht um ein riesiges Raumschiff, wie etwa den Todesstern! Es handelt sich dabei um einen umfunktionierten Planeten selbst, auf dem die riesige Kanone installiert ist. Außerdem sind dieser Planet und damit auch die Kanone fünfzig Mal größer, als der Todesstern. Ja. Genau. Was komplett Neues also. Ja und außerdem… Ach verdammt, ein riesiger Laser soll die Gegner mit einem Schuss auslöschen.
Kommt das noch jemandem bekannt vor?
Aber dieses Mal haben die Bösen trotz ihrer schier unendlichen Ignoranz doch sicher dazu gelernt und ein Angriff sicheres System gebaut oder? Ja, eigentlich schon. Wirft man allerdings ein paar Bomben in einen ganz besonders schlecht bewachten Schacht, fliegt der ganze Planet in die Luft. Kommt das noch jemandem bekannt vor?
Das sind jetzt nur die Punkte die mir nach einmal Anschauen aufgefallen und hängengeblieben sind. Aber ich denke, es ist klar, was ich meine. Natürlich musste es Überschneidungen geben, wenn eine Handlung nahezu unmittelbar fortgeführt werden soll und auch die gleichen Charaktere wieder mitspielen. Aber nur weil es Überschneidungen gibt, sollte nicht der komplette Film, der Inhalt, die Storyline eine nahezu identische Handlung wie die des ersten Teils der zeitlich vorangegangenen Trilogie haben. Ist jedenfalls meine Meinung.
Und da wären wir auch schon bei der Grundaussage, die ich hier in dieser Kritik machen werde:
Es wurde verpasst ein eigenes Universum zu erschaffen.
Ein für diese Trilogie eigenes Universum. Ein Universum, eine Geschichte, an dem die „alten“ Schauspieler zwar noch teilhaben, allerdings nicht den ausschließlichen Mittelpunkt spielen. Ich finde das schade. Vergleicht man die Unterschiede von Episode IV zu Episode I (so schlecht ihn manche finden mögen) und dann die Unterschiede von Episode IV mit Episode VI, wird deutlich, dass es zwar keine Kopie ist, das Ganze aber auch Lichtjahre davon entfernt ist, eine eigene Welt zu sein, eine eigene Geschichte zu erzählen. Die Handlung im Groben neu aufzusetzen, das ganze gewürzt mit den alten Schauspielern und ein paar damit verbundenen nostalgischen Momenten, gepaart mit ein paar ulkigen Anspielungen auf die alte Trilogie reicht mir persönlich nicht, da „mein“ Star Wars, wie gesagt, eher Episode I-III ist.
Was hätte ich besser gefunden? Abgesehen davon, dass sich, wie bereits dargelegt, die ersten Filme von Trilogie 1 und 3 sehr ähneln, finde ich es schade, dass sich die Art des Filmes auch nur ausschließlich auf die, der ersten Trilogie bezieht. Soll heißen, es gibt hauptsächlich Raumschlachten, Traktorstrahlen, Geschehnisse auf Raumstationen, einen übergeordneten Bösen und eine kleine Gruppe Guter. Es hat kaum etwas von der neuen Trilogie. Und damit meine ich wie gesagt nicht die Handlung.
Ich will einmal beschreiben, was ich meine und wie mir der Film wohl am besten gefallen hätte:
Es gibt auf der einen Seite natürlich wieder die Bösen, es gibt auch Raumschlachten mit Han Solo und Chewbacca und auch Leia. Es gibt aber auch Luke Skywalker, der in den letzten dreißig Jahren einen eigenen, einen neuen Orden der Jedi gegründet hat. Diese neu ausgebildeten Jedi kämpfen dann entweder zusammen mit dem Widerstand gegen die Erste Ordnung oder erscheinen kurz vor Schluss und retten den Widerstand vor der drohenden Vernichtung. Wäre durchaus ein netter Cliffhanger für Episode VIII gewesen.
Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Einfach beispielsweise einen Hauch von Episode II einbringen, als in der Arena auf Geonosis überall Lichtschwerter aufflammten und es zu einer unglaublichen Schlacht kam. Einfach für beide Seiten, Anhänger der „alten“ Episoden IV-VI und Anhänger der „neuen“ Teile I-III etwas dabei haben. Nicht ausschließlich den Stil der alten Trilogie wiedergeben und dann auch noch mehr oder weniger inhaltlich bezüglich der Haupthandlung eine Kopie der Story von Teil IV. Natürlich kann man noch nicht vorhersagen, was in Episoden VIII und IX geschieht. Vielleicht kommt so etwas ja noch. Ich hoffe es.

Unlogisch & Ungereimt
In diesem Teil würde ich gerne die unlogischen Dinge, bzw. Ungereimtheiten klären, die mir in Episode VII aufgefallen sind. Wenn man hierbei nun von unlogischen Dingen spricht, meine ich natürlich nicht alles was fern der Realität liegt. Ich meine Dinge, die innerhalb des in sich geschlossenen Star Wars Universums keinen Sinn ergeben oder nicht wirklich nachzuvollziehen sind. Aufgefallen ist mir da im Folgenden:

1. Die Flucht vom Sternzerstörer
Zur Flucht selbst komme ich später noch einmal. Was mir an der Sache allerdings nicht gefällt. Für die Erste Ordnung DER Gefangene schlechthin soll im Raumschiff von A nach B gebracht werden. Also wird EINE EINZIGE Sturmtruppe damit beauftragt, den gefährlichen Rebellen durch das Schiff zu führen. Und dann ist das auch noch ausgerechnet die Sturmtruppe, die kurz zuvor am Boden den Befehl auf die Bewohner zu schießen verweigert hatte, was Kylo Ren auch bereits dort aufgefallen war. Die gleiche Sturmtruppe machte negativ auf sich aufmerksam, als sie bei der wieder Ankunft auf dem Zerstörer verbotenerweise ihren Helm abnahm und daraufhin von Captain Phasma zurechtgewiesen wurde. Also eben jener bereits mehrfach negativ aufgefallene Soldat wird alleine damit beauftragt den wichtigsten Gefangenen der Ersten Ordnung von A nach B zu befördern. Sorry, aber das ging mir zu einfach. Eine Kindergarten-Flucht.

2. Bruchlandung auf Jakku
Ich denke, zu erwähnen ist auch die Bruchlandung von Finn und Poe auf Jakku, von der ich zuerst dachte: Man, ganz schöner Zufall, dass Poe Finn kurz zuvor von seinem Roboter mit der geheimen Datei erzählt und sie dann ausgerechnet da aufschlagen (riesiger Planet usw.), von wo aus man nach einiger Zeit zu Fuß genau zu der Siedlung kommt, wo sich Rey mit jenem BB-8 befindet. Aber dann ist mir eingefallen, dass auch der Kreuzer von Amidala in Episode I genau an dem Ort auf Tatooine gelandet ist, wo Qui-Gon und co. nach kurzer Zeit Anakin gefunden haben. Ich denke, auch wenn es in Episode VII unerwähnt bleibt, kann man diese Gegebenheit ruhig auf eine Fügung der Macht schieben.

3. Im Traktorstrahl von Han und Chewie
Zugegeben, Han Solo erzählt zwar, dass er den Millennium Falken gezielt geortet und dadurch auch gefunden hatte. Ich finde es allerdings trotzdem absolut unglaubwürdig in welcher Geschwindigkeit dies passiert ist. Wie lange befanden sich Rey und Finn im Weltraum? 5 Minuten? 10? Und dann treffen sie DIREKT auf Han und Chewie, selbst wenn diese sie geortet haben? Im unendlich großen Universum? Ich denke, bei aller Lichtgeschwindigkeit dieser Welt ist es doch ein klein wenig übertrieben, wie schnell Millennium Falke und seine früheren Besitzer wieder zueinander gefunden haben. Klar könnte man auch hier von einer Fügung der Macht sprechen, dass beide Schiffe zufälligerweise genau in derselben Ecke des Universums abhängen. Trotzdem. Ein Zweifel bleibt…

4. Das Auftauchen des Widerstands
Der Stützpunkt des Widerstandes ist zu Beginn des Films ein großes Geheimnis. Niemand weiß wo er sich befindet. Und dann, zufälligerweise, befindet er sich genau auf dem Planeten, auf dem Han Solo und die Gruppe seine „alte Freundin“ Maz Kanata besuchen, um sie zu bitten, sie zum Widerstand zu führen? Zugegeben, die Rettungsaktion war schon cool. Aber naja… Siehe Punkt 1. Erneut zu einfach.


5. Rey und die Macht
Definitiv der Punkt, der mich letztendlich mit dem bittersten Beigeschmack des Films zurücklässt. Doch der Reihe nach. Wie und wann kommt Rey mit der Macht in Berührung.
Zum ersten Mal wird sie von Lukes (Anakins) altem Laserschwert angezogen. Als sie es berührt, sieht sie Bilder aus der Vergangenheit, vielleicht auch einige Visionen. Soweit so gut, das geht durchaus in Ordnung, gefiel mir sogar. Auch als sie sich dann auf dem Schiff der Ersten Ordnung, der mentalen Einflussnahme Kylo Ren’s widersetzen kann, der ebenfalls noch kein vollausgebildeter Machtanwender ist, dachte ich: okay, alles noch im Lot und durchaus möglich. Auch der junge Anakin zeigte schon damals Zeichen von Machtanwendung, ohne dass er sich darüber bewusst war, als er als einziger Mensch und vor allem als einziges Kind in der Lage war Podrennen zu fahren.
Doch dann aus meiner Sicht, das absolute No-Go. Ereignisse, die mit allem brechen, was sowohl die alten, als auch die neuen Star Wars Teile einem vermittelt haben und wofür sie standen.
Rey wendet die Macht an. Und das nur auf Grundlage dessen, dass sie weiß, dass sie sie besitzt, um durch einen Gedankentrick eine Sturmtruppe zu manipulieren. Weder weiß man, woher sie weiß, dass so etwas überhaupt möglich ist (man kann nur erahnen, dass sie es in den „alten Erzählungen“ vernommen hat), noch weiß man woher in aller Welt sie das auf einmal können soll.
Es kam einem so vor, als wolle der Regisseur mit der Szene erreichen, dass man sich als Zuschauer im Kino in Rey hineinversetzt. Als ob Rey einer dieser Zuschauer und „Fan“ von Star Wars sei, der schon immer mal einen Jedi-Gedankentrick anwenden wollte. Einfach so. Als ob es jeder könnte.
Während ich das hier schreibe, durchfährt mich erneut die gleiche Abneigung gegen diese Szene, die ich schon im Kino hatte. Nein. Einfach nein. Da hilft es auch nicht, dass der Gedankentrick beim ersten Mal fehlschlägt.
Klar konnte Luke mithilfe der Macht die Torpedos in die winzige Öffnung des Todessterns schießen. Dennoch wurde er vorher bereits umfassend von Obi-Wan über die Macht aufgeklärt und erhielt einige Übungsstunden. Außerdem sprach Obi-Wan in diesem Moment mit ihm und bestärkte ihn darin. Um auch nur ein Sandkorn mithilfe der Macht zu bewegen, musste er sich erst einer harten Ausbildung von Yoda unterwerfen.
Und was macht Rey? Ohne dass jemals irgendjemand, der mit der Macht vertraut ist, auch nur eine Sekunde mit ihr darüber spricht oder sie gar unterweist, entreißt sie dem bereits ausgebildeten Kylo Ren das Laserschwert, indem sie durch ihre Machtanwendung die seine übertrumpft. Dass sie ihn danach im direkten Laserschwert-Duell auch noch besiegt, auch wenn er bereits verwundet war (das soll dem naiven Zuschauer wohl als Ausgleich und Rechtfertigung dienen und wahrscheinlich auch dem ahnungslosen Regisseur selbst) ist ein Star Wars-Sakrileg ohnegleichen.
Eine Unzumutbarkeit jedem Star Wars-Kenner gegenüber, dieser Figur durch ihre bloße Kenntnis darüber, dass sie die Macht besitzt, innerhalb kürzester Zeit derartige Fähigkeiten zukommen zu lassen. Es tut fast schon weh. Allein schon, dass Finn sich sogar einige Minuten gegen Kylo Ren im Laserschwertkampf halten kann ist grenzwertig, was aber danach passiert, ist meiner Meinung nach, aus Sicht des Star Wars Universums, völlig absurd. Ich möchte fast schon sagen, nicht hinnehmbar.

Was mir nicht gefällt

1. Das Alter
Ich bin jetzt 25. Wenn ich mir den Film anschaue, dann sehe ich selbst aus meiner Sicht entweder nur Kinder (Rey, Finn, Kylo Ren) alte Menschen (Han Solo, Leia) oder unmenschliche Rassen (Chewbacca, Snoke, Maz Kanata) als Darsteller. Die einzigen beiden Ausnahmen, also Darsteller die nicht 20 oder 70 sind, bilden da Poe Dameron und General Hux. Ich weiß nicht wieso aber das hat mich irgendwie gestört. Eben auch einfach Star Wars unüblich.


2. Die Namen
Luke (Skywalker), Han (Solo). Auch diese Namen haben nur eine Silbe. Allerdings besitzen die Personen wie beschrieben noch einen Nachnamen, der sie zu den einzigartigen Figuren macht, die sie sind.
Aber Finn? Rey? Snoke? Nur das? Sonst nichts? Was soll das sein? Und wo ist das verdammte Darth bei Kylo Ren, dessen Namen ich noch einigermaßen akzeptabel finde. Bei Maz Kanata hat es doch auch funktioniert, wieso so einfallslos bei den restlichen Namen der Protagonisten. Wo ist der Namensgeber der wunderbaren Namen Obi-Wan Kenobi, Qui-Gon Gin, Mace Windu, Sheev Palpatine, Leia Organa, Jaaba the Hut und Lando Calrissian abgeblieben? Musstet ihr den unbedingt gegen einen Viertklässler eintauschen, Disney? Damit sich die Namen auch elfjährige merken und aussprechen können?

3. Kylo Ren
Was mir an ihm gefällt, ist der Schauspieler. Auch wenn er, wie bereits oben gesagt, ebenfalls eher noch ein Kind (junger Erwachsener) ist, glaube ich, dass ihm die Rolle steht und er Potenzial hat. Was mich an Kylo Ren stört, ist die Figur selbst.
Angefangen bei dem kindlichen und mal wieder völlig Star Wars unüblichen Laserschwert-Gemetzel gegen Boardcomputer von Raumschiffen, zu denen er neigt, sobald etwas nicht nach Plan verläuft. Ja, die Sith sind gewaltsam, ignorant, hasserfüllt, gnadenlos und schrecken auch vor Mord an der eigenen Familie nicht zurück. Sie verkörpern alles Schlechte. Das macht sie aus. Deshalb sind sie so mächtig. Trotzdem besitzen auch die Sith bei Fehlschlägen eine Art bösartige Erhabenheit. Diese äußert sich vielleicht einmal darin, dass ein Untergebener still und heimlich per Würgegriff sein Ende findet. Oder in einem zähneknirschenden Fäuste Ballen. Nie aber würde sich ein Sith derartig gehen lassen, wild und wahllos mit dem Laserschwert um sich fuchteln, um sich abzureagieren. Kylo Ren aber tut dies und das gleich mehrfach.
Er ist nicht voll ausgebildet, jedenfalls nicht so weit wie Anakin damals, als er zu Darth Vader wurde. Mich stört an ihm auch nicht, dass er nicht „der perfekte Sithlord“ ist. Trotzdem bleibt von ihm nicht viel mehr, als der Eindruck den ein weinerliches und mürrisches Kind / Teenager auf einen macht. Vor allem durch die Szene mit Han Solo, der ihm im Sterben über die tränenbenetzte Wange streichelt. Oder dem Endkampf, den er gegen „Neu-Jedi“ Rey verliert und dabei gar nicht so recht weiß, wie ihm geschieht.
Das Image des bösen, Vader-ähnlichen Gegenspielers, was man in der ersten Hälfte des Films versucht aufzubauen, verliert er gegen Ende, nicht aufgrund seiner inneren Zwiespältigkeit, sondern durch seine für einen Sith unübliche psychische als auch physische Schwäche, völlig.

4. Die Übersetzung
Was sich im englischen mit „The First Order“ noch ganz cool anhört, klingt in der 1:1 Übersetzung ins Deutsche mit: „Die Erste Ordnung“ langatmig und irgendwie einfach nur blöd. So jedenfalls meine subjektive Empfindung. Außerdem ist es einem jetzt nicht mehr möglich eine Adjektivierung vorzunehmen, sprich sowas wie „die imperialen Sturmtruppen“ zu sagen, was mich auch stört. Klar ist es eigentlich immer maßgeblich das Englische 1:1 zu übersetzen aber an der Stelle gefällt es mir jedenfalls nicht. Ähnliches gilt übrigens auch für den Titel. „The Force Awakens“ hört sich um einiges besser und schnittiger an als „Das Erwachen der Macht“.

5. Planetennamen
Haben sie wohl neben den Nachnamen der Protagonisten ebenfalls vergessen. Bis auf Jakku (warum wurde eigentlich nicht gleich Tatooine genommen?) bleiben die Namen der Planeten, auf dem Maz Kanata lebt, den die Erste Ordnung in einen Todesstern 3.0 umgebaut hat, die 3, die durch den neuen Todesstern zerstört werden, sowie der, auf dem schließlich Luke gefunden wird, unerwähnt. Vielleicht ist es den meisten Leuten egal, es fällt ihnen nicht einmal auf. Ich allerdings liebe das an Star Wars. Dieses selbst geschaffene Universum. Die Namen der Planeten und Welten. Naboo. Coruscant. Tatooine. Geonisis. Kamino. Mustafar. Kashyyyk. Hoth. Yavin IV. Endor. Einfach Planetennamen. Gebt dem ganzen doch mal eine Seele, verdammt.

6. Der Soundtrack
Bis auf ein paar Nostalgie-, bzw. Schlüsselszenen ist nichts vom alten Star Wars Soundtrack geblieben, wohingegen mich die neuen Kompositionen kein bisschen mitgerissen haben. Die Musik des mächtigen London Symphony Orchestras war sonst in vielen Szenen der Euphorie-Antreiber schlechthin. Davon ist für mich in diesem Teil leider wenig bis gar nichts geblieben. Kein bisschen „Imperial March“, kein „Duell of the Fates“, ab und zu Mal ein schwacher „The Force Theme“. Vielleicht kommt der Geschmack für die neue Musik auch erst mit wiederholten schauen. Hängen geblieben ist jedenfalls nichts davon.

7. Dauer der Handlung = 1-2 Tage?
Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, dem das so aufgefallen ist, aber mir kam es so vor, als ob die Dauer der Handlung innerhalb des Films nicht länger als 24-36 Stunden gedauert hätte. Ich kann mich an keine wirkliche Nachtszene (außer ganz am Anfang dem überfallenen Dorf und der Szene wo Rey alleine am Fuß eines AT –AT sitzt und zu Abend isst -> der gleiche Abend?! Und ganz am Schluss.) erinnern oder daran, dass es zwischen den Szenen einmal einen Sprung über einen oder mehrere Tage gab. Entweder war man im Weltraum wo es kein Tag oder Nacht gibt oder man bereiste die Planeten für einige Stunden, ebenfalls am Tag. Fand ich persönlich ebenfalls schade. Das geht mir alles viel zu schnell, viel zu hektisch. Man kommt kaum einmal zur Ruhe. Mal ein längerer, ruhiger und besonnener Dialog. Sodass sich das Geschehene setzen kann. Nichts dergleichen.
Es kam mir eher vor wie ein „durchhuschen“. So schnell wie möglich, ab durch die Handlung. Von Anfang bis Ende.

8. Die Rolle von C3P-O und R2-D2
Ich glaube in keinem der bisherigen sechs Teile war die Rolle der beiden Androiden dermaßen unausgeprägt. Bis auf ein paar unlustige Kommentare ist von C3P-O nichts zu sehen oder zu hören, von R2, der in der vorletzten Szene einen Mini-Einsatz hat, ganz zu schweigen. Diese beiden Konstanten in allen sechs vorherigen Teilen derartig zu vernachlässigen und ihnen nicht mal mehr eine Nebenrolle zukommen zu lassen, finde ich unglaublich traurig. Es kommt einem so vor, als müssten sie halt mal kurz auftauchen, weil sie eben einfach irgendwie dazugehören. Danke dafür.

9. Irgendwie recht wenig Charaktere
Rey, Finn, Poe Dameron, Kylo Ren, Maz Kanata, Snoke, Hux, BB-8 und mit viel Wohlwollen noch Captain Phasma. Die alten Charaktere Han Solo, Luke Skywalker (der ohnehin keine wirkliche Rolle spielt), Leia Organa, Chewbacca, C3P-O und R2-D2 (ebenfalls keine wirkliche Rolle) ausgenommen, kommt man gerade mal auf acht neue Charaktere, bzw. Charaktere, die mehr als in einer Szene zu sehen sind & mehr als drei Sätze sagen. Acht. Ich finde das wenig. Gerade für Star Wars.
Allein auf Tatooine wurden einem Watto, Sebulba, C3P-O, Shmi & Anakin Skylwalker vorgestellt. Dort befinden sich außerdem Qui-Gon, Padme, Jar-Jar und R2-D2. Zuzüglich Obi-Wan und Captain Panaka, die im Raumschiff warten. Macht allein elf Charaktere auf Tatooine, an die ich mich gerade erinnern kann. Die Charaktere der Handelsförderarion, der Sith, der Gungans auf Naboo und der Jedi auf Coruscant ausgenommen. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe genau nachzuzählen aber ich würde schätzen, in Episode I gibt es 2-3 mal mehr Charaktere, die eine zumindest etwas größere Rolle spielen. Dieser Punkt in Kombination mit einer etwas langsameren Erzählweise der Handlung macht für mich Star Wars aus.
Wurden nur so wenig neue Charaktere eingebunden, da Kinder, die sich die Disney-Filme anschauen, nicht mehr als acht neue Personen gleichzeitig merken können? Oder wären mehr als acht Personen für eine derartig einfach gestrickte (und wiederholte) Haupthandlung zu viel gewesen? Man kann es nur erahnen.

Was mir gefallen hat

1. Die neuen Schauspieler
Sowohl „Finn“, als auch „Rey“ machen ihre Sache meiner Meinung nach wirklich gut. Sie passen toll in ihre Rollen und gefallen mir. Auch der kleine neue BB-8 gibt als Droide sein Bestes, um die ausgebooteten C3P-O und R2-D2 zu ersetzen. Das rollende Element, mit dem er sich fortbewegt hat was. Leider verschwindet auch er ab der zweiten Hälfte des Films zunehmend und ist kaum noch zu sehen. Auch der Pilot Poe Dameron gefällt mir und kommt mir bis auf den Anfang auch ehrlich gesagt ein wenig zu selten vor. Ebenso gefällt mir, wie bereits angesprochen der Schauspieler Kylo Ren’s, mir sagt nur der Charakter Kylo Ren und dessen Entwicklung im Film selbst nicht zu.

2. Die Fluchten
Ist der richtige Plural von Flucht Fluchten? Egal. Jedenfalls gefällt mir die Art und Weise wie Poe und Finn vom Schlachtkreuzer mit dem T-Fighter fliehen und zuerst nicht von der Stelle kommen, es dann aber doch schaffen. Gefällt mir wie sie Chaos im Hangar anrichten und sich dabei gegenseitig anspornen und feiern. Dass mir aber der Part bis sie im T-Fighter sitzen zu einfach gestrickt ist hatte ich ja schon angemerkt. Die zweite Flucht ist die, bei der Finn Rey und BB-8 den rasenden Falken kapern und der Ersten Ordnung auf Jakku entkommen. Mir gefällt die Stelle, wenn Rey eigentlich zuerst auf ein anderes Raumschiff zu rennt und den Millennium Falken, den man zu dem Zeitpunkt noch nicht sieht, als „altes Schrottteil“ ab watscht. Ich habe mich fast ein bisschen geärgert, dass ich die Anspielung, die auch schon in IV-VI immer wieder gemacht wird, in dem Moment noch nicht begriffen habe, sondern erst, als schließlich die Kamera herüberschwenkt und der Falke in ganzer Pracht zu sehen ist. Ein cooler Moment.

3. Die Luft-, Raumschlachten

Ein eindeutiges Plus dieses Films sind die echt genial aussehenden Raumschiff-Gefechte. Egal ob im Weltraum, wie eben bei der Flucht von Poe und Finn oder nahe der Planetenoberfläche, wie bei der Flucht auf Jakku, als Rey den Falken durch den alten, zerstörten Schlachtkreuzer lenkt. Auch die Rettungsaktion des Widerstands, als die X-Wings über den See schießen sieht richtig cool aus.

4. Han Solo und Chewbacca
Obwohl die Dialoge zwischen den beiden teilweise ein wenig sehr gestellt und aufgesetzt wirken, nur um die gleiche coole Lässigkeit der alten Teile wieder aufleben zu lassen, ist es schon verdammt cool die beiden wieder im Millennium Falken zu sehen. Chewie, der immer wieder in Wookie-Sprache seine Meinung zum Besten gibt und Han, der einzige der es versteht. Genial. Gleichzeitig war es dann wohl auch der letzte Film, in dem die beiden so zusammen zu sehen waren.

5. Han Solos Tod

Was mich direkt auch schon zum nächsten Punkt bringt. Zuerst einmal war ich natürlich ein wenig geschockt. Es ist eigentlich Star Wars unüblich, dass Hauptcharaktere sterben. Und dann auch noch die Guten. Bis auf Qui-Gon Jinn in Episode I und Obi-Wan in Episode IV kann ich mich eigentlich an keinen RICHTIGEN (guten) erinnern. Ausgenommen natürlich Episode III in der innerhalb von ein paar Minuten der ganze Orden ausgelöscht wird (Order 66 und so). Allerdings erinnerte ich mich dann an ein Interview mit Harrison Ford von vor einigen Jahren, in dem er sagte, dass, sollte Star Wars einmal fortgesetzt werden, er gerne hätte, dass Han Solo darin stirbt. Und so gesehen finde ich es gar nicht mehr sooo schlecht, zumal ich hoffe, dass dadurch Raum für neue Ideen und Charaktere entsteht und in den nächsten beiden Filmen nicht mehr nur ausschließlich die „alten“ Helden im Fokus stehen, sowie eine Handvoll „neuer“.

6. Kylo Rens Zerrissenheit & sein Laserschwert
Ich weiß, über den Kerl habe ich jetzt eigentlich schon mehr als genug geschrieben. Allerdings war das meiste eher negativ und das ändert sich durch diesen Punkt auch nicht wirklich. Was mir aber an ihm gefällt, ist seine Unsicherheit, ob er das richtige tut. Ich glaube, er geht eigentlich davon aus das Richtige zu tun, da er aber kein „vollendeter“ Sithlord ist, scheint er sich nicht immer ganz sicher zu sein.
Das gab es bisher noch nicht wirklich, außer ganz entfernt bei Anakin, der stets wusste, dass man keine negativen Gefühle zulassen durfte, den Kampf aber schließlich verlor. Es ist also eher umgekehrt.
Jedenfalls gab es ein solches Verhalten bei einem Sith noch nicht und ich finde es interessant. Bleibt abzuwarten, ob ihn der Mord an seinem Vater völlig zur dunklen Seite bekehrt hat und was die Niederlage gegen Rey aus ihm macht.
Oft habe ich gelesen, dass Leute sein Laserschwert nicht leiden können und es Star Wars untypisch finden. Ist es auch. Allerdings finde ich, dass das ein neues Element ist, was durchaus als positiv zu bewerten ist. Warum nicht? Darth Maul war auch der Erste und Einzige bisher, mit einem Doppellichtschwert und Count Doku der Einzige mit einem gebogenen Laserschwert-Griff. Ob das Laserschwert jetzt unbedingt pulsieren muss, weiß ich auch nicht, großartig stören tut es mich persönlich jedenfalls nicht. Für mich passt eher nicht die Bedrohlichkeit des wabernden Laserschwerts mit der Unsicherheit Kylo Rens zusammen. So als würde man einen elfjährigen in einen Anzug stecken, nur um ihn als seriösen Geschäftsmann aussehen zu lassen.

7. Rey’s Verhalten im Endkampf
Die Überschrift ist vielleicht nicht ganz treffend. Ich wusste nur nicht wie ich es besser ausdrücken sollte. Was ich damit meine: In vielen Foren und Kritiken habe ich immer wieder die Meinungen gelesen, es sei falsch und „Star Wars unüblich“ wie Rey am Ende gewinnt. Soll heißen, sie kämpft mit Wut gegen Kylo Ren und gewinnt nur deswegen. Allerdings dürfe man als Jedi nicht mit Wut kämpfen. Denn Wut führt zu Hass, Hass zu Trauer usw. (oder so ähnlich). Jedenfalls zur dunklen Seite der Macht. Als Beispiel wird angeführt, dass Anakin in Episode II aus Hass auf die Tusken, da sie seine Mutter verschleppt haben, diese in einem Anflug von Zorn allesamt tötet. Das mag zwar stimmen. Allerdings kann man diese beiden Situationen meiner Meinung nach überhaupt nicht vergleichen. Anakin handelte zwar voller Hass und wohl auch nicht mehr ganz rational. Allerdings hatte er einen genauen Plan wie er vorgehen wollte, schlich sich extra in das Lager und tötete dann gezielt, obwohl es keinen Sinn hatte, da seine Mutter bereits gestorben war.
Ich allerdings würde auf eine viel ähnlichere Szene verweisen, die viel näher an diesen Endkampf heranreicht, die allerdings genau das Gegenteil verdeutlicht, nämlich dass Rey eben nicht unweigerlich der dunklen Seite verfallen muss, nur weil sie mit Wut im Bauch Kämpft.
Ich meine den Endkampf aus Episode I. Schaut man sich da an wie Obi-Wan reagiert, als Darth Maul Qui-Gon tötet, kann man deutlich erkennen, dass er sich nicht gerade besonnen und beherrscht verhält, sondern es kaum erwarten kann seinen Gegner zu attackieren. Er hat in diesem Moment sicher ebenfalls große Wut. Lässt ihn das zu einem Sith werden? Nein. Im Gegenteil.
Ich denke diese Situation kann man 1:1 auf die Situation am Ende von Episode VII projizieren, da auch dort Finn getroffen wird und zu Boden geht, Rey daraufhin zu Hilfe eilt, um Kylo Ren zu besiegen.
Diesem weit verbreiteten (Gegen-)Argument muss ich also widersprechen, da es durchaus Sinn ergibt wie Rey kämpft. Dass sie trotzdem gewinnt und wie ich das finde, hat damit nichts zu tun, aber auch das wurde ja alles bereits dargelegt.

Fazit
Ich habe Angst. Angst davor, dass mein geliebtes Star Wars, das Universum, das mich nahezu mein ganzes Leben fasziniert hat, nun ausgeschlachtet wird, mit möglichst einfachen Handlungen, am besten nahezu kopiert von den alten Teilen, in der Hoffnung die nostalgischen Momente stellen die Fans zufrieden, nur um möglichst viel Profit aus den Kinokassen und dem gerade unsäglich aufflammenden und für mich als Fan fast schon nervenden Merchandise, herauszuschlagen. Ich verstehe nicht, wie dieser Film derartig gute Bewertungen erhalten konnte. Beziehungsweise… ich verstehe es schon.
Der Film wird und wurde einfach von Leuten bewertet, die wissen was Star Wars ist. Die die Filme vielleicht mal gesehen haben. Vor ein paar Jahren. Die wissen wer Luke ist. Die wissen wer Yoda ist. Die wissen, dass Harrison Ford da mal mitgespielt hat. Die schauen sich diesen Film an, sehen die Effekte, hören die drolligen Dialoge, finden es klasse, dass die alten Schauspieler wieder mit dabei sind. Sehen wie die Guten am Ende wieder siegen. Ein Happy End. 4/5. 9/10. Das ist der Großteil.
Nur die wenigsten wissen, welche Farbe Mace Windus Lichtschwert hat.
Wer überhaupt Mace Windu ist.
Wen Mace Windu in der Arena auf Geonosis tötet.
Wer dadurch zum Weisen wird. Wie dieser Weise 30 Jahre später stirbt.
Was für einer Rasse Darth Maul angehört.
Dass es Jedi-Meister Sifo-Dyas war, der die Erschaffung einer Klonarmee in Auftrag gab.
Dass die zotteligen Lastentiere auf Tatooine Banthas heißen.
Dass Obi-Wan’s Droide in Episode II R4-P17 heißt.
Wie viele Arme Kantinenbetreiber Dexter hat und warum Obi-Wan ihn in Episode II aufsucht.
Wer Plo Koon ist und wie er stirbt.
Dass das Ersatzteil nach dem Qui-Gon auf Tatooine sucht „T-14 Antriebsgenerator“ heißt.
Ich könnte jetzt stundenlang so weitermachen. Ich will hier nicht mit irgendwelchen Star Wars Fachwissen prahlen. Es soll lediglich verdeutlichen, dass wenn ich einen Star Wars Film sehe, er für mich mehr als nur ein Film ist. Ich sehe eine eigene, eine lebendige Welt.
Diese Kritiker sehen einen Film. Sie sehen, dass er eine schlüssige Handlung hat, erkennen die tollen Effekte an und schmunzeln an der Stelle, wo Leia sagt: „Und sag jetzt nicht Todesstern!“ Denn sie können sich erinnern, dass da mal was mit einem Todesstern war, schreiben also in ihr Notizbuch „Lustige Anspielung auf Episode IV.“
Diese Kritiker verstehen aber Star Wars nicht.
Sie bewerten wahrscheinlich mehrere Filme pro Woche. Sie haben keine Ahnung von Star Wars. Hätten sie Ahnung und hätten sie (wie manche Star Wars Fans) nicht die rosarote Brille auf, würden sie erkennen oder zugeben (vielleicht wissen es manche in ihrem tiefsten Innern, wollen es sich aber nicht eingestehen), dass dieser Film, bis darauf, dass seine Handlung wohl zu 80% von der von Teil IV abgeleitet ist, nicht mehr viel mit dem Star Wars von George Lucas gemein hat.
Es ist ein Star Wars für Unwissende und eigentlich auch Uninteressierte.
Für Menschen, die zwei Stunden unterhalten werden wollen, um das Gesehene dann wieder zu vergessen. Wenn man aber wirklich Ahnung von Star Wars hat, dann muss man sich wohl oder übel eingestehen, dass dieser Film nicht reicht. Hohe Erwartungen, die nie erfüllt werden könnten hin oder her.
Es war zu wenig. Zu wenig Neues. Zu wenig neue Charaktere, zu wenig neue Handlung, zu wenig eigene Welt. Ich glaube nicht, dass das allein daran liegt, dass jemand anderes Regie geführt hat, als Lucas, auch wenn mir dadurch einige Sachen negativ aufstoßen, wie eben die schnelle Erzählweise der Handlung.
George Lucas ist alt. Ich kann die Entscheidung nachvollziehen, die Rechte an Star Wars abzutreten, weil er selbst keine Teile mehr drehen wird. Was ich allerdings für unverzeihlich halte, dass Disney daraufhin die in Büchern und Comics existierende Story in den Schredder gesteckt hat, um dann eigene Schreiberlinge ans Werk zu lassen, die leider keinen blassen Schimmer von Star Wars zu haben scheinen. Das erklärt zumindest, das mehr als offensichtliche „abgucken“ von Teil IV und die unfassbaren Logikfehler, die gegen das George Lucas Universum verstoßen.
Ich werde für diesen Teil keine genaue Benotung abgeben. Ich kann nur sagen, dass für mich das negative überwiegt.
Bewerte ich ihn als Film, wie wohl auch die Kritiker der bekannten Plattformen, so würde er recht gut dastehen. Bewerte ich ihn als Teil der Star Wars Saga, so würde ich sagen: „Durchgefallen. Das war nix. Nächstes Jahr wiederkommen.“
Ich bete inständig, dass der zweite Teil nicht auf einem Eisplanet beginnt.
Bitte schenkt uns etwas Neues. Bitte seid kreativ, denkt Euch neue Dinge aus, gebt Euer Bestes. Aber bitte ohne weiterhin die Star Wars Gesetze zu verletzen. Es gibt so unendlich viel Potenzial.
Ich frage mich, was George Lucas über den Film denkt. Nicht das, was er vielleicht in der Öffentlichkeit darüber sagt. Sondern das, was er in seinem tiefsten Innern darüber denkt. Und dann frage ich mich, ob er seine Entscheidung bereut.
Der Drehbuchautor hat versagt und der Regisseur hat aus meinem geliebten Star Wars einen „Star Trek – Ab-durch-die-Handlung-so-schnell-wie-möglich-Look-a-like-Film“ gemacht. Eine Todsünde.
Ich wünschte, der Drehbuchschreiber der beiden nächsten Teile, würde diese Kritik lesen. Und wenn ihn daraufhin jemand fragen würde „Und? Nimmst du dir davon etwas zu Herzen?“ Dann würden er antworten: „Nicht sicher ich bin. Darüber nachdenken ich werde.“

Herzlichst,
Ein Star Wars Fan


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BeitragVerfasst: Fr, 01. Jan 2016, 15:10 
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TheRanch hat geschrieben:
... oder unmenschliche Rassen (Chewbacca, Snoke, Maz Kanata) als Darsteller. ...

Ich finde es kamen viel zu wenig Aliens vor.
Die ganzen Piraten die Han verfolgt haben, alles Menschen.
Maz Kanata und ihre "Cantina" war das einzige Trostpflaster für die Fans der echten Star Wars Cantina, doch auch dort gab es glaube ich keinen einzigen der altbekannten Rassen.
Rodianer, Trandoshaner, Ithorianer, ...

TheRanch hat geschrieben:
...Qui-Gon Gin, Jaaba the Hut...

Legasthenie in allen Ehren, ich überlege mir auch manchmal wie man einen Namen schreibt, aber es gibt ja noch Google. :roll:
-Qui-Gon Jinn
-Jabba the Hutt
-Palpatine, stand im Darth Plagueis Buch hätte keinen Vornamen oder Nachnamen, bzw er trägt nur den Familien Namen, warum er jetzt laut Jedipedia einen hat weis ich nicht?
Kann mir das jemand erklären?



Sonnst muss ich dir recht geben.
Sie sind für mich zu weit vom Thema Star Wars abgedriftet.
Habe mich mittlerweile damit einigermaßen arrangiert und kann den Film zähneknirschend akzeptieren.

Ich finde es würden ein paar Bekannte Namen nicht schaden, eben in einer neuen Story, aber etwas vertrautes und für die, die nur die Filme kennen fremdes.
Thrawn zum Beispiel. :D
Das wäre klasse wenn er z.B. die rechte Hand von Snoke wäre oder so.

Mal abwarten was die Zukunft bringt...

_________________
ca’nara ne gotal’u mirjahaal
shi gotal’u haastal


Zeit heilt keine Wunden
sie bildet nur den Schorf


Mandalorianisches-Sprichwort


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BeitragVerfasst: Fr, 01. Jan 2016, 15:41 
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Haha oh shit, "Gin". Sorry, da war ich wohl echt schon zu sehr in Silvester Stimmung :D Glaube aber, an einer anderen Stelle hab ich ihn richtig geschrieben^^
Mit den "Alien"-Rassen gebe ich dir Recht. Einfach zu wenig Neues. Ist eigentlich auch die Kernaussage meiner Kritik.

Grüße :)


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BeitragVerfasst: Fr, 01. Jan 2016, 16:09 
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Stormtrooper hat geschrieben:
-Palpatine, stand im Darth Plagueis Buch hätte keinen Vornamen oder Nachnamen, bzw er trägt nur den Familien Namen, warum er jetzt laut Jedipedia einen hat weis ich nicht?
Kann mir das jemand erklären?

Aber gerne: Das Darth Plagueis-Buch ist Non-Canon.
Der Vorname kommt, soweit ich weiß, aus dem Tarkin-Buch, das wiederum Canon ist.

Zitat:
Sie sind für mich zu weit vom Thema Star Wars abgedriftet.

Komisch, sonst wird bemängelt, dass es nichts neues gibt.

Was mich jetzt generell schrecklich an dem Thema (ist nicht auf dich bezogen) ärgert ist dieses schreckliche Gemotze dazu. Da tauchen "Fans der ersten Stunde" auf mit dem immergleichen "Disney hat Star Wars getötet". Lustigerweise sagten das die "Fans der ersten Stunde" auch damals, 1999, als Episode I so ziemlich alles versaut hat, was die Leute an Star Wars mochten.
Bei Episode VII wird bemängelt, dass vieles nicht erklärt wird, das juckt aber anscheinend keinen mehr wenn es um Episode I ging, in den man auch einfach reingeworfen wurde.
Die Dialoge sind schlecht? Ich erinnere nur an Anakins Monolog über Sand in Episode II bzw. der kompletten Rosamunde-Pilcher-Liebesgeschichte aus diesem Film.
Schlechte Schauspielerleistungen? George Lucas himself hat es in Episode I - III geschafft, mehrere Charakterdarsteller und Oscarpreisträger durch grenzdebile Dialoge und Handlungen zu verwursten. Interessiert keinen mehr, weil die Filme ja die "Magie" (hoho) von Star Wars beinhaltet haben.
Story zu langweilig, uninteressant, o.ä.? Entschuldigung, aber die Story von Episode I und II lässt sich auch in nur ein-zwei Sätzen zusammenfassen. Das liegt möglicherweise daran, dass sie einfach nur als grober Rahmen um möglichst viele Raumschiffe, Podracer, etc. unterzubringen, für die es eine beispiellose Merchandisingwelle gab. Mir kann keiner erzählen, dass diese Story, wie wir sie in den beiden Filmen gesehen haben, wirklich George Lucas am Herzen lag.

Am schlimmsten jedoch finde ich das unsportliche Nachtreten von eben jenem George Lucas persönlich, das er mittlerweile auch wieder zurückgezogen hat:
http://www.spiegel.de/kultur/kino/georg ... 70095.html
http://www.welt.de/kultur/kino/article1 ... -Wars.html

Verkauft sein sooo geliebtes Baby für 4 Mrd Dollar und dann beleidigt er den Käufer und jammert herum, dass das alles ja nicht seiner Vorstellung entspricht. Wenn er wirklich um die Fortführung der Marke besorgt gewesen wäre und nicht nur die Kohle hätte scheffeln wollen dann hätte er die Rechte behalten und sich einen Nachfolger heraussuchen sollen, mit dem er zusammen die Fortsetzung der Reihe geplant hätte und der das auch übernehmen könnte, wenn Lucas zu alt dafür wird.
Besonders witzig finde ich, dass er tatsächlich meinte er will in jedem Star Wars etwas neues unterbringen.
Das erklärt auch, warum er immer sehr kreativ mit der Wahl seiner Schauplätze war (z.B. Tatooine: 5 von 6 Filme), warum man gleich in der OT gleich zwei Todessterne gebraucht hat,
etc.

Star Wars, wie man es aus Episode IV- VI kennt, wurde höchst persönlich von ihm an die Wand gefahren und zwar durch seinen Fokus auf CGI-Overkill und Merchandising, einsetzend mit der PT 1999 und weiter geführt mit der Neuausrichtung auf Kinder als neue Zielgruppe mit der Clone Wars-Serie oder Rebels jetzt. Da war es aber nicht schlimm weil die Kasse bei ihm geklingelt hat.Jetzt so zu tun als wäre das alles im Sinne der OT bzw. eine würdige Fortführung ist der blanke Hohn.


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BeitragVerfasst: Fr, 01. Jan 2016, 17:56 
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Erstaunt ich bin, Geduld du haben musst!

Hallo „TheRanch“, willkommen erst einmal im Jahr 2016 und im Forum.

Für dich als beginnende Information: Ich bin 47 und ich habe es mit 12 geschafft die Star Wars Philosophie von George Lucas von Anbeginn erleben zu dürfen. Und in einem deiner ersten Sätze, muss ich dir widersprechen: Ich hasse keinen Teil von Star Wars. Man favorisiert, aber hasst nicht. Und Episode 3 ist so ziemlich, aus meiner Sicht, der interessanteste Teil von Star Wars, aber auch nicht der Beste. :wink:

Damals habe ich TIE-Fighter oder X-Wing gespielt (Disketten-Varianten für einen 486er PC) und Rebel Assault. Mega-Aufmachung in brandneuer CD gebrannt. :lol:

Nicht nur Faszination, sondern Nostalgie, da ich die Spiele auch heute noch besitze. Und sie laufen auch noch auf einem alten Rechner. Nur als Hinweis darauf, welchen Blickwinkel man beim Betrachten der Filme auch haben kann. Zumindest will ich dir deinen Star Wars Enthusiasmus nicht nehmen. Episode 1 bis 3 ist „Anders“. Mit viel „Ballerei“, wenn ich dies einmal so formulieren darf. Doch auch da möchte ich gleich noch etwas zu schreiben.

Sichtweise 1: Hier also deine :wink:

Sichtweise 2: Episode 4 bis 6 ist aus der damaligen Sicht ein Novum. Schon vor allem aus all den Effekten, den der Film zeigt. Zumindest will ich nur, dass du deinen Blickwinkel einmal etwas verstellst. Ob der Film dann besser wird für dich oder nicht, möchte ich gar nicht beurteilen.
Das dir etwas nicht gefällt und es dir ein paar Zeilen später doch wieder gefällt, ist ja durch deine Einleitung: „Nicht sicher ich bin! Nachdenken ich muss!“ perfekt eingeleitet und ich hab die gesamte Kritik sehr gerne gelesen.

Sichtweise 3: Meine Frau, die bis Episode VII, nicht einen einzigen Teil von Star Wars gesehen hat. Oh Moment, nein, Episode 1 hat sie gesehen, fand sie ziemlich gut. Zumindest die ersten 10 Minuten, weil sie bei dieser Art der Filme immer einschläft.
Doch dieses Mal musste sie mit ins Kino. Und sie versprach das ganze aus der ihrer Sicht zu sehen. Sie fand ihn toll. Sie liebt BB-8. Knuffig. Die Story hat sie gefesselt. Sie hatte Fragen. Oh ja, sehr viele Fragen, aber nicht alle sind beantwortet. Und sie freut sich auf die Fortsetzung. Und: Sie fand, dass sie kaum Gemetzel gesehen hat, was sie toll fand. Han Solo fand sie toll. Und Rey. Tapfer und kämpferisch. Es wurde ja nicht nur geballert. Ein Novum als Kritik von meiner Frau, für den, in meinen Augen, Beginn der Trilogie. :lol:

Drei mögliche Sichtweisen. „Doch welche die Richtung nun ist!“ :?: :lol:

Daher mag ich die Konstellation aus einseitiger Sichtweise und andere „Star Wars Fans“ in eine Schublade stecken überhaupt nicht. :!: Dies sei als Kritik von mir an Dich einmal erwähnt.

Doch ein paar kleine Anmerkungen möchte ich dir ob deiner ausführlichen Kritik zum neuen Film dennoch machen.

1. Ja, dieser Teil ist so ziemlich das, was mit Episode IV schon gezeigt wurde. Vergleichbar und im ersten Moment irritierend. Mit neuen Charakteren und vielen neuen Aspekten. Ausbaufähig und ich stimme dir zu, er muss in Episode VIII und IX eine eigenständige Handlung bekommen. Gut oder schlecht? Ich fand den Film als Gesamtes gut. Da ich ihn bereits 5 Mal gesehen habe.

2. Viele kleine Momente im Film, sind sicherlich nicht nachvollziehbar, aber erklärbar in meinen Augen und müssen sicherlich, in den anderen beiden Teilen, noch erklärt werden. Gesamtheitlich kann ich die Triologie nur beurteilen, wenn ich alle drei Teile abschließend kenne.

Rey und die Macht ist einer deiner Kritikpunkte, die ich aber nicht so als störend empfinde. Anakin im Potracer hat auch keinen gestört, als er durch die Schluchten flog als Mensch. Und die Macht hatte bis dato auch noch keiner an ihn herangetragen. Doch er war bekanntlich stark in der Macht. Und Rey kann die Mythen tatsächlich gekannt haben. Zumindest war sie Kylo gegenüber in der Lage, seinem Machtangriff zu widerstehen. Sie konnte in ihm lesen. Kämpfen konnte sie ja auch schon auf ihrer Heimatwelt. Sinn oder Sinnvoll? Find ich egal, da ich mich auch erst einmal drauf einlasse. Genial finde ich, dass dieser Sturmtruppler, der von Rey „übernommen“ wurde eben von Daniel Craig (James Bond Darsteller) gespielt wurde. Ist eben alles immer ein Blickwinkel. Mich fasziniert die Verknüpfung zwischen den Filmen der Neuzeit. :D

Auch die Dauer der Handlung ist für mich ohne Belang. Die Serie „24“ war ebenfalls erfolgreich und spielte innerhalb von 24 Stunden. :wink:

Ach noch ein Punkt: der Finn. Alleine zur Zelle und Poe Dameron herausgeholt. Ich kenne die Befehlskette aus diesem Teil des Sternenzerstörers nicht. Doch ist es der Überraschungsmoment der in der Szene liegt. Es rechnet doch keiner mit einem Saboteur. Zumindest erklär ich es mir mit diesem Umstand. Als Anakin und Obi-wan mit dem Sternenkreuzer von General Grievous abstützten, kam auch keiner auf die Idee, dem Schiff den Rest zu geben. Und vorallem, wo fielen alle Trümmer hin? In Coruscant. Gleichwohl hat Palpatine es in allen drei Teilen geschafft, Anakin einen Blödsinn nach dem Anderen zu erzählen und er selbst hat sich nicht mal im Mindesten die Mühe gemacht das zu analysieren. Intelligenz? Sind Böse deshalb alle ein wenig dumm?

Also für mich eine Demontage von Darth Vader, wenn du mich fragst. Daher kann ich auch die Kritik nicht ganz verstehen, warum der Charakter von Kylo Ren so schlecht sein soll? Zumal Darth Vader, wenn er ärgerlich wurde seine Hände ausstreckte und seinen Gegenüber in den meisten Fällen das Genick brach. Kylo Ren hingegen findet wenigstens noch die Computer. Zumal du von einer „erhabenen Boshaftigkeit der Sith“ sprichst, die jeder Bösewicht haben sollte. Ich schaue auf alle Filme und sehe da nur den „einen alten Sith“. Darth Sidious. Der war in der Tat erhaben, egal was auch immer von seinen Schülern versaut wurde. Der Rest, Maul, Grievous, Dooku, Vader waren eigentlich nur Marionetten und alle nicht ausgebildet. Sie sind alle im gewissen Sinne nicht sonderlich erhaben gewesen. Maul hatte nicht mal die Chance seine Launen an irgendwem auszulassen. Nehmen wir dann "The Clone Wars" als Anhaltspunkt, dann hat er alles umgebracht, was ihm in die Quere kam. Erhaben? Nicht sonderlich. Kylo Ren passt gut hinein. Und dies ist hier auch nur angemerkt, da ich Darth Vader fantastisch in Episode IV-VI fand. Und ich als Bursche einen riesigen Respekt hatte. Selbst wenn ich auf einer Convention wieder einmal neben ihm stehe, dann bin ich immer noch voller Erfurcht. Das gelingt Darth Sidious nicht. Aber Kylo Ren. Denn er ist unberechenbar. Aufbrausend. Ohne jegliche Kontrolle. Und daher kann ich dir so zumindest zustimmen, du hoffst das er gut ausgebaut wird in den folgenden Filmen.

Insofern habe ich einige neue gute Ansätze aus deiner Kritik gelesen. Sehr interessante auch darin vernommen. Für mich kann ich aber immer nur wiederholen, George Lucas hat mit Star Wars nichts mehr zu tun. Alles ist ersetzbar. Und ich hoffe für die neuen beiden Teile nur das Beste. Zumindest finde ich es erstaunlich, dass ich diesen Film noch immer wiederholt schauen kann. Das erweiterte Universum existiert nicht mehr und ehrlich, ich habe so gut wie alles gelesen, Comics wie Romane, und auch alle Serien gesehen, es ist mir total egal, da ich mich gerne auf etwas neues einlasse. Daher von mir an dich:

Erstaunt ich bin, Geduld du haben musst! :lol:

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Geht nicht, gibt's nicht. Man wächst in der Aufgabe... (Dopolimopelpo © 2013)

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Zuletzt geändert von Eddi22 am Sa, 02. Jan 2016, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa, 02. Jan 2016, 13:09 
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Ich erlaube mir, jetzt einmal zu meiner Meinung zum Film (http://owley.ch/2016/01/01/star-wars-ep ... kens-2015/) zu verlinken, anstatt sie an dieser Stelle noch einmal niederzuschreiben. Auch nach vier Sichtungen habe ich noch immer Freude an diesem Film!

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O:) Wurde am 14. September 2012 eilig heilig gesprochen. O:)


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BeitragVerfasst: Sa, 02. Jan 2016, 14:09 
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TheRanch hat geschrieben:
Es ist ein Star Wars für Unwissende und eigentlich auch Uninteressierte.
Für Menschen, die zwei Stunden unterhalten werden wollen, um das Gesehene dann wieder zu vergessen. Wenn man aber wirklich Ahnung von Star Wars hat, dann muss man sich wohl oder übel eingestehen, dass dieser Film nicht reicht. Hohe Erwartungen, die nie erfüllt werden könnten hin oder her.

Also erst mal auch von mir ein Hallo im Forum. Dein Beitrag war sehr, sehr umfassend und insgesamt auch sehr schlüssig dargelegt. Das Lesen hat mir Spaß gemacht. Ich teile nicht alles von dem was du schreibst, kann es aber gut nachvollziehen.

Was mich dagegen etwas stört ist der hier zitierte Teil. Letztlich lese ich daraus, dass derjenige, der Ahnung von Star Wars hat (was auch immer das eigentlich heißen soll), den Film nicht gut finden konnte und diejenigen, die ihn gut fanden, nur anspruchslose Blockbuster-Liebhaber sind, denen ein zweistündiges Sci-Fi-Action-Spektabel ausreicht. Ist jetzt etwas überspitzt formuliert und vielleicht war das auch so nicht deine Intention, aber das lese ich zumindest daraus. Dein Beitrag ist etwas exemplarisch zu dem, was ich seit einiger Zeit beobachte und bei den Meinungen zu diesem Film beispielsweise auch gerade auf Facebook sehe. Ich nenne das dann gerne Meinungsdiktatur, weil durch Äußerungen nach dem Schema "Der Film macht Star Wars kaputt, ist nur eine Kopie von Episode IV und wenn man den Film gut findet, hat man keine Ahnung von Star Wars" letztlich der eigentlich gewollte Meinungsaustausch aus meiner Sicht vor die Hunde geht, weil diese Argumentationskette ein Totschlagargument ist. Nimm das bitte nicht persönlich (denn so meine ich es nicht), ich greife deinen Beitrag nur exemplarisch heraus für vieles, was ich in letzter Zeit lesen durfte (nicht zwingend hier im Forum). Und das kann man auch über Star Wars oder diesen Film hinaus beobachten. Mir geht es hier eher um den grundsätzlichen und gesellschaftlichen Aspekt.

Ich persönlich finde so etwas sehr schade. Ich lese sehr gern andere Meinungen, teile auch sehr gern meine Meinung und diskutiere auch gerne, aber solche Pauschalaussagen sind da eher hinderlich. Ich finde es auch sehr faszinierend, dass mit diesem Film gleich Star Wars für alle Zeiten beerdigt wird. Tatsächlich kommen aber noch fünf weiter Filme. Ich persönlich fand die PT auch schön, muss aber ehrlich sagen, dass sich der Kreis erst mit Episode III für mich geschlossen hat. So wird es auch mit der neuen Trilogie sein. Und warum sollten Episoden VIII und IX die Episode V und VI kopieren? Gerade das Ende von Episode VII (das geht übrigens auch aus der Kritik von Spiegel Online hervor [da du ja offensichtlich gern professionelle Filmkritiken liest]) löst sich ja erzählerisch von der alten Trilogie und beschreitet neue Wege. Und ganz ehrlich: Ab dem Moment, als die Starkiller-Basis explodierte, hat sich die Handlung von Episode IV gelöst und Neuland betreten. Denn was ist passiert? Han ist weg und Leia tritt einen Schritt zurück (denn nicht sie geht auf die Suche nach Luke, sondern Rey). Hier haben zwei alte Figuren den Staffelstab an die nächste Generation (Rey und Finn) abgegeben. Das klingt trivial, ist aber nichts anderes als die Emanzipation der Filmemacher von dem historischen Erbe. Und die Schlussszene mit Luke und Rey? Sie ist die Ausgangsbasis für Episode VIII. Sicherlich wird es da Parallelen zu Episode V geben (und das ist auch gut so), aber von dem Startpunkt aus betrachtet wird Episode VIII wahrscheinlich wesentlich selbstständiger sein als Episode VII. Wer hier davon ausgeht, das geht jetzt einfach so weiter, der unterschätzt meiner Meinung nach das Potential der Story und die Filmemacher. Und Logikfehler gab es auch schon zuhauf in den alten Filmen. ;)

Kurz zu meinem Hintergrund: Ich bin 29, aber mit der alten Trilogie (im Fernsehen) geprägt worden. Die Prequels waren das erste Star Wars für mich im Kino. Ich habe der Reihe nach etwa 3m Star Wars Romane und ein halbes Dutzend Kisten mit Star Wars Comics rumstehen. Videospiele habe ich in meinen "jüngeren" Jahren auch gespielt, allen voran die Jedi Knight Reihe, KOTOR und Battlefront. Mir gefallen alle Star Wars Filme und beide Trilogien. Natürlich nerven mich Jar Jar Binks und die Ewoks. Ich kann dieses ewige "alte gegen neue Filme" bzw. OT vs. PT nicht nachvollziehen. Jede der bisherigen Filme hat seine Berechtigung und hat seinen Beitrag zur Saga geliefert. Mancher der Filme war besser (Episode V), mancher der Filme vielleicht schlechter (Episode I). Dennoch schaue ich sie mir alle gern an. Und TFA wird da auch seinen Platz finden. Davon bin ich überzeugt. :)


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BeitragVerfasst: So, 03. Jan 2016, 20:14 
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Registriert: Di, 02. Dez 2014, 16:26
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General Kenobi hat geschrieben:
Zitat:
Einziger echter Kritikpunkt wo ich auch enttäuscht war:
Snoke... was war das? Voldemorts Bruder? Goloms Vater? Das war mir zu lieblos und hätte es mir cooler vorgestellt.

Man hat von ihm ja nicht viel mitbekommen, von daher fällt es schwer, ein finales Urteil zu fällen. Der Imperator war in Episode IV auch kaum präsent.


Meine Kritik galt auch nur der Gestaltung der Figur weniger dem Charakter ansich. Der ist ausbaufähig.
Aber ich fand das Wesen lahm konzipiert. Da wäre mehr drin gewesen aber nun gut warten wir ab was da noch kommt ;)


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BeitragVerfasst: Di, 05. Jan 2016, 03:50 
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Sorry falls ich jetzt Jemandem auf den Fuß trete, aber der Kritikpunkt mit dem Aussehen von Snoke ist einfach nur Schwachsinn!
Klar sieht er etwas aus wie Gollum. Bei demselben Darsteller war damit aber auch zu rechnen. Das jetzt zu kritisieren, ist ungefähr genauso blödsinnig als würde man kritisieren, dass Han Solo aussieht wie Indiana Jones! :lol:
Noch viel schwachsinniger ist es von manchen, den Charakter Snoke an sich jetzt schon zu bewerten. Ernsthaft? Wir haben bisher nur ein übergroßes Hologramm von ihm gesehen, wie er auf einem Stuhl sitzt und redet und wissen bis jetzt kaum etwas über ihn. Ja, so ein vermurkster Charakter, ne? :roll:

Im Netz regen sich einige sogar darüber auf, dass er überhaupt eine Motion-Capture-Figur ist. Verstehe ich nicht. Der ganze Film lebt praktisch von Practical-Effects (LoL ungewollte lustige Konstellation :lol: ) da darf er doch auch ein oder zwei MoCap Charaktere haben! MoCap ist ein sehr modernes Verfahren und kann auch sehr foto-realistisch aussehen. Siehe eben Gollum in HdR oder die Affen in den neuen "Planet der Affen" Filmen. Für alle die es noch nicht wussten: für den gesamten Film stand nicht EIN echter Affe vor der Kamera. Die sehen so verblüffend echt aus, dass es auf den ersten Blick gar nicht auffällt wenn man es nicht weiß.
Warum sollen die neuen SW Filme diese Technik also nicht auch verwenden? Sie sind ja sowieso schon mit Episode 1 auf den Zug aufgesprungen oder haben sie ihn mit Jar Jar nicht sogar erst erfunden? Warum also mit dieser Technik nicht fortfahren und sie verfeinern? Ist doch toll! :)
Hat die PT mit ihrem CG-Overkill etwa so viele Zuschauer paranoid gemacht? Teilweise könnte man dasselbe sogar von den Köpfen hinter TFA denken, so vehement wie sich der Plot weigert neue Gefilde zu betreten und sich ans Gerüst von ANH klammert. :-"

Ja, ich habe ihn inzwischen zum zweiten mal gesehen. Aber die große Rezension werde ich mir sparen, weil das meiste hier sowieso schon geschrieben wurde. :)
Schlussendlich ziehe ich das Fazit:
Star Wars Episode VII ist ein guter Film. Ein verdammt cooler, lustiger und nostalgischer Film. ABER letzteres, war für mich persönlich einfach zwei oder drei Löffel zu viel! Ich kann verstehen, wenn Fans der alten Schule, die schon damals bei den alten Episoden im Kino gesessen haben, ihn gerade deswegen so toll finden, aber ich glaube, wenn der Film weniger altbewährtes wiederverwertet, stattdessen mehr neues ausprobiert hätte und selbstständiger gewesen wäre, hätte er mir besser gefallen. :?
Ich wünschte ich könnte Licht bei der neuen Trilogie sehen, aber ich sehe im Hinblick auf TFA ehrlich gesagt eher grau. Und ganz ehrlich, wenn in Episode VIII der Widerstand von Kampfläufern aus ihrer Basis vertrieben, Finn oder Poe in Karbonit eingefroren wird und Rey beim Duell am Ende des Films einen Arm verliert und Kylo Ren ihr danach offenbart "Ich bin dein Bruder!", spätestens dann werde ich schwarz sehen und sie hätten die Trilogie zumindest für mich gegen die Wand gefahren. :evil:
Ich hoffe daher, dass Johnson, Abrams, Kasdan & co. sich für Episode VIII wirklich etwas komplett neues einfallen lassen. Etwas nostalgisch kann es ja trotzdem werden. Nostalgie ist ja auch schön und gut, aber es gibt eben einen Unterschied zu Copy&Paste ...

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"Ich weiß nicht ob Menschen und Turianer denselben Himmel haben, aber sollten wir dort landen: ich bin an der Bar." - Garrus Vakarian, Mass Effect 3


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BeitragVerfasst: Mi, 06. Jan 2016, 01:34 
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Archangel hat geschrieben:
Sorry falls ich jetzt Jemandem auf den Fuß trete, aber der Kritikpunkt mit dem Aussehen von Snoke ist einfach nur Schwachsinn!
Klar sieht er etwas aus wie Gollum. Bei demselben Darsteller war damit aber auch zu rechnen. Das jetzt zu kritisieren, ist ungefähr genauso blödsinnig als würde man kritisieren, dass Han Solo aussieht wie Indiana Jones! :lol:


Quatsch. Das ist ja das Schöne an MoCap. Dass man eben gerade in eine andere Figur schlüpfen und damit auch ein anderes Aussehen annehmen kann. Klar kann es sein, dass sich da Parallelen ziehen lassen können, aber das ist eine Entscheidung und kein Muss. Sieh dir Benedict Cumberbatch an, der nicht aussieht wie Smaug in den Hobbit-Filmen. Man kann im fertigen Modell vielleicht Gesichtszüge erkennen, wenn man sie sucht, aber das ist nicht mehr Benedict Cumberbatch. Das ist ein Drache.

Dass Gollum Andy Serkis ähnelt hat zwei Gründe: Einerseits war man technisch noch nicht auf dem heutigen Stand, und zweitens verlangte die Story ja gar nichts Aussergewöhnliches, sondern nur einen "digitally enhanced actor", also einen digital entwickelten Menschen. Einen Menschen mit digitaler Maske, quasi. Was anderes ist da Snoke, der nicht Serkis sein soll, sondern ein Charakter, der so komplex ist, dass er nicht gespielt werden kann. Sonst hätte man einfach einen Schauspieler in eine Maske gesteckt. Es ist ein Charakter, der von Grund auf konzipiert werden musste. Dass er dabei trotzdem aussieht wie Serkis ist Gemütlichkeit seitens der Filmemacher, nicht mehr.

Archangel hat geschrieben:
Noch viel schwachsinniger ist es von manchen, den Charakter Snoke an sich jetzt schon zu bewerten. Ernsthaft? Wir haben bisher nur ein übergroßes Hologramm von ihm gesehen, wie er auf einem Stuhl sitzt und redet und wissen bis jetzt kaum etwas über ihn. Ja, so ein vermurkster Charakter, ne? :roll:


Ganz richtig, zum Glück hat das tillylasvegas auch gar nie behauptet.

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O:) Wurde am 14. September 2012 eilig heilig gesprochen. O:)


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BeitragVerfasst: So, 10. Jan 2016, 12:01 
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Im Film bleiben (bisher) einige Fragen offen, die wohl teilweise in dem Filmroman gelöst werden. Genauso enthält das Buch auch die Szenen, die es nicht in den Film geschafft haben. (Hoffentlich sind die später auf der DVD bzw. Blu-ray enthalten.)
Wartet Ihr auf die deutsche Übersetzung des Buches, oder lest Ihr bereits das Original?
Ich bin mir aktuell noch nicht sicher, welche Ausgabe ich kaufe, um meine Neugierde zu stillen. :)

_________________
"He has the power to save the galaxy,
and the arrogance to destroy it."
- Star Wars: Tales of the Jedi: Dark Lords of the Sith


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BeitragVerfasst: So, 10. Jan 2016, 13:11 
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Team Forum und Magazin
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Registriert: So, 09. Mai 2010, 21:34
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Ich hab mir den Filmroman und den Filmjugendroman auf Englisch zu Gemüte geführt und ja, man bekommt doch einige geschnittene Szenen zu sehen. Es ist auch empfehlenswert, beide Adaptionen zu lesen. Der reguläre Filmroman hat einen etwas stockenden Schreibstil und bei manchen Szenen merkt man, wieso sie geschnitten wurden (während wiederum die eine Szene mit Leia und Korr Sella dringend nötig gewesen wäre). Außerdem gibt es eine "Facepalm"-würdige pseudowissenschaftliche Erklärung für die Funktionsweise der Starkiller Base, die im E-Book mehrere Absätze einnimmt. Der Jugendroman spielt wiederum mehr mit Charakterperspektiven und liefert großartige innere Handlung, sodass ich dessen Lektüre trotz der reduzierten Anzahl zusätzlicher Szenen mehr genossen habe.

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BeitragVerfasst: So, 10. Jan 2016, 19:20 
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Registriert: Fr, 04. Apr 2003, 23:37
Beiträge: 3475
Strassid2 hat geschrieben:
Was mich jetzt generell schrecklich an dem Thema (ist nicht auf dich bezogen) ärgert ist dieses schreckliche Gemotze dazu. Da tauchen "Fans der ersten Stunde" auf mit dem immergleichen "Disney hat Star Wars getötet". Lustigerweise sagten das die "Fans der ersten Stunde" auch damals, 1999, als Episode I so ziemlich alles versaut hat, was die Leute an Star Wars mochten.
Bei Episode VII wird bemängelt, dass vieles nicht erklärt wird, das juckt aber anscheinend keinen mehr wenn es um Episode I ging, in den man auch einfach reingeworfen wurde.
Die Dialoge sind schlecht? Ich erinnere nur an Anakins Monolog über Sand in Episode II bzw. der kompletten Rosamunde-Pilcher-Liebesgeschichte aus diesem Film.
Schlechte Schauspielerleistungen? George Lucas himself hat es in Episode I - III geschafft, mehrere Charakterdarsteller und Oscarpreisträger durch grenzdebile Dialoge und Handlungen zu verwursten. Interessiert keinen mehr, weil die Filme ja die "Magie" (hoho) von Star Wars beinhaltet haben.
Story zu langweilig, uninteressant, o.ä.? Entschuldigung, aber die Story von Episode I und II lässt sich auch in nur ein-zwei Sätzen zusammenfassen. Das liegt möglicherweise daran, dass sie einfach nur als grober Rahmen um möglichst viele Raumschiffe, Podracer, etc. unterzubringen, für die es eine beispiellose Merchandisingwelle gab. Mir kann keiner erzählen, dass diese Story, wie wir sie in den beiden Filmen gesehen haben, wirklich George Lucas am Herzen lag.

Am schlimmsten jedoch finde ich das unsportliche Nachtreten von eben jenem George Lucas persönlich, das er mittlerweile auch wieder zurückgezogen hat:
http://www.spiegel.de/kultur/kino/georg ... 70095.html
http://www.welt.de/kultur/kino/article1 ... -Wars.html

Verkauft sein sooo geliebtes Baby für 4 Mrd Dollar und dann beleidigt er den Käufer und jammert herum, dass das alles ja nicht seiner Vorstellung entspricht. Wenn er wirklich um die Fortführung der Marke besorgt gewesen wäre und nicht nur die Kohle hätte scheffeln wollen dann hätte er die Rechte behalten und sich einen Nachfolger heraussuchen sollen, mit dem er zusammen die Fortsetzung der Reihe geplant hätte und der das auch übernehmen könnte, wenn Lucas zu alt dafür wird.
Besonders witzig finde ich, dass er tatsächlich meinte er will in jedem Star Wars etwas neues unterbringen.
Das erklärt auch, warum er immer sehr kreativ mit der Wahl seiner Schauplätze war (z.B. Tatooine: 5 von 6 Filme), warum man gleich in der OT gleich zwei Todessterne gebraucht hat,
etc.

Star Wars, wie man es aus Episode IV- VI kennt, wurde höchst persönlich von ihm an die Wand gefahren und zwar durch seinen Fokus auf CGI-Overkill und Merchandising, einsetzend mit der PT 1999 und weiter geführt mit der Neuausrichtung auf Kinder als neue Zielgruppe mit der Clone Wars-Serie oder Rebels jetzt. Da war es aber nicht schlimm weil die Kasse bei ihm geklingelt hat.Jetzt so zu tun als wäre das alles im Sinne der OT bzw. eine würdige Fortführung ist der blanke Hohn.

QFT.

100% meine Meinung. Insbesondere zu George Lucas. Der Mann hat bei mir jeden verbliebenen Respekt vollständig eingebüßt.
Sag mal George... wenn Disney ein "Sklavenhändler" ist, was bist du dann, der ihnen bereitwillig deine angeblich geliebten "Kinder" verkauft hast?
Da fällt mir nichts mehr zu ein. Bzw. da fällt mir schon was zu ein, ich darf es aber wegen der Forenregeln hier nicht schreiben.

Zur Kritik von TheRanch: Erstmal schön, dass du dir so viel Mühe gemacht hast. In einigen Punkten hast du recht, in manchen argumentierst du aber auch total widersprüchlich und manche sind in meinen Augen schlicht falsch. Ich will gern in aller Ausführlichkeit drauf antworten, das verschiebe ich aber auf morgen oder übermorgen, wenn ich mehr Zeit und eine "richtige" Tastatur hab, ist mir auf dem Lappi zu mühsam. :P

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Lieutenant Colonel Tempest
Any society that would give up a little liberty to gain a little security will deserve neither and lose both. - B.Franklin


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BeitragVerfasst: Mo, 11. Jan 2016, 21:16 
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Registriert: Fr, 04. Apr 2003, 23:37
Beiträge: 3475
Sooo... Hammer wieviel Zeit ich jetzt darauf verwandt habe, aber ich hab ja sonst nix zu tun (schön wärs :roll: ).

TheRanch hat geschrieben:
Ich bin kein Nerd.

Also fangen wir damit mal an. Wie kommst du denn auf das schmale Brett?
Nicht-Nerds schreiben nicht solche ellenlangen Kritiken, und erst recht kommt drain nix wie "R4-P17" vor. :P

TheRanch hat geschrieben:
Die Standpunkt-Analyse
Nachdem ich meinen eigenen Standpunkt erläutert habe, finde ich es wichtig näher zu betrachten, wie die Filme und die Trilogien aufgebaut sind. Zum ersten Mal knüpft eine Trilogie direkt an eine bereits bestehende Trilogie an. Soll heißen, nach der ersten Trilogie; Teile IV-VI, gab es einen radikalen Schnitt, was Handlung und Geschehnisse der vorherigen Trilogie angeht. Doch dies ist auch nur die logische Konsequenz, da die zweite Trilogie etwa dreißig Jahre vor den Ereignissen der ersten spielt. Nun aber haben wir mit Episode VII, dem ersten Teil der dritten Trilogie einen direkten Anknüpfungspunkt an eine bereits bestehende Trilogie. Also etwas neues. Der Regisseur hatte also zum einen nicht die „Freiheiten“ etwas komplett Neues zu erschaffen, wie Lucas damals mit Episode I. Zumal ja auch die „alten“ Helden rund um Han Solo, Luke Skywalker etc. wieder dabei sein sollten. Zum anderen war es aber dennoch eine neue Trilogie, eine neue Chance eine eigene Welt zu kreieren, also einen ähnlichen Sprung zu machen (zu wagen) wie es von Episode VI zu Episode I einer war.

Das sehe ich anders. Lucas hatte bei der PT durchaus nicht "alle Freiheiten", denn mit Obi Wan war ein Altbekannter mit dabei und zudem musste (eigentlich) berücksichtigt werden, was in der OT über diese Zeit gesagt wurde und was über die Alte Republik, über Vader, und nicht zuletzt über die Macht selbst, bereits bekannt war. Dass er das alles schön ignoriert hat, steht auf einem anderen Blatt. Stattdessen hat er nämlich, wie du richtig schreibst, einen radikalen Schnitt vollzogen. Die beiden Lucas-Trilogien sind daher alles andere als aus einem Guss.

Deshalb hatte es der neue Film ungleich schwerer. Es war faktisch unmöglich, sowohl die PT als auch die OT gleichermaßen zu berücksichtigen, denn das wäre die Quadratur des Kreises gewesen. Gut, dir persönlich könnte das Ergebnis vielleicht besser gefallen haben, wenn man sich mehr an die PT und weniger an die OT angelehnt hätte.
Das wäre aber aus zwei Gründen keine gute Idee gewesen. Erstens wegen der zeitlichen Nähe. Die ist zur OT halt einfach größer als zur PT. Und zweitens eben wegen der Beliebtheit. Du selbst magst eine Ausnahme sein, aber eine Menge Menschen hassen die PT. Deshalb habe ich von vornherein gesagt: Wenn sie schlau sind, erwähnen sie nichts aus der PT auch nur mit einer Silbe. Was sie gemacht haben. Weil sie schlau sind. Irgendwelche Fahnen über irgendwelchen Türen mal ausgenommen, aber die kann man ja gut ignorieren...

TheRanch hat geschrieben:
Der Vergleich der Trilogien
In diesem Abschnitt möchte ich gerne die jeweils ersten Teile der drei Trilogien miteinander vergleichen, sowie möglichst viele Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausfinden. Dabei soll natürlich der Vergleich zwischen Episode I und IV nicht in dem Ausmaß betrachtet werden wie bei Episode VII und IV.
Doch was änderte sich nun zwischen dem Beginn der ersten Trilogie und dem Beginn der zweiten Trilogie, jenen Filmen, die richtungsweisend für die beiden anderen Teile ihrer Trilogie waren und die Grundlagen für die gesamte restliche Story legen sollten.

Da muss ich grad mal dazwischen. Episode I hat die Grundlage für gar nichts gelegt. Die Story aus Episode 2 und 3 hatte mit der aus 1 so gut wie gar nichts mehr zu tun. Gut, wir haben Obi Wan, Amidala und Anakin kennengelernt. Aber über Obi Wan erfahren wir nicht viel Hintergrund, der hätte genausogut erst mit Ep 2 eingeführt werden können. Über Amidala erfahren wir, dass sie kämpferisch und draufgängerisch sein kann - was sie in den nächsten beiden Teilen aber irgendwie gar nicht mehr ist, also war das keine sinnige Exposition. Und bei Anakin ist es noch schlimmer, der erfährt zwischen den Teilen 1 und 2 quasi einen reboot. Das war also letztlich alles sinnlos. Ja gut, wir sehen wie Palpi zum Kanzler wird. Hätte man auch in fünf Minuten und Episode 2 zeigen können. Generell könnte man in die PT mit Episode 2 einsteigen und hätte rein gar nichts verpasst.
Also ist Episode 1 streng genommen überhaupt kein Einstieg in irgendetwas.

Das ist bei Episode 4 anders, ohne die zu kennen ergeben 5 und 6 nur wenig Sinn. Allerdings wusste Lucas, als er 4 drehte, noch nicht so genau, ob es 5 und 6 überhaupt jemals geben würde. Deshalb musste das gnze so aufgbaut werden, dass sich eine eignständige und für sich abgeschlossene Filmhandlung ergab.

Und unter diesem Aspekt ist Episode 7 tatsächlich etwas bisher völlig neues: Ein Einstieg in eine neue Reihe mit offenem Ende.

TheRanch hat geschrieben:
Der Sprung von der ersten zur zweiten Trilogie war riesig. Es gab so gut wie keine Bezüge mehr mit Ausnahme von R2-D2, C3P-O, dem jungen Obi-Wan Kenobi (und dem Ordensführer Yoda).

Richtig. Und das ist neben den handwerklichen und erzählerischen Mängeln bestimmt einer der Hauptgründe, warum nur wenige Leute richtig damit warm gworden sind.

TheRanch hat geschrieben:
Doch schauen wir nun auf Unterschiede und vor allem Gemeinsamkeiten von Episode VII und Episode IV:
Was mich unmittelbar, ich glaube innerhalb der ersten Minuten meine Augenbrauen zusammenzucken ließ; als Poe Dameron dem kleinen BB-8 eine „geheime Nachricht“ zuführte, die dieser in Sicherheit bringen sollte...

Ich kürz das mal ab. Es wurde schon mehrfach in diesem Thread thematisiert, dass Struktur und Inhalt von Episode 7 sehr ähnlich zu 4 sind. Muss man nicht mögen. Mich persönlich stört es nicht. Wäre nicht das erste Mal, dass sich Geschichte fast 1:1 wiederholt, und es ist eine gute Story um sozusagen die "Wachablösung" von der alten zur neuen Mannschaft zu vollziehen.

TheRanch hat geschrieben:
Das sind jetzt nur die Punkte die mir nach einmal Anschauen aufgefallen und hängengeblieben sind. Aber ich denke, es ist klar, was ich meine. Natürlich musste es Überschneidungen geben, wenn eine Handlung nahezu unmittelbar fortgeführt werden soll und auch die gleichen Charaktere wieder mitspielen.

Äh. Was? Unmittelbar weitergeführt? Da liegen 30 Jahre zwischen...

TheRanch hat geschrieben:
Aber nur weil es Überschneidungen gibt, sollte nicht der komplette Film, der Inhalt, die Storyline eine nahezu identische Handlung wie die des ersten Teils der zeitlich vorangegangenen Trilogie haben. Ist jedenfalls meine Meinung.

Und die kann man mit Fug und Recht vertreten. Wie gesagt, es stört mich nicht, weil hier erstmal für weitere Ereignisse der Boden bereitet wird und ich fest davon ausgehe dass die nächsten Filme dann eigenständiger werden. Im Übrigen gibt es auch mehr als genug Unterschiede (dazu kommen wir noch), die die Sache dann wiederum interessant machen.

TheRanch hat geschrieben:
Und da wären wir auch schon bei der Grundaussage, die ich hier in dieser Kritik machen werde:
Es wurde verpasst ein eigenes Universum zu erschaffen.

Schon wieder ein neues Universum will ja auch keiner. Na gut, du vielleicht ausgenommen. Dann warst du nicht die Zielgruppe für diesen Film.

TheRanch hat geschrieben:
Ein Universum, eine Geschichte, an dem die „alten“ Schauspieler zwar noch teilhaben, allerdings nicht den ausschließlichen Mittelpunkt spielen. Ich finde das schade.

Du musst einen anderen Film gesehen haben als ich. Zugegeben, Han Solos Rolle war ziemlich groß (viel größer als ich angenommen hatte), aber "ausschließlicher Mittelpunkt"? Whut?

TheRanch hat geschrieben:
Vergleicht man die Unterschiede von Episode IV zu Episode I (so schlecht ihn manche finden mögen) und dann die Unterschiede von Episode IV mit Episode VI, wird deutlich, dass es zwar keine Kopie ist, das Ganze aber auch Lichtjahre davon entfernt ist, eine eigene Welt zu sein, eine eigene Geschichte zu erzählen.

Also eigentlich erzählt Episode 1 überhaupt keine nennenswerte Geschichte. "Anders" als die OT war es durchaus, aber seit wann ist das bereits gleichbedeutend mit "gut"? Man muss die richtige Balance zwischen alt und neu finden, und das ist grade bei einem SW-Film natürlich schwer. Wenn die "Innovationen" in solchem Schwachsinn wie Midichlorianern bestehen, dann doch lieber ohne...

TheRanch hat geschrieben:
Die Handlung im Groben neu aufzusetzen, das ganze gewürzt mit den alten Schauspielern und ein paar damit verbundenen nostalgischen Momenten, gepaart mit ein paar ulkigen Anspielungen auf die alte Trilogie reicht mir persönlich nicht, da „mein“ Star Wars, wie gesagt, eher Episode I-III ist.

Dann warst du, wie gesagt, leider nicht die Zielgruppe. Nochmal: Wer die OT- mit der PT-Welt nahtlos verschmelzen kann, der kann mehr als Brot essen. Man musste sich für eins entscheiden.

TheRanch hat geschrieben:
Ich will einmal beschreiben, was ich meine und wie mir der Film wohl am besten gefallen hätte:
Es gibt auf der einen Seite natürlich wieder die Bösen, es gibt auch Raumschlachten mit Han Solo und Chewbacca und auch Leia. Es gibt aber auch Luke Skywalker, der in den letzten dreißig Jahren einen eigenen, einen neuen Orden der Jedi gegründet hat. Diese neu ausgebildeten Jedi kämpfen dann entweder zusammen mit dem Widerstand gegen die Erste Ordnung oder erscheinen kurz vor Schluss und retten den Widerstand vor der drohenden Vernichtung. Wäre durchaus ein netter Cliffhanger für Episode VIII gewesen.

Nö, das wäre im Gegenteil das Ende jedes Spannungsbogens gewesen. Mit einer ganzen Kompanie neuer Jedi wären Snoke und Ren wohl kaum ein riesiges Problem. Außerdem macht man den besonderen Reiz der Jedi kaputt, wenn an jeder Ecke einer rumsteht. Auch was, was wir spätestens seit der PT wissen.

TheRanch hat geschrieben:
Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Einfach beispielsweise einen Hauch von Episode II einbringen, als in der Arena auf Geonosis überall Lichtschwerter aufflammten und es zu einer unglaublichen Schlacht kam.

Tja, so sind die Geschmäcker halt verschieden. Ich hätte bei so einer Szene wahrscheinlich das Kino verlassen. Die "unglaubliche Schlacht" bestand aus einem Haufen Leute, die mit Lichtschwertern wie Besenstiele um sich gedroschen haben. Ich kann bis heute nicht begreifen, wieso Lucas an der Stelle seinen sorgältig aufgebauten Jedi-Nimbus offenbar selber nicht begriffen hat. Aber gut, war ja auch der Meinung, dass die Fans drauf gewartet hatten, Yoda mal so richtig mit dem Lichtschwert abgehen zu sehen, das war genau so ein Scheiß. Die wichtigste Waffe des Jedi ist nicht das Schwert. Hat aber auch Obi Wan vergessen, der erzählt Anakin in Episode 2 ja sogar allen ernstes, diese Waffe wäre sein Leben...

TheRanch hat geschrieben:
Einfach für beide Seiten, Anhänger der „alten“ Episoden IV-VI und Anhänger der „neuen“ Teile I-III etwas dabei haben. Nicht ausschließlich den Stil der alten Trilogie wiedergeben und dann auch noch mehr oder weniger inhaltlich bezüglich der Haupthandlung eine Kopie der Story von Teil IV. Natürlich kann man noch nicht vorhersagen, was in Episoden VIII und IX geschieht.

Klingt für mich so, als hättest du wenig gegen das Kopieren an sich... wenn sie bloß aus der anderen Trilogie kopiert hätten. :P

TheRanch hat geschrieben:
Unlogisch & Ungereimt
In diesem Teil würde ich gerne die unlogischen Dinge, bzw. Ungereimtheiten klären, die mir in Episode VII aufgefallen sind. Wenn man hierbei nun von unlogischen Dingen spricht, meine ich natürlich nicht alles was fern der Realität liegt. Ich meine Dinge, die innerhalb des in sich geschlossenen Star Wars Universums keinen Sinn ergeben oder nicht wirklich nachzuvollziehen sind. Aufgefallen ist mir da im Folgenden:

1. Die Flucht vom Sternzerstörer
Zur Flucht selbst komme ich später noch einmal. Was mir an der Sache allerdings nicht gefällt. Für die Erste Ordnung DER Gefangene schlechthin soll im Raumschiff von A nach B gebracht werden. Also wird EINE EINZIGE Sturmtruppe damit beauftragt, den gefährlichen Rebellen durch das Schiff zu führen. Und dann ist das auch noch ausgerechnet die Sturmtruppe, die kurz zuvor am Boden den Befehl auf die Bewohner zu schießen verweigert hatte, was Kylo Ren auch bereits dort aufgefallen war. Die gleiche Sturmtruppe machte negativ auf sich aufmerksam, als sie bei der wieder Ankunft auf dem Zerstörer verbotenerweise ihren Helm abnahm und daraufhin von Captain Phasma zurechtgewiesen wurde. Also eben jener bereits mehrfach negativ aufgefallene Soldat wird alleine damit beauftragt den wichtigsten Gefangenen der Ersten Ordnung von A nach B zu befördern. Sorry, aber das ging mir zu einfach. Eine Kindergarten-Flucht.

Da hast du was falsch verstanden. Poe sollte überhaupt nicht verlegt werden. Und niemand hat Finn den Auftrag dazu gegeben. Das hat er sich ausgedacht, um ihn aus seiner Zelle zu holen.

TheRanch hat geschrieben:
2. Bruchlandung auf Jakku
Ich denke, zu erwähnen ist auch die Bruchlandung von Finn und Poe auf Jakku, von der ich zuerst dachte: Man, ganz schöner Zufall, dass Poe Finn kurz zuvor von seinem Roboter mit der geheimen Datei erzählt und sie dann ausgerechnet da aufschlagen (riesiger Planet usw.), von wo aus man nach einiger Zeit zu Fuß genau zu der Siedlung kommt, wo sich Rey mit jenem BB-8 befindet. Aber dann ist mir eingefallen, dass auch der Kreuzer von Amidala in Episode I genau an dem Ort auf Tatooine gelandet ist, wo Qui-Gon und co. nach kurzer Zeit Anakin gefunden haben. Ich denke, auch wenn es in Episode VII unerwähnt bleibt, kann man diese Gegebenheit ruhig auf eine Fügung der Macht schieben.

Na bitte, du lieferst die Erklärung ja gleich selber. Aber ehrlich gesagt meine ich, die Macht muss man dafür nicht bemühen. Ist halt klassische Filmlogik, dass so etwas durch Zufall immer irgendwie passt. Und für SW gilt das ganz besonders, da werden eigentlich in jedem Teil die enormen Distanzen (sei es kosmisch oder plantar) immer gehörig unter den Teppich gekehrt. Stört doch keinen, ist doch ltztlich irrelevant.

TheRanch hat geschrieben:
3. Im Traktorstrahl von Han und Chewie
Zugegeben, Han Solo erzählt zwar, dass er den Millennium Falken gezielt geortet und dadurch auch gefunden hatte. Ich finde es allerdings trotzdem absolut unglaubwürdig in welcher Geschwindigkeit dies passiert ist. Wie lange befanden sich Rey und Finn im Weltraum? 5 Minuten? 10? Und dann treffen sie DIREKT auf Han und Chewie, selbst wenn diese sie geortet haben? Im unendlich großen Universum? Ich denke, bei aller Lichtgeschwindigkeit dieser Welt ist es doch ein klein wenig übertrieben, wie schnell Millennium Falke und seine früheren Besitzer wieder zueinander gefunden haben. Klar könnte man auch hier von einer Fügung der Macht sprechen, dass beide Schiffe zufälligerweise genau in derselben Ecke des Universums abhängen. Trotzdem. Ein Zweifel bleibt…

Auch hier gilt: Nicht falsch, aber Wayne? Außerdem hatte Han den Falken doch ohnehin schon bei diesem Schrotthändler auf Jakku vermutet, also war er wahrscheinlich schon auf dem Weg dorthin.

TheRanch hat geschrieben:
4. Das Auftauchen des Widerstands
Der Stützpunkt des Widerstandes ist zu Beginn des Films ein großes Geheimnis. Niemand weiß wo er sich befindet. Und dann, zufälligerweise, befindet er sich genau auf dem Planeten, auf dem Han Solo und die Gruppe seine „alte Freundin“ Maz Kanata besuchen, um sie zu bitten, sie zum Widerstand zu führen? Zugegeben, die Rettungsaktion war schon cool. Aber naja… Siehe Punkt 1. Erneut zu einfach.

Mir war gar nicht klar, dass das derselbe Planet sein sollte (ist das so?).

TheRanch hat geschrieben:
5. Rey und die Macht
Definitiv der Punkt, der mich letztendlich mit dem bittersten Beigeschmack des Films zurücklässt. Doch der Reihe nach. Wie und wann kommt Rey mit der Macht in Berührung.
Zum ersten Mal wird sie von Lukes (Anakins) altem Laserschwert angezogen. Als sie es berührt, sieht sie Bilder aus der Vergangenheit, vielleicht auch einige Visionen. Soweit so gut, das geht durchaus in Ordnung, gefiel mir sogar. Auch als sie sich dann auf dem Schiff der Ersten Ordnung, der mentalen Einflussnahme Kylo Ren’s widersetzen kann, der ebenfalls noch kein vollausgebildeter Machtanwender ist, dachte ich: okay, alles noch im Lot und durchaus möglich. Auch der junge Anakin zeigte schon damals Zeichen von Machtanwendung, ohne dass er sich darüber bewusst war, als er als einziger Mensch und vor allem als einziges Kind in der Lage war Podrennen zu fahren.
Doch dann aus meiner Sicht, das absolute No-Go. Ereignisse, die mit allem brechen, was sowohl die alten, als auch die neuen Star Wars Teile einem vermittelt haben und wofür sie standen.
Rey wendet die Macht an. Und das nur auf Grundlage dessen, dass sie weiß, dass sie sie besitzt, um durch einen Gedankentrick eine Sturmtruppe zu manipulieren. Weder weiß man, woher sie weiß, dass so etwas überhaupt möglich ist (man kann nur erahnen, dass sie es in den „alten Erzählungen“ vernommen hat), noch weiß man woher in aller Welt sie das auf einmal können soll.

Immer diese Leute, die ganz genau wissen, wie die Macht zu funktionieren hat. Woher willst du denn wissen, wie schwierig dieser Gedankentrick ist? Nirgendwo (in OT oder PT) wird behauptet, dass man das jahrelang trainieren muss. Überhaupt: Was wir von Lukes Training (durch Obi Wan und Yoda) sehen, besteht auch nicht aus dem Büffeln irgendwelcher neuen "Tricks", sondern es geht hauptsächlich darum, gedankliche Barrieren zu abzubauen. "Vergessen musst du, was früher du gelernt". "Lass dich von deinen Gefühlen leiten" (im englischen noch deutlicher: "feel, don't think"). "Tue es oder tue es nicht". "Das glaube ich einfach nicht! - Darum versagst du."
Meiner Interpretation nach besteht das eigentlich schwierige an diesem Gedankentrick daran, dass man es tatsächlich glauben muss, obwohl es dem sogenannten "gesunden Menschenverstand" entgegenläuft. Vielleicht ist Rey ja gerade darin besonders gut?

TheRanch hat geschrieben:
Und was macht Rey? Ohne dass jemals irgendjemand, der mit der Macht vertraut ist, auch nur eine Sekunde mit ihr darüber spricht oder sie gar unterweist, entreißt sie dem bereits ausgebildeten Kylo Ren das Laserschwert, indem sie durch ihre Machtanwendung die seine übertrumpft.

Sie hat es ihm nicht "entrissen".

TheRanch hat geschrieben:
Dass sie ihn danach im direkten Laserschwert-Duell auch noch besiegt, auch wenn er bereits verwundet war (das soll dem naiven Zuschauer wohl als Ausgleich und Rechtfertigung dienen und wahrscheinlich auch dem ahnungslosen Regisseur selbst) ist ein Star Wars-Sakrileg ohnegleichen.

Vorschlag zur Güte: Lass dir zum Spaß mal einen Bauchschuss verpassen. Danach reden wir nochmal drüber, wie "naiv" die Annahme ist, dass man damit nicht so toll kämpft.
Und was das "Sakrileg" angeht: Wenn bei jedem Kampf der vermeintlich stärkere immer gewinnen würde, könnte man das Kämpfen ja auch gleich lassen.

TheRanch hat geschrieben:
1. Das Alter
Ich bin jetzt 25. Wenn ich mir den Film anschaue, dann sehe ich selbst aus meiner Sicht entweder nur Kinder (Rey, Finn, Kylo Ren) alte Menschen (Han Solo, Leia) oder unmenschliche Rassen (Chewbacca, Snoke, Maz Kanata) als Darsteller. Die einzigen beiden Ausnahmen, also Darsteller die nicht 20 oder 70 sind, bilden da Poe Dameron und General Hux. Ich weiß nicht wieso aber das hat mich irgendwie gestört. Eben auch einfach Star Wars unüblich.

Erstens weiß ich nicht, wieso es dich stört. Zweitens ist es nicht SW-unüblich. Ist in ANH quasi genauso.

TheRanch hat geschrieben:
2. Die Namen
Luke (Skywalker), Han (Solo). Auch diese Namen haben nur eine Silbe. Allerdings besitzen die Personen wie beschrieben noch einen Nachnamen, der sie zu den einzigartigen Figuren macht, die sie sind.
Aber Finn? Rey? Snoke? Nur das? Sonst nichts? Was soll das sein? Und wo ist das verdammte Darth bei Kylo Ren, dessen Namen ich noch einigermaßen akzeptabel finde. Bei Maz Kanata hat es doch auch funktioniert, wieso so einfallslos bei den restlichen Namen der Protagonisten. Wo ist der Namensgeber der wunderbaren Namen Obi-Wan Kenobi, Qui-Gon Gin, Mace Windu, Sheev Palpatine, Leia Organa, Jaaba the Hut und Lando Calrissian abgeblieben? Musstet ihr den unbedingt gegen einen Viertklässler eintauschen, Disney? Damit sich die Namen auch elfjährige merken und aussprechen können?

Auch wieder Kritik, die ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen kann, weder auf allgmeiner Ebene noch im Konkreten.
Allgemein: Wie total egal ist es bitte, ob ein Charakter einen oder zwei Namen hat?
Und konkret: Finn hat in der Tat nur den einen Namen (streng genommen sogar gar keinen). Aber das wird erklärt. Rey hat ganz bestimmt einen Nachnamen, sie sagt ihn nur nicht. Wahsrcheinlich aus gutem Grund, denn es hat sich bei ihr ja schon eine etwas mysteriöse Vergangenheit angedeutet. Soll heißen: Der wird bestimmt noch nachgereicht. Und Snoke? Ha! Der Imperator hatte in der ganzen OT überhaupt keinen Namen, der war einfach nur der Imperator. Hat kein Aas gestört, war im Gegenteil irgendwie cool. Einen Vornamen hat er (im Filmuniversum) bis heute nicht. Wen stört das?

TheRanch hat geschrieben:
3. Kylo Ren
Was mir an ihm gefällt, ist der Schauspieler. Auch wenn er, wie bereits oben gesagt, ebenfalls eher noch ein Kind (junger Erwachsener) ist, glaube ich, dass ihm die Rolle steht und er Potenzial hat. Was mich an Kylo Ren stört, ist die Figur selbst.
Angefangen bei dem kindlichen und mal wieder völlig Star Wars unüblichen Laserschwert-Gemetzel gegen Boardcomputer von Raumschiffen, zu denen er neigt, sobald etwas nicht nach Plan verläuft. Ja, die Sith sind gewaltsam, ignorant, hasserfüllt, gnadenlos und schrecken auch vor Mord an der eigenen Familie nicht zurück. Sie verkörpern alles Schlechte. Das macht sie aus. Deshalb sind sie so mächtig. Trotzdem besitzen auch die Sith bei Fehlschlägen eine Art bösartige Erhabenheit. Diese äußert sich vielleicht einmal darin, dass ein Untergebener still und heimlich per Würgegriff sein Ende findet. Oder in einem zähneknirschenden Fäuste Ballen. Nie aber würde sich ein Sith derartig gehen lassen, wild und wahllos mit dem Laserschwert um sich fuchteln, um sich abzureagieren. Kylo Ren aber tut dies und das gleich mehrfach.
Er ist nicht voll ausgebildet, jedenfalls nicht so weit wie Anakin damals, als er zu Darth Vader wurde. Mich stört an ihm auch nicht, dass er nicht „der perfekte Sithlord“ ist. Trotzdem bleibt von ihm nicht viel mehr, als der Eindruck den ein weinerliches und mürrisches Kind / Teenager auf einen macht. Vor allem durch die Szene mit Han Solo, der ihm im Sterben über die tränenbenetzte Wange streichelt. Oder dem Endkampf, den er gegen „Neu-Jedi“ Rey verliert und dabei gar nicht so recht weiß, wie ihm geschieht.
Das Image des bösen, Vader-ähnlichen Gegenspielers, was man in der ersten Hälfte des Films versucht aufzubauen, verliert er gegen Ende, nicht aufgrund seiner inneren Zwiespältigkeit, sondern durch seine für einen Sith unübliche psychische als auch physische Schwäche, völlig.

Ja. Das liegt daran, dass er ein interessanter und eigenständiger Charakter ist, keine Vader-Kopie. Komisch, erst beschwerst du dich dass alles genauso ist wie in Episode 4, und dann beschwerst du dich wenn mal etwas anders ist?
Ich find Kylo Ren gut. Und zwar genau aus den Gründen, aus denen du ihn schlecht findest. Beim Trailer dachte ich noch, das wird wahrscheinlich die Enntäuschung des Films. Wieder so ein 08/15-Exemplar aus dem Superschurken-Bastelbogen mit schwarzen Klamotten, pseudo-pöhser Maske und lächerlichem Gimmick-Lichtschwert. Ich sag dir ganz ehrlich, alle dunklen Jedi nach Vader waren für mich nur lächerliche Poser.
Was die Sith-Fanboys gern vergessen oder nicht verstanden haben: Die dunkle Seite ist nicht stärker, wie wir von Yoda wissen. Nur leichter, schneller, verführerischer. Starke Charaktere werden Jedi. Schwache Charaktere werden Opfer der dunklen Seite. Genau solche Flitzpiepen wie Kylo Ren. Und dabei ist er ja noch nicht mal richtig böse, er wäre es nur gern! Wie in dem Monolog mit Vaders Maske ja auch überdeutlich wird. "Ach Opa, ich wüncht ich wär so böse wie du". Kylo Ren ist genau das, was ich angenommen hatte: Ein Möchtegern-Böser und ein Poser. Nur, anders als ich angenommen hatte, wird das auch mal ganz klar herausgestellt. Was einfach nur geil ist. Hier wird mit einem Klischee mal richtig gespielt. Deshalb bastelt er sich irgendwelche dummen Gimmicks ans Lichtschwert (nicht weils Sinn macht; und somit hat sich auch diese hitzige Pre-Release-Debatte erledigt). Deshalb setzt er sich nen lächerlichen Helm auf, weil er meint die Leute hätten dann mehr Schiß (absolut geil die Szene, wo der General neben ihn tritt und er hat seinen Helm gerade nicht auf. Dass er sich nicht die Hand vors Gesicht hält ist auch alles).
Und dazu passt eben auch gut, dass er seinen Vater tötet: Er glaubt, es wird ihm helfen, mehr mit der dunklen Seite zu verschmelzen. Wir werden noch sehen müssen, ob das was gebracht hat...

TheRanch hat geschrieben:
4. Die Übersetzung
Was sich im englischen mit „The First Order“ noch ganz cool anhört, klingt in der 1:1 Übersetzung ins Deutsche mit: „Die Erste Ordnung“ langatmig und irgendwie einfach nur blöd. So jedenfalls meine subjektive Empfindung. Außerdem ist es einem jetzt nicht mehr möglich eine Adjektivierung vorzunehmen, sprich sowas wie „die imperialen Sturmtruppen“ zu sagen, was mich auch stört. Klar ist es eigentlich immer maßgeblich das Englische 1:1 zu übersetzen aber an der Stelle gefällt es mir jedenfalls nicht. Ähnliches gilt übrigens auch für den Titel. „The Force Awakens“ hört sich um einiges besser und schnittiger an als „Das Erwachen der Macht“.

Das kannst du beides aber nicht der Übersetzung anlasten. Bei "The First Order" wirds auch im Englischen mit der Adjektivierung schwer. Und den Filmtitel mag ich zwar nicht besonders... aber die wörtliche Übersetzung wäre noch schlimmer gewesen. Dass "Die Macht erwacht" wegen der Alliteration im Deutschen komisch klingt, hatte von den Machern des Films wahrsceinlich keiner auf dem Zettel.

TheRanch hat geschrieben:
5. Planetennamen
Haben sie wohl neben den Nachnamen der Protagonisten ebenfalls vergessen. Bis auf Jakku (warum wurde eigentlich nicht gleich Tatooine genommen?) bleiben die Namen der Planeten, auf dem Maz Kanata lebt, den die Erste Ordnung in einen Todesstern 3.0 umgebaut hat, die 3, die durch den neuen Todesstern zerstört werden, sowie der, auf dem schließlich Luke gefunden wird, unerwähnt. Vielleicht ist es den meisten Leuten egal, es fällt ihnen nicht einmal auf. Ich allerdings liebe das an Star Wars. Dieses selbst geschaffene Universum. Die Namen der Planeten und Welten. Naboo. Coruscant. Tatooine. Geonisis. Kamino. Mustafar. Kashyyyk. Hoth. Yavin IV. Endor. Einfach Planetennamen. Gebt dem ganzen doch mal eine Seele, verdammt.

Wieder so eine Sache, die mich partout nicht hochreißt. Aber wen es interessiert, für den werden die entsprechenden Namen garantiert aus sekundärer Quelle nachgereicht...

TheRanch hat geschrieben:
6. Der Soundtrack
Bis auf ein paar Nostalgie-, bzw. Schlüsselszenen ist nichts vom alten Star Wars Soundtrack geblieben, wohingegen mich die neuen Kompositionen kein bisschen mitgerissen haben. Die Musik des mächtigen London Symphony Orchestras war sonst in vielen Szenen der Euphorie-Antreiber schlechthin. Davon ist für mich in diesem Teil leider wenig bis gar nichts geblieben. Kein bisschen „Imperial March“, kein „Duell of the Fates“, ab und zu Mal ein schwacher „The Force Theme“. Vielleicht kommt der Geschmack für die neue Musik auch erst mit wiederholten schauen. Hängen geblieben ist jedenfalls nichts davon.

Du scheinst das Konzept von "Leitmotiven" nicht ganz durchschaut zu haben. Wo es kein Imperium gibt, erklingt natürlich kein imperialer Marsch. Und ich finde das gerade gut, dass nicht wahlos die bereits vorhandenen Stücke neuverwurstet wurden, nur weil sie beliebt sind. Leias Thema war aber zum Beispiel drin. Und das von dir angesprochene Macht-Thema war sogar richtig geil in Szene gesetzt. Bei Szenen mit Rey manchmal so ganz sacht anklingend und dann abgewürgt, bricht es beim Kampf mit Kylo und am Ende beim Treffen mit Luke dann voll durch. Williams versteht es wie kein zweiter, eine Story nur durch Musik zu erzählen. Und ich fand die neuen Stücke, insbesondere bei den Kampfsequenzen, auch wieder richtig, richtig gut.

TheRanch hat geschrieben:
7. Dauer der Handlung = 1-2 Tage?
Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, dem das so aufgefallen ist, aber mir kam es so vor, als ob die Dauer der Handlung innerhalb des Films nicht länger als 24-36 Stunden gedauert hätte.

Und das ist schlimm, weil?

TheRanch hat geschrieben:
Das geht mir alles viel zu schnell, viel zu hektisch. Man kommt kaum einmal zur Ruhe. Mal ein längerer, ruhiger und besonnener Dialog. Sodass sich das Geschehene setzen kann. Nichts dergleichen.

Stimmt ja nicht. Gut, es ist nicht so wie bei Episode 1, wo in drei Vierteln des Films einfach mal gar nichts passiert, aber es soll keine ruhigen Dialogszenen geben? Was ist mit Reys und Hans Unterhaltung über die Jedi? Die Szenen mit Maz? Alle Szenen mit Leia?

TheRanch hat geschrieben:
8. Die Rolle von C3P-O und R2-D2
Ich glaube in keinem der bisherigen sechs Teile war die Rolle der beiden Androiden dermaßen unausgeprägt. Bis auf ein paar unlustige Kommentare ist von C3P-O nichts zu sehen oder zu hören, von R2, der in der vorletzten Szene einen Mini-Einsatz hat, ganz zu schweigen. Diese beiden Konstanten in allen sechs vorherigen Teilen derartig zu vernachlässigen und ihnen nicht mal mehr eine Nebenrolle zukommen zu lassen, finde ich unglaublich traurig. Es kommt einem so vor, als müssten sie halt mal kurz auftauchen, weil sie eben einfach irgendwie dazugehören. Danke dafür.

Wie gesagt: Komisch, dass du erst bemängelst, dass alles genau gleich gemacht wurde, und dir dann aber nicht gefällt, wo von der Formel abgewichen wird. Ich hab schonmal geschrieben, dass mir R2D2s Rolle auch nicht sehr gefällt. Aber nicht weil sie zu klein, sondern weil sie selbst in diesem kleinen Umfang immer noch überflüssig ist. Dass der auf einmal diese Karte hat... hä?
Aber das war bei weitem noch nicht so lächerlich wie ein C3PO der von einem Sklavenjungen zusammengeschraubt wird und ein R2D2, der persönlich von einer Königin gelobt wird, weil er, wie es seine Aufgabe ist, ihr verdammtes Schiff geflickt hat. Das war mal richtig gekünsteltes Reinbasteln der Droiden in eine Handlung in der sie eigentlich nichts verloren hatten.

TheRanch hat geschrieben:
9. Irgendwie recht wenig Charaktere
Rey, Finn, Poe Dameron, Kylo Ren, Maz Kanata, Snoke, Hux, BB-8 und mit viel Wohlwollen noch Captain Phasma. Die alten Charaktere Han Solo, Luke Skywalker (der ohnehin keine wirkliche Rolle spielt), Leia Organa, Chewbacca, C3P-O und R2-D2 (ebenfalls keine wirkliche Rolle) ausgenommen, kommt man gerade mal auf acht neue Charaktere, bzw. Charaktere, die mehr als in einer Szene zu sehen sind & mehr als drei Sätze sagen. Acht. Ich finde das wenig. Gerade für Star Wars.

Hä? Muss ich das verstehen? Seit wann macht die pure Anzahl von Charakteren eine Handlung aus? Findest du deshalb auch die fünf Freunde besser als TKKG? Und die wiederum besser als die drei Fragezeichen? Weils jeweils einer mehr ist? Sortierst du Shakespeare-Stücke nach der Länge der "dramatis personae"?
Sorry, das ist für mich ein komplett konstruierter Kritikpunkt. Denn nicht die Anzahl der Personen ist wichtig, sondern ob sie interessant genug sind eine Handlung zu tragen.

TheRanch hat geschrieben:
Allein auf Tatooine wurden einem Watto, Sebulba, C3P-O, Shmi & Anakin Skylwalker vorgestellt. Dort befinden sich außerdem Qui-Gon, Padme, Jar-Jar und R2-D2. Zuzüglich Obi-Wan und Captain Panaka, die im Raumschiff warten. Macht allein elf Charaktere auf Tatooine, an die ich mich gerade erinnern kann.

Elf Figuren. Null Charaktere. Großer Unterschied.
Reys linker großer Zeh ist interessanter für mich als diese elf Pappaufsteller.

TheRanch hat geschrieben:
Wurden nur so wenig neue Charaktere eingebunden, da Kinder, die sich die Disney-Filme anschauen, nicht mehr als acht neue Personen gleichzeitig merken können? Oder wären mehr als acht Personen für eine derartig einfach gestrickte (und wiederholte) Haupthandlung zu viel gewesen? Man kann es nur erahnen.

Mehr als einen oder maximal zwei Protagonisten braucht keine Handlung. Im Gegenteil sind mehr schädlich, dann kann sich der Zuschauer mit keinem mehr identifizieren. Die PT geht da einen kuriosen Sonderweg: Dort gibts nämlich interessantrweise überhaupt keinen eindeutigen Protagonisten. Zwar jede Menge Figuren, ja, aber keinen auf den die Handlung wirklich fokussiert. Ich glaub ich kenne da kein weiteres Beispiel für.

TheRanch hat geschrieben:
6. Kylo Rens Zerrissenheit & sein Laserschwert
Ich weiß, über den Kerl habe ich jetzt eigentlich schon mehr als genug geschrieben. Allerdings war das meiste eher negativ und das ändert sich durch diesen Punkt auch nicht wirklich. Was mir aber an ihm gefällt, ist seine Unsicherheit, ob er das richtige tut. Ich glaube, er geht eigentlich davon aus das Richtige zu tun, da er aber kein „vollendeter“ Sithlord ist, scheint er sich nicht immer ganz sicher zu sein.
Das gab es bisher noch nicht wirklich, außer ganz entfernt bei Anakin, der stets wusste, dass man keine negativen Gefühle zulassen durfte, den Kampf aber schließlich verlor. Es ist also eher umgekehrt.
Jedenfalls gab es ein solches Verhalten bei einem Sith noch nicht und ich finde es interessant. Bleibt abzuwarten, ob ihn der Mord an seinem Vater völlig zur dunklen Seite bekehrt hat und was die Niederlage gegen Rey aus ihm macht.

Bin an dieser Stelle über die Struktur deiner Kritik verwirrt; bei Ren waren wir ja eben schonmal und da fandest du ihn ultra-mies... seis drum, was du hier jetzt postiv anmerkst hatte ich ja auch schon so ähnlich geschrieben.
Aber am Rande: Kylo Ren ist kein Sith. Also jedenfalls wahrscheinlich nicht, da er sich nicht so nennt. Genau weiß mans ja nicht, da uns George Lucas niemals die Bedeutung dieses Wortes erklärt hat...

TheRanch hat geschrieben:
Oft habe ich gelesen, dass Leute sein Laserschwert nicht leiden können und es Star Wars untypisch finden. Ist es auch. Allerdings finde ich, dass das ein neues Element ist, was durchaus als positiv zu bewerten ist. Warum nicht? Darth Maul war auch der Erste und Einzige bisher, mit einem Doppellichtschwert und Count Doku der Einzige mit einem gebogenen Laserschwert-Griff.

Wie gesagt: Jämmerliche Poser.

TheRanch hat geschrieben:
Ob das Laserschwert jetzt unbedingt pulsieren muss, weiß ich auch nicht, großartig stören tut es mich persönlich jedenfalls nicht. Für mich passt eher nicht die Bedrohlichkeit des wabernden Laserschwerts mit der Unsicherheit Kylo Rens zusammen. So als würde man einen elfjährigen in einen Anzug stecken, nur um ihn als seriösen Geschäftsmann aussehen zu lassen.

Genau. Reines Imponiergehabe.

TheRanch hat geschrieben:
7. Rey’s Verhalten im Endkampf
Die Überschrift ist vielleicht nicht ganz treffend. Ich wusste nur nicht wie ich es besser ausdrücken sollte. Was ich damit meine: In vielen Foren und Kritiken habe ich immer wieder die Meinungen gelesen, es sei falsch und „Star Wars unüblich“ wie Rey am Ende gewinnt. Soll heißen, sie kämpft mit Wut gegen Kylo Ren und gewinnt nur deswegen. Allerdings dürfe man als Jedi nicht mit Wut kämpfen. Denn Wut führt zu Hass, Hass zu Trauer usw. (oder so ähnlich). Jedenfalls zur dunklen Seite der Macht. Als Beispiel wird angeführt, dass Anakin in Episode II aus Hass auf die Tusken, da sie seine Mutter verschleppt haben, diese in einem Anflug von Zorn allesamt tötet. Das mag zwar stimmen. Allerdings kann man diese beiden Situationen meiner Meinung nach überhaupt nicht vergleichen. Anakin handelte zwar voller Hass und wohl auch nicht mehr ganz rational. Allerdings hatte er einen genauen Plan wie er vorgehen wollte, schlich sich extra in das Lager und tötete dann gezielt, obwohl es keinen Sinn hatte, da seine Mutter bereits gestorben war.

Der entscheidende Unterschied den ich sehe war ein anderer; Reys und Finn Leben war bedroht, Anakins nicht. Abgesehen ist Rey ein von Grund auf guter Charakter, das war Anakin (nach Episode 1) nie.

TheRanch hat geschrieben:
Ich allerdings würde auf eine viel ähnlichere Szene verweisen, die viel näher an diesen Endkampf heranreicht, die allerdings genau das Gegenteil verdeutlicht, nämlich dass Rey eben nicht unweigerlich der dunklen Seite verfallen muss, nur weil sie mit Wut im Bauch Kämpft.
Ich meine den Endkampf aus Episode I. Schaut man sich da an wie Obi-Wan reagiert, als Darth Maul Qui-Gon tötet, kann man deutlich erkennen, dass er sich nicht gerade besonnen und beherrscht verhält, sondern es kaum erwarten kann seinen Gegner zu attackieren. Er hat in diesem Moment sicher ebenfalls große Wut. Lässt ihn das zu einem Sith werden? Nein. Im Gegenteil.

Es wäre ohnehin albern anzunehmen, dass ein einziger Wutanfall einem sofort der dunklen Seite in die Arme treiben muss, vor allem wann man ansonsten charakterfest ist.

TheRanch hat geschrieben:
Ich denke diese Situation kann man 1:1 auf die Situation am Ende von Episode VII projizieren, da auch dort Finn getroffen wird und zu Boden geht, Rey daraufhin zu Hilfe eilt, um Kylo Ren zu besiegen.
Diesem weit verbreiteten (Gegen-)Argument muss ich also widersprechen, da es durchaus Sinn ergibt wie Rey kämpft. Dass sie trotzdem gewinnt und wie ich das finde, hat damit nichts zu tun, aber auch das wurde ja alles bereits dargelegt.

Ich kannte diese Kritik gar nicht, bevor ich sie bei dir gelesen habe... aber ich stimme dir zu, dass sie blödsinnig ist.

TheRanch hat geschrieben:
Fazit
Ich habe Angst. Angst davor, dass mein geliebtes Star Wars, das Universum, das mich nahezu mein ganzes Leben fasziniert hat, nun ausgeschlachtet wird, mit möglichst einfachen Handlungen, am besten nahezu kopiert von den alten Teilen, in der Hoffnung die nostalgischen Momente stellen die Fans zufrieden, nur um möglichst viel Profit aus den Kinokassen und dem gerade unsäglich aufflammenden und für mich als Fan fast schon nervenden Merchandise, herauszuschlagen. Ich verstehe nicht, wie dieser Film derartig gute Bewertungen erhalten konnte.

Da hast du quasi 1:1 meine Gefühle bzgl. der PT wiedergegeben. Wie man sieht ist SW aber doch wieder auf die Beine gekommen. Anscheinend musste man dazu lediglich George Lucas loswerden.
Wobei, der Kommerz-Vorwurf (wegen Merchandising und so) ist etwas unfair. War bei SW schon immer so. Und ist heute generell bei Blockbustern kaum noch wegzudenken, leider.

TheRanch hat geschrieben:
Der Film wird und wurde einfach von Leuten bewertet, die wissen was Star Wars ist. Die die Filme vielleicht mal gesehen haben. Vor ein paar Jahren. Die wissen wer Luke ist. Die wissen wer Yoda ist. Die wissen, dass Harrison Ford da mal mitgespielt hat. Die schauen sich diesen Film an, sehen die Effekte, hören die drolligen Dialoge, finden es klasse, dass die alten Schauspieler wieder mit dabei sind. Sehen wie die Guten am Ende wieder siegen. Ein Happy End. 4/5. 9/10. Das ist der Großteil.
Nur die wenigsten wissen, welche Farbe Mace Windus Lichtschwert hat.
Wer überhaupt Mace Windu ist.
Wen Mace Windu in der Arena auf Geonosis tötet.
Wer dadurch zum Weisen wird. Wie dieser Weise 30 Jahre später stirbt.
Was für einer Rasse Darth Maul angehört.
Dass es Jedi-Meister Sifo-Dyas war, der die Erschaffung einer Klonarmee in Auftrag gab.
Dass die zotteligen Lastentiere auf Tatooine Banthas heißen.
Dass Obi-Wan’s Droide in Episode II R4-P17 heißt.
Wie viele Arme Kantinenbetreiber Dexter hat und warum Obi-Wan ihn in Episode II aufsucht.
Wer Plo Koon ist und wie er stirbt.
Dass das Ersatzteil nach dem Qui-Gon auf Tatooine sucht „T-14 Antriebsgenerator“ heißt.

Also kurz gesagt die Nerds. Zu denen du dich nicht zählen möchtest. :)
Aber ich kann dir nicht zustimmen; ich hatte ganz und gar nicht den Eindruck, dass der Film bei den "Gelegenheits-Kinogängern" signifikant besser angekommen wäre als beim "harten Kern".

TheRanch hat geschrieben:
Ich könnte jetzt stundenlang so weitermachen. Ich will hier nicht mit irgendwelchen Star Wars Fachwissen prahlen. Es soll lediglich verdeutlichen, dass wenn ich einen Star Wars Film sehe, er für mich mehr als nur ein Film ist. Ich sehe eine eigene, eine lebendige Welt.
Diese Kritiker sehen einen Film. Sie sehen, dass er eine schlüssige Handlung hat, erkennen die tollen Effekte an und schmunzeln an der Stelle, wo Leia sagt: „Und sag jetzt nicht Todesstern!“ Denn sie können sich erinnern, dass da mal was mit einem Todesstern war, schreiben also in ihr Notizbuch „Lustige Anspielung auf Episode IV.“

Naja, man ist bescheiden geworden. Schlüssige Handlung und Humor der auch lustig ist hat uns leider nicht jeder SW-Film geboten...

TheRanch hat geschrieben:
Diese Kritiker verstehen aber Star Wars nicht.
Sie bewerten wahrscheinlich mehrere Filme pro Woche. Sie haben keine Ahnung von Star Wars. Hätten sie Ahnung und hätten sie (wie manche Star Wars Fans) nicht die rosarote Brille auf, würden sie erkennen oder zugeben (vielleicht wissen es manche in ihrem tiefsten Innern, wollen es sich aber nicht eingestehen), dass dieser Film, bis darauf, dass seine Handlung wohl zu 80% von der von Teil IV abgeleitet ist, nicht mehr viel mit dem Star Wars von George Lucas gemein hat.

Dieses Postulat ist schon dehalb unmöglich zu widerlegen, weil es das Star Wars von George Lucas gar nicht gibt.

TheRanch hat geschrieben:
Es ist ein Star Wars für Unwissende und eigentlich auch Uninteressierte.

Erwiesenermaßen unwahr. Du kannst dir gern in der Vorstellung gefallen, du allein hättest recht und die anderen keine Ahnung, doch das Echo vieler Fans widerlegt dich.
Ich kann das Argument im Gegenteil problemlos gegen dich als PT-Fan wenden. Die Filmreihe hatte Logiklöcher die größer waren als ein Sarlacc-Schlund, komplett platte Charaktere und keine nennenswerte Story.
Aber es gab ne Menge Lischtschwerter, also konnte man ne Menge Plastikspielzeug verkaufen.
Um mal was aus deiner Liste oben aufzugreifen: Kannst du mir sagen, wer Mace Windu ist? Also ohne EU-Zusatzwissen? Verwende nicht die Worte "Jackson" und "lila".
Was bleibt da? Nichts.
Aber der neue Film soll was für die Oberflächlichen sein, ist klar.

TheRanch hat geschrieben:
Was ich allerdings für unverzeihlich halte, dass Disney daraufhin die in Büchern und Comics existierende Story in den Schredder gesteckt hat, um dann eigene Schreiberlinge ans Werk zu lassen, die leider keinen blassen Schimmer von Star Wars zu haben scheinen. Das erklärt zumindest, das mehr als offensichtliche „abgucken“ von Teil IV und die unfassbaren Logikfehler, die gegen das George Lucas Universum verstoßen.

Mich kotzt diese selektive Wahrnehmung so an. George Lucas hat mit der PT weit mehr Logikfehler in sein eigenes Universum eingebracht als TFA. Und die Schreiberlinge, die keine Ahnung von SW haben und das ganze Universum verpfuschen? Die gibts doch seit jeher! Die sind doch mit Lucasfilm alle großgeworden! Nenn mir doch mal eine Geschichte aus dem sogenannten "alten Kanon", jetzt Legends, die nicht voll von haarsträubendsten Widersprüchen zu den Filmen wie auch zu bestehenden Büchern gesteckt hätte! Das hat bei Lucasfilm Licensing genauso keinen interessiert wie jetzt Disney, solange die Kasse gut klingelt.
Und hat Lucas vielleicht dieser ganze Schmonsens interessiert, als er die PT gemacht hat? Natürlich nicht! Es gab zwar schon mindestens zwei Hintergrundgeschichten zu Boba Fett, aber das hat ihn nicht dran gehindert einfach ne dritte zu erfinden (Scheiße waren alle drei, wie überhaupt die Erzählung seiner Hintergrundgeschichte die beste Methode ist, den Charakter kaputtzumachen, aber das nur nebenbei).
Der einzige Fehler, den Disney gemacht hat ist, dass die den alten Krempel "offiziell" abgesägt haben. Das war dumm. Die hätten es so machen sollen wie Lucas, einfach behaupten es würde alles igrndwie passen weil "Kanon" draufsteht und die Herde schaltet die Hirne ab. Wobei... hätte wahrscheinlich nicht funktioniert. Sowas glaubt man nur dem gottgleichen Lucas.

TheRanch hat geschrieben:
Bitte schenkt uns etwas Neues. Bitte seid kreativ, denkt Euch neue Dinge aus, gebt Euer Bestes. Aber bitte ohne weiterhin die Star Wars Gesetze zu verletzen. Es gibt so unendlich viel Potenzial.

Wegen dem "neuen" bin ich optimistisch. Ein guter Grundstein ist jedenfalls gelegt. Was die ach so schwere Verletzung von "SW-Gesetzen" angeht... hab ich in der Textwüste irgendwo übersehen, welche das eigentlich sein sollen? Ich meine jetzt mal abgesehen von Albernheiten wie Personenzahl und Planetennnamen?

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Lieutenant Colonel Tempest
Any society that would give up a little liberty to gain a little security will deserve neither and lose both. - B.Franklin


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BeitragVerfasst: Mo, 11. Jan 2016, 21:45 
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Ich muss leider kurz dazwischen grätschen, aber lasst euch von eurer Diskussion bitte nicht abbringen. Lese interessiert mit.

Mir hat der Film sehr gut gefallen. Die neuen Charaktere Finn und Rey haben Tiefgang, besitzen interessante Persönlichkeiten und viel Potenzial für die nächsten Filme. BB-8 ist ein netter Neuzugang. Der Humor, der sich durch den ganzen Film zog, war nicht so plump und kindisch wie in den Prequels, sondern immer angemessen, sorgte treffsicher für Schmunzler und besitzt angenehme Referenzen auf Todesstern und Kessel Run. Die Handlung wirft viele Fragen auf, über die nun munter gerätselt und gemutmaßt werden kann.

Es gibt aber auch Vieles, was ich bemängeln muss. Die zweite Filmhälfte, quasi alles nach der Cantina-Szene, ging mir viel zu hastig. Höhepunkt dieser Hast waren dann die dicht aneinandergereihten Szenen ganz zum Schluss. Ich finde, der Film hätte viel besser nach Leias Worten "Möge die Macht mit Dir sein" enden können, das wäre viel atmosphärischer gewesen. Rey, mit Chewie an ihrer Seite und Leia in ihrem Rücken, tritt in die Fußstapfen Han Solos als Pilotin des Rasenden Falken, und bricht zu einer Mission auf, die das Schicksal der Galaxis entscheiden wird. Besser kann man so einen Film doch gar nicht beenden. Aber man wollte wohl Luke noch unbedingt irgendwie mit einbinden. Ist für mich eher schlecht als recht gelungen. Fand diesen Mini-Auftritt ohne Sprechrolle nicht sonderlich gut. Hätte viel, viel besser als Einstieg in die nächste Episode dienen können.

Die große Endschlacht entwickelte für mich keine große Tiefe - ich habe weder mit Han, noch mit Chewie, noch mit Finn wirklich mitgefiebert. Lag wahrscheinlich daran, dass gegen Ende alles Knall auf Fall runtergerattert wurde, und der Film dadurch - jedenfalls für mich - viel von seiner anfänglichen Faszination und Tiefe eingebüßt hat. Hans Tod war in Ordnung, aber irgendwie für meinen Geschmack "zu mager". Der Abgang hätte größer ausfallen können. Leia wurde meiner Meinung nach nur mäßig gut eingebunden. Snoke bleibt ein großes Mysterium und Kylo Ren ist in seiner jetzigen Verfassung nicht wirklich ernstzunehmen. Aber da wird in den nächsten Filmen mit Sicherheit noch nachgelegt. Lediglich Reys Schicksal war für mich bis zum Schluss packend. Und natürlich das Warten auf Luke.

Aber das ist alles Ansichtssache und verschmerzbar. Handwerklich und storytechnisch war der Film, vor allem in seiner ersten Hälfte, sehr gut. Tricktechnisch voll auf der Höhe. Der Retrolook sitzt bis ins kleinste Detail, ohne zu "aufdringlich" oder wie ein inspirationsloser Abklatsch zu wirken. Der höhere Frauenanteil ist zu begrüßen (Soll wohl auch das Merchandising ausdehnen) und die neuen Aliens/Spezies sehen im Allgemein nicht merkwürdiger oder weniger nach Star Wars aus, als die Gestalten in der Mos Eisley Cantina, in Dexter's Diner oder im Galaktischen Senat.

Alles in Allem wurde ich äußerst positiv überrascht und TFA kann mit den vorherigen Filmen allemal mithalten.

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BeitragVerfasst: Di, 12. Jan 2016, 00:44 
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Tempest hat geschrieben:
Du selbst magst eine Ausnahme sein, aber eine Menge Menschen hassen die PT. Deshalb habe ich von vornherein gesagt: Wenn sie schlau sind, erwähnen sie nichts aus der PT auch nur mit einer Silbe. Was sie gemacht haben. Weil sie schlau sind. Irgendwelche Fahnen über irgendwelchen Türen mal ausgenommen, aber die kann man ja gut ignorieren...

1. Es kamen sehrwohl Anspielungen und Elemente aus der PT vor. Hast du wahrscheinlich nur nicht bemerkt, weil du mit deiner "Lalala-es-gibt-keine-PT-die-hat-nie-existiert"-Mentalität nicht darauf geachtet hast.
2. Es ist echt gemein anzunehmen, der Film wäre schlechter oder gar Scheiße, nur weil "mit einer Silbe" auf etwas aus der PT angespielt wird. Deinen blinden Hass diesbezüglich finde ich hochgradig lächerlich.
3. Du ignorierst einen Dreck! Wenn du ein echter SW-Fan bist, akzeptierst du, auch wenn sie nicht so gut wie die OT war, die PT als Teil von Star Wars. Zumindest wenn du ein echter SW-Fan sein willst. :wink:
Mal ganz ehrlich, diese Verleumdung ist doch einfach nur kindisch. Das ist wie zu flennen "Mami, ich mag keinen Spinat, also existiert er für mich nicht!" WAT? Ergibt das Sinn? :shock: :roll:
Ich zum Beispiel mag keine Zartbitterschokolade. Aber ist das ein Grund, ihre Existenz zu leugnen? Ich kann auch akzeptieren dass sie Teil der Süßigkeiten-Industrie ist, obwohl ich sie eigentlich nicht so mag. Das tut mir überhaupt nicht weh. :P

Tempest hat geschrieben:
Da muss ich grad mal dazwischen. Episode I hat die Grundlage für gar nichts gelegt. Die Story aus Episode 2 und 3 hatte mit der aus 1 so gut wie gar nichts mehr zu tun.

Das erfährt man aber auch erst, wenn man alle drei Episoden gesehen hat. Folglich, lohnt es sich trotzdem ihn anzusehen.
Du verteidigst jetzt hier auf Biegen und brechen die Handlung von Episode VII. Aber woher willst du bitte wissen, ob Episode VII später wenn die komplette Sequel-Trilogie abgedreht ist, rückblickend ähnlich irrelevant sein wird?
Ich lese hier immer, Episode I erzählt angeblich nichts wichtiges. Aber doch das tut es! Man erfährt wo Anakin Skywalker herkommt, wie er Obi und Lukes und Leias Mutter kennengelernt hat und schließlich, wie Palpatine Anhand eines inszenierten Konflikts an die Macht gekommen ist. Und klar hast du damit recht, dass man einige dieser Dinge auch in Episode II hätte erklären können. Aber hätte, könnte, sollte, müsste ... meine Fresse WEN JUCKT'S?! :roll:
Es ist so wie es ist! Und Episode I HAT diese Dinge und damit seine Daseinsberechtigung. Deal with it!

Tempest hat geschrieben:
Und unter diesem Aspekt ist Episode 7 tatsächlich etwas bisher völlig neues: Ein Einstieg in eine neue Reihe mit offenem Ende.

Ähm, nope. Nicht wirklich. Die Enden von Episode V und Episode II waren in meinen Augen auch nicht abgeschlossen. Sie vermittelten eher dieses "Jetzt geht's erst richtig los"-Gefühl. Genau wie jetzt eben das Ende von Episode VII.

Tempest hat geschrieben:
Ich kürz das mal ab. Es wurde schon mehrfach in diesem Thread thematisiert, dass Struktur und Inhalt von Episode 7 sehr ähnlich zu 4 sind. Muss man nicht mögen. Mich persönlich stört es nicht.

Lol. Natürlich stört es dich nicht. Weil du ein geradezu krankhafter OT-Fanatist bist, das ist schon nicht mehr feierlich. Schon die Aussage, wenn mit einer Silbe etwas aus der PT erwähnt wird, wird der Film dadurch schlechter, aber OT Anspielungen sind toll ... ich lass es besser. Hat keinen Sinn. :roll:

Tempest hat geschrieben:
Schon wieder ein neues Universum will ja auch keiner.

Da irrst du dich. Ich gehöre auch zu dieser Fraktion und du musst zugeben, diese Erwartung ist nicht zu weit hergeholt, da der Film ganze 30 Jahre nach Episode VI spielt. In einer neuen Ära darf man ja wohl Unterschiede zur vorherigen erwarten. Und genau da hat für mich die PT gepunktet. Mal ganz abgesehen von bekannten Schwächen im Drehbuch, in Episode I werden eine jede Menge neue Planeten, Fahrzeuge, Spezies etc. ins bestehende SW-Universum eingeführt. Kampfdroiden, cool. Gungans, oho! Eine Unterwasserstadt, Wow! Straßenrennen im SW-Universum, nice! usw.
Ich weiß nicht wie das bei dir aussieht, aber mit hätte der Film erheblich weniger gefallen, wäre Jakku nicht Jakku, sondern schon wieder Tatooine gewesen, BB-8 von Jawas bedrängt worden, an dem Wassertrog neben Finn ein Bantha getrunken, und Han Solo Tauntauns statt Rathtare geschmuggelt hätte.
Deshalb sind neue Elemente für's SW-Universum, für mich ein wichtiger Baustein für eine neue SW-Episode. Bisher hat jeder neue Film etwas neues mitgebracht. Sei es Episode V mit Kampfläufern und Kopfgeldjägern oder Episode II mit Geonosianern und den Tieren in der Arena.
Und genau da habe ich bei Episode VII wieder gemischte Gefühle. Er hat viel neues mitgebracht. Wie hier ja bereits bemerkt wurde, kamen ein Haufen neuer Alien-Spezies vor und es wurden kaum alte wiederverwertet. Die Sturmtruppen haben neue Rüstungen. Wenn ich mir allerdings die Schiffe ansehe ...
Ja okay man sieht im Film, dass die neuen TIE-Jäger zwei Plätze haben (Heckschütze + Pilot) und soweit ich mitbekommen habe auch mehrere Geschütze, aber rein äußerlich betrachtet sind das einfach nur TIE-Jäger mit weißen, statt mit schwarzen Flügeln. Sorry, aber das ist mir irgendwo zu wenig für einen Zeitunterschied von 30 Jahren. Wenn ich mir die Episoden III und IV ansehe, sehe ich einen starken Unterschied zwischen den ARC-170ern und den X-Wings. Bei den X-Wings von Episode VII muss ich schon zweimal hinsehen um überhaupt einen Unterschied zu den X-Wings der OT zu erkennen. Und man muss dabei bedenken, dass zwischen OT und ST sogar mehr Zeit vergangen ist, als zwischen PT und OT. Das finde ich schon ein wenig ernüchternd.
In dieser Beziehung muss ich sagen, man kann GL vielleicht unterstellen, dass er die PT nicht so gut wie möglich gemacht hat, aber wenigstens hat er uns mit der neuen Trilogie nur neues geboten, während die neuen Köpfe hinter den Filmen, einen Mischmasch aus neuem und altem machen. Wobei ich sogar sagen würde, dass das alte ein wenig überwiegt.

Tempest hat geschrieben:
Die "unglaubliche Schlacht" bestand aus einem Haufen Leute, die mit Lichtschwertern wie Besenstiele um sich gedroschen haben.

Ähm, Verzeihung, aber du willst jetzt nicht ernsthaft behaupten, dass man so nicht jeden einzelnen LS-Kampf in allen SW-Filmen bezeichnen könnte? :mrgreen:

Tempest hat geschrieben:
Die wichtigste Waffe des Jedi ist nicht das Schwert. Hat aber auch Obi Wan vergessen, der erzählt Anakin in Episode 2 ja sogar allen ernstes, diese Waffe wäre sein Leben...

Ja ... lass dich zum Jedi ausbilden, stell dich einer Gruppe Feinden mit Blastern auf einem offenen Feld und besiege sie ... ach quatsch, nichtmal besiegen! ÜBERLEBE das ohne dein Lichtschwert zu benutzen! Und dann sag das nochmal. :wink:
Ich sehe das nicht mal als Jedi-Lektion. Das könnte genauso gut auch ein Sturmtruppler zu seinem Kameraden über dessen E11-Blastergewehr sagen. Und damit läge er nicht mal so falsch. Macht schön und gut, aber damit kannst du keine Schüsse parieren (Jetzt schon, wie Kylo Ren zeigt, aber das wussten wir damals ja noch nicht). Also doch, tut mir Leid, da kannst du noch so knauserig sein, aber wenn du als Jedi von Feinden umzingelt wirst und hast gerade dein Lichtschwert verlegt, bist du de facto am Arsch. Obis Aussage ist deswegen nur realistisch. :wink:
Ich stelle mir gerade vor Anakin hätte so etwas wie du gefaselt, als er in der Droidenfabrik auf Geonosis von Jango Fett und den Droidekas gestellt wurde:
Jango Fett: "Keine Bewegung, Jedi!"
Anakin: "Du kannst mich mal! Mein Lichtschwert ist zwar gerade im Arsch, aber ich werde mich trotzdem nicht ergeben! Weißt du warum? Weil ein Schwert nicht die wichtigste Waffe eines Jedi ist! Hast du gehört, Mandalorianer? DIESE WAFFE IST NICHT MEIN LEBEN!!!"
Jango (genervt): *Schießt Anakin ein rauchendes Loch in den Kopf*
Anakin (tot): *fällt leblos zu Boden*
Jango: "Irrtum, Jedi!" 8)

Jetzt überzeugt? :wink:

Tempest hat geschrieben:
Wie gesagt: Jämmerliche Poser.

Was waren dann bitte Vader und der Imperator, Mister DieOTistPerfekt? :roll:
Ich sage ja nicht, dass jeder Bösewicht wie ein Badass aussehen muss - Kylo Ren mit Maske und Crossguard-Schwert ist da übrigens auch keine Ausnahme, nur weil er darunter wie ein normaler Durchschnittstyp aussieht - aber was ist bitte falsch daran, wenn es so ist?
Man sollte sich trotz allem im Gedächtnis behalten: SW wurde als Märchen im Weltraum konzipiert und in Märchen sehen Schurken nunmal böse aus.

Zitat:
Ich kann das Argument im Gegenteil problemlos gegen dich als PT-Fan wenden. Die Filmreihe hatte Logiklöcher die größer waren als ein Sarlacc-Schlund, komplett platte Charaktere und keine nennenswerte Story. ...
... George Lucas hat mit der PT weit mehr Logikfehler in sein eigenes Universum eingebracht als TFA. ...

Das mag sein und ich will nicht sagen, dass ich TFA in dieser Hinsicht ebenso empfinde wie TheRanch, aber ich möchte hier nur einmal allgemein bemerken, dass es hochgradig bescheuert ist so zu argumentieren.
"Ja klar hat dieser Socken Löcher. Aber scheißegal, seht euch mal DEN Socken an! Der ist noch viel kaputter!"
Ähm, jap .... das ist ja schön und gut, aber stopft das die Löcher von dem ersten Socken? Nein!
Also so fair musst du schon bleiben, bei einem Kritikpunkt nicht auf was anderes abzulenken, wo es angeblich schlimmer ist ...

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BeitragVerfasst: Di, 12. Jan 2016, 20:20 
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Archangel hat geschrieben:
Ich zum Beispiel mag keine Zartbitterschokolade. Aber ist das ein Grund, ihre Existenz zu leugnen? Ich kann auch akzeptieren dass sie Teil der Süßigkeiten-Industrie ist, obwohl ich sie eigentlich nicht so mag. Das tut mir überhaupt nicht weh. :P

Du magst keine Zartbitterschokolade? Ich werf schonmal den Scheiterhaufen für dich an :D

Zitat:
Das erfährt man aber auch erst, wenn man alle drei Episoden gesehen hat. Folglich, lohnt es sich trotzdem ihn anzusehen.

Nunja, wenn man drüber nachdenkt war eigentlich schon direkt nach Episode I klar, dass es zu einem größeren Zeitsprung kommen muss, da die interessanten Dinge (Klonkriege und Anakins Wechsel zur dunklen Seite) ja auch noch in die beiden Filme gehörten. Genau genommen hat (im Bezug auf die Trilogie) Episode I eigentlich nur zwei Existenzgründe:
1. MERCHANDISING! Ich erwähne hier an prominentester Stelle einfach nur das Podrennen. Der einzige Grund, warum darin so viel Zeit investiert wurde war einfach nur um das Videospiel dazu zu hypen. Klar kann man sagen "Aber es dient dazu, zu zeigen, wie Anakin von Wattoo befreit wurde!", dann sollte man aber auch so ehrlich sein und sagen, dass das Rennen dann viel kürzer hätte ausfallen müssen, denn von dem, was man da zu sehen geboten bekommt, war die Szene nämlich nur eins: Tierisch langweilig.

2. Man erfährt, wie Anakin zu den Jedi kam. Das hätte man aber auch, wäre Episode II der erste Teil der Filme, einfach kurz in einem Dialog erwähnen können. Wer sich das nicht vorstellen kann dem demonstriere ich es jetzt: Obi-Wan und sein alter Meister sind auf einer Mission zufällig auf Tatooine vorbei gekommen und haben den kleinen Sklaven Anakin von dessen Besitzer freigekauft, während seine Mutter zurückbleiben musste. Der Rest ist einfach, wie bereits angesprochen, einfach nur egal im Hinblick auf die anderen beiden Filme. Klar kann man sagen, dass auf Qui-Gon in Episode II und III noch kurz Bezug genommen wurde aber diesen Bezug versteht man auch ohne, dass es vorher einen ganzen Film mit ihm gebraucht hat.

George Lucas (der, der alles mit Liebe und nur für die Fans macht höhö) muss ja ein grobes Konzept der PT gehabt haben, bevor er mit den Dreharbeiten angefangen hat. Warum um alles in der Welt macht er also als erstes einen Film, der für die anderen beiden Filme quasi unnötig ist, während Episode II und III mehr oder weniger zusammen gehören?

Zitat:
Du verteidigst jetzt hier auf Biegen und brechen die Handlung von Episode VII. Aber woher willst du bitte wissen, ob Episode VII später wenn die komplette Sequel-Trilogie abgedreht ist, rückblickend ähnlich irrelevant sein wird?

Ich glaube, die einfachste Begründung ist: Weil Episode VII qualitativ besser ist als damals Episode I :D

Zitat:
Aber hätte, könnte, sollte, müsste ... meine Fresse WEN JUCKT'S?! :roll:
Es ist so wie es ist! Und Episode I HAT diese Dinge und damit seine Daseinsberechtigung. Deal with it!

Naja, wenn man es so begründet hätte auch ein Film, in dem George Lucas 120 Minuten lang seine Merchandising-Einnahmen zählt, seine Daseinsberechtigung ;)

Zitat:
Ähm, nope. Nicht wirklich. Die Enden von Episode V und Episode II waren in meinen Augen auch nicht abgeschlossen. Sie vermittelten eher dieses "Jetzt geht's erst richtig los"-Gefühl. Genau wie jetzt eben das Ende von Episode VII.

Ja meinte er ja, es ging doch um den ersten Teil einer Trilogie und das sind Episode II und V nicht ;)

Zitat:
Mal ganz abgesehen von bekannten Schwächen im Drehbuch, in Episode I werden eine jede Menge neue Planeten, Fahrzeuge, Spezies etc. ins bestehende SW-Universum eingeführt. Kampfdroiden, cool. Gungans, oho! Eine Unterwasserstadt, Wow! Straßenrennen im SW-Universum, nice! usw.

Stichwort: Merchandising ;)

Zitat:
Ja okay man sieht im Film, dass die neuen TIE-Jäger zwei Plätze haben (Heckschütze + Pilot) und soweit ich mitbekommen habe auch mehrere Geschütze, aber rein äußerlich betrachtet sind das einfach nur TIE-Jäger mit weißen, statt mit schwarzen Flügeln. Sorry, aber das ist mir irgendwo zu wenig für einen Zeitunterschied von 30 Jahren. Wenn ich mir die Episoden III und IV ansehe, sehe ich einen starken Unterschied zwischen den ARC-170ern und den X-Wings. Bei den X-Wings von Episode VII muss ich schon zweimal hinsehen um überhaupt einen Unterschied zu den X-Wings der OT zu erkennen. Und man muss dabei bedenken, dass zwischen OT und ST sogar mehr Zeit vergangen ist, als zwischen PT und OT. Das finde ich schon ein wenig ernüchternd.

Sieh es doch mal so:
Damals, in den 30er-40er Jahren kamen mehrere Generationen von Kampfflugzeugen in einem Jahr heraus. Flugzeuge am Anfang des zweiten Weltkrieges waren denen am Ende des Krieges, nur 5-6 Jahre später, gnadenlos unterlegen. Dann ging der technologische Fortschritt weiter und 30 Jahre später, in den 70ern wurden Kampfflugzeuge hergestellt, die im 2. Weltkrieg nichtmal vorstellbar waren. Nun, was ist 30 Jahre später im Einsatz gewesen? Grundsätzlich sind es die gleichen Flugzeuge, die seit den 70ern vom Band laufen:
F-16, F-18, F-15, MIG-29, SU-27 sind alles Kinder der 70er Jahre, die, mehrfach überholt und modernisiert, 30 Jahre später, zum Teil auch heute noch, im Einsatz sind.

Zitat:
aber wenigstens hat er uns mit der neuen Trilogie nur neues geboten,

Der erste Teil einer Trilogie mit dem Tod eines Jedi-Meisters durch einen Sith.
Der zweite Teil ohne Raumschlacht, dafür mit einer Verfolgungsjagd durch ein Asteoridenfeld (bzw. den Gürtel um Geonosis), einer Liebesgeschichte, einem überheblichen Hauptcharakter, der im Endkampf seine rechte Hand verliert (ich habe damals im Kino nur die Augen verdreht). In jedem Film einen Abstecher nach Tatooine, usw.

Ja, das sind wirklich drei sehr kreative und innovative Filme :D

Zitat:
Ich stelle mir gerade vor Anakin hätte so etwas wie du gefaselt, als er in der Droidenfabrik auf Geonosis von Jango Fett und den Droidekas gestellt wurde:
Jango Fett: "Keine Bewegung, Jedi!"
Anakin: "Du kannst mich mal! Mein Lichtschwert ist zwar gerade im Arsch, aber ich werde mich trotzdem nicht ergeben! Weißt du warum? Weil ein Schwert nicht die wichtigste Waffe eines Jedi ist!

Naja, wenn ich daran denke, was in der PT alles von Jedi mit unvorstellbarer Leichtigkeit mit Hilfe der Macht durch die Gegend gewirbelt wurde dann frage ich mich schon, warum er die paar Droiden nicht einfach abgeräumt hat. Oder mittels Force-Speed aus Episode I davongerannt wäre... oder warum die Jedi beim Kampf in der Arena nicht den Forcespeed einsetzen, dann wären die Droiden ja kein Problem mehr gewesen.

Er hätte seine Fesseln theoretisch eigentlich auch mit der Macht öffnen können und eigentlich... ach man, es ist halt doof, wenn Jedi in einer Szene als fast gottgleiche Geschöpfe dargestellt werden, sich in der anderen aber von Jango Fett vom Balkon schießen lassen müssen damit der seine Indy-Referenz unterbringen kann oder die (bis auf Yoda) keinen Schimmer haben, dass sich die Klone gegen sie stellen und dann umgepustet werden als müssten sie halt einfach schnell weg.


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BeitragVerfasst: Di, 12. Jan 2016, 20:40 
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Holla, wieder Streit mit Archangel am Start. Also ich versuche nicht zu off-topic zu werden, aber ich finde als Hintergrund und Vorbedingung zu Episode 7 darf man die vorigen Filme auch nicht ganz ausklammern. In diesem Sinne...

Archangel hat geschrieben:
1. Es kamen sehrwohl Anspielungen und Elemente aus der PT vor. Hast du wahrscheinlich nur nicht bemerkt, weil du mit deiner "Lalala-es-gibt-keine-PT-die-hat-nie-existiert"-Mentalität nicht darauf geachtet hast.

Dann ist ja alles im Lot. :)
Genau mein Reden, solange es nicht für die Handlung relevant ist...

Archangel hat geschrieben:
2. Es ist echt gemein anzunehmen, der Film wäre schlechter oder gar Scheiße, nur weil "mit einer Silbe" auf etwas aus der PT angespielt wird. Deinen blinden Hass diesbezüglich finde ich hochgradig lächerlich.

Naja, das war in der Tat überspitzt formuliert. Das Problem rührt aber im Kern nicht daher, dass ich die PT nicht mag, sondern dass man sich nicht gleichzeitig auf OT und PT beziehen kann, ohne sich in Widersprüche zu verheddern (und das ist dann wieder der Grund, wieso ich die PT nicht mag, hängt alles zusammen *g*).
Wieso zum Beispiel, meinst du, haben die bei Episode 7 die "Sith" komplett ausgeklammert? Meinst du die haben bei mir angerufen und gefragt ob mir das Konzept gefällt?
Nö, die haben halt gemerkt dass dieses ganze Konstrukt in der PT komplett vermurkst wurde und statt dran rumzuflicken haben sie es halt einfach gekippt. Das meine ich mit "schlau". Die einfachsten Lösungen sind oft die besten...

Archangel hat geschrieben:
3. Du ignorierst einen Dreck! Wenn du ein echter SW-Fan bist, akzeptierst du, auch wenn sie nicht so gut wie die OT war, die PT als Teil von Star Wars. Zumindest wenn du ein echter SW-Fan sein willst. :wink:
Mal ganz ehrlich, diese Verleumdung ist doch einfach nur kindisch.

Achgottchen, wollen wir wirklich so tief in die Mottenkiste greifen und mal wieder die sinnlose Diskussion lostreten, was ein "echter" Fan ist. Gähn. Das ist kindisch. Ohne mich.

Archangel hat geschrieben:
Das erfährt man aber auch erst, wenn man alle drei Episoden gesehen hat. Folglich, lohnt es sich trotzdem ihn anzusehen.

Naja, an der Logik ist nichts auszusetzen. Man muss ihn erst sehen um festzustellen dass man ihn nicht hätte sehen müssen. Ändert an der bedauerlichen Tatsache aber leider nichts.

Archangel hat geschrieben:
Du verteidigst jetzt hier auf Biegen und brechen die Handlung von Episode VII. Aber woher willst du bitte wissen, ob Episode VII später wenn die komplette Sequel-Trilogie abgedreht ist, rückblickend ähnlich irrelevant sein wird?

Da hast du natürlich recht, das weiß ich nicht. Es ist einfach nur sehr, sehr unwahrscheinlich. Eine Filmreihe zu starten, bei der Teil 2 fast nichts mit Teil 1 zu tun hat, ist... sagen wir mal, höchst ungewöhnlich. Eine ziemlich dumme Verschwendung von Screentime und Expositionsmöglichkeiten.

Archangel hat geschrieben:
Ich lese hier immer, Episode I erzählt angeblich nichts wichtiges. Aber doch das tut es! Man erfährt wo Anakin Skywalker herkommt, wie er Obi und Lukes und Leias Mutter kennengelernt hat...

... was beides für die weitere Story gänzlich irrelevant ist...

Archangel hat geschrieben:
... und schließlich, wie Palpatine Anhand eines inszenierten Konflikts an die Macht gekommen ist.

Also erstens erstmal nur Kanzler. Am Ziel war er da noch lange nicht. Und ich bete jetzt wirklich nicht zum x-ten Mal herunter, wieso man sich diese Story mangels Glaubwürdigkeit auch komplett hätte schenken können, dafür gibts nen anderen Thread.
Selbst wenn man diesen Aspekt der Story interessant findet kann man damit (erwiesenermaßen) keinen kompletten Film überbrücken.
Und überhaupt... Palpatine war doch eine Nebenfigur... oder? Um wen gings in dem Film eigentlich zentral?

Archangel hat geschrieben:
Und klar hast du damit recht, dass man einige dieser Dinge auch in Episode II hätte erklären können. Aber hätte, könnte, sollte, müsste ... meine Fresse WEN JUCKT'S?! :roll:
Es ist so wie es ist! Und Episode I HAT diese Dinge und damit seine Daseinsberechtigung. Deal with it!

Das ist jetzt wieder klassischer Archangel-Stil. Rumpöbeln statt Argumente. Wenns keinen juckt, warum dann dein Post? Und "es ist so wie es ist und deshalb ist es super, weil ich es so sage" ist auch in 2016 immer noch kein Argument.

Archangel hat geschrieben:
Tempest hat geschrieben:
Und unter diesem Aspekt ist Episode 7 tatsächlich etwas bisher völlig neues: Ein Einstieg in eine neue Reihe mit offenem Ende.

Ähm, nope. Nicht wirklich. Die Enden von Episode V und Episode II waren in meinen Augen auch nicht abgeschlossen. Sie vermittelten eher dieses "Jetzt geht's erst richtig los"-Gefühl. Genau wie jetzt eben das Ende von Episode VII.

Äh, ja. genau richtig. Nur, was du halt eben übersehen hast, mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die Episoden II und V zweite Teile von Trilogien sind. Zweite Teile sind generell anders angelegt als erste, weil die Exposition gelaufen, das Universum eingeführt und der Nachfolger (höchstwahrscheinlich) gesichert ist. Gerade letzer Punkt trifft bei den meisten Filmen - und auch bei Episode IV - eben nicht zu, bei Episode I und VII aber schon. Deshalb nimmt es auch wenig Wunder, dass VII, obwohl es ein erster Teil ist, sich einen Cliffhanger erlaubt. Und bei Episode I war es komischerweise nicht so, der war weder Fisch noch Fleich. Es war ein erster Teil, aber ohne Exposition. Es war ein Teil einer (gesicherten) Serie, aber ohne relevanten Einfluss auf die Nachfolger.
Wieso ist das wichtig? Ist es nicht. :P Ich wollte das nur mal gesagt haben. Episode I ist kein klassischer Lead-In in eine Filmserie, eher so ein Larifari-Vorprogramm.

Archangel hat geschrieben:
Lol. Natürlich stört es dich nicht. Weil du ein geradezu krankhafter OT-Fanatist bist, das ist schon nicht mehr feierlich.

Und schon wieder Pöbelei ohne Fakten. Müsste ich als "krankhafter OT-Fanatist" den neuen Film nicht komplett Scheiße finden?
Jedenfalls würdest du das, was du da schon wieder abgesondert hast, 1:1 auch behauptet haben, wenn ich den Film verrissen hätte...

Archangel hat geschrieben:
Ich gehöre auch zu dieser Fraktion und du musst zugeben, diese Erwartung ist nicht zu weit hergeholt, da der Film ganze 30 Jahre nach Episode VI spielt. In einer neuen Ära darf man ja wohl Unterschiede zur vorherigen erwarten.

Klar. Wo habe ich jemals behauptet, es gäbe keine Unterschiede zwischen OT und Ep. VII, oder dass man gefälligst keine zu erwarten hatte? Dass es kein Imperium (und möglicherwiese auch kein Coruscant) mehr gibt, wird zum Beispiel längst nicht jedem gefallen haben, genausowenig dass bei Rey die Macht ein wenig anders zu funktionieren scheint als wir das bisher gesehen haben... sind alles Änderungen.
Wichtig ist, da das richtige Maß zu finden. Wenn man natürlich zu nah beim Alten bleibt heißt es "Buuh! Ideenlos!", und wenn man sich zu weit entfernt ist es "Bäääh! Nicht mehr Star Wars!".
Das groteske an dem neuen Film ist aber, dass Kritiker wie TheRanch es irgendwie schaffen, ihm beides gleichzeitig vorzuwerfen. Wie geht denn das?

Archangel hat geschrieben:
Mal ganz abgesehen von bekannten Schwächen im Drehbuch, in Episode I werden eine jede Menge neue Planeten, Fahrzeuge, Spezies etc. ins bestehende SW-Universum eingeführt. Kampfdroiden, cool. Gungans, oho! Eine Unterwasserstadt, Wow! Straßenrennen im SW-Universum, nice! usw.

Joa, das ist vor allem für Merchandising "nice". Du argumentierst irgendwie wie Rick McCallum, der es "awesome" findet wie voll der Bildschirm ist. Was bringt es denn einem Film, jede Menge Kacke auf die Leinwand zu werfen, die mit dem Inhalt nix zu tun hat?

Archangel hat geschrieben:
Ich weiß nicht wie das bei dir aussieht, aber mit hätte der Film erheblich weniger gefallen, wäre Jakku nicht Jakku, sondern schon wieder Tatooine gewesen, BB-8 von Jawas bedrängt worden, an dem Wassertrog neben Finn ein Bantha getrunken, und Han Solo Tauntauns statt Rathtare geschmuggelt hätte.

Endlich mal ein Punkt, wo ich aus vollstem Herzen zustimme... und es ist mir absolut unbegreiflich, wie oft man (TheRanch war nur das jüngste Beispiel) diese "Kritik" gehört hat. "Hey! Ein Wüstenplanet! Warum ist das nicht Tattooine?!" Äh, genau, weil es in der ganzen Galaxis von SW ja unmöglich zwei staubige Planeten geben kann, ihr Schlaumeier...
Ach übrigens, weißt du in welchem Film mich genau das gestört hat?
Episode I.

Archangel hat geschrieben:
Deshalb sind neue Elemente für's SW-Universum, für mich ein wichtiger Baustein für eine neue SW-Episode. Bisher hat jeder neue Film etwas neues mitgebracht. Sei es Episode V mit Kampfläufern und Kopfgeldjägern oder Episode II mit Geonosianern und den Tieren in der Arena.

Klaro, seh ich ja auch so. Aber es ist das Sahnehäubchen auf dem Kuchen. Es ist nicht der Kuchen selbst.
Aber ich glaub wir sind uns in dem Punkt einig, wir waren ja bei einem "neuen Universum"... ich mein damit weniger, dass man keine neuen Aliens oder Raumschiffe erfinden darf (im Gegenteil finde ich in diesem Punkt ein ewiges Wiederkäuen zum Brechen, wie ja auch oben schon erwähnt), sondern dass man allgemeine Gesetzmäßigkeiten und Regeln und Hintergründe neu definiert.
Ich nehme zur Abwechslung mal ein Beispiel aus dem EU statt aus der PT. Wenn die Macht ein Energiefeld ist, das alle lebenden Wesen erzeugen... das alles umgibt und durchdringt und sogar die Galaxis selbst zusammenhält... wie kann es dann komische Echsenviecher geben, die machtleere Blasen erzeugen? Das ist dann für mich nicht mehr das SW-Universum sondern ein anderes.

Archangel hat geschrieben:
Und genau da habe ich bei Episode VII wieder gemischte Gefühle. Er hat viel neues mitgebracht. Wie hier ja bereits bemerkt wurde, kamen ein Haufen neuer Alien-Spezies vor und es wurden kaum alte wiederverwertet. Die Sturmtruppen haben neue Rüstungen. Wenn ich mir allerdings die Schiffe ansehe ...
Ja okay man sieht im Film, dass die neuen TIE-Jäger zwei Plätze haben (Heckschütze + Pilot) und soweit ich mitbekommen habe auch mehrere Geschütze, aber rein äußerlich betrachtet sind das einfach nur TIE-Jäger mit weißen, statt mit schwarzen Flügeln. Sorry, aber das ist mir irgendwo zu wenig für einen Zeitunterschied von 30 Jahren. Wenn ich mir die Episoden III und IV ansehe, sehe ich einen starken Unterschied zwischen den ARC-170ern und den X-Wings. Bei den X-Wings von Episode VII muss ich schon zweimal hinsehen um überhaupt einen Unterschied zu den X-Wings der OT zu erkennen. Und man muss dabei bedenken, dass zwischen OT und ST sogar mehr Zeit vergangen ist, als zwischen PT und OT. Das finde ich schon ein wenig ernüchternd.

Reine Geschmackssache. Gerade bei den TIEs war mein erster Gedanke ähnlich, aber mittlerweile find ich es ganz in Ordnung so, beim X-Wing ohnehin. Selbst du als PT-Fan wirst zugeben, dass das "der" ikonische SW-Schiffstyp schlechthin ist... neben der Sternzerstörern, die ich früher auch schöner fand. Aber wie gesagt, Design ist Geschmackssache. Viel saurer ist mir aufgestoßen, dass die Technologie zwischen PT und OT offenbar Rückschritte gemacht hat, denn plötzlich gibts keine zielsuchenden Raketen oder Schallbomben mehr. Und das sind dann schon wieder Logikfehler, die über reinen Designgeschmack hinausgehen. Und wieso? Nur wegen der ach so coolen Effekte...

Archangel hat geschrieben:
In dieser Beziehung muss ich sagen, man kann GL vielleicht unterstellen, dass er die PT nicht so gut wie möglich gemacht hat, aber wenigstens hat er uns mit der neuen Trilogie nur neues geboten, während die neuen Köpfe hinter den Filmen, einen Mischmasch aus neuem und altem machen. Wobei ich sogar sagen würde, dass das alte ein wenig überwiegt.

Das mag man so sehen. Aber neu ist nicht gleichbedeutend mit gut. Sieht man ja an mir. :)
Spaß beiseite, man darf nicht so radikal alles neu machen, dass man die Kontinuität komplett kippt, sonst muss man da gar nicht mehr Star Wars draufschreiben.

Archangel hat geschrieben:
Ähm, Verzeihung, aber du willst jetzt nicht ernsthaft behaupten, dass man so nicht jeden einzelnen LS-Kampf in allen SW-Filmen bezeichnen könnte? :mrgreen:

Nicht wirklich. Ein Zweikampf hat immer auch was von einem Tanz, eine Massenschlacht immer was von einem Gemetzel. Übrigens ist gerade in dieser Arena-Szene null Choreografie auszumachen. Achte mal drauf. Zwei Jedi. Posen albern und schalten die Lichtschwerter an. Schnitt. Zwei andere Jedi. Posen albern und schalten die Lichtschwerter an. Schnitt. Dasselbe nochmal. Und wenn endlich alle Jedi genug geposed haben, gehts in die Totale mit nix als Gewusel und Gewimmel und überall leuchten Lichtschwerter drin herum. Die Jedi werden hier zu Soldaten degradiert.

Archangel hat geschrieben:
Ja ... lass dich zum Jedi ausbilden, stell dich einer Gruppe Feinden mit Blastern auf einem offenen Feld und besiege sie ... ach quatsch, nichtmal besiegen! ÜBERLEBE das ohne dein Lichtschwert zu benutzen! Und dann sag das nochmal. :wink:

Also ganz ehrlich, aufgrund dessen was wir bisher so an Machtfähigkeiten verschiedenster Jedi in den verschiedensten Filmen gesehen haben... sollte das kein so großes Problem sein. Aber das geht am Punkt bereits vorbei. Die Frage ist: Was muss der Jedi erst alles falsch gemacht haben, um überhaupt in so eine Situation zu geraten?

Archangel hat geschrieben:
Ich sehe das nicht mal als Jedi-Lektion. Das könnte genauso gut auch ein Sturmtruppler zu seinem Kameraden über dessen E11-Blastergewehr sagen.

Ganz genau. Und seit wann sind ein Sturmtruppler und ein Jedi dasselbe?

Archangel hat geschrieben:

Tempest hat geschrieben:
Wie gesagt: Jämmerliche Poser.

Was waren dann bitte Vader und der Imperator, Mister DieOTistPerfekt? :roll:

Im Kern nix anderes, aber nicht so krass übertrieben. Zum Beispiel war es dem Impi scheißegal, ob er cool aussieht oder nicht. Hätte seine demolierte Visage ja auch hinter einer pseudo-coolen Maske verbergen können. Wirklich mächtige Leute haben das aber nicht nötig.
Darth Vader war natürlich der Badass-Archetyp, bestreitet gar keiner. Aber wenigstens hatte der für seine Maske eine gute Entschuldigung. :P Ach ja, und einen Charakter. Was den meisten späteren Sith irgendwie abging.

Archangel hat geschrieben:
Ich sage ja nicht, dass jeder Bösewicht wie ein Badass aussehen muss - Kylo Ren mit Maske und Crossguard-Schwert ist da übrigens auch keine Ausnahme, nur weil er darunter wie ein normaler Durchschnittstyp aussieht - aber was ist bitte falsch daran, wenn es so ist?

Zunächst mal ist daran gar nichts "falsch". Es ist halt pure Selbstdarstellung. Wenn du einen gegelten Typen mit Goldkettchen und tiefergelegtem Sportwagen siehst, ist daran ja auch nichts "falsch". Und doch denkst du dir irgendwie, dass der was kompensieren muss, oder? :P

Archangel hat geschrieben:
Man sollte sich trotz allem im Gedächtnis behalten: SW wurde als Märchen im Weltraum konzipiert und in Märchen sehen Schurken nunmal böse aus.

Jau. Deshalb finde ich es ja so eine gute Idee, mit diesem Klischee mal etwas zu spielen.

Archangel hat geschrieben:
Das mag sein und ich will nicht sagen, dass ich TFA in dieser Hinsicht ebenso empfinde wie TheRanch, aber ich möchte hier nur einmal allgemein bemerken, dass es hochgradig bescheuert ist so zu argumentieren.
"Ja klar hat dieser Socken Löcher. Aber scheißegal, seht euch mal DEN Socken an! Der ist noch viel kaputter!"
Ähm, jap .... das ist ja schön und gut, aber stopft das die Löcher von dem ersten Socken? Nein!
Also so fair musst du schon bleiben, bei einem Kritikpunkt nicht auf was anderes abzulenken, wo es angeblich schlimmer ist ...

Generell stimme ich da zu. Nur, die angesprochenen "Löcher in den Socken", also die gravierenden Logikfehler, sehe ich (bislang) bei TFA einfach nicht. Wer welche hat, möge sie nennen. Im Beitrag von TheRanch habe ich keine ausmachen können. Und da er ein PT-Fan ist, habe ich vorsichtig darauf hingewiesen, dass jemand mit komplett löchrigen Socken vielleicht nicht so krampfhaft bemüht sein sollte, Mängel in anderer Leute Fußbekleidung herbeizureden... vor allem solange man gar keine gefunden hat, sondern sie nur behauptet.
Sein Tenor war ja, dass TFA besser wäre, wenn er mehr von der PT hätte, und das ist in Bezug auf Logikfehler nunmal definitiv abzustreiten.

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BeitragVerfasst: Di, 12. Jan 2016, 20:53 
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Ich liebe es, wenn ihr euch duelliert... :lol: Lichtschwerter raus... :eyesrolling:

Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass mit dem Monstertodesstern die neue Republik (Ansprache von General Hux) in diesem Streifen von Film komplett ausgelöscht wurde?
Öhm ist damit auch die Schlagkraft der Republik vernichtet worden, wie C-3PO ansprach?

Gerade diesen Umstand würde mich besonders interessieren. Damit könnten wir wieder auf das Thema des Films zurück kommen, obwohl dies ja auch eigentlich wild diskutiert wird... :lol:

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BeitragVerfasst: Di, 12. Jan 2016, 21:48 
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Vorneweg, ich hab den Film nicht gesehen, äußere mich dazu also nicht.

Tempest hat geschrieben:
Mehr als einen oder maximal zwei Protagonisten braucht keine Handlung. Im Gegenteil sind mehr schädlich, dann kann sich der Zuschauer mit keinem mehr identifizieren. Die PT geht da einen kuriosen Sonderweg: Dort gibts nämlich interessantrweise überhaupt keinen eindeutigen Protagonisten. Zwar jede Menge Figuren, ja, aber keinen auf den die Handlung wirklich fokussiert. Ich glaub ich kenne da kein weiteres Beispiel für.


Also hier muss ich einschränken - es ist zweifellos richtig, dass man nicht zwingend viele Charaktere braucht.
(Es kann sogar ein einziger Charakter ausreichen, ich verweise da mal auf "The Scene", was außer mir vermutlich keiner kennt. Da gibt es außer nem Bildschirm nicht mal unterschiedliche Hintergründe, die ganze Geschichte wird durch IRC und Co erzählt. Und ist sau spannend)

Ja, 2 Charaktere können vollkommen ausreichen - aber nur weil es mehr Charaktere gibt bedeutet das nicht, dass man sich nicht mehr mit ihnen identifizieren kann.

Stichwort Game of Thrones, Babylon 5, Firefly.
Aber ja, wenn es mehr Charaktere gibt, wird es für das Storytelling deutlich schwieriger und anspruchsvoller.

Da braucht man mehr Zeit und Raum, in so fern kann man vielleicht einschränken, dass es für einen Film problematischer wird (meine Beispiele sind ja auch alles Serien wie mir gerade auffällt...), da ein Film einfach nicht viel Zeit bietet. (Weswegen ich generell Serien inzwischen auch lieber mag).


Archangel hat geschrieben:
Ich lese hier immer, Episode I erzählt angeblich nichts wichtiges. Aber doch das tut es! Man erfährt wo Anakin Skywalker herkommt, wie er Obi und Lukes und Leias Mutter kennengelernt hat und schließlich, wie Palpatine Anhand eines inszenierten Konflikts an die Macht gekommen ist. Und klar hast du damit recht, dass man einige dieser Dinge auch in Episode II hätte erklären können. Aber hätte, könnte, sollte, müsste ... meine Fresse WEN JUCKT'S?! :roll:
Es ist so wie es ist! Und Episode I HAT diese Dinge und damit seine Daseinsberechtigung. Deal with it!

Das Problem ist dabei nur, dass es eigentlich keiner dieser Punkte auch nur ansatzweise plausibel und nachvollziehbar erklärt.
Die gesamte "Handlung" der "Charaktere" ist doch nahezu ausschließlich so, weil es im Drehbuch steht.
Keiner würde in der Realität irgendwie so handeln, bei jede Handlung merkt man, dass die das halt machen weil irgend ein Schwachkopf das so aufgeschrieben hat.


Tempest hat geschrieben:
Nicht wirklich. Ein Zweikampf hat immer auch was von einem Tanz, eine Massenschlacht immer was von einem Gemetzel. Übrigens ist gerade in dieser Arena-Szene null Choreografie auszumachen.

Wobei man hier sehr aufpassen muss - es gibt einen Unterschied zwischen Kampf und Choreo.
IMO ist der Lichtschwertkampf zwischen Vader und Luke mit weitem Abstand der beste.
Warum? Weil er echt wirkt.
Die Kämpfe in der PT wirken mir viel zu sehr durchchoreografiert.
Das wirkt wie ein Ballett, dem man sofort anmerkt, dass es einstudiert ist.
Glaubwürdig wirken die meisten Kämpfe der PT (ganz furchtbar: Kampf vs Maul) nicht.
Anakin gegen Obi-Wan nehme ich da aus.

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BeitragVerfasst: Di, 12. Jan 2016, 22:30 
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@ Eddi22: Mich würd ohnehin mal interessieren, was das mit der Republik eigentlich auf sich hatte, das könnte man ja auch quasi "post mortem" noch erklären. Irgendwie ist das seltsam, denn sie scheint der First Order ja ein Dorn im Auge gewesen zu sein, aber direkt bekämpft haben sie die ja anscheinend nicht, sondern nur insgeheim den Widerstand unterstützt... hä?

WedgeAntilles hat geschrieben:
Vorneweg, ich hab den Film nicht gesehen, äußere mich dazu also nicht.

Nanu? Ja wer macht denn sowas? Bzw. wer macht denn sowas nicht? :P

WedgeAntilles hat geschrieben:
Also hier muss ich einschränken - es ist zweifellos richtig, dass man nicht zwingend viele Charaktere braucht [...] aber nur weil es mehr Charaktere gibt bedeutet das nicht, dass man sich nicht mehr mit ihnen identifizieren kann.

Wird zumindest sehr schwer. Die von dir genannten Gegenbeispiele sind Serien. Wo insofern andere Gesetze gelten, als dass viel mehr Zeit vorhanden ist, den einzelnen Charakteren und ihren Geschichten Zeit und Raum zu geben. Wie ich gerade sehe hast du das ja auch direkt selber eingeräumt. :) (Und ja, habe The Scene gesehen. Aber nur erste Staffel, bei der zweiten war für mich irgendwie die Luft raus).

WedgeAntilles hat geschrieben:
Wobei man hier sehr aufpassen muss - es gibt einen Unterschied zwischen Kampf und Choreo.
IMO ist der Lichtschwertkampf zwischen Vader und Luke mit weitem Abstand der beste.
Warum? Weil er echt wirkt.

Stimmt schon. Muss sagen dass ich in dieser Hinsicht kein Realismus-Fanatiker bin. Die Sache ist einfach: Ein Zweikampf zwischen zwei Leuten die man kennt ist doch viel spannender, weil es eine persönliche Note hat. Dass ein Kampf mit 1000 Leuten geiler ist nur weil es eben mehr sind, ist eine Meinung die ich nicht ansatzweise nachvollziehen kann. Der Kampf zwischen Luke und Vader ist schicksalhaft. Und der in der Arena von Geonosis ist es nicht. So einfach ist das.

WedgeAntilles hat geschrieben:
Die Kämpfe in der PT wirken mir viel zu sehr durchchoreografiert.

Wenn das mal stimmen würde... dann hätte man wenigstens noch was fürs Auge. Aber die Qualität schwankt da ja auch rapide. Fast so als hätten die an manchen Tagen keinen Bock gehabt. Bei der "Verhaftung" von Palpatine z.B. ist überhaupt nix mit Choreographie; die Typen kommen rein, Schnitt auf Palpis Lichtschwert, Schnitt auf sein Gesicht, drei Farbwischer, alle tot. Toll.
Und dabei war das viel entscheidender für die Handlung als der Kampf gegen Maul.

WedgeAntilles hat geschrieben:
Anakin gegen Obi-Wan nehme ich da aus.

Gerade den finde ich furchtbar. Das ist endlich mal ein Kampf, in dem es um was geht (oder ginge, wenn Anakin oder Obi Wan einen Charakter hätten) und wo man emotional was aufbauen könnte, und die surfen auf Lava rum. Style over Substance, wie der ganze Film.
Und da du mit Realismus argumentierst: Gerade in der Umgebung einen Schwertkampf auszutragen... das hätten beide nie überlebt. Da bröckelt immer genau im richtigen Moment was ab und stürzt immer gerade im richtigen Moment ein Felsblock usw. Da ist nicht nur der Kampf choreographiert, sondern die ganze Umgebung gleich mit.

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BeitragVerfasst: Mi, 13. Jan 2016, 17:16 
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Tempest hat geschrieben:
Nanu? Ja wer macht denn sowas? Bzw. wer macht denn sowas nicht? :P

Du meinst wer kommentiert etwas nicht, nur weil er es nicht gesehen hat? :D
(Ich weiß schon was du meinst, aber ich konnte nicht widerstehen^^)

Und btw, anschauen werde ich mir den Film auf DVD auf jeden Fall - aber aktuell ist er mir die 13 Euro fürs Kino einfach nicht wert. Ich habe schlicht noch keinen Abrams Film gesehen, der mir Geld wert gewesen wäre, und da auch im Freundeskreis kein wirkliches Interesse daran bestand den Film im Kino zu sehen hat es sich halt nicht ergeben.

Zitat:
(Und ja, habe The Scene gesehen. Aber nur erste Staffel, bei der zweiten war für mich irgendwie die Luft raus).

Cool, hätte ich nicht gedacht.
Und ja, Staffel 2 habe ich auch nicht gesehen - da haben mich die ersten zwei Folgen nicht mitgerissen.

Zitat:
Stimmt schon. Muss sagen dass ich in dieser Hinsicht kein Realismus-Fanatiker bin. Die Sache ist einfach: Ein Zweikampf zwischen zwei Leuten die man kennt ist doch viel spannender, weil es eine persönliche Note hat. Dass ein Kampf mit 1000 Leuten geiler ist nur weil es eben mehr sind, ist eine Meinung die ich nicht ansatzweise nachvollziehen kann. Der Kampf zwischen Luke und Vader ist schicksalhaft. Und der in der Arena von Geonosis ist es nicht. So einfach ist das.

Da hörst du mich nicht neinsagen.

Zitat:
Und da du mit Realismus argumentierst: Gerade in der Umgebung einen Schwertkampf auszutragen... das hätten beide nie überlebt. Da bröckelt immer genau im richtigen Moment was ab und stürzt immer gerade im richtigen Moment ein Felsblock usw. Da ist nicht nur der Kampf choreographiert, sondern die ganze Umgebung gleich mit.

Ich glaube es gibt in der gesamten PT nicht einen einzigen Punkt, bei dem ich es wagen würde mit Realismus zu argumentieren *g*

Der Kampf selber gefällt mir trotzdem gut, obwohl ich deine Kritikpunkte natürlich nachvollziehen kann und sie auch nicht entkräften kann.
(Da sind wir jetzt genau an jenem Punkt wieder, den die PT Kritiker oft nicht verstehen und uns vorwerfen, wir würden nicht akzeptieren wenn man die PT mag. Ich mag den Kampf.
Aber ich kann die Kritik an dem Kampf nicht dementieren oder zerlegen - weil die Fehler schlicht und ergreifend da sind. Ändert nichts daran, dass er mir gefällt.
Das ganze ist bei der OT auch so - keiner hat ein Problem damit, wenn einem die PT sehr gefällt. Nur ändert das eben nichts daran, dass die PT massenhaft Schwächen und Fehler hat.)

Ich habe da sprachlich unsauber gearbeitet, ich wollte nicht sagen, dass Obi-Wan / Anakin realistisch wäre.

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BeitragVerfasst: So, 24. Jan 2016, 01:27 
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Zufällig kam ich heute jetzt doch noch in den Film.

Das Erwachen der Macht (schade dass der Titel nicht: "Die Macht erwacht" ist, das wäre passend für diese Parodie) oder kurz gesagt: Hope in Scheiße.

Ein typischer Abrams, der meiner Meinung nach sicherlich ein hervorragender Porno-Produzent wäre:
Logik und Handlung sind darin nicht ganz so entscheidend, es kommt aber auf gute Bilder an.

Positiv im Film fand ich Fin, Rey und Han.
Einige witzige Szenen gab es ebenfalls, wobei ich 2/3 der künstlich auf witzig getrimmten Szenen miserabel - weil eben künstlich - fand.
Da liebe ich den Humor eines Firefly oder eines Castle.
Das IST einfach Situationskomik statt krampfhaft zu versuchen witzig zu sein.

Der Endkampf war weitgehend gut gemacht (und erstaunlicherweise sogar nachvollziehbar und plausibel - dürfte ein absolutes Novum in dem Film gewesen sein).
Dass Chewie Ren anschießt halte ich für sehr glaubwürdig, kurz nachdem er seinen Vater getötet hat war er schlicht abgelenkt. Dazu eine durchschlagskräftige Waffe. Passt.
Daraus abgeleitet dann auch seine Niederlage gegen Rey - mit einem Bauchschuss nachvollziehbar erklärt.
Und optisch in dem verschneiten Wald sehr stimmungsvoll.
Warum Rey dann aber plötzlich 10 Meter von ihm weg steht und rein zufällig sich da diese Erdspalte auftut ist wieder typsicher Abrams Müll.
Schade. Finishe ihn und der Film hat wenigens eine rund um gelungene Szene.

Wie Abrams es konsequent schafft mit allen seinen Werken Müll abzuliefern ist wirklich eine Leistung. Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit müsste eigentlich irgendwann mal ein akzeptables Machwerk dabei heraus springen.

Ansonsten schwachsinnige Szenen en Masse.

Das fängt gleich ganz zu Beginn an.

Wir erfahren überhaupt nix.
Es gibt irgend eine Republik.
Es gibt eine ERste Ordnung.
Und Widerstandskämpfer.
Die irgendwie mit der Republik verbündet sind.
Und die Republik kämpft evt. gegen die erste Ordnung. Oder auch nicht.
Wer was macht ist völlig unklar.
Ist die erste Ornung aus einem Teil des Imperiums entstanden?
Ist die Republik ein anderer Teil des Imperiums?
Und gibt es zwischen diesen beiden einen Waffenstillstand? Oder Krieg?
Und der Widerstand kämpft halt noch gegen die erste Ordnung?

Keine Ahnung, hält man wohl für unnötig uns darüber zu informieren.
Vermutlich war es zu anstengend sich da was zu überlegen, also wirft man halt ein paar Namen in den Raum.
Ist ja eh scheiß egal, interessiert keinen und der Rest des Films ist eh Müll, was solls also.
Vielleicht war das der Gedanke dahinter.

Aber fangen wir mit dem eigentlichen Film an.

Das der Film Hope so erbärmlich schlecht nahezu 1:1 kopiert führe ich im weiteren nicht weiter aus, nur an ein paar ganz wenigen Stellen fühle ich mich genötigt es zu erwähnen.

Ein Dorf wird überfallen.
OK.
Aber:
Es gibt keinerlei Luftunterstützung.
Es gibt keinerlei Aufklärung.
Das Dorf wird nicht eingekreist.
Gar nix.
Das ist so dermaßen dilletantisch, dass ich schon da hätte kotzen können.

Dann flüchtet also der Droide und wird natürlich auf einem Wüstenplaneten (interessant btw dass es in der ganzen Galaxis NIE einen einzigen halbwegs plausiblen Planeten gibt. Es sind immer entweder alles Wüsten, alles Wasser oder was weiß ich was.)
Und natürlich wollen ihn dort irgendwelche Jawas (ich weiß dass die anders heißen, aber es sieht aus wie ein Jawa, es redet wie ein Jawa und es verhält sich wie ein Jawa) den klauen.
For fucks sake Abrams du Pfeife, dann zeig doch Episode 4 wenn du eh zu doof bist was eigenes zu machen. Hätten wir wenigstens einen guten Film gesehen.

Fin rettet also Po. Wobei ihnen praktischerweise kein Feind folgt.
Und sie in einer Rebel Assault Verfilmung (falls das uralte CD-Rom spiel einer kennt weiß er was ich meine) den Sternzerstörer ordentlich demoliert haben. (Warum eigentlich nicht gleich ganz in die Luft jagen? Ging bei Rebel Assault doch auch).
Und der Hangar kann natürlich auch nicht dicht gemacht werden (Schilde, Panzertüren oder so was)
Aber ok, nicht so schlimm.
Dann wird der Raumjäger mit Po auf dem Planeten von nem Sarlacc (gut, das ist jetzt nicht aus Hope sondern aus Jedi, und bissle anders sieht es auch aus, Respekt, Kreativität!!!) gefressen.
Wobei ich mich nach 45 Minuten tatsächlich gefragt hatte: Hey, Po ist doch nicht tot (ist ja logisch dass er das nicht ist), wo ist der eigentlich? Ist er etwa doch tot???
Ne, natürlich nicht, dauerte nur etwas länger als erwartet.

Dann lässt sich Fin von Rey in die Flucht schlagen.
Ja klar, als super Elitesoldat (wenn ich 20 Jahre lang ausschließlich trainiert werde muss ich eigentlich besse sein als jeder von der Delta Force) fürchte ich mich auch vor nem kleinen Mädchen...
Wobei ich hier jetzt zugegebenermaßen kleinlich bin. Störend fand ich die Szene nicht wirklich.
Ich erwähne sie nur wegen der Szene, in der Fin plötzlich unglaublich fähig mit einem Lichtschwert kämpft.
Und das in einer an Schwachsinn und Lächerlichkeit nicht mehr zu überbietenden Zweikampfszene mit einem ehemaligen Kameraden.
Der eine was weiß ich was für bescheurte Art Energiewaffe führt.
Klar, rein zufällig, damit Pfeifen-Abrams da nen bescheuerten Zweikampf bringen kann.
Auch gegen Ren schlägt sich Fin super.
Nur vor dem kleinen Mädchen muss er natürlich flüchten.

Man hat also ne Karte, die einen zu Luke Skywalker führen soll.
Aha. Ne Karte.
Hey, es gibt zwei Möglichkeiten: Luke will mit gar nix mehr etwas zu tun haben.
Also verpisst er sich.
Oder er sagt zu Han oder Leia: Hey, wenn es mal richtig Scheiße ist - hier meine Handynummer, ruft mich an.

Aber unter gar keinen Umständen gibt es ne bescheuerte "X marks the spot" Schatzkarte.


Zwischenzeitlich sieht man irgendwann mal einen 20 Meter großen Lord Voldemort.
ist der nach seiner Niederlage bei Harry Potter zu Star Wars gewechselt?
In Empire und Jedi hatten wir einen beeindruckenden normalgroßen Imperator.
Abrams bringt uns einen lächerlichen 20m großen Voldemort.
Stichwort Abrams und Muster.

Sehr passend dazu auch, dass die Zauberstäbe aus Harry Potter bei Star Wars gelandet sind.
So Lukes Lichtschwert, das jetzt wohl eine Art Zauberstab ist.
Schließlcih ruft das Lichtschwert Rey ja irgendwie.
Eine Verbindung zwischen einem Zauberstab und dem Zauberer gibt es in Harry Potter - da finde ich das auch plausibel.
Aber in SW?
Und exakt 30 Sekunden später erklärt und das komische Fix mit den großen Augen ja noch mal was die Macht ist - etwas, zwischen LEBENDEN DINGEN.
Lebt jetzt das Lichtschwert?
Das ein Film sich selber binnen 30 Sekunden so dermaßen widerspricht ist selbst für die irre niedrig liegende Messlatte eines JJ Abrams noch ein Rekord.

Ich bin zeitlich jetzt etwas abgedriftet und habe viele "gute" Szenen übersprungen.
Also etwas zurück.
Rey und Fin finden auf Tatooine (sorry, Jakku) also ein Raumschiff.
Das steht da einfach so.
Offen und startbereit.
Seit 10 Jahren.
Ohne Worte.

Also nehmen sie es mit.
Die erste Ordnung hat 2 Ties hin geschickt.
Aber wirklich interessieren sie sich wohl nicht dafür.

Auf jeden Fall ist der Falke plötzlich in nem Frachter, die erste Ordnung irgendwie weg (vielleicht war ja die Schicht zu Ende und die sind heim gegangen zum Abendessen?) und Han Solo taucht auf. (Die erste Ordnung hat also generell was gegen Aufklärung. Angeführt werden sie wohl unter anderem von einer absoluten Pfeife Ren. Der wohl einen Orden Ritter des Ren anführt. Wenn man jetzt mal unterstellt, dass der Anführer - also Ben - tendenziell der fähigste dieser Gruppe ist, müssen die anderen so dermaßen unterirdsche Versager sein, dass sich binnen 48 Stunden mindestens die Hälfte selbst erstochen, erhängt und sonst auf eine doofe Art und Weise umgebracht haben. Darwin Award. Wie armselig muss der Widerstand und die Republik sein, um mit solchen Schwachmaten nicht fertig zu werden?)
Und noch 2 Gruppen, denen Han Geld schuldet.
Die sehen einen Droiden und wissen natürlcih sofort gleich, dass die erste Ordnung den sucht.
Hä? Woher das denn?
Und gibt es diesen Droiden in der ganzen Galaxis nur ein mal? Jedenfalls wird er immer sofort erkannt.
Zumindest wissen wir, dass Farbe in der GFFA unendlich teuer sein muss. Trilliarden Credits.
Sonst hätte ja mal einer den Droiden anmalen können.
Aber ok, Trilliarden haben die halt nicht. Verständlich. Habe ich auch nicht.

Dann gibt es ein miserables Intermezzo mit irgendwelchen komischen Viechern, die halt die bösen erledigen.

Dann macht Han einen Lichtsprung aus dem Hanger.
Was allem was wir bisher in SW gesehen haben widerspricht.
Abrams, du kopierst Hope aber gleichzeitig schaffst du es trotzdem, fundamentalsten Aussagen von SW zu widersprechen? (siehe auch das Lichtschwert). Reife Leistung.


Jetzt kommt irgendwann die Superwaffe zum Einsatz.
Ein Geschoss, das irgendwo zwischen 100 und 1000km pro Stunde zurücklegt, zerstört irgendwo in der Galaxis grob geschätzt 1 Billion Jahre später irgendwelche Planeten.
(Bei mehreren Lichtjahren Distanz und einer Geschwindigkeit von 1000km/h kann das jeder der will mal ausrechnen.)
Aber irgendwie haben die Planeten wohl so große Angst vor der Katastrophe die ein einer Billion Jahre kommt, dass sie halt auseinander fliegen.
Dürfte so ziemlich das lächerlichste sein was ich jemals gesehen habe und das schließt Sharknado mit ein. Doofer ist der jedenfalls auch nicht.

Dann sind sie irgenwann bei den Rebellen. Sorry, Widerständlern.
Und sehen R2.
Jeder, der jetzt schon mehr als 3 Filme und Serien gesehen hat weiß damit auch schon, dass der Film damit endet, dass R2 das fehlende Kartenteil (ich sagt jetzt nicht noch mal wie iditiosch das ist) hat und sich am Filmende aktivieren wird um es zu überreichen.
Wie erbärmlich kann man sein, um so was tatsächlich zu bringen?

Jetzt kommt der nächste LIchtsprung. Diesmal direkt auf die Oberfläche eines Planeten.
Dabei geht es um etwa 300m.
Gehen wir von einfacher Lichtgeschwindigkeit aus.
Dann hat man dabei - wir ignorieren, dass es allem widerspricht was wir dazu aus der GFFA kennen - eine Zeittoleranz von einer MILLIONSTEL Sekunde.
Aber Han kann das natürlich von Hand abschätzen. "Jetzt" - das Wort zu sagen dauert etwa eine Million mal zu lang.
(Das Licht braucht für 300m etwa 1/1 000 000 Sekunden).
Abrams, es ist traurig. Es ist echt traurig.


Was genau ist diese Superwaffe eigentlich?
Ein stationärer Planet in einem Orbit? (Dann saugen sie ja ihre eigene Sonne ab)
Oder ein fliegender Planet?
Oder ein Raumschiff, das halt - warum auch immer - mit Bäumen bewachsen ist?

Ernst gemeinte Frage.
Interessant auch die Diskussion, welche Idee davon jetzt am bescheurtsten ist.


Inwzsichen hat Ben erkannt, dass Rey über große Kräfte in der Macht verfügt.
Und lässt sie - während er das Voldemort berichtet - von nur einer Person bewachen.
Ist der Film eigentlich ernst gemeint? Oder soll das ne Satire a la Spaceballs sein?
Auch das eine (halb) ernst gemeinte Frage.
Ich meine KEINER kann sich doch einen derart großen Haufen Scheiße ausdenken und das ernst meinen, oder?

Nein, in der Basis gibt es natürlich keine Überwachungskameras, wir wissen ja dass die erste Ordnung generell absolut 0 Aufklärung hat.

Wieso hat die Republik eigentlich nix gegen diese Superwaffe gemacht? Als die im Bau war meine ich?
Hat die keine Flotte? Wird die von Grünen regiert?


Dann kommt - wie oben geschrieben - tatsächlcih mal eine sinnvolle Szene.
Vermutlich von nem Praktikanten geschrieben als Abrams krank war oder so.
Leider war er dann zum Ende wieder da, um es mit seinem Erdgraben wieder gekonnt zu vermurksten. Ach ja, es hätte so schön sein können.


Und natürlich kommt dann die R2 Szene.

Merke: Es kann nichts erbärmlich genug sein, als dass Abrams es nicht doch bringt.


Und wieso gibt es im ganzen Film kein einziges neues, eingängiges und mitreißendes Musikstück?



Ach ja, fast hätte ich es vergessen.
Noch etwas sehr Positives:
Wedge kommt in dem Film nicht vor.
DANKE Abrams, dass du Wedge nicht in dieses Stück Müll eingebaut hast.

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BeitragVerfasst: So, 24. Jan 2016, 05:04 
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Ähm, ja Wedge :shock: ... ich glaube bis zum 1. April ist es noch ein bisschen hin.
Löst du jetzt auf? :)

Und Leute ich lese es hier zwar so oft, und Schande über mich, dass ich es immer noch nicht weiß, aber ich muss jetzt mal fragen: Wofür steht eigentlich GFFA? :mrgreen:

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BeitragVerfasst: So, 24. Jan 2016, 09:43 
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@Archangel: Galaxy Far Far Away - also die weit, weit entfernte Galaxis. :)

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BeitragVerfasst: So, 24. Jan 2016, 13:24 
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Darth Spiriah hat geschrieben:
@Archangel: Galaxy Far Far Away - also die weit, weit entfernte Galaxis. :)


Und das verwendet man, um das Star Wars Universum als solches (also nicht als geographische Angabe, sondern um z.B. Sitten, Gebräuche, Besonderheiten...) zu beschreiben.


Und Archangel, es tut mir leid, aber das Machwerk ist schlicht und ergreifend erbärmlich.
Das ändert nichts daran, dass einem der Film gefallen kann.
Aber er ist vom Storytelling her katastrophal.

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BeitragVerfasst: Di, 26. Jan 2016, 12:47 
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Kann deiner Kritik in der Sache nicht widersprechen, aber interessant, dass dich das alles so massiv stört und mich fast gar nicht... naja, abgesehen von den fehlenden Hintergrundinfos zu Republik/Widerstand/Imperium und dem Scheiß mit der Skywalker-Karte, das stört mich auch.

Der Rest? Ist hier und da unrealistisch, klar, aber ist mir einfach zu unwichtig. Z.B. die Sache mit den kosmischen Geschwindigkeiten und Entfernungen war schon immer so eine Sache bei SW.
Naja, vielleicht bin ich ja auch nach der PT bescheidener geworden. Immerhin gibts wieder Charaktere, das ist ja auch nicht so selbstverständlich wie man annehmen könnte. :)

Dass Finn vor Rey erstmal wegläuft, finde ich auch nicht so weit hergeholt; in seiner Situation ist es besser, möglichst keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Wegen der "Knights of Ren", weil das bisher noch nicht angesprochen wurde... es stört mich nicht dass Kylo kein Superheld ist, aber du hast schon Recht, unter dem Aspekt dass er angeblich Snokes bester Mann ist, muss das schon eine ziemliche Wurst-Truppe sein... aber viel wissen wir über die ja eh noch nicht.

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BeitragVerfasst: Di, 26. Jan 2016, 23:02 
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@Wedge: Ein Gutes hat der Film auf jeden Fall hervorgebracht - deine Kritik. :P :P :P :P
Hat mir definitiv heute den Abend gerettet. :wink: :wink:

Interessiert hätte es mich zu erfahren, was die Bevölkerung über die Erste Ordnung, die Republik und den Widerstand denkt (oder habe ich das verpasst?) ... da der Widerstand nur noch aus ein paar Hanseln besteht, scheint von der Bevölkerung kein so großes Interesse an Änderungen am bestehenden System bzw. den (parallel nebeneinander bestehenden?) Systemen zu sein.
Oder spielen Leia & Co. nur noch Widerstand, weil ihnen sonst nix Besseres einfällt und sie nichts anderes "gelernt" haben?
Sicher, man muss im 1. Teil nicht alles bis ins Detail erklären und kann sich ein paar Sachen für später aufaufsparen ... aber so das ein oder andere hätte ich schon gerne erläutert gehabt.

Naja, vielleicht sehen wir im 2. Teil dann ja Han unter der Dusche stehen, während Leia ins Bad kommt, und alles war nur ein böser Traum :Db :Db :Db . :coolb: :eyesrolling:

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BeitragVerfasst: Mi, 27. Jan 2016, 13:06 
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Annika Skywalker hat geschrieben:
@Wedge: Ein Gutes hat der Film auf jeden Fall hervorgebracht - deine Kritik. :P :P :P :P
Hat mir definitiv heute den Abend gerettet. :wink: :wink:

Na da bin ich ja froh, immerhin etwas positives *g*


Zitat:
Interessiert hätte es mich zu erfahren, was die Bevölkerung über die Erste Ordnung, die Republik und den Widerstand denkt (oder habe ich das verpasst?) ... da der Widerstand nur noch aus ein paar Hanseln besteht, scheint von der Bevölkerung kein so großes Interesse an Änderungen am bestehenden System bzw. den (parallel nebeneinander bestehenden?) Systemen zu sein.
Oder spielen Leia & Co. nur noch Widerstand, weil ihnen sonst nix Besseres einfällt und sie nichts anderes "gelernt" haben?

Sie haben auch keinerlei Großkampfschiffe oder sonst was - was ist mit denen nach Ep 6 passiert?
Wobei mich das nicht mal überrascht hat.
In Hope waren die Rebellen winzig und hatten nur Jäger.
Also ist es natürlich völlig unmöglich, dass in Episode 7 die Rebellen etwas anderes sind als klein und nur mit Jägern ausgestattet.
Dass sie Widerstand heißen und nicht Rebellen ist schon so irre innovativ, dass ich da erstmal nen Baldriantee brauchte.


Tempest: Ich glaube ich hasse den Film so, weil er eine (miserable) Kopie von Hope ist.
Objektiv betrachtet ist Episode 1 vermutlich ein schlechterer Film.
Aber ich persönlich finde Episode 7 weit furchtbarer als Ep 1.
Die einzige logische Erklärung dafür ist, dass Ep 1 eben eine eigene Geschiche erzählt (so schlecht auch immer das ist), während Ep 7 ein Abklatsch eines phantastischen Films ist.
Und dann eben in jeder vermurksten Szene (was halt der Großteil ist) ich jedes mal den tollen Hope vor dem inneren Auge habe.
Das ist bei Ep 1 nicht der Fall, weswegen ich mir den durchaus nicht ungern anschaue.
Aber Ep 7 ist fast nicht zum ertragen gewesen.

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BeitragVerfasst: So, 31. Jan 2016, 18:42 
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Ohne mir jetzt jeden einzelnen Beitrag in diesem Thread en détail durchgelesen zu haben, erlaube ich mir hiermit, ebenfalls meine ganz persönliche Meinung und meinen ganz persönlichen Eindruck zum neuen Film zu posten. Bin spät dran, ich weiß... aber ich wollte ihn erst einmal eine Weile auf mich wirken lassen, nachdem ich ihn im Dezember gesehen habe.

Bisher allerdings hat sich meine Meinung trotz gründlichen Nachdenkens nicht geändert... Ich hatte in jedem Fall Spaß im Kino und finde den Film technisch ausgezeichnet gemacht, bis auf den hektischen Schnitt, der ganz klar für die Computerspiel- und Smartphone-Generation angelegt ist, die - habe ich neulich irgendwo so gelesen und finde die Formulierung passend - checken, was bei Facebook abgeht, sobald die Kamera mal eine Minute im selben Bereich verweilt.

Unterhaltsam fand ich ihn durchaus auch... aber, so leid es mir tut, der Funken - jener Funken, der für mich bisher überall übergesprungen ist, in allen 6 Episoden und auch in "Clone Wars" trotz der in meinen Augen bescheuerten Umbenennung von Korriban in Morabund ("Rebels" habe ich bisher noch nicht gesehen) - ist bei Episode VII bisher zumindest nicht übergesprungen. Das ist für mich nicht mehr das Star Wars - Universum, das ich kenne und liebe; in dem Details liebevoll ineinandergefügt wurden - selbst wenn man das eine oder andere nachträglich noch ein wenig zurechtfeilen mußte - um einheitliches Puzzlebild zu ergeben. Hier wurden einfach nur nur bereits bekannte Versatzstücke genommen, leicht verändert und in eine neue Geschichte gebaut, die im Grunde nicht viel mehr ist als ein Reboot von Episode IV mit leichten Anklängen an V und VI. Beispiele gefällig ?
Wieder lebt eine junge Person auf einem Wüstenplaneten, die zunächst unbedeutend scheint, später aber die Macht in sich entdeckt.
Wieder werden anläßlich eines (post-)imperialen Angriffs wichtige Daten im Speicher einer Art Astromechdroide deponiert.
Wieder tritt ein schwarzgekleideter, maskentragender Bösewicht auf, der aber jegliche Hoffnung auf einen würdigen Nachfolger Darth Vaders zunichte macht, indem er dessen eiskaltes Charisma durch kindischen Jähzorn ersetzt.
Wieder gilt es eine Superwaffe zu überwinden, die natürlich noch ein paar Nummern größer als der Todesstern sein muß.
Wieder erfolgt ein schicksalhaftes Treffen an einem Ort, der eine krude Mischung aus Jabbas Palast und der Mos Eisley Cantina zu sein scheint.
Wieder bekommt man - in dieser Reihenfolge - Wüste, Schneelandschaft und Wald serviert. Hm, warum nicht einfach Episode IV - VI nochmal ansehen, denn mir drängt sich irgendwie der Eindruck auf, dass in Episode VII nichts wirklich Neues erzählt wird - bis auf die Handlungselemente, mit denen bewußt und in "Because we can" - Manier Vertrautes für null und nichtig erklärt wurde. Neue Schiffstypen, okay, das lasse ich mir noch eingehen; aber warum neue Sturmtruppenrüstungen ? Wenn man's mal realistisch betrachtet, ist das doch für eine Regierung, noch dazu in der Krise, eine unnötige Ausgabe ! Warum unbedingt jetzt rote Pilotenoveralls anstelle von orangefarbenen ? Warum plötzlich "der Widerstand" für das, was alle Fans als "die Rebellion" kennen und lieben ? Woher kommen urplötzlich die "Ritter von Ren" ? Da muss ich sagen, dass ich mich auf mehr Hintergrundinformation freue. Und - sorry - der "Oberste Anführer Snoke", der geht gar nicht. Zumindest nicht solange ich nicht ein kleines bißchen über ihn weiß.

Ich gebe zu, ich bin stark im Expanded Universe verhaftet, also all dem, was jetzt zur "Legende" erklärt worden ist. Insofern trifft mich das brutale Auflösen aller Familienverhältnisse, die ich aus den weiterführenden Romanen und Comicbänden kenne, sehr hart. Für mich hat nun mal Luke Skywalker einen Sohn namens Ben (!) mit Mara Jade. Für mich sind Han und Leia verheiratet und haben drei Kinder: die Zwillinge Jacen und Jaina und den jüngsten Sohn Anakin, der später ums Leben kam. Chewbacca, so leid es mir für ihn tut, ist beim Angriff der Yuuzhan Vong gefallen. Undsoweiter undsofort. Ist für mich einfach so. Siehe auch die letzten Sätze meines Posts.

Was das Agieren der Figuren angeht, so mag ich Rey und Finn sehr gern. Die beiden treten frisch und lebendig auf und bringen Power in die Geschichte. Umso mehr fällt mir das irgendwie doch recht hölzerne Agieren fast aller anderen auf, sogar bei Han. Klar, er ist cool, aber so ganz realistisch will er auf mich nicht wirken. Ganz besonders schlimm ist das bei den beiden klassischen Droiden: C3PO, die ewige Laberbacke, verbannt in einen Miniauftritt gegen Ende des Films ! Und speziell R2D2 übt sich 90% der Zeit als Dekorationsobjekt, bevor er ganz zum Schluß aus seinem elektronischen Koma erwacht, natürlich genau im richtigen Augenblick, um zur Lösung des Rätsels beizutragen...

Tut mir leid, wenn ich jetzt einigen in die Suppe spucke, aber ich muss den Film wahrscheinlich erst noch ein paarmal sehen, vor allem auch in der Originalfassung (habe gehört, dass er auf Englisch noch mal eine Runde besser rüberkommt), und wie schon gesagt, möchte ich über das Ganze ein bißchen mehr wissen. Klar, früher zu Zeiten von "Krieg der Sterne" haben wir Begriffe wie "Jedi-Ritter" oder "Klonkriege" auch geschluckt, ohne zuerst einmal zu wissen, was wir damit anfangen sollen. Aber ich denke, dass man das nicht mit einer Geschichte tun sollte, die schon so weit entwickelt ist und auf etwas aufbaut, was für viele im Leben mehr Stellenwert hat als irgendein reales historisches Dokument.

Ich lass mich mal überraschen, wie die Sache weitergeht. Fan bin ich natürlich immer noch ! Vielleicht springt der Funke für Episode VII im Laufe der Zeit auch für mich noch über !
Mir ist klar, dass Episode VII polarisiert, vielleicht stärker noch, als es die Prequels jemals getan haben. Ich sehe dies hier als konstruktiven Meinungsaustausch. Genauso hatte ich leider den Eindruck, als würden einige Verfasser von Beiträgen hier in diesem Thread regelrecht auf andere einprügeln, nur weil diese sich dazu bekannt haben, dass das Expanded Universe für sie nach wie vor eine Bedeutung hat. Ich möchte daher alle, die sich jetzt mir gegenüber eventuell auch hierzu berufen sehen, daran erinnern, dass das nichts bringen wird. Jawohl, ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass jetzt ein anderer Kanon gilt und ein Großteil der Geschichten, die für mich bisher die legitime Fortsetzung der Geschehnisse im Star Wars - Universum darstellten, nunmehr als "Legend" deklariert sind. Ich habe den Schuss gehört, ich habe den Sachverhalt verstanden. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich dies notwendigerweise gut finden muss. Bitte daher vom Fanbashing Abstand zu nehmen, das haben wir alle nicht nötig.

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