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BeitragVerfasst: Mo, 09. Mai 2016, 13:24 
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dragoneye1300 hat geschrieben:
Ich finde es gut, das sich die Fans zu Wort melden, anstatt es einfach still und leise hinzunehmen. Der Markt wird doch (angeblich) durch die Nachfrage bestimmt und wenn es sich soviele Fans wünschen, kann ich mir vorstellen, das Disney / Del Rey das nicht so leicht abtun können. Naja, warten wir gespannt weiter ab...

Da bin ich in den vergangenen Jahren ziemlich nüchtern geworden, denn wenn die Zeit eins gezeigt hat, dann dies: SW-Fans sind kein Regulativ.
Ein Markt reguliert sich nicht über Protestnoten und Petitionen, ein Markt reguliert sich über Absätze.
Die einzig wirksame Form des Protestes wäre konsequenter Liebesentzug, sprich: Den neuen Krempel einfach nicht kaufen. Dazu sind zu viele Fanboys aber schlicht nicht fähig (das ist nebenbei so ähnlich wie bei Leuten die über mangelnden Datenschutz bei facebook oder Google jammern, aber ihr Leben anscheinend auch nicht ohne meistern können).

Ich habe auf diesen Effekt lange bei LucasArts (vergeblich) gehofft: "Bei einem Scheißspiel nach dem anderen muss doch endlich mal der Umsatz einbrechen, und dann gibts vielleicht doch mal wieder was tolles wie TIE Fighter"... nix da. Wer für Mittelmäßigkeit gut bezahlt wird, hat für Großes keine Motivation.
EU halt leider dito. Wer kritiklose Fans hat braucht keine funktionierende Kontinuitätsabteilung, so einfach ist das.

Deshalb hat mich das Absägen des EU durch das ach so böse Disney genausowenig empört wie die Schließung von LucasArts.
Hier wurden keine blühenden Landschaften vernichtet, hier wurden Ruinen gesprengt.
Nicht die Tatsache an sich ist traurig, sondern dass man es überhaupt zu der Notwendigkeit hat kommen lassen.

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BeitragVerfasst: Di, 10. Mai 2016, 09:25 
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Ich habe ein eher ambivalentes Verhältnis zum EU, aber was uns Disney als "neuen Kanon" präsetiert ist imho ein Rückschritt. Abgesehen von dem Umstand, daß ich diese mäßigen Animationsfilmchen wie TCW oder Rebels sowieso nicht anschauen kann (liegt an mir, keine Frage), quäle ich mich gerade durch "Nachspiel" von Chuck Wendig. Ehrlich. Das kann doch nicht deren Ernst sein...

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BeitragVerfasst: Di, 10. Mai 2016, 20:26 
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Bollux hat geschrieben:
Bei mir ist es genau andersherum. Ich kann die breite Akzeptanz für diesen ketzerischen Schritt nicht verstehen.

Ich verstehe ja deinen Missmut in dem Zusammenhang, aber ketzerischer Schritt? Man kann's auch übertreiben. :mrgreen:
Ironischerweise wärst aus Disneys Sicht du wahrscheinlich der Ketzer. Immer eine Frage der Perspektive. :P

Bollux hat geschrieben:
O.K., von Leuten, welche in erster Linie nur die Filme gelten lassen, ab und zu aber dennoch mal ein Roman zur Hand nehmen

Zu dieser Gruppierung gehöre ich.

Bollux hat geschrieben:
kann man nicht erwarten, dass sie das Ende des EU sonderlich interessiert.

Ich kann sicherlich nicht für jeden SW-Fan meiner Sorte sprechen, aber doch, interessiert hat mich das schon. Ich hab auch ein paar Comics und Bücher gelesen oder Games gezockt die mir sehr gefallen haben. Jedi-Chroniken, Boba Fett (Jugendromane), The Force Unleashed. Ich fand's halt ein bisschen blöd, dass das alles gekippt wurde. Aber so tragisch wie du jetzt eigentlich nicht. :-|
Und es ist ja nichtmal ganz was neues. Es wurden schon vorher Sachen aus dem EU aus dem Kanon geworfen. Ich denke da z.B. an die Boba Fett Jugendromane. Fand ich früher super. Und dann kamen die letzten drei Folgen der zweiten Staffel TCW, wo ein junger Boba zusammen mit Aurra Sing und Bossk rache an Mace Windu nehmen will. Das passte nicht zu den Büchern, das fand ich zuerst auch doof, aber ich kann auch nicht sagen, dass das was TCW mit Boba angefangen hat, schlechter war, als das was die Bücher mit ihm gemacht haben und so toll waren die halt nun auch wieder nicht.
Es ist halt letztlich alles nur Beiwerk zu den Filmen, das einem nettes Zusatzwissen liefert. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht unbedingt.


Bollux hat geschrieben:
Dann gibt es aber auch noch jene, welche in den letzten Jahren im alten EU förmlich zu Hause waren, praktisch alle Comics und Romane kennen, welche erschienen sind und über ein unfassbares Fachwissen verfügen.
Dass zu einem großen Teil auch diese Klientel das EU-Reboot gleichmütig hin nimmt kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Das wirst du wahrscheinlich nicht hören wollen, aber das liegt möglicherweise daran, dass denen der neue Film sehr gefallen hat, sodass sie sich jetzt denken "Hey, Schwamm drüber! Das alte EU war zwar cool, aber was da noch auf uns zukommt wird auch richtig gut." =D>
Und du musst es auch mal positiv sehen: das EU-Reboot schafft jede Menge Platz für neue spannende Geschichten. :wink:

Bollux hat geschrieben:
Und wie das EU dann nach der Thrawn-Trilogie so richtig zum Leben erweckt wurde

Ich muss hier mal ein - für einige vielleicht schockierendes - Verständnis ablegen: ich habe bisher nur die erste Hälfte von "Die Erben des Imperiums" gelesen und es dann auf die Seite gelegt, weil ich es nicht annähernd so toll fand, wie es von vielen in den Himmel gelobt wurde.
Ja der Charakter des Großadmiral Thrawn ist genial, das finde ich auch, aber die Geschichte an sich leider nicht so wirklich.

Bollux hat geschrieben:
Im Gegenteil; ich finde letzten Endes überwogen die positiven Aspekte.

Sehr schön hier mal Jemanden zu treffen, der mehr Wert auf positive Aspekte legt. Davon könnten sich so manche hier eine Scheibe abschneiden. :-"

Bollux hat geschrieben:
Da wurde den Fans wirklich etwas genommen. Etwas tolles, großes, weil gewachsenes.
Eben nicht nur die Ungereimtheiten. Sondern ALLES!

Nicht wirklich. Bei jeder Geschichte "Ah, s****** das ist ja jetzt auch non-kanon!" zu fauchen, nur weil Disney einfach mal ein "Legends" auf alles draufgepappt hat, (was für mich der unwiderrufliche Beweis für die Inkompetenz dieser neuen "Story-Group" ist :roll: ) ist ziemlich naiv. Damit machst du dir die Kritik gegen diesen Schritt etwas zu leicht. Man muss schon ein bisschen mitdenken.
Als Beispiel nehme ich mal die Darth Bane Trilogie. Nur zur Info, ich hab die Bücher nicht gelesen, weiß aber grob um was es geht und wer der Hauptcharakter ist - ist ja auch nach ihm benannt. :roll:
Da haben sie wie bei allen Büchern die vor 2015 (oder war es 2014?) erschienen sind ein fettes "Legends" drauf gedrückt. Lustigerweise scheint den Verantwortlichen dabei entgangen zu sein, dass sie Darth Bane kurz vor der Übernahme von Disney fest im SW-Kanon verankert haben, indem sie ihm in der letzten Folge von "Star Wars: The Clone Wars" einen Auftritt spendierten. Dort erscheint Meister Yoda als er in einen Tempel auf Moraband (oder Korriban, wie es dir vermutlich geläufiger ist) eindringt der Geist von Darth Bane - und ja er hat ihn namentlich erwähnt. Und The Clone Wars gilt bekanntlich als fester Kanon. Konsequenter Weise muss, wenn es dort einen Geist von Darth Bane gibt, auch ein Darth Bane existiert haben, was die Geschichten über eben jenen Sith Lord trotz des Labels "Legends" zu festem Bestandteil des SW-Kanon macht. :wink:
Genauso verhält es sich auch mit Obi-Wans "Grenzkonflikt auf Ansion" oder Hans "Begegnung mit dem Kopfgeldjäger auf Ord Mantell". Ich kenne die Geschichten dazu jetzt nicht genauer, aber da sie in den Filmen erwähnt werden, kann man glaube ich annehmen, dass sie wirklich passiert sind. Solange also etwas aus dem alten EU das mir gefällt, nicht durch Widersprüche aus neuen Filmen oder EU-Werken direkt aus dem Kanon gekickt wird, sehe ich das noch als Kanon. :wink:
Jedenfalls solange nicht irgendwann Jemand auf die Idee kommt, diese Geschichte zu verfilmen, dann würde dieser Film als Kanon gelten. Aber ob das jemals geschehen wird, wissen wir ja noch nicht.

Bollux hat geschrieben:
Im Übrigen auch etwas, was ich sehr gerne verfolge: Die Geschehnisse im Senat der neuen Republik: Die Auseinandersetzungen der Ratsmitglieder zur Post-Endor-Zeit, die Intrigen zwischen Borsk Fey La und General Ackbar und die Probleme, die es mitbringt einen neuen Staatsapparat aufzubauen im Allgemeinen.
Und genau das ist es, was ich am EU im Vergleich zu Episode 7 so liebe

Da muss ich dir allerdings recht geben. Ich verstehe ja, dass die Köpfe hinter TFA wahrscheinlich deswegen nichts von der neuen Republik gezeigt haben, weil diese Kongress-Szenen in der PT damals von vielen Leuten kritisiert wurden. Aber ich persönlich hätte trotzdem gerne mehr ... nein, man muss ja schon sagen ÜBERHAUPT ETWAS von der neuen Republik gesehen! :evil:
War doch schließlich eine neue Republik, die für Frieden und Zweisamkeit in der Galaxis sorgt, das wofür Leia, Han, Luke und die ganze Rebellenallianz in der OT überhaupt gekämpft haben. Und dann sehen wir gerade mal knappe zehn Sekunden davon und zwar kurz bevor sie durch die neue Superwaffe der Ersten Ordnung vernichtet wird.
Das bescheuertste war ja: "wir zerstören die Republik" ja toller Plan Hux! Die Republik besteht wahrscheinlich - wenn sie auch nur halb so groß ist wie die alte Republik in der PT - aus hunderten verschiedener Systeme und du denkst du kannst sie vernichten, indem du den Planeten zerstörst wo der/die Kanzler(in) lebt und der Kongress tagt. ... Bin ich der einzige der das bescheuert findet? :shock:
Ich meine das ist doch ein bisschen so als würde Nordkorea Atombomben über Spanien abwerfen, mit dem Ziel die EU (also die Europäische Union jetzt, nicht das Expanded Universe :lol: ) zu vernichten. (fragt mich bitte nicht warum sie das tun sollten, das ist nur ein Beispiel und ich bin nicht sehr bewandert in Politik ^^) Mhm, toll gemacht. Spanien vernichtet! Und was ist jetzt mit den anderen 27 Mitgliedsstaaten? Nur weil ich einen davon dem Erdboden gleich mache, zerstöre ich damit nicht automatisch die gesamte EU. :mrgreen:
Darum hoffe ich wirklich, dass das mit der Vernichtung der Republik nicht ernst gemeint war und wir in Episode 8 mehr davon sehen werden.

Bollux hat geschrieben:
Man kann intensiv mitverfolgen was aus seinen alten Helden wird. Man bekommt dort eine Fortsetzung der OT und keine Neuerzählung derselben.

Bekommst du so alles im Prinzip in TFA auch. ...

Bollux hat geschrieben:
Lando bspw. ist, wie es sich gehört, ein wiederkehrender Charakter

Es ist noch nicht gesagt, ob wir ihn in den Sequels oder eben dem neuen EU nicht wieder sehen werden. Abwarten. :wink:

Bollux hat geschrieben:
Der neue Kanon mit seiner „ersten Ordnung“ wird mir diesen riesigen Ideenpool niemals ersetzen können, selbst wenn er ähnliche Komplexität erreichen sollte.

Findest du das nicht zumindest ein klein wenig unfair?

Tempest hat geschrieben:
"Bei einem Scheißspiel nach dem anderen muss doch endlich mal der Umsatz einbrechen, und dann gibts vielleicht doch mal wieder was tolles wie TIE Fighter"... nix da.

Dann hast du keinen besonders guten Geschmack was SW-Games angeht. Da war jede Menge gutes von LucasArts dabei: Rogue Squadron 1-3, Battlefront 2, The Force Unleashed (auch wenn die Story Durchschnitt war, durch das fetzige Gameplay welches einem das Gefühl von absoluter Macht vermittelt, hat es mir extrem viel Spaß gemacht ::darthmaul:: ). Also ich kann deine Kritik vonwegen "Scheißspiele" da leider nicht nachvollziehen. :-k

Rhun Salaktori hat geschrieben:
Ich habe ein eher ambivalentes Verhältnis zum EU, aber was uns Disney als "neuen Kanon" präsetiert ist imho ein Rückschritt. Abgesehen von dem Umstand, daß ich diese mäßigen Animationsfilmchen wie TCW oder Rebels sowieso nicht anschauen kann (liegt an mir, keine Frage), quäle ich mich gerade durch "Nachspiel" von Chuck Wendig. Ehrlich. Das kann doch nicht deren Ernst sein...

Entschuldige, jetzt bin ich verwirrt. Meinst du mit Rückschritt den neuen Film oder nur die neuen EU Werke? Ersteres fände ich ... kontrovers :mrgreen: und letzteres könnte ich selber nicht beurteilen, weil ich vom neuen EU bisher noch nichts gelesen habe. Gibt's denn bisher was empfehlenswertes das schon ins deutsche übersetzt wurde?
Ich würde ja gerne mit "Dark Disciple" anfangen, aber das erscheint laut Amazon leider wohl erst im November auf deutsch.

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BeitragVerfasst: Di, 10. Mai 2016, 21:56 
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Ich finde den neuen Film großartig. Meines Wissens gibt es bisher nur ein neues Buch, eben "Nachspiel". Ich persönlich finde es gräßlich und auch noch schlecht geschrieben. Da hätte ich mir wesentlich mehr erwartet als "Grundstock" eines neuen EU...

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BeitragVerfasst: Di, 10. Mai 2016, 22:24 
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Archangel hat geschrieben:
Als Beispiel nehme ich mal die Darth Bane Trilogie. Nur zur Info, ich hab die Bücher nicht gelesen, weiß aber grob um was es geht und wer der Hauptcharakter ist - ist ja auch nach ihm benannt. :roll:
Da haben sie wie bei allen Büchern die vor 2015 (oder war es 2014?) erschienen sind ein fettes "Legends" drauf gedrückt. Lustigerweise scheint den Verantwortlichen dabei entgangen zu sein, dass sie Darth Bane kurz vor der Übernahme von Disney fest im SW-Kanon verankert haben, indem sie ihm in der letzten Folge von "Star Wars: The Clone Wars" einen Auftritt spendierten. Dort erscheint Meister Yoda als er in einen Tempel auf Moraband (oder Korriban, wie es dir vermutlich geläufiger ist) eindringt der Geist von Darth Bane - und ja er hat ihn namentlich erwähnt. Und The Clone Wars gilt bekanntlich als fester Kanon. Konsequenter Weise muss, wenn es dort einen Geist von Darth Bane gibt, auch ein Darth Bane existiert haben, was die Geschichten über eben jenen Sith Lord trotz des Labels "Legends" zu festem Bestandteil des SW-Kanon macht. :wink:

Auch wenn mich Bane jetzt nicht sonderlich interessiert: Hier sitzt du einer falschen Schlussfolgerung auf. Die pure Existenz eines Darth Bane macht ja nicht automatisch alle Geschichten über ihn zum Kanon.

Archangel hat geschrieben:
Dann hast du keinen besonders guten Geschmack was SW-Games angeht.

Mag sein, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Die Spiele an sich waren vielleicht noch gar nicht mal so schlecht, nur gabs da seit den Neunzigern nie wieder auch nur das Fünkchen einer originellen Idee, das sah immer alles nach einem "Reskinning" oder SW-Mod eines anderen gerade hippen Spiels aus. Und dass da nur noch die Cash-Cow gemolken wurde kannst du auch daran sehen, dass außer SW überhaupt kein neues Spiel von LA mehr kam.

Archangel hat geschrieben:
Da war jede Menge gutes von LucasArts dabei: Rogue Squadron 1-3, Battlefront 2, The Force Unleashed (auch wenn die Story Durchschnitt war, durch das fetzige Gameplay welches einem das Gefühl von absoluter Macht vermittelt, hat es mir extrem viel Spaß gemacht ::darthmaul:: ).

Die Spiele waren alle technisch OK (wenn auch nicht hervorragend), storytechnisch schwach, und vor allem inhaltlich einfallslos. Ohne SW-Setting hätten die keinem die Wurst vom Brot gezogen.

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BeitragVerfasst: Di, 10. Mai 2016, 23:44 
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Tempest hat geschrieben:
Auch wenn mich Bane jetzt nicht sonderlich interessiert: Hier sitzt du einer falschen Schlussfolgerung auf. Die pure Existenz eines Darth Bane macht ja nicht automatisch alle Geschichten über ihn zum Kanon.

Nicht offiziell, aber solange nichts im neuen EU oder den Filmen kommt, das diesen Geschichten widerspricht - wie gesagt wenn zum Beispiel ein Film über Darth Bane käme, der eine andere Version erzählt - und seine bloße Existenz und die Tatsache dass er die Regel der zwei erfunden hat, sogar in einer Serie die als off. Kanon zählt bestätigt wird, kann man die Bücher durchaus als Kanon ansehen.
Das gilt übrigens auch bei allen anderen EU Werken die den neuen Sachen nicht widersprechen. Zum Beispiel glaube ich kaum, dass in den Episoden 8 bis 9 irgendwas kommen wird, das die Jedi-Chroniken deren Geschichte sich vor über 4000 Jahren vor der Filmhandlung abspielte aus dem Kanon tilgt. :wink:
Das kann natürlich jeder sehen wie er will, aber solange da keine neue Version erzählt wird, sind diese Geschichten für mich "safe". :D

Tempest hat geschrieben:
Die Spiele an sich waren vielleicht noch gar nicht mal so schlecht, nur gabs da seit den Neunzigern nie wieder auch nur das Fünkchen einer originellen Idee, das sah immer alles nach einem "Reskinning" oder SW-Mod eines anderen gerade hippen Spiels aus.

Das ist aber nicht nur in Hinsicht auf SW so, sondern in der Spielindustrie allgemein. Man hat da heutzutage oft den Eindruck, dass der eine vom anderen abschaut und der dann wieder von dem usw.. Als 2013 das neue Tomb Raider rauskam, hieß es es wäre nur eine Kopie von Uncharted (und das obwohl Uncharted ursprünglich sogar teilweise von den alten TR Spielen inspiriert wurde). "Mittelerde: Mordors Schatten" bedient sich der Klettermechanik aus Assassins Creed und des Freeflow-Kampfsystems aus den Batman-Arkham-Games, und das neue "COD Infinite Warfare" scheint im Grunde auf einen irdischen Star-Wars-Klon hinauszulaufen.
Das Gute daran: wenn dann mal was originelleres kommt, dann wird es meist richtig positiv aufgenommen und sticht aus der Masse heraus. So wie zum Beispiel der aktuelle Hype um das neue Battlefield das im 1.Weltkrieg spielen wird oder "No Man's Sky" mit dem schier unendlichen virtuellen Universum das man erforschen kann (ist schon vorbestellt 8) ).

Aber ein originelles Spiel im SW-Universum ... wie müsste das denn deiner Meinung nach aussehen. Und sag jetzt bitte nicht "es braucht eine intelligente Handlung". Schon klar! Aber was denn genau? Welches Genre, welche Steuerperspektive, welche Ära etc.

Tempest hat geschrieben:
Ohne SW-Setting hätten die keinem die Wurst vom Brot gezogen.

Ein Argument das du oft bringst. Ich meine klar ist logisch. Aber das könntest du im Prinzip zu wirklich allem in SW sagen, zu den Filmen (den alten und den neuen!), den Comics, den Büchern ... man kann halt leider auch selten schon vorher herausfinden, ob es einem gefallen wird oder nicht. :roll:
Außerdem: ist das nicht eigentlich in jedem Franchise so?

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BeitragVerfasst: Mi, 11. Mai 2016, 21:53 
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Archangel hat geschrieben:
Nicht offiziell,...

Das meinte ich.

Archangel hat geschrieben:
... aber solange nichts im neuen EU oder den Filmen kommt, das diesen Geschichten widerspricht - wie gesagt wenn zum Beispiel ein Film über Darth Bane käme, der eine andere Version erzählt - und seine bloße Existenz und die Tatsache dass er die Regel der zwei erfunden hat, sogar in einer Serie die als off. Kanon zählt bestätigt wird, kann man die Bücher durchaus als Kanon ansehen.

Ja, aber ist das selbe alte Spiel wie vor dem Kanon-Schnitt; letztlich entscheidet jeder für sich selbst was er dazurechnet und was nicht. Es gibt ne Menge Sachen die jetzt draußen sind die genausogut drin sein könnten, und es gibt ne Menge BS der aus unerfindlichen Gründen dazugehört... da ist die Zweier-Regel übrigens ein gutes Beispiel für.

Archangel hat geschrieben:
Das ist aber nicht nur in Hinsicht auf SW so, sondern in der Spielindustrie allgemein.

Stimmt. Aber
a) macht es das nicht besser und
b) war der Wandel an LA besonders augenfällig.

Archangel hat geschrieben:
Aber ein originelles Spiel im SW-Universum ... wie müsste das denn deiner Meinung nach aussehen. Und sag jetzt bitte nicht "es braucht eine intelligente Handlung". Schon klar!

Ganz einfach: es muss in erster Linie ein originelles Spiel sein und erst in zweiter Linie ein SW-Spiel. Sozusagen das i-Tüpfelchen Du hast No Man's Sky genannt. Das sieht nach nem geilen Spiel aus. Sowas im SW-Universum wär noch geiler.

Archangel hat geschrieben:
Aber was denn genau? Welches Genre, welche Steuerperspektive, welche Ära etc.

Also mein persönliches SW-Lieblingsspiel war schon immer, ich hab es schon erwähnt, TIE Fighter. Das hatte geile Missionen, tolle Musik (und zwar noch Originalmusik, nicht einfach 1:1 aus den Filmen kopiert), und vor allem eine tolle Atmosphäre. Und das obwohl ein guter Teil der Story im beigelegten Buch (!) erzählt werden musste, weil man Zwischensequenzen sparsam einsetzen musste. Da gab es auch dutzende Petitionen, das vielleicht mal fortzusetzen, aber das war beim späteren LucasArts natürlich nicht mehr drin, aus mehreren Gründen:
- Imperiale Ära, daher nicht auf der Prequel-Welle schwimmend
- Imperiale Seite, daher Einbau bekannter Helden kaum möglich
- Reines Sternjäger-Szenario, keine Lichtschwertkämpfe die jedes SW-Spiel ja plötzlich zwingend haben musste
- Joysticksteuerung, dadurch Nicht-Bedienung des Konsolenmarktes

So offen hat man das natürlich nicht zugegeben, man behauptete einfach platt, es gäbe keinen Markt für Space Sims mehr. Da es keine gab, war das überhaupt nicht zu belegen, aber Wayne?
Situation heute: Star Citizen sammelt Millionen bei Kickstarter ein... und LucasArts ist mausetot. Soviel zum Thema kein Markt, ihr kurzsichtigen Trottel. Ich werd jetzt noch wütend wenn ich drüber nachdenke. Den Verantwortlichen sollte man links und rechts eine runterhauen dass es nur so knallt.

Archangel hat geschrieben:
Ein Argument das du oft bringst. Ich meine klar ist logisch. Aber das könntest du im Prinzip zu wirklich allem in SW sagen, zu den Filmen (den alten und den neuen!)...

Richtig, und genau das tu ich ja auch. Mit Ausnahme des ersten, denn der hat die ganze Sache ja überhaupt erst erfunden und ritt nicht bereits auf einer Welle, und des zweiten, denn der war überraschenderweise eben genau keine 08/15-Fortsetzung sondern hatte viele Überraschungen dabei, nicht zuletzt das negative Ende. Ab da gings dann allerdings (fast unvermeidlicherweise) bergab.

Archangel hat geschrieben:
Außerdem: ist das nicht eigentlich in jedem Franchise so?

Ich sag mal bei den meisten. "Franchise" heißt letztlich nichts anderes als dass ein Produkt so dermaßen erfolgreich ist, dass Nachfolger auf Nachfolger produziert wird (gibts bei Büchern, Filmen, Spielen...). Oft ist das vorher gar nicht planbar. Manchmal werden die Macher vom eigenen Erfolg überrascht, haben überhaupt keine Fortsetzung, und hauen einfach Ramsch raus. Beispiele die mir spontan einfallen: Die glorreichen Sieben, Die Matrix (wobei ich da den ersten auch schon Gülle fand, aber anderes Thema), Speed, Shrek, Ice Age... oder bei Spielen z.B. Tomb Raider. Es gibt seltene Ausnahmen, die meistens dann eintreten, wenn eben doch von vornherein eine langfristige Story im Hinterkopf war. Z.B. bei Star Wars, Terminator oder Harry Potter. Wobei bei SW und Terminator der Effekt dann verspätet doch noch eingetreten ist, bei HP bemerkenswerterweise nicht (auf die Bücher bezogen, die späteren Filmumsetzungen fand ich lieblos).
Das Bizarre daran: Der große Erfolg schadet letztlich jedem Franchise. Es kommt der Punkt da muss man überhaupt nicht mehr gut sein um Erfolg zu haben, der Krempel verkauft sich quasi von selbst. Und dann kommt der Punkt wo das plötzlich nicht mehr funktioniert und es kommt der Absturz. Auch das ist oft überraschend und nicht planbar. Marvel plant seine Fließbandproduktion läppischer Superhelden-Filmchen (aka "Marvel Cinematic Universe") Jahre im Voraus und hat ein Dutzend Filme in der Pipeline. Ich nenne das reine Hybris. Es wird der Tag der Übersättigung kommen an dem den Scheiß keiner mehr sehen will.
Pech hat dann der, der sich voll und ganz auf ein einzelnes Zugpferd konzentriert hat und diesen Gaul gnadenlos totgeritten hat. Siehe LucasArts: Die hatten früher Star Wars, Indiana Jones, Monkey Island, DOTT, Grim Fandango, man kann es gar nicht alles aufzählen. Dann hatten sie nur noch SW-Spiele, weil die Marktanalyse-Fuzzis da das geringste Flop-Potential sahen. Dann hatten sie nur noch schlechte SW-Spiele, weil sie meinten, die verkaufen sich dank SW-Label so oder so. Und dann waren sie weg vom Fenster.

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BeitragVerfasst: Mi, 11. Mai 2016, 22:44 
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Tempest hat geschrieben:
Manchmal werden die Macher vom eigenen Erfolg überrascht, haben überhaupt keine Fortsetzung, und hauen einfach Ramsch raus. (...) Es gibt seltene Ausnahmen, die meistens dann eintreten, wenn eben doch von vornherein eine langfristige Story im Hinterkopf war. Z.B. bei Star Wars, Terminator oder Harry Potter. Wobei bei SW und Terminator der Effekt dann verspätet doch noch eingetreten ist

Ich stimme dir teilweise zu: Der Effekt ist bei SW auch eingetreten, und zwar auf dem Filmsektor im Dezember letzten Jahres. Aber es ist im Falle von SW etwas unfair, so zu urteilen, schließlich war Lucas bei diesem letzten Film nicht mehr an Bord.

Zum neuen EU (sprich Literatur des neuen Kanons): Ich habe bisher nur im ersten Heft der Reihe "Skywalker schägt zu" geblättert, und was sehe ich da? Luke fordert Vader im Lichtschwertduell heraus. Die Story spielt kurz nach Ep.IV, wohlgemerkt.
Also,...
1. Allein schon, daß sich Luke und Vader mit gezündeten Lichtschwertern gegenüberstehen, schmälert die Wirkung ihres Aufeinandertreffens im Gefrierraum von Cloud City.
2. War Luke zu dem Zeitpunkt zwar noch naiv, aber doch nicht so dumm, daß er meinte, ohne Lichtschwertkampftraining Vader im Lichtschwertduell besiegen zu können.
3. Erst recht nicht, nachdem Obi-Wan ihm als Geist zugerufen hat, er solle weglaufen. Luke läßt sich in dieser Geschichte aber doch nicht von seinem hochgeschätzten Mentor beirren! :roll:
4. Erwartungsgemäß ist Luke's Befreiung aus dieser brenzligen Lage auch nicht überzeugend. Ich will aber nicht zuviel verraten...
Ich muß sagen, ich war von Anfang an skeptisch, daß man uns nach über 30 Jahren und mehreren Reboots endlich erzählen wollte, was im Anschluß an Ep.IV wirklich passierte. Diesmal sinnigerweise ohne jegliche Supervision des Schöpfers. Ich habe jedenfalls nach Sichtung dieser Szene das Interesse an der neuen Marvel-Version der OT-Ära verloren.
Ich werde vielleicht noch deren Version der PT-Ära eine Chance geben.

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BeitragVerfasst: Do, 12. Mai 2016, 00:17 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Zum neuen EU (sprich Literatur des neuen Kanons): Ich habe bisher nur im ersten Heft der Reihe "Skywalker schägt zu" geblättert, und was sehe ich da? Luke fordert Vader im Lichtschwertduell heraus. Die Story spielt kurz nach Ep.IV, wohlgemerkt.
Also,...
1. Allein schon, daß sich Luke und Vader mit gezündeten Lichtschwertern gegenüberstehen, schmälert die Wirkung ihres Aufeinandertreffens im Gefrierraum von Cloud City.
2. War Luke zu dem Zeitpunkt zwar noch naiv, aber doch nicht so dumm, daß er meinte, ohne Lichtschwertkampftraining Vader im Lichtschwertduell besiegen zu können.
3. Erst recht nicht, nachdem Obi-Wan ihm als Geist zugerufen hat, er solle weglaufen. Luke läßt sich in dieser Geschichte aber doch nicht von seinem hochgeschätzten Mentor beirren! :roll:
4. Erwartungsgemäß ist Luke's Befreiung aus dieser brenzligen Lage auch nicht überzeugend. Ich will aber nicht zuviel verraten...

Autsch. Irgendwie erinnert mich das frappierend an "Skywalkers Rückkehr" (Original "Splinter of the Mind's Eye"), den ersten Roman des alten EU. Nur gabs damals noch die Ausrede, dass es außer ANH noch gar keine weiteren Filme gab, und selbst unter der Prämisse wars nicht toll...

Tsui Choi hat geschrieben:
Ich muß sagen, ich war von Anfang an skeptisch, daß man uns nach über 30 Jahren und mehreren Reboots endlich erzählen wollte, was im Anschluß an Ep.IV wirklich passierte. Diesmal sinnigerweise ohne jegliche Supervision des Schöpfers.

Es gab im EU noch nie irgendweine Supervision von seiten "des Schöpfers", gib dich da mal keinen Illusionen hin.

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BeitragVerfasst: Do, 12. Mai 2016, 15:22 
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Archangel hat geschrieben:

Bollux hat geschrieben:
Und wie das EU dann nach der Thrawn-Trilogie so richtig zum Leben erweckt wurde

Ich muss hier mal ein - für einige vielleicht schockierendes - Verständnis ablegen: ich habe bisher nur die erste Hälfte von "Die Erben des Imperiums" gelesen und es dann auf die Seite gelegt, weil ich es nicht annähernd so toll fand, wie es von vielen in den Himmel gelobt wurde.
Ja der Charakter des Großadmiral Thrawn ist genial, das finde ich auch, aber die Geschichte an sich leider nicht so wirklich.

Mich schockiert das nicht. Ich bin auch nicht der größte Zahn-Fan. Mir ging es nur um den zeitlichen Ablauf, mit Thrawn ging es halt so richtig los mit dem erweiterten Universum. Vorher gab es ja nur sieben Romane aus der OT-Zeit.


Archangel hat geschrieben:

Bollux hat geschrieben:
Da wurde den Fans wirklich etwas genommen. Etwas tolles, großes, weil gewachsenes.
Eben nicht nur die Ungereimtheiten. Sondern ALLES!

Nicht wirklich. Bei jeder Geschichte "Ah, s****** das ist ja jetzt auch non-kanon!" zu fauchen, nur weil Disney einfach mal ein "Legends" auf alles draufgepappt hat, (was für mich der unwiderrufliche Beweis für die Inkompetenz dieser neuen "Story-Group" ist :roll: ) ist ziemlich naiv. Damit machst du dir die Kritik gegen diesen Schritt etwas zu leicht. Man muss schon ein bisschen mitdenken.
Als Beispiel nehme ich mal die Darth Bane Trilogie. Nur zur Info, ich hab die Bücher nicht gelesen, weiß aber grob um was es geht und wer der Hauptcharakter ist - ist ja auch nach ihm benannt. :roll:
Da haben sie wie bei allen Büchern die vor 2015 (oder war es 2014?) erschienen sind ein fettes "Legends" drauf gedrückt. Lustigerweise scheint den Verantwortlichen dabei entgangen zu sein, dass sie Darth Bane kurz vor der Übernahme von Disney fest im SW-Kanon verankert haben, indem sie ihm in der letzten Folge von "Star Wars: The Clone Wars" einen Auftritt spendierten. Dort erscheint Meister Yoda als er in einen Tempel auf Moraband (oder Korriban, wie es dir vermutlich geläufiger ist) eindringt der Geist von Darth Bane - und ja er hat ihn namentlich erwähnt. Und The Clone Wars gilt bekanntlich als fester Kanon. Konsequenter Weise muss, wenn es dort einen Geist von Darth Bane gibt, auch ein Darth Bane existiert haben, was die Geschichten über eben jenen Sith Lord trotz des Labels "Legends" zu festem Bestandteil des SW-Kanon macht. :wink:


Darth Bane war schon vorher Kanon weil er im Roman zu Episode 1 erwähnt wird.
Davon abgesehen ist es mir zu albern zu hoffen, dass dieses oder jenes wieder in den neuen Kanon aufgenommen wird. Da finde ich es sinnvoller mich weiterhin an das alte EU zu halten.

Archangel hat geschrieben:

Bollux hat geschrieben:
Im Übrigen auch etwas, was ich sehr gerne verfolge: Die Geschehnisse im Senat der neuen Republik: Die Auseinandersetzungen der Ratsmitglieder zur Post-Endor-Zeit, die Intrigen zwischen Borsk Fey La und General Ackbar und die Probleme, die es mitbringt einen neuen Staatsapparat aufzubauen im Allgemeinen.
Und genau das ist es, was ich am EU im Vergleich zu Episode 7 so liebe

Da muss ich dir allerdings recht geben. Ich verstehe ja, dass die Köpfe hinter TFA wahrscheinlich deswegen nichts von der neuen Republik gezeigt haben, weil diese Kongress-Szenen in der PT damals von vielen Leuten kritisiert wurden. Aber ich persönlich hätte trotzdem gerne mehr ... nein, man muss ja schon sagen ÜBERHAUPT ETWAS von der neuen Republik gesehen! :evil:
War doch schließlich eine neue Republik, die für Frieden und Zweisamkeit in der Galaxis sorgt, das wofür Leia, Han, Luke und die ganze Rebellenallianz in der OT überhaupt gekämpft haben. Und dann sehen wir gerade mal knappe zehn Sekunden davon und zwar kurz bevor sie durch die neue Superwaffe der Ersten Ordnung vernichtet wird.
Das bescheuertste war ja: "wir zerstören die Republik" ja toller Plan Hux! Die Republik besteht wahrscheinlich - wenn sie auch nur halb so groß ist wie die alte Republik in der PT - aus hunderten verschiedener Systeme und du denkst du kannst sie vernichten, indem du den Planeten zerstörst wo der/die Kanzler(in) lebt und der Kongress tagt. ... Bin ich der einzige der das bescheuert findet? :shock:
Ich meine das ist doch ein bisschen so als würde Nordkorea Atombomben über Spanien abwerfen, mit dem Ziel die EU (also die Europäische Union jetzt, nicht das Expanded Universe :lol: ) zu vernichten. (fragt mich bitte nicht warum sie das tun sollten, das ist nur ein Beispiel und ich bin nicht sehr bewandert in Politik ^^) Mhm, toll gemacht. Spanien vernichtet! Und was ist jetzt mit den anderen 27 Mitgliedsstaaten? Nur weil ich einen davon dem Erdboden gleich mache, zerstöre ich damit nicht automatisch die gesamte EU. :mrgreen:
Darum hoffe ich wirklich, dass das mit der Vernichtung der Republik nicht ernst gemeint war und wir in Episode 8 mehr davon sehen werden.


Ich meine, diese Hoffnung wirst Du wohl schnellstens begraben müssen. Es wäre zwar logisch wenn es diese hunderte von Systemen geben würde. Aber was glaubst Du warum das Sonnensystem dessen Zerstörung wir miterlebt haben ungewöhnlicherweise über vier bewohnte Planeten verfügte? Das war die gesamte neue Republik.
Das ist ja genau das, was mich am Konzept der ST so stört und mich am EU festhalten lässt: Alles was uns in Episode 6 als mögliche Fortsetzung angedeutet wurde, wurde von Abrams und Kasdan wieder rückgängig gemacht!
Die neue Generation von Jedi-Rittern wurde bereits vor dem Beginn der Handlung des neuen Films (wahrscheinlich) von den Rittern von Ren gemeuchelt und die neue Republik wurde im Film von der Starkillerbasis in die Luft gesprengt.
Mit diesem Gesellenstück hat Abrams in der ST die gleiche Ausgangssituation wie in der OT geschaffen: Eine kleine Schar von Widerständlern kämpft gegen einen übermächtigen Feind.
Da dreißig Jahre zwischen OT und ST liegen kann man die Geschichte durchaus so erzählen. Ein wirklicher Fehler ist dies nicht. Aber eine echte Fortsetzung dürfte anders aussehen.
Da liegt für mich der große Pluspunkt des EU: Gerade die umgekehrten Vorzeichen machen die Weitererzählung der Saga dort so reizvoll.
Die damaligen Rebellen befinden sich jetzt in der Regierungsverantwortung und müssen dem Rest der Galaxis zeigen, dass es der neuen Republik nicht darum geht Alles an sich zu reißen, sondern ein neues/altes politisches System zu etablieren in dem Demokratie und Gerechtigkeit auf fruchtbaren Boden wächst und gedeiht. Diese Gradwanderung ist beständiges Thema in den alten Romanen. Das ist für mich weit interessanter als ein erneuter Bürgerkrieg im Stil der alten Filme, nur weil man niemanden verärgern will, der nichts neues gelten lässt.


Tempest hat geschrieben:
Tsui Choi hat geschrieben:
Zum neuen EU (sprich Literatur des neuen Kanons): Ich habe bisher nur im ersten Heft der Reihe "Skywalker schägt zu" geblättert, und was sehe ich da? Luke fordert Vader im Lichtschwertduell heraus. Die Story spielt kurz nach Ep.IV, wohlgemerkt.
Also,...
1. Allein schon, daß sich Luke und Vader mit gezündeten Lichtschwertern gegenüberstehen, schmälert die Wirkung ihres Aufeinandertreffens im Gefrierraum von Cloud City.
2. War Luke zu dem Zeitpunkt zwar noch naiv, aber doch nicht so dumm, daß er meinte, ohne Lichtschwertkampftraining Vader im Lichtschwertduell besiegen zu können.
3. Erst recht nicht, nachdem Obi-Wan ihm als Geist zugerufen hat, er solle weglaufen. Luke läßt sich in dieser Geschichte aber doch nicht von seinem hochgeschätzten Mentor beirren! :roll:
4. Erwartungsgemäß ist Luke's Befreiung aus dieser brenzligen Lage auch nicht überzeugend. Ich will aber nicht zuviel verraten...

Autsch. Irgendwie erinnert mich das frappierend an "Skywalkers Rückkehr" (Original "Splinter of the Mind's Eye"), den ersten Roman des alten EU. Nur gabs damals noch die Ausrede, dass es außer ANH noch gar keine weiteren Filme gab, und selbst unter der Prämisse wars nicht toll...


Jupp, ich habe in "Skywalker schlägt zu" auch reingelesen und bin über den gleichen Punkt gestolpert. Und ich musste ebenfalls an "Skywalkers Rückkehr" denken. Das war immerhin der allererste Star Wars-Roman, da kann man etwas Nachsicht üben obwohl er wirklich kein großer Wurf war. Wenn dann aber angekündigt wird, dass man jetzt alles besser machen will und die alten Geschichten für ungültig erklärt ist es schon fast dreist, wenn dann wieder die gleichen Fehler gemacht werden. Nicht, dass ich etwas anderes erwartet hätte.

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BeitragVerfasst: Do, 12. Mai 2016, 23:14 
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Bollux hat geschrieben:
Mich schockiert das nicht. Ich bin auch nicht der größte Zahn-Fan. Mir ging es nur um den zeitlichen Ablauf, mit Thrawn ging es halt so richtig los mit dem erweiterten Universum. Vorher gab es ja nur sieben Romane aus der OT-Zeit.

War auch nicht wirklich auf das Thema bezogen. Ich wollte das nur mal nebenbei loswerden, weil du die Thrawn-Trilogie gerade angesprochen hast. :D

Bollux hat geschrieben:
Darth Bane war schon vorher Kanon weil er im Roman zu Episode 1 erwähnt wird.

Das wusste ich nicht. Aber soweit ich weiß sind die Romane zu den Filmen auch nicht wirklich Kanon, weil es da ein paar Abweichungen gibt.

Bollux hat geschrieben:
Davon abgesehen ist es mir zu albern zu hoffen, dass dieses oder jenes wieder in den neuen Kanon aufgenommen wird. Da finde ich es sinnvoller mich weiterhin an das alte EU zu halten.

Ich nicht, mir gefällt der neue Kanon definitiv besser. Und das sage ich obwohl ich bisher nur Episode 7 gesehen habe. Doch den fand ich bis auf die offenen Fragen (von denen jedoch sicherlich einige in den nächsten zwei Episoden beantwortet werden) und diese Sache mit der Republik phänomenal. =D>

Bollux hat geschrieben:
Ich meine, diese Hoffnung wirst Du wohl schnellstens begraben müssen. Es wäre zwar logisch wenn es diese hunderte von Systemen geben würde. Aber was glaubst Du warum das Sonnensystem dessen Zerstörung wir miterlebt haben ungewöhnlicherweise über vier bewohnte Planeten verfügte? Das war die gesamte neue Republik.

Kann ich mir nicht vorstellen. Vier Planeten sollen eine galaktische Republik darstellen? Eine Regierung die in einem großen Teil der Galaxis für Sicherheit und Frieden sorgt? Niemals! Ich habe das so interpretiert, dass Hosnian-Prime das Zentrum, der Republik war, ihre Hauptstadt wenn man so will, wie halt Coruscant in der PT - wobei ich übrigens immer noch nicht verstehe warum man nicht einfach Coruscant wieder für diese Rolle genommen und zerstört hat. Dann hätten sie dieses mal zumindest eine Welt vernichtet die wir kennen und deren Auslöschung uns emotional etwas mitnimmt. :evil:
Da MUSS noch was von der Republik übrig sein!
Man muss auch bedenken, dass zwischen VI und VII 30 Jahre liegen! Was wären Luke, Leia, Han, Mothma, Ackbar und der Rest der ganzen Rebellen Allianz bitte für Loser (und wie wir wissen, sind sie das ja nicht) wenn sie es in diesen 30 Jahren gerade mal hinbekommen haben, eine galaktische Regierung zu erschaffen, die aus nur einem einzelnen System besteht? ](*,)

Bollux hat geschrieben:
Da liegt für mich der große Pluspunkt des EU: Gerade die umgekehrten Vorzeichen machen die Weitererzählung der Saga dort so reizvoll.
Die damaligen Rebellen befinden sich jetzt in der Regierungsverantwortung und müssen dem Rest der Galaxis zeigen, dass es der neuen Republik nicht darum geht Alles an sich zu reißen, sondern ein neues/altes politisches System zu etablieren in dem Demokratie und Gerechtigkeit auf fruchtbaren Boden wächst und gedeiht.

Jjjja ... nimm's mir nicht übel, das ist sicher eine interessante Thematik, die ganz bestimmt die nächsten Jahre auch für's neue EU wieder aufgegriffen wird. Als Bücher ist das dann bestimmt auch gut. Aber ich persönlich fände das als Handlung für eine neue Film-Trilogie nicht prickelnd genug, was auch einer der Gründe war, warum ich das erste Thrawn Buch damals beiseite gelegt habe. Ich hätt's nicht für möglich gehalten, aber Gott, waren manche Kapitel mit den großen drei langweilig! Ich hab mir oft nur gedacht, wann endlich das nächste Kapitel mit Pellaeon (wahrscheinlich falsch geschrieben ^^) und Thrawn kommt. -_-
In einem Hauptfilm möchte ich dann halt doch lieber den Krieg sehen, der im Titel steckt. 8)

Bollux hat geschrieben:
Das ist für mich weit interessanter als ein erneuter Bürgerkrieg im Stil der alten Filme, nur weil man niemanden verärgern will, der nichts neues gelten lässt.

Das war glaube ich nicht der Grund, warum Abrams und Kasdan den Film so gemacht haben. Ich glaube der Hauptgrund dafür war die harte Kritik an der PT. Die war halt sehr anders als die OT und wurde völlig verrissen. Also wollte man dieses Mal auf Nummer sicher gehen, indem man sich stark an der OT orientiert und ein paar Sachen die an der PT kritisiert wurden (z.B. Jedi-Orden und Republik) einfach mal fast komplett raus wirft. Abrams soll ja auch zu den Leuten gehören, die die PT nicht mochten und genau da liegt glaube ich der Hase begraben. Ich persönlich find's zumindest im Punkt Republik ne egoistische, leicht paranoide Überreaktion. :roll:
Aber naja, muss man jetzt wohl mit leben. Und wir wissen ja schließlich nicht, was die nächsten Episoden bringen werden, daher: abwarten! :wink:

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BeitragVerfasst: Fr, 13. Mai 2016, 14:08 
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Archangel hat geschrieben:


Bollux hat geschrieben:
Ich meine, diese Hoffnung wirst Du wohl schnellstens begraben müssen. Es wäre zwar logisch wenn es diese hunderte von Systemen geben würde. Aber was glaubst Du warum das Sonnensystem dessen Zerstörung wir miterlebt haben ungewöhnlicherweise über vier bewohnte Planeten verfügte? Das war die gesamte neue Republik.

Kann ich mir nicht vorstellen. Vier Planeten sollen eine galaktische Republik darstellen? Eine Regierung die in einem großen Teil der Galaxis für Sicherheit und Frieden sorgt? Niemals! Ich habe das so interpretiert, dass Hosnian-Prime das Zentrum, der Republik war, ihre Hauptstadt wenn man so will, wie halt Coruscant in der PT - wobei ich übrigens immer noch nicht verstehe warum man nicht einfach Coruscant wieder für diese Rolle genommen und zerstört hat. Dann hätten sie dieses mal zumindest eine Welt vernichtet die wir kennen und deren Auslöschung uns emotional etwas mitnimmt. :evil:
Da MUSS noch was von der Republik übrig sein!
Man muss auch bedenken, dass zwischen VI und VII 30 Jahre liegen! Was wären Luke, Leia, Han, Mothma, Ackbar und der Rest der ganzen Rebellen Allianz bitte für Loser (und wie wir wissen, sind sie das ja nicht) wenn sie es in diesen 30 Jahren gerade mal hinbekommen haben, eine galaktische Regierung zu erschaffen, die aus nur einem einzelnen System besteht? ](*,)



Klar kann ich mich da irren. Aber, ich bin mir doch schon ziemlich sicher, dass die Starkiller-Basis dazu dienen sollte die neue Republik- nicht nur aus der Galaxis zu sprengen -sondern auch um sie aus der ST zu verbannen.
Zitat Poe Dameron: "Das war die Republik!" Klappe zu; Affe tot.
Natürlich wird es zahlreiche republiknahe Planeten geben. Die werden jetzt halt von der ersten Ordnung einverleibt. Wie gesagt, alles wie in der OT. Alles beim alten:

Episode 4: Sie hoffen auf eine bessere Zukunft.
Episode 5: Sie kämpfen unter großen Verlusten.
Episode 6: Am Ende haben sie doch gewonnen.
Episode 7: Ätsch, doch nicht!

Natürlich existierte das Imperium nach E 6 noch und verfügte weiterhin über eine große Streitmacht, das wurde im EU ja ebenfalls berücksichtigt, das war ja der Dreh und Angelpunkt der Thrawn Trilogie; Fünf Jahre nach Endor war das Imperium immer noch ein ernstzunehmender Gegner. Und doch war die neue Republik nach ihrer Gründung im Vorteil, da sich das Restimperium nach Palpatines Tod zerstritten hat. Ich finde das recht plausibel gelöst.
Wie gesagt, in den nächsten Filmen hingegen wird die Republik wohl keine große Rolle mehr spielen. Abgesehen Vielleicht von dem Einen oder Anderen lieblos hingelaberten Satz.


Archangel hat geschrieben:

Bollux hat geschrieben:
Da liegt für mich der große Pluspunkt des EU: Gerade die umgekehrten Vorzeichen machen die Weitererzählung der Saga dort so reizvoll.
Die damaligen Rebellen befinden sich jetzt in der Regierungsverantwortung und müssen dem Rest der Galaxis zeigen, dass es der neuen Republik nicht darum geht Alles an sich zu reißen, sondern ein neues/altes politisches System zu etablieren in dem Demokratie und Gerechtigkeit auf fruchtbaren Boden wächst und gedeiht.

Jjjja ... nimm's mir nicht übel, das ist sicher eine interessante Thematik, die ganz bestimmt die nächsten Jahre auch für's neue EU wieder aufgegriffen wird. Als Bücher ist das dann bestimmt auch gut. Aber ich persönlich fände das als Handlung für eine neue Film-Trilogie nicht prickelnd genug, was auch einer der Gründe war, warum ich das erste Thrawn Buch damals beiseite gelegt habe. Ich hätt's nicht für möglich gehalten, aber Gott, waren manche Kapitel mit den großen drei langweilig! Ich hab mir oft nur gedacht, wann endlich das nächste Kapitel mit Pellaeon (wahrscheinlich falsch geschrieben ^^) und Thrawn kommt. -_-
In einem Hauptfilm möchte ich dann halt doch lieber den Krieg sehen, der im Titel steckt. 8)



Ich glaube, wir missverstehen uns. Es geht mir nicht darum, dass ich im Film ellenlange Senatsdebatten sehen wollte. Sondern darum, dass unsere Helden nach dem entscheidenden Sieg im vorangegangenen Film eine andere Rolle hätten bekleiden sollen. Also Mon Mothma als Staatschefin und Leia als enge Vertraute fand ich sinnvoll im EU.
Han Solo wieder als Schmuggler (in dem Alter) eizuführen ist mir einfach zu rückwertsgewand. Und Leia als "der General" na ja.
Anders ausgedrückt: Ich finde, dass das Konzept der mutigen Rebellenschar totgeritten wird.

Dabei fände ich folgendes recht naheliegend:

PT: Alte Republik
OT: Imperium
ST: Neue Republik

Stattdessen bleibt in der ST nun alles beim Alten, nur dass die Parteien jetzt neue Namen bekommen haben.

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BeitragVerfasst: Sa, 14. Mai 2016, 11:41 
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Tempest hat geschrieben:
Es gab im EU noch nie irgendweine Supervision von seiten "des Schöpfers", gib dich da mal keinen Illusionen hin.

Ich denke auch nicht, daß es eine systematische Kontrolle von seiten Lucas' gab, aber ich halte es für möglich, daß er sich in einzelne Comic-Reihen eingemischt hat. Und ich denke, er stand zumindest indirekt über die Continuity-Abteilung den Autoren als Berater zur Verfügung. Jetzt halt nicht mehr.

Bollux hat geschrieben:
Wenn dann aber angekündigt wird, dass man jetzt alles besser machen will und die alten Geschichten für ungültig erklärt ist es schon fast dreist, wenn dann wieder die gleichen Fehler gemacht werden.

Ja, solange "Skywalker schlägt zu" Teil des neuen Kanons bleibt, werden die Leute der Story Group aufgrund dieser Ankündigung als Versager dastehen. Und wenn man bedenkt, daß diese Geschichte auf der gleichen Kanonstufe wie die Filme steht, wird man wissen, was man von diesem neuen Kanon zu halten hat.

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BeitragVerfasst: Sa, 14. Mai 2016, 11:53 
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George Lucas hat bei 2-3 Werken (wirklich nicht mehr) mal eine Anregung gegeben und manche Comics (Republic, Legacy) hat er tatsächlich zumindest auszugsweise gelesen, nachdem sie erschienen waren, laut Pablo Hidalgo. Er hat aber nie wirklich Aufsicht geführt, sondern die Publishing-Abteilung und die Autoren einfach mal machen lassen. Da gab es keine Aufsicht seinerseits.

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BeitragVerfasst: So, 15. Mai 2016, 02:24 
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Tsui Choi hat geschrieben:
Ich denke auch nicht, daß es eine systematische Kontrolle von seiten Lucas' gab, aber ich halte es für möglich, daß er sich in einzelne Comic-Reihen eingemischt hat. Und ich denke, er stand zumindest indirekt über die Continuity-Abteilung den Autoren als Berater zur Verfügung. Jetzt halt nicht mehr.

Wie Darth Spiriah schon schrieb, überschätzt du Lucas' Einflussnahme.

Tsui Choi hat geschrieben:
Ja, solange "Skywalker schlägt zu" Teil des neuen Kanons bleibt, werden die Leute der Story Group aufgrund dieser Ankündigung als Versager dastehen. Und wenn man bedenkt, daß diese Geschichte auf der gleichen Kanonstufe wie die Filme steht, wird man wissen, was man von diesem neuen Kanon zu halten hat.

Da bin ich ganz deiner Meinung.
Ich teile nur deine Meinung nicht, dass das mit dem alten EU und der alten Continuity-Abteilung signifikant besser gewesen ist. Es ist einfach nur die alte Verschaukelung in neuem Gewand. "Schreib Star Wars drauf und nenn es Kanon, dann wird schon keiner die Widersprüche merken."

@Bollux:
Ich geben zu, die alten Helden einfach auch in ihren alten Rebellen-Rollen zu belassen, statt ihnen neue, die Staatsgründung und -lenkung betreffende Herausforderungen zu geben, ist zunächst mal weniger glaubwürdig und scheint weniger interessant.
Andererseits: Da letzterer Weg bereits im EU beschritten wurde, wäre er eben auch nicht mehr neu. Der Vorwurf, ausgelutschte Ideen zu recyceln, würde also wahrscheinlich so oder so erhoben worden sein - oder?

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BeitragVerfasst: So, 15. Mai 2016, 03:55 
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Bollux hat geschrieben:
Zitat Poe Dameron: "Das war die Republik!" Klappe zu; Affe tot.

1. Stammt dieses Zitat von Finn und nicht von Poe. :wink:
Und 2. glaube ich immer noch nicht, dass damit das letzte Wort gesprochen ist.
Oder wenn es doch so sein sollte, dann bräuchte Herr Abrams - so sehr ich ihn auch für den Star Trek Reboot und den neuen SW liebe - zumindest nicht mehr groß über die PT her zu ziehen, weil er damit einen mindestens genauso bescheuerten Logikfehler in die ST eingebaut hätte, wie man Lucas vorwirft die PT verkackt zu haben. -_-

Bollux hat geschrieben:
Ich glaube, wir missverstehen uns. Es geht mir nicht darum, dass ich im Film ellenlange Senatsdebatten sehen wollte.

Nein wir missverstehen uns nicht. Ich meine schon das was du meinst. :wink:
Ich fände das tatsächlich nicht sehr spannend, weil dieses Thema größtenteils - auch wenn es wahrschienlich ein paar dunkle Kapitel gäbe - ein positives Klima hätte. So al'a "Hey! Vader und der Imperator sind tot! Wir haben den Krieg gegen das Imperium so gut wie gewonnen, jetzt müssen wir nur noch den Rest vom Schützenfest aufzuräumen und eine neue Republik gründen."
Sorry, das mag vielleicht in manchen Romanen ganz nett umgesetzt worden sein - kann ich wie gesagt schlecht beurteilen, da ich nur die erste Hälfte von "Erben des Imperiums" kenne - aber für eine Film-Trilogie wäre mir das einfach nicht spannend genug.
Dass jetzt in Episode 7 eine neue Bedrohung da ist (Snoke + Knights of Ren + First Order) die selbst so mächtig und unberechenbar zu sein scheint, dass ein Luke Skywalker sich ins Exil zurückzieht (eventuell, man weiß ja nicht was er vielleicht noch für Gründe hatte (!)) und Leia, Ackbar und co. nicht zu wissen scheinen, wie sie mit diesen am besten umgehen sollen, finde ich persönlich da fast noch besser.

Übrigens: einige Sachen vom alten EU wurden sogar sozusagen ins neue übernommen. Ich habe vor Episode 7 mal eine Video mit einer Zusammenfassung der bisher existierenden neuen EU-Werke zwischen ROTJ und TFA angesehen und ich glaube mich erinnern zu können, dass auch da Mon Mothma zur obersten Kanzlerin gewählt und die neue Republik sogar auf ihrem Heimatplaneten Chandrilla gegründet wurde. :D (mich würde zudem interessieren ob sie als Kanzlerin auf Hosnian-Prime starb als dieser zerstört wurde oder immer noch lebt, hoffentlich bekommen wir dazu bald Aufklärung :( )

Tsui Choi hat geschrieben:
Ja, solange "Skywalker schlägt zu" Teil des neuen Kanons bleibt, werden die Leute der Story Group aufgrund dieser Ankündigung als Versager dastehen.

Ich will ja eigentlich kein Buch/Comic verteidigen das ich (noch?) nicht gelesen habe, aber die Möglichkeit, dass Luke Darth Vader schon vor Episode V einmal gegenüber stand an sich, halte ich persönlich nicht einmal für so unlogisch. So toll die Konfrontation im Film auch ist, es wirkt auf mich nicht wirklich so, als würden die beiden sich da zum ersten mal begegnen: Vader sagt nur einen Satz und die beiden gehen sofort aufeinander los, als wäre damit bereits alles gesagt und auf Obi-Wans Behauptung, Vader hätte seinen Vater ermordet geht Luke seltsamerweise erst ganz zum Schluss ein wo er praktisch schon so gut wie tot ist, obwohl das - zumindest wenn ich er wäre - das erste gewesen wäre, worauf ich den Typ angesprochen hätte. :shock:
Und dass Vader in TESB auf einmal unbedingt einen Luke Skywalker fangen will, den er - wie die meisten damals sicher davon ausgingen - nur vom Hörensagen kennt und nie persönlich getroffen hat, ("Luke Skywalker" hätte ja auch z.B. eine Erfindung von Rebellen die seine wahre Identität kannten sein können, um ihn damit in eine Falle zu locken!) kam mir schon immer etwas seltsam vor. Das wird durch die PT noch bestärkt, weil er dort ja am Ende glaubt, er hätte Padme und ihr Kind in seinem Zorn getötet. Also selbst wenn er etwas von einem Luke Skywalker gehört hätte, hätte er das wahrscheinlich nicht sofort geglaubt, es wäre wahrscheinlich selbst nach einer Begegnung mit ihm schwer gewesen dies zu verdauen (siehe hierzu auch den Dialog in TESB: Imperator: "Ich habe keine Zweifel, dass er der Abkömmling des Anakin Skywalker ist." Darth Vader: "Wie ist das möglich?"). IMO ergibt seine fieberhafte Suche nach Luke nur dann Sinn, wenn er ihm mindestens einmal persönlich gegenüberstand und da dann eben gemerkt hat: "Okay, Luke Skywalker war also doch kein Gerücht von der Rebellion. Mein Sohn lebt wirklich und ich muss ihn bekehren und zum Imperator bringen."
Die Szene in TESB würde das für mich persönlich auch nicht schmälern. Das haben die Duelle in TCW zwischen Anakin und Dooku im übrigen auch nicht. Aber dazu vielleicht später mehr. ^^

Tempest hat geschrieben:
Andererseits: Da letzterer Weg bereits im EU beschritten wurde, wäre er eben auch nicht mehr neu. Der Vorwurf, ausgelutschte Ideen zu recyceln, würde also wahrscheinlich so oder so erhoben worden sein - oder?

Da muss ich Tempest mal Recht geben.
Egal wie man es am Ende dreht oder wendet, die EU-Sympathisanten hätten so oder so über die neuen Filme gewettert.

- Die großen Drei und die Rebellion versuchen eine neue Republik aufzubauen und bekämpfen den Rest des Imperiums: "DAS HABEN SIE VOM (alten) EU GEKLAUT!"

- Die großen Drei und die Rebellion kämpfen gegen ein neues böses Regime, dem gegenüber sie in der Unterzahl sind: "DAS HABEN SIE VON DER OT GEKLAUT!"

Am Ende kann man es halt leider nicht jedem Recht machen. :lol:

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BeitragVerfasst: So, 15. Mai 2016, 13:13 
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Archangel hat geschrieben:
Bollux hat geschrieben:
Zitat Poe Dameron: "Das war die Republik!" Klappe zu; Affe tot.

1. Stammt dieses Zitat von Finn und nicht von Poe. :wink:
Und 2. glaube ich immer noch nicht, dass damit das letzte Wort gesprochen ist.

Nur kurz zu diesem Punkt, da mir für den Rest leider im Moment die Zeit fehlt: Das in Episode VII vernichtete Hosnian-System stellte natürlich nicht das gesamte Gebiet der Neuen Republik dar - dieses ist zur Zeit des Films um einiges größer und umfasst im Prinzip den Großteil des bekannten Raums, während das Gebiet der Ersten Ordnung klein und abgeschieden ist. Hosnian Prime war allerdings die aktuelle Hauptwelt der Republik, auf der der Galaktische Senat tagte und somit zur Zeit der Zerstörung der Großteil der hohen Amtsträger der Neuen Republik anwesend war. Zudem war wohl auch der Großteil der eh damals wieder vergleichsweise rudimentären Streitkräfte der Republik im System stationiert. Somit ist mit dem Starkiller-Angriff auf das Hosian-System ein vernichtender Schlag gegen Verwaltung und Militär der Neuen Republik gelungen - und darauf bezieht sich das Zitat "Das war die Republik!". Im Prinzip kann diese jetzt nur noch mit den zahlenmäßig auch nicht gerade starken Streitkräften des Widerstands und eventuellen anderswo stationierten Teilen der republikanischen Flotte oder auch ggf. vorhandenen lokalen Kräften verteidigt werden. Aber wie das dann im Details aussehen wird, bekommen wir wohl erst in Episode VIII zu sehen ... :wink:

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BeitragVerfasst: Mo, 16. Mai 2016, 12:26 
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Archangel hat geschrieben:
die Möglichkeit, dass Luke Darth Vader schon vor Episode V einmal gegenüber stand an sich, halte ich persönlich nicht einmal für so unlogisch

Ich auch nicht (wobei eine Begegnung der beiden schon gut konstruiert sein sollte, allein schon deswegen, weil im Normalfall Luke die Begegnung nicht überleben dürfte). Ich meinte meinen Einwand aber genauso, wie ich ihn geschrieben habe: Das Problem ist, daß sie sich mit gezündeten Lichtschwertern gegenüberstehen. Und wenn ich darüber nachdenke, ist eine andere Szene als die in Cloud City für den Comic problematischer: die in der Höhle auf Dagobah. Dort wird nämlich deutlich, daß Luke große Angst vor Vader hat. Es ist also nicht glaubhaft, daß er mit noch weniger Training (also mit weniger Selbstbewußtsein) sich Vader stellt und entgegen dem Rat von Obi-Wan nicht wegläuft.

Archangel hat geschrieben:
IMO ergibt seine fieberhafte Suche nach Luke nur dann Sinn, wenn er ihm mindestens einmal persönlich gegenüberstand und da dann eben gemerkt hat: "Okay, Luke Skywalker war also doch kein Gerücht von der Rebellion. Mein Sohn lebt wirklich und ich muss ihn bekehren und zum Imperator bringen."

Vader ist sowieso hinter den Rebellen her. Umso mehr, wenn es das Gerücht gibt, daß sein Sohn unter ihnen ist. Da braucht er nicht davon überzeugt zu sein. Außerdem hat er im Graben des Todessterns gespürt, daß der Pilot vor ihm "stark in der Macht ist". Also ist das Gerücht für ihn glaubwürdig.
Aber an der Stelle möchte ich hervorheben, daß es schon eine kleine erzählerische Schwäche von "Das Imperium schlägt zurück" ist, daß so getan wird, als ob es ganz normal wäre, daß Vader weiß, daß es einen Luke Skywalker gibt, der wahrscheinlich sein Sohn ist. Bei all der Kritik an den fehlenden Erklärungen der PT möchte ich dies nicht unerwähnt lassen.

Archangel hat geschrieben:
Darth Vader: "Wie ist das möglich?"

Dieser Satz hat mit der PT tatsächlich an Bedeutung gewonnen: Wie konnte der Imperator wissen, daß Vader für den Tod von Padmé verantwortlich ist, ohne zu merken, daß das sich in deren Bauch befindliche Baby entwendet wurde? Und die Retter des Babys hätten Padmé einfach auf dem Boden von Mustafar liegen lassen müssen! Vader's Frage wird eher den Hintergrund gehabt haben, daß er den Imperator damit konfrontiert, daß er ihn, wenn Luke sein Sohn ist, damals angelogen oder zumindest Informationen verschwiegen haben muß.

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BeitragVerfasst: Di, 17. Mai 2016, 15:00 
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Archangel hat geschrieben:
Und 2. glaube ich immer noch nicht, dass damit das letzte Wort gesprochen ist.
Oder wenn es doch so sein sollte, dann bräuchte Herr Abrams - so sehr ich ihn auch für den Star Trek Reboot und den neuen SW liebe - zumindest nicht mehr groß über die PT her zu ziehen, weil er damit einen mindestens genauso bescheuerten Logikfehler in die ST eingebaut hätte, ...

Der Argumentation kann ich nicht folgen. Dass die Republik mal eben wieder mir nichts, dir nichts zerstört wird, muss einem nicht gefallen, klar. Aber wo ist das ein Logikfehler?

Bollux hat geschrieben:
Ich fände das tatsächlich nicht sehr spannend, weil dieses Thema größtenteils - auch wenn es wahrschienlich ein paar dunkle Kapitel gäbe - ein positives Klima hätte. So al'a "Hey! Vader und der Imperator sind tot! Wir haben den Krieg gegen das Imperium so gut wie gewonnen, jetzt müssen wir nur noch den Rest vom Schützenfest aufzuräumen und eine neue Republik gründen."
Sorry, das mag vielleicht in manchen Romanen ganz nett umgesetzt worden sein - kann ich wie gesagt schlecht beurteilen, da ich nur die erste Hälfte von "Erben des Imperiums" kenne - aber für eine Film-Trilogie wäre mir das einfach nicht spannend genug.

Die (für die SE reingeschnittenen) Jubelfeiern am Ende von ROTJ täuschen dich offenbar darüber hinweg, dass an dem Punkt noch fast gar nichts gewonnen war, denn fast der gesamte militärische Apparat des Imperiums war zu dem Zeitpunkt noch intakt.

Archangel hat geschrieben:
Dass jetzt in Episode 7 eine neue Bedrohung da ist (Snoke + Knights of Ren + First Order) die selbst so mächtig und unberechenbar zu sein scheint, dass ein Luke Skywalker sich ins Exil zurückzieht (eventuell, man weiß ja nicht was er vielleicht noch für Gründe hatte (!)) ...

Wait, what? :shock: Der Grund war die verpfuschte Ausbildung von Ben/Kylo, da hatten Snoke und die First Order also nur am Rande mit zu tun.

Tsui Choi hat geschrieben:
Ich auch nicht (wobei eine Begegnung der beiden schon gut konstruiert sein sollte, allein schon deswegen, weil im Normalfall Luke die Begegnung nicht überleben dürfte).

Das ist in der Tat der entscheidende Punkt, der schon in "Skywalkers Rückkehr" enorm problematisch war. Luke hätte zu dem Zeitpunkt einfach null Chance gehabt.

Tsui Choi hat geschrieben:
Aber an der Stelle möchte ich hervorheben, daß es schon eine kleine erzählerische Schwäche von "Das Imperium schlägt zurück" ist, daß so getan wird, als ob es ganz normal wäre, daß Vader weiß, daß es einen Luke Skywalker gibt, der wahrscheinlich sein Sohn ist. Bei all der Kritik an den fehlenden Erklärungen der PT möchte ich dies nicht unerwähnt lassen.

Hmmm. Mal andersrum gefragt, wieso sollte er es eigentlich nicht wissen?
Klar wäre es netter gewesen wenn darauf mal eingegangen worden wäre, aber zwingend braucht man diese Info IMO nicht.

Tsui Choi hat geschrieben:
Archangel hat geschrieben:
Darth Vader: "Wie ist das möglich?"
Dieser Satz hat mit der PT tatsächlich an Bedeutung gewonnen: ...

Der Satz wurde quasi für die PT erst eingefügt (gabs vor der SE nicht), von daher kann das wohl kaum verwundern.

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Lieutenant Colonel Tempest
Any society that would give up a little liberty to gain a little security will deserve neither and lose both. - B.Franklin


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BeitragVerfasst: Do, 19. Mai 2016, 13:44 
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Archangel hat geschrieben:
Bollux hat geschrieben:
Zitat Poe Dameron: "Das war die Republik!" Klappe zu; Affe tot.

1. Stammt dieses Zitat von Finn und nicht von Poe. :wink:


Au Weia. :oops: Danke für den Hinweis. :)


Archangel hat geschrieben:

Und 2. glaube ich immer noch nicht, dass damit das letzte Wort gesprochen ist.
Oder wenn es doch so sein sollte, dann bräuchte Herr Abrams - so sehr ich ihn auch für den Star Trek Reboot und den neuen SW liebe - zumindest nicht mehr groß über die PT her zu ziehen, weil er damit einen mindestens genauso bescheuerten Logikfehler in die ST eingebaut hätte, wie man Lucas vorwirft die PT verkackt zu haben. -_-


Sky hat geschrieben:
Archangel hat geschrieben:
Bollux hat geschrieben:
Zitat Poe Dameron: "Das war die Republik!" Klappe zu; Affe tot.

1. Stammt dieses Zitat von Finn und nicht von Poe. :wink:
Und 2. glaube ich immer noch nicht, dass damit das letzte Wort gesprochen ist.

Nur kurz zu diesem Punkt, da mir für den Rest leider im Moment die Zeit fehlt: Das in Episode VII vernichtete Hosnian-System stellte natürlich nicht das gesamte Gebiet der Neuen Republik dar - dieses ist zur Zeit des Films um einiges größer und umfasst im Prinzip den Großteil des bekannten Raums, während das Gebiet der Ersten Ordnung klein und abgeschieden ist. Hosnian Prime war allerdings die aktuelle Hauptwelt der Republik, auf der der Galaktische Senat tagte und somit zur Zeit der Zerstörung der Großteil der hohen Amtsträger der Neuen Republik anwesend war. Zudem war wohl auch der Großteil der eh damals wieder vergleichsweise rudimentären Streitkräfte der Republik im System stationiert. Somit ist mit dem Starkiller-Angriff auf das Hosian-System ein vernichtender Schlag gegen Verwaltung und Militär der Neuen Republik gelungen - und darauf bezieht sich das Zitat "Das war die Republik!". Im Prinzip kann diese jetzt nur noch mit den zahlenmäßig auch nicht gerade starken Streitkräften des Widerstands und eventuellen anderswo stationierten Teilen der republikanischen Flotte oder auch ggf. vorhandenen lokalen Kräften verteidigt werden. Aber wie das dann im Details aussehen wird, bekommen wir wohl erst in Episode VIII zu sehen ... :wink:


Vielen Dank für die Hintergrundinfo, Sky! Wie man daran sieht und wie Archangel ja schon meinte, unterscheidet sich der neue Kanon gar nicht allzu sehr von dem Alten. Umso merkwürdiger, dass man davon im neuen Film überhaupt nichts mitbekommt. Es wirkt nicht so, als ob die Republik irgendetwas zu in der Galaxis zu melden hätte, geschweige denn ein größeres Gebiet einnehmen würde als die erste Ordnung. Und ich glaube auch nicht, dass das in den nächsten Filmen anders sein wird. Ist natürlich nur Spekulation, aber ich meine die Marschrichtung ist klar. Eigentlich ist es ja so, dass es den Widerstand gar nicht gebraucht hätte; es hätten ja einfach Republik gegen Erste Ordnung kämpfen können.
Stattdessen wird eine kleine Gruppe von Widerständlern eingeführt, die im geheimen von der neuen Republik unterstützt wird. Das wurde doch gemacht um die Geschichte genau so zu erzählen, wie wir sie aus der PT schon kennen. Deshalb glaube ich, dass die Republik in der ganzen ST kein großes Thema sein wird, obwohl im nächsten Film ja eigentlich die Gründung einer neuen Zentralregierung der Republik eine Rolle spielen müsste.

Archangel hat geschrieben:


Tempest hat geschrieben:
Andererseits: Da letzterer Weg bereits im EU beschritten wurde, wäre er eben auch nicht mehr neu. Der Vorwurf, ausgelutschte Ideen zu recyceln, würde also wahrscheinlich so oder so erhoben worden sein - oder?

Da muss ich Tempest mal Recht geben.
Egal wie man es am Ende dreht oder wendet, die EU-Sympathisanten hätten so oder so über die neuen Filme gewettert.

- Die großen Drei und die Rebellion versuchen eine neue Republik aufzubauen und bekämpfen den Rest des Imperiums: "DAS HABEN SIE VOM (alten) EU GEKLAUT!"

- Die großen Drei und die Rebellion kämpfen gegen ein neues böses Regime, dem gegenüber sie in der Unterzahl sind: "DAS HABEN SIE VON DER OT GEKLAUT!"

Am Ende kann man es halt leider nicht jedem Recht machen. :lol:


Finde ich überhaupt nicht. Ich würde hier nicht von ausgelutschten oder geklauten Ideen reden. Vor allem da es ja nur diese beiden Möglichkeiten gibt: Entweder das Imperium hat die Oberhand oder eben die Republik.
Es geht hier ja auch lediglich um die Rahmenhandlung. Diese steht neuen Ideen und wilden Sternenkriegen nicht im Geringsten im Wege. Und genau das finde ich im alten EU weitaus besser gelöst.
Da es hier aber immer mehr um Episode VII geht lauf ich mal kurz ins obere Stockwerk in den Filmbereich und schreibe da weiter. Vielleicht sehen wir uns ja dort.

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BeitragVerfasst: So, 22. Mai 2016, 22:54 
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Registriert: Mi, 13. Dez 2006, 22:49
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Tempest hat geschrieben:
Klar wäre es netter gewesen wenn darauf mal eingegangen worden wäre, aber zwingend braucht man diese Info IMO nicht.

Zwingend nicht, daher sprach ich von einer kleinen erzählerischen Schwäche.
Wie ein Schurke die Identität des Helden erfährt ist aber eine Info, die man dem Zuschauer normalerweise gibt, und die noch interessanter wird, wenn die beiden Vater und Sohn sind.
In einer großen Saga gehört so eine Info eigentlich dazu.


Tempest hat geschrieben:
Tsui Choi hat geschrieben:
Archangel hat geschrieben:
Darth Vader: "Wie ist das möglich?"

Dieser Satz hat mit der PT tatsächlich an Bedeutung gewonnen: ...


Der Satz wurde quasi für die PT erst eingefügt (gabs vor der SE nicht), von daher kann das wohl kaum verwundern.

(He, he, das kam mir in den Sinn, aber da war der Beitrag schon gepostet.)
Jedenfalls funktionniert aus meiner Sicht die Geschichte ganz gut, wenn sich Vader und Luke zwischen den Filmen nicht begegnet sind. Ich habe nicht das Gefühl, eine Begegnung der beiden verpaßt zu haben.

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"Es gibt keine Republik mehr, Meister Darté. Der Senat hat beschlossen, ein Imperium auszurufen, schon vergessen?"- Tsui Choi (Jedi-Meister)


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BeitragVerfasst: Mo, 09. Jan 2017, 03:41 
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Bollux hat geschrieben:
dragoneye1300 hat geschrieben:
-Thread entstaube und ab nach oben damit- :wink:

Wie ich bereits kurz im "[VII] Das Erwachen der Macht - Meinungen zum Film"-Thread geschrieben habe, gehöre auch ich zu den Leuten, die das Kippen des alten "Expanded Universe" blöd finden und sich darüber sehr aufgeregt haben. Womit ich ja nicht alleine da stehe.


Na ja, doch relativ alleine.

dragoneye1300 hat geschrieben:

Einige Fans wollen die EU-Löschung nicht hinnehmen und fragen bzw. bitten weiterhin Del Rey bzw. Disney um eine Fortsetzung der "Legends"-Storyline. Manche auch durch Petitionen, wie ich per Google gesehen habe.


Da sehe ich nicht die geringste Chance: Die verschwindend kleine Minderheit der Fanbase, welche sich neue Legends-Geschichten wünscht, fällt prozentual nicht einmal annähernd ins Gewicht, um sich Hoffnungen machen zu können, dass da tatsächlich noch was kommen könnte.

Tempest hat geschrieben:
Ich verstehe die Anhänglichkeit der Fans an den alten, aus meiner Sicht vollkommen kaputten "Kanon", einfach nicht...


Bei mir ist es genau andersherum. Ich kann die breite Akzeptanz für diesen ketzerischen Schritt nicht verstehen.
O.K., von Leuten, welche in erster Linie nur die Filme gelten lassen, ab und zu aber dennoch mal ein Roman zur Hand nehmen, kann man nicht erwarten, dass sie das Ende des EU sonderlich interessiert.
Wer sich hingegen durchaus intensiv mit der Materie auseinandergesetzt hat und das EU für schlecht und uninteressant befunden hat, wird den Schritt sogar begrüßen. Auch dies ist verständlich.
Dann gibt es aber auch noch jene, welche in den letzten Jahren im alten EU förmlich zu Hause waren, praktisch alle Comics und Romane kennen, welche erschienen sind und über ein unfassbares Fachwissen verfügen.
Dass zu einem großen Teil auch diese Klientel das EU-Reboot gleichmütig hin nimmt kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Ich verstehe es ja wenn sich viel über Widersprüche in der Kontinuität geärgert wurde. In solchen Fällen war ich auch immer einer der Ersten die gemeckert haben, da viele Widersprüchlichkeiten schlicht unnötig waren.
Aber, verdammt, das EU bestand nicht nur aus Logikfehlern.
Im Gegenteil; ich finde letzten Endes überwogen die positiven Aspekte. Da wurde den Fans wirklich etwas genommen. Etwas tolles, großes, weil gewachsenes.
Eben nicht nur die Ungereimtheiten. Sondern ALLES! Ich bin deswegen Stinkig und es ist mir wurst, dass ich da nur einer kleinen Minderheit angehöre. Das bin ich auch in anderen Punkten gewöhnt.
Das EU gibt es ja nicht erst seit der Thrawn-Trilogie. Sicher, dass die alten Marvel-Comics nicht mehr so richtig ins 90er EU gefügt haben ist klar. Aber selbst dort gibt es Veröffentlichungen die sich auch später noch gut eingegliedert haben. Und vor allem waren die Uraltromane, die schon zu Zeiten der OT entstanden sind noch Kanon. Und es wurde auch immer noch auf sie Bezug genommen.
Und wie das EU dann nach der Thrawn-Trilogie so richtig zum Leben erweckt wurde und mit einer Vielzahl von Comics, Romanen und Spielen angereichert wurde, finde ich aus heutiger Warte einfach nur Eindrucksvoll.
Selbst wenn es den Verantwortlichen für den neuen Kanon gelingen sollte, alle Medien desselben komplett Widerspruchsfrei zu halten, bin ich der Meinung, dass mit dem Ende des alten EU einfach zu viele gelungene Geschichten, ja, ganze reizvolle Zeitabschnitte sogar, in den Müll geschmissen wurden. Da geht soviel verloren, das können die neuen Geschichten gar nicht ersetzen.
Da war für jeden was dabei; eine riesige Spielwiese für Star Wars Fans.
Die Einen tobten sich im TOR/KOTOR – Bereich aus; für die Anderen waren die Klonkriege interessanter. Eben jene fanden ja viel eher im EU statt, als in den Filmen selbst.
Ein Marketingtrick, klar. Aber einer mit Substanz. Die Umsetzung der Klonkriege zwischen Episode 2 und 3 lies, wie gewohnt in der Form von Comics, Romanen und Spielen, nichts zu wünschen übrig.
Dann gab es noch die Möglichkeit mittels der LEGACY - Geschichten einen Blick in die Zukunft zu werfen, in welcher u.a. Luke als Machtgeist erscheint.
Und ihr wisst ja selbst, dass das nur sehr wenige Beispiele für die riesige Bandbreite des EU sind. Gerade diese Komplexität ist es, die mich so begeistert.
Allerdings bin ich selbst erst sehr spät ins EU eingestiegen.
Für mich zählten damals auch nur die Filme (Mal abgesehen von den ganz alten Comics, von denen habe ich noch Einige zuhause rumfliegen, aber so toll sind die ja nicht).
In meinem alten Goldmann-Sammelband der Filmromane war Werbung für die Han Solo – Romane von Brian Daley. Die hätte ich seinerzeit schon gerne gelesen, habe sie im Handel aber nie liegen sehen und habe mir nicht die Mühe gemacht sie zu bestellen. Und dann ist Gras über die Sache gewachsen.
Als ich mit der Bundeswehr 1993 in Kanada war, habe ich dort in einem Flughafenkiosk auf einem Plakat gesehen, dass Zahns erstes Thrawn - Buch die Bestsellerlisten anführt, habe die Sache aber nicht weiterverfolgt. In den folgenden Jahren sah ich dann immer mal X-Wing Romane in den Buchläden stehen, habe aber nie zugegriffen.
Erst zu PT-Zeiten bin ich dann wirklich neugierig auf das EU geworden.
Ausgerechnet der erste Band der Jugendbuchreihe "Jedi-Padawan" war dann der erste Star Wars – Roman den ich je gelesen habe (Weil dort auf Obi Wans Aussage eingegangen wird, Yoda wäre sein Lehrmeister gewesen).
Wirklich überzeugt hat mich die Story natürlich nicht. Auch "Planet der Verräter", das zweite EU – Buch, welches ich las, fand ich nicht allzu toll. Aber mein Interesse war geweckt.
In der Zeit zwischen Episode 2 und 3 habe ich dann nachgeholt die alten Han Solo-Bücher zu lesen; was ich ja immer schon wollte. Heute bereue ich, dass ich in der Zeit nicht die Klonkriegsromane und Comics gelesen habe um gewissermaßen die Klonkriege in Echtzeit zu erleben.
Wie dem auch sei, in den folgenden Jahren las ich noch so Manches EU-Buch,viele fand ich recht gut und einige davon haben mich tatsächlich regelrecht begeistert.
Ich habe dann, angefangen mit dem Darth Bane-Roman, begonnen die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen.
Ich bin jetzt bei "Die Hand von Thrawn" angelangt. Wenn ich fertig bin fange ich von vorne an und lese die Bücher, welche zwischenzeitlich auf Deutsch erschienen sind. Die Comics werde ich dabei auch mehr mit einbeziehen, die habe ich nämlich etwas vernachlässigt.
Ich erwähne dies, um deutlich zu machen, dass es mir unheimlichen Spaß macht die Zeitlinie Stück für Stück abzuarbeiten und dabei die übergeordnete Story im Auge zu behalten.
Auf die Art fallen einem Widersprüche natürlich schnell ins Auge. So wird aber auch deutlich, dass viele Storybögen überaus gut zusammenpassen und es gefällt mir sehr, wenn auf vorangegangene Geschichten Bezug genommen wird, was regelmäßig vorkommt. Es ist dadurch eine storytechnische Stringenz entstanden, welche dem altem EU regelmäßig abgesprochen wird: zu Unrecht, wie ich finde. So wird z.B. in sehr vielen Romanen der Giftanschlag auf Mon Mothma erwähnt, welcher dazu führte, dass Leia Staatschefin wurde.
Im Übrigen auch etwas, was ich sehr gerne verfolge: Die Geschehnisse im Senat der neuen Republik: Die Auseinandersetzungen der Ratsmitglieder zur Post-Endor-Zeit, die Intrigen zwischen Borsk Fey La und General Ackbar und die Probleme, die es mitbringt einen neuen Staatsapparat aufzubauen im Allgemeinen.
Und genau das ist es, was ich am EU im Vergleich zu Episode 7 so liebe: Man kann intensiv mitverfolgen was aus seinen alten Helden wird. Man bekommt dort eine Fortsetzung der OT und keine Neuerzählung derselben.
Lando bspw. ist, wie es sich gehört, ein wiederkehrender Charakter und bei jedem seiner neuen Ideen und Großprojekte ist man als EU-Leser Live dabei.
Der neue Kanon mit seiner „ersten Ordnung“ wird mir diesen riesigen Ideenpool niemals ersetzen können, selbst wenn er ähnliche Komplexität erreichen sollte. Dafür ist mir die neue Ausgangssituation viel zu unsympathisch. Das sage ich, ohne die offensichtlichen Qualitäten von E7 schmälern zu wollen. Ich sehe ihn halt als Star Wars Infinities-Movie und als solcher gefällt er mir auch.
Nichtsdestotrotz; die Kritik am EU kann ich nachvollziehen und teile sie mitunter auch.
Aber jetzt wo das EU für ungültig erklärt wurde, tritt all das in den Hintergrund und es überwiegt der Ärger über diesen Schritt.
Ich bin nur froh, dass es noch so viele Comics und Romane des alten EU gibt, welche ich noch nicht kenne.
Ich werde es mir jetzt also gemütlich in der Vergangenheit machen und mich noch viele Jahre im EU herumtreiben und voller Freude die, meiner Meinung nach, "echte" Fortsetzung der Star Wars-Saga genießen.
So, dieser etwas längere Text ist als Liebeserklärung an das alte EU gedacht. Musste mal sein. :P



Ich kann dir da nur zustimmen!!

Das EU hat für mich die Begeisterung für Star Wars immer wieder angefacht und noch verstärkt!!
Gerade die Geschichten, welche die OT noch erweitert haben bereiten mir bis heute solch eine Freude!
Mit zu erleben wie die Skywalkers und Solos immer mehr von ihrer Galaxie preisgeben!
Die Romane über die Sonder und Gespensterstaffel finde ich genau so genial und auch die Thrawn Trilogie ist für mich bis heute mehr Star Wars als es Episode 1-3 je sein könnten.
Ich selbst habe mit Kyle Katarn die Pläne des ersten Todessterns gestohlen.

Alles was ich mir bisher von Disney angeguckt habe, löst eine Mischung aus Trauer und Wut in mir aus.
Gerade die Grabschändung in TFA, jeder der sich die letzten 20-25 Jahre im EU wohl gefühlt hat, kannte den Film bereits.
Ich verstehe die Leute, die sich freuen Star Wars wieder im Kino erleben zu können.
Aber für jemanden wie mich, der mit Corran Horn geflogen ist und dem bewusst ist warum Luke, nicht Leia und Han, seinen Sohn Ben genannt hat für den hat das ganze nichts mehr mit Star Wars zu tun.

Mein Eindruck ist das dass ganze zu einem Billo Plastik Franchise a là Power Rangers verkümmert, so lange Geld damit machen bis es keiner mehr sehen will. :(


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BeitragVerfasst: Di, 05. Dez 2017, 17:32 
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Team Rollenspiel
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Beiträge: 337
Das gesamte erweiterte Universum aus dem Kanon zu streichen tut schon weh auf den ersten Blick.
Ich habe doch über die Jahre den ein oder anderen Star Wars Roman gelesen und mir meine liebsten wie die Jedi-Padawan Reihe auch noch aufgehoben.
Auch die Classic-Reihe in der Luke mit seinen Freunden das Imperium bekämpft sind Teil meiner Sammlung.
Ich finde es einen logischen Schritt von Disney, einen (wenn auch brutalen) Cut an dieser Stelle zu machen, vor allem was diverse Bücher und Comics betraf konnte man das doch alles nicht integrieren? George Lucas und Co haben da doch die Übersicht komplett verloren und es gibt da einen ziemlich großen Wildwuchs an Themen, Charakteren und Handlungsverläufen.
Viele Bücher die ich zu Hause habe, lassen sich aber nach wie vor von mir im Geiste gute mit dem Star Wars-Universum verbinden, vieles wird ja von den Filmen auch nicht tangiert (z.B. das Buch Schattenjäger über Darth Maul).
Vielleicht macht Disney ja noch den Schritt und integriert das ein oder andere Werk wieder in den offiziellen Kanon bzw. in die Timeline....Wer weiß? Ist zwar schwer vor zu stellen, schließlich wird niemand hier nicht in den nächsten Kinofilm gehen weil Disney das getan hat und so kommen sie eben damit durch ;-)

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Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft - keinen größeren Reichtum, keine größere Freude.


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BeitragVerfasst: Mi, 13. Dez 2017, 17:13 
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Registriert: Mo, 06. Feb 2012, 16:09
Beiträge: 510
Wohnort: Bispingen dem Paradies auf Scarif
Also ich seh das mit dem EU eher nicht so schlimm. Ich habe mich, weil es heisst, dass es nicht mehr zum Kanon gehört, extra damit beschäfigt. Viele Geschichte und Legenden sind meist recht abgeschlossen und gerade die, die weit zurück liegen, sehe ich so als gegeben hin. Ich find halt, jeder kann sich doch mit den Geschichten identifizieren mit denen er will, oder nicht? Die eigentliche Faszination von Star Wars steckt doch genau dadrin. Egal was zukünftig noch vermurkst wird. Daraus leben die Diskussionen wieder auf. Menschen kommen zusammen, um ihren Unmut oder auch ihren Fan-Kult darzustellen, zu besprechen und weiter zu machen... :wink:

Schaun wir doch nur mal zurück. Star Wars in einer Zeit als die Episoden 1 bis 3 auch noch 1 bis 3 waren und nicht später zu 4 bis 6 wurden. Obwohl ja nach Rogue One nun die ursprünglichen Teile 1 bis 3 von 4 bis 6 nun 5 bis 7 sein müssten. :eyesrolling: Damit wäre nun Episode 9 im Kino... :lol:

Als George Lucas versucht hat Star Wars zu erweitern, kam da so manches an Filmmaterial zum Vorschein, dass zu heftigen Diskussionen führte. Angefangen bei den Ewoks, über die Clone-Wars-Filme, bis zu The Clone Wars als Serie. Was ich da alles gelesen habe, welche kontroversen Diskussionen geführt wurden, wie eigentliche Fans sich gegenseitig an den "Hals" gingen, da wundert es mich nicht, dass dies eben auch hier bei dem neuen Bildmaterial passiert. Und genau da lebt doch Star Wars von. Wir haben hier eine 40jährige Geschichte hinter uns. Mit jedem Filmmaterial kommen neue Freunde dazu und Diskussionen.
Was wäre also passiert, wenn George Lucas aufgehört hätte? Wäre dann durch die Zeit eine Sättigung eingetreten...? Wäre man wieder in den Alltag verschwunden, weil irgendwann ist eine Diskussion ausdiskutiert. Was dann? Das EU hat doch den Vorteil, vieles neu zu entdecken und vieles mit den eigenen Gedanken zu verknüpfen. Mir selbst zu sagen, ja das gefällt mir, dass find ich gut und das Andere gefällt mir weniger. Aber es wird für mich Bestand haben, weil ich es mag.

Hier ist das aussortierte EU einzig mit einem Problem behaftet: Es kann eben nicht zu bestimmten Diskussionen herangezogen werden. Vielleicht auszugsweise. Mit dem Wissen aus dem EU. Dafür muss man es aber auch studiert und verstanden haben. Beide Seiten. Die neuen Romane und die Legenden-Comics zählen ich mittlerweile dazu. Heute, 13.12.2017, gibt es schon wieder soviel Lesestoff, der wieder zu den eigentlichen oben schon erwähnten Diskussionen führen kann, damit kann man seinen Horizont erweitern. Genau das macht für mich Star Wars aus. Das alte EU ist nur eben eine Legende. Legenden haben einen wahren und einen erdachten Inhalt. Beides ist doch amüsant... :wink: Oder seh ich das zu einfach...? :wink: :lol:

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